Federal Council Addresses Lex Furgler Concerns and Nirvana Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council addressed concerns regarding alleged violations of the "Lex Furgler" law in Geneva and the Federal Prosecutor's decision not to appeal in the "Nirvana" luxury residence case. The Council explained that while the law is complex and can be exploited, the Federal Prosecutor did appeal the initial ruling, but the appeal was unsuccessful. The Council also stated that federal and cantonal authorities continue to investigate potential circumventions of the law and are working on a new regulation for the support of cultural organizations by January 1, 1988, to streamline processes and ensure adequate funding.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; Federal Council Addresses Lex Furgler Concerns and Nirvana Case: The Council explained that while the law is complex and can be exploited, the Federal Prosecutor did appeal the initial ruling, but the appeal was unsuccessful. The Council also stated that federal and cantonal authorities continue to investigate potential circumventions of the law and are working on a new regulation for the support of cultural organizations by January 1, 1988, to streamline processes and ensure adequate funding.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court ordered the appellant to pay the costs of the federal court proceedings.
Volltext
14. Dezember1984 N 1945 Interpellation Ruffy
Renschler, Riesen-Freiburg, Robbiani, Ruch-Zuchwil, die Arbeiten einer ständigen Kontaktgruppe aus Vertretern
Schmid, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Weber- des Departements des Innern und der Stiftung Pro Helvetia.
Arbon (27)
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit desrates befriedigt.
Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und
wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates #ST# 84.458
vom 3. Dezember 1984
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 décembre 1984 Interpellation Ruffy
Bereits im Bericht der Kommission Clottu fand sich die Lex Purgier. Verstösse in Genf
Forderung, alle Unterstützungsaufgaben mit dauerndem Loi Purgier. Infractions commises à Genève
Charakter seien von der Stiftung Pro Helvetia wieder an das
Departement des Innern zu übertragen. Der Bundesrat hat
dieses Begehren positiv aufgenommen und wiederholt eine
Neuregelung in Aussicht gestellt, so namentlich in den Bot-
schaften vom 17. März 1980 über die Stiftung Pro Helvetia Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1984
(BBI 1980 II 120 bis 123; 141), vom 18. Mai 1983 über Bei- 1. Kann der Bundesrat den eidgenössischen Räten erklä-
träge an die Stiftung Pro Helvetia in den Jahren 1984 bis ren, aus welchen Gründen die Bundesanwaltschaft im Fall
1987 (BBI 1983 II 695 bis 697) und vom 18. April 1984 zur der Luxusresidenz «Nirvana» auf eine Beschwerde verzich-
«Eidgenössichen Kulturinitiative» (BBI 1984 II 540). Ein tet hat?
entsprechendes Vorhaben findet sich in den Richtlinien der
Regierungspolitik vom 18. Januar 1984 (BBI 1984 l 253). 2. Weist die Lex Furgler Lücken auf, die im Kanton Genf
Zu den in der Interpellation aufgeworfenen Einzelfragen besonders ausgenützt werden?
nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung: 3. Ist der Bundesrat bis zum Inkrafttreten des neuen Geset-
1. Die Vorarbeiten für die Neuregelung der Unterstützung zes in der Lage, Missbräuche zu bekämpfen?
von kulturellen Organisationen wurden im Frühjahr 1984, 4. Ist der Bundesrat mit der Behandlung einverstanden, die
nach Verabschiedung der Botschaft zur «Eidgenössischen Genfer Beamte nun erfahren, weil sie ein Bundesgesetz
Kulturinitiative» aufgenommen. Die Entflechtung soll späte- genau anwenden wollten?
stens auf den 1. Januar 1988, den Zeitpunkt des Inkrafttre-
tens der nächsten vierjährigen Beitragsperiode für die Stif- Texte de l'interpellation du 14 juin 1984
tung Pro Helvetia, wirksam werden. 1. Le Conseil fédéral peut-il renseigner les Chambres fédé-
2. Über die Kriterien und den Umfang dieser Unterstützung rales sur les motifs qui ont poussé le Ministère public à
hat sich der Bundesrat bereits in der Botschaft zur «Eidge- renoncer à recourir dans l'affaire de la résidence de luxe
nössischen Kulturinitiative» geäussert. Demnach sollen die «Nirvana»?
Organisationen ihren Mitgliedern für die dringendsten 2. Le Conseil fédéral a-t-il le sentiment que la loi Furgler
Bedürfnisse zumindest bis zu einem gewissen Grad Hilfe présente des failles particulièrement exploitées dans le can-
leisten können. Dazu gehören: soziale Sicherheit, Aus- und ton de Genève?
Weiterbildung, Beratung und Interessenvertretung, Förde- 3. Le Conseil fédéral est-il en mesure de lutter contre les
rung im kreativen Schaffen. Die Subventionierung gilt auch abus jusqu'à l'entrée en vigueur de la nouvelle loi?
für die hierzu notwendigen Infrastruktur der einzelnen Orga- 4. Le Conseil fédéral admet-il le sort réservé à des fonction-
nisationen. naires genevois pour avoir voulu appliquer une loi fédérale
3. Zu den erwähnten Vorarbeiten gehören auch intensive avec diligence?
Konsultationsgespräche, die das Bundesamt für Kultur-
pflege gegenwärtig in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Saint-Gall,
Helvetia durchführt. Hierzu wurden die betroffenen und Borei, Bundi, Christinat, Clivaz, Deneys, Friedli, Hubacher,
interessierten Kreise eingeladen, nämlich sämtliche bishe- Jaggi, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Mauch, Neu-
rige Beitragsempfänger sowie eine Reihe weiterer Organisa- komm, Ott, Renschler, Robbiani, Stamm Walter, Uchtenha-
tionen, die künftig für eine solche Unterstützung in Frage gen, Vannay, Weber-Arbon (20)
kommen könnten. Diese Befragungen, die noch bis Ende Schriftliche Begründung - Développement par écrit
1984 dauern, sollen sowohl über die bisherigen Erfahrungen
wie auch über die bestehenden Bedürfnisse und künftigen Les résultats du vote concernant l'initiative contre le bra-
Erwartungen Aufschluss geben. Die Ergebnisse werden fer- dage du sol national ont montré que partisans et adversaires
ner eine wertvolle Grundlage zur Verfeinerung der Kriterien sont pratiquement égaux en nombre. Ceci signifie qu'à la
einer künftigen Subventionierung kultureller Organisatio- prochaine vague d'abus une nouvelle initiative de ce type
nen bilden und auch dazu dienen, eine ihrer Bedeutung aurait beaucoup de chance de l'emporter.
entsprechende zweckmässige Unterstützungsregelung zu Il appartient donc aux partisans de la nouvelle loi de faire la
finden. preuve qu'elle est un instrument juridique topique et en
attendant son entrée en force, il incombe surtout à la Confé-
4. Die Subventionen an die kulturellen Organisationen sol- dération d'exercer son contrôle avec vigilance sur des auto-
len, wie der bereits umschriebene Zweck beweist, der rités qui rencontrent des difficultés dans l'application de
Bedeutung entsprechen, welche die Kultur und deren För- l'actuelle Lex Furgler. >
derung für unser Land haben. Les graves accusations portées part le «Beobachter» et la
5. Die geplante Aufgabenteilung bringt für die Kulturschaf- «Weltwoche», sans aucune rectification convaincante de la
fenden den Vorteil grösserer Sicherheit, was ihre Organisa- part des personnes visées, nous obligent à demander des
tionen zu leisten im Stande sind. Die Prüfung von Unterstüt- éclaircissements sur l'attitude du Ministère public et à poser
zungsgesuchen soll gegenüber der heutigen Regelung ver- les questions ci-dessus.
einfacht und die Auszahlung der Beiträge beschleunigt
werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
6. Das Hauptproblem liegt darin, eine Lösung zu finden, die vom 15. August 1984
alle Beteiligten zu befriedigen vermag, ohne die direkt Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 août 1984
Betroffenen einzuengen und die Leistungen zu schmälern. 1. Le Ministère public de la Confédération a recouru à la
Hierzu dienen die erwähnten Konsultationsgespräche sowie Chambre d'accusation contre la décision de classement du
Interpellation Hegg 1946 N 14 décembre 1984
procureur général. Par ordonnance du 7 mai 1984, l'autorité henden Sprachgrenzen weder verschoben noch verwischt
de recours a débouté le recourant. Elle a acquis la convic- werden.
tion que les résultats de l'instruction permettaient d'exclure 2. Kann der Bundesrat seine von diesem sprachlichen Terri-
une violation fautive punissable de l'arrêté fédéral. torialprinzip eventuell abweichenden Vorstellungen dar-
Les autorités fédérales intéressées ont renoncé à attaquer legen?
ce jugement de la Chambre d'accusation devant la Cour de 3. Was meint der Bundesrat insbesondere mit der von Bun-
cassation du Tribunal fédéral au moyen d'un pourvoi en despräsident Schlumpf genannten «Vielfalt in der Einheit»?
nullité. Un recours n'aurait eu en l'espèce aucun succès. Meint er damit die Bewährung und den Schutz der eingebo-
Si des faits nouveaux pertinents devaient apparaître, la renen Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Räto-
procédure pénale classée pourrait être rouverte en tout romanisch, oder meint er damit auch noch weitere, von
temps. La recherche de ces faits appartient aux autorités Einwanderern gesprochene Sprachen?
administratives, fédérales et cantonales, compétentes en la
matière. Les enquêtes de l'Office fédéral de la justice sont 4. Was bedeutet für den Bundesrat das in behördlichen
actuellement encore en cours. Verlautbarungen sich häufende Schlagwort der «Integra-
tion» von Ausländern mit Bezug auf die ihnen gegenüber zu
2. L'arrêté fédéral, à l'instar d'autres législations, est une loi verfolgende Sprachenpolitik? Oder deutlicher gefragt: Soll
fortement intégrée dans le droit civil; il arrive en consé-
das Erlernen der regionalen Umgangssprache durch die
quence que des fraudeurs abusent des institutions de droit fremdsprachigen Ausländer und ihre sprachliche Assimilie-
civil pour se soustraire aux dispositions sur l'acquisition
rung möglichst gefördert oder- im Hinblick auf die Rück-
d'immeubles par des personnes à l'étranger. Cette constata- wanderung in ihre Heimatländer und zur Pflege und zum
tion se vérifie spécialement dans les sociétés immobilières Schütze ihrer eigenen «Identität», aber damit auch sprachli-
et les opérations fiduciaires. Dans ces cas, il se révèle che Gettobildungen begünstigend - eher gebremst werden?
souvent difficile de découvrir et prouver les manœuvres
destinées à éluder la loi. Le canton de Genève ne présente Texte de l'interpellation du 19 septembre 1984
aucune particularité à cet égard.
En proposant de rejeter ma demande de renvoi des Grandes
3. L'Office fédéral de la justice dispose d'un droit de lignes de la politique gouvernementale, le président de la
recours contre toutes les autorisations cantonales; il en fait Confédération Schlumpf a cité comme motif le fait que le
usage dès qu'il constate une violation du droit fédéral. En principe de territorialité, auquel je faisais allusion dans mon
outre, en dehors de toute procédure d'autorisation, il peut développement, ne correspondait «en aucune manière» à
effectuer des enquêtes dès qu'exis'e un soupçon de l'image que le Conseil fédéral se fait de la Suisse de demain.
manœuvres élusives; ce moyen d'action est aussi a disposi- L'auteur de la présente interpellation n'a pas trouvé, dans la
tion actuellement déjà. De plus, il convient de constater, à déclaration finale relative aux Grandes lignes, les éclaircis-
cet égard, que les autorités cantonales, et parmi celles-ci le sements promis alors par le Conseil fédéral concernant
Département de l'économie publique du canton de Genève, cette conception. C'est pourquoi je pose au Conseil fédéral
appliquent avec plus de rigueur qu'auparavant les disposi- les questions suivantes:
tions de l'arrêté fédéral.
1. Entend-il s'écarter dans sa politique future du principe de
4. Le droit cantonal règle le statut juridique des fonction- territorialité linguistique? L'interpellateur précise qu'il
naires cantonaux. La question de savoir si des décisions entend par là l'axiome voulant qu'en Suisse, exception faite
prises contre des fonctionnaires cantonaux sont justifiées de quelques rares régions bien délimitées, règne le bilin-
n'est pas de la compétence du Conseil fédéral. guisme où, pour des raisons historiques, chaque région
possède un idiome déterminé qui sert à la fois de langue
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- officielle, de langue familière et de langue de l'enseigne-
rates nicht befriedigt. ment, et qu'en conséquence les frontières linguistiques ne
doivent être ni déplacées ni «grignotées».
2. Si sa conception du principe de territorialité s'écarte de
la définition précédente, peut-il l'exposer?
3. Qu'entend-il en particulier par l'expression «diversité
#ST# 84.503 dans l'unité», utilisée par le président Schlumpf? Veut-il dire
par là qu'il faut préserver les langues parlées par les autoch-
Interpellation Hegg tones, à savoir l'allemand, le français, l'italien et le
Sprachliches Territorialprinzip romanche, où englobe-t-il dans ce concept d'autres langues
Principe de la territorialité des langues parlées par les immigrants?
4. Quel sens donne-t-il au mot «intégration» des étrangers,
qui fait souvent figure de slogan dans les déclarations
officielles à propos de la politique linguistique applicable
aux immigrants? Plus précisément, s'agit-il d'encourager
Wortlaut der Interpellation vom 19. September 1984 les étrangers à apprendre la langue usuelle dans la région
In seiner Begründung des Ablehnurigsantrages meines où ils se trouvent, ou au contraire de les en dissuader en vue
Rückweisungsantrages der Regierungsrichtlinien hat Bun- de leur renvoi dans leur patrie d'origine et afin de protéger
despräsident Schlumpf gesagt, das sprachliche Territorial- leur propre «identité», au risque de susciter la formation de
prinzip, wie ich es in der Begründung meines Antrages ghettos?
angerufen hatte, entspreche «in keiner Weise» den Vorstel- Mitunterzeichner - Cosignataires: Meier-Zürich, Ruf-Bern,
lungen des Bundesrates über die Schweiz von morgen. Soldini (3)
Damals versprochene Aufschlüsse über die diesbezüglichen
Vorstellungen des Bundesrats hat der Interpellant in der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Schlusserklärung zu den Regierungsrichtlinien vermisst. Ich Obschon nirgends rechtlich verbindlich niedergeschrieben,
stelle deshalb auf diesem Wege folgende Fragen: bildete das sprachliche Territorialprinzip jahrhundertelang
1. Gedenkt der Bundesrat in Zukunft in seiner Politik vom die bewährte Grundlage des friedlichen Zusammenlebens
sprachlichen Territorialprinzip abzugehen? Unter sprachli- unserer viersprachigen Nation. In letzter Zeit häufen sich
chem Territorialprinzip versteht der Interpellant den Grund- jedoch die Anzeichen von Spannungen zwischen den einge-
satz, dass im Gebiet der Schweiz mit einigen geschichtlich borenen Sprachgruppen und auch Tendenzen, das Prinzip
bedingten, eng umgrenzten Ausnahmen, wo Zweisprachig- zu verlassen. Die unselige Abtrennung des neuen Kantons
keit herrscht, jeweils eine bestimmte Sprache Amts-, Jura, die eigentlich sprachpolitisch begründet wurde, hatte
Umgangs- und Volksschulsprache ist, und dass die beste- Folgen, deren Wellen auch heute noch nicht geglättet sind.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ruffy Lex Furgler. Verstösse in Genf
Interpellation Ruffy Loi Furgler. Infractions commises à Genève
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1984
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.458
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1984 - 08:00
Date
Data
Seite 1945-1946
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