Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 84-458 KI-generiert

Federal Council Addresses Lex Furgler Concerns and Nirvana Case

Geschäftsnummer VPB 84-458
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Council addressed concerns regarding alleged violations of the "Lex Furgler" law in Geneva and the Federal Prosecutor's decision not to appeal in the "Nirvana" luxury residence case. The Council explained that while the law is complex and can be exploited, the Federal Prosecutor did appeal the initial ruling, but the appeal was unsuccessful. The Council also stated that federal and cantonal authorities continue to investigate potential circumventions of the law and are working on a new regulation for the support of cultural organizations by January 1, 1988, to streamline processes and ensure adequate funding.

Legislator-Regeste

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Art. 66 al. 1 LTF; Federal Council Addresses Lex Furgler Concerns and Nirvana Case: The Council explained that while the law is complex and can be exploited, the Federal Prosecutor did appeal the initial ruling, but the appeal was unsuccessful. The Council also stated that federal and cantonal authorities continue to investigate potential circumventions of the law and are working on a new regulation for the support of cultural organizations by January 1, 1988, to streamline processes and ensure adequate funding.

Schlagwörter

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Fondsreglement Recht der Staaten Zweitwohnungsinitiative Rechtliche Aspekte Sonderbestimmungen für Luxemburg Lex fori
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

The court ordered the appellant to pay the costs of the federal court proceedings.

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Volltext

14. Dezember1984 N 1945 Interpellation Ruffy

Renschler, Riesen-Freiburg, Robbiani, Ruch-Zuchwil, die Arbeiten einer ständigen Kontaktgruppe aus Vertretern

Schmid, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Weber- des Departements des Innern und der Stiftung Pro Helvetia.

Arbon (27)

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun-

Schriftliche Begründung - Développement par écrit desrates befriedigt.

Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und

wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates #ST# 84.458

vom 3. Dezember 1984

Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 décembre 1984 Interpellation Ruffy

Bereits im Bericht der Kommission Clottu fand sich die Lex Purgier. Verstösse in Genf

Forderung, alle Unterstützungsaufgaben mit dauerndem Loi Purgier. Infractions commises à Genève

Charakter seien von der Stiftung Pro Helvetia wieder an das

Departement des Innern zu übertragen. Der Bundesrat hat

dieses Begehren positiv aufgenommen und wiederholt eine

Neuregelung in Aussicht gestellt, so namentlich in den Bot-

schaften vom 17. März 1980 über die Stiftung Pro Helvetia Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1984

(BBI 1980 II 120 bis 123; 141), vom 18. Mai 1983 über Bei- 1. Kann der Bundesrat den eidgenössischen Räten erklä-

träge an die Stiftung Pro Helvetia in den Jahren 1984 bis ren, aus welchen Gründen die Bundesanwaltschaft im Fall

1987 (BBI 1983 II 695 bis 697) und vom 18. April 1984 zur der Luxusresidenz «Nirvana» auf eine Beschwerde verzich-

«Eidgenössichen Kulturinitiative» (BBI 1984 II 540). Ein tet hat?

entsprechendes Vorhaben findet sich in den Richtlinien der

Regierungspolitik vom 18. Januar 1984 (BBI 1984 l 253). 2. Weist die Lex Furgler Lücken auf, die im Kanton Genf

Zu den in der Interpellation aufgeworfenen Einzelfragen besonders ausgenützt werden?

nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung: 3. Ist der Bundesrat bis zum Inkrafttreten des neuen Geset-

1. Die Vorarbeiten für die Neuregelung der Unterstützung zes in der Lage, Missbräuche zu bekämpfen?

von kulturellen Organisationen wurden im Frühjahr 1984, 4. Ist der Bundesrat mit der Behandlung einverstanden, die

nach Verabschiedung der Botschaft zur «Eidgenössischen Genfer Beamte nun erfahren, weil sie ein Bundesgesetz

Kulturinitiative» aufgenommen. Die Entflechtung soll späte- genau anwenden wollten?

stens auf den 1. Januar 1988, den Zeitpunkt des Inkrafttre-

tens der nächsten vierjährigen Beitragsperiode für die Stif- Texte de l'interpellation du 14 juin 1984

tung Pro Helvetia, wirksam werden. 1. Le Conseil fédéral peut-il renseigner les Chambres fédé-

2. Über die Kriterien und den Umfang dieser Unterstützung rales sur les motifs qui ont poussé le Ministère public à

hat sich der Bundesrat bereits in der Botschaft zur «Eidge- renoncer à recourir dans l'affaire de la résidence de luxe

nössischen Kulturinitiative» geäussert. Demnach sollen die «Nirvana»?

Organisationen ihren Mitgliedern für die dringendsten 2. Le Conseil fédéral a-t-il le sentiment que la loi Furgler

Bedürfnisse zumindest bis zu einem gewissen Grad Hilfe présente des failles particulièrement exploitées dans le can-

leisten können. Dazu gehören: soziale Sicherheit, Aus- und ton de Genève?

Weiterbildung, Beratung und Interessenvertretung, Förde- 3. Le Conseil fédéral est-il en mesure de lutter contre les

rung im kreativen Schaffen. Die Subventionierung gilt auch abus jusqu'à l'entrée en vigueur de la nouvelle loi?

für die hierzu notwendigen Infrastruktur der einzelnen Orga- 4. Le Conseil fédéral admet-il le sort réservé à des fonction-

nisationen. naires genevois pour avoir voulu appliquer une loi fédérale

3. Zu den erwähnten Vorarbeiten gehören auch intensive avec diligence?

Konsultationsgespräche, die das Bundesamt für Kultur-

pflege gegenwärtig in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Saint-Gall,

Helvetia durchführt. Hierzu wurden die betroffenen und Borei, Bundi, Christinat, Clivaz, Deneys, Friedli, Hubacher,

interessierten Kreise eingeladen, nämlich sämtliche bishe- Jaggi, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Mauch, Neu-

rige Beitragsempfänger sowie eine Reihe weiterer Organisa- komm, Ott, Renschler, Robbiani, Stamm Walter, Uchtenha-

tionen, die künftig für eine solche Unterstützung in Frage gen, Vannay, Weber-Arbon (20)

kommen könnten. Diese Befragungen, die noch bis Ende Schriftliche Begründung - Développement par écrit

1984 dauern, sollen sowohl über die bisherigen Erfahrungen

wie auch über die bestehenden Bedürfnisse und künftigen Les résultats du vote concernant l'initiative contre le bra-

Erwartungen Aufschluss geben. Die Ergebnisse werden fer- dage du sol national ont montré que partisans et adversaires

ner eine wertvolle Grundlage zur Verfeinerung der Kriterien sont pratiquement égaux en nombre. Ceci signifie qu'à la

einer künftigen Subventionierung kultureller Organisatio- prochaine vague d'abus une nouvelle initiative de ce type

nen bilden und auch dazu dienen, eine ihrer Bedeutung aurait beaucoup de chance de l'emporter.

entsprechende zweckmässige Unterstützungsregelung zu Il appartient donc aux partisans de la nouvelle loi de faire la

finden. preuve qu'elle est un instrument juridique topique et en

attendant son entrée en force, il incombe surtout à la Confé-

4. Die Subventionen an die kulturellen Organisationen sol- dération d'exercer son contrôle avec vigilance sur des auto-

len, wie der bereits umschriebene Zweck beweist, der rités qui rencontrent des difficultés dans l'application de

Bedeutung entsprechen, welche die Kultur und deren För- l'actuelle Lex Furgler. >

derung für unser Land haben. Les graves accusations portées part le «Beobachter» et la

5. Die geplante Aufgabenteilung bringt für die Kulturschaf- «Weltwoche», sans aucune rectification convaincante de la

fenden den Vorteil grösserer Sicherheit, was ihre Organisa- part des personnes visées, nous obligent à demander des

tionen zu leisten im Stande sind. Die Prüfung von Unterstüt- éclaircissements sur l'attitude du Ministère public et à poser

zungsgesuchen soll gegenüber der heutigen Regelung ver- les questions ci-dessus.

einfacht und die Auszahlung der Beiträge beschleunigt

werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

6. Das Hauptproblem liegt darin, eine Lösung zu finden, die vom 15. August 1984

alle Beteiligten zu befriedigen vermag, ohne die direkt Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 août 1984

Betroffenen einzuengen und die Leistungen zu schmälern. 1. Le Ministère public de la Confédération a recouru à la

Hierzu dienen die erwähnten Konsultationsgespräche sowie Chambre d'accusation contre la décision de classement du

Interpellation Hegg 1946 N 14 décembre 1984

procureur général. Par ordonnance du 7 mai 1984, l'autorité henden Sprachgrenzen weder verschoben noch verwischt

de recours a débouté le recourant. Elle a acquis la convic- werden.

tion que les résultats de l'instruction permettaient d'exclure 2. Kann der Bundesrat seine von diesem sprachlichen Terri-

une violation fautive punissable de l'arrêté fédéral. torialprinzip eventuell abweichenden Vorstellungen dar-

Les autorités fédérales intéressées ont renoncé à attaquer legen?

ce jugement de la Chambre d'accusation devant la Cour de 3. Was meint der Bundesrat insbesondere mit der von Bun-

cassation du Tribunal fédéral au moyen d'un pourvoi en despräsident Schlumpf genannten «Vielfalt in der Einheit»?

nullité. Un recours n'aurait eu en l'espèce aucun succès. Meint er damit die Bewährung und den Schutz der eingebo-

Si des faits nouveaux pertinents devaient apparaître, la renen Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Räto-

procédure pénale classée pourrait être rouverte en tout romanisch, oder meint er damit auch noch weitere, von

temps. La recherche de ces faits appartient aux autorités Einwanderern gesprochene Sprachen?

administratives, fédérales et cantonales, compétentes en la

matière. Les enquêtes de l'Office fédéral de la justice sont 4. Was bedeutet für den Bundesrat das in behördlichen

actuellement encore en cours. Verlautbarungen sich häufende Schlagwort der «Integra-

tion» von Ausländern mit Bezug auf die ihnen gegenüber zu

2. L'arrêté fédéral, à l'instar d'autres législations, est une loi verfolgende Sprachenpolitik? Oder deutlicher gefragt: Soll

fortement intégrée dans le droit civil; il arrive en consé-

das Erlernen der regionalen Umgangssprache durch die

quence que des fraudeurs abusent des institutions de droit fremdsprachigen Ausländer und ihre sprachliche Assimilie-

civil pour se soustraire aux dispositions sur l'acquisition

rung möglichst gefördert oder- im Hinblick auf die Rück-

d'immeubles par des personnes à l'étranger. Cette constata- wanderung in ihre Heimatländer und zur Pflege und zum

tion se vérifie spécialement dans les sociétés immobilières Schütze ihrer eigenen «Identität», aber damit auch sprachli-

et les opérations fiduciaires. Dans ces cas, il se révèle che Gettobildungen begünstigend - eher gebremst werden?

souvent difficile de découvrir et prouver les manœuvres

destinées à éluder la loi. Le canton de Genève ne présente Texte de l'interpellation du 19 septembre 1984

aucune particularité à cet égard.

En proposant de rejeter ma demande de renvoi des Grandes

3. L'Office fédéral de la justice dispose d'un droit de lignes de la politique gouvernementale, le président de la

recours contre toutes les autorisations cantonales; il en fait Confédération Schlumpf a cité comme motif le fait que le

usage dès qu'il constate une violation du droit fédéral. En principe de territorialité, auquel je faisais allusion dans mon

outre, en dehors de toute procédure d'autorisation, il peut développement, ne correspondait «en aucune manière» à

effectuer des enquêtes dès qu'exis'e un soupçon de l'image que le Conseil fédéral se fait de la Suisse de demain.

manœuvres élusives; ce moyen d'action est aussi a disposi- L'auteur de la présente interpellation n'a pas trouvé, dans la

tion actuellement déjà. De plus, il convient de constater, à déclaration finale relative aux Grandes lignes, les éclaircis-

cet égard, que les autorités cantonales, et parmi celles-ci le sements promis alors par le Conseil fédéral concernant

Département de l'économie publique du canton de Genève, cette conception. C'est pourquoi je pose au Conseil fédéral

appliquent avec plus de rigueur qu'auparavant les disposi- les questions suivantes:

tions de l'arrêté fédéral.

1. Entend-il s'écarter dans sa politique future du principe de

4. Le droit cantonal règle le statut juridique des fonction- territorialité linguistique? L'interpellateur précise qu'il

naires cantonaux. La question de savoir si des décisions entend par là l'axiome voulant qu'en Suisse, exception faite

prises contre des fonctionnaires cantonaux sont justifiées de quelques rares régions bien délimitées, règne le bilin-

n'est pas de la compétence du Conseil fédéral. guisme où, pour des raisons historiques, chaque région

possède un idiome déterminé qui sert à la fois de langue

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- officielle, de langue familière et de langue de l'enseigne-

rates nicht befriedigt. ment, et qu'en conséquence les frontières linguistiques ne

doivent être ni déplacées ni «grignotées».

2. Si sa conception du principe de territorialité s'écarte de

la définition précédente, peut-il l'exposer?

3. Qu'entend-il en particulier par l'expression «diversité

#ST# 84.503 dans l'unité», utilisée par le président Schlumpf? Veut-il dire

par là qu'il faut préserver les langues parlées par les autoch-

Interpellation Hegg tones, à savoir l'allemand, le français, l'italien et le

Sprachliches Territorialprinzip romanche, où englobe-t-il dans ce concept d'autres langues

Principe de la territorialité des langues parlées par les immigrants?

4. Quel sens donne-t-il au mot «intégration» des étrangers,

qui fait souvent figure de slogan dans les déclarations

officielles à propos de la politique linguistique applicable

aux immigrants? Plus précisément, s'agit-il d'encourager

Wortlaut der Interpellation vom 19. September 1984 les étrangers à apprendre la langue usuelle dans la région

In seiner Begründung des Ablehnurigsantrages meines où ils se trouvent, ou au contraire de les en dissuader en vue

Rückweisungsantrages der Regierungsrichtlinien hat Bun- de leur renvoi dans leur patrie d'origine et afin de protéger

despräsident Schlumpf gesagt, das sprachliche Territorial- leur propre «identité», au risque de susciter la formation de

prinzip, wie ich es in der Begründung meines Antrages ghettos?

angerufen hatte, entspreche «in keiner Weise» den Vorstel- Mitunterzeichner - Cosignataires: Meier-Zürich, Ruf-Bern,

lungen des Bundesrates über die Schweiz von morgen. Soldini (3)

Damals versprochene Aufschlüsse über die diesbezüglichen

Vorstellungen des Bundesrats hat der Interpellant in der Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Schlusserklärung zu den Regierungsrichtlinien vermisst. Ich Obschon nirgends rechtlich verbindlich niedergeschrieben,

stelle deshalb auf diesem Wege folgende Fragen: bildete das sprachliche Territorialprinzip jahrhundertelang

1. Gedenkt der Bundesrat in Zukunft in seiner Politik vom die bewährte Grundlage des friedlichen Zusammenlebens

sprachlichen Territorialprinzip abzugehen? Unter sprachli- unserer viersprachigen Nation. In letzter Zeit häufen sich

chem Territorialprinzip versteht der Interpellant den Grund- jedoch die Anzeichen von Spannungen zwischen den einge-

satz, dass im Gebiet der Schweiz mit einigen geschichtlich borenen Sprachgruppen und auch Tendenzen, das Prinzip

bedingten, eng umgrenzten Ausnahmen, wo Zweisprachig- zu verlassen. Die unselige Abtrennung des neuen Kantons

keit herrscht, jeweils eine bestimmte Sprache Amts-, Jura, die eigentlich sprachpolitisch begründet wurde, hatte

Umgangs- und Volksschulsprache ist, und dass die beste- Folgen, deren Wellen auch heute noch nicht geglättet sind.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Ruffy Lex Furgler. Verstösse in Genf

Interpellation Ruffy Loi Furgler. Infractions commises à Genève

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1984

Année

Anno

Band V

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 84.458

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 14.12.1984 - 08:00

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Data

Seite 1945-1946

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