Swiss Security Policy Report
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council was asked to present a new report on Switzerland's security policy, complementing previous reports on general defense. This new report was to assess the current and evolving threat landscape, the nation's role in European peace efforts, and the effectiveness of its foreign policy, military, and civil defense resources. The Council acknowledged the request, agreeing to the need for ongoing evaluation of the general defense concept, particularly in light of the 1980s threat assessment, while emphasizing the continued importance of maintaining and strengthening military capability for deterrence.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 24sexies Absatz; Swiss Security Policy Report: This new report was to assess the current and evolving threat landscape, the nation's role in European peace efforts, and the effectiveness of its foreign policy, military, and civil defense resources. The Council acknowledged the request, agreeing to the need for ongoing evaluation of the general defense concept, particularly in light of the 1980s threat assessment, while emphasizing the continued importance of maintaining and strengthening military capability for deterrence.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
5. Oktober 1984 N 1421 Postulat Uchtenhagen
dessen mutmasslicher Weiterentwicklung, bezogen auf die Gewichtungen nötig. Der bundesrätliche Bericht möge sich
strategische Zielsetzung, mit besonderer Berücksichtigung dazu äussern, speziell auch mit Blick auf den Stand der
der Kriegsverhinderung durch Verteidigungsbereitschaft. friedenssichernden Massnahmen in Europa.
2. Die Mitwirkung unseres Landes bei friedenserhaltenden Die Konzeption der Gesamtverteidigung als Ausdruck unse-
Bemühungen in Europa und deren Bedeutung für die rer Sicherheitspolitik hat sich in den letzten zehn Jahren
sicherheitspolitischen Ziele der Schweiz. bewährt. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass am
3. Die aktuelle Beurteilung der Mittel der Gesamtverteidi- Willen unseres Landes, seine Unabhängigkeit und Freiheit
gung, insbesondere Aussenpolitik, Armee und Zivilschutz. notfalls unter Einsatz aller ihm zur Verfügung stehenden
Mittel zu wahren, nie Zweifel aufgekommen sind. Dies ent-
Texte du postulat du 22 juin 1984 bindet indessen nicht davon, dass die Konzeption laufend
Le Conseil fédéral est invité à présenter au Parlement un auf ihre Wirksamkeit überprüft wird.
nouveau rapport sur la politique de sécurité de la Suisse, en Schriftliche Erklärung des Bundesrates
guise de complément du rapport publié le 27 juin 1973 sur la vom 5. September 1984
politique de sécurité de notre pays (Conception de la
Déclaration écrite du Conseil fédéral
défense générale) et du rapport intermédiaire du 3 décem-
du 5 septembre 1984
bre 1979 concernant la politique de sécurité. En prenant
pour base la conception de 1973, cette nouvelle étude devra Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen,
partir de la menace, telle qu'elle se présente au milieu des ohne jedoch einen festen Termin für den Bericht zuzusi-
années quatre-vingt et mettre notamment en lumière les chern.
domaines suivants: Überwiesen - Transmis
1. L'appréciation de la menace qui pèse actuellement sur
nous et de son évolution prévisible, appliquée à la détermi-
nation de nos objectifs stratégiques, en tenant particulière-
ment compte de la prévention des conflits par la volonté de
se défendre. #ST# 84.454
2. La participation de notre pays aux efforts pour la paix en Postulat Uchtenhagen
Europe et l'importance de ceux-ci, les objectifs de la politi-
que de sécurité de la Suisse étant pris en considération. Optimierungsmöglichkeiten.
3. L'appréciation actuelle des moyens à disposition de la Pilotstudie im Militärdepartement
défense générale, en matière de politique étrangère ainsi Analyse d'optimalisation.
que dans les domaines militaire et de la protection civile Etude pilote au Département militaire
notamment.
Sprecher - Porte-parole: Loretan
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wortlaut des Postulates vom 14. Juni 1984
Die Feststellung im Bericht des Bundesrates über die
Sicherheitspolitik der Schweiz vom 27. Juni 1973, dass die Der Bundesrat wird eingeladen, statt der üblichen Gemein-
Schweiz im Schnittpunkt erstrangiger strategischer Interes- kostenanalysen eine Gesamtoptimierungsanalyse der Bun-
sen liege, dürfte nach wie vor zutreffen. Ebenso die Aus- desverwaltung durchzuführen. Um den Nutzen einer sol-
sage, das «schweizerische strategische Instrumentarium chen Optimierungsanalyse besser abschätzen zu können,
mag bescheiden erscheinen; relativ gesehen ist es jedoch dürfte es sinnvoll sein, vorerst im Sinne einer Pilotstudie ein
von beachtlicher Stärke». einzelnes Departement zu untersuchen. Angesichts der
Mit dem Zwischenbericht zur Sicherheitspolitik vom zunehmenden Kritik bezüglich Personaleinsatz und
3. Dezember 1979 datierte der Bundesrat in ergänzender Beschaffungspolitik sollte eine solche Pilotstudie im perso-
Analyse und Beurteilung insbesondere der Bedrohungslage nal- und kostenintensiven Militärdepartement durchgeführt
den Bericht von 1973 auf. Er stellte fest, dass unsere sicher- werden.
heitspolitische Lage seit 1973 nicht einfacher geworden sei Texte du postulat du 14 juin 1984
und dass die Konzeption von 1973 sich als eine «tragfähige
Le Conseil fédéral est invité à faire effectuer dans l'adminis-
Grundlage für den Ausbau der strategischen Mittel erwie-
tration fédérale une analyse d'optimalisation globale, en lieu
sen» habe.
et place des analyses habituelles portant sur les frais géné-
Für die Beurteilung der Bedrohungslage aus der Sicht
raux. Afin de pouvoir mieux apprécier l'utilité d'une telle
unseres Landes kann nach wie vor davon ausgegangen
analyse d'optimalisation, il serait sans doute judicieux de
werden, dass einem potentiellen Angreifer im wesentlichen
commencer par effectuer une étude pilote dans un seul
mehr an der Inbesitznahme eines möglichst unbeeinträch-
département. Eu égard aux critiques de plus en plus nom-
tigten Bevölkerungs- und Wirtschaftspotentials liege als an
breuses qui sont formulées envers la manière dont le per-
einer totalen Zerstörung und Vernichtung.
sonnel est utilisé, ainsi qu'envers la politique d'acquisition
Für die strategische Zielsetzung sowie für die Gewichtung
pratiquée, une telle étude devrait être réalisée au Départe-
der strategischen Mittel und damit der Konzeption unserer
ment militaire, qui occupe un nombreux personnel et a un
Gesamtverteidigung ist von der möglichen Bedrohungslage
budget important.
der achtziger Jahre auszugehen. Der Bundesrat hat in sei-
nem Zwischenbericht von 1979 in Abschnitt 5 in Aussicht Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen,
gestellt, dass «für die achtziger Jahre die bestehende Kon- Borei, Braunschweig, Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun,
zeption der Gesamtverteidigung einer grundlegenden Über- Eggli-Winterthur, Euler, Fankhauser, Fehr, Friedli, Huba-
prüfung und gegebenenfalls Anpassung unterzogen werden cher, Jaggi, Lanz, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz,
müsse». Nach wie vor ist indessen für die «Kriegsverhinde- Neukomm, Ott, Renschler, Robbiani, Rubi, Ruch-Zuchwil,
rung durch Verteidigungsbereitschaft» (Dissuasion) die Stamm Walter, Vannay, Weber-Arbon (25)
Erhaltung und Stärkung der Kampfkraft der Armee von
vorrangiger Bedeutung. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Damit unsere sicherheitspolitischen Zielsetzungen durchge- Um die Effizienz zu steigern, sollen dem Vernehmen nach
setzt werden können, bedarf es indessen nicht nur der sogenannte Gemeinkosten-Wertanalysen in der Bundesver-
laufenden Anpassung des militärischen Instrumentes an waltung durchgeführt werden. Die heute üblichen Gemein-
Bedrohungsformen, sondern auch auf den anderen Sekto- kostenanalysen legen das Hauptgewicht auf Effizienzüber-
ren der Gesamtverteidigung sind eventuell geänderte prüfungen im Pesonalbereich, wobei Einsparungs- und
Postulat Müller-Zürich 1422 N 5 octobre 1984
Rationalisierungsmöglichkeiten in anderen Bereichen zum ren beeinträchtigt, und es werden Schäden verursacht, die
Teil vernachlässigt werden. So dürften insbesondere in der mit immer grösser werdendem Aufwand korrigiert werden
Beschaffungs- und Auftragspolitik, aber auch in der Investi- müssen. An Hanglagen begünstigen wir mit dieser Ausräu-
tionspolitik und in der Vermögensverwaltung wirtschaftliche mung der Landschaft das Ausschwemmen der Böden, was
Überlegungen oft noch zu wenig Berücksichtigung finden. wesentlich zur Phosphatbelastung der Seen beiträgt. In die-
Aber auch inadäquate Führungsstrukturen, unrationelle sem Zusammenhang muss daran erinnert werden, dass
Arbeitsabläufe, fehlende Koordination von Abteilungen und Böden mit grossem Humusanteil ein besseres Rückhal-
Departementen und damit verbundene widersprüchliche tungsvermögen für Feuchtigkeit und damit für gelöste
Teilpolitiken führen zu Effizienzeinbussen. Stoffe haben.
Ökologie ist Ökonomie auf lange Sicht. In Ergänzung der
Schriftliche Erklärung des Bundesrates bisherigen Bundesbeiträge müssten im landwirtschaftlichen
vom 22. August 1984 Bereich Förderungsmassnahmen zugunsten des ökologi-
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 août 1984 schen Gleichgewichtes, des Mikroklimas sowie gesunder
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Böden und Gewässer getroffen werden.
Mit dem vorliegenden Postulat wird angeregt, dass wenig-
Überwiesen - Transmis stens die elementarsten ökologischen Massnahmen, näm-
lich das Anlegen und der Unterhalt von Hecken, Naturwie-
senstreifen und Bachrandbepflanzungen, staatlich geför-
dert bzw. für den Landwirt finanziell tragbar gemacht wer-
den. Das agrarpolitische Instrumentarium ist mit dem vor-
#ST# 84.368 handenen gut ausgebauten System der Anbauprämien bzw.
Flächenbeitragszahlungen gegeben.
Postulat Müller-Zürich
Landwirtschaftliche Bundessubventionen Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
und Naturschutz vom 22. August 1984
Subventions à l'agriculture Rapport écrit du Conseil fédéral
et protection de la nature du 22 août 1984
Der Bundesrat hat Verständnis für das im Postulat zum
Ausdruck gebrachte ökologische Anliegen. Er erachtet das
Anlegen und den Unterhalt von Hecken, Naturwiesenstrei-
fen und Uferbepflanzungen grundsätzlich als erwünscht,
Wortlaut des Postulates vom 14. März 1984 doch ist dies primär eine Aufgabe der Kantone, Gemeinden,
Der Bundesrat wird eingeladen, ökologische Massnahmen Landwirte und Grundeigentümer. Der Bund selber kann
in der Landwirtschaft mittels Anbauprämien oder Flächen- entsprechende Massnahmen dort fördern, wo er gemäss
beiträgen zu fördern. Damit soll den Landwirten ermöglicht Artikel 24sexies Absatz 2 und 3 BV zuständig ist. Es sind auch
werden, auf ihren Betrieben ohne Einkommenseinbusse Vorbereitungen im Gange, die in Artikel 24MX"S Absatz 4 BV
Hecken, Naturwiesenstreifen und Bachrandbepflanzungen verankerte Kompetenz des Bundes zum Schütze der einhei-
anzulegen und zu unterhalten. mischen Pflanzen- und Tierwelt besser auszuschöpfen.
Die Entrichtung der gewünschten Beiträge würde zunächst
Texte du postulat du 14 mars 1984 eine aufwendige Kartierung der subventionsberechtigten
Le Conseil fédéral est invité à encourager l'application de Hecken und Flächen bedingen und danach in der Durchfüh-
mesures écologiques dans l'agriculture en allouant des rung (Beitragsermittlungen und Auszahlungen) Bund, Kan-
primes de culture ou des contributions à la surface. Cela tone und Gemeinden administrativ und personell abermals
devra permettre aux paysans de planter et d'entretenir sur erheblich belasten. Die Subventionen selbst könnten eine
leurs exploitations, sans subir de pertes de revenu, des beträchtliche Höhe erreichen. Zum Ausgleich der durch die
haies, des bandes de prairies naturelles et des arbustes le angestrebte Extensivierung entstehenden Einkommensein-
long des ruisseaux. bussen der Landwirte müsste mit Kompensationszahlungen
von 1000 bis 2000 Franken je Hektare gerechnet weden.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Bäumlin, Unter der Annahme, dass das einer Mindernutzung zuzufüh-
Bremi, Bühler-Tschappina, Cincera, Deneys, Dünki, Euler, rende und das vor einer Intensivierung zu bewahrende Land
Friedli, Günter, Herczog, Jaeger, Kopp, Leuenberger Moritz, zusammen ein Gebiet von 4 Prozent unseres Kulturlandes
Longet, Maeder-Appenzell, Mauch, Morf, Nebiker, Oehen, im engeren Sinne, d.h. 50000 Hektaren umfassen würde,
Oester, Ogi, Rebeaud, Robert, Ruffy, Rutishauser, Rütti- entstünden für die im Postulat gewünschten ökologischen
mann, Seiler, Spalti, Stappung, Uchtenhagen, Wanner, Massnahmen Kosten in der Grössenordnung von 50 bis 100
Zwygart (33) Millionen Franken jährlich.
Im Zusammenhang mit den Anliegen des Postulanten darf
Schriftliche Begründung - Développement par écrit im übrigen die bereits vorhandene ökologisch wirkende
Unsere modernen landwirtschaftlichen Produktionsmetho- Komponente im schon recht vielfältigen Instrumentarium
den bewirken eine gewisse Ertragssteigerung bei einem unserer Agrarpolitik nicht übersehen werden. An Bundes-
erheblichen Aufwand an Energie, Pestiziden, Düngemitteln massnahmen, welche sich in besonderem Masse zugunsten
und immer höheren Folgekosten. Während der letzten 30 einer ökologiefreundlichen Bodennutzung auswirken, seien
Jahre konnten die Hektarenerträge um 50 Prozent gesteigert erwähnt:
werden. Dazu sind aber rund 20mal mehr Energie, 15mal - Direktzahlungen wie Kostenbeiträge für Viehhalter im
mehr Pestizide und 4,5mal mehr Düngemittel nötig (zit. nach Berggebiet und in der voralpinen Hügelzone, Bewirtschaf-
Rohweder 0., 1981/82, Ökodilemma, Sonderdruck aus tungsbeiträge, Anbauprämien und Familienzulagen, mit
«Natur und Mensch», 23724. Jahrgang; bezieht sich auf die denen den Landwirten Einkommen ohne Zwang zu intensi-
BRD, 1945 bis 1978). Diese unhaushälterische Produktions- ver Produktion auch als Abgeltung ihrer landschaftspflegeri-
steigerung muss auch im Zusammenhang mit der Planung schen Leistungen übertragen wird;
für Zeiten gestörter Zufuhr kritisch beurteilt werden. Das - Artikel 7 der Verordnung über Bewirtschaftungsbeiträge
Überhandnehmen grossflächiger Äcker und deren Nutzung an die Landwirtschaft mit erschwerten Produktionsbedin-
bis hart an die Strassen führen zu einer verarmten Land- gungen, wonach für schützenswerte Streueflächen und
schaft, d.h. zum Verschwinden von Hecken, Naturwiesen- Trockenstandorte als Teile von Wies- und Weideland Bei-
streifen und Bachrandbepflanzungen. Damit wird das träge nur unter bestimmten Auflagen ausgerichtet werden;
Mikroklima sowie der Artenreichtum von Pflanzen und Tie- - Artikel 79 des Landwirtschaftsgesetzes, wonach bei
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Uchtenhagen Optimierungsmöglichkeiten. Pilotstudie im Militärdepartement
Postulat Uchtenhagen Analyse d'optimalisation. Etude pilote au Département militaire
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1984
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.454
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1984 - 08:00
Date
Data
Seite 1421-1422
Page
Pagina
Ref. No 20 012 762
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.