Asylum Law Revision and Residency Permit Order Discussions
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council will address an emergency order for granting residency permits to asylum seekers on October 16th and the revision of the Asylum Law on November 27th. Personal motions related to these matters will be considered concurrently. One motion proposes revising the Asylum Law to grant authorities discretion in granting asylum, even when conditions are met, and to ensure close coordination with cantons regarding the law's application. Another initiative, from the canton of Fribourg, seeks to mandate cantons to accept a fair number of asylum seekers, arguing for solidarity among all cantons and requesting parliamentary resources for federal policy implementation. The commission acknowledges the need for better asylum seeker distribution but rejects the request for additional personnel, stating Parliament has already approved sufficient positions.
Legislator-Regeste
KI-generiert84.398 - Mo. SR. Asylgesetz. Revision, 84.205 n Iv. Kt. Freiburg. Asylbewerber; Asylum Law Revision and Residency Permit Order Discussions: Personal motions related to these matters will be considered concurrently. One motion proposes revising the Asylum Law to grant authorities discretion in granting asylum, even when conditions are met, and to ensure close coordination with cantons regarding the law's application. Another initiative, from the canton of Fribourg, seeks to mandate cantons to accept a fair number of asylum seekers, arguing for solidarity among all cantons and requesting parliamentary resources for federal policy implementation. The commission acknowledges the need for better asylum seeker distribution but rejects the request for additional personnel, stating Parliament has already approved sufficient positions.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis is the primary motion regarding the revision of the Asylum Law, which the Federal Council will address. The text indicates it's a subject for discussion and potential revision.
This refers to the Canton of Fribourg's initiative concerning asylum seekers, which is being considered and could lead to a motion.
Volltext
23. September 1985 N 1465 Asylpolitik. Persönliche Vorstösse
Le Conseil fédéral traitera l'arrêté sur l'attribution exception-
Asylpolitik.
#ST#
nelle d'une autorisation de séjour aux requérants d'asile lors
de sa séance du 16 octobre et la révision de la loi sur l'asile
Persönliche Vorstösse le 27 novembre. Les interventions personnelles y relatives
seront traitées avec ces deux objets.
Politique d'asile.
Interventions personnelles
#ST# 84.398
Motion des Ständerates (Metti)
Präsident: Wir kommen zur Behandlung verschiedener per-
sönlicher Vorstösse auf dem Gebiet der Asylpolitik und zur Asylgesetz. Revision
allgemeinen Debatte darüber. Es wurden Ihnen zwei Blätter Motion du Conseil des Etats (Hefti)
ausgeteilt. Das erste orientiert Sie über den Ablauf dieser
Droit d'asile. Révision
organisierten Debatte, das zweite über die Reihenfolge der
Redner.
Beschluss des Ständerates vom 7. Juni 1984
Vorschlag der Fraktionspräsidenten Décision du Conseil des Etats du 7 juin 1984
1. Erklärung des Bundesrates
2. 84.398 - Mo. SR. Asylgesetz. Revision
(+Kommissionsminderheit)
84.227 n Pa. Iv. Asylgesetz. Totalrevision Wortlaut der Motion
(schriftlicher Bericht)
85.228 n Pa. Iv. Aufnahme von Flüchtlingen. Das Asylgesetz vom 5. Oktober 1979 führt zu Folgen und
Moratorium Missbräuchen, welche bei dessen Erlass kaum vorausgese-
(schriftlicher Bericht) ca. 60 Min. hen worden waren. Auch lässt sich die heutige Situation
84.205 n Iv. Kt. Freiburg. Asylbewerber nicht mit derjenigen während des letzten Weltkrieges ver-
(schriftlicher Bericht) gleichen.
85.436 - Ip. Wick. Asylbewerber. Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, unverzüglich den
Ubermässige Belastung einzelner Räten eine Revision des Asylgesetzes vorzulegen, wobei der
Kantone (dringlich) Weg eines dringlichen Bundesbeschlusses nicht auszu-
Ad 84.224 - Po. der Kommission schliessen ist. Die Revision hat insbesondere folgende
Punkte zu berücksichtigen:
3. Fraktionssprecher
R, S, C (3x40 Min.) 1. Auch wenn die im Gesetz genannten Voraussetzungen
V (25 Min.) erfüllt sind, sollen die Behörden nicht verpflichtet sein, Asyl
U, L, N, T (4x20 Min.) zu gewähren, sondern nur die Möglichkeit dazu haben.
Fraktionslose (15 Min.) 240 Min. 2. Die Anwendung des Gesetzes soll in enger Verbindung
4. Stellungnahme des Bunderates mit den Kantonen erfolgen, wobei deren berechtigten Anlie-
gen Rechnung zu tragen ist.
5. Abstimmungen
etwa 6 Std. Texte de la motion
La loi sur l'asile du 5 octobre 1979 entraîne notamment des
Der Bundesrat wird an seiner Sitzung vom 16. Oktober den abus, qui n'étaient guère prévisibles au moment où elle a été
Bundesbeschluss über die ausserordentliche Erteilung édictée. En outre, la situation actuelle n'est pas comparable
einer Anwesenheitsbewilligung an Asylgesuchsteller und à celle qui prévalait pendant la deuxième guerre mondiale.
am 27. November die Revision des Asylgesetzes behandeln. Le Conseil fédéral est donc invité à proposer sans retard aux
Die entsprechenden persönlichen Vorstösse werden zusam- Chambres une révision de la loi sur l'asile, sans exclure la
men mit diesen beiden Geschäften behandelt. possibilité d'un arrêté fédéral urgent. Cette révision doit en
particulier tenir compte des points suivants:
Proposition de la Conférence des présidents de groupe 1. Même si les conditions requises par la loi sont remplies,
1. Déclaration du Conseil fédéral l'octroi de l'asile ne doit pas être une obligation pour les
2. 84.398 - Mo. CE. Droit d'asile. Révision autorités, mais seulement une possibilité.
(+minorité de la commission) 2. L'application de la loi doit se faire en étroite coordination
84.227 n Iv. pa. Loi sur l'asile. Révision totale avec les cantons qui doivent pouvoir faire valoir leurs inté-
(rapport écrit) rêts justifiés.
85.228 n Iv. pa. Accueil des réfugiés.
Moratoire Anträge der Kommission des Nationalrates
(rapport écrit) 60min. env. Mehrheit
84.205 n Iv. ct. Fribourg. Requérants d'asile Die Motion wird abgelehnt.
(rapport écrit)
85.436 - Ip. Wick. Requérants d'asile. Minderheit
Répartition inégale entre (Bonnard, Aubry, Fischer-Hägglingen, Flubacher, Hofmann,
les cantons (urgent) Lüchinger, Nef)
Ad 84.224 - Pô. de la commission Die Motion wird im Sinne der Erklärungen des Bundesrates
3. Rapporteurs des groupes überwiesen.
R, S, C (3x40 min.)
V (25 min.) Propositions de la commission du Conseil national
U, L, N, T (4x20 min.) Majorité
aucun groupe (15min.) 240min. La motion est rejetée.
4. Prise de position du Conseil fédéral Minorité
5. Votations
(Bonnard, Aubry, Fischer-Hägglingen, Flubacher, Hofmann,
6 heures env.
Lüchinger, Nef)
Politique d'asile. Interventions personnelles 1466 N 23 septembre 1985
La motion est transmise dans le sens des déclarations du verzeichnet, gerechtfertigt. Sie ist daher bereit, ihm mit einer
Conseil fédéral. Motion Nachachtung zu verschaffen.
Die Entwicklung der letzten Zeit hat gezeigt, dass die übri-
gen Kantone nicht bereit sind, zur Entlastung der Kantone,
die viele Asylbewerber zu betreuen haben, zusätzliche
Flüchtlinge aufzunehmen. Eine Umfrage des Eidgenössi-
#ST# 84.205 schen Justiz- und Polizeidepartementes bei den Kantonen
hat eine geringe Bereitschaft gezeigt, auf freiwilliger Basis
Initiative des Kantons Freiburg etwas zu unternehmen.
Asylbewerber Der Bund soll deshalb nach Meinung der Kommission die
Initiative du canton de Fribourg Befugnis erhalten, eine bessere Verteilung der Flüchtlinge
auf die Kantone anzuordnen. Sie erachtet es als richtig, dass
Requérants d'asile seitens des Bundes ein gewisser Druck zur Solidarität in
dieser Richtung ausgeübt werden kann. Zur Diskussion
stand aber nur eine subsidiäre Regelung. Die Kantone sollen
die Möglichkeit haben, innert nützlicher Frist selber zu han-
deln. Erst wenn von dieser Möglichkeit kein Gebrauch wird,
Wortlaut der Initiative vom 14. Mai 1984 habe der Bund tätig zu werden.
Der Kanton Freiburg lädt den Bundesrat ein, so rasch wie Die Kommission lehnte es ab, eine Lösung auf dem Konkor-
möglich eine Gesetzesänderung vorzuschlagen, wonach die datsweg anzustreben, da sie zuviel Zeit beanspruchen
Kantone verpflichtet werden, eine angemessene Anzahl von würde. Auch wurde die Möglichkeit nicht in Betracht gezo-
Asylbewerbern aufzunehmen. Das Parlament muss dem gen, die Justizdirektoren mit einer Umverteilung der Asylbe-
Bundesrat unbedingt die für die Bundespolitik erforderli- werber zu beauftragen.
chen Mittel geben, d. h. auch die absolut notwendigen Kre- Die mit der Motion beauftragte Gesetzesänderung soll so
dite für die Einstellung zusätzlicher Beamter, die diese Poli- rasch wie möglich dem Parlament unterbreitet werden. Die
tikverlangt. Eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation Kommission hält aber ein Vorziehen dieser Gesetzesrevision
liegt sowohl im Interesse der Kantone, die Asylbewerber nicht für nötig. Sie soll im Zusammenhang mit der zweiten
aufnehmen, als auch in dem der Asylbewerber selbst, deren Revision des Asylgesetzes diskutiert werden.
Entwurzelung ein echtes Problem darstellt.
Der Kanton Freiburg ist wie die anderen Schweizer Kantone Antrag der Kommission
ein Aufnahmekanton. Aber unser föderalistischer Aufbau Aus diesen Überlegungen beantragt die Kommission ein-
verlangt die Solidarität aller Kantone. stimmig, der Standesinitiative teilweise Folge zu geben und
ihre Motion zu überweisen.
Texte de l'initiative du 14 mai 1984
Le canton de Fribourg invite le Conseil fédéral à proposer Proposition de la commission
dans les plus brefs délais l'insertion dans la loi de l'obliga- Pour ces motifs, la commission propose de donner partielle-
tion pour les cantons de recevoir un nombre équitable de ment suite à l'initiative du canton de Fribourg et de trans-
requérants d'asile. Les Chambres fédérales doivent absolu- mettre sa motion.
ment donner au Conseil fédéral les moyens nécessaires à la
Motion der Kommission des Nationalrates
politique de la Confédération, c'est-à-dire aussi les crédits
indispensables à l'engagement des fonctionnaires supplé- Asylbewerber. Verteilung auf die Kantone
mentaires que postule cette politique. Un assainissement de Der Bundesrat wird eingeladen, so bald wie möglich eine
la situation est dans l'intérêt tant des cantons recevants que Gesetzesänderung vorzuschlagen, wonach die Kantone ver-
des requérants eux-mêmes dont le déracinement ne man- pflichtet werden, eine angemessene Anzahl von Asylbewer-
que pas d'être préoccupant. bern aufzunehmen.
Le canton de Fribourg comme les autres cantons suisses Die Zuständigkeit des Bundes ist subsidiär. Die Bundesbe-
sont des terres d'accueil. Mais notre régime fédératif hörden sind nur dann befugt zu entscheiden, wenn die
requiert que la solidarité soit le fait de tous les cantons. Kantone sich innert nützlicher Frist auf keine angemessene
Lösung geeinigt haben.
Herr Fischer-Hägglingen unterbreitet namens der Kommis-
sion den folgenden schriftlichen Bericht: Motion de la commission du Conseil national
1. Inhalt der Initiative (siehe oben). Requérants d'asile. Répartition entre les cantons
2. Ergebnis der Vorprüfung: Die mit der Vorberatung von Le Conseil fédéral est invité à proposer dans les plus brefs
Fragen der Asylpolitik betraute Kommission behandelte die délais l'insertion dans la loi de l'obligation pour les cantons
Standesinitiative an ihrer Sitzung vom 18. Februar 1985. Sie de recevoir un nombre équitable de requérants d'asile.
beantragt dem Rat, dem Vorstoss des Kantons Freiburg La compétence de l'autorité fédérale est subsidiaire. L'auto-
teilweise Folge zu geben und folgenden Motionstext zu rité fédérale n'est habilitée à décider que si les cantons ne
überweisen: sont pas parvenus à trouver dans un délai utile une solution
appropriée.
«Der Bundesrat wird eingeladen, so rasch wie möglich eine
Gesetzesänderung vorzuschlagen, wonach die Kantone ver-
pflichtet werden, eine angemessene Anzahl von Asylbewer-
bern aufzunehmen.
Die Zuständigkeit des Bundes ist subsidiär. Die Bundesbe-
hörden sind nur dann befugt zu entscheiden, wenn die
Kantone sich innert nützlicher Frist auf keine angemessene
Lösung geeinigt haben.»
Das Begehren um Personalaufstockung lehnt die Kommis-
sion ab; das Parlament habe mit der Bewilligung von insge-
samt 88 Stellen diesem Begehren bereits entsprochen.
3. Erwägungen der Kommission: Die Kommission teilt die in
der Standesinitiative vertretene Auffassung, dass eine bes-
sere Verteilung der Asylbewerber auf die Kantone notwen-
dig sei. Nach ihrer Meinung ist dieses Anliegen des Kantons
Freiburg, der einen starken Zustrom von Asylbewerbern
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion des Ständerates (Hefti) Asylgesetz. Revision
Motion du Conseil des Etats (Hefti) Droit d'asile. Révision
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.398
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.09.1985 - 14:30
Date
Data
Seite 1465-1466
Page
Pagina
Ref. No 20 013 716
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.