Parliamentary Committee Expansion and Cultural Promotion Initiative
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document concerns two legislative proposals: a motion to expand the responsibilities of a parliamentary committee to include health and environmental issues and a popular initiative for cultural promotion. The debate on the first motion highlights differing views on economic policy and its impact on unemployment, with one speaker emphasizing structural issues and the need for adaptation to new technologies, while another suggests that insufficient flexibility and a reluctance to adapt existing economic frameworks are contributing factors. Ultimately, the motion to expand the committee's remit was converted into a postulate and referred to another commission for further review. The second proposal, concerning cultural promotion, outlines the broad and evolving definitions of culture and the federal council's approach to defining the scope of state involvement in cultural policy.
Legislator-Regeste
KI-generiertParliamentary Committee Expansion and Cultural Promotion Initiative: Ich komme zum Schluss: Es wäre fast vermessen, wenn sich meiner Wirtschaftspolitik, wie Sie, Herr Hefti, gesagt haben.
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KI-generiertVolltext
29. November 1984 633 Motion Affolter
mir geht es mit Ihnen darum, dass wir möglichst rasch zur Ich bin bis jetzt damit eigentlich auf wenig Gehör gestossen.
Wiedereingliederung der meisten Arbeitslosen kommen. Ich könnte mir nun aber vorstellen, dass mich zumindest
Präventivmassnahmen - wie ich sie schilderte und wie sie Herr Miville in diesem Bereich künftig etwas besser verste-
von Ihrem Kanton auch praktiziert werden, vielleicht noch hen wird.
«angereichert» durch die von mir offerierte - ermöglichen
die erfolgreiche Reintegration Arbeitsloser in den Erwerbs- Miville: Sie wundern sich, dass ich hier über Basler Pro-
prozess. Ich gewichte sie auf die Dauer als erfolgverspre- bleme rede. Ich werde Ihnen in nächster Zeit noch mehr
chend, insbesondere, wenn sie noch verstärkt werden durch Anlass zum Sichwundern geben. Es gibt nämlich Fragen,
die Verbesserung bei der Arbeitsvermittlung. Ein computer- die in der Schweiz einfach nicht bekannt genug sind. Das,
gestütztes Vermittlungssystem möchte ich in nächster Gele- was ich hier vorgebracht habe, ist mir zu ernst und zu
genheit in den direkt betroffenen Regierungen erörtern, im bedeutend, als dass ich mich jetzt mit Ihnen auf einen
Sirine «Was bringt die Zwischenbilanz»? Auch Basel-Stadt - allgemeinen Streit über wirtschaftliche Standpunkte einlas-
noch einmal sei es gesagt - macht hier voll und ganz mit. sen möchte. Ich sage Ihnen nur eines: Das Problem
Die Probleme der wirtschaftlichen Entwicklung müssen beschränkt sich nicht nur auf die Fakten, die sie jetzt
umfassend angegangen werden. Sie kennen meine Über- betrachtet und dargelegt haben. Die Basler chemische Indu-
zeugung, dass der Anpassungsprozess an die modernen strie könnte noch mehr Leute einstellen, der Dienstlei-
Erkenntnisse der Technologie das Wichtigste ist, was wir in stungssektor, der im Kanton Basel-Stadt eine grosse Rolle
dieser Endphase des 20. Jahrhunderts zu bewältigen haben. spielt, könnte noch mehr Qualifizierte beschäftigen. Die
Ich darf auf alle Instrumente hinweisen, die wir mit Ihrer Hilfe Mehrzahl der Arbeitslosen sind aber eben Ungelernte oder
abgeschlossen haben; zum Teil erwarten sie noch den ältere Leute aus dem kaufmännischen Bereich, die mit den
Volksentscheid. Die Arbeitslosenversicherung darf also neuen Technologien nicht mehr mitkommen oder sonstwie
nicht isoliert betrachtet werden. Es sei auf die Rahmenbe- von den neuen Technologien verdrängt werden. Das hat mit
dingungen und die vorher geschilderten anderen Instru- strukturellen Fragen zu tun, wie sie von Herrn Bundesrat
mente hingewiesen. Furgler dargelegt worden sind, und recht wenig mit allge-
Ich komme zum Schluss: Es wäre fast vermessen, wenn sich meiner Wirtschaftspolitik, wie Sie, Herr Hefti, gesagt haben.
der Bundesrat-wie dies die Interpellation wünscht-darauf Das wollte ich Ihnen einfach erwidern.
einliesse, eine Prognose der Arbeitslosenquote für jeden
einzelnen Kanton abzugeben. Im Bereich der Psychologie Präsident: Damit ist diese Interpellation nun erledigt.
würde ich das als kontraproduktiv werten. Zu viele Faktoren
sind - allgemein gesehen - nicht bekannt, so dass eine
solche Prognose notwendigerweise unpräzis, ja fragwürdig
wäre. Für mich ist entscheidend, dass wir gemeinsam das
Problem anpacken: Sozialpartner und Behörden der
Gemeinden sowie der Kantone zusammen mit dem Bund. #ST# 84.385
Und wenn wir in dieser Weise das Gesetz noch besser Motion Affolter
nutzen, dann erwarte ich, dass die Lage sich verbessert. Geschäftsreglement.
Präsident: Ist der Interpellant von der Antwort befriedigt?
Kommission für Gesundheit und Umwelt
Règlement du conseil. Commission de la
Miville: Meine Antwort muss aus zwei Teilen bestehen. Nicht santé publique et de l'environnement
voll befriedigt bin ich in bezug auf den Kernpunkt meines
Begehrens, das ja auch das Begehren des Regierungsrates
des Kantons Basel-Stadt ist. Befriedigt und beeindruckt bin
ich von der erkennbaren Sorge von Herrn Bundesrat Furgler
um die Verhältnisse in unserem Kanton und von der Zusage, Wortlaut der Motion vom 21. März 1984
dass sich die Bundesstellen, insbesondere das BIGA, mit Die Probleme der Gesundheit und der Umwelt beschäftigen
dieser Situation befassen wollen. in zunehmendem Mass die eidgenössischen Räte. Das Büro
wird eingeladen, dem Ständerat Bericht und Antrag für eine
Hefti: Nachdem schon der Interpellant etwas über die regle- Änderung des Geschäftsreglementes zu unterbreiten, dahin-
mentarische Antwort hinausgegangen ist, beantrage ich Dis- gehend, dass der Zuständigkeitsbereich der ständerätlichen
kussion. Alkoholkommission um die Belange Gesundheit und
Umwelt erweitert und die Kommission analog der national-
Präsident: Herr Hefti verlangt Diskussion. Wird Diskussion rätlichen Regelung in Kommission für Gesundheit und
bestritten? Dies ist nicht der Fall. Umwelt umgetauft wird.
Hefti: Ich habe die Ausführungen von Herrn Kollega Miville Texte de la motion du 21 mars 1984
mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt, denn es hat mich Les problèmes de santé et d'environnement préoccupent de
etwas erstaunt, dass gerade aus einem Kanton, der eine plus en plus les Chambres fédérales. Le Bureau est invité à
Industrie hat, die im zweiten Sektor fast am besten situiert présenter au Conseil des Etats un rapport et une proposition
ist, ein derartiger Vorstoss kommt. |ch erinnere mich aber en vue de modifier le règlement du conseil de sorte que le
auch, dass, wenn wir in diesem Saale auf die Rahmenbedin- domaine des compétences de la Commission de l'alcool du
gungen für die Wirtschaft, namentlich den zweiten Sektor, Conseil des Etats soit étendu aux questions de santé et
den Werkplatz, zu sprechen kamen, Herr Miville stets bei d'environnement et que cette commission soit rebaptisée
denen war, die diese Rahmenbedingungen zu erschweren Commission de la santé publique et de l'environnement,
versuchten. Das hat natürlich seine Folgen. Dann, glaube comme c'est le cas au Conseil national.
ich, sollte man auch nicht zu sehr klagen, sondern sich
bemühen, etwas flexibel zu sein, umzulernen, hinzuzuler- Gerber, Berichterstatter: Gestatten Sie mir, zur Motion von
nen. Ich darf vielleicht darauf hinweisen, dass anderenorts Herrn Kollege Affolter folgende Ausführungen anzubringen:
immer noch Leute gesucht werden, was eine gewisse Mobi- 1978 legte die Studienkommission «Zukunft des Parlamen-
lität bezüglich Wohnsitz verlangt, die heute fehlt. Wenn wir tes» Vorschläge betreffend Schaffung neuer ständiger Kom-
hier in diesem Saal auf Bildung und Ausbildung zu sprechen missionen bzw. Erweiterung des Aufgabenkreises be-
kamen, so habe ich immer darauf hingewiesen, man solle stehender Kommissionen vor. Im Herbst 1979 hat der Natio-
auch auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten und die sich nalrat aufgrund dieser Vorschläge folgende Änderungen
abzeichnende Entwicklung Rücksicht nehmen, wenn wir beschlossen: Er ergänzte die Alkoholkommission mit den
uns mit unserem Ausbildungssystem befassen. Bereichen Gesundheit und Umwelt, wandelte die Aussen-
Initiative populaire «en faveur de la culture» 634 4 décembre 1984
Wirtschaftskommission in eine Wirtschaftskommission und #ST# Fünfte Sitzung - Cinquième séance
erweiterte die SBB-Kommission zur Verkehrskommission.
Der Ständerat hat damals beschlossen, die Erfahrungen des
Nationalrates vorerst abzuwarten. Am 29. September 1981 Dienstag, 4. Dezember 1984, Vormittag
hat der Ständerat auf Antrag seines Büros den ersten Schritt Mardi 4 décembre 1984, matin
getan, indem er die SBB-Kommission zu einer Verkehrs- 9.30h
kommission erweiterte. Auf einen weiteren Ausbau wurde
damals vom Ständerat ausdrücklich verzichtet. Vorsitz - Présidence: Herr Kündig
Herr Ständerat Affolter regt nun in seiner Motion an, die
Tätigkeit der Alkoholkommission durch die Belange
Gesundheit und Umwelt zu erweitern. Dies bedingt eine
entsprechende Änderung des Geschäftsreglementes. Damit
verbunden wäre eine Umbenennung in «Kommission für Präsident: Ich eröffne die heutige Sitzung mit einer kurzen
Gesundheit und Umwelt», wie das bereits beim Nationalrat Bemerkung : Über das letzte Wochenende fanden drei Volks-
erfolgt ist. In der Maisession 1984 hat der Ständerat zudem abstimmungen statt, die bereits von verschiedenster Seite
einem Postulat von Herrn Ständerat Affolter zugestimmt, kommentiert worden sind. Ich schliesse mich dabei den
das im Buchstaben b die Prüfung verlangt, ob nach struktu- Äusserungen und den Worten des Bundesrates wie auch
reller Bereinigung, insbesondere Zuordnung der spezifisch des Präsidenten des Nationalrates an. Ich gebe meiner
landwirtschaftlichen Belange an das EVD, durch Revision Befriedigung Ausdruck, dass das Volk, wenn auch nur mit
des Geschäftsverkehrsgesetzes die den Alkoholkommissio- einer Stimmbeteiligung von 37 Prozent, in allen drei Vorla-
nen in Artikel 51 bis 53bis zugewiesenen Aufgaben an die gen den Empfehlungen des Parlamentes gefolgt ist.
Finanz- und Geschäftsprüfungskommissionen beider Räte
zu übertragen wären. Die Prüfung dieser Frage obliegt dem
Parlament selbst. Da es sich um eine GVG-Revision handelt,
betrifft das Anliegen auch den Nationalrat. Die Verwirkli-
chung des Postulates Affolter bedarf eingehender Prüfung.
84.036
Die in der heute zu behandelnden Motion enthaltene Proble-
#ST#
matik steht in einem gewissen Zusammenhang mit dem im Kulturinitiative
Mai 1984 bereits überwiesenen Postulat. Initiative populaire
Das Büro beantragt Ihnen deshalb, die Motion Affolter in ein
«en faveur de la culture»
Postulat umzuwandeln und den ganzen Fragenkomplex der
Vorstösse 84.385 und 84.386 der Kommission «Parlaments-
reform» zur Behandlung zu überweisen. Botschaft und Beschlussentwurf vom 18. April 1984 (BBI II, 501)
Message et projet d'arrêté du 18 avril 1984 (FF II, 521)
Affolter: Ich darf annehmen, dass der Wortlaut meiner
Motion so überzeugend gewesen ist, dass eine Begründung
der Motion nicht nötig war. Ich finde mich damit ab, aber nur
deswegen, weil ich auch einverstanden bin, dass diese
Motion in ein Postulat umgewandelt wird. Ich mache das im Anträge siehe Detailberatung
allgemeinen nicht sehr gerne, weil ich damit schon traurige Propositions voir discussion par articles
Erfahrungen gemacht habe. Hier ist aber, nachdem ich die
Ausführungen des Herrn Vizepräsidenten gehört habe, M. Jelmini, rapporteur: Le message accompagnant le projet
zuzugeben, dass zurzeit die Entflechtungsproblematik bei qui nous est soumis, dont la richesse de contenu et la
der Eidgenössischen Alkoholverwaltung überprüft wird, sobriété de style prouvent l'attention que le Conseil fédéral,
angeregt durch mein Postulat. Es ist eine Expertise im le Département de l'intérieur, l'Office de la culture ont
Gange, die zu neuen Schlüssen führen könnte. Andererseits accordé à ce sujet, s'appuie, en les résumant, sur les opi-
ist auch sichergestellt - das lässt mich ebenfalls auf eine nions exprimées par divers milieux, sur une vaste recherche
Begründung verzichten -, dass mein Anliegen nicht der dont les résultats sont, en grande partie, consignés dans le
gewohnten Postulat-Schubladisierung verfällt. Eine Sitzung rapport Clottu et sur les réponses reçues à l'occasion de la
der Kommission zur Parlamentsreform ist bereits auf den consultation ouverte aux principales organisations intéres-
1. März des nächsten Jahres festgesetzt worden, und mein sées publiques et privées du pays. L'ensemble de ce maté-
Anliegen ist trakandiert. Sollte dann dort etwas anderes riel est destiné à servir de fondement à la politique culturelle
beschlossen werden, habe ich immer noch Gelegenheit, à tous les niveaux.
hier im Plenum meine Wünsche anzubringen. «La culture» et «les cultures» sont des notions que l'on ne
Ich bin mit der Umwandlung in ein Postulat einverstanden. peut guère définir d'une manière exhaustive et uniforme. La
culture pourrait se limiter aux expressions multiples de l'art,
Präsident: Wird das Postulat aus der Mitte des Rates bestrit- de la littérature, aux activités scientifiques et aux apports
ten? Das ist nicht der Fall, damit ist es überwiesen. des civilisations. On envisagerait alors plutôt les aspects
classiques, esthétiques ou qualitatifs. Mais dans sa significa-
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat tion plus étendue, la culture tend à englober les structures,
les modes et les conditions de vie d'une société et les
diverses façons dont l'individu s'exprime et s'accomplit
Schluss der Sitzung um 9.40 Uhr dans cette société. C'est la définition de l'UNESCO qui met
La séance est levée à 9 h 40 en évidence l'aspect anthropologique de la culture auquel
rassortissent les modes de penser, d'agir, d'imaginer, de
créer et de s'épanouir qui distinguent chaque groupement
humain.
Ces deux acceptions de la culture ne s'opposent pas mais
restent complémentaires et s'imposent de plus en plus dans
tous les domaines et à tous les niveaux où l'on se préoccupe
de réunir les éléments d'une politique culturelle. Mais dans
la définition des limites de l'activité étatique en faveur de la
culture, cette notion doit nécessairement être restreinte. A la
recherche d'un concept culturel applicable aux buts qu'il se
fixe, le Conseil fédéral propose d'entendre sous le vocable
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Affolter Geschäftsreglement. Kommission für Gesundheit und Umwelt
Motion Affolter Règlement du conseil. Commission de la santé publique et de
l'environnement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1984
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.385
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.11.1984
Date
Data
Seite 633-634
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Pagina
Ref. No 20 013 096
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