Unemployment Benefits for Students and Increased Famine Relief Funding
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document addresses two distinct issues: unemployment benefits and global famine relief. Regarding unemployment, the court ruled that individuals who quit their jobs for further education, such as language courses abroad, should not be penalized with unemployment benefits disqualification or sanctions if they actively sought employment before and during their studies. The reasoning is that it is often impossible for individuals to secure a job offer before commencing such training. Concerning famine relief, the government acknowledged the severity of hunger crises, particularly in Africa and Northeast Brazil, and committed to increasing humanitarian aid. The government stated its intention to provide additional funds to experienced national and international aid organizations and to explore the possibility of doubling contributions if efficient use of funds is guaranteed.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 28 Arbeitslosengesetz, Art. 44 der Verordnung dazu, Art. 29a des Arbeitslosengesetzes; Unemployment Benefits for Students and Increased Famine Relief Funding: Regarding unemployment, the court ruled that individuals who quit their jobs for further education, such as language courses abroad, should not be penalized with unemployment benefits disqualification or sanctions if they actively sought employment before and during their studies. The reasoning is that it is often impossible for individuals to secure a job offer before commencing such training. Concerning famine relief, the government acknowledged the severity of hunger crises, particularly in Africa and Northeast Brazil, and committed to increasing humanitarian aid. The government stated its intention to provide additional funds to experienced national and international aid organizations and to explore the possibility of doubling contributions if efficient use of funds is guaranteed.
Schlagwörter
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KI-generiertCited as the basis for considering unemployment as self-inflicted in cases where training abroad leads to job loss.
Cited as the basis for considering unemployment as self-inflicted in cases where training abroad leads to job loss.
Cited as the basis for not considering unemployment as self-inflicted if training was pursued with diligent job search.
Volltext
22. Juni 1984 N 987 Interpellation Blunschy
Schriftliche Begründung - Développement par écrit - Le cas échéant, dans des situations critiques pour l'éco-
Es ist gesamtwirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch äus- nomie forestière, à faciliter et à soutenir la commercialisa-
serst wichtig, dass sich Arbeitnehmer fachlich und sprach- tion du bois, tant par des mesures douanières (application
lich weiterbilden. Doch wer mit Eigeninitiative und meist mit en temps utile des clauses de protection à la frontière,
finanziellen Opfern seine Erwerbstätigkeit unterbricht, um conformément au droit international), que par des mesures
zum Beispiel einen Sprachaufenthalt im Ausland zu absol- d'aide en faveur du transport, du stockage et de l'exporta-
vieren, erlebt nicht selten eine unangenehme Überraschung, tion (ouverture de nouveaux débouchés, garantie de
wenn er zurückkehrt und nicht sofort eine Arbeitsstelle change).
antreten kann. Die Arbeitslosigkeit wird in diesem Fall Mitunterzeichner - Cosignataires: Bremi, Bundi, Cantieni,
gemäss Artikel 28 Arbeitslosengesetz und Artikel 44 der Columberg, Eisenring, Eng, Graf, Houmard, Hunziker, Kopp,
Verordnung dazu als selbstverschuldet taxiert, und je nach Leuenberger Ernst, Martignoni, Müller-Scharnachtal, Nef,
Dauer der Schulung werden Straftage verfügt. Das Selbst- Nussbaumer, Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Wanner,
verschulden wird damit begründet, dass eine sichere Stelle Weber Leo (19)
aufgegeben, ohne dass ein neuer Arbeitsvertrag bereits ein-
gegangen worden ist. Es ist aber dem Weiterbildungswilli- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
gen in vielen Fällen gar nicht möglich, bei der Auflösung des Der seit zwei Jahren mit insgesamt rund 160 Millionen
Arbeitsverhältnisses vor dem Auslandaufenthalt bereits die Franken sehr starke Erlösrückgang und die sich ständig
Zusage für einen Arbeitsplatz nach der Rückkehr zu haben, verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen bedrohen
wie dies im Verordnungsartikel44b vorausgesetzt wird. Bei die unverzichtbaren ökonomischen und sozialen Funktio-
pflichtgemässer, intensiver Suche nach einer Arbeit vor und nen des Schweizerwaldes, unseres grössten, für den Natur-
während der Schulungszeit soll - unabhängig von der Kün- haushalt und Lebensraum unabdingbaren Ökosystems. Die
digungsart des ehemaligen Arbeitsverhältnisses - kein mehrheitlich defizitären Forstbetriebe sind existenziell
Selbstverschulden gemäss Artikel 29a des Arbeitslosenge- gefährdet. Sie können die durch schädliche Umwelteinwir-
setzes gegeben sein. Der Schulungsbesuch muss jedoch kungen entstandenen und noch auftretenden Schäden und
nachgewiesen werden. Ertragseinbussen trotz konsequenter Selbsthilfemassnah-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates men nicht länger selber tragen.
Als Folge fehlender Betriebs- und Investitionsmittel erhöht
Déclaration écrite du Conseil fédéral sich die Gefahr, dass die für die quantitative und qualitative
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Walderhaltung notwendigen Pflege-, Nutzungs-, Verjün-
gungs- sowie Forstverbesserungsarbeiten vernachlässigt
Überwiesen - Transmis
oder überhaupt nicht mehr ausgeführt werden. Deshalb sind
unverzüglich wirksame Massnahmen zu ergreifen, um zu
verhindern, dass gerade in Zeiten grösster Anstrengungen
im Zusammenhang mit der Walderkrankung nicht noch ein
Abbau festangestellter Arbeitskräfte und damit eine weitere
Schwächung des betrieblichen Leistungsvermögens erfolgt.
#ST# 84.388 Mit einer reibungslosen Holzvermarktung sollen möglichst
Postulat Künzi geringe Preiseinbussen und Erlösrückgänge erzielt werden.
Waldschäden. Holzmarkt Insbesondere ist auch eine wesentlich vermehrte Verwen-
dung unseres Rohstoffes Holz in öffentlichen Bauten zu
Dommages aux forêts. Marché du bois verwirklichen. Mit zweckmässigen, gezielt eingesetzten
Marktmitteln sollen der Holzmarkt gestützt und wenigstens
kostendeckende Holzerlöse erreicht werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Wortlaut des Postulats vom 22. März 1984 Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat wird eingeladen, im Zusammenhang mit der Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
bedrohlichen Erkrankung des Waldes und den zunehmen-
den Zwangsnutzungen (vorzeitiger Abgang erkrankter Überwiesen - Transmis
Bäume, stark erhöhter Anfall von Käfer-, Windfall- und Lawi-
nenholz), in Ergänzung zu forsthygienischen Massnahmen
und zur Stützung der durch Erlöseinbussen in hohem Masse
geschwächten Forstbetriebe,
84.349
- die rasche Aufrüstung und Abfuhr sowie den Absatz bzw.
#ST#
die Verwertung des Zwangsnutzungsholzes zu fördern, und Interpellation Blunschy
- nötigenfalls in Notlagen der Waldwirtschaft sowohl mit Hungerkatastrophen. Hilfe des Bundes
Massnahmen an der Grenze (rechtzeitige Anwendung der
Schutzklauseln nach internationalem Recht) als auch mit Famine dans le monde. Aide de la Confédération
Transport-, Lagerungs- und Exportförderungsmassnahmen
(Erschliessung neuer Absatzkanäle, Währungssicherung)
die Holzvermarktung zu erleichtern und zu unterstützen.
Texte du postulat du 22 mars 1984 Wortlaut der Interpellation vom 12. März 1984
En relation avec l'état, toujours plus inquiétant, de la santé Wie der Bundesrat in seiner Antwort vom 22. Februar 1984
des forêts et avec l'exploitation forcée qui en découle et va auf die Interpellation Ruffyvom 16. Dezember 1983 feststellt,
croissant (élimination prématurée d'arbres malades, quan- leiden Millionen von Menschen im Nordosten Brasiliens
tités accrues de bois bostrychés, ou versés par l'ouragan, ou unter den Folgen einer ausserordentlichen Trockenperiode.
emportés par les avalanches), le Conseil fédéral est invité, à Mit Dankbarkeit haben wir zur Kenntnis genommen, dass
titre de complément à donner aux mesures d'hygiène de la der Bund seine Leistungen für diese Menschen in letzter
forêt et de consolidation des exploitations forestières, dure- Zeit verstärkt hat. Nicht erwähnt wird jedoch die Tatsache,
ment affectées par la diminution de leurs recettes: dass auch in zahlreichen Ländern Afrikas Millionen von
- A promouvoir la préparation et l'enlèvement rapides, Menschen ihrer wirtschaftlichen und existenziellen Grund-
comme aussi l'écoulement, autrement dit la mise en valeur lage beraubt und vom Hungertod bedroht sind. Jüngste
des chablis et, Berichte aus diesen Ländern weisen immer mehr darauf hin,
Interpellation Mascarin 988 N 22 juin 1984
dass Afrika ganz allgemein vor einer Katastrophe steht, die wobei insbesondere die anerkannten nationalen und inter-
jene in den Jahren 1973/74 übertreffen wird. nationalen Hilfsorganisationen, die auf dem Gebiet der Nah-
Angesichts dieser Tatsache ersuche ich den Bundesrat, die rungsmittelhilfe über Erfahrung verfügen, berücksichtigt
folgenden Fragen zu beantworten: werden.
1. Ist er nicht auch der Meinung, dass die humanitäre Hilfe Bereits 1983 erhielt Afrika 117 Millionen Franken oder 44
des Bundes für die vom Hunger betroffenen Menschen Prozent unserer.bilateralen Aufwendungen für technische
wesentlich zu steigern ist? Zusammenarbeit und Finanzhilfe sowie 30 Millionen Fran-
2. Müssten nicht insbesondere die Leistungen der .aner- ken oder 54 Prozent der Nahrungsmittelhilfe. Diese Anteile
kannten Hilfswerke möglichst sofort von seilen des Bundes zugunsten Afrikas werden im laufenden Jahr noch höher
noch stärker unterstützt werden? sein.
3. Ist der Bundesrat bereit, darauf hinzuwirken, dass die Abschliessend können die einzelnen Fragen wie folgt beant-
Beiträge der zuständigen Bundesstelle an die Hilfswerke im wortet werden.
Bereich der humanitären Hilfe verdoppelt werden? 1. Der Bundesrat teilt die Ansicht der Interpellantin, dass die
Hilfe für die am meisten betroffenen afrikanischen Länder zu
Texte de l'interpellation du 12 mars 1984 . verstärken ist. Er hat denn auch bereits entsprechende
Ainsi que le reconnaît le Conseil fédéral dans sa réponse du Massnahmen eingeleitet.
22 février 1984 à l'interpellation Ruffy du 16 décembre 1983, 2. Auch die zusätzlichen Mittel werden den erfahrenen Hilfs-
des millions d'êtres humains au nord-est du Brésil souffrent organisationen zugeleitet. Diese müssen in der Lage sein,
des conséquences d'une sécheresse extrême. Nous avons die Hilfsaktionen in eigener Verantwortung wirkungsvoll
appris que la Confédération venait d'augmenter l'aide durchzuführen.
qu'elle apporte à cette région et nous lui en sommes recon- 3. Der Bundesrat ist bereit, die Möglichkeit weiterer Sonder-
naissants. Pourtant, il ne faudrait pas oublier que dans de beiträge zu prüfen, sofern Gewähr für den effizienten Ein-
nombreux pays d'Afrique aussi des millions d'hommes sont satz solcher zusätzlichen Mittel besteht.
privés du minimum vital et risquent de mourir de faim. Il
ressort de plus en plus des dernières informations qui nous Le président: Mme Blunschy est partiellement satisfaite.
viennent de ces pays que la catastrophe est imminente pour
l'Afrique toutte entière et que les conséquences seront
beaucoup plus graves qu'en 1973/1974.
Cela étant, je prie le Conseil fédéral de répondre aux ques-
tions suivantes:
84.375
1. N'est-il pas de l'avis qu'il faudrait augmenter considéra-
#ST#
blement l'aide humanitaire de la Confédération aux popula- Interpellation Mascarin
tions menacés par la famine? American Médical International (AMI) Kliniken
2. La Confédération ne devrait-elle pas augmenter encore, le
plus tôt possible, ses prestations, notamment aux organisa-
Cliniques de l'American
tions d'entraide reconnues? Médical International (AMI)
3. Est-il prêt à faire doubler les contributions que versent les
organes fédéraux compétents aux organisations d'entraide
en matière d'aide humanitaire?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1984
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht 1. Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, bei der
eine schriftliche Antwort. Errichtung von Privatkliniken den Bettenbedarf als Kriterium
für die Zulässigkeit einer solchen Klinik zu benutzen?
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
2. Gibt es eine Möglichkeit, nötigenfalls in Abweichung von
Rapport écrit du Conseil fédéral der Handels- und Gewerbefreiheit, bei nicht vorhandenem
Der Bundesrat hat seit der im Jahr 1973/74 aufgetretenen Bedarf die Errichtung einer Privatklinik zu unterbinden?
Dürre- und Hungerkatastrophe in der Sahelzone verschie- Falls nein, hält der Bundesrat eine solche Möglichkeit für
dene Massnahmen auf dem Gebiet der Entwicklungszusam- nötig und ist er bereit, allenfalls nötige Gesetzesänderungen
menarbeit und der humanitären Nothilfe ergriffen, um den zu beantragen?
von der Dürrekatastrophe am meisten betroffenen Ländern 3. Können die Kantone ermächtigt werden, die Eröffnung
möglichst wirkungsvoll zu helfen. Während die humanitäre von Kliniken, analog der Eröffnung von Arztpraxen, bewilli-
Hilfe mit Sofortmassnahmen - wo sie möglich sind - die gungspflichtig zu machen, wobei der Bedarf, unter Berück-
krassesten Auswirkungen der Unterentwicklung und das
sichtigung des bereits vorhandenen Bettenangebotes, zu
durch Naturkatastrophen verursachte Elend zu mildern ver-
berücksichtigen wäre?
sucht, soll durch unsere Entwicklungszusammenarbeit
langfristig auf die Beseitigung der Ursachen der Armut 4. Sieht der Bundesrat eine Möglichkeit, die der öffentli-
hingewirkt werden. chen Hand durch die Eröffnung von Privatkliniken erwach-
Die wirtschaftlichen Probleme Afrikas, die in gewissen Län- senden Kosten (Zunahme der Spitaldefizite der öffentlichen
dern zu einer akuten Versorgungsnotlage geführt haben, Spitäler, Zunahme der Krankenkassendefizite) ganz auf die
können längerfristig nicht mit humanitärer oder Nahrungs- Benutzer und Betreiber derartiger Kliniken abzuwälzen?
mittelhilfe allein gelöst werden. Meistens handelt es sich um 5. Wie beurteilt der Bundesrat generell das Einbrechen rein
eine Kombination von Infrastrukturmängeln, rückständiger profitorientierter Institutionen in das schweizerische
Landwirtschaftstechnik, Bevölkerungswachstum und unzu- Gesundheitswesen? Denkt er daran, derartige Machen-
länglicher Marktpolitik, die zusammen mit den klimatischen schaften zu unterbinden?
und ökologischen Verhältnissen zu einer alarmierenden
Versorgungslage und manchmal auch zum Hungertod füh- Texte de l'interpellation du 19 mars 1984
ren kann. Die Dürre verschärft somit lediglich bereits beste- 1. Lorsque des cliniques privées s'établissent dans notre
hende strukturelle Mängel. pays, le Conseil fédéral voit-il une possibilité de faire du
Zur Bekämpfung der gegenwärtigen akuten Notlage in besoin de lits d'hôpitaux le critère pour l'admission de tels
Afrika hat der Bundesrat am 4. April 1984 einen Sonderbei- établissements médico-hospitaliers?
trag von 5 Millionen Franken für zusätzliche Nahrungsmittel- 2. Existe-t-il une possibilité d'interdire l'installation d'une
nothilfe bewilligt. Es ist vorgesehen, damit unsere operatio- clinique privée lorsque la preuve du besoin n'est pas four-
nellen Partner bei ihrer Nothilfe vermehrt zu unterstützen, nie; pareille interdiction peut-elle être prononcée, si besoin
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Blunschy Hungerkatastrophen. Hilfe des Bundes
Interpellation Blunschy Famine dans le monde. Aide de la Confédération
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1984
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.349
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.06.1984 - 08:00
Date
Data
Seite 987-988
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Ref. No 20 012 565
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