Fribourg's Bid for Mandatory Asylum Seeker Distribution
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Canton of Fribourg proposed a legislative amendment to obligate cantons to accept a fair share of asylum seekers, arguing for inter-cantonal solidarity and addressing the issues faced by both host cantons and asylum seekers. The commission agreed that a better distribution was necessary, noting that other cantons were unwilling to voluntarily accept more refugees, thus supporting the federal government's authority to order a redistribution as a subsidiary measure if cantons fail to agree on a solution.
Legislator-Regeste
KI-generiertMotion de la commission du Conseil national, Art. 66 al. 1 LTF; Fribourg's Bid for Mandatory Asylum Seeker Distribution: The commission agreed that a better distribution was necessary, noting that other cantons were unwilling to voluntarily accept more refugees, thus supporting the federal government's authority to order a redistribution as a subsidiary measure if cantons fail to agree on a solution.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe commission proposes to partially follow the canton's initiative and transmit its motion regarding the distribution of asylum seekers among cantons.
This article is implicitly referenced as the decision concerns costs associated with the proceedings, although not explicitly stated in the dispositive part presented.
Volltext
Politique d'asile. Interventions personnelles 1466 N 23 septembre 1985
La motion est transmise dans le sens des déclarations du verzeichnet, gerechtfertigt. Sie ist daher bereit, ihm mit einer
Conseil fédéral. Motion Nachachtung zu verschaffen.
Die Entwicklung der letzten Zeit hat gezeigt, dass die übri-
gen Kantone nicht bereit sind, zur Entlastung der Kantone,
die viele Asylbewerber zu betreuen haben, zusätzliche
Flüchtlinge aufzunehmen. Eine Umfrage des Eidgenössi-
#ST# 84.205 schen Justiz- und Polizeidepartementes bei den Kantonen
hat eine geringe Bereitschaft gezeigt, auf freiwilliger Basis
Initiative des Kantons Freiburg etwas zu unternehmen.
Asylbewerber Der Bund soll deshalb nach Meinung der Kommission die
Initiative du canton de Fribourg Befugnis erhalten, eine bessere Verteilung der Flüchtlinge
auf die Kantone anzuordnen. Sie erachtet es als richtig, dass
Requérants d'asile seitens des Bundes ein gewisser Druck zur Solidarität in
dieser Richtung ausgeübt werden kann. Zur Diskussion
stand aber nur eine subsidiäre Regelung. Die Kantone sollen
die Möglichkeit haben, innert nützlicher Frist selber zu han-
deln. Erst wenn von dieser Möglichkeit kein Gebrauch wird,
Wortlaut der Initiative vom 14. Mai 1984 habe der Bund tätig zu werden.
Der Kanton Freiburg lädt den Bundesrat ein, so rasch wie Die Kommission lehnte es ab, eine Lösung auf dem Konkor-
möglich eine Gesetzesänderung vorzuschlagen, wonach die datsweg anzustreben, da sie zuviel Zeit beanspruchen
Kantone verpflichtet werden, eine angemessene Anzahl von würde. Auch wurde die Möglichkeit nicht in Betracht gezo-
Asylbewerbern aufzunehmen. Das Parlament muss dem gen, die Justizdirektoren mit einer Umverteilung der Asylbe-
Bundesrat unbedingt die für die Bundespolitik erforderli- werber zu beauftragen.
chen Mittel geben, d. h. auch die absolut notwendigen Kre- Die mit der Motion beauftragte Gesetzesänderung soll so
dite für die Einstellung zusätzlicher Beamter, die diese Poli- rasch wie möglich dem Parlament unterbreitet werden. Die
tikverlangt. Eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation Kommission hält aber ein Vorziehen dieser Gesetzesrevision
liegt sowohl im Interesse der Kantone, die Asylbewerber nicht für nötig. Sie soll im Zusammenhang mit der zweiten
aufnehmen, als auch in dem der Asylbewerber selbst, deren Revision des Asylgesetzes diskutiert werden.
Entwurzelung ein echtes Problem darstellt.
Der Kanton Freiburg ist wie die anderen Schweizer Kantone Antrag der Kommission
ein Aufnahmekanton. Aber unser föderalistischer Aufbau Aus diesen Überlegungen beantragt die Kommission ein-
verlangt die Solidarität aller Kantone. stimmig, der Standesinitiative teilweise Folge zu geben und
ihre Motion zu überweisen.
Texte de l'initiative du 14 mai 1984
Le canton de Fribourg invite le Conseil fédéral à proposer Proposition de la commission
dans les plus brefs délais l'insertion dans la loi de l'obliga- Pour ces motifs, la commission propose de donner partielle-
tion pour les cantons de recevoir un nombre équitable de ment suite à l'initiative du canton de Fribourg et de trans-
requérants d'asile. Les Chambres fédérales doivent absolu- mettre sa motion.
ment donner au Conseil fédéral les moyens nécessaires à la
Motion der Kommission des Nationalrates
politique de la Confédération, c'est-à-dire aussi les crédits
indispensables à l'engagement des fonctionnaires supplé- Asylbewerber. Verteilung auf die Kantone
mentaires que postule cette politique. Un assainissement de Der Bundesrat wird eingeladen, so bald wie möglich eine
la situation est dans l'intérêt tant des cantons recevants que Gesetzesänderung vorzuschlagen, wonach die Kantone ver-
des requérants eux-mêmes dont le déracinement ne man- pflichtet werden, eine angemessene Anzahl von Asylbewer-
que pas d'être préoccupant. bern aufzunehmen.
Le canton de Fribourg comme les autres cantons suisses Die Zuständigkeit des Bundes ist subsidiär. Die Bundesbe-
sont des terres d'accueil. Mais notre régime fédératif hörden sind nur dann befugt zu entscheiden, wenn die
requiert que la solidarité soit le fait de tous les cantons. Kantone sich innert nützlicher Frist auf keine angemessene
Lösung geeinigt haben.
Herr Fischer-Hägglingen unterbreitet namens der Kommis-
sion den folgenden schriftlichen Bericht: Motion de la commission du Conseil national
1. Inhalt der Initiative (siehe oben). Requérants d'asile. Répartition entre les cantons
2. Ergebnis der Vorprüfung: Die mit der Vorberatung von Le Conseil fédéral est invité à proposer dans les plus brefs
Fragen der Asylpolitik betraute Kommission behandelte die délais l'insertion dans la loi de l'obligation pour les cantons
Standesinitiative an ihrer Sitzung vom 18. Februar 1985. Sie de recevoir un nombre équitable de requérants d'asile.
beantragt dem Rat, dem Vorstoss des Kantons Freiburg La compétence de l'autorité fédérale est subsidiaire. L'auto-
teilweise Folge zu geben und folgenden Motionstext zu rité fédérale n'est habilitée à décider que si les cantons ne
überweisen: sont pas parvenus à trouver dans un délai utile une solution
appropriée.
«Der Bundesrat wird eingeladen, so rasch wie möglich eine
Gesetzesänderung vorzuschlagen, wonach die Kantone ver-
pflichtet werden, eine angemessene Anzahl von Asylbewer-
bern aufzunehmen.
Die Zuständigkeit des Bundes ist subsidiär. Die Bundesbe-
hörden sind nur dann befugt zu entscheiden, wenn die
Kantone sich innert nützlicher Frist auf keine angemessene
Lösung geeinigt haben.»
Das Begehren um Personalaufstockung lehnt die Kommis-
sion ab; das Parlament habe mit der Bewilligung von insge-
samt 88 Stellen diesem Begehren bereits entsprochen.
3. Erwägungen der Kommission: Die Kommission teilt die in
der Standesinitiative vertretene Auffassung, dass eine bes-
sere Verteilung der Asylbewerber auf die Kantone notwen-
dig sei. Nach ihrer Meinung ist dieses Anliegen des Kantons
Freiburg, der einen starken Zustrom von Asylbewerbern
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Initiative des Kantons Freiburg Asylbewerber
Initiative du canton de Fribourg Requérants d'asile
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.205
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.09.1985 - 14:30
Date
Data
Seite 1466-1466
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Ref. No 20 013 717
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