Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 84-086 KI-generiert

Swiss National Council Debates Hydropower Royalty Increase

Geschäftsnummer VPB 84-086
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss National Council debated a revision of the law on the utilization of hydraulic power, primarily focusing on increasing the maximum water royalty and abolishing quality stages. Proponents argued that this revision was necessary to adjust for inflation since 1916, better compensate mountain cantons for their natural resources, and potentially reduce financial disparities between cantons. Opponents raised concerns about increased electricity costs for consumers and industries, particularly those in international competition, and some argued that the proposed royalty hike was excessive and did not adequately consider the existing benefits provided by hydropower companies to their local regions. The debate highlighted a tension between ensuring fair compensation for resource-rich cantons and maintaining affordable energy prices for the entire country.

Legislator-Regeste

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Art. 1 über, Art. 1 hen, Art. 49 Absatz, Art. 49 des Wasserrechtsgesetzes; Swiss National Council Debates Hydropower Royalty Increase: Proponents argued that this revision was necessary to adjust for inflation since 1916, better compensate mountain cantons for their natural resources, and potentially reduce financial disparities between cantons. Opponents raised concerns about increased electricity costs for consumers and industries, particularly those in international competition, and some argued that the proposed royalty hike was excessive and did not adequately consider the existing benefits provided by hydropower companies to their local regions. The debate highlighted a tension between ensuring fair compensation for resource-rich cantons and maintaining affordable energy prices for the entire country.

Schlagwörter

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Wasserkraft Wasserkraftsteuer Natürliche ressourcen Erhöhung der Entschädigung Wasserqualität Wasserrechtszins

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 1 über
Titel und Ingress, Art. 1 über diesen Sozialplan sowie um ein Verfahren in Streitfäl-
Art. 1 hen
Titre et préambule, art. 1 hen.
Art. 49 Absatz
Selon l'article 49 de la loi actuellement en vigueur, la rede- Ich war als Gemeinderat von Brig-Glis Verwaltungsrat einer
Art. 49 des Wasserrechtsgesetzes
The provision concerns the maximum water royalty, which is the core point of the partial revision.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 49 des Wasserrechtsgesetzes

The provision concerns the maximum water royalty, which is the core point of the partial revision.

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Volltext

19. Juni 1985 N 1159 Nutzbarmachung der Wasserkräfte

A Beispiel, nämlich dasjenige von Genf, konnte angeführt

werden. Die schwierige Materie ist auch nur in wenigen

Bundesbeschluss über die Volksinitiative «betreffend Kün-

Gesamtarbeitsverträgen behandelt.

digungsschutz im Arbeitsvertragsrecht»

Stichwortartig, um das darzulegen, geht es den Initianten

Arrêté fédéral concernant l'initiative populaire «pour la insbesondere um folgende Punkte, die geregelt werden

protection des travailleurs contre les licenciements dans sollten: vorerst die Informationspflicht der Arbeitgeber

le droit du contrat de travail» gegenüber den Arbeitnehmern, Gewerkschaften und Behör-

Eintreten ist obligatorisch den, und zwar so frühzeitig wie möglich und umfassend;

ferner die Pflicht zur Erstellung eines Sozialplanes, um die

L'entrée en matière est acquise de plein droit Verlängerung oder, auf Wunsch des Arbeitnehmers, Verkür-

zung der Kündigungsfristen, um die Verhandlungspflicht

Titel und Ingress, Art. 1 über diesen Sozialplan sowie um ein Verfahren in Streitfäl-

Antrag der Kommission len. Es wären zudem gesetzliche Mindestleistungen des

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Arbeitgebers an den Arbeitnehmer, insbesondere eine

100prozentige Freizügigkeit in der Altersvorsorge, vorzuse-

Titre et préambule, art. 1 hen. Diese Aufzählung ist sehr unvollständig und soll nur

Proposition de la commission etwa den Weg zeigen, in welche Richtung die Vorstellungen

der Initianten gehen. Diese Materie ist auch nicht im Obliga-

Adhérer au projet du Conseil fédéral

tionenrecht, sondern in einem Spezialerlass zu regeln.

Angenommen - Adopté Zum Schluss: Die in der Initiative verlangten Verbesserun-

gen des Kündigungsschutzes sind nicht nur notwendig,

Art. 2 sondern auch realisierbar; sie beeinträchtigen die Funk-

Antrag der Kommission tionsfähigkeit der Wirtschaft nicht, sondern sind, wie das

der Bundesrat in der Botschaft schreibt, verkraftbar.

Mehrheit Ganz am Schluss: Bedenken Sie: auch marktwirtschaftlich,

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates gegenüber den Wettbewerbsbeschränkungen im UWG, die

Sie vorletzte Woche beschlossen haben, ist selbst diese

Minderheit Initiative vergleichsweise harmlos.

(Seiler, Clivaz, Darbellay, Leuenberger-Solothurn, Leuenber- Ich würde mich freuen, wenn Sie ihr zustimmen könnten.

ger Moritz, Pitteloud, Reimann)

Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die Weber-Arbon, Berichterstatter: Ein Satz, auch im Namen

Volksinitiative anzunehmen. des französischsprachigen Referenten: Wir verweisen mit

Bezug auf die Stellungnahme zu dieser Initiative auf die

Art. 2 Ausführungen, die wir gestern vormittag in der Eintretens-

debatte dargelegt haben. Wir haben dem nichts beizufügen.

Proposition de la commission Wir bestätigen für die Kommissionsmehrheit den Antrag auf

Majorité Ablehnung der Initiative.

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Bundesrätin Kopp: Ich wiederhole, was ich bereits anläss-

Minorité lich der Eintretensdebatte gesagt habe: Der Bunderat lehnt

(Seiler, Clivaz, Darbellay, Leuenberger-Soleure, Leuenber- die Initiative ab.

ger Moritz, Pitteloud, Reimann) Abstimmung - Vote

L'Assemblée fédérale recommande au peuple et aux can- Für den Antrag der Mehrheit 97 Stimmen

tons d'accepter l'initiative populaire. Für den Antrag der Minderheit 56 Stimmen

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

Seiler, Sprecher der Minderheit: Wenn ich die Resultate

dieser langen, ausgiebigen Debatte zu werten versuche,

möchte ich die Initiative mit dem Stern von Bethlehem

vergleichen. Denn sie allein weist den Weg zu einem wirkli-

chen Schutz der Arbeitnehmer vor ungerechtfertigten Kün-

digungen. Wir anerkennen durchaus, dass in dem nun ver- 84.086

abschiedeten Beschluss Verbesserungen vorgesehen sind,

#ST#

aber einmal mehr sind die Bemühungen um einen wirkli- Nutzbarmachung der Wasserkräfte.

chen Schutz gegen die Kündigung am Widerstand der Änderung des Bundesgesetzes

Arbeitgeberseite gescheitert. Utilisation des forces hydrauliques.

Ich möchte zu dieser Initiative, um es kurz zu machen, nur

auf einen Punkt hinweisen, nämlich den Absatz 2, der die

Modification de la loi

Kollektiventlassungen behandelt. Das ist ein sehr wichtiger

Punkt. Er verlangt, dass der Gesetzgeber den Kündigungs- Botschaft und Gesetzentwurf vom 12. November 1984 (BBI III, 1441)

schutz bei Kollektiventlassungen aus wirtschaftlichen Message et projet de loi du 12 novembre 1984 (FF III, 1445)

Gründen regelt. Weiterhin und vermutlich auf längere Zeit Beschluss des Ständerates vom 6. März 1985

wird es wegen der andauernden Strukturwandlungen in Décision du Conseil des Etats du 6 mars 1985

verschiedenen Wirtschaftssektoren zu Personalabbaumass-

nahmen kommen. Es geht den Initianten - ich möchte das

deutlich sagen - nicht darum, unumgängliche Strukturbe-

reinigungen zu verhindern. Wenn aber Personal abgebaut

werden muss, soll dies möglichst unter sozialen Randbedin- Antrag der Kommission

gungen für die betroffenen Arbeitnehmer erfolgen. Der Bun- Eintreten

desrat weist in diesem Zusammenhang auf die Kompeten-

zen der Kantone hin, öffentlich-rechtliche Normen mit Proposition de la commission

sozialpolitischen oder arbeitsmarktpolitischen Zielen zu Entrer en matière

erlassen. In einem Bericht an unsere Kommission wird aber

vermerkt, dass nicht viele Regelungen oder Gesetzesvorha- Mme Aubry, rapporteur: L'heure est quelque peu mal choi-

ben in den Kantonen vorliegen. Nur gerade ein konkretes sie pour commencer un long débat. J'essaierai, en tant que

Utilisation des forces hydrauliques 1160 N 19 juin 1985

présidente de la commission, d'être très brève et vous pro- transformation et le transport de cette énergie jusqu'au

mets un bref rapport introductif. moment et au lieu de son utilisation.

La commission du Conseil national s'est réunie le 9 mai à J'en viens maintenant au débat d'entrée en matière. Dans

Berne afin d'étudier le message du Conseil fédéral concer- cette discussion, les motifs suivants ont été évoqués en

nant la modification de la loi sur l'utilisation des forces faveur d'une révision partielle de la LFH. Tout d'abord c'est

hydrauliques. Elle a pris des décisions qui divergent sensi- un geste en faveur des cantons de montagne qui mettent

blement de celles du Conseil des Etats, ainsi que vous leur eau à disposition. Ces cantons sont le Tessin, Uri, le

pourrez l'entendre. Valais, les Grisons, Schwyz, Obwald, Glaris. C'est aussi

La loi fédérale sur l'utilisation des forces hydrauliques date revaloriser une source d'énergie qui permet une large auto-

de 1916, c'est-à-dire de l'époque de l'octroi de grandes nomie du pays, même si elle ne couvre pas tous les besoins

concessions pour la construction d'usines hydroélectriques. en énergie. Son prix est resté très bas en comparaison avec

Elle a pour but de favoriser une utilisation optimale des l'énergie produite dans les centrales nucléaires.

ressources hydrauliques du pays. Cette loi a été révisée à Il est indispensable d'adapter la redevance - qui n'est pas

trois reprises: en 1952, 1967 et 1976. A la suite de diverses une subvention mais un prix payé pour une matière livrée-

interventions parlementaires, le Conseil fédéral a estimé que au coût de la vie actuelle. Si tous les membres de la commis-

le moment était venu d'entreprendre une révision de la loi en sion ont été unanimes à reconnaître la nécessité d'adapter la

question. redevance, une minorité de la commission a choisi une

Le Département fédéral des transports, des communica- proposition moyenne plutôt que celle du Conseil fédéral qui

tions et de l'énergie a chargé une commission d'experts est de 40 francs par kilowatt ou celle de la majorité de la

d'élaborer un projet sur les modifications à apporter à la loi. commission qui était de 54 francs et dont on parlera d'ail-

Cette commission d'étude, présidée par le professeur Jag- leurs dans la discussion de détails.

metti, était composée de représentants des cantons, de La suppression des degrés de qualité n'a pas donné lieu à

l'économie électrique, des milieux scientifiques et de repré- de grandes discussions, bien qu'elle touche les usines ayant

sentants de l'administration fédérale. L'avant-projet pré- fait de gros investissements afin de mettre leur eau mieux en

senté par ladite commission consistait pratiquement en une valeur. En revanche il a été demandé qu'on porte une

refonte totale de la loi. Cet avant-projet a fait l'objet d'une attention particulière à la protection de la nature et des sites

procédure de consultation en 1983/1984. lors de constructions futures ou de renouvellement d'instal-

Tenant compte des résultats de cette consultation, le Con- lations.

seil fédéral a pris la décision, à la demande des cantons de Les avantages et les désavantages desHnstallations hydro-

montagne, de proposer une modification de la loi en deux électriques dans les cantons de montagne ont été discutés

étapes. Première étape: modification des dispositions rela- souvent avec vigueur.

tives à la redevance pour l'utilisation de la force hydraulique Les avantages sont tout d'abord d'ordre financier, puisque

et pour perte d'impôts. Dans une deuxième étape, moins les cantons comme les communes concernés touchent des

urgente, il sera plus particulièrement question d'autres impôts souvent importants, qu'il y a une amélioration sensi-

modifications touchant plus spécialement la réglementation ble des infrastructures de ces communes, l'avantage d'obte-

de l'accumulation par pompage et des problèmes relatifs à nir de l'énergie gratuitement ou à bas prix, de même que la

la modernisation des installations électriques existantes. création et le maintien de places de travail.

Nous devons modifier certains articles de la loi. Dans son Les désavantages sont naturellement la présence des bar-

message du 12 novembre 1984, le Conseil fédéral propose rages, des installations d'usines hydroélectriques, de lignes

de modifier les articles 12,14, 20, 49 et 74 de la loi actuelle. à haute tension, de câbles, sans parler de la vidange des

J'en arrive aux précisions préliminaires. Avant de passer aux barrages pour assurer leur entretien.

discussions de détail concernant les modifications propo- Il a également été déploré qu'on ne révise pas totalement la

sées par le message du Conseil fédéral, je tiens à donner LFH, tout en comprenant l'urgence demandée par les can-

deux précisions qui me paraissent primordiales pour la tons de montagne pour une révision partielle immédiate.

bonne compréhension du problème qui nous occupe: L'entrée en matière a été acceptée à l'unanimité par notre

1. L'eau est la seule matière première et l'énergie hydrau- commission qui vous demande d'en faire de même.

lique est la seule énergie dont le prix est soustrait à la loi du

marché par une disposition législative. Schmidhalter, Berichterstatter: Ich spreche im Namen der

Kommissionsmehrheit. Es wurden keine Hearings durchge-

2. Dans la LFH actuelle, on calcule la redevance annuelle en führt, da wir Zweitrat sind. Es wurde in der Kommission kein

chevaux-vapeur. Dans le projet de modification de la loi, on Antrag auf Nichteintreten gestellt. Eine Teilrevision mit

la calcule en kilowatts. Pour la bonne compréhension du Schwerpunkt Anpassung Wasserzinse ist einstimmig

message, il faut savoir que: 1 CV = 0,734 kW, alors que 1 kW beschlossen worden.

= 1,36 CV. Si l'on ne tient pas compte du changement Vorerst möchte ich, entsprechend dem revidierten Ge-

d'unité de calcul, il est facile de commettre des erreurs schäftsverkehrsgesetz, meine persönlichen Interessenbin-

d'appréciation. dungen darlegen.

Selon l'article 49 de la loi actuellement en vigueur, la rede- Ich war als Gemeinderat von Brig-Glis Verwaltungsrat einer

vance annuelle maximale est de 20 francs par cheval- Energiebeteiligungsgesellschaft. Da ich nicht mehr Gemein-

vapeur. Le Conseil fédéral propose d'élever celle-ci à 40 derat bin, bin ich auch nicht mehr Verwaltungsrat. Als

francs par kilowatt, ce qui correspond à 30 francs par Berufsmann durfte ich das goldene Zeitalter der Bauinge-

cheval-vapeur. Il serait plus clair de dire que la redevance nieure, mit dem Kraftwerkbau in den Bergkantonen, an

annuelle s'élève actuellement à 27 francs et 20 centimes par vorderster Front mitmachen. Daher bin ich auch von berufli-

kilowatt, que le Conseil fédéral propose une augmentation cher Seite her gesehen an einem umweltgerechten Erneue-

de 50 pour cent, ce qui donne une redevance annuelle rungsprozess der bestehenden Kraftwerke und dem Ausbau

proposée de 40 francs par kilowatt. Lorsque de 20 francs par der noch ausführungswürdigen Etappen interessiert. Als

cheval-vapeur dans la loi actuelle, on passe à Politiker möchte ich in diesem Gremium nur die Interessen

40 francs par kilowatt dans le message, il ne s'agit pas d'une eines Wasserschlosskantons und damit die Interessen vieler

augmentation de 100 pour cent, comme on serait tenté de le Berggemeinden wahrnehmen. Die gegenwärtig bezahlten

supposer, si l'on ne tient pas compte du changement Wasserzinse sind nicht so bemessen, dass sie den wasser-

d'unité. A noter que lorsqu'on parle de chevaux-vapeur et de zinsberechtigten Gemeinden die durch sie erhoffte Struktur-

kilowatts dans le message, il s'agit toujours de chevaux- verbesserung bringen.

vapeur théoriques et de kilowatts théoriques. Il faut enten- Am Beispiel der Gemeinde Simplon-Dorf sei dies aufgezeigt.

dre par chevaux-vapeur théoriques ou kilowatts théoriques Trotzdem diese Gemeinde seit vielen Jahren Wasserzins

l'énergie latente à disposition dans une usine hydro- erhält, konnte sie sich wirtschaftlich nicht erholen. Ihre

électrique, sans déduction des pertes d'énergie pour la Bevölkerungszahl ging von 1970 auf 1980 sogar um 6,8

19. Juni 1985 1161 Nutzbarmachung der Wasserkräfte

Prozent zurück. Der Bezug von Wasserzins ist zwar für also zur Stärkung des Starken durch den Schwachen. Das

manche Gemeinde eine wesentliche Einnahme. Diese Ein- aber läuft der Grundidee einer Eidgenossenschaft zuwider.

nahme erhöht aber auch das Steuersubstrat bei der Wehr- Bei der Anpassung des Wasserzinsmaximums entsteht in

steuerkoeffizientenberechnung und bringt Kürzungen im Wahrheit volkswirtschaftlich nur ein Transfer. Statt dass die

Finanzausgleich und bei den abgestuften Subventionen, so Wasserschlosskantone wie heute die dringend benötigte

dass die Einnahmen der betroffenen Gemeinde oft nicht viel Speicherenergie als Spitzenenergie allzu billig an das Mittel-

höher sind als vor Anfall des Wasserzinses. land und die Industriekantone abgeben und anschliessend

Eine korrekte Anpassung an den Geldwert seit 1916 und über Finanzausgleich und Subventionen wieder gewisse

eine bessere Preisbildung für den Rohstoff Wasser könnten Gelder an diese Gebiete zurückfliessen, geht es um eine

dazu führen, dass genügend Mittel bleiben, um eine Verbes- direkte Ausschöpfung dieser eigenen Quellen als Rohstoff-

serung der wirtschaftlichen Struktur zu erreichen. ertrag. Berechnungen in unserem Kanton zeigen, dass,

Dem Bundesrat möchte ich danken für die ausgewogene wenn wir in den letzten Jahren einen der Realität angepass-

und klare Botschaft, der Frau Präsidentin und den Kommis- ten Wasserzins hätten ausschöpfen können, wir vielleicht

sionsmitgliedern für die faire und wohlwollende Behand- heute nicht mehr ein finanzschwacher, sondern ein mittel-

lung der Vorlage in der Kommission. starker Kanton wären. Eine wirtschaftliche Erstarkung ist

Zur Teilrevision: Die betroffenen Wasserschlosskantone zwar durch die Wasserzinse erfolgt. Wir hätten aber durch

haben mit Genugtuung festgestellt, dass die Revision des besseren Verkauf unserer eigenen Mittel eine bedeutende

Bundesgesetzes in zwei Teilrevisionen durchgeführt wird, Verbesserung schaffen können.

weil sich eine Totalrevision zu lange hingezogen hätte. Sind wir wirklich masslos in unseren Forderungen? Es geht

Halten wir fest, was die Teilrevision vorschlägt. Sie will hier keineswegs um masslose Forderungen und Begehrlich-

1. die Abschaffung der Qualitätsstufen; keiten, wie das gewisse Kreise wahrhaben wollen. Die

hydroelektrische Energie ist eine saubere Energie, eine

2. die Erhöhung des Wasserzinsmaximums: Laut Bundesrat

umweltschonende, eine vom Ausland unabhängige und eine

ist die Inkraftsetzung für den 1. Janaur 1986 vorgesehen;

konsumangepasste und speicherbare Energiequelle. Sie ist

3. die Delegation der Kompetenz für die Anpassung des deshalb auch ihren Preis wert.

Wasserzinsmaximums und die Regelung des Steuerausfal- Der Leistungswert der rohen Kraft des Wassers ist seit 1916

les an den Bundesrat statt wie heute durch die Bundesver- gleich geblieben. Der sogenannte Nutzwert oder wirtschaft-

sammlung; liche Wert, auch Rohstoffwert, ist angestiegen und hat sich

4. die Anpassung der Steuerausfallentschädigung für Kraft- auch seit 1950 verändert. Herr Kollega Eisenring hat als

werke der SBB. Kommissionsmitglied berechtigterweise definiert, dass wir

Der Kernpunkt der vorliegenden Teilrevision ist die Abände- kein Recht auf billigen Strom haben, wie wir auch kein

rung des Artikels 49 des Wasserrechtsgesetzes. Einerseits Rechtauf billige Arbeit haben. Früher waren einmal Luft und

soll die bundesrechtliche Schranke für den Wasserzins Wasser billig. Heute hat man sich daran gewöhnt, dass auch

erhöht werden, andererseits ist die Abschaffung der Quali- Luft und Wasser ihren Preis haben. All das richtet sich nach

tätsstufen, welche eine Herabsetzung des Wasserzinses den Prinzipien der freien Marktwirtschaft, die wir stets -

nach Massgabe der Dauer, während welcher die Wasser- übrigens zu Recht - hochhalten. Man sollte den Mut haben,

mengen genutzt werden, vorsehen, ins Auge zu fassen. Die auch in Sachen Energie zu Angebot und Nachfrage zu

Anpassung des Wasserzinsmaximums muss einmal der stehen.

Geldentwertung seit 1916 Rechnung tragen, dann aber auch Die Elektrizitätswirtschaft führt ins Feld, die vorgesehenen

eine reale Anpassung an die geänderten Verhältnisse be- Wasserzinserhöhungen, wie sie von den Gebirgskantonen

inhalten. verlangt werden, würden die privaten Haushalte und die

Die beiden anderen angeführten Revisionsbegehren, Anpas- Wirtschaft sehr schwer treffen. Das ist sicher übertrieben.

sung der Steuerausfallentschädigung für Werke der SBB Die gleiche Elektrizitätswirtschaft hat in den siebziger Jah-

und die Delegation der Kompetenz an den Bundesrat, sind ren, als die Zukunft durch die Kernenergie noch total gesi-

weniger schwergewichtig, aber nicht weniger beachtlich. chert schien, erklärt, ein,Weiterausbau der Wasserkräfte sei

Standortvorteile ausnützen statt Subventionen: Dass diese aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und des Landschafts-

Forderungen der Bergkantone mehr als berechtigt sind, schutzes nicht mehr möglich. Auch diese Prognose war

ergibt sich aus nachfolgenden Gründen: Die Energiepolitik falsch. Wäre diese Annahme in Erfüllung gegangen, d. h.

der Kantone, welche Wasserkraftwerke besitzen, muss aus- hätte sich die Kernenergie zu vernünftigen Preisen produ-

gerichtet sein auf einen höheren Ertrag der Wasserkraft. zieren lassen und wäre zusätzlich nicht ein unheimlicher

Diese Politik liegt im Interesse der Allgemeinheit und unse- Teuerungsschub in den anderen Energieträgern eingetre-

res Bundesstaates. ten, wäre es wohl ohne jegliche Chance, heute über eine

Es ist allgemein anerkannte, gute Schweizer Politik, dass die angemessene Erhöhung der Entschädigung für die Wasser-

stärkeren Glieder unseres Bundesstaates die schwächeren kraft zu sprechen. Heute wird aber die elektrische Energie

in echter Solidarität stützen. Das geschieht anerkannter- zu einem sogenannten Mischpreis verkauft, wobei die äus-

weise über den bundesstaatlichen Finanzausgleich. Der serst billige hydroelektrische Energie den Gesamtenergie-

Finanzausgleich und die Subventionen zugunsten der preis tief hält. In dieser Situation von Begehrlichkeiten der

schwachen Kantone haben zur Voraussetzung, dass diese Berggebiete zu sprechen, ist also nicht angebracht; man

ihre eigenen Ressourcen zuerst voll ausschöpfen. Unter musste vielmehr einsehen, dass unser Gesuch um einen

diesem Druck musste zum Beispiel in unserem Kanton die besseren Wasserkraftpreis berechtigt und unsere Forderung

Erbschaftssteuer eingeführt werden. Die vorgesehene Steu- angemessen ist.

erharmonisierung geht in gleicher Richtung. Der Adressat unserer Forderungen ist aufgrund der Gesetz-

Oberstes Gebot eines jeden Kantons ist es aber, die ihm gebung der Bund, der bestimmt, was die Eigentümer der

gegebenen wirtschaftlichen Standortvorteile voll auszunüt- Wasserkräfte für ihren Rohstoff erhalten sollen. Der

zen. Zu diesen Standortvorteilen gehören unbestrittener- Entscheid ist ein schwieriger, weil er ein politischer ist. Zwar

massen die Erträge aus den öffentlichen Gewässern. Es ist ist es die Elektrizitätswirtschaft, die diesen Preis zu bezahlen

daher erstaunlich, wenn der Verband schweizerischer Elek- hat, faktisch sind es aber die Unterlandkantone, die mit der

trizitätswerke in seinem Jahresbericht 1983 die in ihren Energieversorgung auch eine öffentliche Aufgabe erfüllen.

Auswirkungen bescheidene Erhöhung des Wasserzinses als Die Elektrizitätswirtschaft in ihrer heutigen Struktur hat -

«neue Art des Finanzausgleiches zwischen Flachlandkanto- das muss neidlos anerkannt werden - die ihr gestellte Auf-

nen und Bergkantonen» bezeichnet. Einer solchen abwegi- gabe ausgezeichnet gelöst. Der Einstieg in die Kernenergie

gen Auffassung könnte man sicher mit mehr Berechtigung ist im Rückblick betrachtet richtig. Man stelle sich vor, wo

entgegenhalten, dass die heutige ungenügende Entschädi- wir heute stehen würden, wenn wir Erdöl- oder Kohlekraft-

gung der Wasserkraft auf eine Subventionierung der rei- werke mit grossern Aufwand umrüsten müssten. Die Ausein-

chen Flachlandkantone durch die Bergkantone hinausläuft, andersetzung zwischen den Wasserschlosskantonen und

146-N

Utilisation des forces hydrauliques 1162 N 19 juin 1985

der schweizerischen Elektrizitätswirtschaft ist heute zum teuerungen zur Folge haben wird. Zudem ist auch die Frage

Teil emotionell, sonst würde man nicht dem Berggebiet der direkten Besteuerung der Produktionswerke im Bergge-

solche Begehrlichkeiten nachsagen. biet nach wie vor pendent. Ferner könnte-und das wurde in

Auch im Sinne der Regionalpolitik: In den letzten Jahren unserer Fraktion auch gesagt-eine übermässige fiskalische

wurden mit Bundesmitteln intensive und grosse Studien Belastung eine unerwünschte Tendenz zur Umstellung auf

betreffend die durchzuführende Regionalpolitik ausgeführt. fossile Brennstoffe bei der Elektrizitätserzeugung zur Folge

Diese Untersuchungen haben ergeben, dass es im Interesse haben. Insbesondere aber könnte bei extremen Beschlüs-

unseres Landes liegt, dass unsere Alpentäler besiedelt blei- sen die Sache auf die Berggebiete selber zurückkommen.

ben, und zwar in einem strukturerhaltenden Massstab. Auch Es ist Ihnen bekannt, dass ein Antrag vorliegt, um beim

hier gehen die Schlussfolgerungen dahin, dass zur Errei- Finanzausgleich eine entsprechende Änderung des Schlüs-

chung dieses Zieles in erster Linie die eigenen Ressourcen sels vorzunehmen. Es darf nicht übersehen werden, dass

voll auszunützen sind. Der Bund hat diese Ansichten über- der Mehrheitsantrag den vier hauptsächlich produzierenden

nommen und seine Regionalpolitik auf diesen aufgebaut. Bergkantonen - immer ohne Bern - auf einen Schlag 100

Das bestärkt uns in der Überzeugung, dass wir, was das neu Millionen Franken Erträge einbringt. Das ist eine Erhöhung

zu behandelnde Traktandum anbelangt, auf dem richtigen ihrer bisherigen fiskalischen Erträge um 5 Prozent. Die SVP-

Weg sind. Der Wasserzins muss daher im Gesetz als eine Fraktion empfiehlt deshalb im eigenen Interesse der Berg-

oberste Schranke in dieser ersten Teilrevision nochmals kantone ein gewisses Masshalten.

festgelegt werden, die Kantone aber sind frei, für die im Was die Aufhebung der Qualitätsstufen betrifft, schliesst

Kanton selbst weiterverarbeitete Energie entsprechend sich unsere Fraktion dem Antrag von Bundesrat und Kom-

tiefere Wasserzinse zu verlangen. mission an, obwohl auch in unserer Fraktion gewisse

Schlussfolgerungen: Will die Bergbevölkerung überleben Bedenken in bezug auf Treu und Glauben zum Ausdruck

und soll ihre Wirtschaft erstarken, müssen diese Kantone die gekommen sind. Bedenken, die bereits vor zehn Jahren

ihnen von der Natur gegebene Wasserkraft zu vernünftigen auch im Ständerat geäussert wurden. Die politische Situa-

Preisen abgeben. Dabei sind sie auch bereit, den Forderun- tion in diesem ganzen Geschäft ist ja etwas merkwürdig. Auf

gen eines massvollen Naturschutzes Rechnung zu tragen. der einen Seite die Forderungen der Bergkantone, und

Die hier vorliegende Revision will diesen vernünftigen Maxi- diese werden unterstützt von gewissen Kreisen, die erwar-

malpreis festlegen. Die nationalrätliche Kommission, in ten, dass durch eine Erhöhung der Strompreise eine Stro-

deren Namen ich spreche, ist damit mehrheitlich einverstan- mersparnis und damit eine Förderung des ökologischen

den. Sie schlägt Ihnen vor: Denkens erreicht wird. Wir bezweifeln indessen, ob auf

a. das Wasserzinsmaximum festzulegen; diesem Wege eine Stromersparhis überhaupt realisiert wer-

den kann; denn die privaten Haushalte holen ja die Ausga-

b. die Steuerausfallentschädigung für die von den SBB

ben für den teureren Strom über den Konsumentenindex

betriebenen Kraftwerke zu erhöhen;

wieder herein, und Industrie, Gewerbe, Bahnen usw. werden

c. die Qualitätsstufen abzuschaffen; von sich aus die Rationalisierung soweit treiben, dass sie

d. die Kompetenz für die Abgeltung der Wasserkraft von der möglichst wenig Strom brauchen müssen. Am härtesten

Bundesversammlung auf den Bundesrat zu übertragen. aber werden gewisse Industrien getroffen, die den Standort

Sie bittet Sie, auf diese Punkte einzugehen. Schweiz gewählt haben, weil wir während langer Zeit billige

elektrische Energie liefern konnten. Ich denke an die Papier-

industrie und andere Industriezweige. Wir dürfen auch

Martignoni: Ich möchte es möglichst kurz machen. Die diese Gesichtspunkte nicht ausser acht lassen.

Fraktion der SVP ist für Eintreten; sie schliesst sich in den Die SVP-Fraktion empfiehlt Ihnen Eintreten auf die Vorlage.

meisten Fällen den Anträgen der Kommission an. Im Haupt-

punkt, nämlich im Ansatz des Wasserzinses selber, nimmt Maeder-Appenzell: Die Forderung der Bergkantone nach

sie eine Mittelstellung ein. Eine knappe Mehrheit unterstützt einer besseren Abgeltung für Wasserkraft ist verständlich

den Antrag des Ständerates und eine starke Minderheit den und leicht zu begründen. In den Jahren eines fast unbe-

Minderheitsantrag auf 45 Franken. Auf jeden Fall findet grenzten Wirtschaftswachstums, als die Preise anderer

unsere Fraktion, dass der Mehrheitsantrag der Kommission Energieträger wie Erdöl, Gas, Uran sich vervielfachten, blie-

zu weit geht. Wir dürfen nicht übersehen, dass diese Mehr- ben die Wasserzinse sehr niedrig. Der einzige Rohstoff der

belastung in allererster Linie auch bezahlt werden muss, Bergkantone verhalf und verhilft noch, den teuren Atom-

und zwar von der Wirtschaft. strom zu verbilligen. In einem gewissen Sinne subventionie-

Ich möchte Ihnen dies anhand einiger weniger Zahlenrela- ren so die Bergkantone die wirtschaftlich stärkeren Mittel-

tionen vortragen: Wer wird mit davon betroffen? Wir können landkantone. Es ist nur gerecht, wenn die Entschädigung

die Kategorien der Strombezüger wie folgt festlegen: In für die weisse Kohle angemessen erhöht wird.

unserem Land werden 33 Prozent des Stromes von der Die Frage ist, was angemessen sei. Die Erhöhung des Was-

Industrie verbraucht. Die Industrie würde mit einer Zustim- serzinses von bisher 27 auf 40 Franken je Kilowatt nach

mung zur Mehrheit der Kommission mit zusätzlichen 50 Vorschlag des Bundesrates würde nach der Meinung der

Millionen Franken belastet. Weitere 33 Prozent des Strom- Bergkantone keine reale Erhöhung, sondern lediglich den

bezuges entfallen auf Gewerbe und Dienstleistungen; auch Teuerungsausgleich bringen. Die Forderung der Bergkan-

Gewerbe und Dienstleistungen würden so mit weiteren 50 tone nach einer Verdoppelung auf 54 Franken je Kilowatt

Millionen Franken belastet. Die privaten Haushalte sind mit wurde von der ständerätlichen Kommission übernommen,

25 Prozent beteiligt, was 37 Millionen Franken zusätzlich vom Ständerat aber insofern abgeschwächt, als die volle

gegenüber den heutigen Verhältnissen ausmacht, die Bah- Erhöhung über zwei Stufen erst 1990 erreicht werden soll.

nen mit 6 Prozent (9 Millionen Franken), die Landwirtschaft Die nationalrätliche Kommission hat sich für die sofortige

mit 2 Prozent (3 Millionen Franken), die öffentliche Beleuch- Verdoppelung auf 54 Franken, die Abschaffung der Quali-

tung mit 1 Prozent (1,5 Millionen Franken). Das bedeutet, tätsstufen, die Erhöhung der Steuerausfallentschädigung

dass, gesamthaft gesehen, die Vorschläge der Kommis- auf 10 Franken pro Kilowatt und die Kompetenzerteilung für

sionsmehrheit eine zusätzliche fiskalische Belastung der periodische Anpassungen an den Bundesrat ausgespro-

Strombezüger im Ausmass von 150 Millionen Franken chen.

bedingen würden. Die LdU/EVP-Fraktion ist mit der Abschaffung der Qualitäts-

Unsere Fraktion-ich habe es gesagt-ist in den Hauptpunk- stufen einverstanden. Ebenfalls stimmt sie einer Erhöhung

ten mit der Kommission einverstanden. Was hingegen die der Steuerausfallentschädigung zu, ebenso der Kompetenz-

Wasserzinse betrifft, hat sie folgende Überlegungen ange- erteilung für periodische Anpassungen an den Bundesrat.

stellt: Der Antrag der Kommissionsmehrheit geht zu weit. Es Die LdU/EVP-Fraktion lehnt aber in ihrer grossen Mehrheit

darf nicht übersehen werden, dass das Problem der Rest- eine reine Erhöhung des Wasserzinses ohne Zweckbindung

wassermengen noch nicht gelöst ist und seinerseits Ver- ab. Sie teilt die Befürchtungen aus Umweltschutzkreisen,

19. Juni 1985 1163 Nutzbarmachung der Wasserkräfte

dass der verstärkte Geldstrom in die Bergkantone zu neuer En définitive, la fixation du montant de la redevance est une

Begehrlichkeit und zum sogenannten Endausbau der Was- affaire d'équilibre entre des intérêts contradictoires et, par

serkraft führen könnte. Weil ihr der Schutz der letzten alpi- conséquent, une affaire qui est largement d'appréciation. A

nen Naturlandschaften ein grosses Anliegen ist, würde sie cet égard, le groupe libéral déplore, quant à lui, la suppres-

die Forderungen der Bergkantone akzeptieren, sofern die sion des degrés de qualité qui étaient un des éléments de

über den Antrag des Bundesrates hinausgehenden Beträge l'appréciation à faire, je dirai un point d'accrochage utile

in einen Fonds geleitet würden, aus welchem Gemeinden pour éviter de tomber dans l'arbitraire. En effet, une eau qui

entschädigt werden, die auf eine Nutzung ihrer Gewässer coule toute l'année a plus de valeur pour le concessionnaire

verzichten oder verzichten müssen. qu'une eau qui ne coule que quelques semaines par an et

Mit dieser Revision des Bundesgesetzes über die Nutzbar- qu'il faut stocker à très grands frais. Il est donc équitable de

machung der Wasserkräfte haben wir die einmalige Gele- faire payer la première de ces eaux plus cher que la

genheit, einerseits den Bergkantonen Gerechtigkeit wider- seconde, même si la seconde permet de produire une éner-

fahren zu lassen und andererseits ein altes und wichtiges gie de pointe, par conséquent une énergie plus chère.

Postulat des Landschaftsschutzes zu verwirklichen. Stim- A cela s'ajoute d'ailleurs que les entreprises qui ont cons-

men Sie in diesem Sinne den Anträgen unserer Fraktion zu. truit les barrages de haute montagne l'ont fait notamment

Die LdU/EVP-Fraktion ist für Eintreten. parce que, grâce à l'institution des degrés de qualité, les

redevances étaient moins élevées. La suppression des

degrés de qualité avant l'amortissement des installations

M. Bonnard: Le groupe libéral entre en matière, non cepen- n'est pas, à l'égard de ces entreprises, un geste parfaitement

dant sans quelques réticences. Il a toujours eu pour les correct. Les inconvénients d'ordre pratique qui ont été invo-

cantons de montagne du respect et de l'estime, car il sait le qués en faveur de ladite suppression ne sont pas sérieux. A

rôle déterminant qu'ils ont joué et qu'ils continuent et conti- l'âge de l'ordinateur, ils ne représentent aucune difficulté

nueront sans doute de jouer. C'est pourquoi, d'ailleurs, nous réelle.

avons toujours appuyé les mesures qui ont été prises pour Si pourtant nous ne faisons pas de proposition de minorité,

leur garantir leur juste part des effets positifs de la crois- c'est que les travaux de la commission nous ont montré que

sance économique. nous étions pratiquement seuls de notre avis; nous ne

Aujourd'hui, pour la première fois, il est, je le répète, plus voulons donc pas vous faire perdre de temps avec une telle

réticent. Je dirai même qu'il n'aime pas ce dossier où il a le proposition. Nous disons cependant notre opinion, parce

sentiment d'être emmené par un courant quasi passionnel que nous sommes convaincus qu'aussitôt passée la passion

plus loin que ne le permettrait une appréciation objective, déclenchée par ce débat, la notion des degrés de qualité

tranquille et équilibrée de l'ensemble des circonstances. refera surface, et il faudra bien en tenir compte d'une

Les propositions de la commission nous apparaissent manière ou de l'autre, parce que c'est une exigence élémen-

comme un désaveu au Conseil fédéral, dont pourtant tous taire de l'équité.

les partis gouvernementaux connaissent l'attitude fonda- Enfin, nous regrettons qu'avec le Conseil fédéral et contre

mentalement positive et généreuse à l'égard des .cantons de l'avis du Conseil des Etats, la commission propose de trans-

montagne. Le Conseil fédéral, à notre avis, ne méritait pas férer au gouvernement la compétence d'adapter le montant

ce désaveu. Nous souhaitons qu'il ne se retourne pas, à de la redevance. Nous faisons, sur ce point, deux observa-

moyen terme, contre ceux qui le lui ont infligé. tions: une première d'ordre purement politique. Nous rappe-

Le Conseil fédéral serait sans doute aujourd'hui dans une lons que si les citoyens renoncent aujourd'hui si souvent à

situation moins inconfortable s'il avait suivi sa première participer aux votations, c'est notamment parce que le pou-

intention, qui était de proposer une révision de l'ensemble voir ne cesse de se déplacer du Parlement au gouverne-

de la loi. En effet, la controverse porte essentiellement sur le ment, c'est-à-dire d'un organe dont les décisions sont sus-

montant des redevances, montant qui dépend, en partie au ceptibles de référendum à un autre organe dont les déci-

moins, des avantages que le concessionnaire retire de la sions ne peuvent être portées devant le peuple. Ce déplace-

concession. Or, la révision d'ensemble portera sur des ques- ment contribue à renforcer l'homme de la rue dans le

tions, telles la modernisation des installations ou le renou- sentiment de son impuissance. Certes, je le reconnais volon-

vellement des concessions, des questions qui ont ou qui tiers, dans chaque cas concret où nous abandonnons notre

auront des incidences sur l'ampleur des avantages résultant pouvoir au Conseil fédéral, nous avons de bonnes raisons

de la concession et, par conséquent, sur le montant des de le faire, mais l'addition de ces cas, leur multiplication,

redevances. conduisent sûrement au résultat que j'ai évoqué, et cela est

De toute évidence, le désir des cantons de montagne eût été politiquement inopportun.

plus aisé à satisfaire si, au lieu de le traiter isolément, le En second lieu, lorsque nous déléguons notre pouvoir au

Conseil fédéral et le Parlement avaient pu le mettre en Conseil fédéral, nous précisons les limites de la délégation.

relation avec les avantages supplémentaires découlant des Or, en l'espèce, nous ne disons rien du tout! Nous permet-

mesures proposées dans une révision totale de la loi. tons au Conseil fédéral d'adapter périodiquement l'indem-

Quel critère utiliser pour fixer le montant des redevances? nité pour perte d'impôt et la redevance, mais nous ne

Nous avons entendu certains collègues prétendre en séance précisons pas quels éléments le Conseil fédéral doit prendre

de commission qu'il faudrait appliquer les règles du marché. en considération pour procéder à l'adaptation. Le message

Sous une forme aussi absolue, une telle affirmation est sans est discret sur ce point, il est muet même en ce qui concerne

doute excessive. En effet, si la constitution confère aux l'article 14; à l'article 49, il se borne à dire que le gouverne-

cantons la compétence de fixer les redevances, elle prescrit ment tiendra compte, notamment, de l'évolution du pouvoir

que celles-ci le seront dans les limites de la législation d'achat de la monnaie. Ainsi, finalement, le Conseil fédéral

fédérale. En l'occurrence, si le constituant a estimé que le pourra faire ce qu'il veut. Je lui demande de préciser sur la

prix de la redevance devait être fixé dans une loi, c'est qu'il a base de quels critères, il entend faire usage du pouvoir qui

considéré que, .pour des motifs d'intérêt public, il n'était pas lui serait ainsi délégué. J'ai déposé une proposition concer-

possible de laisser le prix dépendre uniquement des règles nant les articles 14 et 49 et qui nous permettra de délibérer

du marché. Je crois que cette appréciation est raisonnable. de cette question et, je l'espère, d'y voir plus clair!

Comme agent énergétique, l'eau est un bien d'une impor-

tance vitale, un bien commun à tout le pays et dont ce Künzi: Die FdP-Fraktion hat sich sehr eingehend mit der

dernier doit pouvoir bénéficier à des conditions aussi favo- Botschaft des Bundesrates betreffend die Änderung des

rables que possible. S'il est juste, dès lors, que les cantons Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasser-

qui fournissent l'eau en tirent quelque profit, il est juste kräfte auseinandergesetzt. Sie ist für Eintreten und unter-

aussi que ce profit ne représente qu'une charge modeste stützt im wesentlichen die Stossrichtung des Bundesrates.

pour l'ensemble de la population qui ne peut se passer de Sie begrüsst das zweistufige Vorgehen im Rahmen der

cette eau. Gesetzesrevision. Eine Anpassung bzw. Erhöhung des Was-

Utilisation des forces hydrauliques 1164 N 19 juin 1985

serzinsmaximums hält sie für gerechtfertigt, ebenfalls eine Franken pro Jahr. Die Stromkosten gehen im weiteren in

solche der Steuerausfallentschädigung. Die FdP opponiert den Index ein. Hingegen wird die Wirtschaft in gewissen

auch der Abschaffung der Qualitätsstufen nicht, obschon Zweigen wesentlich mehr Mühe haben, grössere Aufschläge

diesbezüglich Bedenken in der Fraktion geäussert wurden. zu verkraften. Dasselbe gilt für die SBB. Ich denke da vor

Die FdP-Fraktion hat sich bei Artikel 49 Absatz 1 mehrheit- allem an die Diskussionen um Tarifreduktionen, und jetzt

lich der Minderheit Eng angeschlossen, wobei eine Minder- werden die Bundesbahnen ganz wesentlich zusätzlich bela-

heit unserer Fraktion dem Ständerat oder der Mehrheit der stet. Denken wir daran, dass weitere Belastungen des Stro-

Kommission zustimmen wird. In den weiteren Punkten mes nicht auszuschliessen sind.

schliessen wir uns den Kommissionsanträgen an. Aus diesen Überlegungen möchte die FdP-Fraktion im Rah-

Eine besonders umfangreiche Diskussion wurde in unserer men der vorgeschlagenen Lösungen einen vertretbaren Mit-

Fraktion in Richtung Höchstansätze nach Artikel 49 Absatz 1 telweg einschlagen, den sie im Minderheitsantrag Eng ver-

geführt. Der heutige Höchstansatz im Jahr beträgt - wir wirklicht sieht. Bei diesen Überlegungen spielten die Vor-

wissen es - 27 Franken pro Bruttokilowatt. 35 Prozent wäre teile, welche die konzessionsgebenden Kantone bereits

die Teuerungsanpassung seit 1976. Der Bundesrat schlägt geniessen, sicher auch eine Rolle. Zu berücksichtigen sind

eine SOprozentige Erhöhung, also auf 40 Franken pro Kilo- nämlich die weiteren Leistungen, die den Wasserkraftwer-

watt, vor (35 Prozent Teuerung, 15 Prozent reale Erhöhung). ken abgefordert werden. Die Kraftwerke bezahlen bedeu-

Mit der vorgesehenen Abschaffung der Qualitätsstufen tende Steuern an Gemeinden, Kantone und Bund. Weiter

resultiert nach Bundesrat eine Erhöhung von 71 Prozent. sind zu nennen die Abgabe von Vorzugsenergie wie Gratis-

Wenn bisher gesamthaft 110 Millionen Franken an Wasser- und Selbstkostenenergie an die Standortgebiete sowie die

zinsen vorwiegend an die Bergkantone geliefert wurden, so Förderung der lokalen Wirtschaft ganz allgemein. Auch die

erhöht sich dieser Betrag auf die respektable Summe von Heimfallprivilegien fallen sicher ins Gewicht.

190 Millionen Franken. Nach Ständerat, noch etwas ver- Ich komme zum Schluss und bitte Sie nochmals namens der

schärft durch unsere nationalrätliche Kommission, die die FdP-Fraktion, auf die Vorlage einzutreten und dem Minder-

Staffelung weglässt, ergäbe sich eine Erhöhung von 135 bis heitsantrag Eng zuzustimmen. Wir helfen damit dem Berg-

140 Prozent, was einer frankenmässigen Erhöhung von 110 gebiet und schaffen keine besonderen Härten in anderen

Millionen auf 260 Millionen Franken entsprechen würde. Richtungen.

Unsere Fraktion unterstützt einhellig, wie schon erwähnt,

eine Erhöhung der Wasserzinsen. Die Teuerungsanpassung Wellauer: Die Anpassung des Wasserzinsmaximums ist in

steht sowieso ausser Diskussion. Wir sind aber auch bereit, der CVP-Fraktion unbestritten. Wir beantragen Ihnen des-

im Sinne einer zusätzlichen Leistung für die vorwiegend halb Eintreten auf die Vorlage und zeigen damit ein gewis-

betroffenen Bergkantone weiterzugehen und unterstützen ses Verständnis für die Anliegen der Bergkantone.

deshalb die Minderheit, die über den Bundesrat hinausgeht, Die Wasserkraft ist ein sehr kostbares Umweltgut. Es

indem sie statt 40 Franken 45 Franken vorschlägt. Wir möch- erscheint uns deshalb angezeigt, zur Höhe des Wasserzin-

ten damit dem Berggebiet eine entsprechende finanzielle ses einige grundsätzliche Überlegungen zu machen. Über

Mehrleistung zugestehen und glauben aus Überlegungen, einen tiefen Wasserzins ist bisher - seit 1916 - der Ausbau

auf die ich noch eingehen möchte, eine vernünftige, gang- der Wasserkraft und damit die Elektrifizierung des Landes

bare und vertretbare Lösung gefunden zu haben. Die weiter- gefördert worden. Diese Zielsetzung kann heute als erreicht

gehenden Lösungen des Ständerates und der nationalrätli- betrachtet werden. Dabei haben vor allem unsere Bergge-

chen Kommission lehnen wir mehrheitlich ab. Sie gehen meinden und Gebirgskantone mit einer geringen Steuer-

uns, nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen, zu weit. und Finanzkraft, aber mit sehr grossen Aufgaben, beigetra-

Wie schon erwähnt, sind wir, um dem Berggebiet entgegen- gen. Sie haben bisher auf die volle Ausschöpfung dieser

zukommen, auch bereit, der Abschaffung der Qualitätsstu- Ressource verzichtet. Wir sind überzeugt, sie werden ihre

fen zuzustimmen, obschon wir hier auch ein gewisses Ver- Wasserkräfte zur Gewinnung von preisgünstiger Elektrizität

ständnis vor allem den Überlegungen der Kraftwerke entge- auch weiterhin zur Verfügung stellen. Dadurch wird die

genbringen müssen, die natürlich mit Recht darauf hinwei- Schweiz auch in Zukunft über eine sichere, umweltfreundli-

sen, dass die Einführung der Qualitätsstufen in engem che und preisgünstige Elektrizitätsversorgung verfügen,

Zusammenhang mit dem kostspieligen Bau der grossen was im internationalen Wettbewerb einen wichtigen Stand-

Speicherkraftwerke in den Alpen stand. Der Bau dieser ortvorteil bedeutet.

grossen und teuren Speicheranlagen in den Alpen fiel sei- Die allgemeine Aufwertung der Umweltaspekte, aber auch

nerzeit mit der Einführung der Qualitätsstufen zusammen. die teuren Produktionskosten von Strom aus Atomkraftwer-

Die Bergkantone waren damit einverstanden. Dabei war ken haben zur Folge, dass die Wasserkraft, die zur Gewin-

unter anderem auch die Höhe des Wasserzinses ein Krite- nung von elektrischer Energie gebraucht wird, in Zukunft

rium bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Eine nun nach- etwas höher bewertet werden muss. Nachdem der Ausbau

trägliche Aufhebung der Qualitätsstufen verstosse, wie es der Wasserkräfte kein wirtschaftliches Risiko mehr darstellt,

von Kraftwerkseite her lautet, gegen Treu und Glauben. stellt sich überhaupt die Frage nach der Berechtigung die-

Trotz diesen Bedenken unterstützen wir hier den Bundesrat, ser bundesrechtlichen Preiskontrolle. Müsste bei der Festle-

der sich für die Abschaffung der Qualitätsstufen einsetzt. gung des Wasserzinses nicht auch die freie Marktwirtschaft

Die Begründung des Minderheitsantrages - Herr Eng wird herrschen? Seit 1970 haben wir uns daran gewöhnt, Ölpreis-

dazu noch sprechen - basiert aus wirtschaftlicher Sicht auf schwankungen hinzunehmen, während bei unseren einhei-

folgenden Überlegungen: mischen Energieträgern noch die alten Vorstellungen herr-

Die vorgesehenen Erhöhungen der Wasserzinsen und die schen. Es gibt doch kein Recht auf billigen Strom! Eine

Abschaffung der Qualitätsstufen trifft nicht etwa die Strom- Höherbewertung der Wasserkraft entspricht auch den Ziel-

produzenten, sondern praktisch ausschliesslich die Konsu- setzungen der Gesamtenergiekonzeption sowie den

menten, auf welche die Mehrkosten weitgehend abgewälzt Anstrengungen für die Berggebiete. Wir sind uns bewusst:

werden. Wie Herr Martignoni betonte, möchte ich nochmals Jede Erhöhung des Wasserzinses führt zu einer Erhöhung

erwähnen: Auf die Haushalte werden Mehrkosten pro Jahr des Strompreises, auch wenn es sich nur um bescheidene

von etwa 41 Millionen Franken entfallen, auf die Landwirt- Ansätze von nicht einmal 1 Rappen pro Kilowatt handelt.

schaft 3 Millionen, die Industrie und das Gewerbe 64 Millio- Berappen muss dies nicht der Bund. Betroffen werden die

nen, die Dienstleistungen tragen Mehrkosten von 29 Millio- Konsumenten und die vor allem im internationalen Wett-

nen Franken, und auf den Verkehr- das möchte ich noch kampf stehende Wirtschaft.

besonders erwähnen - entfallen Mehrkosten von gegen 13 Wir müssen doch zugestehen, dass die Bergkantone (mit

Millionen. Das ergibt die schon früher erwähnten Mehrko- Ausnahme des Tourismus) in wirtschaftlicher Hinsicht viele

sten von 150 Millionen. Nachteile in Kauf zu nehmen haben. Mit einem Wasserzins

Es darf festgehalten werden, dass die Mehrkosten bei den als politischem Preis lässt sich - losgelöst vom Markt - ein

Haushalten nicht besonders ins Gewicht fallen: etwa 17 Ausgleich schaffen. Damit werden die Gemeinwesen im

19. Juni 1985 N 1165 Nutzbarmachung der Wasserkräfte

Berggebiet in die Lage versetzt, ihre Entwickungsbemühun- Augmenter avec équité la redevance hydraulique signifie

gen aus eigenen Finanzmitteln zu verstärken. soutenir les efforts entrepris dans les régions périphériques

Die Fraktion der CVF stimmt deshalb mehrheitlich bei der pour réduire leur dépendance économique et financière.

Festsetzung des maximalen Wasserzinses der Lösung des Pour éviter de parler de colonialisme à l'intérieur du pays -

Ständerates zu. Er liegt etwa in der Mitte zwischen der on en parle aussi - il faut rompre le cercle vicieux, il faut

Mehrheit und Minderheit der Kommission und berücksich- «aider à s'entraider». Si l'on se déclare partisan de la loi du

tigt eine angemessene Teuerung bis zum Jahre 1990. Eine marché, il faut l'appliquer à l'économie hydraulique égale-

Minderheit der Fraktion unterstützt den Antrag der Kommis- ment.

sionsmehrheit. Bei der Steuerausfallentschädigung, die der Venons-en à la suppression des degrés de qualité. Là, nous

Bund oder seine Regiebetriebe für die Inanspruchnahme sommes en complet désaccord avec M. Bonnard et M.

der Wasserkraft anstelle der Steuereinnahmen leisten, Künzi. Introduites en 1952, les degrés de qualité ont grande-

erachten wir die von der Kommission vorgeschlagene ment défavorisé les cantons de montagne. Les degrés de

Anpassung als angemessen. qualité ont fait baisser le montant de la redevance de 10 à 15

Wir empfinden es als stossend, dass finanzschwache Berg- pour cent pour les centrales à barrage. Or, l'énergie d'accu-

kantone Bundesbetriebe subventionieren, indem ihre Was- mulation est celle qui a le plus de valeur puisqu'elle est

serkräfte von diesen gegen eine ungenügende Entschädi- utilisable sur demande. La prétendue mauvaise qualité d'uti-

gung beansprucht werden. Die Aufhebung der Qualitätsstu- lisation est un avantage pour les centrales électriques. Le

fen war bei uns unbestritten. Wir sind auch der Meinung, Conseil fédéral, le Conseil des Etats ainsi que votre commis-

dass der Bundesrat am besten in der Lage ist, den Wasser- sion sont d'accord de supprimer les degrés de qualité.

zins und die Steuerausfallentschädigung den Verhältnisen Le nucléaire est un agent énergétique qui alimente les

anzupassen. Damit wird auch das Parlament entlastet. Mit tensions politiques et sociales. La consommation d'électri-

der Kompetenzübertragung an den Bundesrat muss das cité a augmenté, mais une multiplication des barrages,

Mitspracherecht des Parlamentes nicht automatisch ausge- Monsieur Maeder, n'est pas possible. Vous savez que l'initia-

schaltet werden. Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, tive populaire «pour la sauvegarde de nos eaux» et la

ein Mitspracherecht zu sichern. nouvelle sensibilité écologiste, qui n'est pas le monopole

In diesem Sinne beantrage ich Ihnen Eintreten auf die Vor- d'un seul parti, ne favorisent pas leur développement. Vos

lage. préoccupations, Monsieur Maeder, sont aussi les nôtres.

Comme agent énergétique l'eau a pris de la valeur. La

M. Robbiani: Le groupe socialiste soutient toutes les propo- présidente de la commission l'a rappelé. La précarité des

sitions de la majorité de la commission. Dans cette affaire la sources énergétiques, nucléaire, gaz et pétrole, s'est réper-

géographie prime l'idéologie. Je m'exprime ici non en tant cutée sur les prix. En laissant jouer la concurrence le prix de

que Tessinois mais comme socialiste, un socialiste moder- l'hydroélectricité aurait au moins atteint le prix de l'énergie

niste qui croit à la liberté du marché - oui Monsieur Bon- nucléaire.

nard! - et qui se bat pour la justice et l'équité tant dans le L'augmentation des redevances n'aura qu'une faible réper-

secteur économique que dans le secteur fiscal. Personnelle- cussion sur la consommation, Monsieur Wellauer, 2 à 3 pour

ment, je refuse la confrontation entre les cantons de plaine cent au maximum. Mais quels avantages pour l'environne-

industrialisés et les cantons de montagne, producteurs ment! Les forces hydrauliques ne polluent pas, elles ména-

d'énergie. Je ne me considère guère comme un «cheikh de gent l'environnement, elles sont renouvelables et ont l'avan-

l'OPEP des Alpes». Je refuse aussi la confrontation entre tage de se trouver en Suisse. Le respect de l'environnement

producteurs et consommateurs. Il s'agit de déterminer un a un prix et les consommateurs sont des écologistes. N'ou-

prix équitable pour l'ensemble du pays et de sa population. bliez pas, chers collègues Herbert Maeder et Monika Weber,

L'entrée en matière n'est pas combattue, même les entre- qu'il y a aussi des consommateurs dans les cantons de

prises électriques ne sont pas opposées à une adaptation du montagne. L'augmentation relative - je le répète - sera aussi

taux maximal de redevance. payée par les consommateurs du Tessin, du Valais, d'Uri et

Pourtant, être d'accord sur le fond ne suffit pas. Le respect des Grisons.

et l'estime - hélas! Monsieur Bonnard! - n'ont pas de prix. Pour des considérations politiques, énergétiques, écologi-

Le taux maximal était de 6 francs en 1916. Ce montant ques et économiques, le groupe socialiste votera et vous

correspondait au salaire journalier d'un ouvrier. Aujourd'hui propose également de voter l'entrée en matière. Il nous

même 54 francs ne couvrent pas le montant d'un salaire demande de porter à 10 francs la compensation partielle

journalier. Si l'on considère que la rémunération de la main- pour la perte d'impôt, de fixer la redevance à 54 francs à

d'œuvre est égale à la matière première, qui représente la partir de 1985 et d'approuver la suppression des degrés de

force hydraulique, il faut multiplier par 25 le montant de qualité, donc de suivre la majorité de votre commission, cela

1916, on arrive alors à 150 francs, c'est-à-dire 2,5 fois la pour une question de justice économique, de juste prix et

redevance proposée par la majorité de la commission. Il ne non pour une question de solidarité, de compréhension

s'agit pas d'une question de solidarité, mais de simple confédérale ou pour accomplir un geste généreux envers

équité et de prix convenable. Si l'on faisait fonctionner les cantons de montagne. Personnellement, j'appuierai éga-

librement les lois du marché, il faudrait supprimer le plafond lement les propositions de MM. Maeder et Nef. En revanche

et le caractère politique de la redevance. Une réglementa- je considère que la proposition de M. Stucky n'a pas place

tion conforme au système de l'économie de marché devrait dans cette loi.

permettre un prix trois fois supérieur au prix actuel. C'est

une affaire d'équilibre, de juste équilibre, Monsieur Bon- M. Carobbio: Contrairement au groupe libéral, le groupe du

nard. Echelonner la hausse de la redevance, comme pro- Parti du travail, du Parti socialiste autonome et du POCH

posé par le Conseil des Etats, est un compromis mais c'est entrera sans hésitation en matière sur le projet de modifica-

un compromis qui n'est ni équilibré ni juste. C'est au con- tion de la loi en discussion, même s'il s'agit seulement d'une

traire une prolongation de l'injustice. révision partielle. Pour notre part, nous estimons qu'une

Il faut choisir entre une politique économique décentralisée telle modification s'impose, ne serait-ce que pour adapter

et autonome et une politique centralisée des subsides et des les taux maximaux des revedances au renchérissement. Il

subventions. Comme pour l'aide au développement des semble que nous soyons tous d'accord sur ce point.

pays étrangers, il faut «aider à s'entraider». L'exploitation Mais à notre avis, la modification doit, pour une question

des ressources naturelles c'est l'affaire des cantons. Cette d'équité et de justice, porter sur une augmentation plus

exploitation est la seule possibilité de rompre le cercle substantielle des redevances pour les adapter au prix réel. Il

vicieux de l'économie régionale en difficulté, économie sou- est notoire, et le rapporteur de langue allemande l'a très

tenue par la Confédération avec la politique des subsides. bien démontré dans son rapport, que la force hydraulique

Ces derniers paralysent l'initiative cantonale. L'habitude de constitue la seule richesse avec le tourisme dont disposent

compter sur l'aide de la Confédération renforce la passivité. les régions périphériques et les régions de montagne.

Utilisation des forces hydrauliques 1166 N 20 juin 1985

Jusqu'ici, surtout depuis que la consommation de l'énergie #ST# Fünfzehnte Sitzung - Quinzième séance

électrique s'est développée, il faut bien reconnaître que ce

sont tout particulièrement les autres qui ont profité de cette

richesse, peut-être aussi par la faute des intéressés - mais Donnerstag, 20. Juni 1985, Vormittag

tel n'est pas notre propos aujourd'hui. De plus, les sociétés Jeudi 20 juin 1985, matin

d'électricité privées et publiques ont souvent leur siège en 8.00h

dehors des régions de montagne et les distributeurs d'éner-

gie électrique des cantons sont situés en plaine. L'adapta- Vorsitz - Présidence: Herr Koller Arnold

tion substantielle des redevances permettrait donc de corri-

ger cette situation. On pourrait ainsi reconnaître dans les

faits le droit des cantons de montagne de toucher une part

équitable du rendement de l'utilisation de cette force

hydraulique; cela d'autant plus que, sur le plan économique 84.086

- ce fait a déjà été relevé - nous sommes, en matière

d'utilisation de ces forces hydrauliques, confrontés à une Nutzbarmachung der Wasserkräfte.

situation spéciale de prix contrôlés, ce qui n'est pas le cas Änderung des Bundesgesetzes

dans d'autres domaines. Utilisation des forces hydrauliques.

Cette situation qui, par le passé, se justifiait, pénalise aujour- Modification de la loi

d'hui les régions de montagne, les régions périphériques et,

de façon générale, les régions économiquement les plus

faibles. Tous ceux qui prônent la libre formation des prix Fortsetzung - Suite

selon les lois du marché devraient logiquement être parti- Siehe Seite 1159 hiervor- Voir page 1159 ci-devant

sans de laisser les cantons et les régions périphériques

entièrement libres de fixer le prix pour l'utilisation des droits

hydrauliques. Mais ils devraient, pour le moins, être favora-

bles à une adaptation substantielle des redevances en dis-

cussion. D'un point de vue politique, une telle adaptation se Präsident: Es folgen die Einzelredner.

justifie aussi dans le cadre de la politique d'aide aux régions

de montagne. D'ailleurs, tous les partis ont prévu, dans leur Giger: Die gemäss Kommissionsvorschlag beantragte Erhö-

programme, de favoriser le développement économique de hung des Wasserzinsmaximums von 27 auf 54 Franken pro

ces régions. Or, la manière la plus efficace d'aider ces Kilowatt bringt zusammen mit der Abschaffung der Quali-

régions à se développer économiquement est de leur assu- tätsstufe eine gesamthafte Erhöhung von 168 Millionen

rer un prix de revient équitable de leurs richesses princi- Franken pro Jahr, das sind 130 Prozent. Diese massive

pales. Anpassung der Wasserzinse erklärt sich aus den Bestrebun-

Les adversaires d'une augmentation des redevances à gen, die Stellung der Bergkantone zu verbessern. Dass eine

54 francs rétorquent que ce renchérissement se répercutera solche Zielsetzung verfolgt wird, ist an und für sich ver-

sur les prix aux consommateurs et aura des effets négatifs ständlich. Mit diesen Forderungen werden aber die Strom-

sur l'économie. Ainsi, à leur avis, les plus faibles devront tarife sehr ungünstig beeinflusst. Für die angestrebte Bes-

encore payer la facture car le coût de la vie augmentera. serstellung der Gebirgskantone hat also letztlich der Strom-

Nous ne contestons pas le fait que l'augmentation des konsument- Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Haus-

redevances se répercutera sur les prix aux consommateurs, halte - aufzukommen. Ich bin zwar überzeugt, dass die

mais il ne faut pas oublier que la part des redevances a un Haushalte als einzige dieser Bezügergruppe in der Lage

effet minime sur la formation des prix de l'électricité (entre wären, den Preisaufschlag durch Stromeinsparungen zu

un quart et un tiers de centime à l'heure actuelle). kompensieren.

L'adaptation à 54 francs proposée par la majorité de la Die beantragte Abschaffung der Qualitätsstufen führt - wie

commission ne sera donc pas excessive et sera parfaitement bereits erwähnt - zu einer zusätzlichen Mehrbelastung.

supportable. Allein schon gegen dieses Vorhaben sind einige grundsätzli-

Notre groupe considère que l'adaptation substantielle prô- che Bedenken anzubringen. Die bisherige Differenzierung,

née par la majorité de la commission se justifie. Il appuie welche die unterschiedliche Güte der anfallenden Wasser-

concrètement les propositions de la majorité de la commis- kraft bei der Festlegung der Wasserzinse berücksichtigte, Ist

sion, c'est-à-dire une augmentation à 10 francs par an et par meiner Meinung nach sachlich gerechtfertigt. Eine nach

kilowatt théorique installé à titre de compensation pour la Qualitätsstufen ausgerichtete Berechnung des Wasserzin-

perte d'impôts cantonaux et communaux et une augmenta- ses wurde in der Verordnung von 1918 festgelegt und 1952

tion à 54 francs par kilowatt théorique installé de la rede- im Gesetz verankert; sie wurde bei der Erhöhung der Was-

vance annuelle. Il approuve aussi la proposition de ne plus serzinse von 1967 und 1976 entgegen den Bedenken der

prévoir de différenciation de prix selon la qualité de l'eau. Gebirgskantone beibehalten.

Une telle distinction - d'autres l'ont déjà souligné - ne se Der Antrag der Kommissionsmehrheit lässt offenbar die

justifie plus de nos jours. Tatsache ausser acht, dass es für die E-Werke ohnehin nicht

leicht ist, die weitere Entwicklung des Strompreises inner-

Präsident: Die Fraktion der Nationalen Aktion/Vigilants teilt halb jener Grenzen zu halten, die für Wirtschaft und Bevöl-

mit, dass sie für Eintreten auf die Vorlage votiert. kerung noch tragbar sind. Neben dem Mehraufwand aus der

Nachdem alle Fraktionssprecher gesprochen haben, bean- Anpassung der Zinse üben weitere Kostenfaktoren ihren

trage ich Ihnen, hier die Rednerliste zu schliessen. Es haben ungünstigen Einfluss auf die Strompreise aus. In diesem

sich noch zehn Einzelredner eingeschrieben. Zusammenhang sei beispielsweise auf die teurere Produk-

tion aus neuen Kernenergieanlagen, die hohen Gestehungs-

Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen kosten neuer Wasserkraftanlagen, die hohen Investitionen

Le débat sur cet objet est interrompu für die Erhaltung der bestehenden Wasserkraftanlagen, auf

die Energieverluste durch erhöhte Restwasserauflagen, die

grossen Aufwendungen für die Hydroelektrizität im Moment

der Erneuerung von auslaufenden Konzessionen und

Schluss der Sitzung um 22.50 Uhr.

schliesslich auch auf die kostspieligen Ausbauten der Über-

La séance est levée à 22 h 50 tragungs- und Verteilnetze hingewiesen.

Offensichtlich ist, dass die beantragte Erhöhung des Was-

serzinsmaximums bei gleichzeitiger Abschaffung der Quali-

tätsstufen zu einer Mehrbelastung führt, die das Ausmass

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Nutzbarmachung der Wasserkräfte. Änderung des Bundesgesetzes

Utilisation des forces hydrauliques. Modification de la loi

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1985

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 14

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 84.086

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.06.1985 - 20:00

Date

Data

Seite 1159-1166

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