Federal Council Responds to Social Insurance Premium Distribution Concerns
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document consists of a series of urgent interpellations and a response from the Federal Council regarding upcoming social insurance reforms in Switzerland. The primary concern is the distribution of premiums for accident insurance under the new law, particularly for public sector employees, and how this aligns with private sector practices. Questions are raised about the fairness of employers, specifically the federal government, bearing a disproportionate share of non-occupational accident insurance premiums compared to employees. The interpellations also touch upon broader issues like the integration of cost-of-living adjustments into pension funds, the potential for increased healthcare costs, and the overall financial burden on the federal budget due to employee benefits. The Federal Council's response, while acknowledging some of the concerns, defends the current premium distribution for non-occupational accidents as consistent with practices in other public administrations and some private companies, and indicates that adjustments will be considered in light of broader reforms to pension and healthcare systems.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 91 dieses, Art. 2 tion, Art. 2 soll, Art. 91, 2e alinéa de la nouvelle loi sur l'assurance-accidents; Federal Council Responds to Social Insurance Premium Distribution Concerns: The primary concern is the distribution of premiums for accident insurance under the new law, particularly for public sector employees, and how this aligns with private sector practices. Questions are raised about the fairness of employers, specifically the federal government, bearing a disproportionate share of non-occupational accident insurance premiums compared to employees. The interpellations also touch upon broader issues like the integration of cost-of-living adjustments into pension funds, the potential for increased healthcare costs, and the overall financial burden on the federal budget due to employee benefits. The Federal Council's response, while acknowledging some of the concerns, defends the current premium distribution for non-occupational accidents as consistent with practices in other public administrations and some private companies, and indicates that adjustments will be considered in light of broader reforms to pension and healthcare systems.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the legal basis for the principle that premiums for non-occupational accidents are borne by the employee, with reservations for agreements in favor of the employee.
Cited as the legal basis for the principle that premiums for non-occupational accidents were borne by the insured.
Volltext
Interpellation urgente Basler 1738 N 12 décembre 1983
Frage 19: Für die Schweizerische Unfallversicherung ist daher der
Ziegler. Leerwohnungszählung I.Januar 1984 ein wichtiges Ereignis. Die Mehrzahl der
Recensement de logements vides Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft wird nun, wie es das
Gesetz vorsieht, mit Nichtbetriebsunfallversicherungs-Prä-
Am 25. Oktober 1983 hat das BIGA den zuständigen mien belastet, die bei 1,2 Prozent des versicherten Lohnes
Gemeindestellen mitgeteilt, dass die Leerwohnungszählung für Männer bzw. bei 0,8 Prozent für Frauen liegen.
vom 1. Dezember 1983 ausfällt bzw. auf den 1. Mai 1984 Ich ersuche daher den Bundesrat, sich zu folgenden Fragen
verschoben wird. Dies bedeutet, dass für das Jahr 1983 die zu äussern:
besonders für die Unterstellung von Gemeinden unter den
Missbrauchsbeschluss und für die Wohnbauplanung der 1. Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass mit dem
verschiedenen Wohnbauträger wichtigen Angaben fehlen. Inkrafttreten des neuen UVG die Prämien für die NBU dem
Der Bundesrat wird um Antwort auf folgende Fragen er- Gesetz entsprechend neu zu verteilen sind? Bei den öffentli-
sucht: chen Verwaltungen auf kantonaler und kommunaler Ebene
bestehen Vereinbarungen mit dem Personal, wonach der
1. Aus welchen Gründen wurde auf die Leerwohnungszäh- Arbeitgeber die Prämien voll, teilweise oder nicht über-
lung 1983 verzichtet? nimmt. Dabei werden aber auch Zusatzversicherungen
2. Ist gewährleistet, dass die Zählung in Zukunft lückenlos zugunsten des Personals mit Prämien zulasten der Arbeit-
stattfindet, und dass auch die statistischen Angaben über geber abgeschlossen. Gemäss Voranschlag 1984 der Eid-
die Wohnbautätigkeit den interessierten Kreisen fortan in genossenschaft soll der Arbeitgeber Bund auch künftig zwei
der bisherigen Genauigkeit und Vollständigkeit zur Verfü- Drittel der Nichtbetriebsunfall-Prämien übernehmen. In Ana-
gung stehen werden ? logie zur bevorstehenden Arbeitszeitverkürzung, die als
Anpassung an die Verhältnisse in der privaten Wirtschaft
Bundesrat Purgier: Auf die Leerwohnungszählung wird erfolgen soll, wäre eine Angleichung der Prämienleistung
nicht verzichtet. Sie wird lediglich verschoben. Diese Ver- am Platz.
schiebung vom I.Dezember 1983 auf einen Stichtag im 2. Auf den 1. Januar 1985 tritt das nächste grosse Sozial-
Frühjahr 1984 - voraussichtlich 1. Mai - ist eine Rationalisie- werk, das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge
rungsmassnahme, die mit der verschärften Personal bewirt- (BVG), in Kraft. Ist der Bundesrat bereit, diesmal die Gele-
schaftung zusammenhängt. Mit der Umdatierung dieser genheit dazu zu benutzen, um eines der Hauptziele dieses
Erhebung können die um die Jahreswende herrschenden Gesetzes, die Freizügigkeit zwischen privater und staatli-
Spitzenbelastungen abgebaut und die Arbeiten gleichmässi- cher Anstellung, zu verwirklichen? Gegenwärtig sind bei
ger auf das Jahr verteilt werden. Die Leerwohnungszählung dieser beruflichen Vorsorge rund 15 Prozent der Bezüge des
und die Jahreserhebung über die Wohnbautätigkeit wurden Bundespersonals, die Teuerungszulagen, nicht in der Pen-
nämlich bisher - wie Herr Nationalrat Ziegler weiss - gleich- sionskasse versichert.
zeitig durchgeführt, und das ergab beim bestehenden Per-
sonalproblem erhebliche zusätzliche Schwierigkeiten. - Wie gedenkt der Bundesrat diesen ab 1985 obligatorisch
Ein zweiter Punkt: Die Mitarbeit der Gemeinden bei der zu versichernden Teil in die versicherten Verdienste einzu-
Leerwohnungszählung dürfte gewährleistet sein, so dass bauen?
diese Erhebung lückenlos, regelmässig und auch im bisheri- - Was hat der Bundesrat für Massnahmen getroffen, um die
gen Umfang weitergeführt werden kann. Das gilt mit Bezug hohen Defizite im Deckungskapital der Pensionskassen des
auf die Genauigkeit und die Vollständigkeit. Das gilt grund- Bundes abzubauen, die vom wiederholten Einbau von Teue-
sätzlich auch für die Wohnbaustatistik. Allerdings soll diese rungszulagen ohne Beteiligung vom Arbeitgeber und Arbeit-
Erhebung in Zukunft statt monatlich - in 96 Städten - bzw. nehmer herrühren?
halbjährlich - in den 635 Gemeinden mit über 2000 Einwoh- 3. Die Kommission der Kranken- und Mutterschaftsversi-
nern - nur noch einmal pro Jahr in allen Gemeinden durch- cherung sieht ebenfalls die Einführung einer obligatori-
geführt werden. schen, paritätisch getragenen Krankentaggeldversicherung
Ich hoffe, dass ich Herrn Ziegler mit dieser Antwort beruhi- vor, die das Zwei- bis Dreifache der Prämienbeträge dieser
gen konnte. Nichtbetriebsunfallversicherung ausmacht. Gedenkt der
Bundesrat mit gleicher Begründung, nämlich dass der Bund
als Arbeitgeber alle Ausfalltage trage, auch hier die Bundes-
bediensteten von Prämien für Krankentaggeld auszu-
nehmen?
4. Trifft es zu, dass ab 1984 die Bezüge und Gehälter ein-
83.913
#ST#
schliesslich Teuerungszulagen um durchschnittlich 32 Pro-
zent erhöht werden müssen, um die totalen Arbeitgeberlei-
Dringliche Interpellation Basler stungen an das Bundespersonal zu ermitteln?
Unfallversicherung bei öffentlicher Anstellung
Texte de l'interpellation du 28 novembre 1983
Interpellation urgente Basler La nouvelle loi sur l'assurance-accidents entre en vigueur le
Assurance-accidents dans la fonction publique 1" janvier 1984. Elle fait obligation à tous les travailleurs
occupés en Suisse de s'assurer contre les accidents. L'arti-
cle 91 de cette loi règle comme il suit la question du
paiement des primes:
Les primes de l'assurance obligatoire contre les accidents
Wortlaut der Interpellation vom 28. November 1983 et maladies professionnels sont à la charge de l'employeur.
Am 1. Januar 1984 tritt das neue Unfallversicherungsgesetz 2
Les primes de l'assurance obligatoire contre les accidents
in Kraft. Es zwingt alle in der Schweiz beschäftigten Arbeit- non professionnels sont à la charge du travailleur. Les
nehmer, sich gegen Unfälle zu versichern. Die Prämien- conventions contraires en faveur du travailleur sont réser-
pflicht ist im Artikel 91 dieses Gesetzes wie folgt geregelt: vées.
' Die Prämien für die obligatorische Versicherung der De ce fait, le 1er janvier 1984 fera date pour la Caisse
Betriebsunfälle und Berufskrankheiten trägt der Arbeit- nationale suisse d'assurance en cas d'accidents. La majorité
geber. des travailleurs du secteur privé auront donc à leur charge,
Die Prämien für die obligatorische Versicherung der Nicht- ainsi que le prévoit la loi, les primes de l'assurance contre
berufsunfälle gehen zulasten des Arbeitnehmers. Abwei- les accidents non professionnels, primes qui sont fixées à
chende Abreden zugunsten des Arbeitnehmers bleiben vor- 1,2 pour cent du gain assuré pour les hommes et à 0,8 pour
behalten. cent pour les femmes.
12. Dezember 1983 N 1739 Dringliche Interpellation Basler
Compte tenu de ce fait, je prie le Conseil fédéral de faire Nichtbetriebsunfallprämie. Man könnte einwenden, der
connaître son avis sur les questions suivantes: Bund solle ruhig Abweichungen zugunsten seiner Arbeit-
1. Le gouvernement n'estime-t-il pas, lui aussi, qu'à l'entrée nehmer vornehmen. Nun, das tut er immer noch, selbst
en vigueur de la LAA, il faudrait procéder à une nouvelle wenn diese obligatorische Nichtberufsunfallprämie voll von
répartition des primes de l'assurance contre les accidents den Bundesbediensteten getragen würde. Denn der Arbeit-
non professionnels, répartition qui soit conforme aux geber Bund zahlt auch bei Nichtbetriebsunfällen das volle
termes de la loi? Les administrations publiques au niveau Gehalt des Versicherten über ein Jahr hinweg, also auch
cantonal et communal ont passé des conventions avec leur einschliesslich der Karenztage; während die SUVA den Ver-
personnel, en vertu desquelles l'employeur prend les primes sicherten nur 80 Prozent des Lohnes ab drittem Ausfalltag
totalement ou partiellement en charge, ou les met à la vergütet.
charge des employés. Mais à cela viennent parfois s'ajouter Wir haben uns in der Finanzkommission darüber aufgehal-
des assurances complémentaires en faveur du personnel, ten: Der Bund hätte die Gelegenheit benutzen sollen, seine
dont les primes sont payées par l'employeur. Selon son Beitragsstruktur - mit dem Inkrafttreten des neuen Unfall-
budget pour 1984, la Confédération, en tant qu'employeur, versicherungsgesetzes - jener des Gesetzes und damit den
prendra aussi à sa charge deux tiers des primes de l'assu- Verhältnissen der Privatwirtschaft anzugleichen.
rance contre les accidents non professionnels. Il serait sou- Seitens des Bundes wurde uns mitgeteilt, dass erstens für
haitable que le secteur public adapte ses prestations en, ihn keine finanziellen Veränderungen entstehen würden,
matière de primes à celles du secteur privé, tout comme il wenn er seine bisherige Praxis der Eigenversicherung teil-
devra s'aligner sur ce dernier pour ce qui est de la réduction weise der SUVA abtrete, dass zweitens die Mitteilungen an
de la durée du travail. die Versicherten und die Engagements mit der Versicherung
bereits rechtlich verpflichtend seien, drittens auch die PTT
2. Le 1er janvier 1985 entrera en vigueur la prochaine grande
und SBB einbezogen werden müssten.
loi sociale, soit la loi fédérale sur la prévoyance profession-
Wir sehen ein, dass diese Vertragswerke nicht mehr auf den
nelle (LPP). Le Conseil fédéral est-il disposé cette fois à
I.Januar 1984 geändert werden können. Aber Sinn und
profiter de l'occasion qui est ainsi donnée de réaliser un des
Zweck dieser dringlichen Interpellation ist es, im Land
objectifs principaux de cette loi, c'est-à-dire le libre-passage
herum bekanntzumachen, dass über die Unfallversicherung
entre le secteur privé et le secteur public? Actuellement,
in öffentlicher Anstellung beim Bund das letzte Wort noch
dans cette assurance de prévoyance professionnelle, envi-
nicht gesprochen ist. Unser Wunsch und Wille ist, dass hier
ron 15 pour cent des salaires du personnel de la Confédéra-
tion, soit les allocations de renchérissement, ne sont pas den Vorstellungen des Gesetzes nachgelebt werde: Die Prä-
assurés par l'institution de prévoyance. mien für die Betriebsunfallversicherung trägt der Arbeitge-
ber, jene der Nichtberufsunfälle gehen zu Lasten des Arbeit-
- Comment le Conseil fédéral envisage-t-il d'incorporer nehmers.
dans le gain assuré cette part du traitement qui devra être Der Bund hat bei der Anwendung seiner Bundesgesetze
assurée obligatoirement à partir de 1985? eine Führungsrolle. In den Kantonen und Gemeinden gibt es
- Quelles mesures le Conseil fédéral a-t-il prises pour heute alle denkbar möglichen Regelungen; ich habe in der
réduire progressivement les déficits actuariels élevés gre- Interpellation auf sie verwiesen. Wir beklagen die Kostenex-
vant les fonds de couverture dès institutions de prévoyance plosion im Gesundheitswesen. Auto- und Skiunfälle tragen
de la Confédération, déficits qui résultent d'incorporations viel dazu bei, auch zu den Kosten des Arbeitsausfalles. Die
répétées des allocations de renchérissement sans la partici- Versicherten derart von den Prämien auszunehmen,
pation de l'employeur ni du travailleur? schwächt die Eigenverantwortung, die vermehrt nötig ist zur
3. La Commission pour l'assurance-maladie et maternité Kosteneindämmung.
prévoit également l'introduction d'une assurance obliga- Punkt 2 meiner Interpellation betrifft das Bundesgesetz über
toire pour indemnité journalière en cas de maladie, dont les die berufliche Vorsorge, also die Pensionskassen. Die hier
primes seraient réparties en part égale entre l'employeur et anstehenden, für den Bundeshaushalt gravierenden Pro-
le travailleur, primes qui atteindraient le double ou le triple bleme möchten wir nicht wieder, wie bei der Unfallversiche-
de celles de l'assurance contre les accidents non profes- rung, wenige Wochen vor Inkrafttreten des Gesetzes vorge-
sionnels. Le Conseil fédéral envisage-t-il dans ce cas aussi, legt erhalten. Unser Ziel ist, die Freizügigkeit der Versicher-
de ne pas mettre à la charge des agents de la Confédération ten auch zwischen staatlicher und privater Anstellung zu
les primes d'assurance pour indemnité journalière, en se erreichen. Voraussetzung dafür ist das Kapitaldeckungsver-
fondant sur le même argument, soit que la Confédération, fahren für die Altersguthaben. Nur wenn dieses Kapital -
en tant qu'employeur, supporte les frais de tous les jours paritätisch - über die EErwerbsdauer erarbeitet, ausgewiesen
d'absence? und ausgeschieden wird, kann es bei Stellenwechsel als
4. Est-il exact qu'à partir de 1984, les dépenses pour la Freizügigkeitsguthaben ohne Folgen für den Bund mitgege-
rétribution du personnel, y compris les allocations de ren- ben werden.
chérissement, devront être augmentées en moyenne de 32 Punkt 3 der Interpellation weist auf den Zusammenhang hin,
pour cent pour tenir compte de l'ensemble des prestations der zwischen Unfalltaggeldversicherung und Krankentag-
de l'employeur en faveur du personnel de la Confédération? geldversicherung besteht. Ihre vorberatende Kommission
sieht bei Krankheit eine ähnliche Regelung vor wie bei
Unfall. Das ist ein weiterer Grund, warum uns die Prämien-
Basler: Drei Sozialversicherungswerke werden künftig die verteilung bei der Unfallversicherung wesentlich ist. Ich
gesamte erwerbstätige Bevölkerung neu erfassen: Am mache schon heute darauf aufmerksam, dass wir den Gra-
I.Januar 1984 tritt das neue Unfallversicherungsgesetz in ben zwischen öffentlicher und privater Anstellung nicht
Kraft, ein Jahr später das Gesetz der beruflichen Vorsorge, noch weiter öffnen wollen, indem dann Arbeitnehmer der
die zweite Säule. In der Zwischenzeit werden wir hier in Privatwirtschaft die hohen Prämien für das Krankentaggeld
diesem Rat auch das Kranken- und Mutterschaftsversiche- hälftig tragen müssen, während dies bei öffentlicher Anstel-
rungsgesetz beraten. lung vom Steuerzahler übernommen werden muss.
Bei diesen Versicherungswerken macht sich der Gesetzge- Im Punkt 4 meiner Interpellation komme ich schliesslich
ber Gedanken über die Aufteilung der Beiträge auf Arbeit- zum politisch brisanten Postulat, das Auswirkungen auf die
nehmer und Arbeitgeber. Das neue Unfallversicherungsge- Beitragsverteilung der drei besprochenen Sozialversiche-
setz sieht vor, dass die Beiträge für die Versicherung der rungswerke haben wird. Der Arbeitgeber Bund trägt derart
Betriebsunfälle und Berufskrankheiten vom Arbeitgeber zu hohe Arbeitgeberleistungen, dass eine Neuverteilung der
tragen sind, jene der Nichtberufsunfälle aber zu Lasten des Beitragslast zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ange-
Arbeitnehmers gehen. (Abreden zugunsten des Arbeitneh- zeigt ist. Das Verhältnis ist jetzt etwa 3:1 d. h. dass für
mers bleiben vorbehalten.) Der Bund übernimmt als Arbeit- Bundesbedienstete die Summe der Sozialabzüge vom ver-
geber der Bundesbediensteten dagegen zwei Drittel der einbarten Gehalt im Durchschnitt etwa 10 Prozent beträgt,
Interpellation urgente Basler 1740 N 12 décembre 1983
während die arbeitgeberseitige Ergänzung gute 30 Prozent par la Caisse nationale au titre des accidents non profes-
des Lohnes ausmacht. Mit anderen Worten: Wenn die Besol- sionnels. La Confédération et les caisses d'assurance se
dungen und Gehälter - einschliesslich Teuerungszulage - voient allégées d'environ deux tiers de l'ensemble des
bei dem im Voranschlag 1984 vorgesehenen Personalbe- primes d'assurance-accidents non professionnels, puis-
stand von 33919 Stellen zusammengezählt werden, so qu'elles paient moins au titre des rétributions et des rentes
ergibt das 2012 Millionen Franken oder ein Durchschnitts- et que les indemnités leur sont remboursées. Le Conseil
gehalt von 59 300 Franken pro Jahr. Die gesamten Personal- fédéral n'a donc pas de raison, ni quant au fond, ni sous
kosten dieses Personalkörpers betragen aber 2668 Millionen l'angle de la politique du personnel, de modifier au 1"' janvier
Franken oder durchschnittlich 78 000 Franken pro Bundes- 1984, la répartition des primes d'assurance-accidents non
bediensteten und Jahr. Das sind rund 32 Prozent mehr als professionnels. L'assujettissement au régime obligatoire
die massgebende, der Teuerung bereits angepasste Besol- des quelque 25 mille agents fédéraux qui n'y étaient pas
dung. Ein Drittel dieser Sozialleistungen des Bundes sind encore astreints, n'a rien changé. Les conditions en vigueur
Zulagen und Zuschläge, zum Beispiel Kinderzulagen und dans les autres administrations publiques et dans de nom-
Ortszuschläge, nahezu die Hälfte beansprucht die Eidgenös- breuses entreprises privées, montrent en outre que la solu-
sische Versicherungskasse, und der Rest sind die bekann- tion choisie par la Confédération ne s'écarte guère de la
ten Arbeitgeberbeiträge an Alters- und Hinterlassenen- pratique suivie habituellement. Si les régimes de prestations
versicherung, Invalidenversicherung, Erwerbsersatz- devaient différer considérablement, au vu des expériences
ordnung, Arbeitslosenversicherung und neu jetzt die Unfall- faites avec la nouvelle loi sur l'assurance-accidents, nous ne
versicherung. manquerions pas de procéder aux ajustements nécessaires.
Nun kann der Bundesrat zwei Wege gehen. Er kann alles Sous le chiffre 2 de l'intervention de M. Basler, à l'occasion
weiterführen wie bisher, aber dann entsteht ein um so stär- de l'examen du message du 9 mars 1981 à l'appui de la
kerer Druck zur Plafonierung dieser privilegierten Stellen. modification du statut des fonctionnaires, amélioration
Der andere Weg, den ich empfehle und auf den ich mit réelle des traitements et des statuts de la Caisse fédérale
dieser Interpellation hinweisen möchte, ist, dass die Unter- d'assurance, des questions de principe touchant les rela-
schiede zwischen öffentlicher und privatwirtschaftlicher tions financières entre la Confédération et la Caisse fédérale
Anstellung abgebaut werden. Damit wird es einem Erwerbs- d'assurance ont été soulevées au sein des commissions
tätigen möglich, auch in fortgeschrittenem Erwerbsalter die parlementaires, ainsi que dans le plénum. Ces problèmes
Anstellung von der öffentlichen Hand zur Privatwirtschaft ont aussi préoccupé, lors de la discussion du budget de
und umgekehrt zu wechseln. 1982, les commissions des finances qui ont chargé la Délé-
Herr Bundesrat, ich ersuche Sie, zu diesen aufgeworfenen gation des finances de réexaminer de près toute la question.
Fragen Stellung zu nehmen. De l'avis de la Délégation des finances, la forte augmenta-
tion du déficit technique de la Caisse fédérale d'assurance
M. Chevallaz, conseiller fédéral: Je serai long, mais les est préoccupante. La détérioration de la structure financière
problèmes importants posés par l'interpellateur m'y obli- de cette caisse tient essentiellement au fait que l'on a
gent; je vous prie de bien vouloir m'en excuser. quasiment renoncé depuis 1953 à exiger du personnel qu'il
A la première remarque, je dirai qu'en vertu de l'article 108, participe à l'incorporation des allocations de renchérisse-
2e alinéa de l'ancienne loi sur l'assurance maladie et acci- ment. Pour ce qui a trait aux caisses de retraite des collecti-
dents, la LAMA, les primes d'assurance dues pour les acci- vités de droit public, on autorise le plus souvent un écart
dents non professionnels étaient supportées en principe par productif d'intérêts entre la réserve mathématique et la
l'assuré. Par arrêté du 24 novembre 1959 toutefois, la Confé- fortune de la caisse. En ce qui concerne toutefois la Caisse
dération a décidé de répartir cette charge à raison d'un tiers fédérale d'assurance, la relation déficit/réserve mathémati-
et de deux tiers respectivement entre le salarié et l'em- que est d'environ un à trois. De l'avis de la Délégation des
ployeur, compte tenu du fait que 80 à 85 pour cent du finances, on ne saurait laisser cette relation se détériorer
volume total des primes encaissées par la Caisse nationale davantage et il importe au contraire de l'améliorer. La Délé-
accidents au titre de l'assurance-accidents non profession- gation des finances a invité en conséquence le Conseil
nels étaient affectés à la couverture des indemnités journa- fédéral à étudier les mesures propres à stabiliser et si
lières et des rentes, et 15 à 20 pour cent aux frais de possible à améliorer la structure financière de la Caisse
traitement. En effet, l'administration récupérait à l'époque fédérale d'assurance, de même qu'à entreprendre les pre-
60 à 70 pour cent des indemnités et des rentes versées sous miers travaux. A la demande de ladite délégation, les projets
forme de montants imputables sur les salaires, traitements destinés au Parlement devraient indiquer clairement, à l'ave-
et rentes. La répartition de la prime, à raison d'un tiers/deux nir, les nouveaux engagements de la Confédération. Depuis
tiers, correspondait ainsi à la répartition des prestations 1982, le déficit est inscrit au bilan sous les comptes d'ordre
entre le salarié et l'employeur. Ce régime s'applique aujour- au titre d'engagements conditionnels. Au demeurant, grâce
d'hui à environ 110000 agents des PTT, des CFF, des à cette mesure, le compte de la Caisse fédérale d'assurance
fabriques d'armement et de services fédéraux similaires. Les a gagné en transparence.
quelque 25 000 autres agents de la Confédération seront C'est dans ces conditions et dans la perspective d'une
également assujettis à l'assurance-accidents obligatoire à éventuelle fusion des deux caisses d'assurance du person-
partir du 1er janvier 1984. Ce personnel étant soumis aux nel fédéral, que le Département des finances a confié au
mêmes dispositions du statut des fonctionnaires que les professeur Bühlmann de l'Ecole polytechnique fédérale de
agents déjà assurés auprès de la Caisse nationale, ils tom- Zurich - lequel est familiarisé avec les problèmes des
bent sous le coup des mêmes bases légales. Au surplus au caisses publiques et qui participe également, au nom du
terme de l'article 91, 2e alinéa de la nouvelle loi sur l'assu- Département fédéral de l'intérieur, à l'introduction de la loi
rance-accidents, réserve est expressément faite des accords sur la formation professionnelle - un mandat qui demande
qui dérogeraient à cette réglementation et qui seraient en notamment d'étudier les mesures propres à stabiliser, voire
faveur des salariés. D'après les derniers résultats de la à réduire le déficit technique des caisses d'assurance, ainsi
Caisse nationale, 37 pour cent du volume des primes sont que la procédure à suivre à l'avenir s'agissant de l'adapta-
affectés aux indemnités, 42 pour cent aux rentes et 21 pour tion de l'assurance au renchérissement. A cette occasion, il
cent aux frais de traitement. Si nous rapportons cela à la faudra également examiner dans quelle mesure le système
situation de l'administration fédérale, cela signifie que le de la capitalisation prescrit dans les statuts et qui est à
total des indemnités, les deux tiers environ des rentes l'origine du déficit technique, est approprié aux caisses
retournent à l'administration sous forme de rembourse- d'assurance du personnel fédéral. Les études devront aussi
ments ou d'imputations. Le reste des rentes et l'ensemble porter sur d'autres méthodes de financement, par exemple
des frais de traitement sont versés directement aux agents le système de la répartition des charges et des capitaux de
de la Confédération. Ainsi, la situation n'a en fait pas changé couverture, et déterminer encore si ces méthodes convien-
en ce qui concerne la répartition des prestations fournies nent aussi bien au financement de la Caisse fédérale d'assu-
12. Dezember 1983 N 1741 Dringliche Interpellation Basler
rance qu'à celui de la caisse de pension des Chemins de fer d'accidents et qui sont enregistrées comme recettes dans le
fédéraux. compte d'Etat à concurrence de quelque 28 millions.
Je connais dans l'administration publique des caisses de
pension qui se sont développées sur le principe de la réparti- Le président: M. Basler a demandé la discussion. En l'ab-
tion des charges et qui ne s'en trouvent pas mal. Mon sence d'opposition, vous avez décidé la discussion.
premier postulat dans cette honorable assemblée allait d'ail-
leurs dans ce sens. Toutefois, je ne saurais pour autant
Ammann-Bern: Das von Kollege Basler beanstandete Vor-
préjuger de l'expertise du professeur Bühlmann qui doit être
remise au Département des finances dans le courant du gehen des Bundesrates in bezug auf die Nichtbetriebsunfall-
prämien bezieht sich auf den Bundesratsbeschluss vom
premier semestre 1984. Le Conseil fédéral est d'avis qu'il
24. November 1959. Hierzu ist zu bemerken, dass im glei-
faut attendre cette expertise et ne pas incorporer pour
chen Beschluss als Ziffer 3 erklärt wird, dass eine Revision-
l'instant dans le gain assurable, l'allocation de renchérisse-
ment qui s'élève actuellement à 15 pour cent et qui va je nach weiterer Entwicklung - insbesondere die Überwäl-
zung allfälliger zukünftiger Prämienerhöhungen auf die Ver-
s'élever dès le 1e'janvier à 17 pour cent. Il entend de la sorte
sicherten neu werde regeln müssen. Die Voraussetzungen
éviter que l'on anticipe sur des mesures futures. Aussi le
für eine Revision wären längstens gegeben gewesen, nach-
gouvernement a-t-il décidé, en vue de compenser le relève-
dem die Nichtbetriebsunfallprämien heute bereits das Sie-
ment, au 1er janvier 1984, du facteur de coordination, de
ben- bis Achtfache der Betriebsunfallprämien ausmachen,
porter de 690 à 2370 francs la part assurable de l'allocation
spätestens jedoch jetzt mit der Einführung des Obligato-
de résidence. Les gains actuellement assurés seront ainsi
maintenus tels quels en 1984. Le Conseil fédéral estime que riums.
Von rührender Naivität-ist übrigens die Begründung, wes-
l'adaptation des statuts à la loi sur la prévoyance profession-
halb der Bund zwei Drittel der Nichtbetriebsunfallprämien
nelle est hautement prioritaire, quand bien même le législa-
teur a accordé aux caisses un délai plus long pour adapter zu tragen hätte. Rund zwei Drittel der SUVA-Leistungen
würden die Verwaltung entlasten. Dabei wird verschwiegen,
leurs statuts. Une fois connue l'expertise Bühlmann, les
dass die Verwaltung bei vorübergehenden Ausfällen, ähn-
problèmes de financement seront d'abord examinés sur le
plan interne de l'administration, puis discutés avec les asso- lich wie bei Krankheit, den vollen Lohn weiterbezahlt, dass
sie während der Abwesenheit zusätzliches Personal anstel-
ciations du personnel. C'est pourquoi le Conseil fédéral
len muss oder dass eben eine Arbeit liegen bleibt. Die
envisage dans une première étape - son message paraîtra
au début de 1984 - de modifier les statuts de manière à Verwaltung bezahlt also die Prämien für diese teilweise
assurer à l'avenir au moins le versement des prestations Entlastung und zusätzlich hat sie noch voll die notwendigen
prévues par la loi sur la prévoyance professionnelle, c'est-à- Ersatzarbeitskräfte zu bezahlen.
dire la loi du deuxième pilier, ce qui est sans doute générale- Mit seltener Klarheit bestimmt das alte und das neue Unfall-
ment déjà le cas aujourd'hui. La disposition relative à la versicherungsgesetz, dass die Nichtbetriebsunfallprämie
garantie devra parfois être appliquée, par exemple dans les vom Versicherten zu tragen ist. In der Privatwirtschaft hat
denn auch der Versicherte in den allermeisten Fällen diese
cas d'assurance de jeunes membres de la caisse de dépo-
Prämien selbst zu tragen. Ausnahmen, vor allem in Kleinst-
sants; le Conseil fédéral est d'avis que la Caisse fédérale
d'assurance doit être administrée comme une caisse dite organisationen, bestätigen die Regel. Selbstverständlich
kann der Arbeitgeber einen Teil oder die ganze Prämie
«enveloppante» et que les avoirs de vieillesse doivent être
selbstübernehmen. Spätestens ab I.Januar 1984 wird diese
gérés sur des comptes témoins. On en restera toutefois au
übernommene Prämie jedoch eindeutig Teil des Erwerbs-
principe de la primauté des prestations. Dans une seconde
étape, on reconsidérera le financement, c'est-à-dire que l'on einkommens und ist von der Statistik und vom Fiskus als
examinera s'il y a lieu d'en rester au mode actuel de finance- solches zu erfassen.
ment ou s'il convient, au contraire de choisir un système tel Wir sprechen hier für Bund, PTT und SBB immerhin von
que celui qui est prévu par la loi sur la prévoyance profes- jährlich wiederkehrenden Kosten in der Grössenordnung
sionnelle. On sait que cette loi prévoit de bien séparer von 40 bis 50 Millionen Franken pro Jahr, die Leistungen
l'assurance-vieillesse de l'assurance-risque. Il s'agira égale- nicht miteingerechnet, welche die Verwaltung laut Beamten-
ment de décider ce qu'il y a lieu de faire de l'actuel déficit ordnung für diese Fälle zusätzlich leistet.
technique. Eu égard à l'introduction, dans le cadre de la Kollege Basler spricht in seiner grundsätzlichen Interpella-
dixième révision de l'AVS, de la flexibilité de l'âge, donnant tion die stillschweigenden, freiwilligen Übernahmen von
droit à la rente, il conviendra aussi de trouver, le cas Sozialprämien durch den Bund ganz allgemein an. Ich
échéant, une solution appropriée pour la Caisse fédérale möchte in diesem Zusammenhang an meine Motion vom
d'assurance. Juli 1983 erinnern, zu welcher der Bundesrat und das Parla-
ment noch Stellung zu beziehen haben werden. Dort ver-
Je réponds maintenant au chiffre 3 de M. Basler. L'examen lange ich, dass wenigstens die notwendigen Deckungskapi-
de l'assurance-maladie et maternité en est actuellement au talien für die Nachversicherungen bei generellen Gehaltser-
stade parlementaire. On ne saurait dire à quoi il aboutira, höhungen, welche heute nach Gesetz voll vom Bund getra-
notamment en ce qui concerne l'assurance des indemnités gen werden müssen, in Zukunft auch als Personalaufwen-
journalières. S'agissant de l'imputation desdites indemnités, dungen in der Staatsrechnung ersichtlich sein müssen. Das
nous nous inspirerons des mêmes considérations que pour ist heute nicht der Fall. Ich habe dort auch darauf hingewie-
les indemnités journalières prévues par la loi sur l'assu- sen, dass nach heutiger Prämienregelung in der EVK nicht
rance-accidents. Il est trop tôt, en revanche, pour que nous einmal das Obligatorium finanziert werden kann,
nous exprimions d'ores et déjà sur les modalités de l'assu- geschweige denn die auf einsamer Höhe stehenden Leistun-
rance-maladie et maternité au niveau du personnel fédéral. gen an die EVK-Versicherten.
Enfin, en ce qui concerne le chiffre 4 de l'intervention de Daneben hat die von Kollege Basler aufgeworfene Frage
M. Basler, prenons comme point de départ le total des noch eine höchst staatspolitische Bedeutung: Wie wollen
traitements et salaires, y compris les allocations de ren- wir unseren Staatshaushalt überhaupt noch ins Gleichge-
chérissement qui est estimé à 2 milliards 14 millions dans le wicht bringen, wenn die gesetzlich festgesetzten Ausgaben
budget de 1984. Il faut ajouter pour les autres prestations wesentlich stärker ansteigen als die Teuerung? Bitte beach-
des employeurs telles que allocations, suppléments, cotisa- ten Sie die diesbezüglichen Feststellungen des Bundesrates
tions d'employeurs aux assurances et prestations sociales, auf meine Einfache Anfrage vom Juni 1983. Das gilt nament-
encore quelque 32 pour cent pour calculer l'ensemble des lich für den grossen Anteil der direkten und indirekten
frais de personnel. Ceux-ci ne comprennent pas les réduc- Personalkosten. Dabei sind es gar nicht in erster Linie die
tions opérées sur les dépenses de personnel qui reviennent Löhne, sondern das ganze Drum und Dran der Sozialversi-
à l'administration sous forme d'indemnités de l'assurance- cherungen, allen voran der Eidgenössischen Versicherungs-
invalidité, de l'assurance militaire ou de la Caisse nationale kasse, welche dafür verantwortlich zu machen sind.
Interpellation urgente Basler 1742 N 12 décembre 1983
Das zweite staatspolitische Problem besteht darin, dass die mann -, auch uns in der Finanzkommission nach Erschei-
von Kollege Basler angesprochenen Tendenzen die Kluft nen vorgelegt wird.
zwischen dem Personal der Privatwirtschaft und dem Perso- Sie bestätigen im Punkt 4 meiner Interpellation, dass heute
nal der öffentlichen Dienste rapid vergrössern. Durch die in der Tat die Sozialleistungen des Arbeitgebers Bund in der
gegenwärtige Rezession wird die Verschlechterung der Grössenordnung von 32 Prozent der Besoldungen liegen.
Position des Personals in der Privatwirtschaft noch zusätz- Sie fügten bei, dass auch etwa 28 Millionen Franken Ein-
lich gefördert. Wenn wir so weiterfahren, wird der Souverän gänge aus Militär-, Invaliden- und Unfallversicherung zu
- und zwar durch alle Parteien hindurch - ganz einfach verzeichnen sind, d. h. den Bundeshaushalt entlasten. In
nicht mehr bereit sein, dem Bund die dringend benötigten einer Saldorechnung müssen daher die gesamten Perso-
zusätzlichen Mittel zu bewilligen, ganz abgesehen davon, nalkosten von 2668 Millionen Franken noch um diese 28
dass ohnehin die heute bereits bestehenden Spannungen Millionen Versicherungsleistungen verringert werden. Ich
zwischen dem Personal der öffentlichen Dienste und der ersuche die Verwaltung, in künftigen Lohnkostendarstellun-
Privatwirtschaft alles andere als förderlich sind. Die zuver- gen diese Ergänzung mit aufzuführen.
lässige Arbeit beider Gruppen ist unbedingt notwendig. Aber nun zurück zum Ausgangspunkt meiner Interpellation,
Beide sollen möglichst gerecht und so hoch als möglich zur Unfallversicherung: Sie sagten eben, Sie sähen über-
entlöhnt werden. Die Grenze nach oben ist nur dadurch haupt keine Veranlassung, diese Prämienaufteilung bei der
gegeben, dass es uns möglich sein muss, all diese Kosten Unfallversicherung zu ändern. Das sei eben bisherige und
auch erarbeiten zu können. bleibe künftige Praxis. Wir ersuchen Sie, wie Kollege
Konkret wird der Bundesrat unbedingt auf den Verteil- Ammann das soeben gesagt hat, wirklich darauf zurückzu-
schlüssel der Nichtbetriebsunfallprämien zurückkommen kommen. Wir haben Ihnen unsere Gründe dargelegt, warum
müssen. Der zusätzliche Sparauftrag von 150 Millionen der Bund, wenn immer ein neues Gesetz in Kraft tritt, vom
Franken pro Jahr gibt ihm dazu die beste Gelegenheit. «Besitzstanddenken» abkommen und das Gesamtpaket der
Sozialleistungen betrachten muss.
Herr Bundesrat, in der Finanzkommission warten wir nun
Stappung: Einmal mehr wird seitens des Parlamentes mit auf Ihren Vorschlag, die Unfallversicherungsprämien im
einer Interpellation versucht, den Verhandlungsspielraum
Sinne des Gesetzgebers neu zu verteilen.
des Bundesrates als Arbeitgeber einzuengen. Man versucht,
bereits im Vorfeld der Verhandlungen die Weichen zu stel-
M. Chevallaz, conseiller fédéral: Je comprends bien
len. Bei der Nichtbetriebsunfallversicherung haben wir
entendu les préoccupations de M. Ammann comme j'ai
heute bei den PTT und den SBB eine Regelung, die selbst-
verständlich auch für das Personal der allgemeinen Bundes- compris celles de M. Basler. Il y a d'ailleurs une étroite
verwaltung mit der Neuunterstellung unter die SUVA über- coïncidence entre elles. J'admets volontiers que le système
des caisses de pension de la Confédération manquait dans
nommen werden muss. Es ist richtig, wenn Herr Bundesrat
son empirisme de logique et de transparence. Cela n'est pas
Chevallaz darauf hinweist - das wissen die im Saale anwe-
une situation nouvelle, bien entendu, et j'avais attiré l'atten-
senden Arbeitgeber ganz genau -, dass durch die wohl
tion de M. Bourgknecht, conseiller fédéral, sur ce fait en
erhöhten Prämien ein wesentlich grösserer Rückfluss an
1960, sans suite, il est vrai.
Versicherungsleistungen resultiert. Fortschrittliche Arbeit-
La loi sur la prévoyance professionnelle nous obligera à
geber bleiben nicht beim Minimum der Unfallversicherung
prendre le problème à la racine en discussion d'ailleurs avec
stehen, sondern erbringen gegenüber ihrem Personal grös-
les organisations syndicales. Ce qui est important c'est que
sere Leistungen.
le Conseil fédéral, par les décisions provisoires qu'il a prises
Zur EVK-Statutenrevision: Auch hier versucht man im Vor-
ces derniers temps, n'a pas voulu anticiper sur cette révision
feld der Verhandlungen mit den Personalorganisationen
générale du système des rentes qui doit correspondre à
einzugreifen. Wenn hier von Freizügigkeit gegenüber der
l'entrée en vigueur du deuxième pilier.
Privatwirtschaft gesprochen wird, ist das richtig; wir begrüs-
En ce qui concerne l'assurance contre les accidents non
sen das. Dann muss die Privatwirtschaft aber auch ihrerseits
professionnels, la proportion de deux tiers pour l'adminis-
Leistungen erbringen, damit die Vorsorgeleistungen tat-
tration, un tiers pour l'employé n'est pas une relation extra-
sächlich über die gesetzlichen hinausgehen. Es gibt fort-
ordinaire dans les administrations publiques et dans un
schrittliche private Kassen - ich möchte das unterstrei-
grand nombre d'entreprises privées et c'est encore une fois
chen -, die gleiche oder ähnliche Leistungen erbringen wie
la pratique qui a prévalu jusqu'ici pour les PTT, les Chemins
die öffentliche Hand.
de fer et les entreprises de la Confédération. Seules des
Die Sicherheit des Arbeitsplatzes spielt hier ebenfalls eine
entreprises comme celles de la métallurgie ne prévoient
Rolle. Was nützt eine Freizügigkeit bei der Kasse, wenn das
aucune prestation de l'employeur pour les accidents profes-
Risiko des Arbeitsplatzes zusätzlich «Inbegriffen» ist?
sionnels.
Es gibt keine Kluft zwischen der öffentlichen Hand und der
Je voudrais brièvement, en terminant, vous rappeler la mis-
Privatwirtschaft, wenn sie nicht hier geschaffen wird, indem
sion reçue par M. le Professeur Bühlmann: créer des condi-
man versucht, gute Vorsorgeinstitutionen zurückzubinden,
tions techniques pour une coopération optimale des deux
um sie einem heute nicht mehr haltbaren Niveau anzu-
caisses, Caisse fédérale d'assurance et Caisse des Chemins
passen.
de fer fédéraux sans préjuger dans un sens ou dans un
autre, une éventuelle fusion. Je rappelle, toutefois, à ce sujet
Basler: Herr Kollege Stappung, es ist nicht wahr, dass wir que les deux caisses sont désormais liées par un contrat de
den Verhandlungsspielraum einengen wollen. Wir hätten coopération dans le domaine administratif, contrat qui
diesen abschliessen können durch einen Streichungsantrag entraîne des effets de rationalisation.
im Budget. Er wäre in der Finanzkommission durchgegan- Deuxième point de cette mission définie au professeur Bühl-
gen, das kann ich Ihnen sagen; dann wären die Verhandlun- mann: envisager un financement aussi uniforme que possi-
gen stillgelegt. Das ist gerade, was ich eigentlich eröffnen ble des deux caisses, passer à l'examen les opinions
wollte: das Gesamtpaket einmal anzusehen, und das diverses avancées sur ce point, faire une proposition quant
braucht Verhandlungen. au futur mode de financement à choisir avec ses avantages
Herr Bundesrat, ich danke Ihnen für die Bestätigung der et ses inconvénients, eu égard en particulier au problème
Ziffern und Zahlen in dieser Interpellation. soulevé par les commissions des finances et compte tenu
Zum Punkt 2, Einführung der Eidgenössischen Versiche- des perspectives indiquées sous le point suivant. Intervien-
rungskasse ins Gesetz über die berufliche Vorsorge: Es ist dra naturellement l'appréciation entre un système de capita-
offenbar so, wie wir befürchten: dass die Zeit knapp wird für lisation intégrale ou un système de répartition ou un dosage
die vielen Aufgaben und Anliegen, die noch zu lösen sind. des deux.
Ich wünsche eigentlich, dass dieser Bericht, von dem ich J'en arrive-au troisième point: dégager l'incidence sur les
jetzt zum erstenmal höre - der sogenannte Bericht Bühl- deux caisses de l'introduction de la loi sur la prévoyance
12. Dezember 1983 N 1743 Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
professionnelle, de l'institution éventuelle de la flexibilité de lenvermehrung nur in den von ihr beantragten Fällen gege-
l'âge donnant droit à la rente et de l'accroissement à long ben sind. Anderseits lassen sich mit dem Antrag Blocher als
terme de la longévité. Extremlösung die anstehenden Probleme nicht genügend
L'expertise du professeur Bühlmann, comme je vous l'ai dit, rasch lösen. Es kommt den Bund teurer zu stehen, wenn das
doit être remise au Département des finances dans le cou- zusätzlich beantragte Personal zur Bewältigung der anste-
rant du premier semestre 1984. Vous en aurez sans doute henden Probleme, insbesondere beim Asyl- und Flüchtlings-
connaissance. Nous avons pris note de vos remarques, de wesen, nicht bewilligt wird, als wenn man eine befristete
vos réserves, de vos vœux mais vous comprendrez que je ne Personalaufstockung für die Bewältigung dieser Probleme
me sens pas autorisé à anticiper aujourd'hui sur la décision in Kauf nimmt. Der Antrag Ihrer Finanzkommission ist also
future du Conseil fédéral, un Conseil fédéral que vous venez finanzpolitisch vertretbar.
d'élire, étant quant à moi limité bientôt à la lettre du lecteur Durch die Kollegen Seiler und Renschier wurde nun bean-
dans l'un ou l'autre de nos quotidiens ou au droit de péti- standet, dass Ihre Finanzkommission beantragt, in Artikel 2
tion. Absatz 4 festzuhalten, dass die mit dem Voranschlag 1984 in
den Absätzen 1 und 3 zusätzlich bewilligten Stellen bis Ende
Le président: M. Basler est satisfait de la réponse du Conseil 1986 nach Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen über
fédéral. die Stellenplafonierung wieder abzubauen sind. Die Herren
Seiler und Renschier beantragen, diesen Absatz zu strei-
chen.
Warum hält Ihre Finanzkommission an diesem Absatz fest?
Eine eingehende Aussprache der von Kollege Urs Schwarz
geleiteten Sektion 4 mit dem Bundesamt für Organisation,
#ST# 83.052 dem Bundeskanzler und verschiedenen Chefbeamten hat
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984 gezeigt, dass durch Rationalisierung, durch den Abbau
bestehender Aufgaben oder durch Stellenverschiebungen
Budget de la Confédération 1984 innerhalb der Verwaltungseinheiten aller Stufen und zwi-
schen den Departementen die Zahl der nun zusätzlich zu
Fortsetzung - Suite bewilligenden Stellen kompensiert werden kann. Eine sol-
Siehe Seite 1721 hiervor- Voir page 1721 ci-devant
che Kompensation ist aber nicht kurzfristig möglich, wohl
aber innerhalb von drei Jahren. Der Ständerat hat bekannt-
lich beschlossen, dass die Kompensation bis 1986 zu erfol-
gen habe. Ihre Finanzkommission schlägt vor, dass nicht
zwei, sondern drei Jahre hierfür eingeräumt werden sollen,
Art. 2 d. h. die Kompensation hat bis Ende 1986 zu erfolgen.
Bestimmt bezieht sich ein Budgetbeschluss, wie das die
Fortsetzung - Suite
Herren Renschier und Seiler betonten, jeweils nur auf ein
Anträge siehe Seite 1724 hiervor Jahr. Mit dem Absatz 4 von Artikel 2 soll jedoch - sofern er
Propositions voir page 1724 ci-devant angenommen wird - der Wille des Parlamentes zum Aus-
druck gelangen, dass diese Kompensation von der Verwal-
Hofmann, Berichterstatter: Wir sind bei Artikel 2, Stellung- tung in Angriff genommen und bis Ende 1986 vollzogen
nahme zu den einzelnen Anträgen hinsichtlich Etatstellen wird. Das heisst nun aber nicht, dass die jährlichen Durch-
und Hilfskräftestellen. Kollege Urs Schwarz hat als Mitglied schnittsbestände in den Jahren 1985 und 1986 nicht aus
der Finanzkommission bereits am letzten Donnerstag zu allfälligen anderen zwingenden Gründen erhöht werden
den einzelnen Anträgen kurz Stellung bezogen. Ich möchte könnten. Gemäss dem Bundesgesetz über Massnahmen zur
heute nochmals das Wesentliche hervorheben. Verbesserung des Bundeshaushaltes wird hinsichtlich Stel-
Es liegt einerseits ein Antrag auf eine Maximallösung vor, lenplafonierung festgehalten: «Die Durchschnittsbestände
das ist der Antrag des Bundesrates; dieser lautet auf die werden jährlich im Bundesbeschluss über den Voranschlag
Bewilligung von total 455 zusätzlichen Stellen für die Bun- festgelegt. Sie werden gegenüber dem Vorjahr gesenkt,
desverwaltung und Gerichte, nämlich 371 Etatstellen und 84 wenn die Verhältnisse es gestatten. Sie können nur erhöht
Hilfskräftestellen. Der Antrag von Frau Christinat deckt sich werden, wenn der Stellenbedarf nicht durch Massnahmen
vollständig mit dem Antrag des Bundesrates. Auf der ande- der Rationalisierung, durch den Abbau bestehender Aufga-
ren Seite haben wir den Antrag Blocher als Extremlösung, ben oder durch Stellenverschiebungen innerhalb der Ver-
als praktische Nullösung. Nach dem Antrag Blocher sollen waltungseinheiten aller Stufen oder zwischen den Departe-
keine zusätzlichen Stellen als einzig zehn bei den Gerichten menten gedeckt werden kann.»
bewilligt werden. Dieses Bundesgesetz wird selbstverständlich nicht ausser
Der Antrag der Finanzkommission des Nationalrates stellt Kraft gesetzt, wenn wir den beantragten Absatz 4 gutheis-
eine mittlere Lösung dar. Er beantragt die Bewilligung von sen. Dagegen ist es bei einem Personalbestand von über
212 Stellen, nämlich 140 Etatstellen und 72 Hilfskräftestel- 33 000 Personen bestimmt möglich, die nun zusätzlich zu
len, jedoch nur bis Ende 1986, also während drei Jahren. Der bewilligenden Stellen innerhalb von drei Jahren durch
Antrag unserer Finanzkommission entspricht im Gesamtto- Rationalisierung, durch Verschiebung usw. wieder zu kom-
tal der zusätzlich zu bewilligenden Stellen dem Beschluss pensieren.
des Ständerates. Der Antrag Ihrer Finanzkommission unter- Nun noch einige Worte zu den Anträgen Aubry, Bäumlin und
scheidet sich vom Beschluss des Ständerates einzig darin, Stappung.
dass Ihre Finanzkommission beim Eidgenössischen Justiz- Der Antrag von Frau Aubry entspricht dem Antrag Ihrer
und Polizeidepartement 28 Etatstellen weniger, dafür 28 Finanzkommission mit einer Ausnahme: Sie möchte beim
Hilfsstellen mehr bewilligen will, um eine flexiblere Lösung Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement, Asylver-
anzustreben. fahren und Beschwerdedienst, nur zusätzliche Hilfskräfte
Der Antrag des Bundesrates und der Antrag Christinat bewilligen, nicht aber auch zusätzliche Etatstellen. Ihre
gehen nach Auffassung der Finanzkommission zu weit. Eine Finanzkommission beantragt dagegen 24 zusätzliche Etat-
Lockerung des Personalstopps soll und kann nur in jenen stellen und 48 zusätzliche Hilfskräftestellen, Frau Aubry
Bereichen zugestanden werden, wo Stellen nicht auf andere dagegen 72 neue Hilfskräftestellen.
Weise und innert nützlicher Frist geschaffen werden kön- Der Antrag Bäumlin befasst sich ebenfalls mit den zusätzlich
nen. Nach eingehender Aussprache mit dem Bundesamt für zu bewilligenden Stellen beim Eidgenössischen Justiz- und
Organisation, mit dem Bundeskanzler und der Geschäfts- Polizeidepartement, Asylverfahren und Beschwerdedienst.
prüfungskommission kam die Finanzkommission des Natio- Er möchte hier dem Antrag des Bundesrates folgen, nämlich
nalrates zum Schluss, dass die Bedingungen für eine Stel- die Bewilligung von total 184 zusätzlichen Stellen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Dringliche Interpellation Basler Unfallversicherung bei öffentlicher Anstellung
Interpellation urgente Basler Assurance-accidents dans la fonction publique
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.913
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 12.12.1983 - 14:30
Date
Data
Seite 1738-1743
Page
Pagina
Ref. No 20 012 041
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.