Swiss Investigations into Alleged French Attempt to Corrupt Bank Employees
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis parliamentary interpellation concerns allegations that French authorities may have attempted to corrupt Swiss bank employees to obtain confidential customer information. The Swiss Federal Council confirms having indications of such attempts and has initiated investigations into economic espionage, noting that while corruption attempts are suspected, concrete proof of illegal actions or information transmission by foreign officials within Switzerland is currently lacking. The Council is committed to upholding Swiss law and preventing foreign authorities from discrediting the country by illicitly acquiring sensitive financial data.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 273 CP, Art. 271 CP; Swiss Investigations into Alleged French Attempt to Corrupt Bank Employees: The Swiss Federal Council confirms having indications of such attempts and has initiated investigations into economic espionage, noting that while corruption attempts are suspected, concrete proof of illegal actions or information transmission by foreign officials within Switzerland is currently lacking. The Council is committed to upholding Swiss law and preventing foreign authorities from discrediting the country by illicitly acquiring sensitive financial data.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the primary legal basis for potential criminal prosecution regarding economic espionage.
Cited as a potential legal basis for prosecution related to acts performed without right for a foreign state.
Volltext
16. Dezember 1983 N 1855 Interpellation Couchepin
b. Diese Feststellungen schliessen Verbesserungen nicht Zukunft Einsicht, Kraft und Wille nicht fehlen werden, zu
aus. Dabei ist jedoch behutsam vorzugehen, zumal gewisse nationalen Aufgaben ;:u stehen, die Solidarität und Opfer
neue Formen der Mitwirkung, wie etwa die «Demokratie des verlangen.
Betroffenseins», staatsrechtlich und staatspolitisch schwere
Bedenken erwecken. Vor allem ist darauf zu achten, dass Le président: L'auteur de l'interpellation est partiellement
das Verhältnis von Demokratie, Rechtsstaat und Föderalis- satisfait.
mus nicht gestört wird, sondern im Gleichgewicht bleibt,
auch wenn es neu ausgemessen wird.
An den Grundpfeilern unserer direkten Demokratie (Initia-
tive und Referendum) will zweifellos niemand rütteln. Eine
andere Frage ist, ob diese Institutionen heute noch greifen,
d. h. ob sie, vom Bürger aus betrachtet, noch an den richti-
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#ST#
gen «Objekten» ansetzen. Heute ist die Mitspräche des Interpellation Couchepin
Bürgers vor allem bei der abstrakten Rechtsetzung gewähr- Illegale Informationsbeschaffung
leistet, weniger bei Entscheidungen über konkrete Sachver-
durch ausländische Behörden
halte (wie Errichtung von Kernkraftwerken, Tunnels, Stras-
sen, Waffenplätzen). Es fragt sich daher, ob einerseits von Transmission illégale d'informations
Demokratieüberschüssen (obligatorisches Gesetzesrefe- à des autorités étrangères
rendum in einzelnen Kantonen) und andererseits von Demo-
kratiedefiziten (fehlende Gesetzesinitiative im Bund, fehlen-
des Verwaltungs- und Finanzreferendum im Bund und in
einzelnen Kantonen) gesprochen werden muss. Im Bund
sind Lösungsansätze für einen entsprechenden Umbau im Wortlaut der Interpellation vom 7. Oktober 1983
Sinne einer Stärkung der direkten Demokratie besonders im Nach unserer Gesetzgebung können Ausländer unbe-
Rahmen der bundesstaatlich'en Aufgabenneuverteilung schränkt Kapital in unser Land bringen.
sowie der eingeleiteten Totalrevision der Bundesverfassung Die Informationen über Kunden von Schweizer Banken, die
aufgezeigt worden; in Kantonen und Gemeinden sind ähnli- sich anscheinend in den Händen der französischen Behör-
che Bestrebungen im Gang. den befinden, werten die Frage auf, wie diese Informationen
Vor allem die Vorbereitungsphase für Einzel- und Gesamt- beschafft worden sind.
projekte dürfte Verbesserungen zugänglich sein. Die Erfah- Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beant-
rung zeigt, dass die betroffene Bevölkerung von den Behör-
worten:
den und den Projektträgern vielfach umfassender und früh-
zeitiger informiert und gezielter zum Gespräch eingeladen Hat der Bundesrat Informationen, die darauf schliessen las-
werden könnte. Den Massenmedien fällt dabei eine beson- sen, dass französische Behörden versucht haben, zum
dere Verantwortung zu. Sachzwänge sind möglichst zu ver- Nachteil der Schweizer Banken Bankangestellte zu beste-
meiden. Die Strategie der vollendeten Tatsachen ist nicht chen?
nur schädlich, sie ist auch entbehrlich. Langwierige Verfah- Wie will der Bundesrat unserer Gesetzgebung Nachachtung
ren sind nach Möglichkeit zu vereinfachen. verschaffen, und wie will er verhindern, dass ausländische
Verbesserungsfähig ist - je nach Sachbereich - auch der Behörden unser Land in Misskredit bringen und sich Infor-
Rechtsschutz, der die Überprüfung von Beschlüssen und mationen über Kunden von Schweizer Banken mit Metho-
Entscheidungen ermöglicht. Es darf in diesem Zusammen- den beschaffen, die eine illegale Übermittlung von Nachrich-
hang etwa an die Verbandsbeschwerde im neuen Umwelt- ten aus der Schweiz ins Ausland voraussetzen?
schutzgesetz erinnert werden. Rechtskräftige Beschlüsse Texte de l'interpellation du 7 octobre 1983
und Entscheidungen sind indessen von jedermann zu
respektieren. Auch das gehört zu den Spielregeln unserer La détention de capitaux dans notre pays par des étrangers
Demokratie. est autorisée sans restriction par notre législation.
Les informations apparemment en main d'autorités fran-
4. Verstärkte Mitwirkungsmöglichkeiten sollten geeignet çaises sur des clients de banques suisses soulèvent la
sein, das Interesse des Bürgers am staatlichen Geschehen question des méthodes utilisées pour obtenir ces renseigne-
zu beleben und sein politisches Verantwortungsbewusst- ments.
sein zu heben. Es genügt nicht, das Verhältnis des Staates
zum Bürger zu überdenken und dem Wandel der Zeit anzu- Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions sui-
passen, solange nicht auch der Bürger bereit ist, seine vantes:
Einstellung zum Staat zu überprüfen und gegebenenfalls zu Le Conseil fédéral possède-t-il des informations qui laissent
ändern. Ihn für sein Wohlverhalten und sein Verständnis penser que des tentatives de corruption d'employés de
besonders zu belohnen, ist unseren Demokratievorstellun- banque sont effectuées par des autorités françaises au
gen eher fremd; jedenfalls drängen sich hier keine institutio- détriment de banques suisses.
nellen Vorkehren auf. Auf vielen Gebieten sind «Kompensa- Comment le Conseil fédéral entend-il faire respecter cette
tionen» ohnehin bereits üblich und bekannt (bei militäri- législation et s'opposer à ce que des autorités étrangères
schen Anlagen: neue Arbeitsplätze, Strassenbauten, Mitbe- jettent le discrédit sur notre pays et se procurent des infor-
nützung militärischer Anlagen durch Zivilpersonen; bei Bun- mations sur .des clients de banques suisses par des pro-
desbauten: Vergebung von 66 bis 90 Prozent der Arbeiten in cédés qui impliquent une transmission illégale des rensei-
der Region bzw. im Kanton; im Energiewesen: günstiger gnements de Suisse à l'étranger?
Strombezug, Beiträge an Ihfrastrukturaufgaben und für kul-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
turelle Zwecke). Die Beispiele Messen sich vermehren. Wich-
tig ist, dass ein Projekt von nationaler Bedeutung für die Rapport écrit du Conseil fédéral
betroffene Bevölkerung und Gegend so erträglich wie mög- Le Conseil fédéral dispose actuellement d'indices, selon
lich verwirklicht wird. Da sich ein Projekt von nationaler lesquels des fonctionnaires français ont fait des tentatives
Bedeutung zwangsläufig nur auf Schweizer Boden ausfüh- de corruption au détriment de banques suisses et de leurs
ren lässt, sind Kollisionen mit lokalen Interessen vielfach clients. Le Ministère puplic de la Confédération a entrepris
unvermeidlich. In solchen Fällen muss von der betroffenen des investigations sur le plan de service prohibé de rensei-
Bevölkerung Opferbereitschaft im Interesse des Ganzen ver- gnements économiques. Pour l'heure, il n'y a toutefois pas
langt werden. Würde bei Kollisionen den lokalen Interessen encore de preuves à satisfaction de droit concernant des
Vorrang eingeräumt, so könnten viele wichtige Vorhaben actes effectués sans autorisation en Suisse par des fonction-
nicht mehr verwirklicht werden. Der Bundesrat gibt seiner naires étrangers ou relatives à la transmission d'informa-
festen Überzeugung Ausdruck, dass unserem Land auch in tions précises sur les clients de banques suisses.
Interpellations Vetsch et Ogi 1856 N 16 décembre 1983
C'est ici le lieu de rappeler les faits déjà connus depuis un de rechange la plus favorable au développement indigène
certain temps, d'après lesquels les indicateurs et autres du char en question - qu'il soit fabriqué sous licence par les
informateurs touchent en France pour leurs activités des soins d'un entrepreneur général du pays, la part de produc-
sommes pouvant atteindre le tiers du montant de l'affaire en tion suisse dépassant largement 50 pour cent, en pareille
cause. Ce droit, expressément consenti par l'Etat français, hypothèse?
représente une invite non négligeable à des actions illégales. 3. Les avantages offerts par cette solution - tels que garan-
Depuis toujours, le Conseil fédéral tente de faire respecter tie des emplois ainsi que d'une industrie indigène efficace
les règles de droit en vigueur dans notre pays par tous les des armements - justifient un supplément de prix apprécia-
moyens à sa disposition. Dans le présent cas, domine au ble. Si on les considère globalement et à long terme, on est
premier chef une poursuite pénale pour service de rensei- fondé d'admettre qu'il ne s'agit effectivement, en l'occur-
gnements économiques, au sens de l'article 273 CP. Selon rence, que de charges supplémentaires apparentes.
les résultats, il importera d'examiner si l'état de fait de Quel est, de l'avis du Conseil fédéral, l'ordre de grandeur
l'article 271 CP - actes exécutés sans droit pour un Etat des charges supplémentaires tolérables au titre d'un pour-
étranger - est donné ou non. centage de production suisse élevé?
Comment le gouvernement apprécie-t-il les avantages, sur
Le président: L'auteur de l'interpellation est satisfait. les plans militaire et de l'économie générale?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Bern, Bremi,
(Friedrich), Früh, Hunziker, Kühne, Oehler, Reichling, Rei-
mann, Schule, Wellauer (11)
#ST# 82.903 Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Interpellation Vetsch In der Junisession 1980 hat der Nationalrat drei Motionen
diskutiert, mit denen die Eigenentwicklung eines Kampfpan-
Beschaffung eines neuen Kampfpanzers zers gefordert wurde, nachdem der Bundesrat diesbezüg-
Acquisition d'un nouveau char de combat lich einen negativen Entscheid getroffen hatte. In der
Debatte kam klar zum Ausdruck, dass der inländischen
83.334 Industrie die Voraussetzungen für die Entwicklung eines
schweizerischen Kampfpanzers für eine spätere Beschaf-
Interpellation Ogi fungsrundeerhalten bleiben müssen. Es sei mit allen Mitteln
Beschaffung neuer Kampfpanzer eine grösstmögliche Unabhängigkeit vom Ausland, die lang-
fristige Erhaltung des eigenen Rüstungspotentials und des
Acquisition de nouveaux chars de combat entsprechenden Know-how sowie die Sicherung der
Arbeitsplätze anzustreben. Diese Bedingungen können nur
durch die Lizenzproduktion mit einem hohen schweizeri-
schen Anteil erfüllt werden. In dieser Erwartung hat der Rat
die Vorstösse als Postulate überwiesen.
Wortlaut der Interpellation Vetsch vom 30. November 1982 Dem Vernehmen nach ist man bei der Schweizer Industrie
Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen sehr beunruhigt über die neueste Tendenz der GRD, aus
gebeten: Kostengründen vom Lizenzbau des neuen Kampfpanzers
1. In der Diskussion um die Frage der Eigenentwicklung abzugehen. Statt des erwarteten schweizerischen Produk-
eines Kampfpanzers in der Junisession 1980 kam unmiss- tionsanteils am Gesamtvorhaben von etwa 70 Prozent,
verständlich die bestimmte Erwartung zum Ausdruck, dass würde der Inlandanteil möglicherweise um die Hälfte redu-
die Möglichkeit einer schweizerischen Konstruktion für ein ziert. Dies könnte den Verlust von 1000 Arbeitsplätzen Inder
übernächstes Modell offen bleiben müsse. einschlägigen Branche bedeuten! Es wird vom Volk und
Teilt der Bundesrat diese Auffassung? besonders von den Mitarbeitern in Unternehmungen mit
2. Ist der Bundesrat bereit, als beste Alternative zur Eigen- Kurzarbeit und Entlassungen nicht verstanden, wenn der
entwicklung im militärischen wie im volkswirtschaftlichen Bund auf diese Weise Arbeitsplätze gefährden und die lang-
Interesse für die nächste Beschaffung die Lizenzfabrikation fristige Erhaltung einer leistungsfähigen eigenen Rüstungs-
mit einem wesentlich über der Hälfte liegenden schweizeri- industrie in Frage stellen würde.
schen Produktionsanteil und einem schweizerischen Gene- Wortlaut der Interpellation Ogi vom 28. Februar 1983
ralunternehmer sicherzustellen? Seit einiger Zeit hat das EMD zwei Panzertypen durch die
3. Durch die Vorteile wie Arbeitsplatzsicherung und Erhal- Truppen in umfangreichen Versuchen und Vergleichstests
tung einer leistungsfähigen eigenen Rüstungsindustrie erprobt. Die Evaluation durch das zuständige Bundesamt
rechtfertigt sich ein namhafter Mehrpreis. Bei einer gesamt- für mechanisierte Truppen (BAMLT) ist abgeschlossen. Dem
haften und langfristigen Beurteilung handelt es sich tatsäch- Vernehmen nach liegen nun den zuständigen Organen die
lich nur um scheinbare Mehrkosten. Anträge der Truppe vor. Ebenfalls vorgesehen ist die
In welcher Grössenordnung sieht der Bundesrat die verant- Beschaffung des neuen Kampfpanzers im Rahmen des Aus-
wortbaren Mehrkosten zugunsten eines hohen inländischen bauschrittes 1984 bis 1987.
Produktionsanteils? In diesem Zusammenhang bitten wir nun den Bundesrat um
Wie bewertet er die volkswirtschaftlichen und militärischen die Beantwortung folgender Fragen:
Vorteile?
1. Hält er die Beschaffung eines neuen Kampfpanzers für
Texte de l'interpellation Vetsch du 30 novembre 1982 den Einsatz auf operativer Stufe gemäss dem jüngst vorge-
Le Conseil fédéral est invité à répondre aux questions sui- stellten Armeeleitbild nach wie vor als zwingend notwendig
vantes: und zeitlich dringend?
1. A la session de juin 1980, la discussion portant sur le 2. Wenn ja, wann gedenkt der Bundesrat den Typenent-
développement d'un char de combat indigène a très claire- scheid zu fällen und die Beschaffung einzuleiten?
ment fait apparaître le désir qu'il reste possible de construire 2.1. Wird ein allfällig positiver Entscheid rechtzeitig so fal-
en Suisse un futur modèle d'un tel engin. len, dass die erste Tranche neuer Kampfpanzer bereits im
Le Conseil fédéral partage-t-il cette manière de voir? Rüstungsprogramm 1984 enthalten sein wird? Wenn nein,
2. Dans l'intérêt de l'armée et de l'économie générale, le was sind die Gründe für die Verzögerung?
gouvernement est-il disposé, lors de la prochaine acquisi- 2.2. Stimmt die Annahme, dass solche Verzögerungen
tion de cette sorte d'engin, à garantir - en tant que solution durch Pressionen aus dem Ausland bedingt sind?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Couchepin Illegale Informationsbeschaffung durch ausländische Behörden
Interpellation Couchepin Transmission illégale d'informations à des autorités étrangères
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.909
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1983 - 08:00
Date
Data
Seite 1855-1856
Page
Pagina
Ref. No 20 012 089
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