Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 83-582 KI-generiert

Switzerland's Peace Efforts and NATO Rearmament Stance

Geschäftsnummer VPB 83-582
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns an interpellation regarding Switzerland's stance on NATO's rearmament and efforts towards peace in Europe. The interpellant sought clarification on Switzerland's active participation in conferences like Stockholm and Athens, and criticized the government's perceived hesitancy in embracing concepts like "common security." The Federal Council responded by detailing Switzerland's consistent policy in disarmament and peace efforts, highlighting its role in initiating and contributing to various international conferences and agreements. The Council explained that the concept of "common security" was replaced by "common efforts to establish security" in a joint document, reflecting a realistic approach to achieving peace on the continent.

Legislator-Regeste

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Switzerland's Peace Efforts and NATO Rearmament Stance: dergrund stand für ihn die Tatsache, dass der Bundesrat cette procédure de consultation et de préparer un rapport.

Schlagwörter

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Abrüstung Völkerrechtliche Verträge Europäische Sicherheit Luganer Übereinkommen Politische Integration Verhältnis zum Brüsseler Übereinkommen
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Volltext

Interpellation Braunschweig 346 21 mars 1984

ne nous permet d'intervenir sur des transactions qu'elle achtung der Tätigkeit der Parlamentarischen Versammlung

organiserait en dehors de Suisse entre des pays tiers. muss hier und heute angeprangert werden. Inzwischen hat

die Expertenkommission die Empfehlung der Parlamentari-

Le président: L'auteur de l'interpellation, Mme Mascarin, schen Versammlung bearbeitet; sie wird an die entspre-

n'est pas satisfaite de la repense. chenden Minister der Staaten weitergeleitet.

Man kann sich fragen, was das Bekenntnis des Bundesrates

zum Europarat wert ist, beispielsweise in den neuen Regie-

rungsrichtlinien, wenn der Bundesrat in derart klaren Fällen

die Empfehlungen der Parlamentarischen Versammlung an

#ST# 83.496 die Mitgliedstaaten einfach ignoriert.

Zusammenfassend halte ich nochmals fest: Es liegen zwei

Interpellation (Alder)-Muller-Aargau. Postulate aus den beiden Kammern des Parlamentes vor;

Korrespondenzwahlrecht der Ausländer eine Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des

Interpellation (Alder)-Müller-Argovie. Europarates sowie eine Interpellation meines Kollegen Aider

an den Bundesrat wegen des Korrespondenzwahlrechts für

Vote par correspondance des étrangers die Ausländer. Was braucht es also noch, um den Bundesrat

zu veranlassen, dieses Verbot aufzuheben?

Siehe Jahrgang 1983, Seite 1544 Ich erkläre mich in diesem Sinne also nicht befriedigt von

Voir année 1983, page 1544 der Antwort und vor allem aber von der Haltung des Bundes-

rates.

M. Aubert, conseiller fédéral: Je remercie M. Müller de son

intervention. Lorsque nous avons, au mois d'août 1983,

Müller-Aargau: Ich habe die Interpellation von Kollege Aider répondu par écrit à l'interpellation de M. Adler, nous venions

übernommen und möchte versuchen, das, was Herr Aider in d'ouvrir une procédure de consultation sur le vote des

der Diskussion sicher gesagt hätte, in ähnlicher Weise vor- Suisses de l'étranger, dont l'échéance avait été fixée au

zutragen. 30 novembre 1983, donc postérieurement à la réponse du

Das Thema «Korrespondenzwahlrecht für Ausländer» hat Conseil fédéral à M. Aider.

meinen Kollegen Aider über lange Zeit beschäftigt. Im Vor- Le Conseil fédéral est en train d'examiner les résultats de

dergrund stand für ihn die Tatsache, dass der Bundesrat cette procédure de consultation et de préparer un rapport.

den in der Schweiz wohnerden Ausländer verbietet, auf C'est sur la base de ce rapport que seront élaborées les

dem Korrespondenzweg oc er über ihre Konsulate an propositions qu'il présentera au sujet du vote des Suisses de

Abstimmungen in ihrer Heimat teilzunehmen, auch wenn l'étranger.

ihnen dies gestattet wird vom Recht in ihrer Heimat. Es Le Conseil fédéral devra également réexaminer le problème

betrifft Portugiesen, Spanier, aber auch Franzosen und du vote des étrangers en Suisse, son interdiction n'ayant pas

Schweden. Das Verbot des Bundesrates beruht - nach der de base légale, comme l'a relevé M. Müller. De même, le

Überzeugung von Herr Aider-auf keiner rechtlichen Grund- Conseil fédéral sera appelé à examiner, au vu des résultats

lage. Es handelt sich um eire Praxis, die darauf gründet, de cette consultation, s'il y a lieu de maintenir un parallèle

dass der Bundesrat ganz eirrach Angst hat, dass es in der entre ces deux problèmes. Il est possible qu'on puisse les

Schweiz eine Art Abstimmungskampf unter diesen Auslän- dissocier et traiter séparément celui du vote des étrangers

dern geben könnte. Unter dem demokratischen Blickwinkel en Suisse.

erachten wir diese Praxis als absolut haltlos. Dementspre-

chend reichte Herr Aider schan im Jahre 1980 ein Postulat Le président: M. Müller est invité à déclarer s'il est satisfait

ein, und genau das gleiche Postulat hat auch Ständerat ou non de la réponse du Conseil fédéral.

Generali in seinem Rat eingereicht. Die Vorstösse wurden

überwiesen. Müller-Aargau: Ich erwarte diesen Bericht mit Spannung

Um auf europäischer Ebene nachzudoppeln, hat Herr Aider und werde daraus dann die Haltung des Bundesrates erse-

einen entsprechenden Vorstoss im Europarat gemacht. Der hen. Insofern kann ich mich teilweise befriedigt erklären.

Vorstoss ist überwiesen und i/on der Juristischen Kommis-

sion bearbeitet worden. Mit der Empfehlung Nummer 951,

welche von der Parlamentarischen Versammlung mit gros-

sem Mehr angenommen wirde,'ist das Ministerkomitee

aufgefordert worden, entsprechende Schritte zu unterneh-

men. Soviel zur Sachlage. 83.582

#ST#

Herr Aider hat nun im Sinne einer Rückkoppelung am Interpellation Braunschweig

22. Juni 1983 nachgedoppelt, aber die Antwort des Bundes-

rates, die jetzt vorliegt, ist erneut ausweichend. Weiterhin

Nato-Nachrüstungsbeschluss und die Schweiz

will der Bundesrat keinen zwingenden Grund sehen, die La Suisse et les mesures de l'OTAN

vom Interpellanten geforderte Liberalisierung in die Tat visant au rétablissement

umzusetzen. Besonders eigenartig mutet an, dass der Bun- de l'équilibre des forces en Europe

desrat nun dieses Korrespordenzwahlrecht für Ausländer

mit dem Recht der Auslandschweizer verkoppelt, ein Glei- Siehe Jahrgang 1983, Seite 1864

ches tun zu können. Voir année 1983, page 1864

Wir sind weiter noch der Meinung, dass die Antwort des

Bundesrates unzureichend cder unannehmbar ist, da die

Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des Euro-

parates an die Adresse der Mitgliedstaaten, und nicht an die

Adresse des Ministerkomitee!;, gerichtet ist. Es besteht also Diskussion - Discussion

kein Grund, nun die Weisung des Ministerkomitees abzu-

warten. Indem der Bundesrat erst nach dem Beschluss des Braunschwelg: Ich habe Ende der letzten Session aus zwei

Ministerkomitees seine Haltung festlegen möchte, ignoriert Gründen um Diskussion gebeten. Der erste Grund: Seit dem

er den entsprechenden Appell der Parlamentarischen Ver- 28. September 1983, da ich meine Interpellation eingereicht

sammlung des Europarates. Er setzt sich, ohne ein Wort habe, sind etliche Monate verstrichen, und zahlreiche

darüber zu verlieren, über die von der Parlamentarischen Entwicklungen haben sich vor unseren Augen abgespielt,

Versammlung erlassene Empfehlung hinweg. Diese Miss- an denen unser Land ebenfalls teilweise beteiligt war. Ich

21. März 1984 N 347 Interpellation Braunschweig

denke dabei an die Konferenz in Stockholm, Konferenz für kommen nur dann einen Schritt weiter und tragen etwas bei,

Vertrauensbildung und Abrüstung in Europa (KVAE). Ich wenn wir Neues, Eigenes einbringen und uns picht auf das

benütze die Gelegenheit, um Herrn Bundesrat Aubert zu beschränken, was Allgemeingut geworden ist.

bitten, eine bundesrätliche Stellungnahme zur ersten Phase

dieser Konferenz in Stockholm (die in den letzten Tagen M. Aubert, conseiller fédéral: Je crois qu'il est assez injuste

vereinbarungsgemäss ihren Abschluss gefunden hat) abzu- de reprocher au Conseil fédéral de n'avoir pas répondu,

geben. dans les 48 heures, à des questions aussi complexes et

Eine zweite Frage: Heute wird eine weitere Konferenz in mouvantes que celles du désarmement. Aujourd'hui,

Athen eröffnet, nämlich die der Expertengruppe für Fragen 21 mars, M. Braunschweig l'a rappelé, s'ouvre, à Athènes, la

der Streitschlichtung. Die Konferenz kam aufgrund von réunion du Comité d'experts sur la proposition suisse de

Anregungen aus unserem Lande zustande. Deswegen sind «règlement pacifique des différends».

wir besonders daran interessiert, wie die Ausgangslage aus- Il convient de rappeler la politique constante de la Suisse en

sieht. Eine frühere Konferenz, die sich mit dieser Frage matière de désarmement et en faveur de la paix, dès la fin du

befasst hat, ist leider nicht sehr erfolgreich verlaufen. 19e siècle, ainsi que l'activité déployée par notre pays pour

Die dritte Frage ist kritischer Natur. Die Schweiz hat sich in aboutir aux conventions de La Haye sur le droit de la guerre

Stockholm sehr aktiv mit anderen neutralen und mit block- en 1907. Depuis la deuxième guerre mondiale, la Suisse a

freien Staaten zusammengetan und ein Arbeitspapier aus- signé toutes les conventions internationales et les traités

gearbeitet. Aber die Haltung der Schweiz hat auch Kritik multilatéraux dans le domaine du désarmement. Les docu-

ausgelöst. Beispielsweise hat sich die Schweiz gegen die ments que nous avons «fait présenter» aux assemblées

Idee der «gemeinsamen Sicherheit» gewehrt, die dann nur générales extraordinaires de l'Organisation des Nations

in einer sehr verschlüsselten Form in diesem Papier Ein- Unies de 1978 et de 1982 résument, de façon exhaustive, la

gang gefunden hat. Das war für mich überraschend und politique de notre pays en matière de désarmement. J'ai dit

enttäuschend zugleich. Ideen von kollektiver Sicherheit que nous avons «fait présenter» ces documents, car n'étant

waren im Völkerrecht in diesem Jahrhundert immer von pas membre de l'Organisation des Nations Unies, nous

grosser Bedeutung. Die Schweiz zeigte sich demgegenüber avons été obligés de les faire «parrainer» par des Etats

sehr offen. Wie erklärt sich diese plötzliche Zurückhaltung neutres et non alignés européens, membres de l'ONU, qui

der Schweiz? ont bien voulu communiquer nos textes aux autres mem-

Unsere Diplomaten haben sich offenbar sehr engagiert um bres. Notre dernière initiative, sur le «règlement pacifique

einen gemeinsamen Nenner bemüht, um den kleinstmögli- des différends», a fait l'objet d'une première séance d'un

chen Nenner sozusagen; könnte dieser Nenner nicht etwas comité d'experts de la CSCE, en octobre 1978 à Montreux.

grosser sein? Man muss manchmal etwas wagen, um Aujourd'hui, nous vivons, et c'est une réussite de la Suisse,

andere Menschen als Gesprächspartner zu gewinnen. Daher la réouverture d'une discussion au niveau de spécialistes, à

frage ich mich, ob sich unsere Diplomaten an Ort und Stelle Athènes, sur cette même question.

gegenüber dem Vorschlag, der von Rumänien auf den Ver- Puisque d'aucuns auraient désiré que nous ayons une atti-

handlungstisch gelegt worden ist, nicht offener hätten ver- tude plus courageuse et plus active, j'aimerais rappeler que

halten können? In diesem Vorschlag ist die Idee enthalten- c'est à l'initiative de la Suisse que le document final de la

wahrscheinlich eigener Erfahrung entsprungen - eines Ver- Conférence de Madrid sur la sécurité et la coopération en

botes von Manövern in Grenzgebieten. Das ist doch ein Europe a pu être accepté par l'Est et par l'Ouest. Et c'est sur

Wunsch, für den wir alle sehr grosses Verständnis haben. la base de ce document, que s'est ouverte le 17 janvier 1984,

Weiter wurden auch Ideen einer militärisch verdünnten à Stockholm, la Conférence européenne sur le désarme-

Zone oder eines Korridors vorgelegt. Nicht dass die Schweiz ment. C'est également ce document qui prévoit la discus-

diese Ideen einfach hätte übernehmen müssen, aber wir sion sur le «règlement pacifique des différends» à Athènes,

hätten etwas wagemutiger sein können. - Soweit meine une réunion d'experts en 1985 à Ottawa, sur les droits de

Fragen. l'homme ainsi que, au printemps 1986, à Berne, une réunion

Zur Beantwortung meiner Interpellation: Ich kann mich nur sur les contacts humains. On ne peut pas prétendre que

teilweise befriedigt erklären, weil ich den Eindruck habe, nous avons manqué d'esprit d'initiative ou de courage.

dass etliche Fragen, insbesondere die Fragen 2,3 und 4, gar Qu'avons-nous fait et qu'a fait, Monsieur Braunschweig, la

nicht oder nur sehr rudimentär beantwortet worden sind. conférence de Stockholm entre le 17 janvier et le 16 mars?

Wenn ich es genau sage, dann wäre ich zu 30 Prozent Une négociation de ce type, avec un tel nombre de partici-

befriedigt. Für diese 30 Prozent danke ich herzlich. pants (les 35 signataires de l'acte final d'Helsinki), est desti-

Ich habe unter Punkt 2 die Frage nach den Auswirkungen née à s'étendre sur une longue période, en l'espèce jus-

des jüngsten Aufrüstungsschrittes, der Nachrüstung im qu'au 6 novembre 1986, date à laquelle une nouvelle Confé-

Westen als Antwort auf einen Rüstungsschritt im Osten, für rence se réunira pour faire le bilan de Stockholm, d'Athènes,

unser eigenes Land aufgeworfen. Inzwischen wissen wir, d'Ottawa et de Berne. Elle doit nécessairement commencer

dass wiederum ein Rüstungsschritt im Osten erfolgt ist. par un exposé des positions des divers Etats et groupes

Unter Punkt 3 habe ich gefragt, ob nicht eine Verschiebung d'Etats. Au mois de février, nous n'étions en possession que

dieses westlichen Aufrüstungsschrittes um einige Monate de deux propositions, celle de la Roumanie et celle de

möglich wäre. Damit habe ich einen Vorschlag aufgenom- l'OTAN, l'URSS se réservant pour des raisons tactiques de

men, der von verschiedenen Seiten geäussert worden ist; déposer ultérieurement un document dont l'importance

der Bunderat hat leider darauf nicht geantwortet. Das heisst, n'échappe à personne. Depuis lors, plusieurs autres textes

die «Antwort» des Bundesrates erfolgte zu einem so späten ont été présentés, en particulier vendredi 9 mars, un docu-

Zeitpunkt, dass meine Frage überholt war. Hier habe ich ment commun des neutres et non-alignés. Il constituera

Kritik zu üben. Meine Frage habe ich am 28. September indiscutablement un texte extrêmement important pour la

eingereicht. Die Antwort datiert vom 5. Dezember. Also mehr négociation. La négociation, à proprement parler, n'a pas

als zwei Monate liess die Beantwortung einer Frage auf sich encore débuté; il convient d'établir, tout d'abord, le bilan

warten, die damals sehr viele Menschen und zweifellos auch des propositions des diverses parties. Dans l'ensemble, l'im-

den Bundesrat beschäftigt hat. Das ist eine lange Zeit. Im pression de cette première session est bonne, sans être ni

November haben innerhalb und auch ausserhalb unseres optimiste ni pessimiste. Elle s'est déroulée comme on pou-

Landes etliche Ereignisse stattgefunden; dem Bundesrat •vait l'attendre d'une conférence à ce niveau, touchant des

wäre kaum ein Zacken aus der Krone gefallen, wenn ersieh sujets aussi délicats. C'est, en effet, la première fois que l'on

schon damals zu einer Antwort hätte aufraffen können. discute de sécurité et de désarmement en Europe, entre 35

In Punkt 4 habe ich schliesslich einige Grundsätze und pays et en présence des deux super-puissances: l'URSS et

Überlegungen zur Diskussion gestellt; der Bundesrat hat les Etats-Unis d'Amérique.

darauf mit seinen Grundsätzen geantwortet, vor allem Quant à la réunion d'Athènes, on sait combien les Etats sont

Grundsätze, die heute Allgemeingut geworden sind. Wir hésitants à soumettre les litiges qui les opposent à des

Interpellation Robbiani 348 N 21 mars 1984

modes de règlement institutionnel. La Suisse en a fait l'ex- wirklich speditive Behandlung, die bereits zu Resultaten

périence depuis qu'elle a laice, à la Conférence sur la geführt hat.»

sécurité et la coopération en Europe, son projet de «règle- Je pense que Mme Morf considère donc que son postulat

ment pacifique des différends». Un prudent réalisme est est déjà réalisé avant même d'avoir été développé.

donc de mise le jour où s'ouvre la négociation. Cependant,

on remarquera que notre délégation à Stockholm - c'est un M. Aubert, conseiller fédéral: Mme Morf, cet objet est prévu

élément qui me paraît importcint - a réussi à établir un lien à l'ordre du jour de la Conférence des ambassadeurs qui se

entre la réaffirmation du «non-recours à la force» que désire déroulera du 28 au 31 août 1984! Le sujet sera donc traité

l'URSS et ce que nous considérons comme son corollaire: le dans le sens de votre postulat.

«règlement pacifique des différends». Celui-ci est donc

désormais posé, dans toute sa portée politique, à la confé- Abgeschrieben - Classé

rence de Stockholm. C'est un point qui me paraît extrême-

ment positif.

Votre troisième question cône irne cette notion de «sécurité

commune» qui a été conçue par ses auteurs comme une

alternative à la dissuasion. Dans ce sens, cette notion est un

83.312

idéal que l'on peut appeler de ses vœux, mais elle ne

#ST#

correspond certainement pas A l'état présent de notre conti- Interpellation Robbiani

nent. On connaît, aujourd'hui, davantage une situation de Campione

«menaces réciproques» que de «sécurité commune». D'ail-

leurs les constants empiétements dont la Suède, le pays

même qui abrite la Conférenco de Stockholm, est la victime

sur ces côtes, dans ses eaux territoriales, n'illustre malheu-

reusement que trop cette situation.

La défense nationale reste donc le fondement de la sécurité. Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1983

Dans le document commun dos neutres et des non-alignés, Mit dem Briefwechsel vom 28. Dezember 1982 sind mit der

déposé le vendredi 9 mars, cette notion de «sécurité com- Enklave Campione einige nachbarschaftliche Probleme

mune» a finalement été remplacée, sur proposition de la geregelt worden. Sie betreffen die Krankenkassenbeiträge,

délégation suisse, par celle «d'efforts communs en vue den Besuch der Tessiner Schulen, die medizinische

d'établir la sécurité». Ceci expi ime avec assez de réalisme et Behandlung und die Besteuerung.

sans illusion aucune, notre volonté de ne ménager aucun Der Kanton Tessin wird für die Leistungen, die er der Bevöl-

effort pour mieux assurer la paix sur notre continent et dans kerung von Campione anbietet, einen Beitrag von 5 Millio-

le monde. nen erhalten. Bedingung ist der freie Zugang der Schweizer

zu allen Spielsälen des Kasinos.

Le président: L'interpelleur eût partiellement satisfait de la Nach Presseinformationen verdient das Kasino von Cam-

réponse. pione d'Italia an den Schweizern, die der Leidenschaft für

das Glücksspiel frönen, etwa 40 Millionen pro Jahr. Man

schätzt, dass die Schweizer jedes Jahr eine halbe Milliarde

Franken auf den Spieltischen ausländischer Kasinos liegen

lassen.

Aus diesem Grund, aber auch aus ethischen Motiven, ist im

#ST# 82.588 Kanton Tessin eine'Volksinitiative lanciert worden. Sie ver-

Postulat Morf langt die Aufhebung der kürzlich getroffenen bilateralen

Vereinbarung, die vom Tessiner Grossen Rat genehmigt und

Menschenrechte und Außenwirtschaftspolitik vom Bundesrat ratifiziert worden ist.

Droits de l'homme et politique économique Die umstrittene Regelung und verschiedene Vorfälle in der

extérieure letzten Zeit, die Finanzgesellschaften und die Warenbörsen,

die auf dem Tessiner Finanzplatz tätig sind, ihren Sitz

jedoch in Campione haben und sich somit jeder schweizeri-

schen Kontrollstelle entziehen, sowie die privaten Radio-

und Fernsehsender, die den Radio- und Fernsehempfang im

Wortlaut des Postulates vom lì. Oktober 1982 Tessin stören, veranlassen mich, dem Bundesrat folgende

Fragen zu stellen:

Der Bundesrat wird eingeladän, bei einem der nächsten

jährlichen Botschaftertreffen sowohl Zusammenhänge als 1. Warum hat man die bilaterale Regelung einer internatio-

auch Möglichkeiten schweizer scher Menschenrechtspolitik nalen Vereinbarung vorgezogen?

mit schweizerischer Aussenwirtschaftspolitik zu diskutieren 2. Sollte die internationale Vereinbarung mit Campione

und auch unsere Handelsattaches in den Genuss dieser nicht revidiert werden?

Überlegungen kommen zu lassen. 3. Wäre es nicht möglich, mit dieser Revision das Problem

der Privatsender zu lösen, die den Empfang der schweizeri-

Texte du postulat du 8 octobrs 1982

schen Radio- und Fernsehprogramme stören, die Regeln

Le Conseil fédéral est invité A ouvrir, lors d'une des pro- einer sorgfältigen Information nicht einhalten und im Tessin

chaines conférences annuelles des ambassadeurs, une dis- Programme verbreiten, welche gegen die allgemeine Moral

cussion sur les rapports existant entre la politique suisse en verstossen?

matière des droits de l'homme et la politique économique

4. Können die PTT, welche in der Enklave die Post- und

extérieure de notre pays ainsi que sur les moyens d'action

Fernmeldedienste besorgen, nicht ergreifen?

éventuels dans ce do/naine. Il conviendra de porter les

résultats de cette discussion à la connaissance de nos 5. Liesse sich im Rahmen einer Revision der Vereinbarung

attachés commerciaux. mit Campione d'Italia nicht auch die Frage der Warenbör-

senmakler und der Treuhandgesellschaften regeln, die sich

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Braunschweig, - obwohl sie ihre Geschäfte auf dem Tessiner Finanzplatz

Jaggi, Meizoz, (Muheim) (5) abwickeln - den Vorschriften über die Sorgfalt und den

schweizerischen Gesetzen entziehen, da sie ihren gesetzli-

Le président: J'ai reçu l'aimable communication suivante de chen Sitz in der italienischen Enklave haben? Es ist offen-

Mme Mort: sichtlich, dass unrechtmässige Handlungen dieser juristi-

«Die Postulantin war noch selten so zufrieden über eine schen Personen, obwohl sie strafrechtlich nicht in die

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Braunschweig Nato-Nachrüstungsbeschluss und die Schweiz

Interpellation Braunschweig La Suisse et les mesures de l'OTAN visant au rétablissement

de l'équilibre des forces en Europe

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1984

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 83.582

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.03.1984 - 15:00

Date

Data

Seite 346-348

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Ref. No 20 012 286

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