Switzerland's Peace Efforts and NATO Rearmament Stance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns an interpellation regarding Switzerland's stance on NATO's rearmament and efforts towards peace in Europe. The interpellant sought clarification on Switzerland's active participation in conferences like Stockholm and Athens, and criticized the government's perceived hesitancy in embracing concepts like "common security." The Federal Council responded by detailing Switzerland's consistent policy in disarmament and peace efforts, highlighting its role in initiating and contributing to various international conferences and agreements. The Council explained that the concept of "common security" was replaced by "common efforts to establish security" in a joint document, reflecting a realistic approach to achieving peace on the continent.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Peace Efforts and NATO Rearmament Stance: dergrund stand für ihn die Tatsache, dass der Bundesrat cette procédure de consultation et de préparer un rapport.
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KI-generiertVolltext
Interpellation Braunschweig 346 21 mars 1984
ne nous permet d'intervenir sur des transactions qu'elle achtung der Tätigkeit der Parlamentarischen Versammlung
organiserait en dehors de Suisse entre des pays tiers. muss hier und heute angeprangert werden. Inzwischen hat
die Expertenkommission die Empfehlung der Parlamentari-
Le président: L'auteur de l'interpellation, Mme Mascarin, schen Versammlung bearbeitet; sie wird an die entspre-
n'est pas satisfaite de la repense. chenden Minister der Staaten weitergeleitet.
Man kann sich fragen, was das Bekenntnis des Bundesrates
zum Europarat wert ist, beispielsweise in den neuen Regie-
rungsrichtlinien, wenn der Bundesrat in derart klaren Fällen
die Empfehlungen der Parlamentarischen Versammlung an
#ST# 83.496 die Mitgliedstaaten einfach ignoriert.
Zusammenfassend halte ich nochmals fest: Es liegen zwei
Interpellation (Alder)-Muller-Aargau. Postulate aus den beiden Kammern des Parlamentes vor;
Korrespondenzwahlrecht der Ausländer eine Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des
Interpellation (Alder)-Müller-Argovie. Europarates sowie eine Interpellation meines Kollegen Aider
an den Bundesrat wegen des Korrespondenzwahlrechts für
Vote par correspondance des étrangers die Ausländer. Was braucht es also noch, um den Bundesrat
zu veranlassen, dieses Verbot aufzuheben?
Siehe Jahrgang 1983, Seite 1544 Ich erkläre mich in diesem Sinne also nicht befriedigt von
Voir année 1983, page 1544 der Antwort und vor allem aber von der Haltung des Bundes-
rates.
M. Aubert, conseiller fédéral: Je remercie M. Müller de son
intervention. Lorsque nous avons, au mois d'août 1983,
Müller-Aargau: Ich habe die Interpellation von Kollege Aider répondu par écrit à l'interpellation de M. Adler, nous venions
übernommen und möchte versuchen, das, was Herr Aider in d'ouvrir une procédure de consultation sur le vote des
der Diskussion sicher gesagt hätte, in ähnlicher Weise vor- Suisses de l'étranger, dont l'échéance avait été fixée au
zutragen. 30 novembre 1983, donc postérieurement à la réponse du
Das Thema «Korrespondenzwahlrecht für Ausländer» hat Conseil fédéral à M. Aider.
meinen Kollegen Aider über lange Zeit beschäftigt. Im Vor- Le Conseil fédéral est en train d'examiner les résultats de
dergrund stand für ihn die Tatsache, dass der Bundesrat cette procédure de consultation et de préparer un rapport.
den in der Schweiz wohnerden Ausländer verbietet, auf C'est sur la base de ce rapport que seront élaborées les
dem Korrespondenzweg oc er über ihre Konsulate an propositions qu'il présentera au sujet du vote des Suisses de
Abstimmungen in ihrer Heimat teilzunehmen, auch wenn l'étranger.
ihnen dies gestattet wird vom Recht in ihrer Heimat. Es Le Conseil fédéral devra également réexaminer le problème
betrifft Portugiesen, Spanier, aber auch Franzosen und du vote des étrangers en Suisse, son interdiction n'ayant pas
Schweden. Das Verbot des Bundesrates beruht - nach der de base légale, comme l'a relevé M. Müller. De même, le
Überzeugung von Herr Aider-auf keiner rechtlichen Grund- Conseil fédéral sera appelé à examiner, au vu des résultats
lage. Es handelt sich um eire Praxis, die darauf gründet, de cette consultation, s'il y a lieu de maintenir un parallèle
dass der Bundesrat ganz eirrach Angst hat, dass es in der entre ces deux problèmes. Il est possible qu'on puisse les
Schweiz eine Art Abstimmungskampf unter diesen Auslän- dissocier et traiter séparément celui du vote des étrangers
dern geben könnte. Unter dem demokratischen Blickwinkel en Suisse.
erachten wir diese Praxis als absolut haltlos. Dementspre-
chend reichte Herr Aider schan im Jahre 1980 ein Postulat Le président: M. Müller est invité à déclarer s'il est satisfait
ein, und genau das gleiche Postulat hat auch Ständerat ou non de la réponse du Conseil fédéral.
Generali in seinem Rat eingereicht. Die Vorstösse wurden
überwiesen. Müller-Aargau: Ich erwarte diesen Bericht mit Spannung
Um auf europäischer Ebene nachzudoppeln, hat Herr Aider und werde daraus dann die Haltung des Bundesrates erse-
einen entsprechenden Vorstoss im Europarat gemacht. Der hen. Insofern kann ich mich teilweise befriedigt erklären.
Vorstoss ist überwiesen und i/on der Juristischen Kommis-
sion bearbeitet worden. Mit der Empfehlung Nummer 951,
welche von der Parlamentarischen Versammlung mit gros-
sem Mehr angenommen wirde,'ist das Ministerkomitee
aufgefordert worden, entsprechende Schritte zu unterneh-
men. Soviel zur Sachlage. 83.582
#ST#
Herr Aider hat nun im Sinne einer Rückkoppelung am Interpellation Braunschweig
22. Juni 1983 nachgedoppelt, aber die Antwort des Bundes-
rates, die jetzt vorliegt, ist erneut ausweichend. Weiterhin
Nato-Nachrüstungsbeschluss und die Schweiz
will der Bundesrat keinen zwingenden Grund sehen, die La Suisse et les mesures de l'OTAN
vom Interpellanten geforderte Liberalisierung in die Tat visant au rétablissement
umzusetzen. Besonders eigenartig mutet an, dass der Bun- de l'équilibre des forces en Europe
desrat nun dieses Korrespordenzwahlrecht für Ausländer
mit dem Recht der Auslandschweizer verkoppelt, ein Glei- Siehe Jahrgang 1983, Seite 1864
ches tun zu können. Voir année 1983, page 1864
Wir sind weiter noch der Meinung, dass die Antwort des
Bundesrates unzureichend cder unannehmbar ist, da die
Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des Euro-
parates an die Adresse der Mitgliedstaaten, und nicht an die
Adresse des Ministerkomitee!;, gerichtet ist. Es besteht also Diskussion - Discussion
kein Grund, nun die Weisung des Ministerkomitees abzu-
warten. Indem der Bundesrat erst nach dem Beschluss des Braunschwelg: Ich habe Ende der letzten Session aus zwei
Ministerkomitees seine Haltung festlegen möchte, ignoriert Gründen um Diskussion gebeten. Der erste Grund: Seit dem
er den entsprechenden Appell der Parlamentarischen Ver- 28. September 1983, da ich meine Interpellation eingereicht
sammlung des Europarates. Er setzt sich, ohne ein Wort habe, sind etliche Monate verstrichen, und zahlreiche
darüber zu verlieren, über die von der Parlamentarischen Entwicklungen haben sich vor unseren Augen abgespielt,
Versammlung erlassene Empfehlung hinweg. Diese Miss- an denen unser Land ebenfalls teilweise beteiligt war. Ich
21. März 1984 N 347 Interpellation Braunschweig
denke dabei an die Konferenz in Stockholm, Konferenz für kommen nur dann einen Schritt weiter und tragen etwas bei,
Vertrauensbildung und Abrüstung in Europa (KVAE). Ich wenn wir Neues, Eigenes einbringen und uns picht auf das
benütze die Gelegenheit, um Herrn Bundesrat Aubert zu beschränken, was Allgemeingut geworden ist.
bitten, eine bundesrätliche Stellungnahme zur ersten Phase
dieser Konferenz in Stockholm (die in den letzten Tagen M. Aubert, conseiller fédéral: Je crois qu'il est assez injuste
vereinbarungsgemäss ihren Abschluss gefunden hat) abzu- de reprocher au Conseil fédéral de n'avoir pas répondu,
geben. dans les 48 heures, à des questions aussi complexes et
Eine zweite Frage: Heute wird eine weitere Konferenz in mouvantes que celles du désarmement. Aujourd'hui,
Athen eröffnet, nämlich die der Expertengruppe für Fragen 21 mars, M. Braunschweig l'a rappelé, s'ouvre, à Athènes, la
der Streitschlichtung. Die Konferenz kam aufgrund von réunion du Comité d'experts sur la proposition suisse de
Anregungen aus unserem Lande zustande. Deswegen sind «règlement pacifique des différends».
wir besonders daran interessiert, wie die Ausgangslage aus- Il convient de rappeler la politique constante de la Suisse en
sieht. Eine frühere Konferenz, die sich mit dieser Frage matière de désarmement et en faveur de la paix, dès la fin du
befasst hat, ist leider nicht sehr erfolgreich verlaufen. 19e siècle, ainsi que l'activité déployée par notre pays pour
Die dritte Frage ist kritischer Natur. Die Schweiz hat sich in aboutir aux conventions de La Haye sur le droit de la guerre
Stockholm sehr aktiv mit anderen neutralen und mit block- en 1907. Depuis la deuxième guerre mondiale, la Suisse a
freien Staaten zusammengetan und ein Arbeitspapier aus- signé toutes les conventions internationales et les traités
gearbeitet. Aber die Haltung der Schweiz hat auch Kritik multilatéraux dans le domaine du désarmement. Les docu-
ausgelöst. Beispielsweise hat sich die Schweiz gegen die ments que nous avons «fait présenter» aux assemblées
Idee der «gemeinsamen Sicherheit» gewehrt, die dann nur générales extraordinaires de l'Organisation des Nations
in einer sehr verschlüsselten Form in diesem Papier Ein- Unies de 1978 et de 1982 résument, de façon exhaustive, la
gang gefunden hat. Das war für mich überraschend und politique de notre pays en matière de désarmement. J'ai dit
enttäuschend zugleich. Ideen von kollektiver Sicherheit que nous avons «fait présenter» ces documents, car n'étant
waren im Völkerrecht in diesem Jahrhundert immer von pas membre de l'Organisation des Nations Unies, nous
grosser Bedeutung. Die Schweiz zeigte sich demgegenüber avons été obligés de les faire «parrainer» par des Etats
sehr offen. Wie erklärt sich diese plötzliche Zurückhaltung neutres et non alignés européens, membres de l'ONU, qui
der Schweiz? ont bien voulu communiquer nos textes aux autres mem-
Unsere Diplomaten haben sich offenbar sehr engagiert um bres. Notre dernière initiative, sur le «règlement pacifique
einen gemeinsamen Nenner bemüht, um den kleinstmögli- des différends», a fait l'objet d'une première séance d'un
chen Nenner sozusagen; könnte dieser Nenner nicht etwas comité d'experts de la CSCE, en octobre 1978 à Montreux.
grosser sein? Man muss manchmal etwas wagen, um Aujourd'hui, nous vivons, et c'est une réussite de la Suisse,
andere Menschen als Gesprächspartner zu gewinnen. Daher la réouverture d'une discussion au niveau de spécialistes, à
frage ich mich, ob sich unsere Diplomaten an Ort und Stelle Athènes, sur cette même question.
gegenüber dem Vorschlag, der von Rumänien auf den Ver- Puisque d'aucuns auraient désiré que nous ayons une atti-
handlungstisch gelegt worden ist, nicht offener hätten ver- tude plus courageuse et plus active, j'aimerais rappeler que
halten können? In diesem Vorschlag ist die Idee enthalten- c'est à l'initiative de la Suisse que le document final de la
wahrscheinlich eigener Erfahrung entsprungen - eines Ver- Conférence de Madrid sur la sécurité et la coopération en
botes von Manövern in Grenzgebieten. Das ist doch ein Europe a pu être accepté par l'Est et par l'Ouest. Et c'est sur
Wunsch, für den wir alle sehr grosses Verständnis haben. la base de ce document, que s'est ouverte le 17 janvier 1984,
Weiter wurden auch Ideen einer militärisch verdünnten à Stockholm, la Conférence européenne sur le désarme-
Zone oder eines Korridors vorgelegt. Nicht dass die Schweiz ment. C'est également ce document qui prévoit la discus-
diese Ideen einfach hätte übernehmen müssen, aber wir sion sur le «règlement pacifique des différends» à Athènes,
hätten etwas wagemutiger sein können. - Soweit meine une réunion d'experts en 1985 à Ottawa, sur les droits de
Fragen. l'homme ainsi que, au printemps 1986, à Berne, une réunion
Zur Beantwortung meiner Interpellation: Ich kann mich nur sur les contacts humains. On ne peut pas prétendre que
teilweise befriedigt erklären, weil ich den Eindruck habe, nous avons manqué d'esprit d'initiative ou de courage.
dass etliche Fragen, insbesondere die Fragen 2,3 und 4, gar Qu'avons-nous fait et qu'a fait, Monsieur Braunschweig, la
nicht oder nur sehr rudimentär beantwortet worden sind. conférence de Stockholm entre le 17 janvier et le 16 mars?
Wenn ich es genau sage, dann wäre ich zu 30 Prozent Une négociation de ce type, avec un tel nombre de partici-
befriedigt. Für diese 30 Prozent danke ich herzlich. pants (les 35 signataires de l'acte final d'Helsinki), est desti-
Ich habe unter Punkt 2 die Frage nach den Auswirkungen née à s'étendre sur une longue période, en l'espèce jus-
des jüngsten Aufrüstungsschrittes, der Nachrüstung im qu'au 6 novembre 1986, date à laquelle une nouvelle Confé-
Westen als Antwort auf einen Rüstungsschritt im Osten, für rence se réunira pour faire le bilan de Stockholm, d'Athènes,
unser eigenes Land aufgeworfen. Inzwischen wissen wir, d'Ottawa et de Berne. Elle doit nécessairement commencer
dass wiederum ein Rüstungsschritt im Osten erfolgt ist. par un exposé des positions des divers Etats et groupes
Unter Punkt 3 habe ich gefragt, ob nicht eine Verschiebung d'Etats. Au mois de février, nous n'étions en possession que
dieses westlichen Aufrüstungsschrittes um einige Monate de deux propositions, celle de la Roumanie et celle de
möglich wäre. Damit habe ich einen Vorschlag aufgenom- l'OTAN, l'URSS se réservant pour des raisons tactiques de
men, der von verschiedenen Seiten geäussert worden ist; déposer ultérieurement un document dont l'importance
der Bunderat hat leider darauf nicht geantwortet. Das heisst, n'échappe à personne. Depuis lors, plusieurs autres textes
die «Antwort» des Bundesrates erfolgte zu einem so späten ont été présentés, en particulier vendredi 9 mars, un docu-
Zeitpunkt, dass meine Frage überholt war. Hier habe ich ment commun des neutres et non-alignés. Il constituera
Kritik zu üben. Meine Frage habe ich am 28. September indiscutablement un texte extrêmement important pour la
eingereicht. Die Antwort datiert vom 5. Dezember. Also mehr négociation. La négociation, à proprement parler, n'a pas
als zwei Monate liess die Beantwortung einer Frage auf sich encore débuté; il convient d'établir, tout d'abord, le bilan
warten, die damals sehr viele Menschen und zweifellos auch des propositions des diverses parties. Dans l'ensemble, l'im-
den Bundesrat beschäftigt hat. Das ist eine lange Zeit. Im pression de cette première session est bonne, sans être ni
November haben innerhalb und auch ausserhalb unseres optimiste ni pessimiste. Elle s'est déroulée comme on pou-
Landes etliche Ereignisse stattgefunden; dem Bundesrat •vait l'attendre d'une conférence à ce niveau, touchant des
wäre kaum ein Zacken aus der Krone gefallen, wenn ersieh sujets aussi délicats. C'est, en effet, la première fois que l'on
schon damals zu einer Antwort hätte aufraffen können. discute de sécurité et de désarmement en Europe, entre 35
In Punkt 4 habe ich schliesslich einige Grundsätze und pays et en présence des deux super-puissances: l'URSS et
Überlegungen zur Diskussion gestellt; der Bundesrat hat les Etats-Unis d'Amérique.
darauf mit seinen Grundsätzen geantwortet, vor allem Quant à la réunion d'Athènes, on sait combien les Etats sont
Grundsätze, die heute Allgemeingut geworden sind. Wir hésitants à soumettre les litiges qui les opposent à des
Interpellation Robbiani 348 N 21 mars 1984
modes de règlement institutionnel. La Suisse en a fait l'ex- wirklich speditive Behandlung, die bereits zu Resultaten
périence depuis qu'elle a laice, à la Conférence sur la geführt hat.»
sécurité et la coopération en Europe, son projet de «règle- Je pense que Mme Morf considère donc que son postulat
ment pacifique des différends». Un prudent réalisme est est déjà réalisé avant même d'avoir été développé.
donc de mise le jour où s'ouvre la négociation. Cependant,
on remarquera que notre délégation à Stockholm - c'est un M. Aubert, conseiller fédéral: Mme Morf, cet objet est prévu
élément qui me paraît importcint - a réussi à établir un lien à l'ordre du jour de la Conférence des ambassadeurs qui se
entre la réaffirmation du «non-recours à la force» que désire déroulera du 28 au 31 août 1984! Le sujet sera donc traité
l'URSS et ce que nous considérons comme son corollaire: le dans le sens de votre postulat.
«règlement pacifique des différends». Celui-ci est donc
désormais posé, dans toute sa portée politique, à la confé- Abgeschrieben - Classé
rence de Stockholm. C'est un point qui me paraît extrême-
ment positif.
Votre troisième question cône irne cette notion de «sécurité
commune» qui a été conçue par ses auteurs comme une
alternative à la dissuasion. Dans ce sens, cette notion est un
83.312
idéal que l'on peut appeler de ses vœux, mais elle ne
#ST#
correspond certainement pas A l'état présent de notre conti- Interpellation Robbiani
nent. On connaît, aujourd'hui, davantage une situation de Campione
«menaces réciproques» que de «sécurité commune». D'ail-
leurs les constants empiétements dont la Suède, le pays
même qui abrite la Conférenco de Stockholm, est la victime
sur ces côtes, dans ses eaux territoriales, n'illustre malheu-
reusement que trop cette situation.
La défense nationale reste donc le fondement de la sécurité. Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1983
Dans le document commun dos neutres et des non-alignés, Mit dem Briefwechsel vom 28. Dezember 1982 sind mit der
déposé le vendredi 9 mars, cette notion de «sécurité com- Enklave Campione einige nachbarschaftliche Probleme
mune» a finalement été remplacée, sur proposition de la geregelt worden. Sie betreffen die Krankenkassenbeiträge,
délégation suisse, par celle «d'efforts communs en vue den Besuch der Tessiner Schulen, die medizinische
d'établir la sécurité». Ceci expi ime avec assez de réalisme et Behandlung und die Besteuerung.
sans illusion aucune, notre volonté de ne ménager aucun Der Kanton Tessin wird für die Leistungen, die er der Bevöl-
effort pour mieux assurer la paix sur notre continent et dans kerung von Campione anbietet, einen Beitrag von 5 Millio-
le monde. nen erhalten. Bedingung ist der freie Zugang der Schweizer
zu allen Spielsälen des Kasinos.
Le président: L'interpelleur eût partiellement satisfait de la Nach Presseinformationen verdient das Kasino von Cam-
réponse. pione d'Italia an den Schweizern, die der Leidenschaft für
das Glücksspiel frönen, etwa 40 Millionen pro Jahr. Man
schätzt, dass die Schweizer jedes Jahr eine halbe Milliarde
Franken auf den Spieltischen ausländischer Kasinos liegen
lassen.
Aus diesem Grund, aber auch aus ethischen Motiven, ist im
#ST# 82.588 Kanton Tessin eine'Volksinitiative lanciert worden. Sie ver-
Postulat Morf langt die Aufhebung der kürzlich getroffenen bilateralen
Vereinbarung, die vom Tessiner Grossen Rat genehmigt und
Menschenrechte und Außenwirtschaftspolitik vom Bundesrat ratifiziert worden ist.
Droits de l'homme et politique économique Die umstrittene Regelung und verschiedene Vorfälle in der
extérieure letzten Zeit, die Finanzgesellschaften und die Warenbörsen,
die auf dem Tessiner Finanzplatz tätig sind, ihren Sitz
jedoch in Campione haben und sich somit jeder schweizeri-
schen Kontrollstelle entziehen, sowie die privaten Radio-
und Fernsehsender, die den Radio- und Fernsehempfang im
Wortlaut des Postulates vom lì. Oktober 1982 Tessin stören, veranlassen mich, dem Bundesrat folgende
Fragen zu stellen:
Der Bundesrat wird eingeladän, bei einem der nächsten
jährlichen Botschaftertreffen sowohl Zusammenhänge als 1. Warum hat man die bilaterale Regelung einer internatio-
auch Möglichkeiten schweizer scher Menschenrechtspolitik nalen Vereinbarung vorgezogen?
mit schweizerischer Aussenwirtschaftspolitik zu diskutieren 2. Sollte die internationale Vereinbarung mit Campione
und auch unsere Handelsattaches in den Genuss dieser nicht revidiert werden?
Überlegungen kommen zu lassen. 3. Wäre es nicht möglich, mit dieser Revision das Problem
der Privatsender zu lösen, die den Empfang der schweizeri-
Texte du postulat du 8 octobrs 1982
schen Radio- und Fernsehprogramme stören, die Regeln
Le Conseil fédéral est invité A ouvrir, lors d'une des pro- einer sorgfältigen Information nicht einhalten und im Tessin
chaines conférences annuelles des ambassadeurs, une dis- Programme verbreiten, welche gegen die allgemeine Moral
cussion sur les rapports existant entre la politique suisse en verstossen?
matière des droits de l'homme et la politique économique
4. Können die PTT, welche in der Enklave die Post- und
extérieure de notre pays ainsi que sur les moyens d'action
Fernmeldedienste besorgen, nicht ergreifen?
éventuels dans ce do/naine. Il conviendra de porter les
résultats de cette discussion à la connaissance de nos 5. Liesse sich im Rahmen einer Revision der Vereinbarung
attachés commerciaux. mit Campione d'Italia nicht auch die Frage der Warenbör-
senmakler und der Treuhandgesellschaften regeln, die sich
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Braunschweig, - obwohl sie ihre Geschäfte auf dem Tessiner Finanzplatz
Jaggi, Meizoz, (Muheim) (5) abwickeln - den Vorschriften über die Sorgfalt und den
schweizerischen Gesetzen entziehen, da sie ihren gesetzli-
Le président: J'ai reçu l'aimable communication suivante de chen Sitz in der italienischen Enklave haben? Es ist offen-
Mme Mort: sichtlich, dass unrechtmässige Handlungen dieser juristi-
«Die Postulantin war noch selten so zufrieden über eine schen Personen, obwohl sie strafrechtlich nicht in die
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Braunschweig Nato-Nachrüstungsbeschluss und die Schweiz
Interpellation Braunschweig La Suisse et les mesures de l'OTAN visant au rétablissement
de l'équilibre des forces en Europe
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1984
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.582
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.03.1984 - 15:00
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Seite 346-348
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