Federal Council vs. Parliament: Emigration Agreement Revisions
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion requested that revisions to the emigration agreement with Italy, which reduced the residency and family reunification waiting periods, be submitted to the Federal Assembly for approval. The Federal Council argued that it had the authority to make such changes through mixed commissions and that these revisions did not require parliamentary approval under Article 89(4) of the Constitution, as the original agreement had already been approved and the changes were within the Council's existing treaty-making powers. The motion was rejected.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 89 durch, Art. 89 Absatz, Art. 89 BV, Art. 265 CP, Artikel 89 Absatz 4 BV; Federal Council vs. Parliament: Emigration Agreement Revisions: The Federal Council argued that it had the authority to make such changes through mixed commissions and that these revisions did not require parliamentary approval under Article 89(4) of the Constitution, as the original agreement had already been approved and the changes were within the Council's existing treaty-making powers. The motion was rejected.
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KI-generiertCited as the legal basis for submitting revised international treaties to the Federal Assembly for approval.
Volltext
15. Dezember 1983 N 1841 Motion Meier-Zürich
Texte de la motion du 16 juin 1983 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Vu l'issue des votations populaires du 5 avril 1981 sur Rapport écrit du Conseil fédéral l'initiative «Etre solidaires en faveur d'une nouvelle politique Die schweizerische Delegation hat am 29. April 1983 in der à l'égard des étrangers» et du 6 juin 1982 concernant la loi Gemischten schweizerisch-italienischen Kommission eine sur les étrangers, le Conseil fédéral est chargé d'ordonner la Erklärung hinsichtlich der Herabsetzung der Fristen für die dissolution, à la fin de 1983, de la commission fédérale pour Niederlassungsbewilliçiung und den Familiennachzug der les problèmes des étrangers (CFE), qui avait été créée italienischen Arbeitnehmer in der Schweiz zu Protokoll durant les débats sur les deux objets susmentionnés. gegeben. Der Motionär verlangt, dass die dadurch erfolgte Revision des Auswanderungsabkommens mit Italien aus Meier-Zürich: Die Mehrheit der Stimmberechtigten hat dem Jahr 1964 den eidgenössischen Räten nach Artikel 89 durch die Ablehnung der «Mitenand-lnitiative» und des Bun- Absatz 4 BV zur Genehmigung unterbreitet wird. desbeschlusses über die Erleichterung gewisser Einbürge- Das Abkommen aus dem Jahr 1964 wurde bereits vom rungen die Vorschläge dieser Kommission - genauer Parlament genehmigt. Dieser Entscheid ist endgültig und gesagt: dieser von Ausländern durchsetzten Kommission - wird vom Motionär nicht zur Diskussion gestellt. abgelehnt. Soweit es sich um die am 29. April 1983 protokollierten Ich beantrage Ihnen daher, meiner Motion zur Auflösung Erklärungen handelt, weist der Bundesrat darauf hin, dass dieser Kommission zuzustimmen. er die Absicht hatte, die erwähnten Fristen im Rahmen der Gemischten Kommission herabzusetzen, und dass er nach Bundesrat Friedrich: Diese Kommission hat mit dem Auslänbestehender Praxis zusitändig ist, solche Erklärungen abzudergesetz, das abgelehnt wurde, überhaupt nichts zu tun. geben. Es geht dabei um Massnahmen, die teilweise die Sie hat der Eingliederung der Ausländer zu dienen. Das ist innerstaatlichen Vorschriften über die Zulassung von auseine Aufgabe, die in unser aller Interesse liegt. Es wäre ländischen Arbeitnehmern berühren. Solche Fragen werden Unsinn, diese Kommission aufzulösen. laufend in einer Gemischten Kommission behandelt. Der Abstimmung - Vote Bundesrat hat von dieser Möglichkeit denn auch wiederholt Gebrauch gemacht, insbesondere im Rahmen von Gemisch- Für Überweisung der Motion 4 Stimmen ten Kommissionen wie beispielsweise mit der Bundesrepu- Dagegen 72 Stimmen blik Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich und Italien. Artikel 89 Absatz 4 BV kann deshalb im vorliegenden Fall nicht angewendet werden.
#ST# 83.482 Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Motion Meier-Zürich Der Bundesrat empfiehlt, die Motion abzulehnen. Auswanderungsabkommen mit Italien. Revision Motion Meier-Zürich Meier-Zürich: Mit meiner Motion verlange ich, dass die von Accord d'émigration avec l'Italie. Révision der schweizerischen Delegation in Rom akzeptierte Verkürzung der Fristen zum Erhalt der Niederlassung von zehn auf fünf Jahre und des Familiennachzuges von 15auf 12 Monate beiden Räten zur Genehmigung vorgelegt wird. Der Bundesrat weist in seiner ablehnenden Stellungnahme Wortlaut der Motion vom 21. Juni 1983 darauf hin, dass er Antrag stellte, die Fristen im Rahmen der Als Resultat der Verhandlungen über die Revision des Aus- Gemischten Kommission herabzusetzen, und dass er allein wanderungsabkommens ist für italienische Staatsangehöermächtigt sei, solche Erklärungen abzugeben. Ich muss in rige die Frist zum Erhalt der Niederlassungsbewilligung von diesem Zusammenhang ein weiteres Mal feststellen, dass zehn auf fünf Jahre herabgesetzt und die Frist für den der Bundesrat in eigener Kompetenz Fakten schafft, deren Familiennachzug von 15 auf 12 Monate reduziert worden. Folgeerscheinungen bzw. Folgekosten das ganze Volk zu Als kündbarer Staatsvertrag ist dieses Auswanderungsabtragen hat. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die kommen mit Italien seinerzeit nicht dem Referendum unter- Hereinnahme von 1000 Polen aus Österreich und bald stellt worden. Nach dem revidierten Artikel 89 BV Absatz 4 10 000 Südostasiaten aus dem mit über 16 Millionen Tonnen (Volksabstimmung vom 13. März 1977) können durch amerikanischer Bomben zerstörten Vietnam und Kambod- Beschluss beider Räte weitere völkerrechtliche Verträge scha. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass der Bundesrat dem Volke zur Annahme oder Verwerfung vorgelegt werden. die Auswirkungen dieses verhängnisvollen Abkommens mit Der Bundesrat wird daher ersucht, den revidierten Staats- Italien stets verniedlicht. So hat zum Beispiel der Bundesrat vertrag mit Italien beiden Räten zur Genehmigung vorzuin seiner Beantwortung einer NA-Petition (37 000 Unterlegen. schriften) am 28. Dezember 1965 festgestellt, dass 80 Prozent der zugereisten Arbeitskräfte im Zeitraum von vier Texte de la motion du 21 juin 1983 Jahren die Schweiz freiwillig wieder verlassen und dass Les négociations menées avec l'Italie sur la révision de la auch die restlichen 20 Prozent zum grössten Teil vor Ablauf convention d'émigration qui nous lie à ce pays ont eu pour der Zehnjahresfrist wieder ausreisen werden. «Die Zahl der résultat de réduire à cinq ans le délai nécessaire aux Italiens ausländischen Arbeitskräfte, die in den vergangenen Jahren pour obtenir le permis d'établissement, délai qui était de dix in den Genuss der Niederlassungsbewilligung gelangten, ans jusqu'à présent, et à douze mois au lieu de quinze celui hielt sich sehr in vernünftigen Grenzen.» Das war die Proqu'il faut observer pour avoir le droit de faire venir la famille gnose des Bundesrates vor 18 Jahren. d'un travailleur. Dass die Realität jedoch ganz anders aussieht, haben Sie, La convention susmentionnée n'avait pas été soumise au Herr Bundesrat Friedrich, während dieser Session selbst référendum parce qu'elle est dénonçable. Selon l'article 89, bestätigt, indem Sie feiätstellten, dass über 90 Prozent der 4e alinéa, de la constitution, révisé lors de la votation popuitalienischen Staatsangehörigen in der Schweiz im Besitz laire du 13 mars 1977, les traités internationaux qui ne sont der Niederlassungsbewilligung sind. Es handelt sich um pas soumis nécessairement à l'adoption ou au rejet du eine Grössenordnung von über 500 000 Personen. Bezugpeuple, peuvent l'être par une décision des deux conseils. nehmend auf diese Talsachen beantrage ich, dass die am En conséquence, le Conseil fédéral est invité à soumettre la 29. April 1982 in Rom zu Protokoll gegebenen Revisionen convention révisée passée avec l'Italie à l'approbation des des Staatsvertrages mit Italien beiden Räten zur Genehmideux Chambres. gung unterbreitet werden. 232-N Motion Aubry 1842 N 15 décembre 1983
Bundesrat Friedrich: Auch Herr Meier-Zürich hat nicht Les déclarations du Conseil fédéral, en réponse à notre bestritten, dass der Bundesrat für die abgegebene Erklärung motion, et du Gouvernement bernois ne suffisent plus à grundsätzlich kompetent war. Kompetent heisst nach normaliser la situation cinq ans après la création du canton schweizerischem Staatsrecht: Recht und Pflicht. Wir haben du Jura. also nicht nur das Recht, das zu tun, sondern auch die Les trois propositions qui font l'objet de la motion s'expli- Pflicht. Das schliesst aus, dass wir diese Kompetenz einer quent comme suit: anderen Behörde übertragen. Wir können also nicht die 1. Le procureur de la Confédération devrait pouvoir interve- Bundesversammlung dafür einsetzen. Daher bitte ich Sie, nir lorsque des déclarations menaçant l'intégrité territoriale die Motion Meier abzulehnen. d'un canton sont prononcées. Nous pensons aux discours et aux déclarations qui sont faits par des membres de Abstimmung - Vote l'Exécutif cantonal par lesquels ils revendiquent les terri- Für Überweisung der Motion 5 Stimmen toires d'un autre canton ou lancent des appels à la réunifica- Dagegen 57 Stimmen tion. 2. Sans modifier la clause de police qui suppose une menace directe et imminente (ATF 103 la 310), il conviendrait d'examiner l'opportunité de modifier la procédure #ST# 83.451 fédérale afin de permettre de former un recours immédiat au Tribunal fédéral. Motion Aubry 3. Il serait nécessaire d'étudier une solution qui permette de Berner Jura. Schutzmassnahmen rendre responsable l'Etat jurassien des dommages consécu- Jura bernois. Mesures de protection tifs aux événements et conflits qui découlent des appels à l'unité et à la réunification des autorités jurassiennes et d'autres appels tendant au même but. Cette responsabilité serait engagée lorsque des auteurs de déprédations commises sur le territoire bernois demeurent inconnus ou sont Wortlaut der Motion vom 8. Juni 1983 insolvables (exemples: colorant dans les piscines de Berne ou brûlures au gazon du stade de Wankdorf). Der Bundesrat wird eingeladen, Nous faisons ces propositions imperatives eu égard à la Fête 1. dem Parlament zum Schutz des Staates schärfere Strafdes mouvements de lutte qui doit avoir lieu les 23, 24 et 25 bestimmungen zu unterbreiten; juin à Moutier. Cette nouvelle provocation ne contribue pas 2. zu prüfen, ob es nicht angezeigt wäre, die Bundesrechtsà la détente souhaitée par la population de notre région. pflege so zu ändern, dass das Bundesgericht direkt angeru- Après trente années de lutte, la population du Jura bernois fen werden kann; est en droit d'attendre du Conseil fédéral autre chose que 3. zu prüfen, wie der Kanton Jura für die Schäden verantdes promesses sans cesse renouvelées qui n'ont pas wortlich gemacht werden könnte, die aufgrund seiner Aufapporté jusqu'ici l'apaisement auquel légitimement elle asrufe zur Einheit und zur Wiedervereinigung von unbekannpire. ten oder nicht zahlungsfähigen Tätern verursacht werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Texte de la motion du 8 juin 1983 Rapport écrit du Conseil fédéral Le Conseil fédéral est invité à 1. Le chiffre 1 de la motion demande le renforcement des 1. soumettre aux Chambres fédérales des dispositions dispositions pénales sur la protection de l'Etat. pénales renforcées sur la protection de l'Etat; De l'avis du Conseil fédéral, un tel renforcement ne s'impose 2. examiner l'opportunité de modifier la procédure fédérale pas. Ce sont essentiellement les articles 265 CP (haute afin de permettre un recours immédiat au Tribunal fédéral; trahison), 275 CP (atteintes à l'ordre constitutionnel) et 275"" 3. examiner de quelle manière l'Etat jurassien pourrait être CP (groupements illicites) qui sont concernés. La réglemenrendu responsable des dommages résultant des appels à tation actuelle est d'autant plus suffisante que, depuis le 1er l'unité et à la réunification qu'il lance et dont les auteurs octobre 1982, elle est complétée et renforcée par un article sont inconnus ou insolvables. 259 qui punit la provocation publique au crime et à la violence. Il est notoire que cette disposition était très contro- Mitunterzeichner-Cosignataires: Aregger, Bacciarini, Basversée; nombreux étaient les opposants qui craignaient que ler, Cevey, Fischer-Hägglingen, Frey-Neuchâtel, Graf, Jeanle nouvel article ne conduise à un contrôle policier des neret, Kohler Raoul, Loetscher, Loretan, Massy, Mülleropinions. On ne comprendrait dès lors pas que, maintenant, Scharnachtal, Ogi, Roth, Schule, Soldini, Teuscher (18) pour aller dans le sens de la motion, on veuille même Schriftliche Begründung - Développement par écrit pénaliser des déclarations de nature politique et faire du procureur général de la Confédération le censeur de cer- Le 10 juin 1982, le Conseif fédéral a répondu à une motion tains membres d'exécutifs cantonaux. que nous avions déposée le 19 juin 1980 et qui demandait une garantie fédérale du territoire des cantons. Nous avons 2. Les chiffres 2 et 3 de la motion invitent le Conseil fédéral pu nous rallier à la transformation de notre motion en à examiner des questions déterminées. Le simple examen postulat, proposée par le Conseil fédéral, car il nous semd'une question ne peut cependant constituer l'objet d'une blait que le Jura bernois entrait alors dans une période motion. L'article 29, 1er alinéa du Règlement du Conseil d'accalmie. national ne laisse planer aucun doute à cet égard. Ces deux Or, depuis les élections municipales de décembre 1982, qui termes de la motion peuvent-ils alors être à la rigueur ont vu apparaître une légère majorité séparatiste au Conseil acceptés comme postulat au sens de l'article 29,2° alinéa du de Ville de Moutier, le Jura bernois est à nouveau l'objet règlement? d'agressions verbales appuyées par les déclarations des a. A lire le chiffre 3, il semble que la motionnaire envisage membres de l'Exécutif du canton du Jura. La situation de la une procédure destinée à permettre, lorsqu'il s'agit de quespopulation des trois districts bernois semble actuellement tions d'ordre public, d'adresser un recours de droit public sans issue, en dépit de la détermination affichée par toute la au Tribunal fédéral directement, donc sans avoir épuisé au population restée bernoise après les plébiscites. L'on s'imapréalable les instances cantonales de recours. Outre le fait gine mal dans le reste de la Suisse quelles sont les pressions qu'une telle nouveauté est contraire à l'exigence impérieuse morales subies par la population de nos trois districts. La qu'il y a de diminuer la surcharge du Tribunal fédéral, sa perpétuation d'un tel climat constitue un danger pour la paix nécessité n'est au surplus nullement démontrée. Ensuite et confédérale. surtout, il ne convient pas que, par le biais de mesures prises Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Meier-Zürich Auswanderungsabkommen mit Italien. Revision
Motion Meier-Zürich Accord d'émigration avec l'Italie. Révision
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Jahr 1983 Année Anno
Band V Volume Volume
Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 11 Séance Seduta
Geschäftsnummer 83.482 Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 15.12.1983 - 08:00 Date Data
Seite 1841-1842 Page Pagina
Ref. No 20 012 073
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