Switzerland's Nuclear Waste Dumping at Sea
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains two interpellations regarding Switzerland's practice of dumping nuclear waste at sea. The first interpellation questions the proportion and radioactivity of waste from various sources, while the second demands that Switzerland cease ocean disposal of its nuclear waste and adhere to international recommendations against it. The interpellations highlight concerns about scientific doubts regarding the safety of this disposal method, potential harm to marine ecosystems, and damage to Switzerland's international reputation, especially after the country voted against a moratorium on such practices and decided to continue ocean dumping.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Nuclear Waste Dumping at Sea: The first interpellation questions the proportion and radioactivity of waste from various sources, while the second demands that Switzerland cease ocean disposal of its nuclear waste and adhere to international recommendations against it. The interpellations highlight concerns about scientific doubts regarding the safety of this disposal method, potential harm to marine ecosystems, and damage to Switzerland's international reputation, especially after the country voted against a moratorium on such practices and decided to continue ocean dumping.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
7. Oktober 1983 N 1521 Interpellation Günter
Quelle est la proportion de déchets provenant des hôpitaux den soll, hat offiziell bei den schweizerischen Behörden
et d'autres institutions médicales, quelle est celle provenant interveniert. Ausser der Schweiz wird nur noch Grossbritan-
de la recherche et de l'industrie, des centrales atomiques et nien seinen Atommüll 1983 ins Meer schütten.
d'ailleurs? Quel est le degré de radioactivité des déchets de Es geht nicht an, dass hochindustrialisierte Länder ihre
chaque groupe, quelle est leur période? (Les valeurs en giftigen oder radioaktiven Abfälle in internationale Gewäs-
kilos données par M. Kiener à la presse ne sont guère ser leeren und damit einen Lebensraum zerstören, der zum
significatives.) Erbe aller Menschen gehört. Besonders verantwortungslos
4. Le Conseil fédéral est-il prêt a examiner, avec d'autres ist es, den Bau von Atomkraftwerken in der Schweiz voran-
pays qui ont voté contre la recommandation mais qui, zutreiben, deren Abfallproblem überhaupt nicht gelöst ist,
comme les Pays-Bas, ont décidé de l'appliquer, les moyens und noch nicht einmal dafür gesorgt zu haben, dass
de se débarasser des déchets faiblement radioactifs prove- schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus der Medizin in
nant par exemple d'institutions médicales, sans les im- der Schweiz selbst beseitigt werden können.
merger? Antwort des Bundesrates siehe unten
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Réponse du Conseil fédéral voir ci-après
Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und
wünscht eine schriftliche Antwort.
Antwort des Bundesrates siehe unten
Réponse du Conseil fédéral voir ci-après
#ST# 83.437
Interpellation Günter
Radioaktive Abfälle. Tiefseeversenkung
Immersion des déchets radioactifs
#ST# 83.435
Interpellation der Fraktion der PdA/PSA/POCH
Atommüll
Interpellation du groupe du PdT/PSA/POCH Wortlaut der Interpellation vom 7. Juni 1983
Immersion des déchets nucléaires Die Wissenschaft zweifelt immer mehr daran, dass diese Art
der Versenkung harmlos ist und befürchtet, dass entgegen
früheren Beteuerungen gefährliche Anreicherungen radio-
aktiver Isotope in Nahrungsketten im Meer geschehen.
Daher verurteilte das Europäische Parlament am 16.Sep-
Wortlaut der Interpellation vom 7. Juni 1983 tember 1982 derartige Aktionen und verlangte einen soforti-
Die Fraktion der PdA/PSA/POCH fordert den Bundesrat gen Stopp. An der letzten Konsultativversammlung der Lon-
dringlich auf, auf jede weitere Versenkung von schweizeri- doner Konvention im Februar 1983 wurde dann mit starkem
schem Atommüll im Meer zu verzichten und sich somit an Mehr eine Resolution angenommen, welche auf ein Morato-
die Empfehlung vom 17.Februar 1983 der Londoner Konfe- rium dieser Versenkungen hinzielt. Nur die Gegenstimme
renz zur Verhinderung der Meerverschmutzung zu halten. der Schweiz verhinderte, dass aus der Resolution eine völ-
Wir bitten deshalb den Bundesrat um die Beantwortung der kerrechtliche Verpflichtung wurde.
Frage: Nun hat der Bundesrat am 25. Mai beschlossen, auch dieses
Ist er bereit, auf seinen Beschluss vom 25. Mai 1983 zurück- Jahr gegen alle Bedenken und Beschlüsse an den Tiefsee-
zukommen und ab sofort keinen schweizerischen Atommüll versenkungen festzuhalten. Dieser Beschluss trägt nicht nur
mehr im Meer versenken zu lassen? dem weitverbreiteten Widerstand gegen die blinde Art d.er
Abfallbeseitigung in unserem Lande keine Rechnung. Mit
Texte de l'interpellation du 7 juin 1983 dieser Haltung wird auch das internationale Ansehen der
Le groupe PdT/PSA/POCH invite instamment le Gouverne- Schweiz gefährdet. Wir stehen als Land da, das immer
ment a ne plus faire immerger de déchets nucléaires origi- wieder versucht, unangenehme Abfälle möglichst einfach
naires de Suisse dans la mer et à se conformer ainsi à la irgendwo im Ausland loszuwerden. Die Vorfälle rund um das
recommandation émise le 17 février 1983, lors de la Confé- Dioxin aus Seveso haben schon vorher bestehende Vorur-
rence de Londres sur la prévention de la pollution marine. teile gegenüber der Schweiz massiv bekräftigt. Sie wurden
Nous demandons donc au Conseil fédéral de répondre à la etwas gemildert durch die Art, wie die Schweiz jetzt diese
question suivante: Abfälle zurücknimmt und selbst entsorgt. Mit der Fortset-
Est-il prêt à réviser sa décision du 25 mai 1983 et à renoncer zung der Tiefseeversenkung radioaktiver Abfälle wird aber
des maintenant à toute immersion de déchets nucléaires die kaum verheilte Narbe wieder aufgerissen.
suisses dans la mer? Ist der Bundesrat bereit zu erklären, dass er ab 1984 auf
diese Art der nuklearen Entsorgung verzichten wird?
Sprecherin - Porte-parole: Mascarin
Texte de l'interpellation du 7 juin 1983
Schriftliche Begründung - Développement par écrit De plus en plus de scientifiques estiment que l'immersion de
Bereits in der Interpellation Mascarin vom 28. Februar 1983 déchets nucléaires n'est pas sans danger et craignent, con-
wurde darauf hingewiesen, dass die Londoner Konferenz trairement aux convictions antérieures, qu'il ne se produise
zur Verhinderrung der Meerverschmutzung an ihrer Sitzung un dangereux enrichissement des isotopes radioactifs dans
vom 17. Februar 1983 die Empfehlung beschlossen hat, les chaînes alimentaires de la mer. C'est pourquoi, le 16
keine weiteren Atomabfälle mehr im Meer zu versenken. Die septembre 1982, le Parlement européen a condamné de tels
Schweiz, Mitglied der LDC, hat gegen dieses Verbot actes et en a exigé la cessation immédiate. Lors de la
gestimmt. Der Bundesrat hat die Fragen der Interpellation zu dernière assemblée consultative de la Convention de Lon-
dieser Haltung der Schweiz bis jetzt nicht beantwortet. Hin- dres, en février 1983, une large majorité adopta une résolu-
gegen hat er, alle ökologischen Überlegungen in den Wind tion visant à suspendre les immersions de déchets radioac-
schlagend, beschlossen, auch 1983 wieder radioaktiven tifs. Seule l'opposition de la Suisse a empêché cette résolu-
schweizerischen Müll im Meer versenken zu lassen. WWF tion d'entrer dans la législation internationale. En outre, le
und Schweizerische Energiestiftung haben protestiert. Spa- Conseil fédéral a décidé le 25 mai de continuer cette année
nien, vor dessen Küste der Dreck ins Meer geschüttet wer- encore les immersions en haute mer, en dépit des réserves
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der Fraktion der PdA/PSA/POCH Atommüll
Interpellation du groupe du PdT/PSA/POCH Immersion des déchets nucléaires
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.435
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1983 - 08:00
Date
Data
Seite 1521-1521
Page
Pagina
Ref. No 20 011 859
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.