Swiss Invalidity Insurance and Livelihood Concerns
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation addressed concerns that the Swiss Invalidity Insurance (IV) might not be meeting its constitutional mandate to provide a livelihood for recipients, especially in light of the upcoming second pillar pension reform which would exclude many disabled individuals. The government responded by stating that while a significant number of IV recipients already receive supplementary benefits, the exact number not reaching a minimum livelihood is unknown due to individual circumstances. The government indicated it was already providing specific allowances for certain disabled groups and contributing to care facilities, and while not proposing a fundamental system change, it would explore increasing supplementary benefits for those needing care and potentially supporting relevant charitable institutions to address individual needs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 34quater Abs.2, BV Art. 34quater Abs.2; Swiss Invalidity Insurance and Livelihood Concerns: The government responded by stating that while a significant number of IV recipients already receive supplementary benefits, the exact number not reaching a minimum livelihood is unknown due to individual circumstances. The government indicated it was already providing specific allowances for certain disabled groups and contributing to care facilities, and while not proposing a fundamental system change, it would explore increasing supplementary benefits for those needing care and potentially supporting relevant charitable institutions to address individual needs.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertConstitutional basis for ensuring that pensions cover vital needs, cited in the context of the scope of disability insurance benefits.
Volltext
Interpellation Günter 1440 N 5 octobre 1983
Kantone abgeleitet worden ist. Wir können sie nur in Form de la situation financière des handicapés ou, en d'autres
des Postulates entgegennehmen. termes, en vue d'apporter les améliorations nécessaires
pour permettre de verser des rentes couvrant les besoins
Abstimmung - Vote vitaux, comme l'exige la constitution?
Für Überweisung als Motion 22 Stimmen
Für Überweisung als Postulat 37 Stimmen Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und
wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
83.424
1. Im März 1982 richtete die IV rund 86 500 invaliden Versi-
#ST#
Interpellation Günter cherten mit Wohnsitz in der Schweiz eine ordentliche und
Invalidenversicherung. Existenzsicherung rund 18 700 Personen eine ausserordentliche (beitragslose)
Rente aus. Im Jahre 1982 bezogen in rund 19800 Fällen
Assurance-invalidité. Minimum vital Invalide oder 18,8 Prozent der Rentenberechtigten eine
Ergänzungsleistung. Diese Quote ist naturgemäss höher als
bei den Betagten (12,9 Prozent) oder bei den Witwen (5,7
Prozent).
2. Die Zahl der Behinderten, deren Existenzsicherung
Wortlaut der Interpellation vom B.Juni 1983
weder durch die IV-Renten noch durch Ergänzungsleistun-
Der Verfassungsauftrag der existenzsichernden Rente (BV gen erreicht wird, ist nicht bekannt. Die dafür notwendigen
Art.34quater Abs.2) wird im Bereiche der Invalidenversiche- Angaben müssten jedem einzelnen EL-Dossier entnommen
rung vermutlich in erheblichem Ausmass nicht erfüllt. Mit und durch eine persönliche Einschätzung der Bedürfnisse
dem Inkrafttreten des Beruflichen Vorsorgegesetzes (BVG) ergänzt werden. Bekanntlich unterscheiden sich diese letz-
(zweite Säule) wird sich die Situation für alle Behinderten, teren stark von Fall zu Fall. Sie werden im wesentlichen
die sich dieser Institution nicht anschliessen können, noch bestimmt durch die Art des Gebrechens, das Ausmass der
verschärfen. Vor allem langfristig muss eine zunehmende Autonomie in der Gestaltung des alltäglichen Lebens und
Verschlechterung ihrer finanziellen Situation befürchtet die Pflegebedürftigkeit der behinderten Person.
werden.
3. Der Bundesrat beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren
Der Bundesrat wird daher gebeten, folgende Fragen zu mit der oft schwierigen Situation der Geburts- und Kind-
beantworten: heitsinvaliden sowie der Frühinvaliden, deren vielverspre-
1. Wie viele IV-Bezüger erhalten heute Ergänzungsleistun- chende Karriere durch den Eintritt eines invalidierenden
gen (absolute Zahl und in Prozenten der Bezüger einer Ereignisses unterbrochen worden ist. Seit 1973 werden
vollen Rente)? zugunsten der genannten Behindertengruppen Rentenzu-
2. In wie vielen Fällen wird die Existenzsicherung trotz schläge ausgerichtet (minimal 230 Franken pro Monat ab
Ergänzungsleistungen vermutlich nicht erreicht? 1.Januar 1984). Man wollte dieses Problem nicht aus-
3. Wie sieht der Bundesrat die langfristige Entwicklung der schliesslich mit Hilfe der Ergänzungsleistungen lösen. In
Invalidenversicherung und ihrer Leistungen, vor allem im diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die
Hinblick auf die Tatsache, dass die zweite Säule vielen von der IV gewährten Beiträge an den Bau und den Betrieb
Behinderten verschlossen bleiben wird und die Wirtschaft von Heimen für Behinderte ebenfalls zur Senkung der
stagniert? Pflege- und Beherbergungskosten dieser Personen bei-
tragen.
4. Welche Massnahmen sind geplant, um die sich langfri- Es ist richtig, dass die erwähnten Behinderten grossenteils
stig abzeichnende weitere Verschlechterung der finanziel- zu den unteren Einkommenskategorien gehören und des-
len Situation der Behinderten aufzuhalten bzw. die rötigen
halb nicht in den Genuss von Leistungen der zweiten Säule
Verbesserungen sicherzustellen, um den Verfassungsauf- (berufliche Vorsorge) kommen können. Ihre Lebensbedürf-
trag der existenzsichernden Rente zu erfüllen? nisse müssten im Prinzip durch die staatliche AHV/IV
Texte de l'interpellation du 6 juin 1983 gedeckt werden. Die Vielfalt der Einzelfälle schliesst jedoch
La constitution dispose que les rentes doivent couvrir les eine pauschale Massnahme, wie sie eine massive Rentener-
besoins vitaux (art. 34"""", 2e al., est.). Or, dans le domaine de höhung darstellen würde, aus. Nötig sind im Gegenteil den
l'assurance-invalidité, cela ne sera vraisemblablement pas le individuellen Bedürfnissen angepasste Lösungen.
cas, tant s'en faut. Lorsque la loi sur la prévoyance profes- 4. Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, das beste-
sionnelle (deuxième pilier) sera en vigueur, la situation des hende System grundlegend zu ändern, wird jedoch darauf
handicapés qui ne pourront pas bénéficier de cette institu- achten, dass das bisher Erreichte mindestens erhalten,
tion s'aggravera encore. Il est à craindre que leur situation wenn nicht verbessert werden kann. Insbesondere wird er
financière ne se détériore toujours plus, à longue échéance die Möglichkeit prüfen, die Ergänzungsleistungen derjeni-
surtout. gen Behinderten zu erhöhen, die zu Hause gepflegt oder in
Compte tenu de ce qui précède, je prie le Conseil fédéral de einem Heim untergebracht werden müssen. Ausserdem
répondre aux questions suivantes: schliesst er für den Fall eines ausgewiesenen Bedürfnisses
nicht aus, eine Erhöhung der Beiträge an die gemeinnützi-
1. Combien y a-t-il aujourd'hui de personnes ayant droit à gen Institutionen (insbesondere Pro Infirmis und Pro Senec-
une rente Al qui reçoivent une rente complémentaire (en tute) vorzuschlagen, um so die Hilfe für die besonders
valeur absolue et en pour cent du nombre des personnes Benachteiligten zu verstärken.
touchant une rente complète)?
2. Dans combien de cas doit-on présumer que le minimum Präsident: Herr Günter ist teilweise befriedigt.
vital n'est pas atteint, malgré la rente complémentaire?
3. Quelle sera, de l'avis du Conseil fédéral, l'évolution à long
terme de l'assurance-invalidité et des prestations de celle-ci,
compte tenu notamment du fait que beaucoup de handi-
capés ne bénéficieront pas de la prévoyance professionnelle
et que l'économie connaît une période de stagnation?
4. Quelles sont les mesures prévues aux fins de stopper une
nouvelle dégradation - qui se dessine à longue échéance -
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Günter Invalidenversicherung. Existenzsicherung
Interpellation Günter Assurance-invalidité. Minimum vital
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.424
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1983 - 15:00
Date
Data
Seite 1440-1440
Page
Pagina
Ref. No 20 011 817
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.