Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
83.424 • VB CH 83.424 KI-generiert

Swiss Invalidity Insurance and Livelihood Concerns

Geschäftsnummer 83.424
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This interpellation addressed concerns that the Swiss Invalidity Insurance (IV) might not be meeting its constitutional mandate to provide a livelihood for recipients, especially in light of the upcoming second pillar pension reform which would exclude many disabled individuals. The government responded by stating that while a significant number of IV recipients already receive supplementary benefits, the exact number not reaching a minimum livelihood is unknown due to individual circumstances. The government indicated it was already providing specific allowances for certain disabled groups and contributing to care facilities, and while not proposing a fundamental system change, it would explore increasing supplementary benefits for those needing care and potentially supporting relevant charitable institutions to address individual needs.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 34quater Abs.2, BV Art. 34quater Abs.2; Swiss Invalidity Insurance and Livelihood Concerns: The government responded by stating that while a significant number of IV recipients already receive supplementary benefits, the exact number not reaching a minimum livelihood is unknown due to individual circumstances. The government indicated it was already providing specific allowances for certain disabled groups and contributing to care facilities, and while not proposing a fundamental system change, it would explore increasing supplementary benefits for those needing care and potentially supporting relevant charitable institutions to address individual needs.

Schlagwörter

KI-generiert
Ruhegehalt wegen Dienstunfähigkeit Zusatzversicherung Verfassungswidrigkeit Mindestleistungen Kollektivversicherung sozialversicherungsrechtliche Streitigkeit
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
BV Art. 34quater Abs.2

Constitutional basis for ensuring that pensions cover vital needs, cited in the context of the scope of disability insurance benefits.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Interpellation Günter 1440 N 5 octobre 1983

Kantone abgeleitet worden ist. Wir können sie nur in Form de la situation financière des handicapés ou, en d'autres

des Postulates entgegennehmen. termes, en vue d'apporter les améliorations nécessaires

pour permettre de verser des rentes couvrant les besoins

Abstimmung - Vote vitaux, comme l'exige la constitution?

Für Überweisung als Motion 22 Stimmen

Für Überweisung als Postulat 37 Stimmen Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und

wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Rapport écrit du Conseil fédéral

83.424

1. Im März 1982 richtete die IV rund 86 500 invaliden Versi-

#ST#

Interpellation Günter cherten mit Wohnsitz in der Schweiz eine ordentliche und

Invalidenversicherung. Existenzsicherung rund 18 700 Personen eine ausserordentliche (beitragslose)

Rente aus. Im Jahre 1982 bezogen in rund 19800 Fällen

Assurance-invalidité. Minimum vital Invalide oder 18,8 Prozent der Rentenberechtigten eine

Ergänzungsleistung. Diese Quote ist naturgemäss höher als

bei den Betagten (12,9 Prozent) oder bei den Witwen (5,7

Prozent).

2. Die Zahl der Behinderten, deren Existenzsicherung

Wortlaut der Interpellation vom B.Juni 1983

weder durch die IV-Renten noch durch Ergänzungsleistun-

Der Verfassungsauftrag der existenzsichernden Rente (BV gen erreicht wird, ist nicht bekannt. Die dafür notwendigen

Art.34quater Abs.2) wird im Bereiche der Invalidenversiche- Angaben müssten jedem einzelnen EL-Dossier entnommen

rung vermutlich in erheblichem Ausmass nicht erfüllt. Mit und durch eine persönliche Einschätzung der Bedürfnisse

dem Inkrafttreten des Beruflichen Vorsorgegesetzes (BVG) ergänzt werden. Bekanntlich unterscheiden sich diese letz-

(zweite Säule) wird sich die Situation für alle Behinderten, teren stark von Fall zu Fall. Sie werden im wesentlichen

die sich dieser Institution nicht anschliessen können, noch bestimmt durch die Art des Gebrechens, das Ausmass der

verschärfen. Vor allem langfristig muss eine zunehmende Autonomie in der Gestaltung des alltäglichen Lebens und

Verschlechterung ihrer finanziellen Situation befürchtet die Pflegebedürftigkeit der behinderten Person.

werden.

3. Der Bundesrat beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren

Der Bundesrat wird daher gebeten, folgende Fragen zu mit der oft schwierigen Situation der Geburts- und Kind-

beantworten: heitsinvaliden sowie der Frühinvaliden, deren vielverspre-

1. Wie viele IV-Bezüger erhalten heute Ergänzungsleistun- chende Karriere durch den Eintritt eines invalidierenden

gen (absolute Zahl und in Prozenten der Bezüger einer Ereignisses unterbrochen worden ist. Seit 1973 werden

vollen Rente)? zugunsten der genannten Behindertengruppen Rentenzu-

2. In wie vielen Fällen wird die Existenzsicherung trotz schläge ausgerichtet (minimal 230 Franken pro Monat ab

Ergänzungsleistungen vermutlich nicht erreicht? 1.Januar 1984). Man wollte dieses Problem nicht aus-

3. Wie sieht der Bundesrat die langfristige Entwicklung der schliesslich mit Hilfe der Ergänzungsleistungen lösen. In

Invalidenversicherung und ihrer Leistungen, vor allem im diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die

Hinblick auf die Tatsache, dass die zweite Säule vielen von der IV gewährten Beiträge an den Bau und den Betrieb

Behinderten verschlossen bleiben wird und die Wirtschaft von Heimen für Behinderte ebenfalls zur Senkung der

stagniert? Pflege- und Beherbergungskosten dieser Personen bei-

tragen.

4. Welche Massnahmen sind geplant, um die sich langfri- Es ist richtig, dass die erwähnten Behinderten grossenteils

stig abzeichnende weitere Verschlechterung der finanziel- zu den unteren Einkommenskategorien gehören und des-

len Situation der Behinderten aufzuhalten bzw. die rötigen

halb nicht in den Genuss von Leistungen der zweiten Säule

Verbesserungen sicherzustellen, um den Verfassungsauf- (berufliche Vorsorge) kommen können. Ihre Lebensbedürf-

trag der existenzsichernden Rente zu erfüllen? nisse müssten im Prinzip durch die staatliche AHV/IV

Texte de l'interpellation du 6 juin 1983 gedeckt werden. Die Vielfalt der Einzelfälle schliesst jedoch

La constitution dispose que les rentes doivent couvrir les eine pauschale Massnahme, wie sie eine massive Rentener-

besoins vitaux (art. 34"""", 2e al., est.). Or, dans le domaine de höhung darstellen würde, aus. Nötig sind im Gegenteil den

l'assurance-invalidité, cela ne sera vraisemblablement pas le individuellen Bedürfnissen angepasste Lösungen.

cas, tant s'en faut. Lorsque la loi sur la prévoyance profes- 4. Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, das beste-

sionnelle (deuxième pilier) sera en vigueur, la situation des hende System grundlegend zu ändern, wird jedoch darauf

handicapés qui ne pourront pas bénéficier de cette institu- achten, dass das bisher Erreichte mindestens erhalten,

tion s'aggravera encore. Il est à craindre que leur situation wenn nicht verbessert werden kann. Insbesondere wird er

financière ne se détériore toujours plus, à longue échéance die Möglichkeit prüfen, die Ergänzungsleistungen derjeni-

surtout. gen Behinderten zu erhöhen, die zu Hause gepflegt oder in

Compte tenu de ce qui précède, je prie le Conseil fédéral de einem Heim untergebracht werden müssen. Ausserdem

répondre aux questions suivantes: schliesst er für den Fall eines ausgewiesenen Bedürfnisses

nicht aus, eine Erhöhung der Beiträge an die gemeinnützi-

1. Combien y a-t-il aujourd'hui de personnes ayant droit à gen Institutionen (insbesondere Pro Infirmis und Pro Senec-

une rente Al qui reçoivent une rente complémentaire (en tute) vorzuschlagen, um so die Hilfe für die besonders

valeur absolue et en pour cent du nombre des personnes Benachteiligten zu verstärken.

touchant une rente complète)?

2. Dans combien de cas doit-on présumer que le minimum Präsident: Herr Günter ist teilweise befriedigt.

vital n'est pas atteint, malgré la rente complémentaire?

3. Quelle sera, de l'avis du Conseil fédéral, l'évolution à long

terme de l'assurance-invalidité et des prestations de celle-ci,

compte tenu notamment du fait que beaucoup de handi-

capés ne bénéficieront pas de la prévoyance professionnelle

et que l'économie connaît une période de stagnation?

4. Quelles sont les mesures prévues aux fins de stopper une

nouvelle dégradation - qui se dessine à longue échéance -

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Günter Invalidenversicherung. Existenzsicherung

Interpellation Günter Assurance-invalidité. Minimum vital

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1983

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 83.424

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 05.10.1983 - 15:00

Date

Data

Seite 1440-1440

Page

Pagina

Ref. No 20 011 817

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.

Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.