Federal Council Accepts Postulates on Animal Testing Reduction and Documentation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document presents two postulates regarding animal testing and animal welfare regulations. The first, Postulat Bundi, calls for a urgent revision of the animal testing section of the animal welfare ordinance to drastically reduce animal experiments, ban the LD-50 and Draize tests, mandate consideration of animal suffering in approvals, and ensure strict criteria for cantonal approvals. The second, Postulat Ziegler-Solothurn, proposes creating a central documentation center for animal experiment data and requiring annual reporting of experiment results to authorities. The Federal Council expressed readiness to accept both postulates, indicating a willingness to address concerns about animal testing practices and oversight.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 16 fest, Art. 16 Tierschutzgesetz; Federal Council Accepts Postulates on Animal Testing Reduction and Documentation: The first, Postulat Bundi, calls for a urgent revision of the animal testing section of the animal welfare ordinance to drastically reduce animal experiments, ban the LD-50 and Draize tests, mandate consideration of animal suffering in approvals, and ensure strict criteria for cantonal approvals. The second, Postulat Ziegler-Solothurn, proposes creating a central documentation center for animal experiment data and requiring annual reporting of experiment results to authorities. The Federal Council expressed readiness to accept both postulates, indicating a willingness to address concerns about animal testing practices and oversight.
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KI-generiertCited to support the argument that animals should not be subjected to experiments causing significant pain, suffering, or distress, and that those that do should not be used for further experiments.
Volltext
24. Juni 1983 1010 Postulat Bundi
Zukunftsinvestitionen, die längerfristig teuer zu stehen #ST# 83.403
kommen. Der weitaus grösste Teil der jungen Schweizerin-
nen und Schweizer absolviert eine Berufslehre. Es geht Postulat Bundi
nicht an, das berufliche Bildungswesen im Vergleich .zu den Tierversuche. Tierschutzverordnung
Hochschulen weiterhin zu benachteiligen. Das Beispiel Expériences sur les animaux.
SIBP ist ein Beweis für diese Behauptung.
Ordonnance sur la protection des animaux
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis Wortlaut des Postulates vom 17. März 1983
Der Bundesrat wird eingeladen, den Abschnitt über die
Tierversuche in der Tierschutzverordnung dringend zu revi-
dieren und dem Tierschutz im Sinne des Gesetzes Nach-
#ST# 83.388 achtung zu verschaffen. Insbesondere sind Bestimmungen
zu erlassen, welche
Postulat Ziegler-Solothurn - eine drastische Reduktion der Tierversuche zur Folge
Tierversuche. Dokumentationsstelle haben;
Postulat Ziegler-Soleure - die Anwendung des LD-50-Tests mit seinem sinnlosen
Expériences sur les animaux. und grausamen Verschleiss an Tieren und des Draize-Tests
für Kosmetika sofort zu verbieten;
Centre de documentation
- verpflichten, den Aspekt der Schmerzen, Leiden oder
Schäden, die einem Tier zugefügt werden, bei der Bewilli-
gung von Tierversuchen zwingend zu berücksichtigen;
- Gewähr bieten, dass die Erteilung von kantonalen Bewilli-
Wortlaut des Postulates vom 16. März 1983 gungen für Tierversuche anhand streng abgefasster und
Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, den Willen des Tierschutzgesetzes klar respektierender Kri-
terien restriktiv gehandhabt wird.
- ob nicht in Zusammenarbeit mit Universitätsinstituten
und der Industrie eine zentrale Dokumentationsstelle zur Texte du postulat du 17 mars 1983
Speicherung von Angaben über Zielsetzung bzw. Fragestel- Le Conseil fédéral est invité à réviser d'urgence, dans
lung, Methode und Ergebnis aller bewilligten Tierversuche l'ordonnance sur la protection des animaux, le chapitre qui
geschaffen werden sollte, und traite des expériences sur les animaux, et de mettre ainsi
- ob nicht die Inhaber von Bewilligungen für Tierversuche en pratique la protection accordée aux bêtes par la loi. Il
angehalten werden könnten, den zuständigen kantonalen convient notamment d'arrêter des dispositions qui
und eidgenössischen Behörden über die Ergebnisse abge- - auront pour effet de réduire considérablement le nombre
schlossener Versuche bzw. mehrjähriger Versuchsserien de ces essais;
jährlich Bericht zu erstatten.
- interdiront avec effet immédiat l'application du test LD 50,
Texte du postulat du 16 mars 1983 qui implique la mort inutile et cruelle d'un grand nombre
Le Conseil fédéral est prié d'examiner, d'animaux, ainsi que celle du test Draize pour les cosméti-
ques;
- s'il ne conviendrait pas de créer, en collaboration avec
les instituts universitaires et l'industrie, un centre de docu- - obligeront à prendre en considération, lors de l'octroi
mentation chargé de répertorier les indications concernant d'une autorisation, les douleurs et les lésions infligées à un
le but poursuivi ou bien le motif, la méthode et le résultat de animal lors d'une expérience;
toutes les expériences autorisées sur les animaux, et - garantiront que les autorisations cantonales pour les
- s'il ne serait pas possible d'obliger les titulaires d autori- expériences sur les animaux soient accordées selon une
sation permettant de procéder à de telles expériences, à procédure restrictive en vertu de dispositions sévères res-
rendre compte chaque année aux autorités fédérales ou pectant fidèlement l'esprit de la loi sur la protection des ani-
cantonales compétentes des résultats d'expériences termi- maux.
nées ou de séries d'expériences portant sur plusieurs Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Akeret,
années. Ammann-St. Gallen, Bircher, Borei, Braunschweig, Eppen-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Biderbost, Blunschy, berger-Nesslau, Ganz, Gloor, Kunz, Lang, Loetscher, Lon-
Bundi, Butty, Cantieni, Columberg, Darbellay, Dirren, Hug- get, Meier Werner, Meizoz, Merz, Muheim, Müller-Luzern,
genberger, Jelmini, Kühne, Kunz, Müller-Luzern, Röthlin Renschler, Schmid, Vannay, Weber-Arbon, Ziegler-Solo-
(14) thurn (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Erfahrung zeigt unter anderem, dass die Wiederholung Obwohl Tierschutzgesetz und -Verordnung seit dem I.Juli
identischer oder fast identischer Tierversuche bereits auf 1981 in Kraft sind, findet auf dem Gebiete der Tierversuche
nationaler Ebene zu einer starken Vermehrung der Tierver- ein immenser Verbrauch von Tieren, zum Teil verbunden mit
suche führt, was dem gesetzlichen Erfordernis der Uner- unerhörten Quälereien, statt. So werden nach einem
lässlichkeit widerspricht. Mit einer Dokumentationsstelle Bericht von «Bilanz» 12/1982 zum Beispiel an der Universi-
könnte vermehrte Transparenz unter den interessierten tät Zürich seit Jahren folgende Experimente durchgeführt:
Kreisen, aber auch gegenüber der Öffentlichkeit ermöglicht «Eine Katze wird in einem stereotaxischen Apparat mit
werden. Eine solche Stelle wäre jedoch auf die Informatio- Metallbändern, die ihr Pfoten und Rücken einschnüren,
nen der Bewilligungsinhaber angewiesen. festgeschnallt; der Hals ist so fixiert, dass dem Tier keine
Bewegung möglich ist. Am Kopf wird das Fell abrasiert. Mit
Schriftliche Erklärung des Bundesrates einem Bohrer wird die Schädeldecke herausgesägt und
Déclaration écrite du Conseil fédéral abgetragen, dann wird die Membran, die das Gehirn
bedeckt, entfernt. Kanülen, Spritzen, Sensoren werden
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
langsam in die Kopfhöhle eingeführt. Mit Skalpellen werden
Überwiesen - Transmis Teile der Gehirnmasse abgetragen, Elektroden eingesetzt
Interpellation Ziegler Genève 1011 N 24 juin 1983
oder eine künstliche Schädeldecke aus Plexiglas mit vier #ST# 82.926
Schrauben in den Schädelknochen fixiert.» Ein Kommentar
zu solchen grauenhaften Methoden erübrigt sich. Interpellation Ziegler-Genf
In der Schweiz werden jährlich über drei Millionen Tiere für Öffentliche Entwicklungshilfe. Verstärkung
Versuchszwecke «verbraucht». Ein Unternehmen der
Interpellation Ziegler-Genève
Pharma-lndustrie «verbrauchte» im Jahre 1979 allein
1 089 251 Tiere, die aus seiner betriebseigenen Zuchtanlage Aide publique au développement. Augmentation
stammten. Es besteht kein Anlass zu glauben, dass die
Zahl der zu Versuchszwecken «verbrauchten» Tiere nach
dem Inkrafttreten von Gesetz und Verordnung namhaft
zurückgegangen wäre. Dies beweist unter anderem die
Situation in Basel, wo man innert Jahresfrist von insgesamt
620 bewilligungspflichtigen Gesuchen nur zehn abgelehnt Wortlaut der Interpellation vom 14. Dezember 1982
hat. Es ist nicht in Erfahrung zu bringen, wie viele Tiere die Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um
je bewilligten Gesuche umfassen. In manchen Kantonen ist sein förmliches Versprechen, die öffentliche Entwicklungs-
die Ausführungsgesetzgebung in bezug auf die Kontrolle hilfe auf 0,35 Prozent des schweizerischen Bruttosozialpro-
der Tierversuche noch nicht realisiert oder noch nicht zum duktes anzuheben, zu erfüllen?
Tragen gekommen.
An den Universitäten werden zu Lehrzwecken nach wie vor Texte de l'interpellation du 14 décembre 1982
Massen von Tieren verbraucht. Das vom Gesetz vorge- Quelles sont les mesures que le Conseil fédéral entend
schriebene «unerlässliche Mass» findet auch hier kaum prendre afin de réaliser sa promesse formelle de porter à
Beachtung. Es ist aber auch im Bereiche der Lehre eine 0,35 pour cent du produit national brut l'aide publique au
drastische Einschränkung des Tierexperimentes durchzu- développement?
setzen. Sehr viele kompetente Wissenschafter weisen
heute mit Nachdruck darauf hin, dass weder Lehre noch Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Forschung so vieler Tierversuche bedürfen, sondern dass Lors de la discussion de la loi fédérale de coopération tech-
sich heute andere Methoden anbieten. nique et d'aide humanitaire, le Conseil fédéral a affirmé
Zu einer teilweisen Reduktion kann das Verbot zweier Tests comme but prochain de sa politique d'augmenter l'aide
beitragen. Dazu gehört einmal der LD-50-Test, eine der ver- publique au développement. Il a défendu ce même point de
werflichsten Erfindungen unserer Zivilisation. Dieser soll die vue dans la récente réunion du DAC (Development Assis-
Grenzwerte der zur Anwendung zuzulassenden Pharmaka tance Committee de l'OECD).
anzeigen und wird indirekt durch Bundesorgane der Medi- Selon les promesses du Conseil fédéral, il était prévu d'aug-
kamentenkontrolle gutgeheissen. LD ist die englische menter les crédits d'aide publique au développement de 10
Abkürzung für «tödliche Dosis». Einer Testgruppe von Tie- pour cent par an jusqu'à atteindre une somme qui soit équi-
ren wird eine konzentrierte Dosis des Medikaments verab- valente à 0,35 pour cent du produit national brut de notre
reicht, die solange abgeschwächt wird, bis 50 Prozent der pays.
Tiere am Leben bleiben. Dieser Test sowie der Draize-Test Or, la discussion budgétaire de décembre 1982 a révélé
für Kosmetika sind auf dem Verordnungsweg sofort zu ver- une tendance inverse: au lieu d'augmenter, le Conseil fédé-
bieten. Dass diese keine Berechtigung haben, geht aus ral réduit les crédits attribués à l'aide publique au dévelop-
mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen hervor. pement. Cette contradiction entre la théorie affirmée et la
Das Tierschutzgesetz hält in seinem Artikel 16 fest: pratique budgétaire affecte gravement la crédibilité de la
«Schmerzen, Leiden oder Schäden dürfen einem Tier nur politique suisse d'aide au tiers monde. Elle constitue aussi
zugefügt werden, soweit dies für den verfolgten Zweck une hypothèque sérieuse pour le dialogue entre la Confédé-
unvermeidlich ist.» Auch figuriert hier die Bestimmung: ration et les organisations privées d'aide au développe-
«Hätte ein Versuch für ein Tier erhebliche Schmerzen, Lei- ment.
den oder schwere Ängste zur Folge, so darf es nicht für
weitere Versuche verwendet werden.» Diesen Bestimmun- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
gen wird in der Praxis im allgemeinen nicht nachgelebt. Rapport écrit du Conseil fédéral
Es ist ferner erforderlich, dass die kantonalen Bewilligungs- A diverses reprises dans le passé, notamment dans son
gründe durch zusätzliche und strenge Kriterien klarer for- rapport sur les Grandes lignes de la politique gouverne-
muliert und die Bewilligungspraxis entsprechend restriktiv mentale 1979 à 1983 et dans son Message du 9 juillet 1980
gehandhabt wird. Dazu könnte auch eine ausgewogenere sur la continuation de la coopération technique et de l'aide
Zusammensetzung der Kommissionen auf Bundesebene financière en faveur des pays en développement, le Conseil
beitragen, indem darin mehr neutrale Experten und Laien fédéral a reconnu que l'aide suisse au développement était
berücksichtigt würden. Die Revision der Verordnung in den encore insuffisante. Il a affirmé qu'il entendait s'efforcer de
genannten Punkten ist dringlich. Der kontinuierlichen Tier- la porter, vers le milieu de la décennie, au niveau moyen
quälerei und dem Verschleiss an Tieren im «Namen des atteint par les pays industrialisés membres de l'OCDE (soit
Fortschritts unserer Gesellschaft» muss gebieterisch Ein- 0,35 pour cent du produit national brut en 1980).
halt geboten werden. Dieses Anliegen wird insbesondere Dans son rapport sur la planification financière pour les
von den Mitgliedern der parlamentarischen Arbeitsgruppe années 1984 à 1986 du 4 octobre 1982, le Conseil fédéral a
für einen wirksamen Tierschutz unterstützt. cependant dû constater qu'il ne lui serait pas possible de
parvenir à équilibrer le budget de la Confédération au cours
Schriftliche Erklärung des Bundesrates de la prochaine législature, comme le lui demande une
Déclaration écrite du Conseil fédéral motion des Chambres fédérales de décembre 1981, sans
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. reporter à plus tard la réalisation de ses objectifs en
matière d'aide publique au développement.
Überwiesen - Transmis Le Conseil fédéral est conscient que le réexamen des pers-
pectives financières de l'aide suisse intervient à un moment
où les besoins de soutien financier et économique des pays
en développement sont particulièrement pressants. Il craint
également les répercussions négatives d'une telle décision
sur notre politique étrangère et sur notre politique écono-
mique extérieure. Il redoute enfin, compte tenu de l'impor-
tance des retombées de l'aide publique au développement
pour l'économie suisse, les effets contraires d'une telle
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bundi Tierversuche. Tierschutzverordnung
Postulat Bundi Expériences sur les animaux. Ordonnance sur la protection des animaux
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.403
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.06.1983 - 08:00
Date
Data
Seite 1010-1011
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Pagina
Ref. No 20 011 558
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