Federal Government's Role in Youth Policy Framework
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court reviewed a motion calling for the federal government to establish a framework for youth policy, even though primary responsibility lies with cantons and municipalities. The court acknowledged that while cantons and municipalities handle youth policy directly, the federal government has a role in creating appropriate general conditions and setting a framework. The court agreed with the motion's core principle that the federal government should support youth policy and decided to transmit the motion as a postulate, thereby accepting its recommendations for further consideration and development by the government, particularly in preparation for Youth Year 1985.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 35 al. 3 du Règlement du Conseil national; Federal Government's Role in Youth Policy Framework: The court acknowledged that while cantons and municipalities handle youth policy directly, the federal government has a role in creating appropriate general conditions and setting a framework. The court agreed with the motion's core principle that the federal government should support youth policy and decided to transmit the motion as a postulate, thereby accepting its recommendations for further consideration and development by the government, particularly in preparation for Youth Year 1985.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed by the Federal Council to propose classifying the motion as without object.
Volltext
24. Juni t983 980 Motion der christlichdemokratischen Fraktion
exécuté selon les prévisions, les échéances s'échelonne- Texte de la motion du 16 mars 1983
ront de la manière suivante: Quoique la politique de la jeunesse relève avant tout des
- jusqu'à novembre 1983: établissement d'un avant-projet, cantons et des communes, état de choses qui doit être
analyse et révision devant servir de base à la délimitation maintenu, il incombe au Gouvernement fédéral de détermi-
définitive du terrain nécessaire; ner et de créer le cadre général approprié. Nous prions
- fin 1983: renonciation de la ville de Berne à son droit de donc le Conseil fédéral d'inclure dans les Grandes lignes de
préemption et acquisition par le canton de Berne; sa politique des mesures de nature à promouvoir une politi-
- session de mai 1984: arrêté d'exécution du Grand que de la jeunesse.
Conseil du canton de Berne (crédit);
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
- mars 1985: début des travaux;
Jugendpolitik ist mehr als ein Bündel von Massnahmen
- automne 1987: ouverture du nouveau bâtiment.
zugunsten der Jugend, mehr auch als eine sogenannte Poli-
2. Dans son développement, le conseiller national Crevoi- tik für und mit der Jugend.
sier a fait observer en outre que des mesures d'urgence Konkrete Jugendpolitik ist primär eine Grundhaltung, ist
devraient être prises pour doter l'actuel bâtiment d'école Voraussetzung und Inhalt zugleich. Jugendpolitik sollte als
des équipements minimums respectant les conditions Bereitschaft verstanden werden, die Bedürfnisse, Interes-
d'hygiène et de sécurité élémentaires. sen und Anliegen der jungen Generation überhaupt zu
Le canton de Berne est devenu propriétaire de l'immeuble beachten und dann auch anzuerkennen. Es geht um eine
le 15 avril 1983 seulement. Les représentants des Départe- Öffnung, die wichtiger ist als blosses äusseres Handeln,
ments de l'instruction publique et des travaux publics du denn sie bildet auch die unabdingbare Voraussetzung für
canton ont aussitôt fait les constats nécessaires et établi echte und glaubwürdige Massnahmen.
une évaluation de l'immeuble en vue des futurs travaux Jugendpolitik bedeutet auch teilhaben lassen. Dies kann
d'entretien. Le canton assure que toutes les mesures de indes nicht ohne Opfer geschehen, denn es bedeutet auch,
sécurité et d'hygiène seront prises dans la mesure où elles dass der Jugend eine Mitbestimmung zugestanden wird.
se justifient étant donné le temps limité pendant lequel le Konkrete Jugendpolitik ist nur dann grundsätzlich verwirk-
bâtiment sera encore occupé par l'école. Il est probable licht, wenn Jugendliche an den Entscheidungsprozessen in
que les moyens financiers nécessaires à cette fin devront Staat und Gesellschaft wirklich und wirksam beteiligt sind,
être mis à disposition en dehors du budget ordinaire. in die tragende Verantwortung einbezogen werden. Hierfür
Le Conseil fédéral constate que, compte tenu des compli- braucht es neben der bereits erwähnten Grundhaltung auf
cations, le canton et la ville de Berne ont pris les mesures der einen die Befähigung auf der anderen Seite. Deshalb
qui s'imposaient pour parvenir à une solution, aussi rapide- sind Massnahmen zu fördern, welche zu dieser Befähigung
ment que possible, des problèmes de planification et de beitragen.
construction. Il n'y a pas de raison de douter que le projet Jugendpolitik bedeutet aber auch, dass beim politischen
sera traité de manière tout aussi expéditive à l'avenir égale- Handeln die Auswirkungen auf die kommenden Generatio-
ment par tous les milieux intéressés, et ce en pleine nen überdacht werden. Bei jeder Vorlage werden die Ver-
conscience de son caractère de grande urgence. fassungsmässigkeit, die finanziellen und personellen Aus-
wirkungen überprüft und abgeschätzt. Jedem Entscheid
Schriftliche Erklärung des Bundesrates geht ein Abwägen der politischen Opportunität voraus. Man
Déclaration écrite du Conseil fédéral fragt aber zuwenig nach den menschlichen Auswirkungen
La demande de l'auteur de la motion, tendant à ce que les im allgemeinen und nach denjenigen auf die Generationen,
projets du nouveau bâtiment de l'ELF soient établis avec die später mit den heute getroffenen Entscheidungen leben
diligence, est satisfaite. Le Conseil fédéral n'a donc pas de müssen.
raison d'intervenir. Aussi propose-t-il, conformément à Obschon Jugendpolitik Sache der Kantone und der
l'article 35, 3" alinéa, du Règlement du Conseil national, de Gemeinden bleiben soll, obliegt dem Bund, Rahmenbedin-
classer la motion comme étant sans objet. Il exprime gungen zu schaffen, um deren Förderung zu gewährleisten.
l'espoir que tous les efforts entrepris jusqu'à présent Dennoch bleibt das Unterfangen, Jugendpolitik auf eidge-
seront poursuivis de manière résolue et permettront de tou- nössischer Ebene zu betreiben, schwierig, da heute die
cher rapidement au but. nötigen Verfassungsgrundlagen für eine zukunftsweisende
Jugendpolitik fehlen.
Abgeschrieben - Classé
So fehlen zum Beispiel:
- eine Verfassungsgrundlage für eine umfassende und eine
zeitgerechte Bildungspolitik
- und eine explizite Verfassungsgrundlage für die sinnvolle
Gestaltung einer gesamtschweizerischen Politik, in welcher
die Jugendarbeit im weitesten Sinne sowie die Erwachse-
#ST# 83.389 nenbildung und insbesondere die sozialkulturelle Animation
Motion der christlichdemokratischen Fraktion eine wichtige Säule bilden.
Regierungsrichtlinien. Jugendpolitik Bereits vor mehr als zehn Jahren hat der Bundesrat ver-
sucht, der Jugendpolitik eine neue Grundlage zu geben und
Motion du groupe démocrate-chrétien. sie zu beleben, indem er die Expertenkommission Gut ein-
Grandes lignes de la politique gouvernementale. gesetzt hat. Aber von den Empfehlungen dieser Experten-
Politique de la jeunesse kommission Gut aus dem Jahre 1973 konnte der Bundesrat
nur eine einzige in die Tat umsetzen: Am S.Juni 1978
beschloss er, eine ständige ausserparlamentarische Kom-
mission für Jugendfragen einzusetzen, und gab ihr den Auf-
trag, sich mit den Fragen zu befassen, welche die Situation
Wortlaut der Motion vom 16. März 1983 der Jugend in der Schweiz betreffen, Vorschläge auszuar-
Obschon Jugendpolitik primär Sache der Kantone und der beiten sowie zu den Entwürfen wichtiger bundesrechtlicher
Gemeinden bleiben muss, obliegt dem Bund die Verantwor- Vorschriften Stellung zu nehmen.
tung für die Anerkennung und die Schaffung geeigneter Die Kommission nutzte das ihr zustehende Recht zur Mei-
Rahmenbedingungen. Der Bundesrat wird deshalb eingela- nungsäusserung aus eigener Initiative und gelangte bisher
den, Massnahmen zur Förderung der Jugendpolitik in die mit folgenden Publikationen an die Öffentlichkeit:
Regierungsrichtlinien aufzunehmen. - Stellungnahme zum Entwurf der Expertenkommission für
Motion Columberg 981 N 24 juin 1983
die Vorbereitung der Totalrevision der Bundesverfassung den die Situation der Jugend in der Schweiz aufmerksam
(November 1979); beobachtet, deren Anliegen und Bedürfnisse aufgreift und
- Thesen zu den Jugendunruhen 1980 (November 1980); entsprechende Vorschläge formuliert. Der Bund verfügt
- Stichworte zum Dialog mit der Jugend (Oktober 1981); damit über ein Organ, das Brücken zwischen den Jugendli-
chen und den Behörden schlagen kann und für eine ange-
- Unterstützung der aktiven Jugendarbeit (Juni 1982). messene Berücksichtigung ihrer Interessen in der Behör-
Bericht zum Postulat Müller-Marzohl betreffend Jugendlei- dentätigkeit bemüht ist. Neben diesem grundsätzlichen
terausbildung. Bemühen ist der Bundesrat bestrebt, im Rahmen seiner
Alle diese Berichte, besonders jene beiden auf dem Hinter- Zuständigkeit auch Einzelmassnahmen, die dieser Zielset-
grund der damaligen Jugendunruhen geschriebenen («The- zung entsprechen, zu treffen. Es handelt sich dabei, wie im
sen» und «Stichworte»), fanden ein beachtliches Echo. Sie Vorstoss richtig erwähnt wird, in der Regel um die Schaf-
behandelten aber alle nur Teilgebiete bzw. analysierten fung geeigneter Rahmenbedingungen. Die zunehmende
jugendpolitische Einzelaspekte. Was noch fehlt, ist ein Bedeutung der Jugendpolitik auf allen Stufen des Gemein-
umfassender Gesamtüberblick über die Situation der wesens - die Ereignisse in den letzten Jahren haben dies in
Jugend in der Schweiz. ungewohnt scharfer Weise deutlich gemacht - rechtfertigt
Die Schwierigkeiten, die sich einer Jugendpolitik auf auch ein verstärktes Engagement des Bundes. Der Bundes-
gesamtschweizerischer Ebene entgegenstellen, sollen den rat ist daher bereit, zu prüfen, welche Massnahmen auf
Bundesrat nicht hindern, einige konkrete Vorhaben in die Bundesebene diesem Ziel förderlich sind und wird sich dar-
Regierungsrichtlinien der nächsten Legislaturperiode aufzu- über in den Richtlinien der Regierungspolitik in der Legisla-
nehmen. Wir denken unter anderen insbesondere an fol- turperiode 1983/1987 näher äussern. Er hat diesen Willen
gende Punkte, überlassen es aber dem Bundesrat, Prioritä- bereits durch die Entgegennahme des Postulates von Herrn
ten zu setzen oder weitere Vorhaben zu formulieren: Nationalrat Schule vom 2. Februar 1983 (ausserschulische
- Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zur Anerken- Jugendarbeit) zum Ausdruck gebracht, das vom Nationalrat
nung und Unterstützung der Jugendorganisationen. am 18. März 1983 überwiesen wurde.
- Einführung eines Bildungsurlaubes oder Sicherstellung In der Begründung der Motion der christlichdemokrati-
des Anspruches auf eine zusätzliche Ferienwoche, um jun- schen Fraktion ist eine Reihe von Massnahmenvorschlägen
gen Leuten eine aktive Teilnahme in der Jugendarbeit zu aufgelistet, wobei ausdrücklich gesagt wird, es sei dem
ermöglichen. Bundesrat zu überlassen, Prioritäten zu setzen oder weitere
Vorhaben zu formulieren. Diese grundsätzliche Offenheit
- Förderung von Jugendzentren und von Dokumentations- erleichtert dem Bundesrat die Aufgabe. Da es indes ver-
stellen für Jugendfragen. früht ist, sich bereits jetzt auf Einzelheiten festzulegen,
- Sicherung von Ausbildungsplätzen. schlägt er vor, den Vorstoss in Form eines Postulates ent-
- Vorbereitungsarbeiten für eine mittelfristig zu realisie- gegenzunehmen.
rende Herabsetzung des Stimm- und Wahlrechtsalters Der Postulatsform angepasst ist auch die in der Begrün-
sowie des Mündigkeitsalters. dung einzeln aufgeführte Empfehlung, im Hinblick auf das
- Verwirklichung einzelner jugendrelevanter Vorschläge Jahr der Jugend 1985 einen Bericht über die Situation und
aus dem Entwurf für eine Totalrevision der Bundesverfas- die Zukunftschancen der jungen Generation erstellen zu
sung. lassen, der als Grundlage für eine längerfristige Jugendpoli-
Der Bundesrat sollte vor allem auch alles daran setzen, mit tik dienen soll. Der Bundesrat nimmt diese Anregung gerne
dem Problem der Jugendarbeitslosigkeit fertigzuwerden. entgegen. Wünschenswert wäre eine übersichtliche und
Denn Arbeitslosigkeit erschwert jede Jugendpolitik ganz leicht lesbare Arbeit. Diese Aufgabe kann der Eidgenössi-
wesentlich. Andererseits ist festzuhalten, dass gerade auch schen Kommission für Jugendfragen anvertraut werden, die
für arbeitslose Jugendliche konkrete Massnahmen der hierfür die notwendigen Erfahrungen und Voraussetzungen
Jugendpolitik unentbehrlich sind. besitzt.
Schliesslich wäre es sinnvoll, als eine der wichtigsten Rah- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
menbedingungen der Jugendpolitik, neben einem Kulturar- Déclaration écrite du Conseil fédéral
tikel, die Schaffung eines neuen umfassenden Bildungsarti-
kels in der Bundesverfassung vorzubereiten. Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
Wir empfehlen dem Bundesrat zudem, im Hinblick auf das wandeln.
Jahr der Jugend 1985 einen umfassenden Bericht über die Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Situation und die Zukunftschancen der jungen Generation
zu erstellen. Dieser sollte die Grundlage für eine längerfri-
stige Jugendpolitik bilden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Wie in Text und Begründung des Vorstosses erwähnt, liegt #ST# 83.410
die Zuständigkeit für eine staatliche Jugendpolitik primär
bei den Kantonen und Gemeinden. Der Bund kann sich Motion Columberg
indes der Mitverantwortung in diesem bedeutsamen gesell- Denkmalpflege. Ausrichtung der Bundesbeiträge
schaftspolitischen Aufgabenbereich nicht entziehen. Die Conservation des monuments historiques.
Sorge um eine aktive Beteiligung der Jugend an den
Geschehnissen in unserer Gemeinschaft trifft auch den Versement des subventions
Bundesstaat. Entscheidungen, die auf dieser Ebene getrof-
fen werden, haben sehr oft weitreichende und langfristige
Auswirkungen auf die junge Generation. Der Bundesrat teilt
daher die in der Motionsbegründung dargelegte Auffassung
von Wesen und Wert einer konkreten Jugendpolitik. Wortlaut der Motion vom 17. März 1983
Seit längerer Zeit ist er auch bemüht, Mittel und Wege für Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament einen
eine bedürfnisgerechte und seinen Kompetenzen entspre- Bericht über den Stand der zugesicherten, aber noch nicht
chende Jugendpolitik zu finden. Gestützt auf die Abklärun- ausbezahlten Bundesbeiträge an die Denkmalpflege zu
gen einer Expertengruppe aus dem Jahre 1973 hat er 1978 unterbreiten. Gleichzeitig soll er einen Vorschlag machen,
die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen einge- wie der Überhang an zugesicherten Beiträgen innert einer
setzt, die als ständiges Beratungsorgan der Bundesbehör- angemessenen Zeit abgetragen werden kann.
124-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion der christlichdemokratischen Fraktion Regierungsrichtlinien. Jugendpolitik
Motion du groupe démocrate-chrétien. Grandes lignes de la politique gouvernementale.
Politique de la jeunesse
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.389
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.06.1983 - 08:00
Date
Data
Seite 980-981
Page
Pagina
Ref. No 20 011 521
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.