Civil Defense Shelters: Requirement for Extended Stay Equipment
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe postulate argues that while Swiss law mandates the construction and maintenance of civil defense shelters, it fails to ensure they are adequately equipped for extended stays, thus rendering them ineffective in emergencies like radioactive contamination. The author cites the lack of necessary furnishings like bunks, storage shelves, and water tanks, which can take days or weeks to install, making immediate occupation impossible and creating a false sense of security. Therefore, the postulate requests an examination of legislation to require that civil defense shelters be equipped for longer stays from the outset, citing that necessary equipment can be acquired affordably. The Federal Council expressed its willingness to accept the postulate.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 1 Zivilschutzgesetz, Art. 2 Schutzbautengesetz, Art. 14 Zivilschutzverordnung, Art. 18 Schutzbautenverordnung; Civil Defense Shelters: Requirement for Extended Stay Equipment: The author cites the lack of necessary furnishings like bunks, storage shelves, and water tanks, which can take days or weeks to install, making immediate occupation impossible and creating a false sense of security. Therefore, the postulate requests an examination of legislation to require that civil defense shelters be equipped for longer stays from the outset, citing that necessary equipment can be acquired affordably. The Federal Council expressed its willingness to accept the postulate.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as not being fulfilled due to the lack of necessary equipment for prolonged stays in civil protection shelters.
Cited as the legal basis requiring civil protection shelters to be equipped for prolonged stays.
Cited in relation to the federal council's order to clear and equip shelters for extended stays.
Cited to specify the timeframe within which civil protection shelters must be usable.
Volltext
24. Juni 1983 1002 Postulat Bratschi
Aufgabe würde darum in der Völkerwelt vermutlich sehr gut abris) par des dispositions prévoyant que les abris doivent
verstanden. Die Schweiz könnte dabei allein vorstossen être équipés dès maintenant en vue d'un séjour prolongé.
oder aber im Zusammenwirken mit befreundeten Nationen
Westeuropas, mit denen sie an der KSZE bereits eine aktive Mitunterzeichner- Cosignataires: Bircher, Bundi, Chopard,
Zusammenarbeit pflegt. Deneys, Eggenberg-Thun, Ganz, Hubacher, Meier Werner,
Nauer, Neukomm, Ott, Rothen, Rubi, Schmid, Stich, Wag-
3. Eine derartige Aktion müsste abgestimmt werden mit ner, Zehnder, Ziegler-Genf (18)
dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlingswesen (HCR) in
Genf, das für die Flüchtlingsfragen eine weltweite Verant- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
wortung ausübt. Es würde dadurch aber keine Doppelspu- Nach Artikel 2 des Schutzbautengesetzes haben die Haus-
rigkeit zur Tätigkeit des HCR entstehen, da die Sonderinitia- eigentümer bei Neubauten oder wesentlichen Umbauten
tive speziell für den westeuropäischen Raum gedacht ist, Zivilschutzräume zu erstellen. Artikel 9 des gleichen Geset-
wo sich das Problem in spezieller Form zuspitzt. Die Kon- zes verpflichtet sie weiter, diese so zu unterhalten und zu
zentration auf den westeuropäischen Rahmen dürfte auch verwenden, dass sie jederzeit innert nützlicher Frist dem
die Wahrscheinlichkeit vergrössern, dass rasch greifbare Zivilschutz dienstbar gemacht werden können. In Artikel 18
Ergebnisse erreicht werden. der Schutzbautenverordnung vom 27. November 1978 wird
4. Schon heute betreibt die Schweiz zum Teil Flüchtlings- präzisiert, dass Zivilschutzräume innert 24 Stunden be-
politik an Ort und Stelle (humanitäre Hilfe in Südostasien!). nutzbar sein müssen. Auf Anordnung des Bundesrates
Durch eine gewisse Internationalisierung könnte dieser sind gemäss Artikel 14 der Zivilschutzverordnung vom
Weg - der übrigens auch den Prinzipien des HCR ent- 27. November 1978 die Schutzräume zu räumen und für
spricht - vermehrt beschriften werden. Flüchtlingssiedlun- einen längeren Aufenthalt einzurichten. Was nützen indes-
gen, von Europa aus finanziert und getragen, würden auf sen all diese Vorschriften zum Schütze der Bevölkerung,
dem Territorium befreundeter Staaten des betreffenden wenn die notwendigen Einrichtungen für einen längeren
Kulturkreises mit geringeren Mitteln den Schutz von mehr Aufenthalt im Schutzraum fehlen? Weit über die Hälfte der
Flüchtlingen ermöglichen und würden dazu beitragen, den Zivilschutzräume entsprechen den technischen Weisungen
mit einem Exil verbundenen Kultur-Schock zu mildern. für den privaten Schutzraumbau vom 15. November 1966.
Damit sind nur die baulichen Voraussetzungen für einen
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Schutz der Benutzer erfüllt. Das reicht aber für einen länge-
Déclaration écrite du Conseil fédéral ren Aufenthalt nicht aus. Für die hierfür notwendige Einrich-
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. tung der entsprechenden Geräte werden normalerweise
mehrere Tage bis zu einer Woche gebraucht. Eine Anord-
Überwiesen - Transmis nung des Bundesrates zum Bezüge der Zivilschutzräume
wegen radioaktiver Gefährdung beispielsweise ist damit völ-
lig illusorisch und täuscht nur eine Scheinsicherheit vor. Der
Schutz der Zivilbevölkerung bei Katastrophen in Friedens-
zeiten besteht somit nicht. Artikel 1 des Zivilschutzgeset-
#ST# 83.306 zes, das den Einsatz des Zivilschutzes in Friedenszeiten
Postulat Bratschi. ausdrücklich vorsieht, wird nicht mehr erfüllt. Dies wiegt um
so schwerer, als eine grosse Anzahl von Flugkörpern mit
Zivilschutzräume. Ausrüstung radioaktivem Material unsere Erde umkreist. Die heutige
Abris de la protection civile. Equipement Technik ist offensichtlich nicht in der Lage, diese grosse
Gefährdung der Menschheit im Griff zu halten. Unsere
Gesetzgebung muss daher in dem Sinne ergänzt werden,
dass bereits heute die notwendigen Einrichtungen (Liege-
bzw. Effektengestelle, Wasservorratsbehälter usw.) für die
Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1983 Zivilschutzräume beschafft werden. Die entsprechenden
Geräte können «ab der Stange» preisgünstig erstanden
Die neue Zivilschutzkonzeption verspricht «jedem Einwoh-
oder selbst bereitgestellt werden.
ner seinen Schutzplatz» im Frieden wie im Krieg. Die Zuwei-
sung der Schutzplätze ist vielerorts erfolgt. Was in den pri- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vaten Schutzräumen meistens fehlt, ist die notwendige Ein- Déclaration écrite du Conseil fédéral
richtung für einen längeren Aufenthalt (Liege- bzw. Effek-
tengestelle, Wasservorratsbehälter usw.). Der sofortige Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen.
Bezug ist nicht gewährleistet. Bei radioaktiver Verseu- Überwiesen - Transmis
chung, beispielsweise durch den Absturz von Flugkörpern
wie Kosmos 1402, ist unsere Bevölkerung deshalb ausser-
ordentlich gefährdet.
Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob unsere Gesetz-
gebung (Art. 2 Schutzbautengesetz 1963) nicht dahinge- 83.307
hend zu ergänzen ist, dass die Zivilschutzräume bereits
#ST#
heute mit Einrichtungen für einen längeren Aufenthalt aus- Postulat Bratschi
zurüsten sind. Organisationsgesetz. Revision
Texte du postulat du 31 janvier 1983 Loi sur l'organisation. Révision
Selon la nouvelle conception de la protection civile, chaque
habitant de notre pays disposera d'un abri en temps de paix
comme en temps de guerre. L'attribution des abris a eu lieu
en de nombreux endroits. Cependant, les abris privés ne
sont généralement pas équipés pour un long séjour (cou- Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1983
chettes et étagères pour effets divers, réservoirs d'eau, Nach dem heute geltenden Organisationsgesetz kann die
etc.). L'utilisation immédiate n'est pas assurée. Notre popu- staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht nicht zur
lation serait très gravement menacée par le rayonnement Wahrung tatsächlicher oder allgemein öffentlicher Interes-
d'éléments radioactifs en cas d'accident, par exemple par la sen ergriffen werden (BGE vom 14. Oktober 1981 in Sachen
chute d'un objet tel que Cosmos 1402. Verband der Abstinentenvereine des Kantons Bern und des
Le Conseil fédéral est prié d'examiner s'il serait possible de Verbandes Bernischer Fürsorgestellen und Heilstätten für
compléter notre législation (art. 2 de la loi de 1963 sur les Alkoholkranke). Dies ist ein Mangel, weil damit wichtigste
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bratschi. Zivilschutzräume. Ausrüstung
Postulat Bratschi. Abris de la protection civile. Equipement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.306
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.06.1983 - 08:00
Date
Data
Seite 1002-1002
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Ref. No 20 011 546
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