Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 83-306 KI-generiert

Civil Defense Shelters: Requirement for Extended Stay Equipment

Geschäftsnummer VPB 83-306
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The postulate argues that while Swiss law mandates the construction and maintenance of civil defense shelters, it fails to ensure they are adequately equipped for extended stays, thus rendering them ineffective in emergencies like radioactive contamination. The author cites the lack of necessary furnishings like bunks, storage shelves, and water tanks, which can take days or weeks to install, making immediate occupation impossible and creating a false sense of security. Therefore, the postulate requests an examination of legislation to require that civil defense shelters be equipped for longer stays from the outset, citing that necessary equipment can be acquired affordably. The Federal Council expressed its willingness to accept the postulate.

Legislator-Regeste

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Art. 1 Zivilschutzgesetz, Art. 2 Schutzbautengesetz, Art. 14 Zivilschutzverordnung, Art. 18 Schutzbautenverordnung; Civil Defense Shelters: Requirement for Extended Stay Equipment: The author cites the lack of necessary furnishings like bunks, storage shelves, and water tanks, which can take days or weeks to install, making immediate occupation impossible and creating a false sense of security. Therefore, the postulate requests an examination of legislation to require that civil defense shelters be equipped for longer stays from the outset, citing that necessary equipment can be acquired affordably. The Federal Council expressed its willingness to accept the postulate.

Schlagwörter

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Unterbringungspflicht mangelhafter Unterhalt Wasserbedarf Zivilschutz verfügbarer staatlicher Schutz Baubewilligungspflicht
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 1 Zivilschutzgesetz

Cited as not being fulfilled due to the lack of necessary equipment for prolonged stays in civil protection shelters.

Art. 2 Schutzbautengesetz

Cited as the legal basis requiring civil protection shelters to be equipped for prolonged stays.

Art. 14 Zivilschutzverordnung

Cited in relation to the federal council's order to clear and equip shelters for extended stays.

Art. 18 Schutzbautenverordnung

Cited to specify the timeframe within which civil protection shelters must be usable.

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Volltext

24. Juni 1983 1002 Postulat Bratschi

Aufgabe würde darum in der Völkerwelt vermutlich sehr gut abris) par des dispositions prévoyant que les abris doivent

verstanden. Die Schweiz könnte dabei allein vorstossen être équipés dès maintenant en vue d'un séjour prolongé.

oder aber im Zusammenwirken mit befreundeten Nationen

Westeuropas, mit denen sie an der KSZE bereits eine aktive Mitunterzeichner- Cosignataires: Bircher, Bundi, Chopard,

Zusammenarbeit pflegt. Deneys, Eggenberg-Thun, Ganz, Hubacher, Meier Werner,

Nauer, Neukomm, Ott, Rothen, Rubi, Schmid, Stich, Wag-

3. Eine derartige Aktion müsste abgestimmt werden mit ner, Zehnder, Ziegler-Genf (18)

dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlingswesen (HCR) in

Genf, das für die Flüchtlingsfragen eine weltweite Verant- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

wortung ausübt. Es würde dadurch aber keine Doppelspu- Nach Artikel 2 des Schutzbautengesetzes haben die Haus-

rigkeit zur Tätigkeit des HCR entstehen, da die Sonderinitia- eigentümer bei Neubauten oder wesentlichen Umbauten

tive speziell für den westeuropäischen Raum gedacht ist, Zivilschutzräume zu erstellen. Artikel 9 des gleichen Geset-

wo sich das Problem in spezieller Form zuspitzt. Die Kon- zes verpflichtet sie weiter, diese so zu unterhalten und zu

zentration auf den westeuropäischen Rahmen dürfte auch verwenden, dass sie jederzeit innert nützlicher Frist dem

die Wahrscheinlichkeit vergrössern, dass rasch greifbare Zivilschutz dienstbar gemacht werden können. In Artikel 18

Ergebnisse erreicht werden. der Schutzbautenverordnung vom 27. November 1978 wird

4. Schon heute betreibt die Schweiz zum Teil Flüchtlings- präzisiert, dass Zivilschutzräume innert 24 Stunden be-

politik an Ort und Stelle (humanitäre Hilfe in Südostasien!). nutzbar sein müssen. Auf Anordnung des Bundesrates

Durch eine gewisse Internationalisierung könnte dieser sind gemäss Artikel 14 der Zivilschutzverordnung vom

Weg - der übrigens auch den Prinzipien des HCR ent- 27. November 1978 die Schutzräume zu räumen und für

spricht - vermehrt beschriften werden. Flüchtlingssiedlun- einen längeren Aufenthalt einzurichten. Was nützen indes-

gen, von Europa aus finanziert und getragen, würden auf sen all diese Vorschriften zum Schütze der Bevölkerung,

dem Territorium befreundeter Staaten des betreffenden wenn die notwendigen Einrichtungen für einen längeren

Kulturkreises mit geringeren Mitteln den Schutz von mehr Aufenthalt im Schutzraum fehlen? Weit über die Hälfte der

Flüchtlingen ermöglichen und würden dazu beitragen, den Zivilschutzräume entsprechen den technischen Weisungen

mit einem Exil verbundenen Kultur-Schock zu mildern. für den privaten Schutzraumbau vom 15. November 1966.

Damit sind nur die baulichen Voraussetzungen für einen

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Schutz der Benutzer erfüllt. Das reicht aber für einen länge-

Déclaration écrite du Conseil fédéral ren Aufenthalt nicht aus. Für die hierfür notwendige Einrich-

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. tung der entsprechenden Geräte werden normalerweise

mehrere Tage bis zu einer Woche gebraucht. Eine Anord-

Überwiesen - Transmis nung des Bundesrates zum Bezüge der Zivilschutzräume

wegen radioaktiver Gefährdung beispielsweise ist damit völ-

lig illusorisch und täuscht nur eine Scheinsicherheit vor. Der

Schutz der Zivilbevölkerung bei Katastrophen in Friedens-

zeiten besteht somit nicht. Artikel 1 des Zivilschutzgeset-

#ST# 83.306 zes, das den Einsatz des Zivilschutzes in Friedenszeiten

Postulat Bratschi. ausdrücklich vorsieht, wird nicht mehr erfüllt. Dies wiegt um

so schwerer, als eine grosse Anzahl von Flugkörpern mit

Zivilschutzräume. Ausrüstung radioaktivem Material unsere Erde umkreist. Die heutige

Abris de la protection civile. Equipement Technik ist offensichtlich nicht in der Lage, diese grosse

Gefährdung der Menschheit im Griff zu halten. Unsere

Gesetzgebung muss daher in dem Sinne ergänzt werden,

dass bereits heute die notwendigen Einrichtungen (Liege-

bzw. Effektengestelle, Wasservorratsbehälter usw.) für die

Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1983 Zivilschutzräume beschafft werden. Die entsprechenden

Geräte können «ab der Stange» preisgünstig erstanden

Die neue Zivilschutzkonzeption verspricht «jedem Einwoh-

oder selbst bereitgestellt werden.

ner seinen Schutzplatz» im Frieden wie im Krieg. Die Zuwei-

sung der Schutzplätze ist vielerorts erfolgt. Was in den pri- Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vaten Schutzräumen meistens fehlt, ist die notwendige Ein- Déclaration écrite du Conseil fédéral

richtung für einen längeren Aufenthalt (Liege- bzw. Effek-

tengestelle, Wasservorratsbehälter usw.). Der sofortige Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen.

Bezug ist nicht gewährleistet. Bei radioaktiver Verseu- Überwiesen - Transmis

chung, beispielsweise durch den Absturz von Flugkörpern

wie Kosmos 1402, ist unsere Bevölkerung deshalb ausser-

ordentlich gefährdet.

Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob unsere Gesetz-

gebung (Art. 2 Schutzbautengesetz 1963) nicht dahinge- 83.307

hend zu ergänzen ist, dass die Zivilschutzräume bereits

#ST#

heute mit Einrichtungen für einen längeren Aufenthalt aus- Postulat Bratschi

zurüsten sind. Organisationsgesetz. Revision

Texte du postulat du 31 janvier 1983 Loi sur l'organisation. Révision

Selon la nouvelle conception de la protection civile, chaque

habitant de notre pays disposera d'un abri en temps de paix

comme en temps de guerre. L'attribution des abris a eu lieu

en de nombreux endroits. Cependant, les abris privés ne

sont généralement pas équipés pour un long séjour (cou- Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1983

chettes et étagères pour effets divers, réservoirs d'eau, Nach dem heute geltenden Organisationsgesetz kann die

etc.). L'utilisation immédiate n'est pas assurée. Notre popu- staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht nicht zur

lation serait très gravement menacée par le rayonnement Wahrung tatsächlicher oder allgemein öffentlicher Interes-

d'éléments radioactifs en cas d'accident, par exemple par la sen ergriffen werden (BGE vom 14. Oktober 1981 in Sachen

chute d'un objet tel que Cosmos 1402. Verband der Abstinentenvereine des Kantons Bern und des

Le Conseil fédéral est prié d'examiner s'il serait possible de Verbandes Bernischer Fürsorgestellen und Heilstätten für

compléter notre législation (art. 2 de la loi de 1963 sur les Alkoholkranke). Dies ist ein Mangel, weil damit wichtigste

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Bratschi. Zivilschutzräume. Ausrüstung

Postulat Bratschi. Abris de la protection civile. Equipement

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1983

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 83.306

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 24.06.1983 - 08:00

Date

Data

Seite 1002-1002

Page

Pagina

Ref. No 20 011 546

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