Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 82-946 KI-generiert

Switzerland v. German Democratic Republic (Asset Compensation Dispute)

Geschäftsnummer VPB 82-946
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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Switzerland and the German Democratic Republic (GDR) have been negotiating compensation for Swiss assets in the GDR since 1973, with over 2200 claims reviewed. The primary obstacle is the valuation of these assets, as Switzerland seeks market value plus interest, while the GDR insists on valuation according to its own laws based on historical price controls, resulting in a significantly lower sum. Despite these difficulties, and the GDR's counterclaims, Switzerland continues to pursue the matter, with further talks scheduled for September.

Legislator-Regeste

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Switzerland v. German Democratic Republic (Asset Compensation Dispute): stungen mit sich. Andererseits erlauben sie au:h keine les avions ultra-légers pourraient être admis à la circulation.

Schlagwörter

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Streitwert Bewertung von Aktiven Rückgabe verstaatlichten Eigentums Widerklage sozialversicherungsrechtliche Streitigkeit Vergleichsverhandlungen
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Volltext

Interpellation de Capitani 542 18 mars 1983

lässt sich nicht ausschliessen, dass Bewirtschaftungsmass- En Suisse, les expérimentations en ce domaine sont pla-

nahmen nötig werden. Der Bundesrat hat dies in seiner Bot- cées sous la responsabilité de la Fédération suisse de vol

schaft zum Bundesbeschluss über die Elektrizitätsversor- libre et sous la surveillance de l'Office fédéral de l'aviation

gung dargelegt. civile. Celui-ci est-il déjà à même d'émettre des directives

Im Zusammenhang mit den Diskussionen um das Kernkraft- permettant d'éviter les graves accidents qui marquèrent les

werk Kaiseraugst ist nun verschiedentlich die Meinung ver- débuts de l'aile delta et d'établir une réglementation satis-

treten worden, es seien jene Regionen, welche Anlagen zur faisante à tous points de vue pour notre espace aérien?

Elektrizitätsgewinnung auf ihrem Territorium haben, bei den

Bewirtschaftungsmassnahmen gegenüber anderen Regio- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

nen zu privilegieren. In der Tat darf von jedem Landesteil L'auteur renonce au développement et demande une

erwartet werden, dass er Lasten auf sich nimmt, soweit dies réponse écrite.

im Interesse des gesamten Landes erforderlich ist. Eine

ausreichende Energieversorgung liegt im Gesamtinteresse Schriftliche Antwort des Bundesrates

des Landes. Von ihr hängen in hohem Masse Arbeitsplatz- Réponse écrite du Conseil fédéral

sicherung, Wohlfahrt, sozialer Friede und Unabhängigkeit Les avions ultra-légers n'ont à ce jour pas été admis de

des Landes ab. Die Schweiz ist als Bundesstaat e:ne politi- manière générale en Suisse. L'Office fédéral de l'aviation

sche und wirtschaftliche Einheit. Solidarität zwischen ihren civile (OFAC) a cependant accordé à la Fédération suisse

Gliedern ist deshalb ein wichtiges Prinzip. Das gilt auch auf de vol libre une autorisation couvrant la période du 25 mars

dem Gebiet der Landesversorgung. 1981 au 31 décembre 1982 et lui permettant l'essai de ces

Zu berücksichtigen sind jedoch die nach Regionen unter- appareils sur quatre aérodromes. Le but de cette exploita-

schiedlichen Gegebenheiten. Sie bringen eine ungleiche tion expérimentale était d'acquérir les bases nécessaires

Verteilung der Produktionsstätten für Waren und Dienstlei- pour déterminer si, et le cas échéant à quelles conditions,

stungen mit sich. Andererseits erlauben sie au:h keine les avions ultra-légers pourraient être admis à la circulation.

gleichmässige Verteilung der Energieproduktion. Objektive Cette phase d'essai est maintenant terminée et les résul-

räumliche Verhältnisse stehen einem solchen Anliegen häu- tats obtenus sont actuellement examinés par l'OFAC.

fig entgegen. Das gilt aber auch für zahlreiche andere En ce qui concerne les accidents survenus durant cette

Standortprobleme und damit verbundene Vorteile und période, on a constaté que sur 1300 vols environ effectués

Lasten. dans le cadre de l'exploitation expérimentale autorisée,

Ergänzende Vorschriften im Sinne der Interpellation könn- quatre ont donné lieu à un accident; dans un des cas, le

ten dieser Sachlage nicht gerecht werden. Eine nach Regio- pilote a été grièvement blessé.

nen differenzierte Ausgestaltung allfälliger Rationierungs- On ne sait pas encore si, en cas d'admission générale des

vorschriften wäre auch nur begrenzt und schwer zu hand- avions ultra-légers, les accidents seront examinés par le

haben. Das gilt insbesondere für gegebenenfalls kurzfristig Bureau d'enquête sur les accidents d'aviation, ou si au

zu treffende Massnahmen. contraire - comme c'est actuellement le cas lors des acci-

Aus diesen Gründen erachtet der Bundesrat eine Ergän- dents de planeurs de pente (art. 4 de l'ordonnance du 20

zung des Bundesbeschlusses über die Elektrizitätsversor- août 1980 concernant les enquêtes sur les accidents d'avia-

gung nicht als angezeigt. tion, RS 748.126.3) - il faudra y renoncer pour des raisons

d'économie administrative.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- Il va de soi qu'en cas d'admission de ces avions, une régle-

rates teilweise befriedigt. mentation donnant la priorité à la sécurité devra être

recherchée. Cependant, ici comme dans tout autre

domaine de l'aviation, les risques d'accident ne sauraient

être totalement exclus.

Quant aux applications pratiques (telles que vols d'épan-

dage) que l'interpellant mentionne, elles ne devraient guère

entrer en considération.

#ST# 82.912

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-

Interpellation Wilhelm rates befriedigt.

Ultraleichtflugzeuge. Vorschriften

Réglementation de l'ULM.

(Ultra-léger motorisé)

#ST# 82.946

Interpellation de Capitani

Entschädigungsverhandlungen mit der DDR

Wortlaut der Interpellation vom 6. Dezember 1982

Nach den Hängegleitern kommen nun die Ultraleichtflug- Pourparlers d'indemnisation avec la RDA

zeuge immer mehr in Mode. Sie werden sowoh für den

Sport als auch für praktische Einsätze wie das Versprühen

von Insektenvertilgungsmitteln verwendet.

In der Schweiz unterstehen Versuche auf diesem Gebiet

der Verantwortung des Schweizerischen Hängegleiterver- Text der Interpellation vom 16. Dezember 1982

bandes und der Aufsicht des Bundesamtes für Zivilluftfahrt. Bei der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit der

Ist das Bundesamt schon jetzt in der Lage, durch den DDR im Jahre 1972 hatte die Schweiz verlangt, dass Ver-

Erlass von Vorschriften so schwere Unfälle, wie sie sich handlungen über die Entschädigung der schweizerischen

beim Aufkommen der Hängegleiter ereignet haben, zu ver- Vermögenswerte in der DDR geführt werden. In der Folge

hindern und eine für unseren Luftraum in jeder Hinsicht haben wiederholt zwischenstaatliche Besprechungen statt-

befriedigende Regelung zu treffen? gefunden, ohne dass bisher konkrete Verhandlungsergeb-

nisse bekannt geworden wären.

Texte de l'interpellation du 6 décembre 1982 Ende November dieses Jahres hat Staatssekretär Probst in

Après la vogue de l'aile delta, on assiste un peu oartout à Berlin Gespräche mit mehreren hohen Regierungsvertre-

l'essor de l'ULM (Ultra-léger motorisé), tant comme sport tern der DDR geführt. In einer auch in der schweizerischen

de loisirs qu'en vue d'applications utilitaires, l'épandage Presse erschienenen Mitteilung aus Berlin heisst es dazu

d'insecticides par exemple. wörtlich: «Die Gesprächspartner unterstrichen die positive

18. März 1983 N 543 Interpellation Magnin

Entwicklung der Beziehungen zwischen der DDR und der der gegensätzlichen Standpunkte in der Bewertungsfrage

Schweiz, für deren weitere Ausgestaltung gute Möglichkei- und im Bestreben, die Verhandlungen möglichst zu be-

ten gegeben seien.» schleunigen, wurde schweizerischerseits vorgeschlagen,

Ich ersuche den Bundesrat, über den gegenwärtigen Stand aufgrund von unabhängig voneinander ermittelten globalen

der vermögensrechtlichen Verhandlungen mit der DDR zu Summen weiterzuverhandeln, was von der DDR-Delegation

berichten. Insbesondere wäre interessant zu erfahren, ob jedoch bisher ebenfalls abgelehnt wurde. Auch in den Ver-

die Vermögensverhandlungen anlässlich des Besuches von handlungen, die andere Staaten mit der DDR führen, bildet

Staatssekretär Probst erörtert wurden und ob in der Folge die Bewertungsfrage gegenwärtig das zentrale Verhand-

mit einem baldigen Abschluss eines Entschädigungsab- lungsproblem, ohne dass bisher eine befriedigende Lösung

kommens gerechnet werden kann. hätte gefunden werden können.

Im übrigen hält die DDR an ihren schon früher angemelde-

Texte de l'interpellation du 16 décembre 1982 ten Gegenforderungen, zum Beispiel infolge angeblicher

La Suisse avait demandé, lorsqu'elle noua des relations Missachtung als Völkerrechtssubjekt durch die Schweiz

diplomatiques avec la République démocratique allemande fest; sie erhebt zudem Anspruch auf einen Anteil an den

en 1972, que des négociations soient ouvertes sur l'indem- nach dem Zweiten Weltkrieg gesperrten deutschen Vermö-

nisation des biens suisses sis dans ce pays. Les pourpar- genswerten in der Schweiz. Ungelöst sind auch die Fragen

lers qui ont eu lieu par la suite à réitérées reprises entre les im Zusammenhang mit der Rechtsnachfolge des ehemali-

deux gouvernements n'ont donné aucun résultat connu. gen Deutschen Reiches. Trotz all diesen Schwierigkeiten

Cette année, à la fin du mois de novembre, M. Probst, wird die schweizerische Delegation auch weiterhin die legi-

secrétaire d'Etat, a eu des entretiens à Berlin avec plu- timen schweizerischen Ansprüche mit allem Nachdruck ver-

sieurs personnalités importantes du gouvernement est-alle- treten. Infolge des überlasteten Terminkalenders unseres

mand. Dans une communication publiée dans cette ville et Verhandlungspartners wird es allerdings erst im September

qui a été reproduite par notre presse, il est dit que les inter- dieses Jahres möglich sein, die Gespräche auf Delegations-

locuteurs ont tenu à attirer l'attention sur l'évolution favora- chefebene weiterzuführen.

ble des rapports entre la RDA et la Suisse, et qu'on peut Die Schweiz hat auch ausserhalb der offiziellen Verhandlun-

espérer qu'ils se développeront encore. gen wiederholt die Gelegenheit benützt, die Behörden der

Je demande au Conseil fédéral de faire rapport sur l'état DDR auf die Bedeutung der hängigen Vermögensverhand-

actuel des négociations menées avec la République démo- lungen hinzuweisen. So hatte Ende November 1982 auch

cratique allemande sur les droits patrimoniaux suisses. Il Staatssekretär Probst bei seinen Gesprächen mit Regie-

serait particulièrement intéressant de savoir si ces ques- rungsvertretern der DDR in Berlin den Wunsch unterstri-

tions ont été examinées lors de la visite de M. Probst dans chen, möglichst bald zum Abschluss eines für beide Teile

ce pays et si on peut espérer qu'un accord d'indemnisation annehmbaren Entschädigungsabkommens zu gelangen. Er

sera bientôt conclu. wies darauf hin, dass die von der DDR erwünschte Verbes-

serung der Beziehungen zur Schweiz behindert wird,

Schriftliche Begründung - Développement par écrit solange in der Frage der Vermögensverhandlungen keine

Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und befriedigende Lösung habe getroffen werden können.

wünscht eine schriftliche Antwort. In diesem Zusammenhang ist auch festzuhalten, dass die

durch Presseagenturen in der Schweiz verbreiteten

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Berichte über die von Staatssekretär Probst in Berlin

Rapport écrit du Conseil fédéral geführten Gespräche ausschliesslich von DDR-Seite

Seit Aufnahme der vermögensrechtlichen Verhandlungen stammten. Es handelt sich also nicht um eine gemeinsam

mit der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1973 abgesprochene Presseerklärung. Die vom Interpellanten

fanden sechs Verhandlungsrunden auf der Ebene der Dele- zitierte Pressemeldung gibt deshalb nur ein teilweise zutref-

gationschefs und zehn Expertenbesprechungen statt. In fendes Bild dieser Gespräche wieder.

der ersten Phase der Verhandlungen ging es vor allem Obwohl auch in den erwähnten Gesprächen von Staatsse-

darum, die aufgrund der öffentlichen Aufrufe des Eidgenös- kretär Probst erneut das ernsthafte Interesse der DDR an

sischen Politischen Departements vom I.Dezember 1975 einer Regelung aller vermögensrechtlichen Fragen bestätigt

und 23. Mai 1977 eingegangenen Anmeldungen schweize- wurde, erscheint es im heutigen Zeitpunkt noch nicht

rischer Vermögenswerte und Forderungen zu prüfen und möglich, ein Datum für den Vertragsabschluss zu nennen.

sie - sofern sie die völkerrechtlichen Voraussetzungen Der Bundesrat wird alles daran setzen, um möglichst rasch

erfüllten - den Behörden der DDR offiziell zu unterbreiten. zu einem vertretbaren Abkommen zu kommen, das in der

Von den rund 2500 übermittelten Einzelfällen konnten bis- Folge den eidgenössischen Räten zur Genehmigung zu

her 2200 Fälle besprochen werden. Infolge der oft kom- unterbreiten sein wird.

plexen tatbeständlichen und rechtlichen Verhältnisse (man-

gelnde Beweismittel, Erbfälle usw.) erwies sich die Legiti- Präsident: Der Interpellant verlangt Diskussion.

mationsphase als langwierig; sie wird aber voraussichtlich

im Laufe des Jahres 1983 abgeschlossen werden können. Abstimmung - Vote

Nachdem der Umfang der schweizerischen Forderungen Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit

den DDR-Behörden bekannt ist, bildet zurzeit die Frage der

Bewertung den Schwerpunkt der Verhandlungen. Die letzte

Verhandlungsrunde vom November 1982 befasste sich

denn auch vorwiegend mit diesem Thema. Während die 82.954

schweizerische Delegation wie üblich eine prompte, effek-

#ST#

tive und adäquate Entschädigung (Verkehrswert im Zeit- Interpellation Magnin

punkt des staatlichen Eingriffs zuzüglich Verzugszinsen bis Audiovisuelle Mittel und kulturelle Identität

zum Abschluss des Abkommens) verlangte, beharrte die

Delegation der DDR darauf, in jedem einzelnen Fall den Audiovisuel et identité culturelle

heutigen Wert des schweizerischen Vermögens aus-

schliesslich nach DDR-Recht zu ermitteln. Der in diesem

Sinne errechnete sogenannte Zeitwert basiert im wesentli-

chen auf den seit 1944 eingefrorenen gesetzlichen Höchst-

preisen, vermindert um die seitherigen Aufwendungen. Text der Interpellation vom 17. Dezember 1982

Anhand konkreter Beispiele konnte errechnet werden, dass Die audiovisuellen Mittel überschwemmen in allen mögli-

diese Bewertungsmethode im Endergebnis zu einer völlig chen Formen (Radio, Fernsehen, Video, Teletext usw.) den

ungenügenden Entschädigung führen würde. Angesichts schweizerischen Markt. Die neuen Formen führen dazu,

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation de Capitani Entschädigungsverhandlungen mit der DDR

Interpellation de Pourparlers d'indemnisation avec la RDA

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1983

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 82.946

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 18.03.1983 - 08:00

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Seite 542-543

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Ref. No 20 011 354

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