Combat Tank Acquisition and Domestic Industry Involvement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court is responding to interpellations regarding the acquisition of new combat tanks. The interpellations raise concerns about domestic industry involvement, job security, and maintaining Switzerland's defense capabilities. The court acknowledges the need for new tanks and plans to acquire them through licensed production with significant Swiss industrial participation, estimating additional costs of 10-15% to be justifiable given the economic and military benefits, such as preserving expertise and ensuring employment. The court also clarifies that a revival of the older tank model was never considered due to a substantial technological gap with modern tanks.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 273 CP, Art. 271 CP; Combat Tank Acquisition and Domestic Industry Involvement: The interpellations raise concerns about domestic industry involvement, job security, and maintaining Switzerland's defense capabilities. The court acknowledges the need for new tanks and plans to acquire them through licensed production with significant Swiss industrial participation, estimating additional costs of 10-15% to be justifiable given the economic and military benefits, such as preserving expertise and ensuring employment. The court also clarifies that a revival of the older tank model was never considered due to a substantial technological gap with modern tanks.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in relation to economic espionage as a potential penal prosecution.
Cited to examine if acts executed without right for a foreign state are applicable.
Volltext
Interpellations Vetsch et Ogi 1856 N 16 décembre 1983
C'est ici le lieu de rappeler les faits déjà connus depuis un de rechange la plus favorable au développement indigène
certain temps, d'après lesquels les indicateurs et autres du char en question - qu'il soit fabriqué sous licence par les
informateurs touchent en France pour leurs activités des soins d'un entrepreneur général du pays, la part de produc-
sommes pouvant atteindre le tiers du montant de l'affaire en tion suisse dépassant largement 50 pour cent, en pareille
cause. Ce droit, expressément consenti par l'Etat français, hypothèse?
représente une invite non négligeable à des actions illégales. 3. Les avantages offerts par cette solution - tels que garan-
Depuis toujours, le Conseil fédéral tente de faire respecter tie des emplois ainsi que d'une industrie indigène efficace
les règles de droit en vigueur dans notre pays par tous les des armements - justifient un supplément de prix apprécia-
moyens à sa disposition. Dans le présent cas, domine au ble. Si on les considère globalement et à long terme, on est
premier chef une poursuite pénale pour service de rensei- fondé d'admettre qu'il ne s'agit effectivement, en l'occur-
gnements économiques, au sens de l'article 273 CP. Selon rence, que de charges supplémentaires apparentes.
les résultats, il importera d'examiner si l'état de fait de Quel est, de l'avis du Conseil fédéral, l'ordre de grandeur
l'article 271 CP - actes exécutés sans droit pour un Etat des charges supplémentaires tolérables au titre d'un pour-
étranger - est donné ou non. centage de production suisse élevé?
Comment le gouvernement apprécie-t-il les avantages, sur
Le président: L'auteur de l'interpellation est satisfait. les plans militaire et de l'économie générale?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Bern, Bremi,
(Friedrich), Früh, Hunziker, Kühne, Oehler, Reichling, Rei-
mann, Schule, Wellauer (11)
#ST# 82.903 Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Interpellation Vetsch In der Junisession 1980 hat der Nationalrat drei Motionen
diskutiert, mit denen die Eigenentwicklung eines Kampfpan-
Beschaffung eines neuen Kampfpanzers zers gefordert wurde, nachdem der Bundesrat diesbezüg-
Acquisition d'un nouveau char de combat lich einen negativen Entscheid getroffen hatte. In der
Debatte kam klar zum Ausdruck, dass der inländischen
83.334 Industrie die Voraussetzungen für die Entwicklung eines
schweizerischen Kampfpanzers für eine spätere Beschaf-
Interpellation Ogi fungsrundeerhalten bleiben müssen. Es sei mit allen Mitteln
Beschaffung neuer Kampfpanzer eine grösstmögliche Unabhängigkeit vom Ausland, die lang-
fristige Erhaltung des eigenen Rüstungspotentials und des
Acquisition de nouveaux chars de combat entsprechenden Know-how sowie die Sicherung der
Arbeitsplätze anzustreben. Diese Bedingungen können nur
durch die Lizenzproduktion mit einem hohen schweizeri-
schen Anteil erfüllt werden. In dieser Erwartung hat der Rat
die Vorstösse als Postulate überwiesen.
Wortlaut der Interpellation Vetsch vom 30. November 1982 Dem Vernehmen nach ist man bei der Schweizer Industrie
Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen sehr beunruhigt über die neueste Tendenz der GRD, aus
gebeten: Kostengründen vom Lizenzbau des neuen Kampfpanzers
1. In der Diskussion um die Frage der Eigenentwicklung abzugehen. Statt des erwarteten schweizerischen Produk-
eines Kampfpanzers in der Junisession 1980 kam unmiss- tionsanteils am Gesamtvorhaben von etwa 70 Prozent,
verständlich die bestimmte Erwartung zum Ausdruck, dass würde der Inlandanteil möglicherweise um die Hälfte redu-
die Möglichkeit einer schweizerischen Konstruktion für ein ziert. Dies könnte den Verlust von 1000 Arbeitsplätzen Inder
übernächstes Modell offen bleiben müsse. einschlägigen Branche bedeuten! Es wird vom Volk und
Teilt der Bundesrat diese Auffassung? besonders von den Mitarbeitern in Unternehmungen mit
2. Ist der Bundesrat bereit, als beste Alternative zur Eigen- Kurzarbeit und Entlassungen nicht verstanden, wenn der
entwicklung im militärischen wie im volkswirtschaftlichen Bund auf diese Weise Arbeitsplätze gefährden und die lang-
Interesse für die nächste Beschaffung die Lizenzfabrikation fristige Erhaltung einer leistungsfähigen eigenen Rüstungs-
mit einem wesentlich über der Hälfte liegenden schweizeri- industrie in Frage stellen würde.
schen Produktionsanteil und einem schweizerischen Gene- Wortlaut der Interpellation Ogi vom 28. Februar 1983
ralunternehmer sicherzustellen? Seit einiger Zeit hat das EMD zwei Panzertypen durch die
3. Durch die Vorteile wie Arbeitsplatzsicherung und Erhal- Truppen in umfangreichen Versuchen und Vergleichstests
tung einer leistungsfähigen eigenen Rüstungsindustrie erprobt. Die Evaluation durch das zuständige Bundesamt
rechtfertigt sich ein namhafter Mehrpreis. Bei einer gesamt- für mechanisierte Truppen (BAMLT) ist abgeschlossen. Dem
haften und langfristigen Beurteilung handelt es sich tatsäch- Vernehmen nach liegen nun den zuständigen Organen die
lich nur um scheinbare Mehrkosten. Anträge der Truppe vor. Ebenfalls vorgesehen ist die
In welcher Grössenordnung sieht der Bundesrat die verant- Beschaffung des neuen Kampfpanzers im Rahmen des Aus-
wortbaren Mehrkosten zugunsten eines hohen inländischen bauschrittes 1984 bis 1987.
Produktionsanteils? In diesem Zusammenhang bitten wir nun den Bundesrat um
Wie bewertet er die volkswirtschaftlichen und militärischen die Beantwortung folgender Fragen:
Vorteile?
1. Hält er die Beschaffung eines neuen Kampfpanzers für
Texte de l'interpellation Vetsch du 30 novembre 1982 den Einsatz auf operativer Stufe gemäss dem jüngst vorge-
Le Conseil fédéral est invité à répondre aux questions sui- stellten Armeeleitbild nach wie vor als zwingend notwendig
vantes: und zeitlich dringend?
1. A la session de juin 1980, la discussion portant sur le 2. Wenn ja, wann gedenkt der Bundesrat den Typenent-
développement d'un char de combat indigène a très claire- scheid zu fällen und die Beschaffung einzuleiten?
ment fait apparaître le désir qu'il reste possible de construire 2.1. Wird ein allfällig positiver Entscheid rechtzeitig so fal-
en Suisse un futur modèle d'un tel engin. len, dass die erste Tranche neuer Kampfpanzer bereits im
Le Conseil fédéral partage-t-il cette manière de voir? Rüstungsprogramm 1984 enthalten sein wird? Wenn nein,
2. Dans l'intérêt de l'armée et de l'économie générale, le was sind die Gründe für die Verzögerung?
gouvernement est-il disposé, lors de la prochaine acquisi- 2.2. Stimmt die Annahme, dass solche Verzögerungen
tion de cette sorte d'engin, à garantir - en tant que solution durch Pressionen aus dem Ausland bedingt sind?
16. Dezember 1983 N 1857 Interpellationen Vetsch und Ogi
2.3. Stimmt es, dass die zuständigen Organe, nur um keinen cable sur le Plateau suisse au cas où la décision n'aboutirait
der ausländischen Anbieter durch die Wahl des anderen à rien?
Produktes vor den Kopf zu stossen, mit dem Gedanken an 3.2. En renonçant à l'achat d'un nouveau char de combat,
eine Neuauflage des Panzer 68 spielen, welcher der letzten notre pays ne perdrait-il pas la face envers l'étranger; l'effet
Panzergeneration angehört? de dissuasion de notre défense nationale ne s'en trouverait-
2.4. Wenn ja, welche waffentechnischen Faktoren und Ele- il pas affaibli?
mente, die 1979 zum grundsätzlichen Verzicht auf die
Entwicklung eines neuen Schweizer Kampfpanzers führten, Mitunterzeichner- Cosignataires: Aubry, (Augsburger), Bas-
haben sich unterdessen verändert? ler, Bühler-Tschappina, (Fischer-Weinfelden), Fischer-Hägg-
2.5. Welche Höhe haben die Kosten der Planung und Eva- lingen, Geissbühler, Graf, Mari, Hofmann, Hösli, Jeanneret,
luation eines neuen, eigenen oder fremdbeschafften Kampf- Martignonij Massy, Müller-Scharnachtal, Nebiker, (Räz),
panzers seit der Einleitung des Verfahrens Mitte der siebzi- Reichling, Rutishauser, Schnyder-Bern, Schule, Wyss (22)
ger Jahre erreicht? Welche Kosten sind davon bis und mit Schriftliche Begründung - Développement par écrit
zum grundsätzlichen Verzicht auf den Schweizer Panzer
aufgelaufen? Im neuen Armeeleitbild wird festgehalten, dass «bei den
Landstreitkräften das gepanzerte Fahrzeug über das Jahr
3. Wenn nein, welche Überlegungen und welche allenfalls 2000 hinaus eine wichtige Rolle spielen» wird. Darum finden
veränderten Umweltfaktoren liegen diesem Entscheid zu- sich unter den «langfristigen Zielsetzungen für den Ausbau
grunde? der Armee» auch folgende Ziele:
3.1. Ist nach Auffassung des Bundesrates bei einem allfälli- - «Der Ausbau der Armee muss vor allem jene Bereiche
gen Nullentscheid unsere Hauptkampfform «Abwehr» im berücksichtigen, von denen eine hohe dissuasive Wirkung
Mittelland noch durchführbar? ausgeht.»
3.2. Würde ein Verzicht auf die Beschaffung eines neuen - «Die Zeit für die Erstellung der ersten Kampf- und Funk-
Kampfpanzers nicht einen gefährlichen Gesichtsverlust tionsbereitschaft des Gros der Armee muss wesentlich ver-
unseres Landes gegenüber dem Ausland und eine Schwä- kürzt werden. Die Zahl der taktischen Verbände, die in der
chung der dissuasiven Wirkung unserer Landesverteidigung Lage sind, nach ihrer Mobilmachung ohne längere Vorberei-
darstellen? tung das Gefecht aufzunehmen, ist zu erhöhen.»
- «Durch Beschaffung neuer Kampfpanzer und durch
Texte de l'interpellation Ogi du 28 février 1983 Modernisierung eines Teils der vorhandenen Kampfpanzer
Depuis quelque temps, le DMF a fait tester par la troupe, au sollen Zahl und Kampfkraft der mechanisierten Verbände
prix d'importants essais et de comparaison, deux types de gesteigert werden.»
chars de combat. L'évaluation effectuée par l'Office fédéral Richtigerweise wurden deshalb im neuen Armeeleitbild für
des troupes mécanisées et légères est terminée. A ce qu'on den Ausbauschritt 1984 bis 1987 im Rahmen des Rüstungs-
sait, les organes compétents disposent à présent des propo- bereiches der «Beschaffung neuer Kampfpanzer zur schritt-
sitions de la troupe. L'acquisition d'un nouveau char est weisen Ablösung der heute auf operativer Stufe eingesetz-
également prévue dans le cadre de l'étape de réalisation ten Panzer und der Steigerung der Zahl der Panzerbatail-
1984 à 1987. lone» höchste Priorität eingeräumt. Hinzu kommt, dass bei
Dans ce contexte, nous demandons au Conseil fédéral de unveränderter Bedrohungslage in Ost und West rasche und
répondre aux questions suivantes: bedeutende waffentechnologische Weiterentwicklungen zu
1. Estime-t-il qu'il est toujours absolument nécessaire et verzeichnen sind. Feuerkraft und Schutz der Kampfpanzer
urgent d'acquérir un nouveau char de combat, destiné à être wurden, gegenseitig bedingt, ständig erhöht. In Ost und
engagé à l'échelon opératif conformément au plan directeur West ist daraus eine neue Panzergeneration entstanden,
de l'armée qu'on vient de présenter? welche den in unserem Lande eingesetzten Panzern
gefechtstechnisch überlegen ist. Die in der Schweizer
2. Si oui, quand envisage-t-il de prendre sa décision relative Armee eingesetzten Panzer der heutigen Entwicklungsge-
au type et de mettre en train cette acquisition? neration sind damit den potentiellen Feindpanzern gegen-
2.1. Une décision éventuellement positive interviendra-t-elle über nur noch bedingt duellfähig.
assez tôt pour que la première tranche des nouveaux chars Im Eidgenössischen Militärdepartement ist diese bedrohli-
puisse être incluse dans le programme d'armement 1984 che Situation rechtzeitig bereits Mitte der siebziger Jahre
déjà? Si tel n'est pas le cas, quels sont les motifs du retard? erkannt und in die Planung einbezogen worden. Vermutlich
2.2. L'hypothèse est-elle exacte, selon laquelle des pres- aus Gründen der hohen Dringlichkeit und zur Abkürzung
sions exercées par l'étranger sont à l'origine de tels retards? des Verfahrens beschränkte man sich deshalb auch auf die
2.3. Est-il exact que les organes compétents (qui veulent à Evaluation von lediglich zwei ausländischen Panzermodel-
tout prix éviter qu'en choisissant le produit d'un concurrent, len, nachdem in einem Grundsatzentscheid - nach umfang-
ils incitent l'un des fournisseurs potentiels de l'étranger à en reichen und aufwendigen Abklärungen und Studien - auf
prendre ombrage) se mettent à caresser l'idée d'une nou- die Weiterentwicklung eines inländischen Panzers verzich-
velle version du char 68, engin qui fait partie de la dernière tet worden war.
génération des blindés? Um so notwendiger erscheint es uns daher, dass der Bun-
2.4. Si oui, quels facteurs et éléments de la technique arme- desrat jetzt den Typenentscheid trifft und die Beschaffung
ment, ayant conduit en 1979 à l'abandon de principe de tout eines Kampfpanzers einleitet.
développement d'un char suisse de combat, se sont-ils Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
modifiés dans l'intervalle? Rapport écrit du Conseil fédéral
2.5. Quel montant les frais de la planification et de l'évalua- 1. Die Frage des Ersatzes unserer älteren Kampfpanzer
tion d'un nouveau char (indigène ou acquis à l'étranger) ont- beschäftigt den Bundesrat schon seit längerer Zeit. Im Jahr
ils atteint depuis l'ouverture de la procédure, au milieu des 1979 mussteder Beschlussgefasst werden, auf die Entwick-
années 1970? De ce montant, quels frais ont-ils été mis à la lung eines neuen schweizerischen Kampfpanzers zu ver-
charge du char suisse, jusque et y compris à la date de zichten. Stattdessen waren ausländische Modelle im Hin-
l'abandon de principe? blick auf eine rasche Beschaffung zu evaluieren und eine
3. Si non, quelles réflexions et quels facteurs extérieurs, optimale Beteiligung der Schweizer Industrie vorzubereiten.
modifiés le cas échéant, sont-ils à l'origine de cette déci- Die Gründe, die im Jahre 1979 zum Verzicht auf eine Eigen-
sion? entwicklung geführt hatten, gelten heute noch. Ob für eine
3.1. Le Conseil fédéral estime-t-il que la «défense combi- übernächste Panzerbeschaffung, die kaum noch in diesem
née», notre principale forme de combat, serait encore prati- Jahrhundert abgewickelt werden dürfte, auf diesen Verzicht
234-N
Interpellation Kohler Raoul 1858 N 16 décembre 1983
zurückzukommen sein wird, kann heute nicht gesagt wer- Leopard 2 und M1 Abrams (frühere Bezeichnung XM 1)
den. Theoretisch bleibt die Möglichkeit einer schweizeri- durch, bei denen militärisches und technisches Berufsper-
schen Eigenentwicklung offen. Infolge der immer komple- sonal sowie Miliztruppen zum Einsatz kamen. Für die Eva-
xer werdenden Technik von Kampfpanzern würden aber die luation der beiden Panzer wurden bis heute rund 64 Millio-
Kosten für die Entwicklung, Erprobung und Herstellung nen Franken aufgewendet, wovon 30 Millionen für die
eines eigenen Kampfpanzers immer höher; sie stünden Abklärung der Industriebeteiligung. Weitere 55 Millionen
kaum noch in einem vertretbaren Verhältnis zu den Franken waren vorher für die Abklärungen einer allfälligen
beschränkten Serien für den Bedarf unserer eigenen Armee. Eigenentwicklung in den Jahren 1978 und 1979 aufgewen-
Die Lizenzfabrikation eines ausländischen Panzers in der det worden. Die Kredite waren im Forschungs-, Entwick-
Schweiz ist deshalb unseres Erachtens die zweckmässigere lungs- und Versuchsprogramm eingestellt.
und kostengünstigere Lösung. 3. Wie wir in Ziffer 1 ausgeführt haben, kann auf die
2. Mit unserem Beschluss vom Jahr 1979 haben wir die Art Beschaffung eines neuen, modernen Kampfpanzers nicht
und Weise der Panzerbeschaffung bereits vorgezeichnet. verzichtet werden, wenn unsere Armee auch in Zukunft in
Das Militärdepartement bezeichnete in der Folge die Firma der Lage sein soll, die ihr im Rahmen unserer Sicherheitspo-
Contraves als Generalunternehmerin für die Abklärung der litik übertragenen Aufgaben zu erfüllen.
Lizenzfabrikation und legte die Rahmenbedingungen hier-
für fest. Diese können aus heutiger Sicht eingehalten wer- Interpellation Vetsch
den. Es kann mit einem Lizenzumfang von 60 Prozent des
Fabrikationsgutes an Panzerfahrzeugen und Ersatzteilen Le président: L'auteur de l'interpellation est satisfait.
gerechnet werden.
Interpellation Ogi
3. Die durch den Lizenzbau bedingten Mehrkosten bewe-
gen sich in der Grössenordnung von 10 bis 15 Prozent. Le président: L'auteur de l'interpellation est satisfait.
Diese sind angesichts der volkswirtschaftlichen Vorteile der
Beschaffung verantwortbar: Bei einem Beschaffungsum-
fang von 420 Panzern entsteht ein Beschäftigungsvolumen
von etwa 14 000 Mannjahren. Der Lizenzbau hat aber auch
militärische Vorteile: Die sich über eine längere Zeit erstrek-
kende Beschaffung erhält in unserer Industrie ein Fachwis-
sen und «Know how», das für die Armee von grosser Bedeu- #ST# 83.591
tung ist.
Interpellation Kohler Raoul
Zu den Fragen in der Interpellation Ogi nehmen wir wie folgt
Stellung: Staatliche Finanzhilfen im Ausland
und Verzerrung der Konkurrenz
1. Die Einführung eines neuen Kampfpanzers hat unverän-
dert hohe Priorität und ist dringlich. Das Armeeleitbild vom Aides gouvernementales étrangères
9. September 1982 geht davon aus, dass gepanzerte Kampf- et distorsions de concurrence
fahrzeuge über das Jahr 2000 hinaus eine wichtige Rolle
spielen werden, insbesondere auch im Verbund mit Kampf-
helikoptern und einer starken Feuerunterstützung durch
Artillerie und Flugwaffe.
Moderne Kampfpanzer sind unerlässlich zur Sicherung
unseres Landes gegen die Gefahr eines strategischen Über-
falles. Ihre Beschaffung macht die älteren, bei uns vorhan- Wortlaut der Interpellation vom 5. Oktober 1983
denen Kampfpanzer allerdings nicht überflüssig. Durch die Durch die massive Finanzhilfe, die ausländische Regierun-
Einführung einer leistungsgesteigerten Munition sind diese gen bestimmten Unternehmen ihres Landes gewähren, dank
Panzer bereits aufgewertet worden; weitere Massnahmen der diese die Preise für ihre Produkte stark senken können,
sollen ergriffen werden, um ihren Kampfwert zu erhalten werden oft die elementaren Wettbewerbsregeln verzerrt.
und nach Möglichkeit noch zu steigern. Das Prinzip soll Wegen dieser Regierungshilfe erwachsen den schweizeri-
weiterhin zum Tragen kommen, wonach die leistungsfähig- schen Unternehmen sowohl im Inland als auch im Ausland
sten Panzer für operative Gegenschläge im Rahmen der grosse Probleme, weil ihre Produkte mit den subventionier-
Mechanisierten Divisionen, weniger leistungsfähige Panzer ten Produkten ausländischer Firmen konkurrieren müssen.
für taktische Gegenschläge der Felddivisionen und die älte- Einige Unternehmen unseres Landes sind durch diese
sten Panzer als mobile Panzerabwehr der Infanterieregimen- schweren Wettbewerbsverzerrungen in ihrer Existenz be-
ter eingesetzt werden. droht.
2.1 Zur Umrüstung der bereits bestehenden Panzerbatail- Ich frage den Bundesrat, was er zu tun gedenkt, um unsere
lone in den Mechanisierten Divisionen werden insgesamt Unternehmen gegen die Auswirkungen missbräuchlicher
420 neue Kampfpanzer benötigt. Ihre Beschaffung und Ein- Regierungshilfe zu schützen und die Voraussetzungen des
gliederung wird schrittweise erfolgen. Es ist beabsichtigt, freien Wettbewerbs auf den Märkten des In- und Auslandes
mit dem Rüstungsprogramm 1984 die Beschaffung eines wieder herzustellen.
ersten Loses von 210 Kampf panzern des Typs Leopard 2 zu
beantragen. Die ersten 35 Panzersollen vom Hersteller fertig Texte de l'interpellation du 5 octobre 1983
geliefert werden, die restlichen überwiegend in Lizenz in der Des gouvernements de pays étrangers faussent souvent les
Schweiz hergestellt werden. règles élémentaires de la concurrence en accordant à cer-
2.2 Mit der Einleitung der Panzerbeschaffung im Jahr 1984 taines de leurs entreprises des soutiens financiers massifs
ist die Erneuerung unseres Panzerparkes keineswegs verzö- permettant à ces dernières d'abaisser fortement les prix de
gert werden. leurs produits. Ces aides gouvernementales placent les
entreprises suisses dans une situation particulièrement diffi-
2.3/2.4 Eine Neuauflage des Panzers 68 stand im Militärde- cile, sur notre marché intérieur comme aussi sur les
partement nie zur Diskussion. Das Leistungsgefälle zwi- marchés étrangers, lorsque leurs produits sont en concur-
schen Panzern der neuen Generation und den bei uns rence avec ceux des entreprises étrangères subventionnées.
eingeführten Panzern ist so gross, dass es auch durch noch Ces graves distorsions de concurrence mettent en danger
so aufwendige Kampfwertsteigerung nicht ausgeglichen l'existence de certaines de nos entreprises.
werden kann. Je demande au Conseil fédéral de dire quelles mesures il
2.5 In den Jahren 1981 und 1982 führte das Militärdeparte- entend mettre en œuvre pour protéger nos entreprises con-
ment umfangreiche Erprobungen mit den Kampfpanzern tre les effets d'aides gouvernementales abusives et rétablir
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ogi Beschaffung neuer Kampfpanzer
Interpellation Ogi Acquisition de nouveaux chars de combat
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.334
Numéro d'objet
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Datum 16.12.1983 - 08:00
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