Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 82-574 KI-generiert

Employer Layoff Notification Requirements Rejected

Geschäftsnummer VPB 82-574
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a motion proposing to legally require employers to report impending layoffs or the implementation of short-time work to authorities and employee representatives, and to mandate the reporting of vacant positions. The court rejected the motion, reasoning that while improved labor market research and statistics are necessary, a legal obligation for advance notification of layoffs and short-time work would unduly restrict business flexibility and potentially harm long-term employment, and that mandatory reporting of vacant positions would create disproportionate administrative burdens without effectively combating unemployment. Instead, the court favored improving existing voluntary reporting mechanisms and piloting new IT-supported systems for employment services and statistics.

Legislator-Regeste

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Artikel 73 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes; Employer Layoff Notification Requirements Rejected: The court rejected the motion, reasoning that while improved labor market research and statistics are necessary, a legal obligation for advance notification of layoffs and short-time work would unduly restrict business flexibility and potentially harm long-term employment, and that mandatory reporting of vacant positions would create disproportionate administrative burdens without effectively combating unemployment. Instead, the court favored improving existing voluntary reporting mechanisms and piloting new IT-supported systems for employment services and statistics.

Schlagwörter

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selbstverschuldete Arbeitslosigkeit Kurzarbeit fristlose Kündigung Stellenwechsel gesetzliche Arbeitszeit Erhaltung von Arbeitsplätzen
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Artikel 73 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes

Genannt als Grundlage für die Förderung der angewandten Arbeitsmarktforschung durch die Arbeitslosenversicherung im Hinblick auf die Schaffung eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes.

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Volltext

21. März 1984 N 341 Motion Carobbio

Bundesrat Purgier: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat #ST# 82.574

entgegenzunehmen. Ich meine aber, dass die Befürchtung

von Herrn Allenspach hier durchaus aufgegriffen und besei- Motion Carobbio

tigt werden kann. Ich darf ganz kurz folgendes festhalten: Arbeitsmarktkontrolle

Der Bund und die Sozialpartner haben die Notwendigkeit

einer intensiveren Arbeitsmarktforschung erkannt. Sie

Marché du travail. Mesures de contrôle

selbst haben im neuen Arbeitslosenversicherungsgesetz in Mercato del lavoro. Misure di controllo

Artikel 73 festgehalten, dass die Arbeitslosenversicherung

im Hinblick auf die Schaffung eines ausgeglichenen Arbeits-

marktes die angewandte Arbeitsmarktforschung durch Bei-

träge fördern kann. Auch im Rahmen der nationalen For-

schungsprogramme - und dort vor allem unter dem Pro- Wortlaut der Motion vom 7. Oktober 1982

gramm «Wirtschaftsentwicklung und Regionalprobleme« -

Die zahlreichen Entlassungen und die immer weitergehende

werden arbeitsmarktliche Probleme erforscht. Unter ande-

rem wurden die Grundlagen für die jetzt von beiden Herren Einführung der Kurzarbeit in zahlreichen Betrieben werfen

angesprochenen Fragen zur Arbeitskräftegesamtrechnung die konkrete Frage der Überwachung des Arbeitsmarktes

dort erarbeitet. auf.

Im weiteren wird es mit der kürzlich realisierten Neukonzep- Der Bundesrat wird gebeten:

tion der Beschäftigungsstatistik in naher Zukunft möglich a. zu untersuchen, ob nicht Gesetzesbestimmungen einge-

sein, vierteljährlich die Beschäftigungsentwicklung auch führt werden könnten, die den Grundsatz festlegen, dass

regional für die Kantone und die Grossstädte zu verfolgen. Entlassungsmassnahmen oder die Einführung von Kurzar-

Als offene Stellen werden die den Arbeitsämtern gemelde- beit im voraus mit Begründung den zuständigen kantonalen

ten Stellen - ich betone: die den Arbeitsämtern gemeldeten oder eidgenössischen Behörden und den Arbeitnehmerver-

- statistisch erfasst und angeboten. Bei diesen Stellenange- tretern zu unterbreiten sind;

boten handelt es sich vor allem um jene, von denen der b. zu prüfen, ob für die Betriebe nicht die Pflicht eingeführt

Arbeitgeber annimmt, dass sie dank den Vermittlungsbemü- werden könnte, die freien Stellen zu melden.

hungen der Arbeitsämter besetzt werden können.

Eine Meldepflicht kennen fünf Kantone: Uri, Graubünden, Texte de la motion du 7 octobre 1982

Wallis, Neuenburg und Genf. Die freiwillige Meldung an die Les nombreux licenciements et l'introduction sur une

Arbeitsämter hängt also in erster Linie davon ab, ob der échelle toujours plus grande de l'horaire réduit dans beau-

Arbeitgeber an einen Vermittlungserfolg glaubt oder nicht. coup d'entreprises posent le problème concret de la surveil-

Je attraktiver die öffentliche Arbeitsvermittlung, desto eher lance du marché du travail.

und zahlreicher werden den Arbeitsämtern die offenen Stel- Le Conseil fédéral est prié:

len gemeldet. Das dürfte im Interesse der Arbeitgeber und

der Arbeitnehmer und deren Organisationen liegen. a. D'étudier la possibilité de créer des dispositions légales

Diese Überlegungen, die ich soeben erwähnt habe, führten établissant le principe selon lequel les mesures de licencie-

uns dazu, mit der Idee einer EDV-unterstützten Arbeitsver- ment ou celles visant à introduire un horaire réduit doivent

mittlung und Arbeitsmarktstatistik ernst zu machen, nicht in être soumises préalablement, ainsi que les motifs qui les

dem Sinne, hier etwas gegen den Willen der Beteiligten zu justifient, aux autorités compétentes, cantonales ou fédé-

erzwingen, sondern im Sinne einer Dienstleistung. Daher die rales, et aux représentants des travailleurs;

Idee, dieses Projekt als Versuchsbetrieb in fünf Pilotkanto- b. D'étudier la possibilité de rendre obligatoire l'annonce

nen zu lancieren. Wir werden Sie über deren Ergebnisse des postes vacants.

informieren, und Sie werden gestützt auf den Versuchsbe-

Testo della mozione del 7 ottobre 1982

trieb, den wir AVAM nennen, überprüfen und je nach Ergeb-

nissen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sagen, wie man I numerosi licenziamenti, nonché l'introduzione sempre più

sich hier noch besser finden könnte. larga dell'orario ridotto in numerose aziende, pone il pro-

Mit anderen Worten: In der Postulatsform scheint uns der blema concreto della sorveglianza del mercato del lavoro.

Gedanke, den Herr Bircher hier vorgetragen hat, auch für II Consiglio federale è pregato:

die Arbeitgeber interessant, aber ich wiederhole: ohne eine a. Di studiare la possibilità di introdurre disposizioni legali

Meldepflicht, die Herr Allenspach hier bekämpft hat. Ich che stabiliscono il principio secondo il quale misure di

betone also: keine Meldepflicht. licenziamento o di introduzione dell'orario parziale devono

essere preventivamente sottoposte, con le motivazioni che

Le président: Le Conseil fédéral est prêt à accepter le le giustificano, alle autorità competenti, cantonali o federali,

postulat. M. Bremi avait proposé de le rejeter. C'est M. Al- e ai rappresentanti dei lavoratori;

lenspach qui s'exprime à ce sujet. b. Di studiare la possibilità di introdurre l'obbligo di annun-

ciare i posti vacanti.

Allenspach: Herr Furgler hat soeben erklärt, das Postulat sei

nicht so zu interpretieren, dass aufgrund dieses Postulates Mitunterzeichner- Cosignataires - Cofirmatari: (Crevoisier),

nun eine gesetzliche Meldepflicht vorgesehen werde. Es Dafflon, Herczog, (Magnin), Mascarin (5)

sollen die Erfahrungen des Projektes AVAM abgewartet Schriftliche Begründung - Développement par écrit

werden, das nicht von einer gesetzlichen Meldepflicht aus-

geht, sondern auf einer freiwilligen Meldung der offenen Motivazione scritta

Stellen an die Arbeitsämter beruht. Ich bin überzeugt, dass I licenziamenti sempre più frequenti, l'introduzione sempre

die Zusicherungen von Herrn Bundesrat Furgler vom più larga dell'orario ridotto in numerose aziende di parec-

Gesamtbundesrat eingehalten werden. Jedenfalls ist im chie regioni del paese e di diversi settori dell'economia

Entwurf zum neuen Arbeitsvermittlungsgesetz keine Melde- sollevano il problema di una più efficace sorveglianza del

pflicht für offene Stellen von Bundes wegen vorgesehen. Ich mercato del lavoro. E ciò per le spiacevoli consequenze che

habe dieses Postulat bekämpft, weil ich vermeiden wollte, tali misure hanno per i lavoratori colpiti e per intere regioni

dass aufgrund dieses Postulates die Meldepflicht für offene del paese, nonché più in generale per l'economia del paese.

Stellen in diesem Gesetz verankert wird. Aufgrund der Zusi- In ogni caso, proprio per i problemi che i licenziamenti

cherung des Bundesrates und dieser Interpretation möchte pongono, non possono più essere lasciati alla libera scelta

ich der Überweisung dieses Postulates nicht mehr oppo- di una parte sola, quella padronale.

nieren. In particolare quando si tratta di misure di licenziamento o di

introduzione dell'orario ridotto per motivi economici o come

Überwiesen - Transmis consequenza di ristrutturazioni è importante che tutte le

Motion Carobbio 342 N 21 mars 1984

parti sociali e l'autorità politica possano prenderne cono- essere controllato. Ciò è confermato dalle esperienze fatte

scenza per tempo, per valutar; la giustificazione delle stesse all'estero e in quei cantoni dove tale obbligo di notificazione

e possibili soluzioni. già esiste.

In questo senso sembra opportuno studiare la possibilità di L'attuale regolamentazione secondo cui il datore di lavoro

introdurre disposizioni legai che stabiliscano il principio può notificare liberamente i posti vacanti alle autorità prepo-

secondo il quale misure di licenziamento o di introduzione ste al mercato del lavoro, si è affermato. In pratica vengono

dell'orario ridotto debbano essere preventivamente, in un notificati quei posti vacanti che il datore di lavoro spera,

lasso di tempo ragionevole, sottoposte, accompagnate dalle grazie allo sforzo di collocamento degli uffici del lavoro, di

motivazioni che le giustificano, alle autorità competenti, poter occupare. Quanto più si migliorerà il collocamento,

cantonali o federali, e ai rappresentanti dei lavoratori, com- tanto più facilmente verranno notificati i posti vacanti. Que-

missioni di fabbrica o sindacati. sta considerazione ha fatto maturare l'idea di migliorare

D'altro lato è pure importante studiare la possibilità di intro- l'efficienza del collocamento pubblico e di perfezionare la

durre le basi legali per obbligare le aziende a annunciare i statistica del mercato del lavoro. A questo scopo verrà

posti vacanti. Sarà così possibile stabilire statistiche più effettuato prossimamente, in collaborazione con cinque

precise relative al mercato del lavoro e soprattutto studiare cantoni pilota, un esperimento di durata limitata, con il

misure concrete per lottare contro la disoccupazione. quale si intende provare le possibilità di ricorrere all'elabora-

» zione elettronica dei dati in questo campo. Un obbligo di

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates notificazione dei posti vacanti non è però previsto.

Rapport écrit du Conseil fédéral Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Risposta scritta del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral

1. L'obbligo semplice di notificare l'introduzione dell'orario Dichiarazione scritta del Consiglio federale

di lavoro ridotto e i licenziamenti risale essenzialmente ai II Consiglio federale raccomanda di respingere la mozione.

decreti federali del 1975, di durata limitata, intesi a combat-

tere le diminuzioni dell'impiego e dei redditi. Stando al

vigente disciplinamento, i datori di lavoro hanno l'obbligo di M. Carobbio: II est vrai qu'après l'intervention de M. Allens-

notificare all'autorità competente per il mercato del lavoro, pach et les déclarations de M. Furgler, conseiller fédéral, à

entro il 5 di ogni mese, il numero di lavoratori colpiti da propos du postulat de M. Bircher, c'est avec beaucoup de

disoccupazione parziale du rente il mese precedente, i licen- courage que je monte à la tribune pour vous inviter à

ziamenti avvenuti per motivi economici, nonché i licenzia- approuver ma motion contre la proposition du Conseil fédé-

menti pronunciati per una da-,a ulteriore. Lo scopo di questo ral visant à la rejeter purement et simplement.

obbligo consiste Dell'orienta-e tempestivamente le autorità Ma motion du 7 octobre 1982 demandait au Conseil fédéral

al fine di migliorare le prospettive di collocamento e di porre d'étudier la possibilité d'introduire l'obligation d'annoncer

in atto eventuali provvedimenti intesi a promuovere l'occu- les places vacantes ainsi que les dispositions légales en vue

pazione (per es. corsi di rieducazione e di perfezionamento d'établir le principe selon lequel des mesures de licencie-

professionali, programmi d'impiego). Ciò si è rivelato oppor- ment et d'introduction de l'horaire partiel doivent être préa-

tuno. Per quanto riguarda in particolare la disoccupazione lablement soumises, accompagnées des motifs justificatifs,

parziale, la nuova legge sull'assicurazione contro la disoc- aux autorités compétentes cantonales ou fédérales et aux

cupazione prevede che il datore di lavoro deve notificarla représentants des travailleurs. En l'occurrence, ces deux

per iscritto all'autorità cantonale, di regola almeno dieci propositions tendaient à permettre d'une part que les pou-

giorni prima della sua introd jzione, motivandone la neces- voirs publics puissent exercer un contrôle plus régulier sur

sità. le marché du travail - cela afin de pouvoir, en accord avec

La soluzione proposta va pertò oltre a questo disciplina- les partenaires sociaux, intervenir à temps pour éviter les

mento, in quanto la decisioni; circa i licenziamenti o l'intro- conséquences négatives des licenciements qui touchent les

duzione dell'orario ridotto ne n dovrebbe più essere lasciata travailleurs et parfois aussi des régions entières - et d'autre

soltanto al datore di lavoro. Come emerge dalla motivazione, part à augmenter les possibilités pour les travailleurs de

il presentatore della mozione! vorrebbe che tanto alle auto- connaître à l'avance leur situation face à des difficultés

rità quanto ai rappresentanti dei datori di lavoro venisse économiques et donc de pouvoir en discuter avec les parte-

conferito un certo diritto di essere consultati nel caso di naires sociaux. Loin de moi l'idée de proposer des mesures

siffatte decisioni aziendali. Un tale provvedimento ridur- qui donneraient un pouvoir excessif à l'Etat, dans le

rebbe però la flessibilità dell'impresa e diminuirebbe la sua domaine de l'économie. Je suis assez conscient du fait que

capacità produttiva. In tal modo, senza migliorare la prote- dans une économie de libre-marché telle qu'elle existe en

zione dei lavoratori, anche se lo a breve termine, si potrebbe Suisse, son rôle doit seulement se limiter à celui de la

però pregiudicare, a lungo termine, la situazione dell'occu- coordination.

pazione. Un obbligo di notificazione in questa forma Le Conseil fédéral, dans sa réponse à la première question,

sarebbe in pratica, segnatamente in caso di licenziamenti, précise à propos de l'horaire réduit, qu'il existe déjà une

pressoché inattuabile e rimarrebbe perciò privo d'effetto. disposition obligeant les patrons à annoncer leur intention

Siccome poi ci si dovrebbe attendere un accresciuto impe- de mettre des travailleurs en chômage partiel. Cependant, le

gno amministrativo con un rispettivo aumento dell'onere per Conseil fédéral est aussi d'avis que la proposition contenue

l'amministrazione pubblica, il Consiglio federale non ritiene dans ma motion va trop loin car elle tend à introduire un

opportuno di esaminare, al momento attuale, delle misure certain pouvoir de «veto» en ce qui concerne les organisa-

più incisive. tions de travailleurs, face au développement de la situation

2. Anche la seconda richiesta di chi presenta la mozione, économique. Je puis à nouveau affirmer ici que cette idée-là

tendente ad introdurre un obbligo generale di notificazione ne m'a pas effleuré. Ma proposition visait simplement à faire

dei posti vacanti da parte dei datori di lavoro, non costitui- en sorte que les divers partenaires sociaux, c'est-à-dire

sce un appropriato strumento per evitare o per combattere patrons, travailleurs et leurs syndicats et l'Etat puissent

la disoccupazione. La rioccupazione di un posto di lavoro, discuter ensemble des diverses situations qui souvent tou-

rispettivamente la creazione di uno nuovo, dipende in larga chent à des intérêts qui vont beaucoup plus loin que ceux de

misura dall'evoluzione economica, come pure dalle aspetta- la simple entreprise.

tive e dalle valutazioni dell'impresa e soggiace in parte a Je pourrais citer à M. Furgler un cas au Tessin - qui fait

fluttuazioni a breve termine. Questa realtà non potrebbe l'objet d'une interpellation que l'on devrait discuter encore

essere mutata nemmeno da jn obbligo di notificazione dei aujourd'hui si possible - qui concerne la Monteforno de

posti vacanti da parte del datore di lavoro. A prescindere da Bodio. Dans ce cas précis, la direction de l'entreprise avait

questo, un tale obbligo condurrebbe ad uno sproporzionato pris la décision de licencier plus de 150 travailleurs. Toute-

dispendio amministrativo e potrebbe in pratica difficilmente fois, la réaction des travailleurs d'un côté et l'intervention du

21. März 1984 N 343 Postulat Deneys

canton du Tessin de l'autre, ont abouti à l'ouverture d'une #ST# 82.508

discussion qui a permis de trouver une solution plus favora-

ble aux travailleurs que le licenciement, à savoir celle d'in- Postulat Deneys

troduire le chômage partiel par groupes, chaque mois. Cette Büroautomation. Arbeitsbedingungen

décision, il est vrai, a été prise sans qu'il existait aucune Bureautique. Conditions de travail

disposition légale. En l'occurrence, ma proposition tend

simplement à légaliser une procédure semblable. Or, je ne

Siehe Jahrgang 1982, Seite 1797

pense pas qu'en agissant ainsi, l'on cherche à donner aux

différents partenaires sociaux et à l'Etat un pouvoir excessif Voir année 1982, page 1797

dans la vie économique.

Pour ces motifs-là, je suis d'avis qu'il est justifié de mainte-

nir, concernant le premier point de ma motion, cette der-

nière comme telle: Je serai très bref à propos du deuxième

point. Là aussi, il s'agit par l'introduction de l'obligation Diskussion - Discussion

d'annoncer les postes vacants, de donner aux pouvoirs

publics les instruments nécessaires pour mieux connaître la Villiger: Ich hoffe, dass Sie anstelle von Herrn Ammann-Bern

situation du marché, afin que dans les discussions avec les mit mir vorliebnehmen. Es geht hier um die Bildschirm-

partenaires sociaux, l'on puisse trouver des solutions allant arbeit. Neue Technologien - das weiss man seit längerem -

dans le sens de l'intérêt des entreprises et des travailleurs führen immer zu einer gewissen Irritation bei der Einfüh-

mais aussi de celui des régions concernées et du pays tout rung, und anfänglich hat man durchaus Verständnis auch

entier. C'est pourquoi j'insisterai pour que ma motion soit für eine kritische Betrachtungsweise. Gerade die Bild-

maintenue comme telle et je vous invite à l'approuver. schirmarbeit hat ja in den letzten Jahren explosiv zugenom-

men; es ist gewiss richtig, dass sich die Sozialpartner um

Bundesrat Furgler: Herr Carobbio zielt mit seinem Vorstoss diese Frage kümmern. Allerdings wird diese Problematik oft

auf die Prüfung von Gesetzesbestimmungen ab, wonach recht emotional diskutiert, und eine nüchterne Betrach-

Kurzarbeit und Entlassungen im voraus und mit Begrün- tungsweise führt dann nicht zu spektakulären Erkennt-

dung den Behörden und den Arbeitnehmervertretern zur nissen.

Begutachtung zu unterbreiten sind. Gleichzeitig soll eine Meines Erachtens ist der Weg zur Lösung durchaus mögli-

Meldepflicht für offene Stellen geprüft werden. cher Probleme über arbeitsrechtliche Vorschriften falsch.

Ich darf daren erinnern, dass wir als geltende Regelung eine Wir setzen den Gesetzgeber bei einem Problem in Trab, wo

einfache Meldung bei Kurzarbeit und Entlassungen kennen. es nicht nötig ist. Ich halte es für eine Unterstellung, dass die

Diese Regelung hat sich als zweckmässig erwiesen. Ich Bildschirmarbeit mit gesundheitlichen Risiken verbunden

verweise auf die Lösung im neuen Arbeitslosenversiche- sei. Meines Wissens ist der Nachweis dafür nicht erbracht.

rungsgesetz, über die wir heute indirekt gesprochen haben. Es steht fest, dass Mitarbeiter an Bildschirmgeräten dann

Persönlich halte ich dafür, dass eine weitergehende Mass- keinen besonderen Belastungen und keinen besonderen

nahme im Sinne einer Verpflichtung behördlicher Mitwir- Beanspruchungen ausgesetzt sind, wenn bei der Auswahl

kung, aber auch im Sinne einer Verpflichtung der Mitwir- der Geräte und bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes dem

kung der einzelnen Sozialpartner und deren Organisatio- heutigen Wissensstand Rechnung getragen wird.

nen, über all das hinausgeht, was wir in unserer freien Über ergonomisch richtige Arbeitsplatzgestaltung gibt es

sozialen Marktwirtschaft den Unternehmen zumuten kön- schon eine ziemlich grosse Literatur. Ich darf beispielsweise

nen und zumuten wollen. auf die Empfehlungen von Prof. Grandjean von der ETH

Wenn Sie diese Art Sachzwänge neu schaffen, dann kom- hinweisen oder auf Empfehlungen des ärztlichen Dienstes

men Sie nicht zu dem von Ihnen erhofften Erfolg, sondern der SBB und der PTT. Ich darf aus diesen letzteren Empfeh-

zu einer unerhörten Verkomplizierung der einzelnen lungen zitieren: «Einwandfreies Sehvermögen ist in allen

Sozialpartnergespräche in den Unternehmen; Sie zerstören Lebensbereichen zum ermüdungsfreien Erkennen optischer

letzten Endes die unternehmerische Freiheit. Reize erforderlich. Der Gebrauch von Datensichtgeräten

Wie wollen Sie in der heutigen Zeit die Technologiepro- bringt in diesem Zusammenhang nichts Neues mit sich. Die

bleme bewältigen, wenn Sie den Zeitverlust in Kauf zu Negativdarstellung von Zeichen ist zwar für einzelne Mitar-

nehmen hätten, der bei jeder Umwandlung einzelner beiter ungewohnt, aber in den meisten Fällen besser lesbar

Betriebsabteilungen - um ein Beispiel zu nennen - als der grösste Teil herkömmlicher Belege. Bildschirmarbeit

entstünde? Die von Ihnen erwähnte Monteforno-Situation stellt normalerweise keine besonderen Ansprüche an das

ist mir sehr gut bekannt. Sie zeigt Ihnen, dass beim gelten- Sehorgan, wenn der Arbeitsplatz richtig gestaltet ist.»

den Recht aufgrund bestehender partnerschaftlicher Bezie- Sie sehen also, dass die Fachärzte hier nicht von Arbeitspau-

hungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, aber sen reden, sondern von Sehpausen. Die Bildschirmarbeit ist

auch aufgrund des selbstverständlichen Interesses, das eine fast nie mit einem dauernden Sehkontakt verbunden, wie

kantonale Regierung und der Bundesrat für diese Unterneh- das beispielsweise beim Fernsehen der Fall ist, wenn Sie

men haben, Lösungen gefunden werden können, ohne dass während einer oder anderthalb Stunden den «Derrick» oder

eine neue gesetzliche Verpflichtung geschaffen werden den «Tatort» betrachten; und meines Wissens enthält das

muss. Solche weitergehenden gesetzlichen Normen würden Postulat ja keine Forderung nach dem Schutz der Bevölke-

also den Schutz der Arbeitnehmer nicht verbessern, wohl rung vor dem Fernsehapparat.

aber die Flexibilität der Unternehmen verringern. Sie wären Der Arbeitsablauf am Bildschirmapparat ist erfahrungsge-

damit auch für die Arbeitnehmer kontraproduktiv. mäss so abwechslungsreich, dass genügend Sehpausen zur

Mit Bezug auf die Meldepflicht möchte ich nicht wiederho- Erholung der Muskulatur auftreten. Die Erhebung einer

len, was ich vor wenigen Minuten Herrn Bircher sagte. Sie Grossbank zeigt, dass von etwas über 8000 Mitarbeitern, die

haben verspürt, dass wir mit diesen neuen Versuchen, die an rund 2500 Bildschirmplätzen arbeiten, nur etwa 290 den

Arbeitsmarktstatistik zu verbessern, gute Instrumente bereit- Bildschirm intensiv benützen, und intensiv heisst hier, dass

stellen. Eine Verpflichtung aber, mit den entsprechenden es etwas über 300 Transaktionen oder Eintippungen pro Tag

Durchsetzungsschwierigkeiten, erachten, wir nicht als sind. Die Zahlen zeigen also, dass ein Bedürfnis nach einer

zweckmässig. Das ist der Grund, weshalb wir am bisherigen generellen Regelung nicht besteht. Wenn es Probleme gibt,

Arbeitslosenversicherungsgesetz festhalten und diese dann deswegen, weil die Geräte nicht genügen oder weil die

Motion ablehnen. Arbeitsplätze falsch ausgestaltet sind. Technische Mängel

muss man aber nicht mit dem Arbeitsgesetz bekämpfen,

Abstimmung - Vote sondern mit technischen Massnahmen. Der richtige Weg

Für Überweisung der Motion 18 Stimmen wäre also der, dass man auch hier technische Normen

Dagegen 68 Stimmen erlässt, wie sie auch für andere Arbeitsgeräte gelten, und

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Carobbio Arbeitsmarktkontrolle

Motion Carobbio Marché du travail. Mesures de contrôle Mercato del lavoro. Misure di

controllo

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1984

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 82.574

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.03.1984 - 15:00

Date

Data

Seite 341-343

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Ref. No 20 012 282

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