Herczog and Ott Postulates: Sahrawi Refugees and UN Aging Conference Recommendations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains two postulates presented to the Swiss Federal Assembly. The first, Postulat Herczog, requests that the Federal Council examine the possibility of providing humanitarian aid to Sahrawi refugees, who are living in desert camps due to war and denied self-determination. The second, Postulat Ott, asks the Federal Council to report on how Switzerland will implement the recommendations of the UN Conference on Aging in Vienna, specifically concerning the "International Action Plan." The Federal Council expressed its willingness to accept both postulates.
Legislator-Regeste
KI-generiertHerczog and Ott Postulates: Sahrawi Refugees and UN Aging Conference Recommendations: uner.lässliche Voraussetzung dafür, um die Entwicklung ver- Aktionsplanes» in unserem Lande, vom Bund her und in mehrt in den Griff demokratischer Politik zu bekommen. Zusammenarbeit mit Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen, aufgenommen und verwirklicht werden sol- Schriftliche Erklärung des Bundesrates len. Déclaration écrite du Conseil fédéral Texte du postulat du-20 septembre 1982 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
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KI-generiertVolltext
17. Dezember 1982 1789 Postulatoti
Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Ammann-St. Gal- 82.566 #ST#
len, Baechtold, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Chopard, Postulat Herczog Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Ganz, Hubacher, Jaggi, Leuenberger, Mauch, Meier Werner, Meizoz, Saharouisches Volk. Humanitäre Hilfe Merz, Morf, Muheim, Nauer, Neukomm, Ott, Reimann, Rei- Peuple sahraoui. Aide humanitaire niger, Robbiani, Rothen, Rubi, Ruffy, Schmid, Uchtenhagen, Vannay, Zehnder (34) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1982 In seiner Botschaft zur Umweltproblematik an den Kon-
gress vom 23. Mai 1977 hat Präsident Carter eine Studie in Als Folge des Krieges lebt die grosse Mehrheit des saha-
Auftrag gegeben, die die «voraussichtlichen Veränderungen rouischen Volkes immer noch in Flüchtlingslagern in der
der Bevölkerung, der natürlichen Ressourcen und der Wüste. Der Bundesrat wird gebeten, humanitäre" Hilfelei-- Umwelt auf der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts» stungen zugunsten der saharouischen Flüchtlinge zu prüuntersuchen sollte. Die 1980 unter dem Titel «Global 2000. fen.. Report to thè President» veröffentlichten Ergebnisse liegen Texte du postulat du 6 octobre 1982 auch in deutscher Übersetzung vor (Verlag Zweitausend-
eins, Frankfurt a. M.), ebenso der Ergänzungsbericht, der Par suite de la guerre, la grande majorité du peuple salv
1981 unter dem Titel «Global Future. Time to Act» erschieraoui continue de vivre dans des camps de réfugiés en plein'
nen ist (Dreisam-Verlag, Freiburg i. Br.). désert. Le Conseil fédéral est prié d'examiner la possibilité Der Bericht kommt zu folgendem Gesamtergebnis: «Wenn d'accorder une aide humanitaire aux réfugiés sahraouis.
sich die gegenwärtigen Entwicklungstrends fortsetzen, wird Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Crevoisier,-
die Welt im Jahre 2000 noch überbevölkerter, verschmutz- Dafflon, Magnin (4) ter, ökologisch noch weniger stabil und für Störungen anfälliger sein als die Welt, in der wir heute leben. Ein stärker Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bevölkerungsdruck, ein starker Druck auf Ressourcen und Seit mehreren Jahren dauert der Kampf des Volkes der Umwelt lassen sich deutlich voraussehen. Trotz eines grös- Westsahara für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. seren materiellen Outputs werden die Menschen auf der Trotz offizieller Anerkennung der RASD durch 36 Staaten,
Welt in vieler Hinsicht ärmer sein als sie es heute sind.» trotz UNO-Résolution vom November 1979 über die volle
Dies gilt nach dem Bericht jedenfalls dann, «wenn es nicht Selbstbestimmung des saharouischen" Volkes, trotz glei-
zu politischen, institutionellen oder entscheidenden technicher Beschlüsse der 16. OAU-Gipfelkonferenz und der Kon-
schen Wandlungen kommt und wenn es keine Kriege oder ferenz der Blockfreien in Havanna im Jahr 1979 wird dem andere tiefgreifende Störungen gibt» (beide Zitate aus saharouischen Volk das Selbstbestimmungsrecht verwehrt, «Global 2000», Seite 25 der deutschen Ausgabe). und es wird gezwungen, in Flüchtlingslagern zu leben, In
Alternativen zu einer Entwicklung, die nicht einfach den dieser Situation leisten verschiedene Staaten und verschie-
gegebenen Trends folgt, werden vor allem im «Lateinameridene Organisationen Hilfe. Die Schweiz sollte einen Beitrag
kanischen Weltmodell» entworfen (dazu den zitierten zur Linderung der Flüchtlingsnot prüfen. Bericht, Seite 1223 ff). Dieses Modell setzt sich für eine gut funktionierende und auf den Menschen orientierte Gesell- Schriftliche Erklärung des Bündesratesschaft ein, die in der Bewirtschaftung der Ressourcen Déclaration écrite du Conseil fédéral umsichtig genug ist, nicht an natürliche Grenzen zu stos- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. sen. «Während die anderen» im erwähnten Bericht betrachteten Modelle «alle die Frage stellen «Wohin befördern uns Überwiesen - Transmis die Mechanismen der Weltwirtschaft?», stellt das lateinamerikanische Weltmodell die positiv formulierte Frage <Welches ist der wirksamste Weg, dorthin zu gelangen, wo wir hinwollen?>. Anstatt die Kräfte zu untersuchen, die mit grösster Wahrscheinlichkeit massive ökonomische Verelen- #ST# 82.489 dung und Hungersnot herbeizuführen scheinen, untersucht das lateinamerikanische Weltmodell Verfahren, mit denen Postulat Ott das Wohlergehen der Armen der Welt optimiert werden Alterspolitik. UNO-Konferenz in Wien könnte» (aaO Seite 1226 f.). Darüber hinaus ist das latein- Politique de la vieillesse. amerikanische Modell geeignet, auch die Bedingungen für Conférence de l'ONU à Vienne eine positive Entwicklung in den Industrienationen sichtbar zu machen, für eine Entwicklung, die nicht bloss - unter der Herrschaft sogenannter «Saehzwänge» - erlitten wird, sondern als Resultat demokratischer Gestaltung gemäss den Hoffnungen und Interessen der betroffenen Menschen ver- Wortlaut des Postulates vom 20. September 1982 standen werden kann. Zum ersten Male ist, unter den Auspizien der UNO, das Die Ergebnisse der Berichte «Global 2000» und «Global weltweit dringliche soziale Problem des Alterns und des
Future» fordern auch die Politik des Kleinstaates Schweiz immer höheren Anteils der betagten Bevölkerung weltweit
heraus, nicht nur auf dem Gebiet des Umweltschutzes in in Angriff genommen worden. Die Schweiz hat an* der eigener Sache, sondern zum Beispiel auch im Bereich der UNO-Versammlung über Altersfragen in Wien aktiv teilge-- Ehergiepolitik, der Agrarpolitik, der Verkehrspolitik, der nommen. Siedlungspolitik usw. Eine Bestandesaufnahme der Gefah- Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen und darüber ren, die mit den bisher dominierenden Entwicklungstrends Bericht zu erstatten, in welcher Weise die Empfehlungen
verbunden sind, ist auch für die Schweiz dringlich. Sie ist des von der Wiener Konferenz erarbeiteten «Internationalen
uner.lässliche Voraussetzung dafür, um die Entwicklung ver- Aktionsplanes» in unserem Lande, vom Bund her und in mehrt in den Griff demokratischer Politik zu bekommen. Zusammenarbeit mit Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen, aufgenommen und verwirklicht werden sol- Schriftliche Erklärung des Bundesrates len. Déclaration écrite du Conseil fédéral Texte du postulat du-20 septembre 1982 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Pour la première fois, le problème social urgent de la'vieil- Überwiesen - Transmis lesse et du vieillissement croissant de la population a été 226-N Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Herczog Saharouisches Volk. Humanitäre Hilfe
Postulat Herczog Peuple sahraoui. Aide humanitaire
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Jahr 1982 Année Anno
Band V Volume Volume
Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13 Séance Seduta
Geschäftsnummer 82.566 Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1982 - 08:00 Date Data
Seite 1789-1789 Page Pagina
Ref. No 20 011 044
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