Feed Grain Quotas: Stakeholder Opt-Out Measure Overturned
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court upheld a provisional measure that would have allowed the majority of stakeholders to opt out of a revised system for distributing feed grain quotas. The court reasoned that while the measure would benefit smaller importers by preventing a reduction in their quotas and allowing them to avoid auctions, it would significantly weaken the impact of the entire revision for six years. The court agreed with the commission's opposition, finding it unfair to exempt the majority of existing quota holders from the intended reforms for such an extended period.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 15 Absatz; Feed Grain Quotas: Stakeholder Opt-Out Measure Overturned: The court reasoned that while the measure would benefit smaller importers by preventing a reduction in their quotas and allowing them to avoid auctions, it would significantly weaken the impact of the entire revision for six years. The court agreed with the commission's opposition, finding it unfair to exempt the majority of existing quota holders from the intended reforms for such an extended period.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Postulat Günter 1146 N 20 septembre 1983
M. Barras, rapporteur: La majorité de la commission s'est Art. 26
opposée a l'introduction de cette disposition transitoire Proposition de la commission
dans la loi.
Nous devons admettre que les ventes aux enchères s'en Titre
trouveraient facilitées et que cette disposition favorserait Durée de validité et référendum
les petits importateurs, en ce sens que celui qui dispose Al. 1
d'un contingent de 3000 tonnes par exemple pourrait renon-
cer à participer aux enchères, mais ne subirait pas non plus Le présent arrêté entre en vigueur le 1 "' janvier 1985 et a effet
une réduction de son contingent aux fins de constituer la jusqu'au 31 décembre 1994.
masse disponible pour les enchères. Al. 2
La commission a cependant estimé qu'en introduisant dans L'arrêté est sujet au référendum facultatif.
la loi une telle proposition nous affaiblirions considérable-
ment la portée de la révision en cours et, pour cette raison, Angenommen - Adopté
elle s'est opposée à la modification proposée.
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 106 Stimmen
Bundesrat Purgier: Sie haben im Artikel 15 die Grundsätze (Einstimmigkeit)
für das System der Futtermittelkontingentierung beschlos-
sen. Sie müssen den Antrag, der Ihnen jetzt unterbreitet Abschreibung - Classement
wird, anhand der Fakten gewichten: 112 Mitglieder der GGF
1970 Postulat 10.313 Einfuhr von Futtermitteln
verfügen über ein Futtermittelkontingent; das kleinste (N 23.9.70, Biel)
beträgt 35 Tonnen, das grösste 97740 Tonnen. 41 Mitglieder 1980 Motion 80.400 Getreide und Futtermittel,
verfügen über ein Kontingent von mehr als 3000 Tonnen; die Kontingente (S 1.12.80, Dreyer; N 2.6.81)
restlichen 71 Firmen haben weniger als 3000 Tonnen in
ihrem Kontingent. Abgeschrieben - Classé
Absatz 1 des Minderheitsantrages, wie er soeben von Herrn An den Ständerat - Au Conseil des Etats
Augsburger dargestellt worden ist, bedeutet demnach, dass
71 Firmen während der ersten zwei Versteigerungen keine
Kontingentskürzungen über sich ergehen lassen müssen.
Sie brauchen auch nicht an den Versteigerungen teilzuneh-
men. Das hat zur Folge, dass die Auswirkungen der Revision #ST# 82.540
der Futtermittelkontingente mittels Versteigerungen für die
Mehrzahl der Kontingentsfirmen um sechs Jahre verscho- Postulat Günter
ben würden. Dazu kommt - und das muss mitbedacht wer- Arbeitsbeschaffungsprogramm.
den -, dass nach Artikel 15 Absatz 6 des Entwurfes den Optimale Energienutzung und Umweltschutz
Neubewerbern ein Kontingent von 3000 Tonnen eröffnet Programme de relance.
wird; für die Hälfte haben sie den durchschnittlichen Erlös Utilisation optimale
aus der nächsten Versteigerung zu bezahlen.
de l'énergie et protection de l'environnement
Der Bundesrat hat sich in Würdigung dieser Überlegungen -
wie Sie es soeben auch von den Kommissionssprechern
hörten - gegen diesen Antrag ausgesprochen, weil er es als
nicht billig erachtet, wenn der Grossteil der bisherigen Kon-
tingentsinhaber von einer Kontingentskürzung während Wortlaut des Postulates vom 29. September 1982
einer immerhin beachtlichen Frist von sechs Jahren ausge- Der Bundesrat wird aufgefordert,
nommen würde.
1a. Investitionen im Bereich der sparsamen und rationellen
Energieverwendung sofort steuerlich zu begünstigen (z.B.
Abstimmung - Vote Isolationsmassnahmen an Gebäuden, Wärmerückgewin-
Für den Antrag der Minderheit 43 Stimmen nungsanlagen, Einrichtungen zum sparsameren Gebrauch
Für den Antrag der Mehrheit 31 Stimmen von Elektrizität und fossilen Brennstoffen sowie Wärme-
Kraft-Koppelungsanlagen);
Art. 25 b. Anreize zur raschen Förderung der Gewinnung und Nut-
zung von regenerierbarer und einheimischer Energie zu
Antrag der Kommission
schaffen mit dem Ziel, die landeseigene Entwicklung auf
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates diesem Gebiet zu fördern und dadurch dauerhafte Arbeits-
Proposition de la commission plätze zu erhalten;
Adhérer au projet du Conseil fédéral c. koordinierende Gespräche mit den Kantonen zu führen,
damit diese flankierende Massnahmen ergreifen mit dem
Angenommen - Adopté Zweck, private Investitionen zu mobilisieren. Dies betrifft vor
allem die extensive Auslegung bestehender Vorschriften
und die Vereinfachung von Bewilligungsverfahren;
Art. 26
d. geplante Investitionen zur Nutzung einheimischer und
Antrag der Kommission
erneuerbarer Energien sowie zur Energieeinsparung beim
Titel Bund und seinen Unternehmungen zeitlich vorzuziehen, um
Geltungsdauer und Referendum dadurch ein zusätzliches beschäftigungswirksames Auf-
tragsvolumen auszulösen;
Abs. 1 2a. die nötigen Vorbereitungen derart voranzutreiben, dass
Der vorliegende Bundesbeschluss tritt am 1. Januar 1985 in unmittelbar nach Inkrafttreten des Umweltschutzgesetzes
Kraft und dauert bis zum 31. Dezember 1994. die dort verlangten Massnahmen realisiert werden können.
Auf diese Weise sollen die durch das Umweltschutzgesetz
Abs. 2 richtigerweise ausgelösten Investitionen - zum Schutz des
Der Bundesbeschluss untersteht dem fakultativen Refe- Menschen - zusätzlich einen beschäftigungspolitischen
rendum. Sinn erhalten.
20. September 1983 N 1147 Postulat Günter
b. Zudem sind, wo immer möglich, von der öffentlichen Umweltschutzgesetz die wichtigsten dazugehörenden Ver-
Hand und ihren Anstalten geplante und unmittelbar bevor- ordnungen in Kraft treten zu lassen. Damit sind die Voraus-
stehende beschäftigungswirksame Umweltinvestitionen setzungen gegeben, dass die im Gesetz verlangten Mass-
(Gewässer-, Landschafts-, Lärmschutz) zeitlich vorzuziehen. nahmen möglichst bald verwirklicht werden. Insbesondere
Zu erwägen sind steuerliche Begünstigungen von Umwelt- in den Bereichen Luftreinhaltung und Lärmbekämpfung
schutzinvestitionen, die freiwillig über das gesetzliche Min- wird dies Investitionen auslösen, die sich positiv auf die
destmass hinausgehen. Beschäftigungslage auswirken. Daneben können aber auch
Investitionen im Bereich des baulichen Gewässerschutzes
Texte du postulat du 29 septembre 1982 vorgezogen werden.
Le Conseil fédéral est invité
1a. à encourager dès à présent par des dégrèvements d'im- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
pôt les investissements visant à économiser et à utiliser Déclaration écrite du Conseil fédéral
rationnellement l'énergie (p. ex. isolation thermique des bâti- Da das Postulat somit weitgehend erfüllt ist bzw. die Begeh-
ments, installations de récupération de la chaleur, disposi- ren in anderem Zusammenhang geprüft werden, beantragen
tifs permettant d'économiser l'électricité et les combustibles wir dessen Abschreibung.
fossiles, ainsi qu'installations de couplage chaleur/force);
b. à promouvoir la production et l'utilisation d'énergies Günter: In meinem Vorstoss «Arbeitsbeschaffungspro-
renouvelables que l'on trouve dans notre pays, dans le but gramm - optimale Energienutzung und Umweltschutz»
d'encourager en Suisse la recherche et le développement habe ich den Bundesrat in Ziffer 1 Litera a aufgefordert,
dans ce domaine et de conserver ainsi durablement des Investitionen im Bereich der sparsamen und rationellen
places de travail; Energieverwendung steuerlich zu begünstigen (z.B. Isola-
tionsmassnahmen an Gebäuden, Wärmerückgewinnungs-
c. à se concerter avec les cantons, afin que ceux-ci pren- anlagen, Einrichtungen zum sparsamen Gebrauch von Elek-
nent des mesures d'appoint destinées à encourager les trizität und fossilen Brennstoffen sowie Wärme-Kraft-Koppe-
investissements privés. Il s'agit avant tout d'interpréter
lungsanlagen.
extensivement les prescriptions existantes et de simplifier Der Bundesrat hat in seiner Antwort ausgeführt, dass er bei
les procédures d'autorisation; der Ausarbeitung und Bereitstellung der Massnahmen zur
d. à réaliser plus tôt que prévu les travaux visant à l'utilisa- Stärkung der schweizerischen Wirtschaft auch Projekte aus
tion des énergies indigènes et renouvelables ainsi qu'aux dem Energie- und Umweltschutzbereich einbezogen habe
économies d'énergie pour les besoins de la Confédération und damit die Anregung des Postulanten erfüllt sei.
et des entreprises qui en dépendent; cette anticipation se Wir erinnern uns daran, dass ein knapper Betrag von rund
traduirait par des rentrées de commandes supplémentaires 30 Millionen Franken - wenn man den Begriff «Energienut-
dont les effets se feraient sentir sur l'emploi; zung» sehr weit fasst - damals mit Inbegriffen war. Der Rest
2a. à faire activer les travaux préparatoires de telle manière von Litera a ist aber in keiner Art und Weise erfüllt, insbeson-
que les mesures imposées par la loi sur l'environnement dere nicht bezüglich steuerlicher Begünstigung der sparsa-
puissent être réalisées sitôt après l'entrée en vigueur de men und rationellen Energieverwendung insbesondere der
celle-ci. De cette façon, les investissements provoqués à angegebenen Beispiele.
juste titre par la loi sur l'environnement - dans le but de In Ziffer 1 Litera b habe ich den Bundesrat aufgefordert,
protéger l'homme - trouveront une justification supplémen- Anreize zur raschen Förderung der Gewinnung und Nut-
taire dans la création d'emplois. zung von regenerierbarer und einheimischer Energie zu
b. En outre, partout où cela est possible, il faut que les schaffen mit dem Ziel, die landeseigene Entwicklung auf
pouvoirs publics et les établissements qui en dépendent diesem Gebiete zu fördern und dadurch dauerhafte Arbeits-
exécutent plus tôt que prévu les investissements, projetés plätze zu erhalten. In diesem Bereich ist überhaupt nichts
ou sur le point d'être réalisés, qui sont destinés à la protec- geschehen.
tion de l'environnement et qui auraient un effet bénéfique Ziffer 1 Litera c fordert den Bundesrat auf, koordinierende
sur l'emploi (protection des eaux; du paysage, contre le Gespräche zu führen, damit auch in den Kantonen ähnliche
bruit). On pourrait envisager des dégrèvements d'impôt lors- Massnahmen ausgelöst würden. Der Bundesrat verweist in
que des investissements destinés à la protection de l'envi- seiner Antwort darauf, dass es einige Kantone mit Energie-
ronnement vont au-delà du minimum légal. gesetzen gibt. Erstens sind diese Kantone so zahlreich noch
gar nicht. Es sind nur in vielen Kantonen solche Gesetze
Mitunterzeichner-Cosignataires: Aider, Biel, Jaeger, Kloter, geplant. Zweitens ist der Appell an die Investitionsförderung
Müller-Aargau, Oester, Schalcher, Widmer, Zwygart (9) nirgends mitberücksichtigt. Es handelt sich meistens um
reine Energiespargesetze.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Es geht heute aber darum, dass wir unsere Wirtschaft nicht
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht einfach nur am Laufen erhalten, damit alle Arbeit haben,
eine schriftliche Antwort. selbst wenn die Arbeit sinnlos ist, sondern es geht darum,
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Arbeit zu schaffen, die auch langfristig und volkswirtschaft-
lich wirklich sinnvoll ist.
Rapport écrit du Conseil fédéral In einem dritten Punkt habe ich verlangt, dass bestehende
Der Bundesrat hat bei der Ausarbeitung und Bereitstellung Vorschriften extensiv ausgelegt werden und das Bewilli-
der Massnahmen zur Stärkung der schweizerischen Wirt- gungsverfahren vereinfacht wird - immer in diesem Bereich
schaft auch Projekte aus dem Energie- und Umweltschutz- der sparsamen und rationellen Energieverwendung. Ich
bereich in sinnvoller Weise einbezogen und ist damit Anre- muss feststellen, dass heute das Gegenteil geschieht. Die
gungen des Postulanten gefolgt. Anderen Begehren wie- Vorschriften werden nicht extensiv ausgelegt, um die Leute
derum wird bereits nachgelebt, so beispielsweise der steuerlich zu begünstigen, sondern restriktiv. Wenn Sie die
Begünstigung energiesparender Investitionen im Rahmen Entwicklung in den Kantonen beachten, stellen Sie fest,
zahlreicher kantonaler Steuergesetze. dass vielerorts Finanzprobleme bestehen. Es ist nicht so,
Die vorgesehenen Massnahmen im Energiebereich entspre- dass die Leute, die im Energiesektor investieren, steuerlich
chen im übrigen teilweise den Vorstellungen des Bundesra- begünstigt werden, sondern es ist im Gegenteil so, dass
tes, wie er sie in der Botschaft über Grundsatzfragen der dort, wo solche Vorschriften bestehen, sie ständig einge-
Energiepolitik vom 25. März 1981 dargelegt hat. Der Bundes- engt werden; und zwar werden sie eingeengt bezüglich der
rat wird prüfen, ob und gegebenenfalls wie sich diese Vor- Objekte: Es ist also immer weniger möglich, etwas als
stellungen auch nach der Ablehnung des Energieartikels energiesparend in der Steuererklärung zu deklarieren.
trotzdem realisieren lassen. Andererseits werden die Prozentsätze, die man dann wirk-
Der Bundesrat hat zudem die Absicht, zusammen mit dem lich abziehen kann, ebenfalls laufend herabgesetzt. (So
Postulat Günter 1148 N 20 septembre 1983
geschehen z. B. im Kanton Bern.) Auch hier hat der Bundes- hend grotesk. Die Antwort, die der Bundesrat hier gibt, ist so
rat nicht getan, was im Postulat verlangt wird und was der nichtssagend, dass man begreift, dass sie vor dem August
Zeit entsprechen würde. geschrieben wurde, als man halt eben noch nicht so viel
Die geplanten Investitionen zur Nutzung einheimischer und vom Waldsterben in unseren Zeitungen gelesen hat. Kurz,
erneuerbarer Energie sowie zur Energieeinsparung beim ich möchte dem Bundesrat raten, seine Antwort zurückzu-
Bund sollten gemäss Postulat zeitlich vorgezogen werden. ziehen und das Postulat anzunehmen. In der heutigen Situa-
Wir haben bei der Debatte um die Wirtschaftsfördsrung tion ist diese Stellungnahme nicht mehr zu verantworten,
gesehen, dass dieser Punkt nicht erfüllt werden kann, weil wenn der Bundesrat glaubwürdig bleiben will. Ich danke
einfach kaum etwas vorzuziehen ist. Die Planung ist auf Ihnen fürs Zuhören.
diesem Gebiete so mager, dass einfach gar nichts da ist, was
ausführungsreif wäre, so dass man es vorziehen könnte.
Aber daraus, glaube ich, dürfte man kaum den Schluss Bundesrat Furgler: Ich habe schon viele «freundliche»
ziehen, das Postulat sei abzuschreiben. Daraus sollte man Worte gehört, und ich nehme an, dass Herr Dr.Günter sich
viel eher die Schlussfolgerung ziehen, dass etwas mehr heute morgen in einer wenig beneidenswerten Gemütslage
getan werden sollte in puncto Planung auf diesem Gebiete. befindet; denn der Bundesrat pflegt Vorstösse der Parla-
Der Bundesrat hat die Absicht, entnehme ich der Antwort mentarier so ernst zu nehmen, dass er darauf nicht lach-
weiter, die wichtigsten Verordnungen mit dem Umwelt- hafte, groteske Antworten abgibt, sondern dass er versucht,
schutzgesetz in Kraft zu setzen. Das ist lobenswert. Ich darf auf sie einzugehen.
aber daran erinnern, dass derselbe Bundesrat bzw. sein Vielleicht darf ich Ihnen aber als Vorbemerkung etwas
Vertreter sich vor einem Monat in der Kommission, die das sagen, das ich nach langer parlamentarischer und Regie-
Umweltschutzgesetz beraten hat, erfolgreich dagegen rungserfahrung je länger je mehr verspüre: Da wird eine
gewehrt hat, dass er verpflichtet werden sollte, für Ölheizun- Riesenreihe von Forderungen an den Bundesrat herangetra-
gen und Kehrichtverbrennungsanlagen eine regelmässige gen, erst noch in Postulatsform, ohne nähere Begründung:
Kontrolle einzuführen. Wir sind dort bei der unverbindlichen da wird um eine schriftliche Antwort des Bundesrates gebe-
Kann-Formulierung verblieben, anstatt den Bundesrat rich- ten, die nach Ihrer eigenen Reglementierung knapp gefasst
tig zu verpflichten; natürlich werden wir morgen Gelegen- sein soll; dann wird, wie Sie es sich soeben erlaubt haben,
heit haben, diesen Fehler beim Umweltschutzgesetz zu kor- all das, was der Bundesrat sonst tut - er hat ja nicht nur auf
rigieren. Immerhin darf festgestellt werden, dass der Bun- Ihr Postulat gewartet -, total disqualifiziert - und nachher
desrat offenbar nicht so eifrig daran ist, auf diesem Gebiete erst, post festum, wird das Postulat begründet. Dem
zu wirken. Ich frage mich, wie sich das mit seiner Haltung Gespräch zwischen Parlament und Bundesrat ist dies kei-
zusammenreimt, wenn er sonst feststellt, dass das Waldster- neswegs förderlich. Ich würde Ihnen in aller Höflichkeit
ben im Gange ist, und man grosse Sätze überall in den beliebt machen, diese Systemfrage einmal zu überdenken.
Zeitungen schreibt; es wird viel Papier beschrieben, am Es wäre für ein fruchtbares Gespräch ausserordentlich nütz-
Mikrophon ertönen schöne Worte, am Fernsehen gibt es lich, wenn ich von den wertvollen Ideen, die in Ihrer Kritik
schöne Auftritte über Waldsterben und Umweltschutz, und sicher auch enthalten sind, früher Kenntnis erhielte, um
wenn es dann zur Tat kommt, sollen Vorstösse, die das nun dann gestützt auf Ihr Votum im Kreis der Sieben nachzu-
wirklich bewirken wollen, einfach als erledigt abgeschrieben denken.
werden. Die Nagelprobe ist also hier meiner Ansicht nach In Ihren Ausführungen tun Sie so, als ob Sie das Regie-
nicht bestanden worden. Der Bundesrat wimmelt meinen rungsprogramm erfunden hätten. Wir pflegen tatsächlich
Vorstoss mit nichtssagenden Worten ab, wenn es darum mit den Kantonen auch ohne Ihr Postulat dauernd Kontakte
geht, dass man ihn auf Taten festnageln will. - und die hier anwesenden Herren Regierungsräte werden
In einem weiteren Punkt habe ich den Bundesrat aufgefor- bestätigen, dass wir dies in völlig unverkrampfter Weise tun,
dert, geplante und unmittelbar bevorstehende beschäfti- auch in jenen Bereichen, um deren Verwirklichung Sie uns
gungswirksame Umweltinvestitionen vorzuziehen und vor ersuchen. Wir waren der Meinung, es sei ein Akt intellektuel-
allem steuerliche Begünstigungen für solche Investitionen, ler Ehrlichkeit, Ihnen zu sagen, dass man das Postulat
die freiwillig über das gesetzliche Mindestmass hinausge- abschreiben könne, da diese Gespräche weitergehen müs-
hen, vorzusehen. Wir haben nämlich im Umweltschutzge- sen und die Investitionen im Bereich der sparsamen und
setz vorgesehen, dass man auch über das gesetzlich vorge- rationellen Energieverwendung - vor allem in den Kantonen
sehene Mass hinausgehen kann. Aber das hat nur einen - steuerlich begünstigt werden können. Weil wir in unserem
Sinn, wenn wir von Staates wegen diesem willigen Bürger föderalistischen Staatssystem nicht nach Lust und Laune
auch etwas helfen, sonst nützt der Gesetzesparagraph über- über die Kantone verfügen können - was auch wieder nichts
haupt nichts, und es bleiben wieder einmal nichts als leere mit lachhaft und grotesk zu tun hat -, haben wir selbstver-
Worte, die hier gesprochen werden. Was ich will, ist, dass ständlich den Kantonen empfohlen, ihre diesbezüglichen
Arbeitsplätze geschaffen werden, indem die Energie besser Steuergesetze in dieser Richtung auszubauen. Was die
genutzt wird, indem wir die Energien unseres Landes för- Anreize zur raschen Förderung der Gewinnung und Nut-
dern und indem wir einen aktiven Beitrag leisten zum zung von regenerierbarer einheimischer Energie anbelangt
Umweltschutz. Ich weiss es - Sie wissen es auch -, riesen- - das hören Sie durch den zuständigen Departementschef,
hafte Investitionen werden hier bald nötig sein, wenn wir Herrn Schlumpf, bei jeder Debatte über die Energiepolitik -,
nicht wollen, dass alle Wälder kaputt gehen. Aber die Wälder haben wir es als wenig sinnvoll erachtet, ein Postulat geson-
sind ja nur ein Zeichen, das uns momentan erschreckt. Ich dert aufrechtzuerhalten, das Forderungen in die gleiche
hoffe, dass dieses Erschrecken dann auch nach den Wahlen Richtung einbringt. Es handelt sich ja um Forderungen,
noch etwas anhält. über die Sie im Zusammenhang mit energiepolitischen Vor-
Und was tut nun der Bundesrat? Er hat diese Massnahmen - lagen jederzeit in eigener Kompetenz entscheiden können.
sagt er - zur Stärkung der Wirtschaft mit einbezogen: Ich Über die koordinierenden Gespräche mit den Kantonen
weiss nicht, was das konkret heissen soll. Jedenfalls viel habe ich mich bereits geäussert. Ich darf hier klipp und klar
Konkretes ist es nicht, weil die dazu nötige Finanzierung feststellen, dass wir- ganz im Sinne Ihres Postulates - die
nicht vorgesehen ist. Er prüft, ob meine Vorstellungen nach nötigen Vorbereitungen treffen, um sofort bei Inkrafttreten
der Ablehnung des Energieartikels sich realisieren lassen: des Umweltschutzgesetzes die dort verlangten Massnah-
Ich frage mich, wie lange er noch prüfen will - bis wohl alle men realisieren zu können. Damit begründen wir unseren
Wälder kaputt sind. Er betrachtet das Postulat als weitge- Antrag, Ihr Postulat abzuschreiben, und keineswegs etwa,
hend erfüllt: Ich meine, das ist nun wirklich einfach lachhaft, weil dessen Stossrichtung nicht sinnvoll wäre. Ich bin mit
Herr Bundesrat! Entschuldigung, wir sind uns vom Bundes- Ihnen der Meinung, dass solche Massnahmen vorbereitet
rat an ernsthaftere Antworten gewöhnt. Einfach zu sagen, werden müssen, genau gleich wie auch im Falle der Umwelt-
im Bereich Umweltschutz habe der Bundesrat die An iegen investitionen bei Gewässern, Landschaft, Lärmschutz und
des Postulanten erfüllt, ist von mir aus gesehen richtigge- anderem mehr.
20. September 1983 N 1149 Motion Jaggi
Ich möchte zusammenfassend sagen: Wie immer Sie Schriftliche Begründung - Développement par écrit
entscheiden, ob dieses Postulat aufrecht erhalten bleibt Par voie de circulaires de l'OFIAMT, aux offices cantonaux
oder nicht, das ist für mich keine «cause célèbre». Aber ich du travail et aux caisses d'assurance-chômage reconnues,
durfte hier, nachdem ich Ihnen aufmerksam zugehört habe, diverses facilités administratives ont pu être accordées aux
nicht den Eindruck bestehen lassen, als ob wir fürwahr chômeurs, comme par exemple l'allégement du contrôle
vollständige Ignoranten seien im Bereich all dessen, was mit durant les vacances horlogères et en fin d'année ou certains
Umweltschutz, Lärmbekämpfung usw. zu tun hat. Wir haben assouplissements concernant l'obligation d'apporter la
die Abgasvorschriften in Kraft gesetzt, ohne Ihr Postulat preuve d'efforts personnels en vue de trouver un nouvel
abzuwarten, und wir werden auch weiterhin im Sinne unse- emploi. Vu la persistance et l'extension du chômage, il
rer Verpflichtung vernünftig zu handeln versuchen. Dies in convient de poursuivre dans la direction d'une application
aller Freundlichkeit an Ihre Adresse. plus souple du régime d'assurance-chômage.
Instituée à des fins de contrôle, l'obligation de timbrer est
Günter: Herr Bundesrat, meine Gemütslage ist tatsächlich éprouvée comme une humiliante nécessité par les chô-
etwas erschüttert. Allerdings bin ich erschüttert, dass eben meurs; il conviendrait de réduire au minimum la fréquence
nicht mehr geschieht im Umweltschutz. Ich wollte Ihnen du «timbrage» obligatoire, et cela non seulement à l'occa-
nicht persönlich an den Karren fahren. Aber ich muss Ihnen sion des vacances horlogères, ou des fêtes de fin d'année,
sagen, Herr Bundesrat, dass ich die Ideen dieses Postulates mais de façon permanente. Déjà, dans le canton de Neuchâ-
bei der Wirtschaftsförderungsdebatte begründet habe. Ich tel par exemple, les chômeurs doivent en règle générale se
möchte das doch immerhin hier festhalten. Ein Postulat présenter une fois par semaine seulement à l'office du
sollte erst dann abgeschrieben werden, wenn die Forderun- travail de leur lieu de domicile. L'OFIAMT devrait inciter les
gen darin erfüllt sind und nicht, wenn die Regierung eine autorités compétentes des autres cantons touchés par la
Erklärung abgibt, dass sie dann möglicherweise in dieser crise à prendre une mesure analogue.
Richtung zu prüfen gedenkt und dass sie Sympathie für das Par ailleurs, les chômeurs et les travailleurs menacés de
Anliegen empfindet. Ich glaube, das Postulat darf erst abge- perdre leur emploi sont tenus d'entreprendre tout ce que
schrieben werden, wenn der Grossteil der Arbeit erledigt ist. l'on peut exiger d'eux pour (re)trouver un emploi. Ils doivent
In diesem Sinne halte ich es für richtig, wenn es aufrecht faire la preuve de leurs efforts en ce sens, au moins une fois
erhalten wird. Ich glaube nicht, dass unser Volk in der par mois. Cette obligation peut donner lieu, notamment
heutigen Situation verstehen würde - jetzt wo doch die dans les régions les plus menacées ou chez les travailleurs
Umweltsituation so bedrohlich geworden ist - wenn man âgés de plus de 50 à 55 ans, à une vaine collecte d'attesta-
einen solchen Vorstoss als quasi erledigt abschreiben tions auprès d'employeurs qui se prêtent de moins de moins
würde, auch wenn ich durchaus glauben möchte, dass sich volontiers à ce sinistre rituel. L'OFIAMT, qui a déjà fait appel
die Regierung - wie ich hoffe - des Ernstes der Lage au bon sens et à la compréhension des autorités chargées
bewusst ist. de l'application de l'article 23, 2e alinéa, de la loi sur l'assu-
rance-chômage, devrait les autoriser à lever l'obligation
Abstimmung - Vote
d'apporter la preuve d'efforts pour la recherche d'emploi,
Für den Antrag des Bundesrates 63 Stimmen pour les travailleurs âgés tout au moins. Il est évident que les
Für den Antrag Günter 35 Stimmen bénéficiaires d'une telle mesure d'assouplissement n'en
vont pas moins poursuivre leurs tentatives.de se réinsérer
dans la vie professionnelle - car personne ne cherche à être
au chômage dans une société où le fait de ne pas avoir
d'emploi passe pour dévalorisant. Mais ces tentatives ne
#ST# 83.350 seront plus liées à la nécessité de fournir un certain nombre
Motion Jaggi d'attestations plus ou moins fictives.
Pflichten der Arbeitslosen. Erleichterung
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Obligations des chômeurs. Allégement
Rapport écrit du Conseil fédéral
Comme le relève l'auteur de la motion, l'Office fédéral de
l'industrie, des arts et métiers et du travail (OFIAMT), compé-
tent pour l'application de l'assurance-chômage, a déjà
Wortlaut der Motion vom 8. März 1983 donné certaines instructions aux offices cantonaux du tra-
Der Bundesrat unternimmt die geeigneten Schritte, um bei vail et aux caisses de chômage par voie de circulaires,
den zuständigen kantonalen Behörden und bei den Arbeits- instructions visant à alléger les obligations des chômeurs,
losenkassen zu erwirken, dass sie den Arbeitslosen Ver- notamment dans le domaine du contrôle et de la preuve de
ständnis entgegenbringen und ihre Pflichten, namentlich recherche personnelle d'emploi. Or, la motion exige du
was das Stempeln und die Suche nach zumutbarer Arbeit Conseil fédéral qu'il fasse des démarches propres à permet-
betrifft, erleichtern. tre aux autorités cantonales compétentes et aux caisses
d'accorder encore plus d'allégements dans ces domaines.
Texte de la motion du 8 mars 1983 Le Conseil fédéral est pleinement conscient de la situation
Le Conseil fédéral prend toutes mesures utiles pour inciter difficile dans laquelle se trouvent de nombreux chômeurs
les autorités cantonales compétentes et les caisses d'assu- vivant dans des régions particulièrement touchées par le
rance-chômage à faire preuve de compréhension à l'égard chômage et surtout de la charge psychique que leur condi-
des chômeurs et à alléger leurs obligations, notamment en tion entraîne. De plus, il va sans dire que les chômeurs ne
matière de timbrage et de recherche d'un emploi conve- doivent pas être soumis à des mesures de contrôle tracas-
nable. sières. Cela correspond également à la pratique de
l'OFIAMT en sa qualité d'autorité de surveillance. Toujours
Mitunterzeichner- Cosignataires: Affolter, Ammann-Saint- est-il que certains contrôles sont nécessaires pour permet-
Gall, Baechtold, Bäumlin, Bircher, Borei, Braunschweig, tre une bonne application de l'assurance-chômage -
Brélaz, Bundi, Carobbio, Christinat, Crevoisier, Dafflon, Dar- comme d'ailleurs de toute autre assurance sociale. Les
bellay, Delamuraz, Deneys, Eggli, Euler, Forel, Gerwig, travailleurs et les employeurs qui, par le versement de leurs
Girard, Gloor, Hubacher, Jelmini, Lang, Leuenberger, cotisations, financent l'assurance-chômage s'attendent, à
Loetscher, Longet, Magnin, Mauch, Meizoz, Morf, Muheim, juste titre, à ce que l'on utilise correctement ces ressources
Müller-Berne, Neukomm, Petitpierre, Pini, Reimann, Riesen- financières et à ce que l'on évite de verser indûment des
Fribourg, Robbiani, Roy, Ruffy, Schmid, Teuscher, Uchten- indemnités. Il convient de trouver un compromis raisonna-
hagen, Vannay, Weber-Arbon (47) ble entre ces deux buts: avoir, d'une part, le plus d'égards
145-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Günter Arbeitsbeschaffungsprogramm. Optimale Energienutzung und
Umweltschutz
Postulat Günter Programme de relance. Utilisation optimale de l'énergie et protection de
l'environnement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.540
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.09.1983 - 08:00
Date
Data
Seite 1146-1149
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