Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 82-537 KI-generiert

Motion on Third World Education in Swiss Schools

Geschäftsnummer VPB 82-537
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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This document contains a "Postulat" (motion) by Mr. Ziegler from Geneva concerning education on Third World issues in Swiss schools. The motion highlights Switzerland's significant economic ties to developing countries, noting that over 200,000 jobs depend on exports to these regions, and that Switzerland is the world's largest investor per capita in these areas. The motion argues that current curricula, particularly in civics, inadequately address Third World problems and the relationship between Switzerland and these nations. It requests the Federal Council, in collaboration with cantons, to examine how to improve this education, despite cantonal authority over schooling, acknowledging the federal government's role in ensuring a balanced approach to national issues.

Legislator-Regeste

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Art. 101 AHVG, Art. 101bis AHVG, Art. 101bis LAVS; Motion on Third World Education in Swiss Schools: Ziegler from Geneva concerning education on Third World issues in Swiss schools. The motion highlights Switzerland's significant economic ties to developing countries, noting that over 200,000 jobs depend on exports to these regions, and that Switzerland is the world's largest investor per capita in these areas. The motion argues that current curricula, particularly in civics, inadequately address Third World problems and the relationship between Switzerland and these nations. It requests the Federal Council, in collaboration with cantons, to examine how to improve this education, despite cantonal authority over schooling, acknowledging the federal government's role in ensuring a balanced approach to national issues.

Schlagwörter

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Drittes Land Recht auf Bildung Entwicklungsgebiet Schulgemeinde Schulgesetzgebung Sonderschulung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 101bis AHVG

The court refers to this article as the legal basis for potential funding of courses for the elderly to maintain or improve their mental and physical abilities, self-care, and contact with the environment.

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Volltext

Postulat Ziegler-Genève 516 18 mars 1983

Selbst als seit der Romantik die Sprache weltweit immer #ST# 82.537 stärker zu einem Integrationsfaktor wurde, welcher das Nationalgefühl wesentlich beeinflusste, verhinderten die Postulat Ziegler-Genf Strukturen unseres Bundesstaates, dass sich aus der Dritte Welt im Schulunterricht Mehrsprachigkeit ernsthafte Probleme hätten ergeben kön- Postulat Ziegler-Genève nen. Die Schweizer haben es im Gegenteil stets als einen Vorteil und als einen unschätzbaren Gewinn empfunden, in Enseignement sur les problèmes du tiers monde einer confoederatio leben zu können, welche verschiedene Kulturen in einem konstruktiven Sinn vereint und wechselseitig fruchtbar macht. Eine genauere Betrachtung zeigt allerdings, dass es auch in der Schweiz - vor allem an den Sprachgrenzen - stets zu den kleinen Reibereien und Konflikten gekommen ist, die Wortlaut des Postulates vom 29. September 1982 beim Zusammenleben verschiedener Gruppen unvermeid- Mehr als 200 000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt

lich sind. Aber der Sprachfriede ist nie zu einem politischen von unseren Exporten in die Länder der Dritten Welt ab.

Problem geworden. Aus diesen Ländern kommen auch unsere wichtigsten Roh- In neuerer Zeit scheint nun aber in verschiedenen Kreisen stoffe. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet ist die Schweiz die Mehrsprachigkeit zu einem Spannungselement zu werin den Ländern Afrikas, Asiens, Ozeaniens und Lateinameriden. Der Gedanke an Ethnien und Sprachblöcke ist virulenkas der grösste Investor der Welt.

ter geworden. Zudem ist durch die wirtschaftliche Entwick- Nun ist aber zu sagen, dass die Lehrpläne und namentlich

lung der Nachkriegszeit - ob zu Recht oder zu Unrecht die Lehrgänge für Staatsbürgerkunde unserer Primärund bleibe dahingestellt - da und dort in der Westschweiz das Mittelschulen sowie der Berufsschulen die Probleme der Gefühl entstanden, dass die Deutschschweiz die Romandie Länder in der Dritten Welt nur sehr ungenügend berückdominiere. Ein Gradmesser für das neue Klima ist die Zahl sichtigen. der Vorstösse im eidgenössischen Parlament über irgend- Auch wenn die Schulhoheit Sache der Kantone ist, spielt welche Fragen des sprachlichen Zusammenlebens: in wenider Bund in diesem Bereich doch eine wichtige Rolle. gen Jahren sind mehr als 20 Interpellationen, Postulate, Der Bundesrat wird eingeladen, in Zusammenarbeit mit den Anfragen usw. eingereicht worden. Das alles zeigt, dass Kantonen zu prüfen, auf welche Weise der Unterricht über man das Verhältnis, in dem die Sprachen nebeneinander die Dritte Welt und namentlich über die Beziehungen der und miteinander leben, nicht mehr als «ganz unbefangen» Schweiz zur Dritten Welt verbessert werden kann. bezeichnen kann, wie dies früher stets der Fall gewesen ist. Dieser Meinung ist auch der Lausanner Politologe Texte du postulat du 29 septembre 1982

Prof. Daniel Louis Seiler: Er konstatiert, dass sich in jüng- En Suisse, plus de 200 000 postes de travail dépendent

ster Zeit ein «Romandie-Bewusstsein» entwickelt habe, und directement ou indirectement de nos exportations vers les

weist darauf hin, dass in der Schweiz Minderheitenkonflikte pays du tiers monde. L'essentiel de nos matières premières

entstehen könnten. provient de cette partie du monde. Par tête d'habitant, nous Es scheint aus diesen Gründen notwendig, dass eine (nicht sommes le premier investisseur du monde dans les pays allzu grosse) Expertenkommission den Fragenkomplex d'Afrique, d'Asie, d'Oceanie et d'Amérique latine. ausleuchtet. Sie soll zum Beispiel untersuchen, ob durch Or, dans nos écoles primaires, secondaires et profession-

die wirtschaftliche Entwicklung ein Konflikt zwischen den nelles, les programmes d'enseignement et plus particulière-

Sprachregionen begünstigt wird, ob das Verhältnis der ment les programmes d'instruction civique ne tiennent Sprachregionen zueinander tatsächlich gespannter ist als compte des problèmes que vivent les peuples du tiers früher und ob die Gefahr einer zunehmenden Entfremdung monde que d'une façon très insuffisante. besteht. Insbesondere sollten die Experten aufzuzeigen Malgré la souveraineté cantonale en matière scolaire, la versuchen, durch welche Massnahmen oder Verhaltensre- Confédération joue, dans ce domaine aussi, un rôle imporgeln Spannungen im voraus vermieden werden könnten. tant.

Nach unserer Meinung sollte freilich kein Ethnien-Rat Le Conseil fédéral est invité à examiner, en collaboration

geschaffen werden, wie dies auch schon gefordert worden avec les cantons, de quelle façon l'enseignement concer-

ist, damit nicht Sprachenoder Minderheitenkonflikte instinant les pays du tiers monde, et plus particulièrement la

tutionalisiert werden. Aber auch diese Frage soll offen distransmission des connaissances sur les rapports entre la

kutiert werden. Suisse et le tiers monde, peuvent être développés. Zweck des Vorstosses ist es also, rechtzeitig dafür zu sor- Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann-Saintgen, dass die Mehrsprachigkeit nicht zu einem Konfliktherd Gall, Bäumlin, Bircher, Borei, Bundi, Deneys, Gloor, Huwerden kann, sondern dass das friedliche, von gegenseitibacher, Jaggi, Leuenberger, Lœtscher, Longet, Neukomrn, ger Wertschätzung geprägte Zusammenleben der verschiedenen Kulturen weiterhin ein charakteristisches Element Reimann, Reiniger, Renschier, Robbiani, Ruffy, Vannay (20) des schweizerischen Staatswesens bleibt. Schriftliche Begründung - Développement par écrit Schriftliche Erklärung des Bundesrates 1. Notre époque vit une période de changement jamais Déclaration écrite du Conseil fédéral égalée dans l'histoire humaine.

Dans le monde ainsi bouleversé, l'interdépendance devient

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. la réalité fondamentale et la solidarité non plus un devoir

Überwiesen - Transmis moral mais une condition de survie. Peu de pays sont aussi dépendants que nous de la santé de l'économie mondiale et de leurs relations avec les pays du sud de l'hémisphère.

2. Pourtant, nos façons de penser et nos attitudes n'ont pas suivi révolution du monde. Ce dangereux décalage conduit, dans de larges couches de la population, à ressentir un profond sentiment d'impuissance, de n'avoir plus de prise sur le quotidien; cela se traduit pas l'absentéisme et le désintéressement de la chose publique.

3. Seul un effort éducatif sans précédent peut permettre de surmonter le décalage. Cet effort doit commencer à l'école, parce que les jeunes qui la fréquentent aujourd'hui seront les citoyens de demain.

18. März 1983 517 Postulat Bratschi

II visera à éviter, par de nouveaux comportements, le gaspil- Reiniger, Riesen-Freiburg, Robbiani, Rubi, Ruffy, Schmid,

lage, l'épuisement des ressources et la destruction du Stich, Uchtenhagen, Vannay, Weber-Arbon, Zehnder (31)

milieu naturel, et montrera comment préserver ce dernier.

Par une instruction civique dynamique, il suscitera une meil- Schriftliche Begründung - Développement par écrit leure sensibilisation aux droits de l'homme et la participa- Die AHV als grösstes Sozialwerk ist aus unserem Leben tion politique. Surtout, il rendra les jeunes conscients de nicht mehr wegzudenken. Die zunehmende Lebenserwar-

l'importance de nos relations avec le tiers monde, relations tung hat vielen Schweizern zusätzliche Jahre geschenkt, die

qui portent en elles un immense potentiel d'espoir, mais sie bis ins hohe Alter bei körperlicher und geistiger Frische

aussi le risque d'une explosion, explosion qui menacerait geniessen können. Bald werden wir rund 1 Million AHV- autant nos sociétés industrielles que celles du «Sud». Car Rentner haben, denen durch die AHV-Renten eine matesans rétablissement de relations équilibrées entre le rielle Grundlage gegeben wird, um das dritte Lebensalter

«Nord» et le «Sud», il n'y a aucune chance de paix, voire de gesichert verbringen zu können. Wohl nehmen mit zuneh-

survie, dans un monde où, dans à peine plus d'un siècle, mendem Alter auch die Abnützungserscheinungen, bedingt plus de 9 habitants sur 10 vivront dans le tiers monde. durch die zum Teil harten Erwerbsjahre, zu. Es war deshalb sicher eine weitsichtige Politik, in Artikel 101 AHVG vorzu- Schriftliche Erklärung des Bundesrates sehen, dass der Bund an die Errichtung, den Ausbau und Déclaration écrite du Conseil fédéral die Erneuerung von Heimen und anderen Einrichtungen für Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Betagte Beiträge gewähren kann. Dank dieser Förderung der Altersheime wurden Kantone, und insbesondere Überwiesen - Transmis Gemeinden dazu veranlasst, dem Mangel an Heimplätzen durch beschleunigten Bau von Altersund Pflegeheimen entgegenzutreten.

Sind die materiellen Voraussetzungen sowie die physische Hilfe für unsere Betagten in den letzten Jahrzehnten wesentlich verbessert worden, so stellen wir fest, dass in #ST# 82.569 psychischer und geistiger Hinsicht heute noch viel zu wenig unternommen wird. Die Aufspaltung des Zusammenlebens Postulat Bratschi der verschiedenen Generationen in unserer Gesellschaft Senioren-Universitäten. Förderung hat zu einer Vereinsamung vieler älterer Menschen geführt. Universités de 3e âge. Encouragement Trotz zahlreicher Bemühungen ist es auf verschiedenen Gebieten noch nicht gelungen, den Betagten auch den Anschluss an die geistige Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Wohl besteht nach Artikel 101bis AHVG die Möglichkeit, gemeinnützigen, privaten Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1982 Institutionen Beiträge an die Personalund Organisations- An verschiedenen Schweizer Universitäten besteht die kosten zur Durchführung von Kursen zu geben, die der

Möglichkeit für Senioren, an bestimmten Vorlesungen teil- Erhaltung oder Verbesserung der geistigen und körperli-

zunehmen. Die guten Erfahrungen in Genf und Basel zeigen chen Fähigkeiten, der Selbstsorge sowie der Herstellung ein wachsendes Bedürfnis von betagten Menschen auf, des Kontaktes mit der Umwelt dienen.

sich im dritten Lebensalter auch geistig zu beschäftigen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass bei

Die gewaltigen Fortschritte in Wissenschaft und Forschung vielen Betagten das Bedürfnis besteht, sich geistig zu sind dazu angetan, das Interesse auch derjenigen Bevölkebeschäftigen und auf den verschiedensten Gebieten mit rungsteile zu wecken, die entweder bisher nie die Gelegenden Errungenschaften von Wissenschaft und Forschung heit hatten, sich die entsprechenden Kenntnisse anzueigvertraut zu machen. Nicht wenige ältere Menschen möchnen, oder deren Wissen durch neue Erkenntnisse bei den ten sich auch einfach weiterbilden. Der «Ruhestand» ist verschiedenen Wissenschaften weit überholt ist. dank körperlicher und geistiger Frische bei vielen Betagten Der Bundesrat wird deshalb eingeladen zu prüfen, ob er eben ein Lebensabschnitt, der auch nach geistiger Nahrung nicht bei der 10. AHV-Revision eine Förderung der sogeruft und in keiner Weise ein Abstellgeleise sein darf, bei nannten Senioren-Universitäten miteinbeziehen und eine welchem nur für das physische Wohl gesorgt, die psychientsprechende Erweiterung von Artikel 101 bis AHVG vorsche Verfassung und die geistige Nahrung aber vernachlässigt wird/Würde der Bund Senioren-Universitäten fördern, schlagen kann.

könnte in den verschiedenen Universitätskantonen dem Texte du postulat du 6 octobre 1982 wichtigen Anliegen der älteren Generation vermehrt Rech- Dans diverses universités suisses, les personnes du 3e âge nung getragen werden.

ont la possibilité de participer à des cours déterminés. Les Schriftliche Erklärung des Bundesrates bons résultats obtenus tant à Genève qu'à Baie montrent que ces personnes ont un besoin croissant d'occuper leur Déclaration écrite du Conseil fédéral

esprit durant la dernière période de leur vie. Les progrès Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

importants qui ont été réalisés dans le domaine scientifique Überwiesen - Transmis et en matière de recherche sont de nature à éveiller également l'intérêt des couches de la population qui, jusqu'ici, n'avaient jamais eu l'occasion d'acquérir les connaissances nécessaires ou dont les connaissances sont largement dépassées en raison de l'évolution qui s'est manifestée dans les différentes sciences.

Le Conseil fédéral est par conséquent invité à examiner si, à l'occasion de la 10e révision de l'AVS, l'on ne pourrait pas prévoir le développement des universités dites du 3e âge, et proposer un élargissement dans ce sens de l'article 101bis LAVS.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- St. Gallen, Bäumlin, Borei, Bundi, Christinat, Deneys, Eggli, Euler, Ganz, Gloor, Hubacher, Jaggi, Leuenberger, Loetscher, Mauch, Meier Werner, Merz, Neukomm, Reimann, 66-N Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Ziegler-Genf Dritte Welt im Schulunterricht

Postulat Ziegler-Genève Enseignement sur les problèmes du tiers monde

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1983 Année Anno

Band II Volume Volume

Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15 Séance Seduta

Geschäftsnummer 82.537 Numéro d'objet Numero dell'oggetto

Datum 18.03.1983 - 08:00 Date Data

Seite 516-517 Page Pagina

Ref. No 20 011 323

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