Nature Protection and Water Protection Laws vs. Roadside Herbicide Use
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered whether the use of herbicides for road maintenance could be prohibited or restricted, based on nature protection laws and water protection laws. The reasoning centered on the fact that while herbicide use is regulated in agriculture, it is not for non-agricultural areas like roadsides. Furthermore, these areas have become important refuges for endangered plant and animal species, and the increasing use of herbicides, justified by ease of work and cleanliness, comes at the cost of environmental pollution, necessitating a binding regulation.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 3 Absatz, Art. 14 Absatz; Nature Protection and Water Protection Laws vs. Roadside Herbicide Use: The reasoning centered on the fact that while herbicide use is regulated in agriculture, it is not for non-agricultural areas like roadsides. Furthermore, these areas have become important refuges for endangered plant and animal species, and the increasing use of herbicides, justified by ease of work and cleanliness, comes at the cost of environmental pollution, necessitating a binding regulation.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a legal basis for potentially restricting or prohibiting the use of herbicides in road maintenance.
Cited as a legal basis for potentially restricting or prohibiting the use of herbicides on national roads.
Volltext
18. März 1983 515 Postulat der christlichdemokratischen Fraktion
lungen und Tabellen zu beachten. Dass auf diese Weise die Diese ökologischen Rückzugsgebiete sind nun leider
Rechtsunsicherheit wächst und die Vollzugsprobleme zunehmend gefährdet durch den Einsatz von Herbiziden.
zunehmen, liegt auf der Hand. Durch den konsequenten Als Gründe für den Herbizideinsatz werden etwa angege-
Einsatz von anwendungstauglichen Einzel- und Loseblattsy- ben: Arbeitsersparnis und Arbeitserleichterung, Schäden
stemen mit fristgerechten Nachlieferungen könnte ein Teil an Bauten und Belägen, Sauberkeit und Ordentlichkeit.
des Problems gelöst werden. Daneben sollte versucht wer- Gerade der letzte Grund scheint aber fragwürdig zu sein,
den, die nötigen Ergänzungen des BSV auf möglichst ein- wird doch vordergründige Sauberkeit und Ordentlichkeit
heitliche Erlassstufe zu bringen, was den AHV-Vollzug in durch eine Umweltverschmutzung mit giftigen und langlebi-
jeder Beziehung erleichtern würde. Ähnliches gilt auch für gen Chemikalien erkauft.
die anderen Wegleitungen. Etliche Gemeinden sind nach einem Aufruf des Bundesam-
tes für Umweltschutz dazu übergegangen, auf den Herbi-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates. zideinsatz zu verzichten. Trotzdem hat gesamthaft die im
Déclaration écrite du Conseil fédéral Strassenunterhalt angewendete Menge Herbizide in den
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. letzten Jahren deutlich zugenommen.
Eine verbindliche Regelung drängt sich daher auf, wenn
Überwiesen - Transmis diese weitgehend unnötige Umweltbelastung eingeschränkt
werden soll. Sowohl das Natur- und Heimatschutzgesetz
als auch das Gewässerschutzgesetz bieten die nötigen
Grundlagen.
82.924
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
#ST#
Postulat Mauch Déclaration écrite du Conseil fédéral
Herbizidanwendung im Strassenunterhalt Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Désherbants pour l'entretien des routes Überwiesen - Transmis
Wortlaut des Postulats vom 14. Dezember 1982 #ST# 82.530
Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob die Anwen- Postulat der christlichdemokratischen Fraktion
dung von Herbiziden (Pflanzenvertilgungsmittel) im Stras-
Erhaltung des Sprachfriedens. Bericht
senunterhalt verboten oder eingeschränkt werden könnte •
- für Nationalstrassen aufgrund von Artikel 1 Buchstabe d Postulat du groupe démocrate-chrétien
und Artikel 3 Absatz 2 Buchstabe a des Bundesgesetzes Sauvegarde de la paix linguistique. Rapport
über Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966, und
- generell aufgrund von Artikel 2 und Artikel 14 Absatz 1
des Bundesgesetzes über den Schutz von Gewässern
gegen Verunreinigungen vom 8. Oktober 1977.
Wortlaut des Postulats vom 29. September 1982
Texte du postulat du 14 décembre 1982 Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass die Erhaltung
Nous invitons le Conseil fédéral à examiner si l'usage de des Sprachfriedens auch in der Schweiz zu einem schwieri-
désherbants (ou herbicides) pour l'entretien des routes ne gen Problem der Innenpolitik werden könnte. Um einer der-
devrait pas être interdit ou limité, et ce pour les motifs sui- artigen Entwicklung rechtzeitig vorzubeugen, wird der Bun-
vants: desrat eingeladen, durch eine Expertenkommission einen
- pour les routes nationales en vertu des articles premier, Bericht über diese Thematik ausarbeiten zu lassen. Der
lettre d, et 3, 2e alinéa, lettre a de la loi du 1er juillet 1966 sur Bericht soll die heutige Lage sowie eventuelle negative Ent-
la protection de la nature et du paysage wicklungen analysieren und auch Vorschläge enthalten, wie
- et de façon générale en vertu des articles 2 et 14, 1er ali- der Bund mithelfen kann, das kostbare Gut des Sprachfrie-
néa, de la loi du 8 octobre 1971 sur la protection des eaux dens zu erhalten und zu fördern.
contre la pollution. Texte du postulat du 29 septembre 1982
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- De plus en plus de signes indiquent que la sauvegarde de la
St. Gallen, Bäumlin, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bundi, bonne entente entre groupes linguistiques pourrait aussi
Chopard, Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Ger- devenir un problème épineux de la politique intérieure de
wig, Gloor, Jaggi, Lang, Leuenberger, Loetscher, Longet, notre pays. Afin de parer à temps à une telle évolution, nous
Meier Werner, Meizoz, Morf, Nauer, Neukomm, Ott, Rie- prions le Conseil fédéral de faire préparer un rapport sur
sen-Freiburg, Rothen, Rubi, Vannay, Weber-Arbon, Zehn- cette question par une commission d'experts. Ce docu-
der (31) ment devra comprendre une analyse de la situation actuelle
et des éventuelles tendances négatives qui se font jour, et
Schriftliche Begründung - Développement par écrit présenter des propositions indiquant comment la Confédé-
Die Anwendung von Herbiziden in der Landwirtschaft ist ration peut contribuer à préserver et promouvoir la paix lin-
gesetzlich geregelt. Für nichtlandwirtschaftliche Flächen guistique, ce bien précieux.
wie zum Beispiel Strassen- und Wegränder fehlt für Herbi-
zide die entsprechende Zulassungsregelung. Es muss Schriftliche Begründung - Développement par écrit
angenommen werden, dass eine Vielzahl von Wirkstoffen Als die heutige Schweiz gegründet wurde, wirkte sich die
und Wirkstoffkombinationen im Strassenunterhalt zum Ein- sprachliche Pluralità! in keiner Weise als problematisch aus;
satz kommen, die für die Landwirtschaft nicht zugelassen weil die politischen, konfessionellen, kulturellen und wirt-
sind. schaftlichen Trennlinien quer durch die Sprachgebiete ver-
Nichtlandwirtschaftliche Grünflächen an Verkehrswegen liefen. Zudem vermochte das neue Republikbewusstsein
sind in den letzten Jahren zu Rückzugsgebieten für gefähr- alle Regionen geistig zu vereinen, und keines der Sprachge-
dete Pflanzen- und Tierarten geworden, welche auf land- biete verstand sich als ein Block, der sich gegen den ande-
wirtschaftlich intensiv genutzten Flächen nicht überleben ren hätte abschirmen müssen. Der föderalistische Aufbau
können. (Der Anteil der Grünflächen an Verkehrswegen der Schweiz verhinderte zudem während Generationen die
beträgt in der Schweiz immerhin etwa 46 000 Hektaren.) Bildung einer Frontstellung zwischen den Sprachregionen.
Postulat Ziegler-Genève 516 18 mars 1983
Selbst als seit der Romantik die Sprache weltweit immer #ST# 82.537
stärker zu einem Integrationsfaktor wurde, welcher das
Nationalgefühl wesentlich beeinflusste, verhinderten die Postulat Ziegler-Genf
Strukturen unseres Bundesstaates, dass sich aus der Dritte Welt im Schulunterricht
Mehrsprachigkeit ernsthafte Probleme hätten ergeben kön- Postulat Ziegler-Genève
nen. Die Schweizer haben es im Gegenteil stets als einen
Vorteil und als einen unschätzbaren Gewinn empfunden, in Enseignement sur les problèmes du tiers monde
einer confoederatio leben zu können, welche verschiedene
Kulturen in einem konstruktiven Sinn vereint und wechsel-
seitig fruchtbar macht.
Eine genauere Betrachtung zeigt allerdings, dass es auch in
der Schweiz - vor allem an den Sprachgrenzen - stets zu
den kleinen Reibereien und Konflikten gekommen ist, die Wortlaut des Postulates vom 29. September 1982
beim Zusammenleben verschiedener Gruppen unvermeid- Mehr als 200 000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt
lich sind. Aber der Sprachfriede ist nie zu einem politischen von unseren Exporten in die Länder der Dritten Welt ab.
Problem geworden. Aus diesen Ländern kommen auch unsere wichtigsten Roh-
In neuerer Zeit scheint nun aber in verschiedenen Kreisen stoffe. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet ist die Schweiz
die Mehrsprachigkeit zu einem Spannungselement zu wer- in den Ländern Afrikas, Asiens, Ozeaniens und Lateinameri-
den. Der Gedanke an Ethnien und Sprachblöcke ist virulen- kas der grösste Investor der Welt.
ter geworden. Zudem ist durch die wirtschaftliche Entwick- Nun ist aber zu sagen, dass die Lehrpläne und namentlich
lung der Nachkriegszeit - ob zu Recht oder zu Unrecht die Lehrgänge für Staatsbürgerkunde unserer Primär- und
bleibe dahingestellt - da und dort in der Westschweiz das Mittelschulen sowie der Berufsschulen die Probleme der
Gefühl entstanden, dass die Deutschschweiz die Romandie Länder in der Dritten Welt nur sehr ungenügend berück-
dominiere. Ein Gradmesser für das neue Klima ist die Zahl sichtigen.
der Vorstösse im eidgenössischen Parlament über irgend- Auch wenn die Schulhoheit Sache der Kantone ist, spielt
welche Fragen des sprachlichen Zusammenlebens: in weni- der Bund in diesem Bereich doch eine wichtige Rolle.
gen Jahren sind mehr als 20 Interpellationen, Postulate, Der Bundesrat wird eingeladen, in Zusammenarbeit mit den
Anfragen usw. eingereicht worden. Das alles zeigt, dass Kantonen zu prüfen, auf welche Weise der Unterricht über
man das Verhältnis, in dem die Sprachen nebeneinander die Dritte Welt und namentlich über die Beziehungen der
und miteinander leben, nicht mehr als «ganz unbefangen» Schweiz zur Dritten Welt verbessert werden kann.
bezeichnen kann, wie dies früher stets der Fall gewesen ist.
Dieser Meinung ist auch der Lausanner Politologe Texte du postulat du 29 septembre 1982
Prof. Daniel Louis Seiler: Er konstatiert, dass sich in jüng- En Suisse, plus de 200 000 postes de travail dépendent
ster Zeit ein «Romandie-Bewusstsein» entwickelt habe, und directement ou indirectement de nos exportations vers les
weist darauf hin, dass in der Schweiz Minderheitenkonflikte pays du tiers monde. L'essentiel de nos matières premières
entstehen könnten. provient de cette partie du monde. Par tête d'habitant, nous
Es scheint aus diesen Gründen notwendig, dass eine (nicht sommes le premier investisseur du monde dans les pays
allzu grosse) Expertenkommission den Fragenkomplex d'Afrique, d'Asie, d'Oceanie et d'Amérique latine.
ausleuchtet. Sie soll zum Beispiel untersuchen, ob durch Or, dans nos écoles primaires, secondaires et profession-
die wirtschaftliche Entwicklung ein Konflikt zwischen den nelles, les programmes d'enseignement et plus particulière-
Sprachregionen begünstigt wird, ob das Verhältnis der ment les programmes d'instruction civique ne tiennent
Sprachregionen zueinander tatsächlich gespannter ist als compte des problèmes que vivent les peuples du tiers
früher und ob die Gefahr einer zunehmenden Entfremdung monde que d'une façon très insuffisante.
besteht. Insbesondere sollten die Experten aufzuzeigen Malgré la souveraineté cantonale en matière scolaire, la
versuchen, durch welche Massnahmen oder Verhaltensre- Confédération joue, dans ce domaine aussi, un rôle impor-
geln Spannungen im voraus vermieden werden könnten. tant.
Nach unserer Meinung sollte freilich kein Ethnien-Rat Le Conseil fédéral est invité à examiner, en collaboration
geschaffen werden, wie dies auch schon gefordert worden avec les cantons, de quelle façon l'enseignement concer-
ist, damit nicht Sprachen- oder Minderheitenkonflikte insti- nant les pays du tiers monde, et plus particulièrement la
tutionalisiert werden. Aber auch diese Frage soll offen dis- transmission des connaissances sur les rapports entre la
kutiert werden. Suisse et le tiers monde, peuvent être développés.
Zweck des Vorstosses ist es also, rechtzeitig dafür zu sor-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann-Saint-
gen, dass die Mehrsprachigkeit nicht zu einem Konfliktherd
Gall, Bäumlin, Bircher, Borei, Bundi, Deneys, Gloor, Hu-
werden kann, sondern dass das friedliche, von gegenseiti-
bacher, Jaggi, Leuenberger, Lœtscher, Longet, Neukomrn,
ger Wertschätzung geprägte Zusammenleben der verschie-
denen Kulturen weiterhin ein charakteristisches Element Reimann, Reiniger, Renschier, Robbiani, Ruffy, Vannay (20)
des schweizerischen Staatswesens bleibt. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Schriftliche Erklärung des Bundesrates 1. Notre époque vit une période de changement jamais
Déclaration écrite du Conseil fédéral égalée dans l'histoire humaine.
Dans le monde ainsi bouleversé, l'interdépendance devient
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. la réalité fondamentale et la solidarité non plus un devoir
Überwiesen - Transmis moral mais une condition de survie. Peu de pays sont aussi
dépendants que nous de la santé de l'économie mondiale
et de leurs relations avec les pays du sud de l'hémisphère.
2. Pourtant, nos façons de penser et nos attitudes n'ont
pas suivi révolution du monde. Ce dangereux décalage
conduit, dans de larges couches de la population, à ressen-
tir un profond sentiment d'impuissance, de n'avoir plus de
prise sur le quotidien; cela se traduit pas l'absentéisme et
le désintéressement de la chose publique.
3. Seul un effort éducatif sans précédent peut permettre de
surmonter le décalage. Cet effort doit commencer à l'école,
parce que les jeunes qui la fréquentent aujourd'hui seront
les citoyens de demain.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat der christlichdemokratischen Fraktion Erhaltung des Sprachfriedens. Bericht
Postulat du groupe démocrate-chrétien Sauvegarde de la paix linguistique. Rapport
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1983
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.530
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.03.1983 - 08:00
Date
Data
Seite 515-516
Page
Pagina
Ref. No 20 011 322
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.