Parliamentary Postulate 82.489: UN Aging Plan Implementation in Switzerland
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis parliamentary postulate, numbered 82.489, requests that the Federal Council examine and report on how Switzerland can adopt and implement the recommendations of the "International Plan of Action" developed at the UN Conference on Aging in Vienna. The postulate emphasizes the growing global social problem of aging populations and the need for both material and non-material aspects of elder care, including the integration of the elderly into social and political life, to be addressed. The Federal Council agreed to take up the postulate.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36 BüG, Art. 93 BGG; Parliamentary Postulate 82.489: UN Aging Plan Implementation in Switzerland: The postulate emphasizes the growing global social problem of aging populations and the need for both material and non-material aspects of elder care, including the integration of the elderly into social and political life, to be addressed. The Federal Council agreed to take up the postulate.
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Volltext
17. Dezember 1982 1789 Postulatoti
Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Ammann-St. Gal- 82.566
#ST#
len, Baechtold, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Chopard, Postulat Herczog
Christinat, Deneys, Eggenberg-Thun, Euler, Ganz, Huba-
cher, Jaggi, Leuenberger, Mauch, Meier Werner, Meizoz,
Saharouisches Volk. Humanitäre Hilfe
Merz, Morf, Muheim, Nauer, Neukomm, Ott, Reimann, Rei- Peuple sahraoui. Aide humanitaire
niger, Robbiani, Rothen, Rubi, Ruffy, Schmid, Uchtenhagen,
Vannay, Zehnder (34)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1982
In seiner Botschaft zur Umweltproblematik an den Kon-
gress vom 23. Mai 1977 hat Präsident Carter eine Studie in Als Folge des Krieges lebt die grosse Mehrheit des saha-
Auftrag gegeben, die die «voraussichtlichen Veränderungen rouischen Volkes immer noch in Flüchtlingslagern in der
der Bevölkerung, der natürlichen Ressourcen und der Wüste. Der Bundesrat wird gebeten, humanitäre" Hilfelei--
Umwelt auf der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts» stungen zugunsten der saharouischen Flüchtlinge zu prü-
untersuchen sollte. Die 1980 unter dem Titel «Global 2000. fen..
Report to thè President» veröffentlichten Ergebnisse liegen Texte du postulat du 6 octobre 1982
auch in deutscher Übersetzung vor (Verlag Zweitausend-
eins, Frankfurt a. M.), ebenso der Ergänzungsbericht, der Par suite de la guerre, la grande majorité du peuple salv
1981 unter dem Titel «Global Future. Time to Act» erschie- raoui continue de vivre dans des camps de réfugiés en plein'
nen ist (Dreisam-Verlag, Freiburg i. Br.). désert. Le Conseil fédéral est prié d'examiner la possibilité
Der Bericht kommt zu folgendem Gesamtergebnis: «Wenn d'accorder une aide humanitaire aux réfugiés sahraouis.
sich die gegenwärtigen Entwicklungstrends fortsetzen, wird Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Crevoisier,-
die Welt im Jahre 2000 noch überbevölkerter, verschmutz- Dafflon, Magnin (4)
ter, ökologisch noch weniger stabil und für Störungen anfäl-
liger sein als die Welt, in der wir heute leben. Ein stärker Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Bevölkerungsdruck, ein starker Druck auf Ressourcen und Seit mehreren Jahren dauert der Kampf des Volkes der
Umwelt lassen sich deutlich voraussehen. Trotz eines grös- Westsahara für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.
seren materiellen Outputs werden die Menschen auf der Trotz offizieller Anerkennung der RASD durch 36 Staaten,
Welt in vieler Hinsicht ärmer sein als sie es heute sind.» trotz UNO-Résolution vom November 1979 über die volle
Dies gilt nach dem Bericht jedenfalls dann, «wenn es nicht Selbstbestimmung des saharouischen" Volkes, trotz glei-
zu politischen, institutionellen oder entscheidenden techni- cher Beschlüsse der 16. OAU-Gipfelkonferenz und der Kon-
schen Wandlungen kommt und wenn es keine Kriege oder ferenz der Blockfreien in Havanna im Jahr 1979 wird dem
andere tiefgreifende Störungen gibt» (beide Zitate aus saharouischen Volk das Selbstbestimmungsrecht verwehrt,
«Global 2000», Seite 25 der deutschen Ausgabe). und es wird gezwungen, in Flüchtlingslagern zu leben, In
Alternativen zu einer Entwicklung, die nicht einfach den dieser Situation leisten verschiedene Staaten und verschie-
gegebenen Trends folgt, werden vor allem im «Lateinameri- dene Organisationen Hilfe. Die Schweiz sollte einen Beitrag
kanischen Weltmodell» entworfen (dazu den zitierten zur Linderung der Flüchtlingsnot prüfen.
Bericht, Seite 1223 ff). Dieses Modell setzt sich für eine gut
funktionierende und auf den Menschen orientierte Gesell- Schriftliche Erklärung des Bündesrates-
schaft ein, die in der Bewirtschaftung der Ressourcen Déclaration écrite du Conseil fédéral
umsichtig genug ist, nicht an natürliche Grenzen zu stos- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
sen. «Während die anderen» im erwähnten Bericht betrach-
teten Modelle «alle die Frage stellen «Wohin befördern uns Überwiesen - Transmis
die Mechanismen der Weltwirtschaft?», stellt das lateiname-
rikanische Weltmodell die positiv formulierte Frage <Wel-
ches ist der wirksamste Weg, dorthin zu gelangen, wo wir
hinwollen?>. Anstatt die Kräfte zu untersuchen, die mit
grösster Wahrscheinlichkeit massive ökonomische Verelen- #ST# 82.489
dung und Hungersnot herbeizuführen scheinen, untersucht
das lateinamerikanische Weltmodell Verfahren, mit denen Postulat Ott
das Wohlergehen der Armen der Welt optimiert werden Alterspolitik. UNO-Konferenz in Wien
könnte» (aaO Seite 1226 f.). Darüber hinaus ist das latein- Politique de la vieillesse.
amerikanische Modell geeignet, auch die Bedingungen für Conférence de l'ONU à Vienne
eine positive Entwicklung in den Industrienationen sichtbar
zu machen, für eine Entwicklung, die nicht bloss - unter der
Herrschaft sogenannter «Saehzwänge» - erlitten wird, son-
dern als Resultat demokratischer Gestaltung gemäss den
Hoffnungen und Interessen der betroffenen Menschen ver- Wortlaut des Postulates vom 20. September 1982
standen werden kann. Zum ersten Male ist, unter den Auspizien der UNO, das
Die Ergebnisse der Berichte «Global 2000» und «Global weltweit dringliche soziale Problem des Alterns und des
Future» fordern auch die Politik des Kleinstaates Schweiz immer höheren Anteils der betagten Bevölkerung weltweit
heraus, nicht nur auf dem Gebiet des Umweltschutzes in in Angriff genommen worden. Die Schweiz hat an* der
eigener Sache, sondern zum Beispiel auch im Bereich der UNO-Versammlung über Altersfragen in Wien aktiv teilge--
Ehergiepolitik, der Agrarpolitik, der Verkehrspolitik, der nommen.
Siedlungspolitik usw. Eine Bestandesaufnahme der Gefah- Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen und darüber
ren, die mit den bisher dominierenden Entwicklungstrends Bericht zu erstatten, in welcher Weise die Empfehlungen
verbunden sind, ist auch für die Schweiz dringlich. Sie ist des von der Wiener Konferenz erarbeiteten «Internationalen
uner.lässliche Voraussetzung dafür, um die Entwicklung ver- Aktionsplanes» in unserem Lande, vom Bund her und in
mehrt in den Griff demokratischer Politik zu bekommen. Zusammenarbeit mit Kantonen, Gemeinden und privaten
Organisationen, aufgenommen und verwirklicht werden sol-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates len.
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Texte du postulat du-20 septembre 1982
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Pour la première fois, le problème social urgent de la'vieil-
Überwiesen - Transmis lesse et du vieillissement croissant de la population a été
226-N
Postulat Carobbio 1790 N 17 décembre 1982
mis à l'étude sous les auspices de l'ONU à l'échelle mon- Eggenberg-Thun, Ganz, Gerwig, Hubacher, Jaggi, Leuen-
diale. La Suisse a participé activement à l'assemblée de berger, Longet, Mauch, Meier Werner, Meizoz, Merz, Morf,
l'ONU qui s'est tenue à Vienne et qui était consacrée à ce Nauer, Ott, Reiniger, Renschler, Riesen-Freiburg, Robbiani,
problème. Le Conseil fédéral est invité à examiner la Rubi, Ruffy, Uchtenhagen, Vannay, Zehnder, Ziegler-Genf.
manière dont la Confédération, en collaboration avec les (31)
cantons, les communes et les organisations privées, pourra
adopter et appliquer les recommandations élaborées par la Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Conférence de Vienne et intitulées «Plan international Die staatlichen Sozialversicherungen (besonders die Invali-
d'action»; il est prié d'informer le conseil à ce sujet. denversicherung und die AHV) und die Behinderten selber
geben jährlich mehrere Millionen Franken für technische
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Borei, Hilfsmittel aus. Es läge im Interesse der Kosteneindäm-
Braunschweig, Christinat, Deneys, Eggli, Ganz, Gloor, mung im Gesundheitswesen und des einzelnen Behinder-
Jaggi, Lang, Loetscher, Mauch, Merz, Morel, Morf, Nauer, ten, wenn künftig Hilfsmittel für Behinderte vor ihrer Zulas-
Reimann, Reiniger, Renschler, Robbiani, Rubi, Ruffy, sung Funktions- und Sicherheitstests bestehen müssten
Schmid, Stich, Uchtenhagen, Weber-Arbon, Zehnder (28) und die Preise wirksam überprüft würden. Seit Jahrzehnten
Schriftliche Begründung - Développement par écrit werden beispielsweise die Medikamente in unserem Land
kontrolliert.
Der von der Weltversammlung für Altersfragen zu Händen Das Angebot an Hilfsmitteln für Behinderte ist heute derart
der UNO-Generalversammlung verabschiedete internatio- breit und verwirrend, dass ein Überblick für den Laien nicht
nale Aktionsplan zur Alterspolitik, an dessen Ausarbeitung mehr möglich ist. Laufende Untersuchungen und allenfalls
auch unser Land beteiligt war, ist als Katalysator für alters- Listen der registrierten Produkte könnten auch der für die
politisches Handeln in den Nationen der Erde gedacht. wertvolle Tätigkeit der Schweizerischen Arbeitsgemein-
In manchen Ländern sind bereits entsprechende, umfas- schaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte nütz-
sende Aktionspläne auf nationaler Ebene, als Echo auf die lich sein.
Wiener Konferenz, in Vorbereitung. Ausländische Untersuchungen von privaten und staatlichen
Die Besonderheit des Wiener Zusammentreffens lag vor Konsumenteninstitutionen zeigen, dass im Bereich Hilfsmit-
allem darin, dass hier eine neue Dimension des Problems tel für Behinderte unbefriedigende Verhältnisse bestehen:
klar ans Licht gestellt wurde: Über die traditionellen - nach So schnitten kürzlich in einem holländischen Test für Geh-
wie vor sehr aktuellen - sozialpolitischen Aspekte der mate- hilfen, Greifarme, Badewannensitze und Strumpfanziehhil-
riellen Altersfürsorge und -Vorsorge hinaus wurden speziell fen von 20 erfassten Alltagshilfen nur sieben «zufriedenstel-
die immateriellen, die kulturellen, moralischen, wertmässi- lend» ab. Neun erhielten ein «mangelhaft» und drei sogar
gen Aspekte der Frage betont. Auch diesbezüglich sind ein «sehr mangelhaft». Da die geprüften Hilfsmittel auch in
politische Schritte möglich, in erster Linie wohl Massnah- anderen Ländern angeboten werden, veröffentlichte die
men zur besseren Integration der Betagten ins gesell- deutsche staatliche Stiftung Warentest (Berlin) die Untersu-
schaftliche Leben und in politische Entscheidungspro- chungsergebnisse unter dem Titel «Skandal - Gefahr statt
zesse. Eine qualifizierte Mitbestimmung der alten Bevölke- Hilfe», weil sich beispielsweise Badewannensitze verbogen
rung in den sie betreffenden politischen Entscheiden ist oder zerbrachen usw.
anzustreben, denn Alterspolitik darf keine Bevormundung Behinderte haben es sonst schwer genug und sollten nicht
sein. noch mit schlechten und zu teuren Apparaten, Geräten
Derartige Gedanken, und überhaupt die ganze reiche Skala oder anderen Hilfsmitteln benachteiligt werden.
der Anregungen, die die Wiener Konferenz gebracht hat, Auch bei den Hörapparaten und Rollstühlen, deren Preise
verdienen es, auch in unserem Lande durchdacht und auf sich um tausend Franken und mehr bewegen, gibt es
ihre Anwendbarkeit in unseren Verhältnissen geprüft zu erhebliche Qualitäts- und Preisunterschiede, die der Behin-
werden. derte nicht sachgerecht erkennen und beurteilen kann.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Es wäre ferner abzuklären, ob nicht vermehrt durch ratio-
nellen Einkauf der Hilfsmittel erhebliche Kosten eingespart
Déclaration écrite du Conseil fédéral werden könnten (über regionale und zentrale Stellen).
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Überwiesen - Transmis
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
82.513
#ST#
Postulat Neukomm
Hilfsmittel für Behinderte.
Qualität und Preise
Moyens auxiliaires pour handicapés. #ST# 82.531
Qualité et prix Postulat Carobbio
Altersfragen. Bericht
Problema degli anziani. Rapporto
Wortlaut des Postulates vom 23. September 1982 Problèmes du 3e âge. Rapport
Der Bundesrat wird ersucht, die Qualität und Preise der
Hilfsmittel für Behinderte einer dauernden Kontrolle unter-
ziehen zu lassen.
Texte du postulat du 23 septembre 1982
Wortlaut des Postulates vom 29. September 1982
Le Conseil fédéral est invité à ordonner un contrôle perma-
nent sur la qualité et les prix des moyens auxiliaires pour Die zunehmende Überalterung der schweizerischen Bevöl-
handicapés. kerung ist nunmehr eine Tatsache und wird sich in Zukunft
aufgrund des Geburtenrückganges noch verstärken: Der
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Anteil der Personen über 65 Jahren wird voraussichtlich
Bäumlin, Bircher, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bundi, gegen das Jahr 2000 von 14 auf 30 Prozent steigen. Diese
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Ott Alterspolitik. UNO-Konferenz in Wien
Postulat Ott Politique de la vieillesse. Conférence de l'ONU à Vienne
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.489
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 1789-1790
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Pagina
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