Rent Subsidy Regulation: Income Limits vs. Rent-to-Income Ratio
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered an interpellation concerning rent subsidies, specifically focusing on a new regulation that adjusted income limits and the calculation of rent subsidies. The core issue was whether the new regulation unfairly favored single individuals in small apartments over families needing larger, more expensive ones, as it prioritized income ceilings over the rent-to-income ratio. The court's reasoning, as presented in the government's response, highlighted that while the income limits were adjusted, families with children had a higher income threshold. It also addressed concerns about market distortion and long-term affordability, explaining that the subsidy system aimed to lower initial rents while requiring full repayment within 25 years, and that rent increases were comparable to those in the non-subsidized housing market.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 40 WEG; Rent Subsidy Regulation: Income Limits vs. Rent-to-Income Ratio: nicht anvertraut werden. Etliche Berufsschulen sind durch Konsequenzen nicht überall voraussehbar sein dürften.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
8. Oktober 1982 1461 Interpellation Schärli
Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Crevoisier, - angeboten werden, allenfalls - wenn es die personellen
Mascarin (3) und räumlichen Verhältnisse erfordern - während der Frei-
zeit.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Präsidentin: Der Interpellant ist von der Antwort nicht
eine schriftliche Antwort. befriedigt.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Das neue Berufsbildungsgesetz, das den Lehrlingen den
Besuch von Freifächern während der Arbeitszeit unter 82.463
bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, ist seit dem
#ST#
I.Januar 1980 in Kraft. Die Umfrage des Schweizerischen Interpellation Schärli
Metall- und Uhrenarbeitnehmer-Verbandes (SMUV) fand im Mietzinse. Verbilligung
Jahre 1981 statt, zu einem Zeitpunkt, als die neuen Bestim-
mungen bei den Berufsschulen in der Phase der Einführung Abaissement des loyers
waren. Das Freifächerangebot musste aufgestellt und berei-
nigt, die Wünsche und Bedürfnisse der Lehrlinge ermittelt
werden, und die Schulträger hatten die für den zusätzlichen
Freifachunterricht nötigen Kredite bereitzustellen. Des wei-
tern musste die Lehrerfrage gelöst werden. Die voll ausge- Wortlaut der Interpellation vom 24. Juni 1982
lasteten Berufsschullehrer konnten nicht beliebig viele Der Bundesrat hat mit dem Erlass der neuen Verordnung
zusätzliche Stunden unterrichten; wenig bewährten Aus- zum Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz eine Reihe
hilfslehrern sollte der anspruchsvolle Freifachunterricht von Änderungen und Anpassungen vorgenommen, deren
nicht anvertraut werden. Etliche Berufsschulen sind durch Konsequenzen nicht überall voraussehbar sein dürften.
den Pflichtunterricht voll belegt, so dass der für den Frei- Ich frage deshalb den Bundesrat an:
fachunterricht notwendige Schulraum fehlt. 1. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass er mit der Neufas-
Die gestellten Fragen beantworten wir wie folgt: sung von Artikel 28 der Verordnung (Einkommensgrenzen
Zu Frage 1 : Es gibt keine allgemeine Erhebung über das für Bezüger von Zusatzverbilligungen) die Alleinstehenden
Freifachangebot in allen Kantonen. Eine solche soll in eini- in einer kleinen Wohnung mit relativ niedrigem Mietzins
gen Jahren stattfinden. Nach unseren Informationen bemü- gegenüber Familien mit gleichem Einkommen, die grosse
hen sich die meisten Berufsschulen um die Ausgestaltung und teurere Wohnungen benötigen, bevorzugt, weil neu nur
des Freifachangebots. Die Nachfrage ist aber bis jetzt eher noch auf die Höchstgrenze des Einkommens, nicht mehr
gering. So haben die Berufsschulen l bis V der Stadt Zürich aber auf das Verhältnis zwischen Mietzins und Einkommen
im Wintersemester 1981/82 ein reichhaltiges Angebot von abgestellt wird?
138 Freifächern offeriert. Davon konnten 103 Kurse mit 1500 Wie gedenkt der Bundesrat diese wenig familienfreundliche
teilnehmenden Lehrlingen durchgeführt werden. Das sind Folge der Verordnung zu beseitigen?
rund 10 Prozent der Pflichtschüler. Andere Schulen melden 2. Die neue Berechnungsart des Verbilligungsmodelles
ähnliche Verhältniszahlen. Die Gründe des relativ beschei- geht von einer festgelegten «grundverbilligten Anfangs-
denen Interesses sind sorgfältig abzuklären. miete» von 4,95 Prozent der Anlagekosten aus und beruht
Zu Frage 2: Die Freifächer werden zum grössten Teil wäh- auf einem durchschnittlichen Hypothekarzinssatz von 5
rend der Arbeitszeit in Randstunden angeboten. Bei früh- Prozent während 25 Jahren. Damit entstehen durch die
zeitiger Information der Lehrmeister gibt es in der Regel Grundverbilligung je nach aktuellen Hypothekarzinsen Diffe-
keine Schwierigkeiten. Die Bundesgesetzgebung ist klar; renzen von 40 und mehr Prozent zwischen der kostendek-
es ist Sache der zuständigen kantonalen Behörde, bei auf- kenden Anfangsmiete und der grundverbilligten Anfangs-
tretenden Schwierigkeiten zu vermitteln und zu entschei- miete.
den. a. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass bei derartigen Ver-
Zu Frage 3: Leider lässt sich bis jetzt nicht belegen, dass billigungen der Mietzinse der freitragende Wohnungsbau
ein breites Angebot an Freifächern auch die Nachfrage stei- örtlich stark konkurrenziert bzw. eingeschränkt wird?
gert. In der Regel erarbeiten die Berufsschulen das Frei- b. Erachtet der Bundesrat eine derartige Verzerrung der
fachangebot aufgrund von Bedürfnisabklärungen bei den Marktsituation nicht als problematisch, weil nach dem
Lehrlingen. Es hat sich gezeigt, dass Fremdsprachen und Finanzierungsplan die Vorschüsse zur Grundverbilligung
berufskundlicher Stoff bevorzugt werden. innert 25 Jahren vollständig zurückerstattet werden müs-
Zu Frage 4: Der Lehrlingslohn ist in den Lehrverträgen fest- sen, was für die Zeit nach den ersten zehn Jahren zu erheb-
gelegt. Diese müssen durch die kantonalen Behörden lichen Mietzinserhöhungen führt. Diese müssen von den
genehmigt werden. Das Bundesgesetz schliesst Akkordar- kommenden Generationen aufgebracht werden, während in
beit aus. Es kommt aber vor, dass Betriebe zusätzlich zum diesem Zeitpunkt auch das Kapital für Neuinvestitionen und
vertraglich festgelegten Lehrlingslohn eine Prämie bezahlen Sanierungen mitfinanziert werden muss.
für qualitativ gute Arbeit und gute persönliche Arbeitshal- c. Warum wird im Merkblatt des Bundesamtes für Woh-
tung. Wir sind der Ansicht, dass zusätzlicher Unterricht, der nungswesen vom Januar 1982 «Mietwohnungen mit Bun-
ja letztlich auch im Interesse der beruflichen Förderung des deshilfe» und in konkreten Mietzinsplänen das Rechnungs-
Lehrlings liegt, grundsätzlich die Prämien nicht beeinträchti- beispiel nur für die ersten zehn Jahre bis zur vollständigen
gen sollte. Rückzahlung der Verbilligungsvorschüsse angeführt? Soll-
Zu Frage 5: Die gesetzlichen Grundlagen sind gegeben, ten Eigentümer und Mieter absichtlich über die künftige
und wir werden diese mit Hilfe der Kantone durchsetzen. Belastung im Unklaren belassen werden?
Insbesondere gilt, dass Vereinbarungen, die den gesetzli- d. Kann sich der Bundesrat vorstellen, dass in einer
chen Anspruch auf Freifächerbesuch einschränken, nichtig Periode von fallenden Hypothekarzinsen, welche sich auch
sind. Es darf aber nicht vergessen werden, dass die in einer geringen oder gar negativen Teuerungsrate nieder-
Bestimmungen über die Freifächer erst im dritten Jahr schlagen kann, die Mietzinse modellgemäss weiterhin jähr-
bestehen und solche Neuerungen eine Anlaufzeit erfordern. lich um 3 Prozent erhöht werden können?
Auch müssen wir klarstellen, dass das Bundesgesetz nicht
zwingend vorschreibt, Freifächer müssten während der Texte de l'interpellation du 24 juin 1982
Arbeitszeit stattfinden. Es ist bereits ein schulischer Fort- En édictant la nouvelle ordonnance relative à la loi encoura-
schritt, wenn solche überhaupt - kostenlos für die Lehrlinge geant la construction et l'accession à la propriété de loge-
Interpellation Schärli 1462 N 8 octobre 1982
ments, le Conseil fédéral a procédé à une série de modifica- Bruttoeinkommen. Die neue Verordnung des Bundesrates,
tions et d'adaptations, dont la portée n'est pas toujours die zwar nicht formell, aber materiell die genannte Verord-
prévisible. nung des Bundesamtes aufhebt, verzichtet auf dieses
1. Le Conseil fédéral est-il conscient du fait qu'en tenant zweite Kriterium. Dies bedeutet, dass ein alleinstehender
compte uniquement de la limite supérieure de revenu, mais Mieter einer kleinen Wohnung auch dann in den Genuss der
plus du tout du rapport entre le loyer et le revenu, l'article Zusatzverbilligung kommen kann, wenn der verbilligte Miet-
28 de l'ordonnance (limites de revenu pour les personnes zins weniger als 20 Prozent des Einkommens ausmacht.
bénéficiant des mesures d'abaissement supplémentaire), Demgegenüber erreicht eine Familie, die notwendigerweise
dans sa nouvelle teneur, favorise les personnes seules qui eine grössere und teurere Wohnung benötigt, mit Einkom-
occupent un petit logement à loyer relativement modéré par men unter der Höchstgrenze sehr bald eine Belastung
rapport aux familles ayant le même revenu, qui ont besoin durch die Miete vcn über 20 Prozent. Es erscheint aus fami-
d'un logement plus grand et plus cher? lienpolitischer und sozialpolitischer Sicht unsinnig, einem
Par quelles mesures le Conseil fédéral a-t-il l'intention de Alleinstehenden, dessen Mietzinsbelastung beispielsweise
corriger les conséquences peu favorables pour la famille de bei 15 Prozent liegt, die gleiche Verbilligung zu gewähren
cette ordonnance? wie einer Familie mit gleichem Einkommen, deren Bela-
stung weit über 20 Prozent liegt. Weil es sich bei der
2. Le nouveau mode de calcul des plans d'abaissement est Zusatzverbilligung um à fonds perdu Beiträge handelt, ist
fondé sur un loyer initial, bénéficiant de l'abaissement de ein sparsamer und gezielter Einsatz dieser Bundesmittel
base, de 4,95 pour cent du coût de revient et sur un taux notwendig. Sie sind deshalb dort einzusetzen, wo sie
hypothécaire moyen de 5 pour cent pendant 25 ans. berechtigt sind, was eindeutig bei Familienwohnungen der
L'abaissement de base peut, suivant les taux hypothécaires Fall ist. Die Höhe des zu verbilligenden Mietzinses muss
en vigueur, créer des différences de 40 pour cent ou plus deshalb auch inskünftig mitberücksichtigt werden, wenn die
entre le loyer initial couvrant les coûts et celui qui bénéficie Anspruchsberechtigung auf Zusatzverbilligungen geprüft
de l'abaissement de base. wird.
a. Le Conseil fédéral se rend-il compte de la forte concur-
rence ou des restrictions auxquelles est soumise, locale- 2. Die Konsequenzen der neuen Berechnungsart des Ver-
ment la construction de logements non subventionnée, du billigungsmodelles. Mit der neuen Berechnungsart des Ver-
fait de tels abaissement des loyers? billigungsmodelles, welche neu auf einem durchschnittli-
chen Hypothekarzins von 5 Prozent während 25 Jahren
b. Le Conseil fédéral n'estime-t-il pas qu'une telle distor- basiert, werden die Differenzen zwischen der kostendek-
sion de la situation du marché fait problème puisque, selon kenden Anfangsmiete und der grundverbilligten Anfangs-
le plan de financement, les avances faites en vue de l'abais- miete je nach aktuellen Hypothekarzinsen erheblich grös-
sement de base doivent être entièrement remboursées en ser, als dies mit der bisherigen Berechnungsart der Fall
25 ans, ce qui entraîne, après les dix premières années, de war. Gleichwohl macht der Bund mit der Grundverbilligung
fortes augmentations de loyers? Celles-ci devront être sup- den Mietern ja keine Geschenke, weil innert 25 Jahren die
portées par les générations futures, à un moment où il fau- Vorschüsse, die zur anfänglichen Verbilligung der Mietzinse
dra également trouver les capitaux nécessaires à de nou- eingesetzt werden, samt Zinsen zurückbezahlt werden
veaux investissements et à des travaux de réfection. müssen. Damit stellen sich zwei Probleme, die örtlichen
c. Pourquoi, dans la notice de l'Office fédéral du logement strukturpolitischen Auswirkungen einerseits und die langfri-
consacrée aux logements construits avec l'aide fédérale, de stigen Auswirkungen andererseits.
même que dans les plans de loyers, on ne trouve un exem- Wenn die Hypothekarzinssätze für Neubauten beispiels-
ple de calcul que pour les 10 premières années de la weise bei 6,5 Prozent für die erste Hypothek und bei 7 Pro-
période nécessaire au remboursement intégral des avances zent für die zweite Hypothek liegen, ergibt sich nach die-
faites en vue d'abaisser les loyers? A-t-on intentionnelle- sem Verbilligungsmodell eine Grundverbilligung der Miet-
ment laissé les propriétaires et locataires dans l'ignorance zinse von etwa 42 Prozent, die für alle Mieter ohne Einkom-
des charges futures? mens- und Vermögensbeschränkungen Anwendung findet.
d. Le Conseil fédéral peut-il imaginer que, dans une Dies hat zur Folge, dass an Orten, wo eine Überbauung mit
période où les taux hypothécaires baisseraient - ce qui Bundeshilfe erstellt wird und ein entsprechendes Angebot
peut aussi entraîner un taux de renchérissement minime ou an Wohnungen zu erwarten ist, der freitragende Wohnungs-
même négatif - il serait possible de continuer à augmenter bau stark konkurrenziert wird oder gar verunmöglicht wird,
les loyers de 3 pour cent par an, conformément au modèle weil auf dem Markt keine kostendeckende Miete erreicht
prévu? werden kann. Auf der anderen Seite gibt sich der Mieter
einer grundverbilligten Wohnung wohl kaum Rechenschaft,
Schriftliche Begründung - Développement par écrit dass sein Mietzins kontinuierlich ansteigen wird, und zwar
Die Förderung des Wohnungsbaues durch den Bund ist an auch dann, wenn die allgemeine Teuerung gering bleibt.
sich eine gute Sache, auch wenn man sich fragen kann, ob Dieser ausgleichende Verbilligungsmechanismus wäre
der bescheidene Anteil der mit Bundeshilfe geförderten grundsätzlich sinnvoll, solange die Verbilligung nicht derart
Wohnungen am gesamten Wohnungsbau einen ausgebau- hoch wird, dass der Mietzinsanstieg zum späteren Aus-
ten Apparat auf Bundesebene rechtfertigt, nachdem die gleich im Laufe der Zeit unverhältnismässig gross sein wird.
meiste Bundeshilfe ohnehin in jenen Kantonen zur Anwen- Stossend erscheint in diesem Zusammenhang, dass weder
dung gelangt, die selbst bedeutungsvolle und wirksame im Merkblatt des Bundesamtes für Wohnungswesen noch
Wohnbauförderungsinstrumente besitzen. in den konkreten Mietzinsplänen auf die Auswirkungen der
Mit der Revision der Verordnung ist zwar materiell an der starken Verbilligung in den ersten Jahren für die Zukunft
Konzeption des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgeset- hingewiesen wird. Schliesslich erscheint mir das Ausmass
zes nichts verändert worden, hingegen erfolgten gewisse dieser Anfangsverbilligung mit Blick auf die zukünftigen
Gewichtsverschiebungen, die nicht unproblematisch sind. Auswirkungen auch deshalb problematisch, weil die hohen
Es drängen sich Fragen einerseits zu den sozialpolitischen Mietzinse gerade in jenem Zeitpunkt fällig werden, in denen
und andererseits zu strukturpolitischen Auswirkungen auf. zusätzliche Kapitalien für Sanierungen und Neuinvestitionen
zur Verfügung gestellt werden sollen, was ebenfalls mit
1. Einkommensgrenzen für Bezüger von Zusatzverbilligun- zusätzlichen Kosten verbunden ist.
gen. Nach der Verordnung des Bundesamtes für Woh-
nungswesen vom 22. September 1981 werden die Zusatz-
verbilligungen für Wohnungen gewährt, wenn deren Bewoh- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
ner einerseits die Einkommensgrenze von 40 000 Franken Rapport écrit du Conseil fédéral
nicht überschreiten und andererseits der fünffache Betrag 1. Von einer Bevorzugung könnte nur die Rede sein, wenn
des verbilligten Mietzinses höher ist als das steuerbare die Alleinstehenden eine Hilfe erhielten, von der die Fami-
8. Oktober 1982 1463 Interpellation Bacciarini
lien ausgeschlossen sind. Dies ist offensichtlich nicht der höheren Mietzinsanstiegen zu rechnen; liegt er dagegen
Fall. Sowohl Alleinstehende als auch Familien haben darunter, so reichen auch geringere Mietzinserhöhungen
Anspruch auf Zusatzverbilligungen, sofern die anrechenba- aus. Im übrigen ist daran zu erinnern, dass gerade von sel-
ren Einkommen den Betrag von 40 000 Franken nicht über- ten der Bauträger die Anregung gekommen ist, in Anbe-
steigen. Bei Familien mit Kindern erhöht sich diese Grenze tracht der mangelnden Voraussagbarkeit der relevanten
zudem um 3700 Franken pro Kind. Daten inskünftig auf die Aufstellung von 25jährigen
Eine andere Frage ist, ob Alleinstehende im Vergleich zu Mietzinsplänen zu verzichten und sich mit der Darstellung
den Familien bei identischen Einkommen infolge ihres überblickbarerer Zeiträume zu begnügen.
geringeren Wohnraumbedarfs weniger oder überhaupt d. Da die Mietzinse auch bei Hyp"othekarzinserhöhungen
keine Zuschüsse erhalten sollen. Über eine solche Verfeine- nicht unmittelbar erhöht werden, kann davon ausgegangen
rung Hesse sich zweifellos diskutieren, jedoch ist darauf hin- werden, dass die Mieter in Anbetracht der unbestreitbaren
zuweisen, dass erstens nach der alten Verordnung generell Vorteile des Verbilligungssystems auch in Zeiten fallender
all jene - auch kinderreiche - Haushalte von Beihilfen aus- Hypothekarzinsen die systembedingten Mietzinserhöhun-
geschlossen waren, deren Mietbelastung weniger als 20 gen verstehen und akzeptieren werden. Sollte jedoch bei
Prozent des Einkommens ausmachte. Zweitens müsste ausgesprochen rezessiver Wirtschaftsentwicklung ein wei-
auch das Verhältnis zwischen Baukostenlimiten, Einkom- terer Mietzinsanstieg fraglich werden, so gilt nach wie vor
mensgrenzen und Anfangsmieten neu überdacht werden. Artikel 40 WEG, wonach die modellbedingten Mietzinserhö-
Berücksichtigt man nämlich die Tatsache, dass die grund- hungen vorübergehend auch sistiert werden können.-
verbilligte Miete des Wohnbau- und Eigentumsförderungs-
gesetzes (WEG) eine reine Nettomiete ohne jegliche Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort
Nebenkosten darstellt, so lässt sich aufgrund der geltenden teilweise befriedigt.
Baukostenlimiten und der Einkommensgrenzen leicht
errechnen, dass auch bei Kleinwohnungen Wohnkostenbe-
lastungen resultieren, die etwa 20 Prozent des Einkommens
ausmachen. Ferner ist in Betracht zu ziehen, dass die abso-
lute Grenze von 20 Prozent im Rahmen der alten Ordnung
Alleinstehende tendenziell zur Miete teurer Wohnungen ani- #ST# 82.465
miert hat. Es kann deshalb nicht von einer «wenig familien-
freundlichen Folge der Verordnung» gesprochen werden. Interpellation Bacciarini
2a. Mit dem Verbilligungsmodell des WEG werden drei Information der Lehrlinge
grundsätzliche Ziele der Wohnungspolitik angestrebt. Informazione per gli apprendisti
Erstens sollen die heute für den Grossteil der Haushalte zu Information des apprentis
hohen Mieten von Neuestwohnungen erheblich gesenkt
werden. Zweitens wird durch die Ausschaltung der negati-
ven Auswirkungen von Hypothekarzinsschwankungen eine
Verstetigung der Mietzinsentwicklung angestrebt. Drittens
sollen langfristig die stossenden Ungleichheiten zwischen Wortlaut der Interpellation vom 24. Juni 1982
Alt- und Neuwohnungsmieten etwas eingeebnet werden.
Der Bundesrat ist sich bewusst, dass im heutigen Zeitpunkt Bekanntlich brechen immer wieder Lehrlinge ihre Lehre ab.
mit hohen Kapitalzinsen vor allem das Ziel der anfänglichen Dies ist nicht nur zu ihrem persönlichen Nachteil (fehlende
Mietzinssenkung recht gut erreicht wird. Im Zuge wachsen- Ausbildung und berufliche Qualifikation), sondern auch zum
der Mietzinsnot entspricht dieser Förderungseffekt dem grossen Nachteil der schweizerischen Wirtschaft.
angestrebten Zweck der Bundeshilfe. Von einer dadurch Die Eltern wissen oft nichts von der Verschlechterung der
bewirkten starken Konkurrenzierung und Einschränkung Beziehungen zum Arbeitgeber, oder sie vernehmen davon
des freitragenden Wohnungsbaus kann jedoch nicht erst, wenn es schon zu spät ist und die Auflösung des Lehr-
gesprochen werden. Zudem gilt es zu berücksichtigen, verhältnisses nicht mehr vermieden werden kann.
dass auch im Rahmen des WEG die Bereitstellung von Ich frage den Bundesrat:
Wohnungen durch private Anbieter erfolgt. 1. Auf welche Gründe ist dies zurückzuführen?
b. Aufgrund des Gesagten gibt es keine WEG-bedingte 2. Meint er nicht auch, man sollte für die Lehrlinge - über
Verzerrung der Marktsituation. Das WEG trägt vielmehr Weisungen an die Berufsbildungsämter und allenfalls durch
dazu bei, die heutigen, vor allem inflationsbedingten Verzer- die Veröffentlichung eines «Lehrlingsführers» - eine eigent-
rungen des Wohnungsmarktes zu glätten. liche Informationskampagne durchführen?
Zudem ist unter Zugrundelegung einer realistischen Hypo-
thekarsatzentwicklung die Mietzinserhöhung nach den Texte de l'interpellation du 24 juin 1982
ersten zehn Jahren nicht höher als während dieser Jahre. Pour autant que je sache, un certain nombre d'apprentis
Wie schon im Rahmen der alten Verordnung gilt ein langfri- interrompent leur apprentissage, subissant ainsi un préju-
stiger Mietzinsanstieg von durchschnittlich 3 Prozent pro dice personnel (absence de formation et de qualification
Jahr. Ähnliche oder erfahrungsgemäss noch höhere Miet- professionnelle) et faisant subir également un grave préju-
zinssteigerungen sind auch im freien Wohnungsmarkt zu dice à l'économie du pays.
erwarten. Auch diese müssen von den «kommenden Gene- Souvent, les parents ignorent la détérioration des rapports
rationen» aufgebracht werden. avec l'employeur ou ils l'apprennent quand il est trop tard et
que la résiliation du contrat d'apprentissage est devenue
c. Eigentümer und Mieter werden nicht absichtlich über die
inéluctable.
künftigen Belastungen im unklaren belassen. Die Bauträger
sind darüber informiert, dass der jährliche Mietzinsanstieg Je demande au Conseil fédéral:
bei einem langfristigen Hypothekarzinssatz von durch- 1. D'examiner les causes éventuelles d'un tel état de
schnittlich etwa 5 Prozent rund 3 Prozent betragen wird. Da choses;
sich die Entwicklung der Hypothekarzinssätze jedoch nicht 2. De dire s'il n'estime pas opportun de lancer une cam-
für zehn Jahre voraussagen lässt, den Mietern umgekehrt pagne d'information des apprentis en adressant des direc-
aber für die ersten zehn Jahre ein fixer Mietzinsverlauf tives aux offices de formation professionnelle ou, éventuel-
garantiert werden soll, kann für die verbleibenden fünfzehn lement, en publiant un «guide à l'usage de l'apprenti».
Jahre der Bundeshilfe zwangsläufig kein exaktes Rech-
nungsbeispiel gegeben werden. Liegt der durchschnittliche Testo della interpellazione del 24 giugno 1982
Hypothekarzinssatz während den ersten zehn Jahren über Mi risulta che un certo numero di apprendisti interrompono
der gemachten Annahme, so ist in der Restperiode mit l'apprendistato con prediudizio personale (mancanza di for-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Schärli Mietzinse. Verbilligung
Interpellation Schärli Abaissement des loyers
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.463
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.10.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 1461-1463
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