Swiss Schools Abroad: Review of Objectives and Foreign Policy Integration
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis postulat calls for a review of the objectives and status of Swiss schools abroad, considering privatization or their development into instruments of Swiss foreign and development policy. The current system, where these schools operate as largely independent, federally subsidized private institutions, is deemed unsustainable due to a lack of meaningful oversight, insufficient social engagement, and potential non-compliance with local laws, such as differential pay for local teachers. The postulat argues for a more integrated approach under the Federal Department of Foreign Affairs to ensure these schools better serve Swiss interests abroad.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwiss Schools Abroad: Review of Objectives and Foreign Policy Integration: The current system, where these schools operate as largely independent, federally subsidized private institutions, is deemed unsustainable due to a lack of meaningful oversight, insufficient social engagement, and potential non-compliance with local laws, such as differential pay for local teachers. The postulat argues for a more integrated approach under the Federal Department of Foreign Affairs to ensure these schools better serve Swiss interests abroad.
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KI-generiertThe reasoning explains that the existing law primarily focuses on financial subsidies and supervision of accounts, and does not provide means for deeper influence to ensure the schools are run in a 'Swiss spirit' or to make them an instrument of foreign policy. The specific mention of 'Art. 4 des Bundesgesetzes über die Unterstützung von Schweizer Schulen im Ausland vom 4. Oktober 1974' is made in the context of explaining the limitations of the current legal framework, particularly regarding the federal government's ability to ensure the schools are operated in a 'Swiss spirit' or serve as instruments of foreign policy.
Volltext
Postulat Humbel 968 N 25 juin 1982
#ST# 82.375 Währung ausbezahlten Lohnanteil eine Bescheinigung aus-
gestellt wird, was offenbar die Regel zu sein scheint, führt
Postulat Schule dies zu einer unvollständigen Besteuerung des gesamten
Schweizerschulen im Ausland Einkommens.
Ecoles suisses à l'étranger Es ist mir ein Fall bekannt, da ein an der Schweizerschule
Rio tätiger Lehrer entgegen den Anweisungen der Schule
auch den in der Schweiz ausbezahlten Lohnanteil in Brasi-
lien voll versteuert hat, um den gesetzlichen Verpflichtun-
gen nachzukommen. Da er beim Vertragsabschluss über
diese Verpflichtung nicht orientiert worden war, hat er eine
Wortlaut des Postulate vom 18. März 1982
entsprechende Forderung gegenüber den Schweizerschu-
Der Bundesrat wird ersucht, Zielsetzung und Stellung der len erhoben. Mit der Anweisung eines Checks in der Höhe
Schweizerschulen im Ausland zu überprüfen und darüber der Forderung durch das die Interessen der Schweizer-
zu berichten. Dabei sind auch die Alternativen Privatisie- schule Rio wahrende Rechtsanwaltsbüro Dr. iur. Peter Duft
rung oder Ausbau der Schulen zu einem Instrument der am 29. Juli 1981, hat die Schule klar zu erkennen gegeben,
schweizerischen Aussen- und Entwicklungspolitik zu prü- dass illegale Praktiken vorgekommen sind.
fen. Solches steht jedoch in offensichtlichem Widerspruch zu
Texte du postulat du 18 mars 1982 diesem «schweizerischen Geist», in dem die Schulen zu
führen sind.
Le Conseil fédéral est prié d'examiner les objectifs et la Die heutige Lösung, dass die Schweizerschulen als vom
situation des écoles suisses à l'étranger et d'informer le Bund subventionierte Privatschulen mit einem weitgehen-
Parlement à ce sujet. En effectuant cet examen, il convien- den Eigenleben geführt werden, scheint kaum mehr haltbar.
dra d'envisager deux solutions possibles: doter ces écoles Es dürfte sich eine volle Privatisierung und Übernahme der
d'un statut d'institution privée ou leur donner des moyens ganzen Verantwortung durch die lokale Trägerschaft oder
et un statut permettant d'en faire un instrument de notre aber eine Lösung aufdrängen, die den Ausbau dieser Schu-
politique étrangère et de notre politique du développement. len zu einem wirksamen Instrument schweizerischer Aus-
sen- und Entwicklungspolitik vorsieht. Damit musste wohl
Mitunterzeichner - Cosignataire: Reiniger
auch eine Neuunterstellung der Schweizerschulen im Aus-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit land unter das Eidgenössische Departement für auswärtige
Das Bundesgesetz über die Unterstützung von Schweizer- Angelegenheiten verbunden werden.
schulen im Ausland vom 4. Oktober 1974 ist vorwiegend ein
Subventionierungsgesetz. Die darin vorgesehene Oberauf- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
sicht durch das Eidgenössische Departement des Innern Déclaration écrite du Conseil fédéral
konzentriert sich denn auch auf die Überprüfung der Sub- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
ventionsvoraussetzungen und Kontrolle der Rechnungen.
Eine weitergehende Einflussnahme, um die gesetzlich Überwiesen - Transmis
geforderte «Führung der Schulen in schweizerischem Gei-
ste» sicherzustellen oder gar die Schulen zu einem
Bestandteil schweizerischer Aussen- und Entwicklungspoli-
tik zu machen, ist nicht möglich. So musste das EDI in
einem Schreiben an die Schweizerschule Rio de Janeiro #ST# 81.498
beispielsweise feststellen: «Sie sprechen uns die Zustän-
digkeit zur Abklärung der uns bekanntgewordenen schulin-
Postulat Humbel
ternen Schwierigkeiten ab.» (Brief des Eidgenössischen Schutz des Wehrmannes
Amtes für Kulturelle Angelegenheiten vom 23. Mai 1979.) Es Protection du militaire
stellt sich auch die Frage, ob die «Kommission für Fragen
der Schweizerschulen im Ausland» ihrer Aufgabe heute
genügen kann.
Trotz dem jeweiligen Umfeld - die meisten Schulen befin-
den sich in den Zentren von Entwicklungsländern - ist bei Wortlaut des Postulates vom 1. Oktober 1981
den Schweizerschulen kein grosses soziales Engagement
Gestützt auf die Zielsetzung des Armeeleitbildes 1980 wird
festzustellen. Eine Öffnung der Schulen für die einheimi-
der Bundesrat beauftragt,
sche Bevölkerung wird zwar vom Gesetz dadurch ermög-
licht, dass lediglich ein Mindestanteil an Schweizer Schülern a. die bisherigen Massnahmen für den Schutz des Wehr-
von 30 Prozent vorgesehen ist. In der Praxis vermögen die mannes im allgemeinen und auf dem Gefechtsfeld im
Schweizerschulen aber dem Anliegen, einen Entwicklungs- besonderen zu überprüfen;
beitrag zu leisten, kaum zu genügen. Sie stehen offenbar b. das Konzept für einen besseren Schutz des Wehrman-
sogar unter einem gewissen Druck, wie beispielsweise aus nes dem Parlament beförderlichst zu unterbreiten.
dem Jahresbericht 1979 der Schweizerschule Rio de
Janeiro zu entnehmen ist: «Aus diplomatischen Kreisen Texte du postulat de 1™ octobre 1981
wurde besonders in der Frage der Promotion massiver Conformément aux objectifs du plan directeur-armée 1980,
Druck auf die Schulleitung und Lehrerschaft ausgeübt.» j'invite le Conseil fédéral
Andererseits kann auch nicht übersehen werden, dass nur a. à réexaminer les mesures en vigueur destinées à assurer
etwa 10 Prozent aller Auslandschweizerkinder überhaupt la protection du militaire d'une manière générale et sur le
eine Schweizerschule besuchen können. champ de bataille en particulier;
Nicht sichergestellt ist auch, dass die Gesetze des Landes b. à soumettre au Parlement, dans les plus brefs délais,
durch die Schulbehörden stets eingehalten werden. Das des propositions pour une meilleure protection du militaire.
trifft vorab für die Arbeits- und Steuergesetzgebung zu.
Stossend und auch im Widerspruch zu den ausländischen Mitunterzeichner - Cosignataires: Akeret, Barras, Bider-
Gesetzesbestimmungen beispielsweise von Brasilien ist die bost, Blunschy, Bürer-Walenstadt, Cantieni, Chopard, Dar-
Tatsache, dass den einheimischen Lehrkräften tiefere bellay, Dirren, Eisenring, Feigenwinter, Flubacher, Frei-
Besoldungen bezahlt werden. Romanshorn, Früh, Ganz, Huggenberger, Hunziker, Iten,
Die schweizerischen Lehrer, die an Schweizerschulen tätig Jung, Kaufmann, Keller, Koller Arnold, Kühne, Landoli,
sind, erhalten in der Regel einen Teil ihrer Besoldung in der Loretan, Meier Fritz, Meier Josi, Müller-Luzern, Neukomm,
Schweiz. Soweit am Orte nur über den direkt und in lokaler Nussbaumer, Oehler, Ogi, Röthlin, Rüttimann, Schärli, Seg-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Schüle Schweizerschulen im Ausland
Postulat Schüle Ecoles suisses à l'étranger
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.375
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 25.06.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 968-968
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Ref. No 20 010 568
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