Forestry Sector Economic Challenges and Government Response
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document concerns an interpellation regarding the forestry and timber industry's economic challenges, primarily due to currency fluctuations that made Swiss timber more expensive and foreign timber cheaper. The government responded that while understanding the industry's plight, it could not treat it as a special case, as other sectors also faced similar currency and economic pressures. The government also stated that its options for direct export promotion or import restrictions were limited by existing laws and trade agreements and that it could not provide subsidies specifically for the timber sector, which would contradict broader economic policy.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 13 des statuts de la Caisse d'assurance; Forestry Sector Economic Challenges and Government Response: The government responded that while understanding the industry's plight, it could not treat it as a special case, as other sectors also faced similar currency and economic pressures. The government also stated that its options for direct export promotion or import restrictions were limited by existing laws and trade agreements and that it could not provide subsidies specifically for the timber sector, which would contradict broader economic policy.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the article whose modification is not considered necessary by the Federal Council.
Volltext
17. Dezember 1982 N 1813 Interpellation Schnyder-Bern
compte de la décision du Parlement relative à la réduction Schriftliche Begründung - Développement par écrit
des horaires de travail envisagée par le Conseil fédéral ainsi Was im Bericht des Bundesrates für die Aussenwirtschaft
que de sa décision concernant le plafonnement des aufgrund des erhöhten Frankenkurses und der zunehmen-
emplois, à la suite d'une initiative parlementaire de la Com- den handelspolitischen Aktivitäten im Ausland festgehalten
mission de gestion. ist, trifft für die Wald- und Holzwirtschaft in einem weit här-
2. L'auteur de l'interpellation aimerait en outre savoir s'il teren Masse zu, als für die anderen Wirtschaftszweige.
est prévu d'adopter une réglementation plus libérale pour le Allein infolge der Währungsentwicklung Schweizerfranken/
rachat d'années d'assurance aux Caisses fédérales d'assu- Lira ist das für die Pflege unserer Wälder zwingend ins Aus-
rance et de pension, afin de faciliter l'engagement de per- land auszuführende Laubholz aus dem Jura und Nadelholz
sonnes moins jeunes dans les régies. aus dem Berggebiet und Mittelland seit einem Jahr um
Pour répondre à cette seconde question, il y a lieu de rap- mehr als 30 Prozent teurer geworden. Umgekehrt wird
peler que l'intéressé ne participe que pour moitié environ à österreichisches und deutsches Schnittholz mit nahezu
la couverture du rachat, le reste étant pris en charge par la täglich tieferen DM- oder Schillingkursen laufend billiger
Confédération. Il serait en outre possible de ne pas payer le eingeführt und verdrängt selbst beim öffentlichen Bau das
montant du rachat ou de n'en verser qu'une partie, ce qui Schweizerholz, Preisrückgänge von 10, 20 und mehr Pro-
se répercuterait bien entendu sur les rentes à verser ulté- zent bei fortlaufend höheren Kosten und massiven Umsatz-
rieurement. En règle générale ces rentes, bien que und Mengeneinbussen - im Schweizerwald allein ein Nut-
réduites, se situeraient néanmoins toujours dans les limites zungsrückgang von 20 bis 30 Prozent - sind nicht unge-
des prestations fixées par la loi fédérale instituant la pré- wöhnlich. Spektakuläre Konkurse in der Branche mit ent-
voyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité. sprechenden Verlusten an Arbeitsplätzen und Verarbei-
Abandonner le système actuel de rachat alourdirait égale- tungskapazitäten sind die Folge dieser Entwicklung. Die
ment les charges du ménage fédéral et n'aurait finalement Lage der Wald- und Holzwirtschaft ist damit kritischer als in
qu'un effet assez limité. Pour les temps de crise, il convien- den Rezessionsjahren 1978/79. Alle bisherigen Anstrengun-
drait, en revanche, d'envisager des mesures appropriées, gen, ähnlich wie 1978/79 mit direkten gezielten und befri-
plus efficaces en matière d'emploi. Le Conseil fédéral ne steten Massnahmen auf dem Gebiete der Währungssiche-
considère donc pas qu'il faille modifier pour l'instant l'arti- rung, der Tarifpolitik mit den Bahnen und der Überwachung
cle 13 des statuts de la Caisse d'assurance. der Einfuhren, ein Abwehrdispositiv aufzubauen, blieben
erfolglos.
Präsident: Frau Christinat erklärt sich von der Antwort des Aus den dargelegten Gründen ist der Zeitpunkt direkter,
Bundesrates teilweise befriedigt. gezielter und rascher Aktionen im Rahmen der aussenwirt-
schaftlichen Möglichkeiten für die Wald- und Holzwirtschaft
zwingend. Dürfen wir noch darauf hinweisen, dass die Bun-
desbehörden seinerzeit im Zusammenhang mit den Diskus-
sionen um die EFTA- und EG-Verträge die exponierte Stel-
lung der schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft aner-
kannt und entsprechende Zusicherungen abgegeben
#ST# 82.370 haben. Heute gilt es, sich daran zu erinnern, ansonsten
Interpellation Schnyder-Bern nicht wieder gutzumachende Schäden in Kauf genommen
werden müssen.
Wald- und Holzwirtschaft. Massnahmen
Interpellation Schnyder-Berne Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Sylviculture et industrie du bois. Mesures Rapport écrit du Conseil fédéral
Der Bundesrat hat soeben von einem Bericht über die aktu-
ellen Probleme der schweizerischen Wald- und Holzwirt-
schaft Kenntnis genommen und zur Orientierung der inter-
essierten Kreise freigegeben. Dieser Bericht ist im Auftrag
Wortlaut der Interpellation vom 17. März 1982 des Eidgenössischen Departementes des Innern durch eine
Der seit Herbst 1981 ständig steigende Frankenkurs ist im aus Vertretern der Wald- und Holzwirtschaft sowie aus allen
Begriffe, über die positiven Wirkungen der Teuerungsbe- angesprochenen Verwaltungen und der Nationalbank gebil-
kämpfung hinauszuschiessen und durch eine zunehmende dete ad-hoc-Arbeitsgruppe unter der Federführung des
Exporterschwerung wichtige Infrastrukturen und zahlreiche Bundesamtes für Forstwesen erarbeitet worden. Von die-
Arbeitsplätze der Inlandwirtschaft insbesondere auch der sem Bericht ausgehend nimmt der Bundesrat zu den einzel-
Wald- und Holzwirtschaft zu gefährden und zu vernichten. nen Fragen der Interpellation wie folgt Stellung:
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass den auslän- Der Bundesrat kann trotz allem Verständnis für die Belange
dischen handelspolitischen Aktivitäten in der Wald- und der Wald- und Holzwirtschaft nicht von einem Sonderfall
Holzwirtschaft mit gezielten Exportförderungsmassnahmen Holz ausgehen. Auch andere Wirtschaftszweige haben mit
bzw. Mengenbegrenzungen beim Import oder allenfalls den wiederholten Währungsschwankungen, den konjunk-
Festlegung von Mindestpreisen zu begegnen sei? turellen Tiefs sowie mit den Folgen struktureller Schwächen
(Verzettelung des Angebots, Sortimentsfragen usw.) zu
Texte de l'interpellation du 17 mars 1982 kämpfen. In letzter Zeit haben sich übrigens einige die
Le cours du franc suisse, qui n'a pas cessé d'augmenter Wald- und Holzwirtschaft besonders belastende währungs-
depuis l'automne 1981, est en train d'avoir des effets qui politische Faktoren wieder positiv verändert, namentlich
dépassent le but visé, soit la lutte contre le renchérisse- das Verhältnis des Schweizerfrankens zur Lira.
ment; l'exportation devient de plus en plus difficile; des Die Möglichkeiten des Bundes, den Export von Holz und
structures économiques importantes et de nombreuses Holzwaren zu fördern, beschränken sich - abgesehen von
places de travail de l'économie intérieure - en particulier de Naturkatastrophen - auf die Exportrisikogarantie sowie auf
l'économie forestière et de l'économie du bois - sont die Hilfeleistungen, die der Dienst für Exportförderung des
menacées et risquent même de disparaître. Bundesamtes für Aussenwirtschaft in Zusammenarbeit mit
Le Conseil fédéral n'est-il pas également de l'avis qu'il faut den diplomatischen Vertretungen der Schweiz zu bieten
répondre à la politique commerciale pratiquée par l'étranger hat. Dagegen fehlen gesetzliche Grundlagen, die es erlau-
en prenant, en faveur de l'économie forestière et de l'éco- ben würden, für Holzwirtschaft Subventionen auszurichten.
nomie du bois, des mesures spécifiques d'encouragement Massnahmen dieser Art Hessen sich kaum auf den Holzsek-
à l'exportation, en limitant quantitativement l'importation ou, tor beschränken und stünden im Widerspruch zu der Ziel-
le cas échéant, en fixant des prix minimums? richtung der schweizerischen Aussenwirtschaftspolitik. Es
Interpellation Girard 1814 N 17 décembre 1982
kann übrigens nicht Sache des Bundes sein, die Risiken 2. Quelles mesures se propose-t-il de prendre afin d'éviter
einer einseitigen Ausrichtung der Exporttätigkeit beim Holz que de tels abus se reproduisent à l'avenir?
auf Italien durch Sondermassnahmen abzudecken. 3. En égard au fait qu'une organisation privée qui est char-
Was den zunehmenden Importdruck und den sich zuspit- gée d'accomplir des tâches officielles et publiques est
zenden internationalen Wettbewerb anbetrifft, unterschei- impliquée dans cette affaire, le Conseil fédéral n'estime-t-il
den sich die Verhältnisse im Holzsektor ebenfalls nicht der- pas lui aussi, qu'il est nécessaire de faire élucider tous les
art von jenen in anderen Bereichen unserer Wirtschaft, dass faits sur le plan pénal?
Anlass bestünde, einseitig gezielte Einfuhrbeschränkungen
oder Mindestpreise an der Grenze zu verfügen. Es liegen Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Aider,
keine nachweisbaren Tatbestände vor, die es erlauben wür- Ammann-St. Gallen, Auer, Bäumlin, Bircher, Borei, Bratschi,
den, aufgrund der einschlägigen Bestimmungen der natio- Braunschweig, Bundi, Eggenberg-Thun, Eggli, Gerwig,
nalen Gesetzgebung und der geltenden Handelsverträge Gloor, Günter, Hubacher, Jaeger, Jaggi, Keller, Lang,
solche Schutzmassnahmen zu erlassen. Der Bundesrat ver- Leuenberger, Loetscher, Mauch, Meier Werner, Morel,
weist in diesem Zusammenhang auf seine Ausführungen Muheim, Müller-Aargau, Nauer, Neukomm, Oehler, Oester,
zum Problem Holz in der Botschaft vom 16. August 1972 Ott, Reimann, Reiniger, Renschier, Robbiani, Rubi, Ruffy,
zum Freihandelsabkommen mit der EWG. Danach kann es Schalcher, Schär, Stich, Uchtenhagen, Wagner, Weber-
nicht in erster Linie Aufgabe der Handelspolitik sein, dem Arbon, Widmer, Zehnder, Zwygart (47)
Wald seine wirtschaftliche Existenz zu gewährleisten und
seine gemeinwirtschaftlichen Funktionen über Massnah- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
men an der Grenze sicherzustellen. Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Präsident: Herr Schnyder erklärt sich von der Antwort des Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Bundesrates teilweise befriedigt.
Rapport écrit du Conseil fédéral
Die vom Interpellanten erwähnten Unregelmässigkeiten bei
der Milchkontingentierung im Gebiet der Laiteries Réunies
in Genf sind von einem Inspektor des Zentralverbandes
schweizerischer Milchproduzenten aufgedeckt worden,
#ST# 82.533 welcher zur weiteren Abklärung einen Beamten des Bun-
desamtes für Landwirtschaft beizog. Die Untersuchungen
Interpellation Chopard zur Feststellung des genauen Sachverhaltes und zur Eruie-
Milchkontingentierung. Unregelmässigkeiten rung aller Beteiligten sind seitens des Bundesamtes für
Landwirtschaft aufgenommen worden, werden aber in
Contingentement du lait. Irrégularités Anbetracht der grossen Zahl von notwendigen Einvernah-
men längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Untersuchung
bezweckt selbstverständlich auch die Ermittlung der Perso-
nen, die sich strafrechtlich schuldig gemacht haben.
Wortlaut der Interpellation vom 29. September 1982 Im einzelnen halten wir fest:
Experten des Bundesamtes für Landwirtschaft stellten 1. Der Bundesrat verurteilt solche Machenschaften aufs
offenbar skandalöse Unregelmässigkeiten mit Milchkontin- schärfste. Sie sind nicht nur unsolidarisch, sondern stellen
genten fest. Nach Pressemeldungen vom September 1982 die Durchführung der Milchkontingentierung ganz allgemein
sollen nicht nur Produzenten, sondern auch der Milchver- in Frage.
band Laiteries Réunies mit Sitz in Genf verwickelt sein. Die 2. Unsere Verordnungen über die Milchkontingentierung
Beträge, welche die Abteilung für Milchwirtschaft für die regeln die Einzelheiten der Durchführung. Weisungen des
über die Kontingente hinausgegangenen Milchlieferungen Bundesamtes für Landwirtschaft ergänzen die Verordnun-
zurückverlangt, bewegen sich zwischen 3000 und 100000 gen. Das Abrechnungswesen ist klar geregelt. Dessen
Franken. ungeachtet lassen sich Missbräuche nicht im voraus ver-
Der Bundesrat wird deshalb um folgende Auskünfte gebe- meiden; um so schärfer müssen die Verantwortlichen bei
ten: Unregelmässigkeiten zur Rechenschaft gezogen werden.
1. Wie beruteilt der Bundesrat die Umgehung der Milchkon- 3. Der Kreis der an den Unregelmässigkeiten Beteiligten
tingentierung? steht zurzeit noch nicht fest.
2. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, Präsident: Herr Chopard ist von der Antwort des Bundesra-
um solche Missbräuche in der Zukunft zu verhindern? tes befriedigt.
3. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, angesichts
der Beteiligung einer mit der Durchführung staatlicher Auf-
gaben betrauten privaten Organisation, sei eine strafrechtli-
che Abklärung der Tatbestände notwendig?
Texte de l'interpellation du 29 septembre 1982 #ST# 82.514
Des experts de l'Office fédéral de l'agriculture ont, paraît-il, Interpellation Girard
découvert des irrégularités scandaleuses touchant le
contingentement de la production du lait. A en croire des Kabelfernsehen und Satellitenrundfunk.
informations parues dans la presse en septembre 1982, il Europäisches Übereinkommen
n'y a pas que des producteurs de lait qui seraient impliqués Télévision par câble et radiodiffusion directe
dans ces fraudes, mais la Fédération laitière «Laiteries Réu- par satellite. Convention européenne
nies» elle-même, dont le siège est à Genève. Les montants
dont le remboursement est réclamé par la division du lait,
en arguant de livraisons dépassant les contingents autori-
sés, oscillent entre 3000 et 100 000 francs.
En conséquence, le Conseil fédéral est invité à donner les Wortlaut der Interpellation vom 23. September 1982
renseignements suivants: Befürwortet der Bundesrat die Empfehlung 926 (1981) der
1. Comment le gouvernement qualifie-t-il cette entorse Parlamentarischen Versammlung des Europarates, wonach
faite au contingentement de la production laitère? ein europäisches Übereinkommen zur Regelung des Kabel-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Schnyder-Bern Wald- und Holzwirtschaft. Massnahmen
Interpellation Schnyder-Berne Sylviculture et industrie du bois. Mesures
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.370
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 1813-1814
Page
Pagina
Ref. No 20 011 071
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.