Parliamentary Broadcast Evaluation and Audience Engagement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe parliamentary interpellation questioned the evaluation of experimental live television broadcasts of parliamentary debates, particularly regarding audience engagement and the suitability of certain debates for television. The response indicated that audience surveys were conducted, showing moderate viewership and a willingness by a significant portion of the public to watch summaries. The parliamentary office concluded that while morning broadcasts were less accessible to working citizens, evening summaries could compensate, and that the initial experiment was unlikely to significantly reform parliamentary work itself, though future broadcasts would consider more dynamic dialogue and voting.
Legislator-Regeste
KI-generiertParliamentary Broadcast Evaluation and Audience Engagement: The response indicated that audience surveys were conducted, showing moderate viewership and a willingness by a significant portion of the public to watch summaries. The parliamentary office concluded that while morning broadcasts were less accessible to working citizens, evening summaries could compensate, and that the initial experiment was unlikely to significantly reform parliamentary work itself, though future broadcasts would consider more dynamic dialogue and voting.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
8. Oktober 1982 N 1469 Interpellation Ott
#ST# 82.369 des séquences d'enregistrements consacrées aux phases
les plus importantes des votes concernant des objets prin-
Interpellation Ott cipaux. C'est de concert avec les organes de la SSR que le
Parlament in den elektronischen Medien Bureau s'est décidé à faire des essais pendant quatre ses-
Retransmission des débats parlementaires sions, et à entreprendre la retransmission directe d'un
grand débat d'entrée en maitère pour une première expé-
rience. Celle-ci a sans doute permis à un grand nombre de
Suisses d'assister pour la première fois à loisir aux travaux
du Parlement. Nous pensons notamment aux écoliers, qui
Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1982 sans cette retransmission en sont réduits à passer une
brève demi-heure dans les tribunes. Or les critiques les
Die Fernseh-Direktübertragung aus dem Parlament, die am
plus vives ont justement estimé qu'un débat d'entrée en
9./10. März 1982, unter anderem im Zusammenhang mit
matière se prête mal à la diffusion par la télévision.
meinem am 18. Dezember 1980 überwiesenen Postulat, seit
Afin de pouvoir former un jugement en connaissance de
vielen Jahren erstmals wieder erfolgt ist, ist in der Öffent-
cause pour la suite à donner à ces essais, il convient de
lichkeit auf Beachtung, aber auch auf Kritik gestossen.
compléter les premières réactions spontanées - qu'elles
In Text und Begründung des genannten Postulats war auf
soient favorables ou critiques - par des évaluations plus
zwei Realisierungsmöglichkeiten des Anliegens «Mehr Par-
précises. Je pose donc au Bureau les questions suivantes:
lament in den elektronischen Massenmedien» hingewiesen
worden: «Dabei ist nicht etwa ausschliesslich an Live-Über- 1. Comment entend-on évaluer objectivement cette série
tragungen zu denken ..., eher noch an Ausschnitte von d'essais?
Aufzeichnungen, welche die wichtigsten Passagen der 2. Dispose-t-on déjà de données concernant les taux
Voten zu wesentlichen Traktanden enthalten - in jedem Fall d'écoute ou provenant de sondages auprès des téléspecta-
mehr, als wir heute zu sehen und zu hören bekommen» - teurs? Si oui, que peut-on en dédurie?
(ed b). - Im Einvernehmen mit den Instanzen der SRG hat 3. Compte-t-on s'en tenir à la retransmission directe pour
sich das Büro für eine Versuchsperiode von vier Sessionen toute la durée des essais ou recourir à d'autres méthodes?
und beim ersten Versuch für eine Live-Übertragung einer 4. De quelle manière tirera-t-on les conséquences qui
grossen Eintretensdebatte entschieden. Dadurch sind ohne découlent de l'analyse objective d'un essai donné pour en
Zweifel zahlreiche Schweizer erstmals ausgiebig mit der tenir compte lors de l'essai suivant?
Arbeit des Parlaments in Kontakt gekommen. Zu denken ist
etwa an die Schulklassen, die sonst bei einem Besuch im 5. Pense-t-on faire intervenir la radio dans ces essais ou
Bundeshaus in der Regel nur gerade für eine knappe réserve-t-on ce support à une période ultérieure?
Stunde auf der Tribüne Platz nehmen können. - Anderer- 6. Que pense le Bureau du fait qu'une retransmission mati-
seits wurde auch begründete Kritik laut, in der Richtung, nale n'atteint principalement que des retraités, des ména-
dass sich eine derartige Eintretensdebatte nur schlecht für gères et des jeunes, et seulement de manière très limitée
das Medium Fernsehen eigne. les citoyens au travail? Considère-t-il cette limitation
Um sich im Blick auf den weiteren Verlauf dieser Versuche comme un inconvénient majeur?
ein fundiertes Urteil zu bilden, wird man über die ersten - 7. Estime-t-il que de tels essais peuvent servir d'enseigne-
positiven und kritischen - Spontanreaktionen hinaus wohl ment pour la réforme des travaux du Parlement?
erst noch genauere Ergebnisse abwarten müssen. Ich frage
daher das Büro an: Schriftliche Begründung - Développement par écrit
1. In welcher Weise soll diese Versuchsserie wissenschaft- Der Interpellant verzichtet auf eine schriftliche Begründung,
lich begleitet werden? wünscht aber schriftliche Beantwortung.
2. Existieren bereits Resultate über Einschaltquoten und Schriftliche Stellungnahme des Büros
Fernsehzuschauerbefragungen? Wie sehen sie aus? Rapport écrit du bureau
3. Soll während der ganzen Versuchsperiode die Methode Nach der Direktübertragung der Eintretensdebatte zum
der Direktübertragung beibehalten oder sollen während die- Umweltschutzgesetz vom 9./10. März 1982 hat sich das
ser Zeit auch andere Varianten ausprobiert werden? Büro mit den positiven und negativen Kritiken in der Presse
4. In welcher Weise soll sich die vorgesehene wissen- und der Öffentlichkeit befasst und von den Ergebnissen der
schaftliche Begleitung der Versuche auf die Anlage und von der SRG durchgeführten Publikumsbefragung Kenntnis
Gestaltung der jeweils nächsten Versuchssendung auswir- genommen. Die vom Interpellanten aufgeworfenen Fragen
ken? können wie folgt beantwortet werden:
5. Soll auch das Radio in die Versuchsperiode einbezogen 1. Nach jeder Direktübertragung führt der Forschungs-
werden, oder sind ähnliche Versuche mit dem Medium dienst der SRG eine spezielle Publikumsbefragung über die
Radio erst für einen folgenden Zeitabschnitt vorgesehen? Direktübertragung durch. Die Befragung über die Direkt-
6. Wie beurteilt das Büro die Tatsache, dass eine solche übertragung der Eintretensdebatte zum Umweltschutzge-
Vormittagssendung in erster Linie Pensionierte, Hausfrauen setz in der Frühjahrssession fand im Rahmen der konti-
und Jugendliche, aber nur sehr beschränkt die berufstäti- nuierlichen telefonischen Zuschauerbefragung während
gen Stimmbürger erreicht hat? Betrachtet es diese Einsei- einer Woche statt. Befragt wurde eine repräsentative Stich-
tigkeit als einen entscheidenden Nachteil? probe in allen drei Regionen.
7. Sind nach Ansicht des Büros diese Versuche geeignet 2. Die Direktübertragung vom 9./10. März 1982 fand beim
als Denkanstösse für die künftige Gestaltung der Parla- Publikum ein positives Echo. Sie wurde von rund 5 Prozent
mentsarbeit selbst? des Publikums (etwa 230000 Personen) mitverfolgt, und
zwar von 5,3 Prozent in der Deutschschweiz, von 3,5 Pro-
Texte de l'interpellation du 18 mars 1982 zent in der Westschweiz und 6,1 Prozent im Tessin. Die
La retransmission télévisée des débats parlementaires des Sehbeteiligung betrug am 9. März gesamtschweizerisch 3,9
9 et 10 mars derniers, qui donnait suite notamment à mon Prozent (180000 Zuschauer) und am 10. März 1,8 Prozent
postulat du 18 décembre 1980, a suscité à la fois l'intérêt et (83000 Zuschauer). Die meisten Zuschauer sahen die
la critique. Übertragung teilweise oder für kurze Zeit, jeder zehnte in
Or, dans ce postulat comme dans le développement y rela- ihrer vollen Länge. Berücksichtigt man, dass lediglich 17
tif, nous mentionnions deux possibilités de donner au Parle- Prozent der Zuschauer am Vormittag Zeit zum Fernsehen
ment une représentation accrue dans la presse électroni- haben und dass nur 18 Prozent an politischen Ereignissen
que. Nous estimions en effet qu'il ne fallait pas songer interessiert sind, so darf die Publikumsresonanz als erfreu-
exclusivement à des retransmissions directes, mais plutôt à lich bezeichnet werden. Die Befragung hat zudem ergeben,
Interpellation Herczog 1470 N 8 octobre 1982
dass 28 Prozent des gesamten Publikums Übertragungen 1. Wie beurteilt der Bundesrat die jüngsten Entwicklungen
zumindest von wichtigen Parlamentsdebatten begrüssen. im Nahen Osten, namentlich die Aggression Israels im Liba-
3. Das Büro ist der Ansicht, dass während der Versuchspe- non?
riode (vier Sessionen) am Grundsatzentscheid der Direkt- 2. Welche Massnahmen ist der Bundesrat bereit zu treffen,
übertragungen festgehalten werden soll. Das Übertra- um einerseits der Verurteilung der israelischen Invasion
gungskonzept (Wahl des Themas, Kommentierung usw.) Nachachtung zu schenken und andererseits einen aktiven
kann allerdings geändert werden. Nach Ablauf der Beitrag zum Friedensprozess im Nahen Osten zu leisten?
Versuchsperiode wird das Büro mit der SRG prüfen, ob an 3. Ist er insbesondere bereit, die Zusammenarbeit mit
gelegentlichen Direktübertragungen festzuhalten sei und/ Israel auf militärischem Gebiet (Kauf israelischer Pfeilmuni-
oder andere Arten von vermehrter Berichterstattung einge- tion, Aufdatierungsprogramm Centurion-Panzer, Koopera-
führt werden sollen. tion im Training der Militärpiloten) zu suspendieren?
4. Die Direktübertragung vom 9./10. März hat gezeigt, dass 4. Ist er bereit, diplomatische Schritte einzuleiten, die auch
sich Eintretensdebatten zu grossen, relativ unbestrittenen die Überprüfung der Beziehungen beinhalten würde?
Geschäften nicht eignen. Obwohl der Umweltschutz viele 5. Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat für humani-
Bürger interessiert, wurde die Debatte als langweilig (zahl- täre Hilfe unter anderem an die Flüchtlinge?
reiche Wiederholungen, Kontroversen nur in Detailfragen
usw.) und zu ausführlich beurteilt. Für zukünftige Direkt- 6. Ist der Bundesrat bereit, sich für die nationalen Rechte
übertragungen wird darauf zu achten sein, dass ein lebendi- der Palästinenser und für die Eröffnung einer offiziellen Ver-
ger Dialog zwischen Parlamentariern einerseits und zwi- tretung der PLO in der Schweiz einzusetzen?
schen Parlament und Bundesrat andererseits mit Abstim- Texte de l'interpellation du 14 juin 1982
mungen gezeigt werden können.
En envahissant le Liban, opération qui a causé des milliers
5. Versuche mit dem Radio sind nicht geplant, da dieses de morts, de nombreuses destructions et une grande
Medium - wie ausländische Beispiele zeigen - für Direkt- misère parmi les réfugiés, Israël a prouvé à nouveau qu'il
übertragungen ungeeignet ist. Zudem müssten, im Gegen- mène une politique brutale d'agression; la «solution finale
satz zum Fernsehen, für die Direktübertragung Kanäle du problème palestinien» semble être le but de cette politi-
geräumt werden. Das Büro ist der Ansicht, dass das Radio que, qui fait fi de l'élément humain. Notre pays ne saurait
bereits heute wesentlich mehr über das Parlament berichtet rester indifférent à de tels événements.
als das Fernsehen.
Je prie par conséquent le Conseil fédéral de répondre aux
6. Direktübertragungen an Vormittagen können naturge- questions suivantes:
mäss von berufstätigen Stimmbürgern, wenn überhaupt,
nur in beschränktem Ausmass mitverfolgt werden. Dies 1. Comment juge-t-il les récents développements de la
muss zwar als Nachteil betrachtet werden, könnte aber situation au Proche-Orient, en particulier l'agression israé-
durch eine längere Zusammenfassung am Abend wettge- lienne au Liban?
macht werden. Es wird mit der SRG zu prüfen sein, ob sol- 2. Quelles mesures est-il prêt à prendre pour, d'une part,
che Zusammenfassungen am Abend durchgeführt werden tenir compte de la condamnation de l'invasion israélienne
können. Die Publikumsbefragung hat nämlich gezeigt, dass par certains pays et, d'autre part, contribuer activement au
40 Prozent der Gesamtzuschauerschaft bereit wäre, zwi- processus de paix au Proche-Orient?
schen 18 und 20 Uhr die Übertragung von Parlamentsde- 3. Est-il prêt notamment à cesser toute collaboration avec
batten gelegentlich anzuschauen. Israël dans le domaine militaire (achat de munition-flèche
Die Übertragung an Vormittagen hat allerdings den Vorteil, israélienne, programme de modernisation du char Centu-
dass sie für den staatsbürgerlichen Unterricht in den Schu- rion, coopération en matière d'entraînement des pilotes
len verwendet werden kann. militaires)?
7. Das Büro ist der Ansicht, dass der erste Direktübertra- 4. Est-il disposé à entreprendre des démarches diplomati-
gungsversuch die Reform der Parlamentsarbeit kaum ques, qui porteraient également sur les relations entre les
beeinflussen kann. deux pays?
5. Quelles possibilités voit-il d'accorder une aide humani-
Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort taire, en particulier aux réfugiés?
befriedigt.
6. Est-il prêt à intervenir en faveur des droits nationaux des
Palestiniens et de l'ouverture en Suisse d'une représenta-
tion officielle de l'OLP?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Dafflon, Mag-
82.408
nin, Mascarin (4)
#ST#
Interpellation Herczog
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Israelische Invasion im Libanon.
Haltung der Schweiz Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Anwort.
Invasion du Libanon par les Israéliens.
Attitude de la Suisse Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Die tragischen Ereignisse im Libanon im Anschluss an die
israelische Invasion von Anfang Juni haben den Bundesrat
mehrmals intensiv beschäftigt. Über die dabei gefassten
Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1982 Beschlüsse und getroffenen Massnahmen ist die Öffentlich-
Mit seiner Invasion des Libanon, die tausendfach Tod, Zer- keit regelmässig orientiert worden. Insofern kann der Bun-
störung und Flüchtlingselend brachte, hat Israel seine desrat in seiner Antwort auf die sechs in der Interpellation
aggressive Machtpolitik zum xten Male unter Beweis aufgeworfenen Fragen weitgehend bereits Bekanntes
gestellt; die «Endlösung der Palästinenserfrage» scheint zusammenfassen.
das Ziel dieser menschenverachtenden Politik zu sein. Sol- 1. Zur Frage 1 wird auf die bundesrätliche Antwort in der
che Ereignisse können unserem Land nicht gleichgültig Fragestunde vom 14. Juni 1982 auf die Fragen der National-
sein. räte Baechtold und Magnin verwiesen. Das dort Gesagte
Ich bitte den Bundesrat, zu folgenden Fragen Stellung zu gilt auch heute noch. Gerade die jüngste Entwicklung im
nehmen: Libanon samt den erschreckenden Leiden der betroffenen
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ott Parlament in den elektronischen Medien
Interpellation Ott Retransmission des débats parlementaires
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.369
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.10.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 1469-1470
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Pagina
Ref. No 20 010 858
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