Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 82-369 KI-generiert

Parliamentary Broadcast Evaluation and Audience Engagement

Geschäftsnummer VPB 82-369
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The parliamentary interpellation questioned the evaluation of experimental live television broadcasts of parliamentary debates, particularly regarding audience engagement and the suitability of certain debates for television. The response indicated that audience surveys were conducted, showing moderate viewership and a willingness by a significant portion of the public to watch summaries. The parliamentary office concluded that while morning broadcasts were less accessible to working citizens, evening summaries could compensate, and that the initial experiment was unlikely to significantly reform parliamentary work itself, though future broadcasts would consider more dynamic dialogue and voting.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Parliamentary Broadcast Evaluation and Audience Engagement: The response indicated that audience surveys were conducted, showing moderate viewership and a willingness by a significant portion of the public to watch summaries. The parliamentary office concluded that while morning broadcasts were less accessible to working citizens, evening summaries could compensate, and that the initial experiment was unlikely to significantly reform parliamentary work itself, though future broadcasts would consider more dynamic dialogue and voting.

Schlagwörter

KI-generiert
parlamentarische Beratungen elektronische Abstimmung politische Kommunikation Medienöffentlichkeit Öffentlichkeit des Verfahrens repräsentative Demokratie
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Volltext

8. Oktober 1982 N 1469 Interpellation Ott

#ST# 82.369 des séquences d'enregistrements consacrées aux phases

les plus importantes des votes concernant des objets prin-

Interpellation Ott cipaux. C'est de concert avec les organes de la SSR que le

Parlament in den elektronischen Medien Bureau s'est décidé à faire des essais pendant quatre ses-

Retransmission des débats parlementaires sions, et à entreprendre la retransmission directe d'un

grand débat d'entrée en maitère pour une première expé-

rience. Celle-ci a sans doute permis à un grand nombre de

Suisses d'assister pour la première fois à loisir aux travaux

du Parlement. Nous pensons notamment aux écoliers, qui

Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1982 sans cette retransmission en sont réduits à passer une

brève demi-heure dans les tribunes. Or les critiques les

Die Fernseh-Direktübertragung aus dem Parlament, die am

plus vives ont justement estimé qu'un débat d'entrée en

9./10. März 1982, unter anderem im Zusammenhang mit

matière se prête mal à la diffusion par la télévision.

meinem am 18. Dezember 1980 überwiesenen Postulat, seit

Afin de pouvoir former un jugement en connaissance de

vielen Jahren erstmals wieder erfolgt ist, ist in der Öffent-

cause pour la suite à donner à ces essais, il convient de

lichkeit auf Beachtung, aber auch auf Kritik gestossen.

compléter les premières réactions spontanées - qu'elles

In Text und Begründung des genannten Postulats war auf

soient favorables ou critiques - par des évaluations plus

zwei Realisierungsmöglichkeiten des Anliegens «Mehr Par-

précises. Je pose donc au Bureau les questions suivantes:

lament in den elektronischen Massenmedien» hingewiesen

worden: «Dabei ist nicht etwa ausschliesslich an Live-Über- 1. Comment entend-on évaluer objectivement cette série

tragungen zu denken ..., eher noch an Ausschnitte von d'essais?

Aufzeichnungen, welche die wichtigsten Passagen der 2. Dispose-t-on déjà de données concernant les taux

Voten zu wesentlichen Traktanden enthalten - in jedem Fall d'écoute ou provenant de sondages auprès des téléspecta-

mehr, als wir heute zu sehen und zu hören bekommen» - teurs? Si oui, que peut-on en dédurie?

(ed b). - Im Einvernehmen mit den Instanzen der SRG hat 3. Compte-t-on s'en tenir à la retransmission directe pour

sich das Büro für eine Versuchsperiode von vier Sessionen toute la durée des essais ou recourir à d'autres méthodes?

und beim ersten Versuch für eine Live-Übertragung einer 4. De quelle manière tirera-t-on les conséquences qui

grossen Eintretensdebatte entschieden. Dadurch sind ohne découlent de l'analyse objective d'un essai donné pour en

Zweifel zahlreiche Schweizer erstmals ausgiebig mit der tenir compte lors de l'essai suivant?

Arbeit des Parlaments in Kontakt gekommen. Zu denken ist

etwa an die Schulklassen, die sonst bei einem Besuch im 5. Pense-t-on faire intervenir la radio dans ces essais ou

Bundeshaus in der Regel nur gerade für eine knappe réserve-t-on ce support à une période ultérieure?

Stunde auf der Tribüne Platz nehmen können. - Anderer- 6. Que pense le Bureau du fait qu'une retransmission mati-

seits wurde auch begründete Kritik laut, in der Richtung, nale n'atteint principalement que des retraités, des ména-

dass sich eine derartige Eintretensdebatte nur schlecht für gères et des jeunes, et seulement de manière très limitée

das Medium Fernsehen eigne. les citoyens au travail? Considère-t-il cette limitation

Um sich im Blick auf den weiteren Verlauf dieser Versuche comme un inconvénient majeur?

ein fundiertes Urteil zu bilden, wird man über die ersten - 7. Estime-t-il que de tels essais peuvent servir d'enseigne-

positiven und kritischen - Spontanreaktionen hinaus wohl ment pour la réforme des travaux du Parlement?

erst noch genauere Ergebnisse abwarten müssen. Ich frage

daher das Büro an: Schriftliche Begründung - Développement par écrit

1. In welcher Weise soll diese Versuchsserie wissenschaft- Der Interpellant verzichtet auf eine schriftliche Begründung,

lich begleitet werden? wünscht aber schriftliche Beantwortung.

2. Existieren bereits Resultate über Einschaltquoten und Schriftliche Stellungnahme des Büros

Fernsehzuschauerbefragungen? Wie sehen sie aus? Rapport écrit du bureau

3. Soll während der ganzen Versuchsperiode die Methode Nach der Direktübertragung der Eintretensdebatte zum

der Direktübertragung beibehalten oder sollen während die- Umweltschutzgesetz vom 9./10. März 1982 hat sich das

ser Zeit auch andere Varianten ausprobiert werden? Büro mit den positiven und negativen Kritiken in der Presse

4. In welcher Weise soll sich die vorgesehene wissen- und der Öffentlichkeit befasst und von den Ergebnissen der

schaftliche Begleitung der Versuche auf die Anlage und von der SRG durchgeführten Publikumsbefragung Kenntnis

Gestaltung der jeweils nächsten Versuchssendung auswir- genommen. Die vom Interpellanten aufgeworfenen Fragen

ken? können wie folgt beantwortet werden:

5. Soll auch das Radio in die Versuchsperiode einbezogen 1. Nach jeder Direktübertragung führt der Forschungs-

werden, oder sind ähnliche Versuche mit dem Medium dienst der SRG eine spezielle Publikumsbefragung über die

Radio erst für einen folgenden Zeitabschnitt vorgesehen? Direktübertragung durch. Die Befragung über die Direkt-

6. Wie beurteilt das Büro die Tatsache, dass eine solche übertragung der Eintretensdebatte zum Umweltschutzge-

Vormittagssendung in erster Linie Pensionierte, Hausfrauen setz in der Frühjahrssession fand im Rahmen der konti-

und Jugendliche, aber nur sehr beschränkt die berufstäti- nuierlichen telefonischen Zuschauerbefragung während

gen Stimmbürger erreicht hat? Betrachtet es diese Einsei- einer Woche statt. Befragt wurde eine repräsentative Stich-

tigkeit als einen entscheidenden Nachteil? probe in allen drei Regionen.

7. Sind nach Ansicht des Büros diese Versuche geeignet 2. Die Direktübertragung vom 9./10. März 1982 fand beim

als Denkanstösse für die künftige Gestaltung der Parla- Publikum ein positives Echo. Sie wurde von rund 5 Prozent

mentsarbeit selbst? des Publikums (etwa 230000 Personen) mitverfolgt, und

zwar von 5,3 Prozent in der Deutschschweiz, von 3,5 Pro-

Texte de l'interpellation du 18 mars 1982 zent in der Westschweiz und 6,1 Prozent im Tessin. Die

La retransmission télévisée des débats parlementaires des Sehbeteiligung betrug am 9. März gesamtschweizerisch 3,9

9 et 10 mars derniers, qui donnait suite notamment à mon Prozent (180000 Zuschauer) und am 10. März 1,8 Prozent

postulat du 18 décembre 1980, a suscité à la fois l'intérêt et (83000 Zuschauer). Die meisten Zuschauer sahen die

la critique. Übertragung teilweise oder für kurze Zeit, jeder zehnte in

Or, dans ce postulat comme dans le développement y rela- ihrer vollen Länge. Berücksichtigt man, dass lediglich 17

tif, nous mentionnions deux possibilités de donner au Parle- Prozent der Zuschauer am Vormittag Zeit zum Fernsehen

ment une représentation accrue dans la presse électroni- haben und dass nur 18 Prozent an politischen Ereignissen

que. Nous estimions en effet qu'il ne fallait pas songer interessiert sind, so darf die Publikumsresonanz als erfreu-

exclusivement à des retransmissions directes, mais plutôt à lich bezeichnet werden. Die Befragung hat zudem ergeben,

Interpellation Herczog 1470 N 8 octobre 1982

dass 28 Prozent des gesamten Publikums Übertragungen 1. Wie beurteilt der Bundesrat die jüngsten Entwicklungen

zumindest von wichtigen Parlamentsdebatten begrüssen. im Nahen Osten, namentlich die Aggression Israels im Liba-

3. Das Büro ist der Ansicht, dass während der Versuchspe- non?

riode (vier Sessionen) am Grundsatzentscheid der Direkt- 2. Welche Massnahmen ist der Bundesrat bereit zu treffen,

übertragungen festgehalten werden soll. Das Übertra- um einerseits der Verurteilung der israelischen Invasion

gungskonzept (Wahl des Themas, Kommentierung usw.) Nachachtung zu schenken und andererseits einen aktiven

kann allerdings geändert werden. Nach Ablauf der Beitrag zum Friedensprozess im Nahen Osten zu leisten?

Versuchsperiode wird das Büro mit der SRG prüfen, ob an 3. Ist er insbesondere bereit, die Zusammenarbeit mit

gelegentlichen Direktübertragungen festzuhalten sei und/ Israel auf militärischem Gebiet (Kauf israelischer Pfeilmuni-

oder andere Arten von vermehrter Berichterstattung einge- tion, Aufdatierungsprogramm Centurion-Panzer, Koopera-

führt werden sollen. tion im Training der Militärpiloten) zu suspendieren?

4. Die Direktübertragung vom 9./10. März hat gezeigt, dass 4. Ist er bereit, diplomatische Schritte einzuleiten, die auch

sich Eintretensdebatten zu grossen, relativ unbestrittenen die Überprüfung der Beziehungen beinhalten würde?

Geschäften nicht eignen. Obwohl der Umweltschutz viele 5. Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat für humani-

Bürger interessiert, wurde die Debatte als langweilig (zahl- täre Hilfe unter anderem an die Flüchtlinge?

reiche Wiederholungen, Kontroversen nur in Detailfragen

usw.) und zu ausführlich beurteilt. Für zukünftige Direkt- 6. Ist der Bundesrat bereit, sich für die nationalen Rechte

übertragungen wird darauf zu achten sein, dass ein lebendi- der Palästinenser und für die Eröffnung einer offiziellen Ver-

ger Dialog zwischen Parlamentariern einerseits und zwi- tretung der PLO in der Schweiz einzusetzen?

schen Parlament und Bundesrat andererseits mit Abstim- Texte de l'interpellation du 14 juin 1982

mungen gezeigt werden können.

En envahissant le Liban, opération qui a causé des milliers

5. Versuche mit dem Radio sind nicht geplant, da dieses de morts, de nombreuses destructions et une grande

Medium - wie ausländische Beispiele zeigen - für Direkt- misère parmi les réfugiés, Israël a prouvé à nouveau qu'il

übertragungen ungeeignet ist. Zudem müssten, im Gegen- mène une politique brutale d'agression; la «solution finale

satz zum Fernsehen, für die Direktübertragung Kanäle du problème palestinien» semble être le but de cette politi-

geräumt werden. Das Büro ist der Ansicht, dass das Radio que, qui fait fi de l'élément humain. Notre pays ne saurait

bereits heute wesentlich mehr über das Parlament berichtet rester indifférent à de tels événements.

als das Fernsehen.

Je prie par conséquent le Conseil fédéral de répondre aux

6. Direktübertragungen an Vormittagen können naturge- questions suivantes:

mäss von berufstätigen Stimmbürgern, wenn überhaupt,

nur in beschränktem Ausmass mitverfolgt werden. Dies 1. Comment juge-t-il les récents développements de la

muss zwar als Nachteil betrachtet werden, könnte aber situation au Proche-Orient, en particulier l'agression israé-

durch eine längere Zusammenfassung am Abend wettge- lienne au Liban?

macht werden. Es wird mit der SRG zu prüfen sein, ob sol- 2. Quelles mesures est-il prêt à prendre pour, d'une part,

che Zusammenfassungen am Abend durchgeführt werden tenir compte de la condamnation de l'invasion israélienne

können. Die Publikumsbefragung hat nämlich gezeigt, dass par certains pays et, d'autre part, contribuer activement au

40 Prozent der Gesamtzuschauerschaft bereit wäre, zwi- processus de paix au Proche-Orient?

schen 18 und 20 Uhr die Übertragung von Parlamentsde- 3. Est-il prêt notamment à cesser toute collaboration avec

batten gelegentlich anzuschauen. Israël dans le domaine militaire (achat de munition-flèche

Die Übertragung an Vormittagen hat allerdings den Vorteil, israélienne, programme de modernisation du char Centu-

dass sie für den staatsbürgerlichen Unterricht in den Schu- rion, coopération en matière d'entraînement des pilotes

len verwendet werden kann. militaires)?

7. Das Büro ist der Ansicht, dass der erste Direktübertra- 4. Est-il disposé à entreprendre des démarches diplomati-

gungsversuch die Reform der Parlamentsarbeit kaum ques, qui porteraient également sur les relations entre les

beeinflussen kann. deux pays?

5. Quelles possibilités voit-il d'accorder une aide humani-

Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort taire, en particulier aux réfugiés?

befriedigt.

6. Est-il prêt à intervenir en faveur des droits nationaux des

Palestiniens et de l'ouverture en Suisse d'une représenta-

tion officielle de l'OLP?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Dafflon, Mag-

82.408

nin, Mascarin (4)

#ST#

Interpellation Herczog

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Israelische Invasion im Libanon.

Haltung der Schweiz Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

eine schriftliche Anwort.

Invasion du Libanon par les Israéliens.

Attitude de la Suisse Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Rapport écrit du Conseil fédéral

Die tragischen Ereignisse im Libanon im Anschluss an die

israelische Invasion von Anfang Juni haben den Bundesrat

mehrmals intensiv beschäftigt. Über die dabei gefassten

Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1982 Beschlüsse und getroffenen Massnahmen ist die Öffentlich-

Mit seiner Invasion des Libanon, die tausendfach Tod, Zer- keit regelmässig orientiert worden. Insofern kann der Bun-

störung und Flüchtlingselend brachte, hat Israel seine desrat in seiner Antwort auf die sechs in der Interpellation

aggressive Machtpolitik zum xten Male unter Beweis aufgeworfenen Fragen weitgehend bereits Bekanntes

gestellt; die «Endlösung der Palästinenserfrage» scheint zusammenfassen.

das Ziel dieser menschenverachtenden Politik zu sein. Sol- 1. Zur Frage 1 wird auf die bundesrätliche Antwort in der

che Ereignisse können unserem Land nicht gleichgültig Fragestunde vom 14. Juni 1982 auf die Fragen der National-

sein. räte Baechtold und Magnin verwiesen. Das dort Gesagte

Ich bitte den Bundesrat, zu folgenden Fragen Stellung zu gilt auch heute noch. Gerade die jüngste Entwicklung im

nehmen: Libanon samt den erschreckenden Leiden der betroffenen

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Ott Parlament in den elektronischen Medien

Interpellation Ott Retransmission des débats parlementaires

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1982

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 82.369

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 08.10.1982 - 08:00

Date

Data

Seite 1469-1470

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Ref. No 20 010 858

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