Cold Progression Mitigation in Federal Taxes
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a motion to examine ways to mitigate the effects of "cold progression" on direct federal taxes for individuals. The government acknowledges that the state should not profit from inflation and that tax scales may need revision to keep pace with the cost of living. However, it also emphasizes the need for balanced fiscal policy, considering state debt reduction and the potential impact of tax relief on cantonal finances. The government has tasked its finance department with developing a proposal to address cold progression and indicated that this proposal will be presented soon, potentially preempting a popular initiative on the matter.
Legislator-Regeste
KI-generiertArtikel 41ter der Bundesverfassung; Cold Progression Mitigation in Federal Taxes: The government acknowledges that the state should not profit from inflation and that tax scales may need revision to keep pace with the cost of living. However, it also emphasizes the need for balanced fiscal policy, considering state debt reduction and the potential impact of tax relief on cantonal finances. The government has tasked its finance department with developing a proposal to address cold progression and indicated that this proposal will be presented soon, potentially preempting a popular initiative on the matter.
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KI-generiertThe court cites this article as the basis for considering executive provisions to mitigate the effects of cold progression on direct federal taxes for natural persons.
Volltext
Postulat Kündig 194 8 juin 1982
plaire. Ces circonstances - il pourrait y en avoir d'autres, on tungen für die Belegungsplanung sowie für betrieblich-
pourrait chercher d'autres lieux - pourraient aider à trouver organisatorische Planung.
- encore une fois, je le reconnais, à terme, mais à un terme Die Zusammenlegung aufgesplitterter Verwaltungsdienste
proche tout de même, car les mutations sont rapides - des ist nach dem Gesamtplan von 1977 ebenso ein langfristiges
fonctionnaires bien préparés et redonner l'espoir à ces Ziel wie die Reduktion der heute noch vorhandenen und vor
régions si souvent frappées par un destin économique très allem teuren Mietobjekte, in denen Bundesbüros eingemie-
cruel et, ceci si l'on remonte dans le temps, déjà immédia- tet sind und eben hohe Ausgaben verursachen.
tement après la première guerre mondiale la crise n'ayant Mit Schreiben vom I.August (das ist das Problem, das
cessé de frapper ces régions. Quelle occasion d'appliquer Herrn Donzé interessiert) habe ich das Bundesamt für
notre devise: «Un pour tous, tous pour un!» Organisation beauftragt, neuerdings die Möglichkeiten von
Dans ce domaine techniquement délicat de la décentralisa- Dezentralisierungen zu untersuchen und Lösungsansätze
tion, pour lequel il faut une préparation vraiment au «papier aufzuzeigen. Es wurde dafür eine Arbeitsgruppe eingesetzt,
fin», seul compte malgré tout le premier pas car ce qui est in der die Regiebetriebe des Bundes (PTT und SBB) unter
difficile c'est de rompre avec les habitudes, les droits dem Vorsitz des Bundesamtes für Organisation seit dem
acquis, l'insertion sociale et d'autres raisons encore. Dans I.November 1981 mit dieser Aufgabe betraut sind. Sie
ce domaine de la planification, le problème des coûts de müssen uns bis Anfang des kommenden Jahres einen ent-
location doit aussi influencer les choix car depuis de nom- sprechenden Bericht vorlegen. Schon jetzt müssen wir aber
breuses années ces coûts de location de bureaux ont aug- darauf hinweisen, dass - Herr Ständerat Donzé wird das
menté très fortement, plus que le loyer de l'argent, et ils sicher verstehen - nicht alle von ihm genannten Kriterien
pèsent sur les budgets des administrations. C'est pourquoi berücksichtigt werden können. Nicht nur sprachliche
la construction coûte finalement moins cher. Aspekte sowie Boden- und Mietpreise können für eine
A Genève, nous en avons fait l'expérience, l'Etat a allégé Dezentralisierung ausschlaggebend sein; es müssen auch
ses dépenses en construisant plusieurs centres administra- wirtschaftliche Überlegungen, regionale Gesichtspunkte
tifs et en abandonnant les locations. und Sicherheitsprobleme einbezogen werden. Schliesslich
Il me semble donc que le moment est venu de prendre vrai- gilt es zu prüfen, wie der Arbeitsmarkt in einer Region, in
ment conscience de l'ensemble du problème de coordina- die man allenfalls dezentralisieren könnte, ausgelastet ist.
tion et d'éventuelles décentralisations de l'administration. Natürlich stehen alle diese Massnahmen im Dienste der Kri-
Les moyens modernes de communication et de transmis- senbekämpfung und Arbeitsbeschaffung. Dazu gehört auch
sion des informations sont tels que la concentration admi- eine längerfristig wirkende Wachstumspolitik. Beide Mass-
nistrative n'est plus et sera de moins en moins indispensa- nahmen sollen auch substituierbar sein. Man kann sie nicht
ble. Il faut donc élaborer dès maintenant une planification einfach vermischen. Das Impulsprogramm 1979-1982 und
des constructions plus systématique, afin que celle-ci das dem Parlament kürzlich vorgelegte Massnahmenpaket
puisse démarrer le plus rapidement possible et, pourquoi zur Förderung der Entwicklung und Ausbildung enthält aus-
pas, être liée au prochain programme d'impulsion du schliesslich wachstumspolitische Massnahmen. Die Frage
Conseil fédéral. des Einbezuges des Raumbedarfs der Bundesverwaltung
müsste dann eher im Zusammenhang mit einem eigentli-
Bundesrat Ritschard: Seit 1978 besteht eine Koordinations- chen Arbeitsbeschaffungsprogramm abgeklärt werden.
kommission für das Unterkunftswesen der Allgemeinen Schon seit einigen Jahren bemüht sich der Bundesrat im
Bundesverwaltung, die sich auf eine Verfügung des Depar- Einvernehmen mit der schweizerischen Bauwirtschaft, bei
tements des Innern und des Finanzdepartements stützt. der öffentlichen Baunachfrage eine möglichst gleichmäs-
Diese Koordinationskommission hat die Aufgabe, die Pla- sige Verteilung zu erreichen; die jährlichen Veränderungen
nung von Finanzverwaltung, Amt für Bundesbauten und der öffentlichen Baunachfrage sollten sich auf plus/minus 5
Bundesamt für Organisation zu realisieren sowie die Nut- Prozent beschränken. Das lässt Verschiebungen in der
zung der Unterkünfte für die Allgemeine Bundesverwaltung öffentlichen Baunachfrage zu, ohne dass allzu heftige
zu koordinieren. Diese Kommission überprüft laufend die Schwankungen des Auftragsvolumens auftreten. Warten
Gesamtplanung für die Unterbringung der Allgemeinen Sie den Bericht der Kommission über die Dezentralisation
Bundesverwaltung. Sie arbeitet Rahmenvorschriften für die ab, der bis Ende dieses Jahres vorgelegt wird, und den Sie
Konzeption und die Nutzung der Unterkünfte aus. Sie beur- im Zusammenhang mit dem Geschäftsbericht auch disku-
teilt die Raumbegehren der verschiedenen Ämter und tieren werden.
arbeitet zusammen mit der Kommission für den
Grundstückerwerb und Kommissionen für die Unterkunft in M. Donzé: La réponse du Conseil fédéral à mon interpella-
Kantonen und Regionen. Es besteht also eine interkanto- tion me semble encourageante. Le travail de la commission,
nale Zusammenarbeit. Es sind schon verschiedene Pro- comme il a été relevé, me paraît vraiment être sur une
bleme bearbeitet und auch abgeschlossen worden. Es gibt bonne voie. Par conséquent, en attendant d'en connaître
einen Bericht über die Unterkunftssituation der Allgemeinen les fruits - il faut laisser à la commission le temps d'accom-
Bundesverwaltung in der Agglomeration Bern, und zwar plir son travail - je puis me déclarer satisfait de cette
aus dem Jahre 1977. Die Parkplätze um das Bundeshaus réponse.
und die Bundesbauten wurden zugeteilt. Ferner wurden die
Lagerprobleme studiert, vor allem die Frage der Aufrechter-
haltung des Betriebes der grossen Rechenzentren des
Bundes bei Notfällen.
Von den zahlreichen Geschäften, die im Rahmen dieser #ST# 82.349
Kommission bearbeitet wurden, können genannt werden:
Umsiedlung des Bundesamtes für Umweltschutz, Raumbe- Postulat Kündig
gehren des Parlaments (die aktuell sind), Belegung der Lie- Auswirkungen der kalten Progression. Milderung
genschaft an der Bundesgasse 32 und Unterbringung von Effets de la progression à froid. Allégement
Teilen des Statistischen Amtes an der Schwarztorstrasse,
weil die Baracken an der Helvetiastrasse gekündigt worden
sind.
Die Kommission nimmt zu allen einzelnen und generellen
Planungsfragen auch anderer öffentlicher Gemeinwesen Wortlaut des Postulates vom 10. März 1982
und zu Mietgeschäften Stellung; sie prüft allfällige Kaufan- Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, wie durch Ausfüh-
gebote. Die Kommission hat auch schon Anleitungen aus- rungsbestimmungen zu Artikel 41ter der Bundesverfassung
gearbeitet darüber, wie man das Bedürfnis abklärt, wie man die Auswirkungen der kalten Progression für natürliche Per-
Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellt, aber auch Anlei- sonen bei der direkten Bundessteuer gemildert werden
8. Juni 1982 195 Postulat Kündig
können oder wieweit hierfür eine Verfassungsänderung not- hat, beurteilen können muss. Es handelt sich ja immer um
wendig erscheint. nicht referendumspflichtige Bundesbeschlüsse.
Wir hoffen vor allem, dass die Übersetzungen zeitlich so
Texte du postulat du 10 mars 1982 erfolgen können, dass wir Ihnen irgendwann einmal nach
Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il serait possible den Ferien das Gesetz zusammen mit den Harmonisie-
d'atténuer les effets de la progression à froid sur l'impôt rungsbeschlüssen unterbreiten können. Wenn sich heraus-
direct dû par les personnes physiques en adoptant des dis- stellen sollte, dass die Beratung des neuen Bundessteuer-
positions d'exécution de l'article 41'« de la constitution; gesetzes dann zu lange dauern sollte, dann wäre es ohne
est-il, le cas échéant, indispensable de procéder à une revi- weiteres möglich, diese Bestimmungen über die Beseiti-
sion constitutionnelle à cet effet? gung der kalten Progression auszubauen und gesondert zu
behandeln und in etwas rascherem Rhythmus zu beschlies-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Arnold, Aubert, Bauer, sen. Sie werden also diese Vorlage erhalten und - wie ich
Belser, Binder, Diluer, Dobler, Dreyer, Egli, Genoud, Gerber, hoffe - sehr bald dazu Stellung nehmen können.
Guntern, Lieberherr, Matossi, Meier, Meylan, Muheim, Rey- In diesem Sinne kann ich erklären, dass der Bundesrat das
mond, Schönenberger, Steiner, Stucki, Ulrich, Zumbühl (23) Postulat entgegennimmt.
Kündig: Anlässlich der Beratungen der Motion von Herrn Affolter: Nachträglich müsste ich eigentlich dem Ständerat
Kollege Affolter in der Frühjahrssession habe ich im Falle dankbar sein, dass er meine Motion - es ist noch nicht so
einer Ablehnung derselben dieses Postulat bereits ange- lange her - abgelehnt hat. Diese Ablehnung wurde eigent-
kündigt. Die Absicht nämlich, dass der Staat nicht von der lich zum Signal oder sogar zum Fanal, dass die Dinge fast
Teuerung profitieren soll, dürfte nahezu unbestritten sein. ungestüm ins Rollen kamen. Wenn der Bundesrat heute
Ein Abbau der zunehmenden steuerlichen Belastung ebenfalls einen Gesinnungswandel bekundet und jetzt
bedingt daher in gewissen zeitlichen Intervallen Revisionen plötzlich bereit ist, Vorschläge zum Ausgleich der kalten
der steuerlichen Progressionsskalen. Abbau der kalten Pro- Progression zu unterbreiten, dann glaube ich, trägt er einer
gression kann meines Erachtens aber nicht etwa bedeuten, Stimmung Rechnung, die in den letzten Monaten immer
dass damit die Steuereinnahmen des Staates betragsmäs- stärker geworden ist. Die Öffentlichkeit ist heute für dieses
sig zu stabilisieren seien. Auch der Staat muss die aufgrund Anliegen der kalten Progression sensibilisiert; die Bewe-
der Teuerung ansteigenden Kosten verkraften können. Es gung hat nicht nur die Bundesebene erfasst, sondern ist
geht also darum, die steuerliche Belastung in etwa an die auch in die Kantone und Gemeinden hinausgedrungen. Für
Entwicklung der Lebenskosten anzugleichen, keinesfalls den Bürger ist - das müssen wir heute auch einmal feststel-
aber an die Lohnentwicklung, da realer Lohnzuwachs ja len - die kalte Progression nicht mehr das, was es lange
auch zu zusätzlichen Belastungen führen darf, die Erfah- Zeit war, nämlich ein Fremdwort, unter dem man sich nichts
rung hat nun gezeigt, dass hier ein relativ grosser Ermes- vorstellen konnte, sondern dieses Unrecht ist in das
sensspielraum besteht, da wir ja nicht über einkommensre- Bewusstsein der Bürger eingedrungen.
levante Indices verfügen. Daraus dürfte auch ersichtlich Vorhin sprach Herr Kündig vom Spielraum, der dem Bun-
sein, dass das Erfüllen des Verfassungsauftrages verschie- desrat in seinen Bestrebungen zum Ausgleich der kalten
dene Varianten zulässt, oder, wenn dies nicht der Fall sein Progression eingeräumt werden sollte. Diesen Spielraum
sollte, auch eine Änderung derselben ins Auge zu fassen hätte der Bundesrat durchaus mit den Motionen, die näch-
wäre, was im Postulatstext ebenfalls enthalten ist. stens im Nationalrat zur Sprache kommen und die ja prak-
Wir haben aber auch einen klaren Haushaltauftrag, nämlich tisch identisch sind mit der von mir seinerzeit eingereichten
den Ausgleich der Staatsrechnung und den Abbau der Motion.
Staatsschulden. Es geht somit auch darum, für diese bei- Heute ist der Bundesrat nicht mehr so frei. Es steht ihm die
den wichtigen Aufgaben Prioritäten setzen zu können. angekündigte Verfassungsinitiative ins Haus, und diese
Daneben dürfte auch der Frage der Auswirkungen des geht ungleich weiter als das, was gemäss Motionstext sei-
Abbaues der kalten Progression auf die kantonalen Finan- nerzeit angestrebt wurde. Der Bundesrat steht heute auch
zen grosse Bedeutung zukommen. Verschiedene ins- unter zeitlichem Druck, und er steht insbesondere unter
besondere finanzschwache Kantone würden durch einen dem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit.
allzu brüsken Abbau, der sich auf den Finanzausgleich Ich denke nicht daran, etwa das Postulat Kündig zu
unter den Kantonen massiv auswirken würde, recht hart bekämpfen; es ist bereits durch die Entwicklung überholt
getroffen. worden. Wenn Herr Kündig seinerzeit gesagt hat, man
Mit diesen vielleicht etwas wahllos herausgegriffenen Ein- müsste mittelfristig etwas tun, so glaube ich, ist auch diese
zelfragen dürfte aufgezeigt sein, dass dem Bundesrat in der Überlegung überholt. Der Bürger will, dass etwas
Behandlung der Frage des Abbaues der kalten Progression geschieht, und zwar kurzfristig, sofort. Mir scheint, vielleicht
ein grosser Spielraum zu gewähren ist. Ich bin überzeugt, täte auch der Bundesrat gut daran - das geht uns aber
dass auch die Intentionen des Bundesrates in die gleiche nichts an -, die im Nationalrat anhängigen Motionen entge-
Richtung gehen, ist er doch bereit, dieses Postulat entge- genzunehmen. Damit würde etwas Dampf abgelassen in
genzunehmen. Die im Nationalrat hängigen Motionen zu einer Öffentlichkeit, die in dieser Frage nun tatsächlich sen-
dieser Frage möchte er ebenfalls als Postulat entgegenneh- sibilisiert ist.
men. Im übrigen hat er das Finanzdepartement bereits
beauftragt, eine Vorlage zur Milderung der kalten Progres- Überwiesen - Transmis
sion auszuarbeiten. Ich vermute daher, dass die vor einiger
Zeit angekündigte Volksinitiative dieses Begehren unter-
stützen wird, aber durch die anlaufende Gesetzesbearbei-
tung überholt werden könnte.
Ich ersuche Sie um Unterstützung meines Postulates.
Bundesrat Ritschard: Herr Ständerat Kündig hat gesagt,
was ich eigentlich auch zu sagen habe zu dieser Sache. Wir
waren nie gegen eine angemessene Beseitigung der kalten
Progression. Am nächsten Montag werden wir zum neuen
Gesetz über die direkte Bundessteuer, das nun endlich den
alten Wehrsteuerbeschluss ablösen soll, entsprechende
Vorschläge für den Ausgleich der kalten Progression bean-
tragen, wobei das Parlament dann immer wieder von Fall zu
Fall alle diese Aspekte, die Herr Ständerat Kündig genannt
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Kündig Auswirkungen der kalten Progression. Milderung
Postulat Kündig Effets de la progression à froid. Allégement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.349
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.06.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 194-195
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Ref. No 20 010 666
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