Federal Council Rejects Postulate for Increased Human Rights Action
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council proposed rejecting a postulate requesting increased action for human rights protection. Despite arguments that the postulate was reasonable and supported by public sentiment, the Federal Council's rejection was based on the perceived prematureness of undertaking new international obligations concerning the status of foreigners, particularly after the recent rejection of a federal law on foreigners. The council emphasized its existing commitment to human rights through various international initiatives and contributions, but cautioned against overextending the country's capacity and credibility by ratifying all proposed conventions immediately, especially when national legislation might not yet align.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 Thema, Art. 66 Abs. 1 LTF; Federal Council Rejects Postulate for Increased Human Rights Action: Despite arguments that the postulate was reasonable and supported by public sentiment, the Federal Council's rejection was based on the perceived prematureness of undertaking new international obligations concerning the status of foreigners, particularly after the recent rejection of a federal law on foreigners. The council emphasized its existing commitment to human rights through various international initiatives and contributions, but cautioned against overextending the country's capacity and credibility by ratifying all proposed conventions immediately, especially when national legislation might not yet align.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited for the imposition of court costs.
Volltext
Protection des droits de l'homme. Rapport 1390 7 octobre 1982
Ott: Es ist einigermassen unüblich, wenn eine Anregung Organen gleichzeitig die Anerkennung für diese Leistungen
sogar in der Form des Postulates abgelehnt wird - ich habe aussprechen.
das in diesen Jahren im Rat noch recht selten erlebt -, Es erhebt sich aber sofort die Frage: Könnten wir Schwei-
zumal dann, wenn wesentliche repräsentative Kreise hinter zer auf diesem Gebiet - zum Schutz und zur Verwirklichung
dieser Anregung stehen - Herr Kollege Euler hat Sie Ihnen der Menschenrechte - nicht noch mehr tun? Der Bundesrat
aufgezählt - und wenn ein Anliegen dabei vertreten wird, selber hat diese Frage gestellt und mit einem klaren Ja
das als solches ja wirklich nicht abwegig oder unrealistisch beantwortet. Ich verweise Sie auf die Botschaft Seite 61, wo
ist, was soeben auch vom Sprecher französischer Zunge der Bundesrat die Schlussfolgerungen zieht.
der Petitions- und Gewährleistungskommission bestätigt Nach diesen Schlussfolgerungen will er eine ganze Reihe
worden ist. Wer die Stimmung in der weit ausgedehnten von Konventionen ratifizieren. Er will nämlich zwei «Interna-
Region Basel inklusive die Gebiete in Deutschland und tionale Pakte über die Menschenrechte» ratifizieren, ferner
Frankreich einigermassen kennt, weiss, wie sehr die Forde- das internationale Übereinkommen gegen die Rassendiskri-
rungen nach einer Koordination der Kernkraft einem Anlie- minierung. Diese drei Übereinkommen sind also universeller
gen dieser Bevölkerung entspricht, das immer und immer Natur. Darüber hinaus beabsichtigt der Bundesrat aber
wieder vorgetragen wird. Die Form des Postulates, die Herr auch, europäische Übereinkommen zu ratifizieren, nämlich
Euler gewählt hat, ist bescheiden, und sie verlangt nichts die «Europäische Sozialcharta» und zwei Zusatzprotokolle
Unrealistisches, sie verlangt nichts Absurdes. zur «Europäischen Konvention über die Menschenrechte».
Ich möchte Sie darum bitten, diese doch sehr vertretbare Und alle diese Botschaften will der Bundesrat uns bis Ende
Forderung wenigstens in der Form des Postulates zu über- dieser Legislaturperiode, d. h. binnen einem Jahr, unterbrei-
weisen. ten.
Man muss sich fragen, ob es möglich ist, alles oder fast
M. Aubert, conseiller fédéral: Monsieur Euler, vous deman- alles miteinander zu bringen. Ich vertrete hier die Meinung,
dez au conseiller fédéral Aubert de bien vouloir accepter dass Prioritäten gesetzt werden sollten. In erster Linie
votre postulat. Ce n'est pas le conseiller fédéral Aubert qui (nicht ausschliesslich selbstverständlich) sollten wir den
a de telles compétences, mais bien le Conseil fédéral. Ausbau der Menschenrechte auf europäischer Ebene vor-
Celui-ci s'est expliqué longuement au sujet de votre postu- nehmen ; also bevor wir auf die weltweite Ebene übergehen.
lat, dans une réponse très complète que vous avez tous sur Die «Europäische Menschenrechtskonvention» ist die wich-
votre pupitre. Je ne puis donc que me référer à ce docu- tigste Konvention des Europarates. Sie garantiert die
ment et vous en rappeler les conclusions: le Conseil fédéral Grundrechte und persönlichen Freiheiten der Menschen,
propose de rejeter le postulat. die in den 21 Mitgliedstaaten des Europarates leben. Diese
Konvention ist ein wirkungsvolles Instrument, indem es ein
Präsidentin: Der Bundesrat lehnt das Postulat Euler ab. spezielles Kontrollsystem durch besondere Organe auf-
Herr Euler hält daran fest. baut. Es gewährt nicht nur den beteiligten Staaten ein
Beschwerderecht, sondern jedem Bürger, jedem Indivi-
Abstimmung - Vote duum steht dieses Recht zu. Es ist der einzige Staatsver-
Für die Überweisung des Postulates 30 Stimmen trag, den ich kenne, der dem Bürger ein direktes Klagerecht
Dagegen 59 Stimmen gegenüber seinem Staat gibt. Der Erfolg dieser Kontrolle ist
meines Erachtens klar. Ich habe hier vielleicht eine etwas
andere Meinung als sie Herr Renschier, unser Kommis-
sionspräsident, zum Ausdruck gebracht hat. Man kann den
Erfolg nicht nur an der Zahl der gutgeheissenen Beschwer-
den messen. Man muss daran denken, dass die Menschen-
#ST# 82.043 rechtskommission auch die Aufgabe hat, vermittelnd zwi-
schen Staat und Bürger einzugreifen. Und ich möchte
Schutz der Menschenrechte. Bericht sagen, dass die prophylaktische Wirkung für die Gerichts-
Protection des droits de l'homme. Rapport praxis, für die Praxis der Behörden und sogar für die
Gesetzgebung beträchtlich ist.
Ich stelle daher fest: Diese Konvention ist die wirksamste,
Fortsetzung - Suite die ich überhaupt kenne, weil hier eine effektive Kontrolle
Siehe Seite 1265 hiervor - Voir page 1265 ci-devant stattfindet. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir hier prio-
ritär diese Konvention erweitern sollten, indem wir sie auf
das erste und vierte Zusatzprotokoll ausdehnen. Ich halte
nicht dafür, dass wir jetzt, nachdem das Ausländergesetz
verworfen worden ist, davon absehen sollten, das vierte
Präsidentin: Es haben sich noch vier Redner eingetragen. Zusatzprotokoll zu ratifizieren, weil auch nach diesem
Die Rednerliste ist geschlossen. Zusatzprotokoll Beschränkungen der Niederlassungsfrei-
heit durchaus zulässig sind. In die erste Dringlichkeit für
Muheim: Der Bericht des Bundesrates über die schweizeri- eine weitere Ratifikation gehört meines Erachtens vor allem
sche Menschenrechtspolitik gibt einen interessanten Über- die Sozialcharta, das Gegenstück zur Menschenrechtskon-
blick über die Tätigkeit unseres Landes zum Schütze der vention. Ich möchte sagen: Menschenrechtskonvention und
Menschenrechte. Diese Tätigkeit erstreckt sich auf die ver- Sozialcharta sind untrennbar miteinander verbunden. Die
schiedensten Bereiche, und ich möchte hier sagen, dass Sozialcharta ist die Vorbedingung für die Ausübung der
diese Tätigkeit durchaus Anerkennung verdient. Die Aktivi- Rechte und Freiheiten nach der Menschenrechtskonven-
täten, die in diesem Bericht dargestellt sind, bestehen vor tion.
allem in der Ratifikation von internationalen Konventionen, Diese Ratifikation hat nun wirklich eine lange Leidensge-
in der Mitwirkung in internationalen Organisationen. Sie schichte. Ich darf Sie daran erinnern, dass ich im Jahre 1970
erfolgen aber auch durch diplomatische Initiativen und in diesem Rate eine Motion eingereicht habe, mit dieser
durch einen besonderen Beitrag unseres Landes im Ge- Ratifikation vorwärts'zu machen. Die Motion ist hier gutge-
biete des humanitären Völkerrechts. heissen, im Ständerat dann aber in ein Postulat umgewan-
Die Verteidigung der Menschenrechte entspricht unserer delt worden. 1976 hat der Bundesrat die Sozialcharta unter-
schweizerischen demokratischen, freiheitlichen und huma- zeichnet, und die Ratifikation lässt heute noch auf sich war-
nitären Tradition und Haltung, und die Wahrung dieser ten.
Ideale stellt die Grundlage für eine menschengerechte Es gehört zu den Zielen des Europarates, dessen Mitglied
Gesellschaft dar. Indem wir von diesem Bericht Kenntnis wir seit bald 20 Jahren sind, dass die Menschenrechte und
nehmen, dürfen wir dem Bundesrat und allen beteiligten der soziale Fortschritt gefördert werden. Ich meine deshalb,
7. Oktober 1982 1391 Schutz der Menschenrechte. Bericht
dass wir neben der Menschenrechtskonvention doch end- M. Muheim vient d'intervenir. La procédure sera introduite à
lich die Sozialcharta ratifizieren sollten. In diesem Sinne la fin de cette législature. Il m'intéresserait de savoir si vous
möchte ich die Priorität so setzen, dass wir in der noch ver- allez suggérer des réserves puisque sur certains points
bleibenden Zeit unserer Legislatur - es geht ja nur noch cette Charte sociale est en contradiction avec notre droit
etwa ein Jahr - in erster Linie die europäischen Instru- national actuel. S'il y avait des réserves, je me demande
mente, die wirkungsvoll sind, ausbauen, um erst in einer comment se déroulera la procédure d'approbation de cette
zweiten Etappe auf das weltweite Gebiet der internationalen Charte sociale.
Pakte, die weit weniger wirkungsvoll sind, vorzustossen. Il est incontestable qu'au niveau européen, et en particulier
à Strasbourg dans le cadre du Conseil de l'Europe, on
M. Butty: Le rapport qui nous est présenté par le Conseil s'intéresse beaucoup à ce que fait la Suisse, à l'unisson
fédéral contient une partie introductive historique et éthique des pays voisins qui veulent vraiment adopter, dans leur
très intéressante bien que sommaire. En effet, à côté de la législation intérieure, les principes de la Convention des
Grande Charte de Jean sans Terre de 1215 et de la Pétition droits de l'homme.
des droits de 1628 en Grande-Bretagne pour l'introduction
et la défense des droits de l'homme, on aurait pu faire Frau Mort: Das Überdenken der schweizerischen Men-
d'autres rappels. Il est impossible évidemment de repren- schenrechtspolitik drängt sich seit langem auf. Es ist ver-
dre la longue évolution de cette notion de «droits de dienstvoll, dass sich Bundesrat Aubert und sein Departe-
l'homme», mais après l'Evangile, on aurait pu faire allusion ment dieses Thema vorgenommen und uns diesen Bericht
aux philosophes grecs, Socrate et Aristote, qui sont certai- vorgelegt haben. Er ist in Form eines Postulates von unse-
nement les premiers à avoir tenté de codifier les droits rer ehemaligen sozialdemokratischen Ratskollegin Gabrielle
naturels, ainsi qu'à Saint Thomas d'Aquin qui dans la der- Nanchen verlangt worden. Sicher hat auch der Wille eines
nière partie de sa Somme théologique, au treizième siècle, grossen Teils unseres Rates dazu beigetragen; das ist
parlait déjà de la personne, de la famille, de la liberté de immer wieder einmal, gerade auch im Zusammenhang mit
conscience. Aussenwirtschaftsdiskussionen, deutlich geworden. Ich
Enfin, je voudrais citer les propos tenus devant l'UNESCO, erinnere an die Diskussion über die schweizerischen Bei-
au mois de juin 1980, par le pape Jean-Paul II: «II faut mobi- träge an die internationalen Entwicklungsbanken. Damals
liser les consciences; il faut augmenter les efforts des wurde mein Antrag, diese Beiträge mit menschenrechtspo-
consciences humaines à la mesure de. la tension entre le litischen Bedingungen zu verknüpfen, von der einen Hälfte
bien et le mal à laquelle sont soumis les hommes à la fin du des Rates gutgeheissen; leider ging er dann des präsiden-
vingtième siècle. Il faut se convaincre de la priorité de l'éthi- tiellen Stichentscheides wegen dennoch bachab. Es gibt
que sur la technique, le primat de la personne sur les eben Leute, die immer noch nicht eingesehen haben, oder
choses, la supériorité de l'esprit sur la matière.» nicht einsehen wollen, dass Entwicklungshilfe und Wirt-
Ces propos sont clairs pour ceux qui considèrent la schaftshilfe nicht immer und nicht unbedingt die gleiche
conscience comme l'essence même de la personne. Evi- Wirkung haben. Dies bedauern all jene, denen klar ist, dass
demment, pour ceux qui comme Marx pensent que ce n'est Entwicklungshilfe und Schutz der Menschenrechte Hand in
pas la conscience qui détermine la vie, mais la vie qui déter- Hand gehen müssten und es auch könnten, vorausgesetzt,
mine la conscience, l'éveil de cette conscience est forcé- dass in der schweizerischen Aussenwirtschaftspolitik
ment le résultat d'un bouleversement de l'ordre social et neben all den anderen Kriterien, die dort berücksichtigt
non le fruit d'une expérience intime et personnelle. werden und berücksichtigt werden müssen, jeweils auch
Si je me suis permis de reprendre ces notions, peut-être un internationale Wirtschaftsbeziehungen als Instrument einer
peu trop philosophiques,.pour notre assemblée, c'est parce schweizerischen Menschenrechtspolitik berücksichtigt
que, Monsieur le conseiller fédéral, dans votre rapport, au würden. Aber zu diesem Zweck wäre es hier besonders
chiffre 211, vous avez fait allusion à l'Acte final d'Helsinki. wichtig, dass die linke Hand - also sagen wir die Direktion
Effectivement, cet Acte final, dans sa «troisième corbeille», für Entwicklungszusammenarbeit - wüsste, was die rechte
et dans l'énoncé du principe n° VII, prévoit la liberté de Hand - also das BAWI, das Bundesamt für Aussenwirt-
conscience, la liberté de croyance, la liberté de circulation schaft - tut; dass die Rechte versuchen würde, es der Lin-
des gens et des biens, la liberté d'association. Ce rapport ken recht zu machen, d. h. die Bemühungen in bezug auf
souligne très bien que si la Suisse a signé l'Acte final d'Hel- eine glaubwürdige Menschenrechtspolitik zu koordinieren,
sinki c'est parce que «se fondant sur ces textes internatio- dass also linke und rechte Hand am gleichen Strick ziehen
naux, le Conseil fédéral peut ainsi intervenir directement würden. Ganz klar formuliert: Das BAWI müsste Menschen-
auprès d'autres Etats lorsqu'il estime qu'une violation des rechtskriterien berücksichtigen, wie es die DEH laut Ent-
droits de l'homme rend une telle démarche nécessaire.» wicklungszusammenarbeitsgesetz bereits zu tun verpflich-
Il m'apparaît dès lors que pour être fidèle à nos engage- tet ist - dies vor allem im Zusammenhang mit Exportrisiko-
ments et à notre signature, il y faudrait intervenir parfois garantien und Investitionsrisikogarantien und mit der Bewil-
plus directement auprès de certains Etats qui violent mani- ligungspflicht von Kapitalexport. Dies aber auch bei der
festement les droits de l'homme à l'intérieur de leur pays. sehr aktiven Wirtschaftsdiplomatie, sowohl bei der offiziel-
Je vais prendre l'exemple de la Pologne, en relation avec len als auch bei der oft beschworenen diskreten, die hinter
son puissant voisin, l'URSS. geschlossenen Türen, die - wie unser Kollege Duboule das
La Pologne et l'URSS ont, comme nous, signé l'Acte final in seinem Votum dargestellt hat - so besonders wirkungs-
d'Helsinki. Vous avez, Monsieur le conseiller fédéral, avec voll sein soll. Dazu eine Anregung: Mir scheint es deshalb
vos collaborateurs, tenté à Belgrade et ensuite à Madrid de wichtig, dass bei einem der nächsten traditionellen Bot-
réaliser une coordination étroite entre certains Etats, en schaftertreffen unter dem Motto «Schweizer Menschen-
particulier des Etats neutres, pour essayer de faire com- rechtspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen»
prendre que ce qui se passait en Pologne ne pouvait être sowohl die Zusammenhänge als auch die Möglichkeiten
ignoré des autres Etats signataires de l'Acte final d'Helsinki. eingehend diskutiert werden, und dass auch unsere Han-
Actuellement, il me semble que l'on devrait faire plus. On delsattaches sobald als möglich in den Genuss dieser
apprend que le Parlement polonais va supprimer le syndicat Überlegungen kommen würden. Dies ist vorläufig als Anre-
Solidarité,, un syndicat libre, fondé il y a plusieurs ann'ées et gung gedacht. Sollte sie aber hier auf taube Ohren stossen,
qui regroupe la majorité des travailleurs polonais. Alors, je wie das in der Kommission bereits der Fall war - damals
demande si nous allons assister à cette dissolution sans war Herr Staatssekretär Probst für die Antwort zuständig -,
intervenir auprès de cet Etat, puisque l'Acte final d'Helsinki dann würde ich in Form eines Postulates darauf zurück-
- c'est le Conseil fédéral qui le dit - nous permettrait de le kommen.
faire.
Je poserai une deuxième question. Il est important que l'on Renschier, Berichterstatter: Es ist nicht meine Aufgabe, die
ratifie la Charte sociale européenne, au sujet de laquelle gefallenen Voten zu kommentieren und schon gar nicht,
Protection des droits de l'homme. Rapport 1392 7 octobre 1982
Antworten auf Fragen zu erteilen, die an den Bundesrat ratifie que les textes qui, en toute certitude, sont appelés à
gerichtet worden sind. Aber eine Bemerkung von seilen der être appliqués dans leur intégralité. C'est l'attitude que
Kommissionssprecher ist doch noch notwendig. notre collègue M. Duboule appelait l'autre jour «le perfec-
Ich greife zurück auf das Votum von Herrn Aider. Er hat den tionnisme helvétique». Or,-selon moi, c'est là un bon perfec-
Bundesrat engagiert - vielleicht etwas überzogen - attak- tionnisme. Je crois qu'il n'est pas très sérieux de ratifier un
kiert, weil er nicht bereit ist, das Zusatzprotokoll Nummer 4 texte de portée internationale, si l'on n'est pas certain de
der Europäischen Menschenrechtskonvention zu unter- pouvoir l'appliquer à peu près intégralement. Tel est le cas
zeichnen und zu ratifizieren. Herr Aider hat in diesem de la Charte sociale dont on a reparlé ce matin. Le Conseil
Zusammenhang das Protokoll der Kommission zitiert und fédéral prend, à raison, des précautions avant de nous
wörtlich daraus vorgelesen. Als Präsident der Kommission demander sa ratification, surtout après la votation populaire
muss ich mich dagegen verwahren. Herr Aider, Sie wissen, du 6 juin de cette année. C'est aussi le cas - et là, je
dass es nicht üblich ist, aus Ratskommissionen und Kom- réponds en partie aux propos de M. Aider, l'autre jour - du
missionsprotokollen hier am Rednerpult wörtliche Zitate Protocole additionnel n° 4 à la Convention européenne des
wiederzugeben. Aber der Inhalt Ihrer Kritik ist auch nach droits de l'homme. Selon M. Aider, toute une série d'articles
meiner Meinung tatsächlich gerechtfertigt gewesen. Sie de ce protocole étaient tout à fait compatibles avec notre
haben darauf hingewiesen, dass Herr Aubert in seiner Ein- législation. Je le reconnais, mais, par contre, je tiens à souli-
leitung zu diesem Thema in der Kommission festhielt, dass gner, entre autres, un article 2 de ce protocole additionnel
die Abstimmung vom 6. Juni, die Verwerfung des Auslän- qui, à mon grand regret, n'est pas conforme, pour sa part, à
dergesetzes, für den Bundesrat ausschlaggebend sei, auf notre législation. L'alinéa 1 de cet article 2 stipule que:
die Ratifizierung von Protokoll Nummer 4 zu verzichten. Ich «Quiconque se trouve régulièrement sur le territoire d'un
muss Ihnen sagen, dass wir in der Kommission über diesen Etat a le droit d'y circuler librement et d'y choisir librement
Punkt im Detail gar nicht diskutiert haben. Sie könnten sa résidence.» Or, nos dispositions sur les étrangers, après
daher - nach meiner Meinung - sogar einen Vorwurf an die le refus du 6 juin, ne sont pas compatibles avec cet alinéa.
Kommission richten. Sie haben es höflicherweise nicht Certes, je n'ignore pas qu'il y a un alinéa 3 qui prévoit cer-
gemacht. Aber die Situation war etwas schwierig, weil zu tains assouplissements mais ils ne sont possibles que dans
jenem Zeitpunkt die polnische Botschaft besetzt war und les cas de mesures nécessaires à la sécurité nationale, à la
Herr Aubert uns während der Behandlung dieses Geschäf- sûreté publique, au maintien de l'ordre public, à la préven-
tes frühzeitig verlassen musste, um an einer Bundesratssit- tion des infractions pénales, à la protection de la santé ou
zung teilzunehmen. Daher konnte das Geschäft in der Sit- de la morale et à la protection des libertés d'autrui. On n'y
zung selbst nicht mit der nötigen Ruhe behandelt werden. trouve aucun article qui permette des restrictions par exem-
Es blieben sogar Fragen, die von Ratsmitgliedern gestellt ple dans le domaine économique. Or, dans la situation
worden waren, offen, weil Herr Bundesrat Aubert uns früh- actuelle de notre législation sur les étrangers, on prévoit
zeitig verlassen musste. des restrictions d'installation pour des raisons économi-
Ich bin Ihnen sehr dankbar, Herr Aider, dass Sie dieses ques qui, en l'occurrence, seraient contraires à cet article 2
Thema aufgegriffen haben, denn ich teile voll Ihre Meinung, précité. Etant donné que ce protocole ne comporte que
dass diese negative Volksabstimmung keinen Grund bilden quatre articles qui ne soient pas de pure procédure, au cas
kann, das Protokoll Nummer 4 nicht zu ratifizieren. Auch où l'on devrait faire des réserves sur l'un de ces quatre arti-
Herr Muheim hat sich dem angeschlossen und darauf hin- cles, il n'y aurait plus de raison sérieuse de ratifier le proto-
gewiesen, dass ja bei diesem Zusatzprotokoll - wie mei- cole. A mon avis - et je le répète - il vaut mieux mettre en
stens bei solchen Abkommen - Ausnahmeklauseln, Ein- ordre d'abord notre législation interne avant de vouloir rati-
schränkungen vorhanden sind. Es besteht wirklich kein fier à tout prix des conventions que nous ne sommes pas
Grund, dieses negative Abstimmungsresultat als Vorwand en mesure de respecter.
für eine Nichtratifizierung des Zusatzprotokolles Nummer 4
zu verwenden. Obwohl ich hier nicht im Namen der Kom- M. Aubert, conseiller fédéral: D'abord, permettez-moi de
mission sprechen kann, möchte ich doch persönlich (auch vous remercier de nous avoir donné l'occasion de nous
aufgrund der verschiedenen Bemerkungen, die jetzt in posi- exprimer sur un problème auquel nous accordons une
tivem Sinne auf diese Ratifikation hin gefallen sind) den extrême importance, celui du respect des droits de
Bundesrat ersuchen, die für uns vorgesehene Botschaft zu l'homme, qui est dans la plus pure tradition de notre voca-
ergänzen durch den Antrag, auch das Protokoll Nummer 4 tion humanitaire.
zu ratifizieren. Ce rapport n'est pas un livre d'histoire, Monsieur Butty, je
vous l'accorde. Je crois que cela aurait été inutile.
M. Gautier, rapporteur: Je serai bref car je me suis déjà N'oublions pas que la reconnaissance internationale des
exprimé de façon complète sur le sujet jeudi dernier. Je droits de l'homme et des libertés fondamentales qui visent
voudrais cependant revenir très rapidement sur deux à protéger les intérêts légitimes de tout être humain, est
points, dont la question de nos relations économiques exté- devenu l'un des événements marquants de la communauté
rieures en rapport avec le respect des droits de l'homme. internationale, à partir de la deuxième guerre mondiale.
J'ai déjà abordé ce problème jeudi dernier, c'est pourquoi Certes, je vous l'accorde, les droits de l'homme ont existé
je fais confiance, comme d'habitude, au Conseil fédéral de tout temps mais ce n'est que plus récemment qu'est
pour s'exprimer sur le sujet et ce, d'autant plus que apparue la nécessité de les défendre activement. Pour ma
M. Aubert n'a pas eu l'occasion de répondre à certaines part, je suis persuadé que nous avons certains moyens
questions lors de la séance de commission, pour des rai- d'en obtenir le respect. Vous n'ignorez cependant pas que
sons tout à fait indépendantes de sa volonté. l'internationalisation de la politique des droits de l'homme
Le second point sur lequel je désire revenir, est celui de la se heurte à des difficultés considérables: tout d'abord,
ratification par notre pays d'un certain nombre de conven- parce que chaque Etat tient jalousement à sa souveraineté
tions internationales en la matière. Comme certains d'entre et considère le contrôle du respect des droits de l'homme
vous l'ont souligné, tant la semaine dernière que ce matin, sur son territoire comme une immixtion das ses affaires
on a un peu reproché au Conseil fédéral de ne pas ratifier intérieures. C'est là un obstacle extrêmement sérieux.
assez de textes dans ce domaine et l'on regrette que la Ensuite, parce qu'il est difficile de donner une définition
Suisse ne se lance pas rapidement dans la ratification d'un précise des droits de l'homme: en effet, celle-ci diffère sin-
certain nombre de conventions internationales. A mon avis, gulièrement selon les idéologies ou les régimes de tel ou tel
un pays a deux manières de considérer les textes y relatifs: Etat.
ou il ratifie tous les textes présentés, quitte à respecter C'est pourquoi contribuer au respect des droits de
leurs clauses ensuite avec une rigueur très relative, ou bien l'homme est, on peut vraiment affirmer, une tâche des plus
il adopte l'autre attitude - c'est celle du Conseil fédéral ardues.
"jusqu'ici et je ne peux que l'en féliciter - à savoir qu'il ne Vous avez ici l'exemple d'un postulat qui n'a pas fait tiroir
7. Oktober 1982 1393 Schutz der Menschenrechte. Bericht
restant: le Conseil fédéral y a donné suite dans un rapport nous le ferons toujours. Il n'y a pas de raison de modifier
assez important et bien documenté. Nous avons exposé le notre politique en cette matière.
programme suivi jusqu'à ce jour en matière du respect des M. Butty a évoqué le cas précis de la Pologne: je rappellerai
droits de l'homme, ainsi que le programme que nous enten- tout d'abord que la Suisse a pris, le 10 février 1982, à
dons suivre à l'avenir pour «intensifier notre action en Madrid, l'initiative de proposer la suspension de la Confé-
faveur de la défense des droits de l'homme», pour repren- rence sur la sécurité et la coopération en Europe. La déci-
dre les termes du postulat de Mme Gabrielle Nanchen dont sion d'interdire «Solidarité» n'a pas encore été prise, mais
nous vous proposons le classement. Nous avons déjà soyez assuré, Messieurs Butty et Akeret, que nous suivons
beaucoup oeuvré en ce domaine et nous sommes prêts à la situation avec d'autant plus d'attention que le 9 novem-
agir encore mais ne nous demandez quand même pas bre prochain la Conférence sur la sécurité et la coopération
l'impossible; laissez-nous garder notre crédibilité. en Europe reprendra ses travaux à Madrid. Vous savez que
En ce qui concerne le programme d'avenir, il est très sim- la réussite - ou le non-échec - de la Conférence de Madrid
ple, M. Renschler l'a résumé. Il s'agit de soutenir les organi- dépendra beaucoup de l'évolution de la situation en
sations internationales, en particulier le Haut-Commissariat Pologne.
aux Réfugiés, ainsi que les organisations privées, parmi les- Pourquoi ne pas ratifier la Convention internationale sur
quelles je citerai tout spécialement le Comité international l'élimination et la répression du crime d'apartheid, comme
de la Croix-Rouge. Nous renforcerons également notre l'ont demandé Mme Mascarin et M. Renschler? Vous le
coopération au développement et notre aide humanitaire, savez, le Conseil fédéral condamne sans réserve la politi-
sans lesquelles il nous serait très difficile de pouvoir parler que d'apartheid. Il s'est exprimé, en 1968, par la voix de
de respect des droits de l'homme à des peuples dont le notre ambassadeur M. Lindt, puis en 1977 à Lagos et, à
premier souci est de survivre; enfin, le Conseil fédéral est nouveau, par mon intermédiaire, le 17 janvier 1979, dans
prêt à soumettre à votre appréciation, en vue de ratification, cette même capitale du Nigeria, en termes extrêmement
un certain nombre de conventions que vous avez d'ailleurs clairs. Cependant, si nous n'adhérons pas à cette conven-
déjà citées. Ce sont les deux Pactes des Nations Unies de tion concernant l'élimination du crime d'apartheid, c'est
1966, la Convention internationale sur l'élimination de d'abord parce que cette convention est un instrument juri-
toutes les formes de discrimination raciale, convention qui a dique mal conçu. Nous pensons aussi que nous dispose-
déjà été ratifiée par 110 Etats. C'est, sur le plan européen, rons, avec la Convention pour l'élimination de toute discri-
auquel M. Muheim désire accorder une priorité à laquelle je mination raciale que nous entendons ratifier, d'un instru-
consens très volontiers, la ratification de la Charte sociale ment plus efficace de lutte contre l'apartheid.
européenne ainsi que le Protocole n° 1 à la Convention Droits de l'homme et relations économiques' internatio-
européenne des droits de l'homme. nales: M. Renschler, Mme Mascarin, M. Akeret et Mme
Certains d'entre vous ont souligné avec beaucoup de perti- Mort ont soulevé ce problème lors de la séance de la com-
mission; c'est un point sur lequel je vais rri'efforcer d'être
nence que notre politique relative aux droits de l'homme
bref et clair. Sur le plan économique, nous vivons sous le
n'est pas exempte de faiblesses. Nous ne sommes pas en
mesure de ratifier certains textes du Conseil de l'Europe. règne constitutionnel de la liberté du commerce et de
Dans certains domaines - je pense plus particulièrement à l'industrie. C'est ce qui a conduit à la quasi-universalité de
tout le problème de nos relations économiques - notre poli- nos relations économiques extérieures qui est - l'un d'entre
tique des droits de l'homme n'a que peu de prise. Plusieurs vous l'a relevé - non pas un principe mais un état de fait.
Cette même liberté du commerce et de l'industrie implique
d'entre vous l'ont observé.
aussi que l'Etat ne peut pas intervenir dans ces domaines.
Je réponds maintenant à quelques questions spécifiques: L'Etat ne peut, en particulier, intervenir pour le respect des
Devrions-nous, comme nous en avions l'intention et comme droits de l'homme dans le domaine de la politique économi-
nous l'avons dit dans ce rapport daté du 2 juin 1982, sou- que extérieure que si la loi le permet expressément. Or, à
mettre également à votre approbation la ratification du Pro- l'heure actuelle, de telles dispositions n'existent que dans
tocole n° 4 à la Convention européenne des droits de quelques domaines très spécifiques, comme vous l'avez
l'homme? Je répondrai ici à MM. Aider, Muheim et Rensch- relevé; il s'agit des exportations d'armes et je pense en par-
ler que, juridiquement, cela ne serait pas impossible. Qu'en ticulier à l'article 11, 2e alinéa de la loi et, dans une certaine
est-il politiquement? Monsieur Aider, vous avez cité les pro- mesure, à la garantie contre les risques à l'investissement.
pos que j'ai tenus lors d'une séance de commission dont Devrions-nous modifier cet état de fait? Je me demande si,
vous ne faisiez d'ailleurs pas partie et en citant un procès- dans la situation actuelle dont vous avez longuement
verbal qui est confidentiel. Ces propos, je les confirme ici: débattu il y a une semaine, alors que notre industrie
le Conseil fédéral est d'avis qu'il serait prématuré de propo- d'exportation connaît les difficultés que vous vous êtes plu
ser que la Suisse accepte de nouvelles obligations interna- à relever vous-mêmes, il serait possible ou tout simplement
tionales touchant au statut des étrangers après le rejet par opportun d'envisager de restreindre davantage la liberté de
le peuple, le 6 juin 1982, de la loi fédérale sur les étrangers. nos exportations et de nos exportateurs. C'est une ques-
Je conçois, Messieurs Renschler, Aider, Muheim, qu'on tion que le Conseil fédéral s'est posée. Il s'en est tenu au
puisse le regretter. Je relèverai que les articles 2 et 4 statu quo.
concernent directement les étrangers. L'article 2 nécessite- En ce qui concerne la ratification de la Charte européenne
rait une réserve concernant les restrictions à la mobilité et des conventions européennes, je rejoins ici le vœu
professionnelle et géographique prévue par la réglementa- exprimé par M. Muheim pour qu'une priorité soit accordée
tion du Conseil fédéral limitant le nombre des étrangers qui à la ratification des instruments juridiques européens. Ils
exercent une activité lucrative. nous sont plus proches et s'appliquent avec plus d'effica-
Devrions-nous, comme le propose M. Baechtold, ratifier cité.
d'abord le protocole puis ensuite seulement ajuster notre S'agissant de la Charte européenne, plusieurs d'entre vous
législation nationale? Les avis sur cette question ne sont - dont M. Duboule, que je remercie de son soutien - nous
pas unanimes, vous le savez, Monsieur Baechtold. La prati- ont rappelé que nous ne pouvons plus maintenant nous
que constante suivie, non pas seulement par le Conseil soustraire à nos obligations. Un groupe de travail interdé-
fédéral, mais aussi par le Parlement, est contraire au désir partemental s'est réuni à plusieurs reprises pour analyser
que vous avez exprimé. Monsieur Akeret, nous vous remer- les résultats de la procédure de consultation au sujet de
cions de votre appui et vous assurons que nous continue- l'article 13 de la Charte qui a trait aux droits à l'assistance
rons, dans le cadre de la Conférence sur la sécurité et la sociale et médicale. Ce groupe a en outre tenté d'évaluer
coopération en Europe, à intervenir pour le respect des les conséquences de la votation du 6 juin 1982 rejetant la loi
droits de l'homme et pour demander, chaque fois que cela fédérale sur les étrangers. Il a étudié, en particulier, les dis-
sera nécessaire, que soient résolus les cas individuels de positions de la Charte concernant les droits des travailleurs
violation qui nous sont soumis. Nous l'avons toujours fait, migrants et l'emploi des travailleurs étrangers. Un projet de
176-N
Recherche spatiale. Lanceurs Ariane 1394 N 7 octobre 1982
message sera soumis très prochainement au Conseil fédé- #ST# 81.075
ral.
Monsieur Butty, il n'est pas question de réserves nouvelles Weltraumforschung. Trägerrakete Arlane
en ce qui concerne la Charte sociale européenne. Il s'agit Recherche spatiale. Lanceurs Ariane
simplement de savoir parmi le «noyau dur» des cinq dispo-
sitions que nous devons obligatoirement accepter pour Botschaft und Beschlussentwurf vom 18. November 1981 (BB11982 l, 1)
pouvoir la ratifier valablement, quels sont les articles qui Message et projet d'arrêté du 18 novembre 1981 (FF 1982 I, 1)
pourront être soumis à l'approbation du Conseil fédéral,
Beschluss des Ständerates vom 17. März 1982
puis des Chambres fédérales. Ce sont les articles: 1 - droit
Décision du Conseil des Etats du 17 mars 1982
au travail, 5 - droit syndical, 6 - droit de négociations col-
lectives, 12 - droit à la sécurité sociale, 13 - droit à l'assis-
tance sociale et médicale, 16 - droit de la famille à une pro-
tection sociale, juridique et économique, et enfin 19 - droit
des travailleurs migrants et de leur famille à la protection et
à l'assistance. Antrag der Kommission
En terminant, puisque je n'ai pas pu le faire en commission Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
pour des raisons qui viennent d'être rappelées, j'insisterai
sur l'importance qu'il convient d'attacher au respect des Proposition de la commission
droits de l'homme dans notre politique d'aide publique au Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil des
développement. Il importe à cet égard de reconnaître que Etats
les droits de l'homme, au sens où nous l'entendons sur le
plan international, ne prennent leur pleine signification que Schnyder-Bern, Berichterstatter: Mit Bundesbeschluss vom
lorsque la société et l'économie sont organisées de telle 25. September 1974 genehmigten wir die Vereinbarung zwi-
manière qu'elles permettent à l'ensemble de la population schen bestimmten europäischen Regierungen und der
de couvrir ses besoins essentiels ou tout au moins de survi- europäischen Weltraumforschungsorganisation über die
vre. Le premier objectif de notre coopération au développe- Durchführung des Raumfahrzeugträgerprogrammes Ariane.
ment et de notre aide humanitaire au sens de notre loi fédé- Damit wurde die Schweiz Teilnehmer an einem Amerika-
rale du 19 mars 1976 est bien de soutenir les efforts des unabhängigen Forschungsprogramm für eine leistungsfä-
pays en développement pour satisfaire les besoins les plus hige europäische Trägerrakete.
élémentaires de la population. Befriedigt dürfen wir heute feststellen, dass in den vergan-
Quels sont les effets de la violation des droits de l'homme genen zehn Jahren der Rückstand auf die USA im Bereich
sur cette politique d'aide publique au développement? der unbemannten Satelliten aufgeholt werden konnte.
Nous examinons la politique suivie dans les pays bénéfi- Heute ist die Forschungsphase der Dreistufenrakete Ariane
ciaires de notre aide publique au développement. Lorsque (eine Rakete mit einem Startgewicht von 208 Tonnen und
la torture, les exécutions sommaires, les arrestations arbi- einer Höhe von 47,7 Meter, die in der Lage ist, bis zu 5 Ton-
traires sont érigées en doctrines politiques, lorsqu'il y a vio- nen schwere Satelliten auf eine Geostationärbahn in einer
lations flagrantes des droits de l'homme, nous freinons, Höhe von 36 000 Kilometern zu plazieren) erfolgreich abge-
voire arrêtons nos programmes d'aide publique au dévelop- schlossen. Von vier Erprobungsstarts, die vom Versuchsge-
pement. Cela s'est déjà produit, par exemple en Bolivie. lände Kourou in Französisch-Guayana aus erfolgten, miss-
Toutefois, et suivant les principes de notre loi, nous esti- riet nur der zweite; die drei übrigen Starts verliefen erfolg-
mons qu'il convient de ne pas toujours d'interrompre notre reich. Sie führten neben den Testsatelliten den neuen USA-
aide humanitaire ou certains de nos projets de coopération Wettersatelliten Meteosat und den indischen Fernmelde-
technique et d'aide financière qui profitent directement aux satelliten Apple mit.
populations les plus défavorisées. Ces derniers sont un Nachdem die Entwicklungsphase der Arlane-Rakete abge-
moyen, sinon de faire respecter les droits de l'homme, du schlossen wurde - sie kostete übrigens rund 2,2 Milliarden
moins de permettre - je reprends ici une phrase du mes- Franken, an welchen sich die Schweiz mit knapp 50 Millio-
sage - «d'assurer la survie de gens qui ne sont pas respon- nen Franken, verteilt auf zehn Jahre, beteiligt hatte -,
sables mais qui sont victimes du comportement de leurs begann die erste Produktionsphase. Bei den Verhandlun-
autorités». gen über diese erste Produktionsserie zeigte es sich, dass
Je dirai enfin qu'en matière de protection des droits de der Entscheidungs- und Finanzierungsmechanismus der
l'homme, comme l'a relevé M. Duboule, les interventions ESA als internationaler zwischenstaatlicher Organisation
directes et discrètes, par la voie diplomatique, nous ont nicht die wünschenswerte Flexibilität für eine kommerziell
permis d'obtenir des résultats plus probants qu'un vain ausgerichtete Tätigkeit wie die Produktion von Trägerrake-
tapage et que de nombreux communiqués de presse. Cette ten garantierte. Es wurde deshalb vereinbart, die Serienpro-
action diplomatique discrète n'empêche évidemment pas duktion dieser Rakete einer Aktiengesellschaft zu übertra-
d'élever également la voix pour stigmatiser les violations gen, deren wichtigste Aktionäre die französische Raum-
massives des droits de l'homme. fahrtorganisation CNES (Centre National d'Etudes Spatia-
Je vous remercie de l'accueil que vous avez réservé à ce les) und die an der Produktion beteiligten Firmen sind.
rapport. C'est un encouragement pour le Conseil fédéral Diese Aktiengesellschaft mit Namen Ariane-Space, am
d'aller encore plus loin dans son action, dans la voie qu'il 26. März 1980 gegründet, hat ihren Sitz in Evry bei Paris.
s'est tracée et que plusieurs d'entre vous ont eu l'amabilité 59,25 Prozent des Aktienkapitals von 120 Millionen französi-
de rappeler dans leurs propos d'aujourd'hui. schen Franken befinden sich in französischen Händen. Die
schweizerische Beteiligung beträgt 2,7 Prozent und verteilt
Präsidentin: Kommission und Bundesrat beantragen, vom sich auf die vier schweizerischen Aktionäre Contraves, CIR
Bericht Kenntnis zu nehmen. Ein anderer Antrag wird nicht (Compagnie Industrielle Radioéléctrique), das Flugzeug-
gestellt; Sie haben vom Bericht Kenntnis genommen. werk Emmen und die Bankgesellschaft. Dank dieser
Wir haben noch das Postulat von Frau Manchen abzuschrei- Schweizer Beteiligung konnte sich die schweizerische Indu-
ben. Auch hier wurde kein Gegenantrag gestellt; Sie haben strie namhafte Aufträge sichern. Ihr Umfang ist heute
so beschlossen. bereits bedeutend höher als die finanzielle Beteiligung an
dieser Gesellschaft.
An den Ständerat - Au Conseil des Etats Es geht beim vorliegenden Geschäft darum, den Bundesrat
zu ermächtigen, der Europäischen Weltraumorganisation
ESA seine Zustimmung zur Erklärung europäischer Regie-
rungen über die Produktionsphase der Arlane-Träger zu
erteilen und damit die Ariane-Space mit der Produktion des
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Schutz der Menschenrechte. Bericht
Protection des droits de l'homme. Rapport
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.043
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 1390-1394
Page
Pagina
Ref. No 20 010 797
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