Federal Airport Subsidies Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered the financial contributions from the federal government to the airports of Basel, Geneva, and Zurich. While the federal government acknowledged the national importance of these airports and proposed a differentiated subsidy based on their development status, various parties argued for equal treatment or greater contributions, citing past practices and financial needs. The court ultimately upheld the federal government's differentiated approach, deeming it a necessary, albeit temporary, measure to balance financial realities with regional equity and the ongoing need for airport development, while also emphasizing the importance of responsible financial management and the constitutional framework governing federal subsidies.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 48 sagt, Art. 45 heisst, Art. 1 Antrag, Art. 101 Absatz, Art. 2 mal, Art. 2 Absatz; Federal Airport Subsidies Case: While the federal government acknowledged the national importance of these airports and proposed a differentiated subsidy based on their development status, various parties argued for equal treatment or greater contributions, citing past practices and financial needs. The court ultimately upheld the federal government's differentiated approach, deeming it a necessary, albeit temporary, measure to balance financial realities with regional equity and the ongoing need for airport development, while also emphasizing the importance of responsible financial management and the constitutional framework governing federal subsidies.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited to clarify the federal government's role in promoting airports and the conditions for granting contributions.
Cited to establish the airport operator's responsibility for costs and the federal government's responsibility for air navigation services and obstacle removal.
Cited as a general competence norm for federal legislation in air traffic.
Cited to define the federal government's responsibility for air navigation services and the removal of air traffic obstacles.
Cited to define the maximum contributions for airports and to establish the principle of considering the financial situation of the beneficiaries.
Cited to emphasize the need to consider the financial situation of the beneficiary when granting federal contributions to airports.
Cited regarding the principle of good faith and reliance on official information in relation to subsidy applications.
Cited for the approval of credit overspending in financial accounts.
Volltext
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. Agrandissement 722 N 14 juin 1982
#ST# 82.003 mir allerdings einige Verwunderung ausgelöst. Es ist doch
unlogisch oder sogar wirklichkeitsfremd, wenn behauptet
Flughäfen Basel, Genf und Zürich, Ausbau wird, wir müssten nur etwas mehr Verständnis und Sympa-
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. thie für die Anliegen der Genfer und Zürcher Freunde auf-
Agrandissement bringen, in der Folge dann das Füllhorn der Mutter Helvetia
umdrehen, und schon würden die gewünschten zusätzli-
chen 10, 30, 50 oder noch mehr Millionen auf die armen
Fortsetzung - Suite Flughafenkantone herunterfallen. Ich meine, dass unser ver-
Siehe Seite 601 hiervor - Voir page 601 ci-devant fassungsmässiger Auftrag doch dahingeht, nicht unbesorgt
weitere ungedeckte Ausgaben zu beschliessen, sondern
mitzuhelfen, die gefährliche Defizitwirtschaft des Bundes zu
beenden. Das ist nach Auffassung der Kommission die
eine, vielleicht die wichtigere Seite der Medaille. Daneben
Messmer, Berichterstatter: Die vorberatende Kommission, sollten aber die eingegrenzten Versuche eines bescheide-
für die ich mich hier zu äussern habe, hat Ihnen vor einer nen Entgegenkommens nicht sogleich als Ausgabenexplo-
Woche die Gründe dargelegt, wonach wir Sie gebeten sion abgestempelt werden.
haben, auf die Vorlage einzutreten. Ich wiederhole deshalb, dass die von uns vorgeschlagenen
Ich nehme heute nur zu einigen grundsätzlichen Bemerkun- Beitragsverbesserungen das Jahresbudget unserer Bun-
gen aus der Eintretensdebatte Stellung in der Annahme, deskasse um je etwa 2 Millionen Franken belasten würden.
dass der bundesrätliche Sprecher dann noch einmal die Die dadurch ausgelöste Goodwillwirkung bei den Flugha-
gesamte Situation beleuchten wird. fenhaltern scheint uns mindestens diesen Beitrag wert zu
Zunächst zum Rückweisungsantrag von Kollege Kohler. Ob sein. Ich bitte Sie dringend, dass Sie Eintreten im Sinne der
die Flughafenbeiträge die Kosten mehr oder weniger verbil- Kommission beschliessen und sich in der Folge auch dem
ligen und ob eine völlige Umlegung auf die Benützungstarife Mehrheitsbeschluss bezüglich dieser bescheidenen Auf-
sinnvoller wäre, steht heute nicht zur Diskussion. Diese stockung des Bundesbeitrages anschliessen können.
Frage könnte zum Gegenstand einer Gesetzesrevision
gemacht werden. Jetzt haben wir bestehendes Recht anzu- M. Pedrazzini, rapporteur: M. Raoul Kohler a formulé une
wenden, das die Vorgehensweise von Kollege Kohler im proposition de renvoi.
Augenblick nicht zulässt. Dans mon exposé concernant l'entrée en matière, j'ai mis
Frau Christinat ist leider nicht hier. Ich möchte ihr nämlich en évidence le fait que la commission, par 12 voix contre 8,
zustimmen, dass Sprachprobleme in den Kommissionen a repoussé une proposition de renvoi de M. Künzi. En
nicht immer einfach zu bewältigen sind. Frau Christinat ging l'occurence, la commission vous prie de rejeter la proposi-
es aber weder in der Kommission noch in unserer Eintre- tion de M. Kohler pour les raisons suivantes: le renvoi obli-
tensdebatte um das verbale Verstehen. Gerade was den gerait le Conseil fédéral à discuter à nouveau de l'ensemble
Flughafen Genf anbelangt, wurde die Kommission von sel- du financement des aéroports avec les cantons de Genève,
ten des Staatsrates Genf allerbestens informiert - und das de Zurich et de Baie, ainsi qu'avec la Société immobilière de
sei in diesem Zusammenhang speziell erwähnt - sogar in Zurich et la Swissair. Cela entraînerait un retard inadmissi-
einem französisch- und deutschsprachig abgefassten ble qui provoquerait automatiquement un renchérissement
Expose. Wenn wir, Frau Christinat, Ihren Subventions- bien supérieur à la totalité des subventions de la Confédé-
wunschvorstellungen hätten entsprechen können, würden ration. En outre, à Zurich comme à Genève, des travaux
wir nach Ihrer Meinung in Sachen Sprachverständnis doivent être entrepris sans délai.
bestimmt mit der Note «vorzüglich» abgeschnitten haben. A la suite de nombreuses interventions qui réclamaient une
Herr Grobet ist im Augenblick auch nicht da. Wir haben uns augmentation substantielle des subventions de la Confédé-
an gewisse unkomplizierte Formulierungen von seiner Seite ration, je pense qu'il est important d'insister sur le fait que
- um das nicht anders zu sagen - schon in den Kommis- le problème des finances de la Confédération mérite d'être
sionsverhandlungen gewöhnen müssen. Er war dort in kei- sérieusement pris en considération. Dans le but d'assainir
ner Hinsicht wählerisch, auch nicht mit dem Vortragen von ces dernières, le Parlement a modifié le régime financier, a
permanent modifizierten Vorschlägen. Dass Herr Grobet die voté des arrêtés et le peuple a confirmé toutes ces opéra-
Kommission gerne in Genf gesehen hätte, ist leider etwas tions lors de votations populaires.
spät vorgeschlagen worden, denn ich hörte erstmals vor Je vous rappelle que, dans l'arrêté de 1945, il est précisé
acht Tagen von dieser Einladung. Ich darf aber auch hier que les subventions pour les aéroports sont accordées
wieder auf den Boden der Realität zurückführen, denn eine compte tenu de la situation financière de la Confédération
Reise nach Genf hätte zu nichts geführt. Kein einziges et de celle des bénéficiaires. Or, la description de la situa-
Votum in der Kommission oder vor einer Woche in unserem tion économique des bénéficiaires, à savoir celle des aéro-
Rat ging in der Richtung eines Zweifels an der Notwendig- ports cantonaux, se trouve aux pages 5, 6 et 7 du message.
keit und Zweckmässigkeit der dort geplanten Bauvorhaben, En 1980, le résultat global concernant l'exercice financier
im Gegenteil; alle empfanden es als unschön, dass gerade des aéroports de Zurich et de Genève a été positif et le
der Kanton Genf von den veränderten, stark reduzierten résultat d'exploitation de celui de Baie a été équilibré au
Subventionsansätzen besonders stark betroffen wird. Das cours des cinq dernières années.
meine ich, Herr Grobet, ist wohl der Hauptgrund, warum On a insisté sur les désavantages pour les cantons aéro-
sich der Bundesrat bemüht hat, die von Ihnen negierte und portuaires: le trafic de la drogue, la pollution, le bruit, mais
verschmähte Differenzierung der Subventionsansätze für l'on a omis d'en souligner les avantages, même s'il est diffi-
Zürich, Basel und Genf überhaupt in Vorschlag zu bringen. cile de les quantifier. Néanmoins, je me demande comment
Es sind nicht zuletzt Überlegungen zu Ihren Gunsten, die Genève pourrait conserver son prestige international - qui
die Kommission veranlasst haben, eine im Rahmen des est, sur le plan de l'économie, une source de revenus, Mon-
möglichen liegende Anpassung der Gesamtaufwendungen sieur Duboule - sans un aéroport. En ce qui concerne Baie,
des Bundes vorzuschlagen. Genève et Zurich qui sont nos portes sur le monde, le chif-
Herrn Barchi würde ich freundschaftlich empfehlen, Gesetz fre d'affaires réalisé grâce à l'aviation civile ne cesse de
und Bundesbeschluss noch einmal genau zu studieren, croître. Certes, une partie du bénéfice demeure-t-elle dans
bevor er den Vorwurf der staatsrechtlichen Unstatthaftigkeit les rouages des économies cantonales, sous forme
erhebt. d'emplois, de transport et de consommation générale.
Abschliessend: Es sind in der ganzen Debatte keine neuen Due parole sugli interventi dei deputati ticinesi, onorevoli
Gesichtspunkte für die Kommission zutage getreten. Das Barchi e Pini. L'onorevole Barchi ha giustificato con dovizia
vielfach vorgebrachte Erstaunen, warum man denn plötzlich di citazioni la necessità dell'intervento sussidiario della Con-
die Beiträge des Bundes derart drastisch reduziere, hat bei federazione per lo sviluppo del traffico aereo. Intervento
14. Juni 1982 723 Flughäfen Basel, Genf und Zürich. Ausbau
che i rappresentanti dei cantoni aeroportuali hanno recla- Jahre das Budgetgleichgewicht im Rahmen der Finanzplan-
mato, hanno ritenuto ingiustificato, ma che non è conte- zahlen verwirklichen, und ihm dann Vorwürfe machen, wenn
stato. La riduzione dei contributi, nei confronti di quanto fu er bei Einzelvorlagen sich an diesen Auftrag hält. Ultra
fatto più generosamente nelle- precedenti legislature, è posse nemo tenetur; mehr als die verfügbaren Mittel, die
• dovuto unicamente alla necessità del risanamento delle nach Finanzplan und Perspektiven einkalkuliert werden kön-
finanze federali. Il Consigliere nazionale Pini è intervenuto nen, standen und stehen uns nicht zur Verfügung.
' su un problema da lui stesso definito «a margine». Sempre Nun gab es zwei Methoden für die Verwendung der verfüg-
attento ai problemi del nostro cantone, l'on, Pini ha richie- baren Mittel, um die Beitragsanliegen der drei Flughäfen
sto una maggiore sensibilità del Governo nei confronti delle teilweise zu befriedigen: Man hätte einfach eine lineare
comunicazioni aeree interne che sono di rilevante impor- Umlegung vornehmen können. Das ergäbe einen durch-
tanza per i cantoni marginali. La proposta del deputato tici- schnittlichen Beitragssatz von etwa 13,5 Prozent, nämlich
nese merita di essere seguita. diese 110 Millionen, bezogen auf die 812 Millionen Franken.
Je termine eh vous priant, au nom de la majorité de la com- Eine derart massive Reduktion (nicht des Bundesaufwan-
mission, de rejeter la proposition de renvoi de M. Kohler et des, sondern der Prozentsätze) hätte der Bundesrat als
de vous prononcer en faveur de l'entrée en matière. De stossend empfunden; das wäre nach seiner Auffassung
plus, je vous invite à voter, à l'article 1, 2e alinéa, la proposi- nicht nur hart, sondern unbillig, im Hinblick auf den ganz
, tion de la commission. ungleichen Ausbauzustand der drei Landesflughäfen, wor-
auf gerade die Sprecher der Romandie mit Recht hingewie-
Bundesrat Schlumpt: Die Herren Berichterstatter haben die sen haben.
Vorlage so umfassend und genau präsentiert und auch zur
Der Bundesrat meint nicht, dass man in Zukunft, wenn Sub-
breiten, kontroversen Diskussion so genau Stellung genom-
ventionssätze reduziert werden müssen (mit dieser Situa-
men, dass ich mich auf einen Abriss und eine Stellung- tion werden wir uns in den nächsten Jahren immer wieder
nahme zu verschiedenen Voten beschränken kann. Vorher
konfrontiert sehen), immer derartige Differenzierungen vor-
aber eine immerhin nicht unwesentliche Richtigstellung:
genommen werden sollten. Das wäre nicht gangbar. Der
Der Bund betätigt sich auf diesem Gebiet seit 1945, d. h.
Bundesrat ist der Auffassung, hier sei ein Ausnahmetatbe-
seit Inkrafttreten jenes Bundesbeschlusses: Er hat seither
stand gegeben, eben im Hinblick darauf, dass vergleichbare
die nicht unbeachtliche Summe von 572 Millionen Franken
Objekte - von Genfer Seite wird vor allem auf die Fracht-
für diese drei Flughäfen ausgerichtet. Das hat er getan, weil
halle hingewiesen - an einem Ort ausgeführt, am anderen
er schon mit jenem Bundesbeschluss, dann auch mit dem
noch nicht realisiert sind. Seit Jahrzehnten ist man immer
Luftfahrtgesetz und seiner seitherigen Politik die nationale
von einem Konzept'für drei Landesflughäfen ausgegangen.
Bedeutung des Luftverkehrs, insbesondere des internatio-
Jetzt gelangte der Bundesrat zur Überzeugung, dass eine
nalen Verkehrs für diese drei Flughäfen anerkannte.
beschränkte Differenzierung aus Gründen der übergangs-
Nun will der Bund für diese Fünfjahresperiode - um die es
rechtlichen Äquivalenz und Gerechtigkeit geboten sei.
hier geht - beileibe nicht (wie man einzelnen Voten hätte
Sie wissen, wie diese Differenzierung nach den Vorschlä-
entnehmen mögen, die da von «unverantwortlich» und
gen des Bundesrates aussehen soll. Ich will Ihnen nur noch
sogar «rechtswidrig» sprachen) weniger als in den vergan-
die Auswirkungen nennen: Die Differenzierung nach Vor-
genen Jahren geben; im Gegenteil. Nationalrat Linder hat
schlag des Bundesrates bedeutet, dass Basel bei den 10,7
darauf hingewiesen; der Bund will in den nächsten fünf Jah-
Millionen zusätzlich 2,8 Millionen Franken erhält, dass Genf
ren sogar wesentlich grössere Verpflichtungen für diese
mit 58 Millionen zusätzliche 9,4 Millionen Franken erhält,
drei Landesflughäfen übernehmen als in den letzten Jahren,
dass aber Zürich mit 40,5 Millionen 12,5 Millionen weniger
nämlich insgesamt rund 110 Millionen Franken; ja er wird
erhält. Diese Differenzierung anstelle einer linearen Ausrich-
sogar noch etwa 20 Millionen mehr als diese veranschlag-
tung nach gleichen Sätzen ist doch wohl massvoll, ist aber
ten 110 Millionen Franken übernehmen. Es ist eben so,
auch nicht nichts. Bezogen auf die sonst bei linearer Zuwei-
dass bei allen drei Landesflughäfen für diese Fünfjahrespe-
sung der verfügbaren Mittel gegebenen Beiträge je Flugha-
riode ein grosses Bauprogramm aufgelaufen ist, insgesamt
fen macht es immerhin eine Grössenordnung von 20 Pro-
für alle drei Flughäfen 812 Millionen Franken. Wir können
zent aus.
auch nicht - wie vereinzelt angetönt wurde - einfach die
Verwirklichung dieser Bauvorhaben erstrecken; denn für Ich betone, es handelt sich dabei nach Meinung des Bun-
die darauf folgende Periode ab 1986 sind uns bereits wieder desrates um eine einmalige 'Übergangsordnung aus Grün-
von allen drei Flughäfen 473 Millionen Franken Baupro- den der Billigkeit, der Angemessenheit und auch des regio-
gramme angekündigt, zu den 812 Millionen hinzu. Wenn wir nalen Ausgleichs.
nun die Erledigung der drei Programme erstrecken wollten Zur Frage der Kreditbeanspruchung der nach Finanzplan
in die zweite Hälfte dieses Jahrzehnts hinein, dann würde und Perspektiven verfügbaren Kredite: Ich habe Ihnen
das dort einfach kumuliert mit dem nächsten, bereits in gesagt, die Kreditbeanspruchung mache nominell etwa 109
Aussicht gestellten Bauprogramm von auch wieder einer bis 110 Millionen Franken aus. Faktisch ist aber ein Betrag
halben Milliarde Franken. für die Bauteuerung seit 1980 hinzuzurechnen. Dieser
Nun haben wir nach Finanzplan und Perspektiven für diese konnte von den Flughafenhaltern nicht eingerechnet wer-
Jahre bis und mit 1986 105 Millionen Franken zur Verfü- den: Sie mussten ihre Projekte, ihre Ausbauprogramme,
gung. Wir nehmen pro 1987 noch 5 Millionen hinzu, um das per 1980 erstellen. Die Bauteuerung seither, d. h. von 1980
Bauprogramm 1981/1985 zu bewältigen. So kommen wir bis 1982, die in diesen Zahlen also noch nicht Inbegriffen
insgesamt auf die erwähnten 110 Millionen. Es gilt also zu ist, wird nach heutigen Feststellungen etwa 20 Millionen
beachten: Es geschieht bereits ein Vorgreifen auf die Mittel Franken ausmachen. Um diese 20 Millionen Franken wer-
der Jahre 1986/87. Wir nehmen etwas aus einer künftigen den wir die Finanzplanzahlen demnach in jedem Fall über-
Periode vorweg, das dann unter Umständen fehlen wird, schreiten.
wenn es um die Realisierung des weiteren Programmés Ein Zweites: Gegenwärtig werden die Beitragsleistungen
geht. auch für Flughäfen um die 10 Prozent lineare Beitragskür-
In dieser Situation sah sich der Bundesrat verpflichtet, die 'zungen, wie sie allgemein geften, reduziert. Bis Ende 1983
Frage zu prüfen, wie diese Beitragsanliegen der drei Flug- haben wir diese bei den verfügbaren Mitteln eingerechnet.
häfen mit den verfügbaren Mitteln am besten und am Wir konnten sie aber für die folgenden Jahre nicht berück-
gerechtesten befriedigt werden können. Dabei hatte der sichtigen, weil wir noch nicht wissen, ob sie fortgesetzt
Bundesrat dem erklärten, mit Beschlüssen und Motionen werden. Falls sie für die Jahre 1984 bis 1986 - auf die wir,
festgelegten Willen der Bundesversammlung Rechnung zu wie gesagt, für die Finanzierung dieser Beitragsleistungen
tragen, wonach mit den verfügbaren Mitteln auszukommen einen Vorgriff machen - weiter gelten, fehlen uns weitere
sei. Man kann doch nicht dem Bundesrat mit verbindlichen 7,5 Millionen Franken. Beides zusammen würde zur Folge
Aufträgen imperativ sagen, er müsse innert der nächsten haben, dass die dem Bund nach Finanzplan und Perspekti-
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. Agrandissement 724 N 14 juin 1982
ven zur Verfügung stehenden Mittel um 27,5 Millionen Fran- «Die Kosten der Anlage des Betriebes und des Unterhalts
ken überschritten würden. des Flugplatzes sind vom Flugplatzhalter zu tragen.» Flug-
In Gegenüberstellung dazu die Anträge, die hier gestellt platzhalter sind die Kantone, oder in Basel haben wir eine
werden: Der Antrag der Kommissionsminderheit, in der spezielle internationale Trägerschaft. Im Artikel 48 sagt das
Kommission von Nationalrat Widmer eingebracht, würde zu gleiche Luftfahrtgesetz, dass die Kosten des Flugsiche-
einer Überschreitung von etwa 36 Millionen Franken führen, rungsdienstes und der Beseitigung von Luftfahrthindernis-
inklusive Teuerungsnachbezug und allfällige lineare Bei- sen vom Bund zu tragen seien. Die Flugsicherungskosten
tragskürzung für drei Jahre. Minderheit l: Überschreitung trägt also der Bund. Im Artikel 101 schliesslich wird genau
um 54 Millionen Franken. Minderheit II: Überschreitung um gesagt, worin die Förderung der Luftfahrt durch den Bund
63 Millionen Franken (immer nach den gleichen Berech- besteht, nämlich in der Gewährung von Beiträgen an die
nungsgrundlagen). Kosten der Anlage und der Erweiterung öffentlicher Flug-
Zu den einzelnen Voten: Nationalrat Landoli, Sie werfen plätze; es sind also Beiträge zu gewähren. Welche Beiträge,
dem Bundesrat stures Festhalten am Finanzplan vor. Es das sagt Artikel 2 des Bundesbeschlusses vom Jahre 1945,
gibt offenbar nur zwei Möglichkeiten: entweder hält man an und da wird gesagt: Maximalbeiträge so und so viel. Die
einem Finanzplan, den Sie genehmigt haben, fest, und dann Maxima dieser Beiträge sind festgelegt, aber keine Minima.
ist man stur, oder man hält eben an einem Finanzplan nicht Es hält deshalb schwer, auch für mich wie für die Herren
fest, aber dann muss ich Ihnen die Frage stellen: Was ist Kommissionsreferenten, zu sehen, wo denn hier eine
ein Finanzplan? Was soll er sein? Was hat es überhaupt für Rechtswidrigkeit liegen sollte. Man kann sagen, der Antrag
einen Sinn, einen Finanzplan festzulegen, wenn man ihn bei des Bundesrates sei nicht ausgewogen, er gehe zu wenig
erster sich bietender Gelegenheit, in einer einzigen Posi- weit in der Differenzierung. Man kann das Gegenteil geltend
tion, um 50 Prozent übersteigen würde? machen, wie das auch gesagt wird. Aber von Rechtswidrig-
Nationalrat Tochon beurteilt die Anträge des Bundesrates keit erblicke ich hier wirklich nichts.
als unkorrekt. Ich meine, es wäre vom Bundesrat viel eher Noch einmal, Nationalrat Landolt. Sie sprachen von einem
unkorrekt, wenn er klare Aufträge der Bundesversammlung Bestreben des Bundes nach Kantonalisierung der Flughä-
missachten würde. Es ist allerdings etwas schwierig, die fen. Da kann ich Ihnen mit letzter Deutlichkeit versichern:
Zusammenhänge zu sehen, weil nämlich diese Aufträge Das wollen wir nicht, und zwar, weil wir dies nicht können.
nicht bei den Landesflughäfen ergingen, sondern im Wir können die Flughäfen nicht kantonalisieren. Sie sind
Zusammenhang mit der Finanzpolitik, mit dem Finanzplan. eben seit eh und je kantonal.
Aber wir haben natürlich nicht eine Politik des Sonntages
Zum Rückweisungsantrag von Nationalrat Kohler: National-
und sechs Politiken des Werktages, sondern wir müssen
rat Kunz hat zu verschiedenen Fragen bereits Stellung
eine in sich konsistente, aufeinander abgestimmte Politik
bezogen. Die GVK-Thesen werden von Nationalrat Kohler
bei den Landesflughäfen wie bei der Finanzpolitik betrei-
angerufen. Dazu ist zu sagen, dass wir die GVK natürlich
ben.
nicht stückweise anrufen und realisieren können, quasi im
Bei Genf übrigens wirkt sich die Reduktion, wenn sie sich
Sinne eines Selbstbedienungsladens. Es ist durchaus rich-
im Rahmen der Vorschläge des Bundesrates hält, so aus,
tig, dass man auch bei diesen Flughäfen wie bei anderen
dass bisher durchschnittlich 30-Prozent-Beitragssätze -
Verkehrsinfrastrukturen einmal von einem Verursacherprin-
das war das Mittel der langjährigen Beiträge an Genf - je
zip (Kostentragung nach Verursachung), vorbehalten
nach Objekt auf 20 bis 18 Prozent reduziert würden.
gemeinwirtschaftliche Leistungen und dergleichen, ausge-
Auch Nationalrat Künzi und Nationalrat Grobet betrachten
hen soll. Aber die Benützerbelastung als Prinzip generell
die Anträge des Bundesrates aus verschiedenen Betrach-
anzuwenden im gegenwärtigen Zeitpunkt wäre aus zwei
tungsweisen heraus als Ungerechtigkeit. Wenn die eine
Gründen in keiner Weise zu vertreten. Einmal ist zu beach-
Seite meint, eine Differenzierung sei an sich ungerecht, und
ten, dass wir in den letzten zwei, drei Jahren bereits ver-
die andere Seite meint, diese Differenzierung sei ungerecht,
schiedene dieser Objekte, welche Teil dieser Baupro-
weil sie ungenügend sei, liegen wir mit unseren Anträgen
gramme bilden, freigegeben haben durch vorzeitige Baube-
nicht so schlecht!
willigungen im Einverständnis mit der Finanzdelegation Ihrer
Nationalrat Grobet möchte ich immerhin zu bedenken
beiden Räte. Es ginge nun zweifellos nicht an, heute keine
geben, dass es doch etwas eigenartig wirkt, wenn der Vor-
Beiträge, auch zu diesen reduzierten Subventionsansätzen,
wurf, der Bundesrat verhalte sich gegenüber Genf insbe-
mehr gelten zu lassen. Im Antrag von Nationalrat Kohler
sondere, aber auch gegenüber Basel ungerecht, hier in
heisst es, dass das Benützerprinzip eingeführt werden soll,
dem Moment erhoben wird, da der gleiche Bundesrat diffe-
aber unter Gleichbehandlung und unter Berücksichtigung
renziert. Während all den vergangenen Jahren wurde nie
der bisherigen Leistungen. Ich habe über den Sonntag stu-
differenziert. Das führte zu folgenden Bezügen: Zürich gut
diert, wie man das auf den gleichen Nenner bringen könnte,
400 Millionen Franken; Genf gut 100. Wann haben sich dazu
und bin zu keinem gangbaren Weg gekommen. Entweder
hier Stimmen erhoben? Ich habe keine gehört, auch damals
führen wir das Benützerprinzip ein und leisten also keine
nicht, als ich noch Ihrem Rat angehören durfte. Kommt jetzt
Objektbeiträge mehr an derartige Bauprogramme, oder
aber der «böse» Bundesrat und schlägt mit Blick auf die-
dann streben wir, wie das der Bundesrat will und verschie-
sen, eben sehr ungleichen Ausbauzustand eine Differenzie-
dene Minderheitsanträge, eine gewisse Gleichbehandlung
rung vor, dann wirft man ihm vor, er sei ungerecht oder
an unter Berücksichtigung bisheriger Leistungen. Wenn
unkorrekt.
man Neuordnungen, fundamentalere, weitreichendere Neu-
Zu den Ausführungen der Herren Landoli, Künzi, Grobet,
ordnungen in bezug auf die Förderung der Luftfahrt im all-
Gautier und Barchi, diese drei Flughäfen stelllen eine natio-
gemeinen und die Beitragsleistungen an Flughäfen im
nale Aufgabe dar. Ich habe bereits gesagt, das sei auch die
besonderen in Erwägung ziehen will - das kann gemacht
Meinung des Bundesrates. Worin diese Aufgaben konkret
werden; diese Fragen müssen geprüft und ausdiskutiert
bestehen, das sagen uns, Nationalrat Barchi - das zu Ihrem
werden -, dann gehört das doch in den Zusammenhang mit
Vorwurf, was wir vorschlagen, sei rechtswidrig -, Verfas-
der Totalrevision des Luftfahrtgesetzes. Der Entwurf ist
sung und Gesetz. Als Jurist werden Sie der Feststellung
abgeschlossen. Nach Durchführung der üblichen Verfahren
von Kommissionspräsident Messmer wohl nicht widerspre- werden dann Sie und der Ständerat diesen Entwurf zu
chen können, dass die Frage der Rechtswidrigkeit anhand behandeln haben. Dort wird zu entscheiden sein, ob man
der lex lata - und nicht de lega ferenda - zu beurteilen ist. auch im Subventionierungsbereich zu wesentlicheren Neu-
Das geltende Recht in Artikel 37ter der Bundesverfassung ordnungen gelangen will.
sagt uns, dass die Gesetzgebung auf dem Gebiete des
Abschliessend folgende Feststellungen:
Luftverkehrs Sache des Bundes sei. Es handelt sich um
eine allgemeine Kompetenznorm. 1. Der Bundesrat schlägt aus den von den Herren Kommis-
Im Luftfahrtgesetz dann werden die Rechtsfragen klar sionsreferenten sehr gut dargelegten und in der Diskussion
beantwortet, Nationalrat Barchi. Im Artikel 45 heisst es: ja auch nicht bestrittenen Gründen ein neues Verfahren vor:
14. Juni 1982 725 Flughäfen Basel, Genf und Zürich. Ausbau
Sammelbotschaft Gesamtkredit. Gerade damit ist nun aber Minderheit III
das aktuell geworden, was sich als hauptsächlicher Gegen- (Röthlin, Jung, Roth, Rüttimann, Wagner)
stand Ihrer Diskussion gebildet hat. Weil wir jetzt ange-
Nach Entwurf des Bundesrates
sichts einer solchen Botschaft erstmals eine Gesamtbeur-
teilung vornehmen können, eine Vorausschau auf die näch- Antrag Aider
sten Jahre, weil wir nicht nur Objekt um Objekt im Parla- Bst.a
ment zu behandeln haben, hat sich diese Problematik
Flughafen Basel-Mülhausen:
gezeigt.
- dem Kanton Basel-Stadt 6,720 Mio Fr.
2. Der Bundesrat ist der Meinung, dass es sich um einma-
lige Subventionsabstufungen im Sinne einer Übergangsord- Antrag Mascarin
nung aus Gründen der Billigkeit, der Verhältnismässigkeit Bst. a
des regionalen Ausgleichs, der Dezentralisation handeln
- dem Kanton Basel-Stadt 4,2 Mio. Fr.
soll. Der Bundesrat ist der Meinung, dass es sich um eine
Förderung nach Mass, aber auch um eine Differenzierung Antrag Herczog
mit Mass, also insgesamt um eine massvolle Lösung han- Bst. c
delt.
- der Flughafen-lmmobilien-Gesellschaft Streichen
Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten und den Anträgen
des Bundesrates zuzustimmen. Antrag Grobet
Bst.b
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Flughafen Genf
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
- dem Kanton Genf 66,359 Mio Fr.
Präsidentin: Es liegt ein Rückweisungsantrag Raoul Kohler
vor. Er wurde bereits begründet.
Art. 1
Abstimmung - Vote Proposition de la commission
Für Rückweisung der Vorlage 15 Stimmen
Dagegen 121 Stimmen Titre, al. 1, 2 préambule et dernière phrase, 3 et 4
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Titel und Ingress
Al. 2
Antrag der Kommission
Majorité
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
a. ...
Titre et préambule - au canton de Baie-Ville 11,484 mio de fr.
Proposition de la commission b. ...
- au canton de Genève 61,164 mio de fr.
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté c. ...
- au canton de Zurich 8,720 mio de fr.
- à la Société immobilière de l'aéroport 26,070 mio de fr.
Art. 1
Antrag der Kommission
Minorité I
Titel, Abs. 1, 2 Ingress und Schlusssatz, 3 und 4 (Landolt)
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates a. ...
11,734 mio de fr.
Abs. 2
b. ...
Mehrheit 71,359 mio de fr.
a. ... c. ...
- dem Kanton Basel-Stadt 11,484 Mio Fr. 9,580 mio de fr.
b. . . . 33,000 mio de fr.
- dem Kanton Genf 61,164 Mio Fr.
Minorité II (Duboule)
c. . . .
- dem Kanton Zürich 8,720 Mio Fr. a. ...
- der Flughafen-lmmobilien-Gesellschaft 26,070 Mio Fr. 15,842 mio de fr.
b. ...
81,695 mio de fr.
Minderheit l
c. ...
(Landolt) 12,245 mio de fr.
a. ...
- ... 11,734 Mio Fr. Minorité III
b. . . . ' (Röthlin, Jung, Roth, Rüttimann, Wagner)
- ... 71,359 Mio. Fr. Selon le projet du Conseil fédéral
c. . . .
Proposition Aider
- ... 9,580 Mio Fr.
- ... 33,000 Mio Fr. Lei. a
Aéroport de Baie-Mulhouse
Minderheit II - au canton de Baie-Ville 6,720 mio de fr.-
(Duboule)
Proposition Mascarin
- ... 15,842 Mio Fr.
- ... 81,695 Mio Fr. Let. a
- ... 12,245 Mio Fr. - au canton de Baie-Ville 4,2 mio de fr.
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. Agrandissement 726 N 14 juin 1982
Proposition Herczog
Let. c
- à la Société immobilière de l'aéroport Biffer
Proposition Grobet
Let.b
Aéroport de Genève
- au canton de Genève 66,359 mio de fr.
Anhang 1
Antrag der Kommission
Mehrheit Minderheit 1 Minderheit II Minderheit III
(Landolt) (Duboule) (Röthlin, . . .)
Objekt Subvention Subventions- Subvention Subventions- Subvention Subventions-
in Prozent beitrag in Prozent beitrag in Prozent beitrag
in Mio Fr. in Mio Fr. in Mio Fr.
1 19,7 1,131 Zustimmung
2 19,7 0,246 zum Entwurf des
3 — — Bundesrates
4 25 3,750 21,9 3,280 32,5 4,875
5 19,7 1,377
6 21,9 1,312
7 19,7 4,388 32,5 7,247
Total 11,484 1 1 ,734 15,842
Antrag Aider
Flughafen Basel-Mülhausen
Objekt 7, Erweiterung Frachtgebäude Streichen
Antrag Mascarin
Flughafen Basel-Mülhausen
Objekte 1, 2, 5 und 7 Streichen
Annexe 1
Proposition de la commission
Majorité Minorité 1 Minorité II Minorité III
(Landolt) (Duboule) (Röthlin, . . .)
Ouvrage Subvention Montant de Subvention Montant de Subvention Montant de
en % subvention en % subvention en% subvention
en mio de fr. en mio de fr. en mio de fr.
1 19,7 1,131 Adhérer au
2 19,7 0,246 projet du
3 — — Conseil fédéral
4 25 3,750 21,9 3,280 32,5 4,875
5 19,7 1,377
6 21,9 1,312
7 19,7 4,388 32,5 7,247
Total 11,484 1 1 ,734 15,842
Proposition Aider
Aéroport de Baie-Mulhouse
Ouvrage 7, Extension de la halle de fret Biffer
Proposition Mascarin
Aéroport de Baie-Mulhouse
Ouvrages 1, 2, 5 et 7 Biffer
14. Juni 1982 727 Flughäfen Basel, Genf und Zürich. Ausbau
Anhang 2
Antrag der Kommission
Mehrheit Minderheit 1 Minderheit II Minderheit III
(Landoli) (Duboule) (Röthlin )
Objekt Subvention • Subventions- Subvention Subventions- Subvention Subventions-
in Prozent beitrag in Prozent beitrag in Prozent beitrag
in Mio Fr. in Mio Fr. in Mio Fr.
101 25 10,000 25,3 10,129 32,5 13,000 Zustimmung
102 22,8 2,256 zum Entwurf des
103 22,8 2,325 Bundesrates
104 25,3 3,900
105 22,8 1,231
106 22,8 0,228
107 22,8 4,330
108 20 24,700 22,8 28,146 32,5 40,137
109 22,8 3,510
110 22,8 0,536
111 22,8 1,675
112 22,8 0,581
113 22,8 1,196
114 ' 22,8 0,376
115 20 3,350 22,8 3,817 32,5 5,444
116 22,8 5,983
117 22,8 1,140
Total Kanton (Gesamtkredit) 61,164 71,359 81,695
Total Flughafen Genf 62,954 73,149 83,485
Antrag Grobet
Objekt 108, Frachtgebäude 32,230 Mio Fr.
Annexe 2
Proposition de la commission
Majorité Minorité 1 Minorité II Minorité III
(Landoli) (Duboule) (Röthlin, . . .)
Ouvrage Subvention Montant de Subvention Montant de Subvention Montant de
en % subvention en% subvention • en % subvention
en mio de fr. en mio de fr. en mio de fr.
101 25 10,000 25,3 10,129 32,5 13,000 Adhérer au
102 22,8 2,256 projet du
103 22,8 2,325 Conseil fédéral
104 25,3 3,900
105 22,8 1,231
106 22,8 0,228
107 22,8 4,330
108 20 24,700 22,8 28,146 32,5 40,137
109 22,8 3,510
110 22,8 0,536
111 22,8 1,675
112 22,8 0,581
113 22,8 1,196
114 22,8 0,376
115 20 3,350 22,8 3,817 32,5 5,444
116 22,8 5,983
117 22,8 1,140
Total du canton (crédit global) 61 ,164 71,359 81,695
Aéroport de Genève 62,954 73,149 83,485
Proposition Grobet
Ouvrage 108, Bâtiment de fret 32,230 mio de fr.
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. Agrandissement 728 N 14 juin 1982
Anhang 3
Antrag der Kommission
Mehrheit Minderheit 1 Minderheit II Minderheit III
(Landoli) (Duboule) (Röthlin )
Objekt Subvention Subventions- Subvention Subventions- Subvention Subventions-
in Prozent beitrag in Prozent beitrag in Prozent beitrag
in Mio Fr. in Mio Fr. in Mio Fr.
11 18 5,220 19,5 5,653 32,5 9,425 Zustimmung
12 18 2,700 19,5 2,924 zum Entwurf des
13 20 0,800 25,1 1,003 Bundesrates
Total Kanton
(Gesamtkredit) 8,720 9,580 12,245
21 11 16,500 13,9 20,886
22 11 1,430 13,9 1,810
23 11 5,170 13,9 6,544
24 11 2,970 13,9 3,760
Total FIG
(Gesamtkredit) 26,070 33,000
Total Flughafen Zürich 44,670 52,460 45,825
Total Landesflughäfen 119,108 137,343 145,152
(Anhänge 1-3)
Antrag Herczog
Objekt 2, Bauten der FIG Streichen
Annexe 3
Proposition de la commission
Majorité Minorité 1 Minorité II Minorité III
(Landoli) (Duboule) (Röthlin, . . .)
Ouvrage Subvention Montant de Subvention Montant de Subvention Montant de
en% Subvention en % subvention en % subvention
en mio de fr. en mio de fr. en mio de fr.
11 18 5,220 19,5 5,653 32,5 9,425 Adhérer au
12 18 2,700 19,5 2,924 projet du
13 20 0,800 25,1 1,003 Conseil fédéral
Total du canton
(crédit global) 8,720 9,580 12,245
21 11 16,500 13,9 20,886
22 11 1,430 13,9 1,810
23 11 5,170 13,9 6,544
24 11 2,970 13,9 3,760
Total de la SI
(crédit global) 26,070 33,000
Total de aéroports nationaux 44,670 52,460 45,825
Total de aéroports nationaux 119,108 137,343 145,152
(Annexes 1-3)
Proposition Herczog
Ouvrage 2, Constructions de la SI Biffer
Titel, Abs. 1, Abs. 2 Ingress
Titre, al. 1, al. 2 préambule
Angenommen - Adopté
14. Juni 1982 729 Flughäfen Basel, Genf und Zürich. Ausbau
Abs. 2-AI. 2 Ich meine, dass der Bundesrat alles unternehmen muss, um
unsern Welschen die Angst zu nehmen, wir Deutschweizer
Landoli, Sprecher der Minderheit l: Nach den Worten des hätten die Absicht, sie nicht nur zu überholen, sondern gar
Verkehrsministers zum Eintreten müssten wir aus den Flug- zu eliminieren. Wir haben nicht die Absicht, Genf vom inter-
hafenkantonen unsere Minderheitsanträge ganz einfach nationalen Flugverkehr auszuschalten. Darum bitte ich Sie,
zurückziehen. Wenn ich das für Zürich nicht tue, dann mit meinem Minderheitsantrag l, der Genf vor Zürich sehr
darum, weil ich zwar mit dem neuen Verfahren - d. h. für die stark begünstigt, die eidgenössische Solidarität zu demon-
Zusprechung der Beiträge für fünf Jahre und mit dem abge- strieren.
stuften Verfahren für die drei Flughafenkantone - einver- Abschliessend möchte ich darauf hinweisen, dass die Soli-
standen bin, aber mit der prozentualen Kürzung um mehr darität zwar den Spruch und die Tatsache beinhaltet, dass
als die Hälfte kann ich mich nicht einverstanden erklären. Geben seliger sei denn Nehmen. Aber Geben, wie das die
Die Zahlen finden Sie auf der Fahne. Ich gedenke nicht, auf finanzstarken Kantone sich im Bund der Eidgenossen ange-
sie einzeln einzugehen. Mir geht es mehr darum, die Diskri- wöhnen müssten, hat seine Grenzen. Solange ein nationa-
minierung der Flughafenhalter Basel, Genf und Zürich zu les Finanzierungskonzept für den internationalen Luftver-
einem kleinen Teil zu mildern. Es ist bekannt, dass Genf es kehr nicht vorliegt, sind die Kosten vom Bund und den Flug-
leider verpasst hat, während der goldenen sechziger Jahre hafenkantonen solidarisch zu tragen.
den Ausbau von Cointrin so voranzutreiben, wie das für Klo- Ich bitte Sie darum, meinen Antrag zu unterstützen.
ten gemacht wurde. Damals war ja der Bund in der Lage,
durchschnittlich 29,3 Prozent Flughafenbeiträge zu bezah- M. Duboule, porte-parole de la minorité II: Lors du débat
len. Es ist so, dass Genf jetzt nur noch 20 oder 18 Prozent d'entrée en matière, je vous ai dit pour quelles raisons ce
erhält; an die Swissair-Bauten bezahlt er gar bloss noch 10 projet me paraissait injuste et discriminatoire. J'ai essayé,
Prozent. (So zu lesen im Anhang 2 der bundesrätlichen Bot- en commission, de proposer une modification; mon rôle est
schaft.) Im Anhang 3 offeriert der Bund den Zürchern für de commenter les raisons de cet amendement qui porte le
gleichgewichtete Bauten und Installationen nur noch 14 nom de minorité II
Prozent für ein einziges Objekt, nämlich für die Rolllinienbe- II s'agit de corriger partiellement l'erreur qui résulte du mes-
feuerung 18 Prozent und schliesslich für die restlichen sage. Nous considérons que l'idéal serait d'assurer à cha-
Objekte 10 Prozent. que aéroport un taux de subvention identique. Pour des rai-
Mit meinem Antrag, gemäss dem innert fünf Jahren an alle sons financières évidentes, il est exclu de donner satisfac-
drei Flughafenkantone 28 Millionen Franken mehr auszu- tion à tout le monde, en même temps, sur la base du même
schütten sind, erhält Genf für seine Bauten 25,3 oder 22,8 taux. Il fallait donc procéder à un certain choix de travaux
Prozent, Zürich für eben diese erwähnte wichtige Rolllinien- urgents et indispensables. C'est ce que nous avons fait et,
befeuerung 25,1 Prozent. Für die anderen Bauten aber pour ce type de travaux identiques, nous avons considéré
erhält Zürich weniger als 20 Prozent; Genf erhielte 22,8 Pro- qu'il fallait retenir le taux dont avait bénéficié jusqu'à main-
zent für alles, wofür wir für Zürich nur noch 13,9 Prozent tenant l'aéroport de Kloten à l'égard duquel nous ne res-
wünschen. Die Swissair-Bauten sollen nach bundesrätli- sentons pas la moindre jalousie et ne formulons pas la
chem Antrag in jedem Fall mit 10 Prozent unterstützt wer- moindre critique. Nous nous félicitons de ce que les autori-
den. tés zurichoises ont fait jusqu'à maintenant et nous vou-
.Wir sind also damit einverstanden, dass Genf besser ent- drions qu'il en soit de même pour les autres autorités de
schädigt wird, und ich frage Sie, ob. die Eidgenossenschaft cantons aéroportuaires. A cet égard, je voudrais remercier
es vermag, 137,343 Millionen Franken während fünf Jahren M. Landoli qui s'est exprimé tout à l'heure, pour la parfaite
an drei internationale Flughäfen zu zahlen, deren Gesamt- objectivité, le sens de la mesure dont il a fait preuve dans
kosten mit 812 Millionen Franken veranschlagt sind? Wir l'examen de cette affaire.
Zürcher könnten uns vielleicht dazu durchringen und auf Je pense qu'il est inutile de détailler ma proposition. En
jegliche Erhöhung verzichten, dies sogar nachdem wir gros, il s'agit d'une augmentation de 35 millions (5 108 000
beschlossen haben, den regionalen Schienenverkehr für die pour Baie en plus, 5 365 000 pour Zürich-Kloten et
kommende S-Bahn im Sinne des Bundesrates zu finanzie- 25335000 pour Genève-Cointrin).
ren und damit nach GVK vorzugehen. Wir könnten das glei- Tout à l'heure, monsieur le conseiller fédéral s'est exprimé
che auch für den Flugverkehr tun! longuement sur l'aspect financier de toutes ces proposi-
Ich muss aber eindringlich auf gesamtschweizerische Kon- tions. Je voudrais lui dire - il n'en sera pas étonné d'ailleurs
sequenzen hinweisen. Was für Stadt und Kanton Zürich - que je ne suis pas convaincu par cette argumentation.
recht scheint, muss ebenso konsequent von den anderen Lorsque l'on veut faire preuve de rigueur financière, il faut le
gefordert werden. Ich frage mich darum, ob alle grossen faire à propos de tous les objets dont nous sommes char-
Städte Basel, Bern, Genf, Lausanne oder die mittleren wie gés d'examiner le projet. Ce n'est pas un reproche que
Luzern, St. Gallen, Biel usw. für ihren Agglomérations- und j'adresse au chef du département intéressé; c'est une
Regionalverkehr willens sind, es Zürich gleich zu tun und constatation que je fais à l'endroit de l'ensemble du Conseil
ihren Anteil für den Ausbau des Regionalverkehrs zu über- fédéral en présence des membres de la Commission des
nehmen? finances qui font effectivement bien leur travail, mais je
Gleichermassen beschäftigt mich die Frage nach dem Ko- pense que lorsque l'on veut commencer à donner des
stenträger des internationalen Verkehrs. Für den Schienen- leçons et surtout faire croire que l'on va faire preuve de
verkehr ist die Antwort bekannt. Wie steht es mit dem Luft- rigueur, alors il faut faire preuve de cette même rigueur par-
verkehr? MUSS der Flughafen Genf zum bedeutungslosen tout. Vous savez très bien qu'il y a quelques jours, la com-
Regionalflughafen degenerieren, weil der Bund seine Mittel mission du Conseil des Etats a allègrement voté une aug-
ohne Rücksicht auf die internationale Bedeutung verwei- mentation de 280 millions à propos des camions Saurer; je
gert? Solange ein klares Konzept für alle internationalen ne critique pas la mesure, je ne critique pas ce qui est pro-
Verkehrsträger fehlt, ist der vorliegende Antrag des Bun- posé; je constate simplement que, comme par hasard, per-
desrates ungenügend. Und wenn Herr Bundesrat Schlumpf sonne ne semble se soucier, àïéchelon gouvernemental,
nun gesagt hat, dass bis 1981 vom Bund 572 Millionen Fran- de cette modification que l'on prend, comme ça, à la légère.
ken von 1957 Millionen Franken ausgerichtet worden seien, Alors que l'on ne vienne pas nous donner des leçons d'éco-
dann ist das doch viel mehr, als was der Bund für die Zeit nomie à propos d'une augmentation de l'ordre de 35 mil-
von 1982 bis 1987 ausgeben will, denn 109 Millionen Fran- lions qui - je le répète - concerne un secteur qui intéresse
ken von 812 Millionen Franken sind prozentual höchstens l'ensemble de l'économie de notre pays.
oder weniger als die Hälfte von diesen 572 Millionen Fran-
ken, die er bisher ausgegeben hat. Ich kann höchstens Röthlin, Sprecher der Minderheit III: Ich beantrage Ihnen,
sagen, dass die Finanzplanung eben für die internationalen auch im Namen der CVP-Fraktion, der Minderheit III und
Flughäfen zu wenig vorgesehen hat. somit dem Bundesrat zuzustimmen. Kaum vereinbar sind
93-N
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. Agrandissement 730 N 14 juin 1982
die Anträge der vorberatenden Kommission, der Mehrheit Abstimmung zum Ausdruck kamen, gegen die Umweltbela-
wie der Minderheit l und II mit dem Sparauftrag, den das stung, die aus der Flugpistenverlängerung und dem An-
Parlament und das Volk der Regierung erteilt hat. Während und Abflug der Grossraumflugzeuge resultieren würden,
sich der Bundesrat an die Vorgaben gemäss Finanzpro- haben sich als richtig erwiesen. Obwohl der Frachtverkehr
gramm zu halten gewillt ist, scheinen die guten Vorsätze und der Passagierverkehr nicht zugenommen haben, ist der
unserer Kommission teilweise wenigstens in Vergessenheit Fluglärm in unserer Stadt in einigen Quartieren ganz erheb-
zu geraten. Ich erinnere im gleichen Moment an die freisin- lich. Und heute muss festgestellt werden, dass das Ver-
nigen Rigi-Thesen, dies an die Adresse von Herrn Duboule; sprechen, welches der Präsident der Basler Handelskam-
sie fordern nämlich den Verzicht auf Subventionen für Flug- mer, Dr. von Planta, gegenüber der Grossratskommission
häfen und -platze. Der freisinnige Prof. Wittmann skizziert abgegeben hat, damit die Flugpistenverlängerung bewilligt
die Subventionsszene: «Gibst du mir meine Subventionen, werden konnte, nämlich die finanzielle Sanierung und
so stimme ich für deine Subventionen. Aus diesen Zustän- Gesundung des Flughafens Basel-Mulhouse, nicht einge-
den resultiert eine Interessengemeinschaft von Subven- halten worden ist. Im Grossen Rat von Basel-Stadt wurde
tionsempfängern, die sich über alle ökonomischen und 1975 von Dr. von Planta die Aussage gemacht, dass nach
finanzwirtschaftlichen Bedenken hinwegsetzt und sich mit der Fertigstellung der Piste Basel-Mulhouse Basler Unter-
öffentlichen Geldern gegenseitig Geschenke macht.» nehmer in vermehrtem Masse den Flughafen als Ausgangs-
Nun kommen heute unsere lieben Kollegen aus Zürich und punkt für Reisen und Transporte benützen würden. Die Ent-
Genf und wollen sich gegenseitig überbieten, spielen sozu- wicklung der Exportfrachten zeigt nun aber genau das
sagen.die Hauptrollen in diesem Subventionsakt. Mit dieser Gegenteil! Sie zeigt seit 1979 einen drastischen Rückgang,
Mentalität wird die Beseitigung des Defizits im Bundeshaus- nämlich von 14390 Tonnen 1979 auf unter 12000 Tonnen
halt wesentlich länger auf sich warten lassen, als vom Bun- 1981. Diese Zahlen muss man hier zur Kenntnis nehmen!
derat und auch von uns allgemein angenommen wird. Die Basel-Mulhouse wird also im Gegensatz zur Aussage des
CVP stellt fest, dass das Postulat des sparsamen Einsatzes Präsidenten der Basler Handelskammer nicht mehr, son-
öffentlicher Mittel auch weiterhin uneingeschränkt gilt. dern weniger benutzt. Das sind Tatsachen! Viele Unterneh-
Ich möchte nun nicht auf die Zahlen zurückkommen, die mer ziehen es offensichtlich vor, die Frachten per Camion
Herr Bundesrat Schlumpf hier aufgeführt hat. Es geht hier zum ausländischen Flughafen zu spedieren. Es gibt zwar
nicht um eine Diskriminierung, sondern es geht schlicht und hier keine genauen Statistiken, aber die Abnahme des
einfach um 35,5 Millionen Franken mehr nach Kommissions- Exportfrachtverkehrs spricht eine deutliche Sprache.
mehrheit, nach Antrag Landolt um 54,5 und nach Antrag Meiner Meinung nach kann es nun nicht angehen, dass
Duboule um 63,5 Millionen Franken mehr, als der Finanz- damalige Prognosen, die sich als nicht richtig erwiesen
plan vorsieht. Bei der Beratung des Sparpaketes im März haben und die zum Ausbau des Flughafens und zu einer
1977 hat unser Zürcher Ratskollege Hans Rüegg uns wie eigentlichen Fehlentwicklung geführt haben, weil das, was
folgt aufgefordert: «Ich glaube aber auch, dass wir peinlich prognostiziert wurde, nicht benötigt wurde und nicht einge-
darüber wachen müssen, dass wir nicht in den alten Schlen- troffen ist, als Grundlage für heutige Subventionsent-
drian zurückfallen. - In diesem Sinne hat das Aktionskomi- scheide herangezogen werden. Denn bezahlt ist die ganze
tee für einen sparsamen Bundeshaushalt seine Aufgabe Sache, die Subventionen sollten ja im nachhinein erfolgen!
verstanden, und es wird sein wachsames Auge auch weiter- Die vermehrte Aufnahme von Kurzstreckenflügen, wie sie
hin auf den Bundeshaushalt werfen, ob dies einzelnen zum Beispiel mit der Crossair jetzt vorgenommen werden,
Gruppen in den Kram passt oder nicht.» ist meines Erachtens eine richtige Korrektur. Basel-Mul-
Bitte sorgen Sie dafür, dass wir wirklich nicht in diesen house soll ein kontinentaler Flughafen bleiben, es wieder
alten Schlendrian zurückfallen, und stimmen Sie dem werden, schnellere Städteverbindungen anbieten; dafür ist
Antrag der Minderheit III und damit dem Bunderat zu. der Flughafen geeignet, und dazu soll er auch besser aus-
gebaut und bestückt werden.
Frau Mascarin: Ich spreche nur zum Flughafen Basel und Die Vorstellung eines Verbundflughafens, wie sie zum Bei-
beantrage Ihnen, die Subventionen auf 4,2 Millionen Fran- spiel Herr Nationalrat Wyss in einem Postulat anregt,
ken zu kürzen (ich spreche einmal nicht für mehr, sondern erscheint mir auch bedenklich, dazu hätte ich noch einiges
für weniger Subventionen). anzumelden, aber jedenfalls kann es heute nicht darum
Der Ausbau des Flughafens Basel - die Pistenverlängerung gehen, diese vermehrten Subventionen nach Basel zu ver-
- war 1976 in unserem Kanton ein rechtes Politikum. Der geben, insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Swissair
Souverän hat diesen Ausbau zuerst verworfen, es brauchte kein Konzept entwickelt hat für einen Regionalverkehr, dass
eine zweite Abstimmung und ganz massive Versprechun- keine klare Aufgabenkonzeption des Flughafens Basel-Mül-
gen, insbesondere das Versprechen des Nachtflugverbo- hausen vorhanden ist, die seiner ursprünglichen Bestim-
tes, damit die Vorlage angenommen wurde. Nun hat sich in mung gemäss wäre. Sie wissen, dass ab 15. Juni 1981
der Zwischenzeit gezeigt, dass verschiedene, seinerzeit der die TEE-Swissair-Flughafen-Zürich-Verbindung geschaffen
Planung zur Pistenverlängerung zugrundegelegte Progno- worden ist, eine Zugsverbindung, die sehr rege benützt
sen nicht eingetroffen sind. Die Frachtentwicklung hat in wird und die eine reale Alternative ist für den Flughafenbe-
den letzten Jahren nicht etwa zugenommen, wie prognosti- nützer, eine reale Alternative für den Flughafen Basel. Die
ziert wurde, sondern sie hat abgenommen! 1981 ist mit Interkontinentalflüge sind durch diese Zugsverbindung
17 944 Tonnen fast genau wieder das gleiche Ergebnis wesentlich näher zu Basel gekommen, und während dieser
erzielt worden wie 1976 (dort waren es um 17 679 Tonne'n). einen Stunde Zugsfahrt werden auch schon Abfertigungs-
Wenn auch dazwischen drei Jahre mit etwas höheren Ton- geschäfte usw. abgewickelt. Für den Passagier ist es also
nagen liegen, so kann doch gesagt werden, dass global keine verlorene Zeit. Ausserdem werden dadurch der
eine Stagnation im Frachtverkehr eingetreten ist, und dass Region Basel wesentliche Umweltbelastungen erspart.
die Pistenverlängerung keineswegs eine Zunahme des In der Vorlage des Bundesrates kann ich zwei Projekten
Frachtverkehrs gebracht hat. zustimmen: Erstens den Massnahmen zur Flugsicherung
Bei den Passagierzahlen sieht es gleich aus. 1980 wurde und zweitens den Massnahmen zur Ausbesserung der
bei 909754 Passagieren ein Rückgang von 1,2 Prozent Piste von 1953. Ich betrachte das auch als eine Massnahme
gegenüber 1979 vermerkt. Und 1978 ergab sich nur eine zur Sicherung des Flugverkehrs.
ganz leichte Zunahme um einige wenige 100 Passagiere, Kritisieren möchte ich hier mit aller Deutlichkeit den Ver-
(993 431) also im grossen und ganzen auch eine Stagnation such, nachträglich die Erweiterung des Frachtgebäudes
im Passagierverkehr, und dies trotz den verlängerten aus Bundesmitteln zu subventionieren. Der Kanton hat ja
Pisten. daran direkt nichts bezahlt, und deshalb konnte die Basler
Der Flughafen Basel-Mülhausen wurde ursprünglich als ein Bevölkerung zu diesem Frachtgebäude nichts sagen; wenn
kontinentaler Flughafen mit Städteverbindungen konzipiert. eine normale kantonale Vorlage vorgelegt worden wäre mit
Die Bedenken der Bevölkerung, die auch in der ersten Ersuchen um einen kantonalen Kredit, wäre damals, 1976,
14. Juni 1982 731 Flughäfen Basel,.Genf und Zürich. Ausbau
in der Zeit der grossen Diskussion um die Flugpistenverlän- ser prinzipiellen Problematik der Auslastung unserer Flug-
gerung, ganz selbstverständlich auch gegen dieses Fracht- häfen - vor allem der Auslastung der Flughäfen Zürich und
gebäude das Referendum ergriffen worden. Weil die Flug- Basel-Mülhausen - einmal ernsthaft auseinandersetzt.
hafen AG dieses Gebäude bezahlt hat, konnte dieses Refe- Wir benötigen in diesem Land eine klarere, eine konsequen-
rendum umgangen werden. Ich glaube nicht, dass man tere Luftverkehrspolitik, die etwas mehr Ordnung schafft,
dann im nachhinein durch Bundessubventionen ein solches als das heute der Fall ist. Ich weiss jedoch, dass ein solcher
Vorgehen auch noch rechtfertigen muss. Antrag bei der Stimmung, die hier herrscht und die auch in
Ich vermisse insbesondere auch Massnahmen zur Ver- meiner Fraktion geherrscht hat, ohnehin keine Chancen hat.
kehrserschliessung in Richtung Anschluss des Flughafens Deshalb muss ich mich auf das Mögliche beschränken,
an das öffentliche Verkehrsmittel, wie ich es in einem nämlich auf den Versuch, die Investition von Bundesmitteln
Postulat angeregt habe, das von Ihnen freundlicherweise in ein Objekt zu verhindern, das diese nicht nötig hat.
überwiesen wurde. Die Parkplatzerweiterung soll zwar nicht Gemäss Vorlage soll der Kanton Basel-Stadt (nicht der
subventioniert werden - zum Glück möchte ich sagen -, Flughafen Basel-Mülhausen als öffentliches Unternehmen)
aber die Verkehrsanschlussmassnahmen auf französischer für die bereits erstellte und in Betrieb stehende Frachthalle
Seite sind nur Anschlussmassnahmen für den privaten Ver- nachträglich noch rund 4 Millionen Franken erhalten. Ich
kehr, und hier müssen sich die Swissair, der Kanton Basel, stelle fest und stütze mich hiebei auf die Vorlage, die Sie
die Region ein anderes Konzept einfallen lassen - in erster kennen:
Linie weg vom Camionverkehr, der die Stadt und ihre 1. Die Frachthalle ist 1979 bis 1981 erstellt worden; sie ist
Bewohner sehr belästigt. Deswegen also mein Antrag: fertig - im Unterschied zu den anderen Objekten, die in der
lediglich Subvention für Massnahmen, die der Flugsiche- Botschaft figurieren.
rung dienen und für die Ausbesserung der alten Piste; das
hat auch etwas mit Flugsicherung zu tun. Keine Subventio- 2. Der Kanton Basel-Stadt - Frau Mascarin hat es Ihnen
nen für die Verkehrsanschlussmassnahmen, für das Fracht- bereits gesagt - hat an diese Frachthalle keinen Rappen
gebäude und für die Erweiterung des Vorfeldes und die bezahlt, keine Leistung erbracht.
Umgebungsarbeiten beim Frachtgebäude. Sollte Ihnen das 3. Die Frachthalle ist bereits bezahlt. Sie wurde aus der lau-
zu weit gehen, möchte ich Ihnen immerhin beliebt machen, fenden Betriebsrechnung des Flughafens Basel-Mülhausen
den Antrag Aider zu unterstützen. Herr Aider möchte vor bezahlt, einer Betriebsrechnung, die an sich in den letzten
allem die Subventionen für das Frachtgebäude streichen. Jahren immer positiv abgeschnitten hat, obwohl diese
Das scheint auch mir erste Priorität zu haben. Frachthalle bezahlt worden ist. Warum soll dann da noch
eine Subvention an den Kanton Basel-Stadt geleistet wer-
Aider: Ich gehe mit einer etwas anderen Optik als Frau den?
Mascarin an diese Vorlage heran. Ich stehe grundsätzlich In der Botschaft wird das Argument von Treu und Glauben
positiv zum Flughafen Basel-Mülhausen, beantrage Ihnen genannt. Sie wissen, wenn ein Jurist Treu und Glauben
aber dennoch - wie Sie meinem Antrag entnehmen konnten anruft, hat er keine anderen Argumente mehr. So ist es
- eine Reduktion der Subvention, die dem Kanton Basel- wohl auch beim Bundesrat; er sagt, das Subventionsgesetz
Stadt bewilligt werden soll für das Objekt 7, Frachthalle sei von den Beamten irrtümlich falsch angewendet worden,
Basel. Warum? Zuerst muss ich Ihnen einige Fakten in Erin- als 1978 die Basler um eine Subvention nachsuchten. Man
nerung rufen, welche Frau Mascarin teilweise erwähnt hat, hatte ihnen erklärt, für die Frachthalle gebe es kein Geld.
die aber doch insgesamt kurz zusammengefasst werden Das will man nun nachträglich korrigieren.
müssen. Es fällt auf, dass die Basler sich mit dem negativen
1. Der Flughafen Basel-Mülhausen gehört Frankreich. Bescheid des Bundesrates bzw. des Departementes sei-
2. Bezahlt wird er von der Schweiz. nerzeit abgefunden haben, Es fällt auf, dass die Frachthalle
durch den Flughafen dennoch gebaut wurde; sie brauchten
3. Der Luftverkehr ist sehr gering. also das Geld nicht unbedingt, ganz im Sinne der richtigen
Bei dieser Situation stellt sich die grundsätzliche Frage, These von der Eigenwirtschaftlichkeit der Flughäfen, wie-sie
wieweit es überhaupt sinnvoll ist, bis auf weiteres noch auch in den freisinnigen Thesen ausdrücklich festgehalten
Anlagen dieses Flughafens zu subventionieren, Geld auszu- wird, wie es auch im renommierten freisinnigen Zürcher
geben für einen grossen Flughafen, der erwiesenermassen Hausblatt immer wieder betont unterstrichen wird. Freuen
bei weitem nicht ausgelastet ist. Warum ist das so? Es ist wir uns darüber, dass ein erster Schritt in die «richtige Rich-
eine Tatsache, dass die Swissair mit ihrer Unternehmens- tung» getan wurde. Warum sollten wir das nachträglich mit
politik den Flughafen Basel ganz grob vernachlässigt. Die dieser Subvention rückgängig machen?
Gründe sind grosso modo bekannt. Man macht Kosten- Wir haben keinen Grund, im Lichte des Bundesgesetzes
gründe geltend in bezug auf die Wartung der Flugzeuge diese Subvention zu bewilligen. Artikel 101 Absatz 5 des
usw., man macht aber auch geltend, es fehle an der Nach- Luftfahrtgesetzes sagt: «In jedem Fall ist die finanzielle
frage. Wenn das Verkehrsangebot aber derart mies ist, wie Lage des Empfängers von Bundesleistungen zu berück-
es die Swissair auf dem Flughafen Basel-Mülhausen anbie- sichtigen.» Dieselbe Bestimmung findet sich auch im Bun-
tet, kann eine echte Nachfrage überhaupt nicht aufkom- desbeschluss vom 22. Juni 1945. Wann wollen wir eigentlich
men! Das sage ich auch den hier anwesenden Verwaltungs- ernst machen mit diesen Gesetzesbestimmungen?
räten der Swissair, damit sie sich dieser Sache vielleicht Ich habe Ihnen dargelegt, wie die Finanzierung -der Fracht-
gelegentlich an einer Verwaltungsratssitzung doch etwas halle erfolgte. Es ist verständlicherweise schwierig, auf ein
annehmen. Auf die Basler besinnt man sich im Zürcher Geschenk zu verzichten. Ich verstehe deshalb meine Basler
Swissair-Büro effektiv nur dann, wenn die Zürcher umnebelt Kollegen, die jetzt wahrscheinlich antreten werden, um
sind. Statt dass die Swissair den stark belegten Zürcher ganz massiv auf mich und wahrscheinlich auch auf Frau
Flughafen etwas entlastet und Basel besser nutzt, liegen Mascarin loszugehen. Als Basler Steuerzahler habe ich gar
die dort investierten Millionen buchstäblich brach. Auch die kein Interesse daran, diese Subvention nicht zu bewilligen.
längst lancierte Idee eines Verbundflughafens Zürich-Basel Aber ich stehe hier nicht als Basler Steuerzahler, sondern
verschimmelt in den Schubladen der Swissair-Gewaltigen. als Abgeordneter im Nationalrat und muss für die Bundesfi-
Für die Swissair ist und bleibt Basel Luftprovinz. Deshalb nanzen Sorge tragen. Von daher gesehen, muss ich Ihnen
muss ich als Mitglied dieses Rates fragen: Was hat es für erklären: Wir müssen endlich Ernst machen mit den soge-
einen Sinn, weiterhin Bundesmittel über den Weg der Sub- nannten Sparmassnahmen, wir müssen sicher nicht dort
ventionen in diesen Flughafen zu investieren, solange diese noch Gelder zur Verfügung stellen, wo es erwiesernermas-
Swissair-Unternehmenspolitik weitergeführt wird? Eigent- sen nicht nötig ist. Wir müssen endlich konsequent sein,
lich müsste man bei dieser Situation Rückweisung der Vor- ganz im Sinne des Votums unseres Kommissionspräsiden-
lage beantragen, nicht nur aus den Gründen, die Herr Koh- ten. Ich bitte Sie, in diesem Sinne mindestens die Subven-
ler genannt hat, sondern damit der Bundesrat sich mit die1 tion für die Frachthalle zu streichen. Basel leistet damit Pio-
Aéroports de Bàie, Genève et Zurich. Agrandissement 732 N 14 juin 1982
nierdienste für echte Sparmassnahmen und eine richtige jours 8 millions de moins que le montant auquel nous
Anwendung des schweizerischen Subventionswesens. aurions eu droit il y a quelques années. Cette subvention
représenterait un taux de l'ordre de 25 pour cent.
M. Grabet: Je voudrais appuyer la déclaration faite par Je vous demande de faire preuve de solidarité et de per-
M. Duboule et relever que dans les réponses à nos inter- mettre à Genève de réaliser une halle de fret, dans les
ventions, il a été indiqué que la planification financière de la mêmes conditions que celle qui a été réalisée à Zurich-Klo-
Confédération ne pourrait pas être modifiée, raison pour ten. Je vous prie de voter ma proposition.
laquelle le montant des subventions ne pourrait pas être
majoré par ce conseil. Herczog: Zunächst eine grundsätzliche Bemerkung: Was
Or, comme l'a relevé à juste titre M. Duboule, ce raisonne- uns hier von der Kommissionsmehrheit präsentiert wird, ist
ment n'a pas été tenu lorsque le Conseil des Etats, la ein Beispiel äusserst schlechten Finanzgebarens. Zunächst
semaine passée, a décidé d'augmenter de 280 millions de erlebte die Öffentlichkeit ein absurdes Feilschen der drei
francs la dépense prévue pour les camions commandés à la reichen Kantone mit Flughäfen. (Ich komme aus einem die-
firme Saurer. Je m'empresse de dire, comme M. Duboule, ser reichen Kantone, um keine falschen Vorstellungen auf-
que je ne suis pas opposé à cette commande complémen- kommen zu lassen.) Dann trat die Flughafen-Lobby im Kleid
taire de 800 camions. Mais ce que je trouve assez para- des Komitees «Pro Flughafen» auf den Plan und forderte in
doxal c'est que l'on vienne nous dire, à cette tribune, que einem Brief vom 16. April den Schulterschluss der Flugha-
l'on ne pourrait pas modifier la planification financière pour fenkantone gegen den Bund, um - ich zitiere - «Einigkeit
quelques millions de francs, alors que cela serait possible über die Notwendigkeit eines allgemein höheren Bundes-
pour une commande complémentaire de camions qui repré- beitrages herzustellen.» Weiter vermerkte dieses Komitee,
sente quand même 280 millions de francs. dass die schlechten Bundesfinanzen «weder als finanzpoli-
Je ne sais pas qui a raison dans ce débat, mais ce qui me tisches Axiom, noch als politisches Tabu zu betrachten»
paraît évident c'est qu'on peut mettre quelques millions de seien.
plus pour l'infrastructure aéroportuaire de notre pays. Als Detail sei vielleicht noch vermerkt, dass zu den Vizeprä-
J'en reviens au problème de la halle de fret de Genève. sidenten dieses Komitees zwei besondere Sparpäpste aus
Vous avez dit, Monsieur le Conseiller fédéral, que vous ne unserem Rat gehören, nämlich einerseits Herr Blocher, der
partagiez pas mes propos lorsque je disais que Genève eine Sparmotion eingereicht hat, andererseits Herr Eisen-
était victime d'une injustice. Genève est bel et bien victime ring, der bei den Bundesbahnen in bezug auf den
d'une injustice, et je vous assure, Mesdames et Messieurs Leistungsauftrag Rückweisung beantragt hat. Der Lobby-
les députés, que cela sera ressenti en tant que tel en Aufruf des Flughafenkomitees verklang nient ungehört;
Suisse romande, à plus forte raison si on vient en aide à un über die Hälfte der Kommissionsmitglieder gehören den
secteur de l'économie en Suisse orientale et que l'on ne drei Flughafenkantonen an. Die Nationalratskommission hat
prend pas en considération les places de travail à Genève. nun um 10 Millionen aufgestockt, die Ständeratskommis-
La halle de fret représente aussi 500 places de travail, je sion will diese Generosität noch um 29 Millionen überbie-
tiens à le relever, dont les conditions sont aujourd'hui ten. Dazu müssen wir in aller Deutlichkeit drei Dinge festhal-
déplorables dans ce domaine vous le savez, Monsieur le ten:
Conseiller fédéral, et nous perdons actuellement du fret à 1. Das Aufstocken des Kredites widerspricht dem Sparauf-
Genève en raison de cette situation. trag, den die gleichen Leute mittels einer Motion hier durch-
Or, nous disons que la situation occasionnée par votre pro- gesetzt haben. Aber offenbar gelten diese Sparforderungen
jet crée une injustice parce que, que vous le vouliez ou non, nur so lange, bis nicht bestimmte handfeste Interessen im
nous ne bénéficierions que de 18 pour cent de subvention- Spiele sind.
nement pour notre halle de fret alors que celle de Zurich-
2. Das Aufstocken widerspricht dem GVK-Postulat nach
Kloten a bénéficié de plus de 30 pour cent. Le fait que l'on
voller Kostendeckung auch bei den Flughäfen.
réduise à l'avenir les subventions en faveur de Zurich et que
nous recevions un petit peu plus que les subventions 3. An die Adresse der Herren Freisinnigen und des freisin-
réduites de Zurich n'est pas une satisfaction, Monsieur le nigen Präsidenten des Komitees Pro Flughafen sei noch fol-
Conseiller fédéral! gendes vermerkt. Ich freue mich, hier noch einige Male auf
Si vous aviez considéré la halle de fret séparément, sans die Rigi-Thesen zitatweise eintreten zu können, wo die libe-
l'englober dans l'ensemble, vous auriez dû normalement rale Trendvariante im Verkehrswesen eindeutig heisst:
proposer un taux'de subvention de 32,5 pour cent. Les der- «Verzicht auf Subventionen für Flughäfen und Flugplätze.»
niers crédits votés par l'Assemblée fédérale en matière Ich bitte Sie, auch hier diesen Rigi-Thesen zu folgen. - Alles
d'équipement aéroportuaire l'ont bien été pour Baie et in allem: Wir werden die Unernsthaftigkeit und Einseitigkeit
Zurich, il y a donc, tout naturellement, un effort supplémen- dieser Sparappelle zu werten wissen.
taire qui doit être consenti pour Genève. Du reste les chif- Nun noch zu meinem Antrag; ich habe gesagt, dass ich als
fres sont là: depuis 1945, Kloten a bénéficié de 400 millions Zürcher zum Zürcher Flughafen spreche. Ich beantrage
de francs alors que Genève-Cointrin n'a bénéficié que de Ihnen, hier die Subvention an die Flughafen-lmmobilien-
100 millions de subventions fédérales. La réalité économi- Gesellschaft (FIG) zu streichen. Die FIG ist eine soge-
que démontre que nous sommes en face d'une injustice. nannte gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaft, d. h., die
Considérant les problèmes financiers de la Confédération Aktien sind verteilt zwischen öffentlicher Hand und Privat-
et bien que décidé à voter la proposition de M. Duboule, j'ai besitz, nämlich Stadt und Kanton Zürich, Kantonalbank und
fait une proposition d'ultime concession qui va dans le sens Stadt Winterthur; 50 Prozent sind in Privatbesitz. Dadurch,
d'une tentative de conciliation. La majorité de la commis- dass die FIG eine AG ist und 50 Prozent sich in Privatbesitz
sion a admis que l'on augmente les subventions fédérales befinden, haben die Steuerzahler zur Geschäftspolitik über-
de 10 millions, somme bien modeste sur cinq ans: cela haupt nichts zu sagen.
représente 2 millions par année. Or la commission propose Die FIG hat im Jahre 1981 einen Ertrag von 65 Millionen
de ventiler ces 10 millions entre Zurich, Genève et Baie: 4 Franken erwirtschaftet, also etwa 1,1 Prozent mehr als im
millions pour Zurich, 4 millions pour Genève et 2 millions Jahr zuvor. Das Bruttoergebnis stieg um 11 Prozent auf
pour Baie. En fait, si Zurich recevait 4 millions supplémen- 22,6 Millionen Franken, der Reingewinn stieg um beinahe
taires, cela ne résoudrait pas ses problèmes. Par contre, 3 Prozent auf über 5 Millionen Franken. Von der FIG werden
pour nous à Genève, si nous recevions 10 millions de plus Dividenden ausbezahlt im Gesamtbetrag von 4 Millionen
pour la halle de fret, ce serait peut-être l'élément qui per- Franken.
mettrait de réaliser cet équipement économique qui est Es ist nun überhaupt nicht einzusehen, warum eine florie-
indispensable. rende, de facto private Unternehmung vom Bund subventio-
J'attire votre attention sur le fait que même avec ce supplé- niert werden soll. Zudem habe ich bereits vor genau 2 Jah-
ment de 10 millions pour la halle de fret, nous aurions tou- ren hier die Ausbaupolitik der FIG kritisiert, deren Konzep-
14. Juni 1982 733 Flughäfen Basel, Genf und Zürich. Ausbau
tion bis heute nicht ernsthaft nach Umweltbelastung, Redi- uns, nachdem wir uns nicht in dieses lokale Gezänk ein-
mensionierungsmöglichkeiten usw. überprüft worden ist. mischten und auf der Linie des Bundesrates waren, nicht
Dadurch, dass die FIG nicht der öffentlichen Kontrolle noch mit einem Streichungsantrag zu bestrafen. Es ist jetzt
unterstellt ist, sind hier die Appelle (wie z. B. im Swissair- nicht der Ort, aus dem Handgelenk heraus einfach die Posi-
Geschäftsbericht enthalten) nach Mass und Vernunft über- tion des Basler Flughafens so tel quel zu ändern. Ich bitte
haupt nicht vorhanden. Es werden Prestigeobjekte finan- Sie, dem Bundesrat zuzustimmen.
ziert, und ich glaube nicht, dass es Aufgabe des Bundes ist,
Prestigeobjekte einer Immobiliengesellschaft mitzufinanzie- Auer: Als weiterer freisinniger Sprecher möchte ich vorerst
ren. herzlich danken, dass Sie die Rigi-Thesen so oft erwähnen.
Das Argument, dass diese Subvention gemäss Luftfahrtge- Aber die Flughafenbotschaft ist vom Januar und die Rigi-
setz vorgeschrieben sei, ist nicht stichhaltig, da der Kanton Thesen treten erst nächstes Jahr in Kraft. (Heiterkeit)
Zürich wie die Swissair weiterhin subventioniert werden. Ich Zu den Anträgen Aider und Mascarin: Vor einer Woche und
hätte nichts dagegen, wenn der Kanton Zürich ein bisschen heute haben hier Vertreter von Genf und Zürich das Hohe
mehr - allerdings nicht derart viel - bekäme. Ich wünsche Lied der Flughäfen gesungen. Aber das waren mehr Reden
aber, dass dann die Bevölkerung auch etwas zur Erweite- von Ständeräten als von Nationalräten, offenbar geblendet
rung des Flughafens und der ganzen Konzeption zu sagen durch die Milliarde in der letztjährigen Rechnung. Sie haben
hätte. meines Erachtens zu sehr die Lage der Bundesfinanzen
Im übrigen haben Sie, Herr Bundesrat Schlumpf, hier vor vernachlässigt und unsere strapazierten Finanzpläne ver-
zwei Jahren erklärt, dass diese imperative Subventionsvor- gessen.
schrift geändert werden sollte. Bis jetzt habe ich allerdings
Herr Grobet hat mit Recht auf die wirtschaftliche Bedeu-
überhaupt noch keine Resultate gesehen.
tung der Flughäfen hingewiesen und dabei erfreulich gros-
Ich bitte Sie, diese Vorlage, die finanzpolitisch - aber nicht
sen ökonomischen Sachverstand gezeigt, den er bei ande-
nur finanzpolitisch - mehr als einen schlechten Weg weist,
ren Gelegenheiten, etwa beim Wohnungsbau oder bei den
durch Zustimmung zu meinem Antrag, also Streichung der
Mieten, eher vermissen liess. Aber offenbar ist er als Regie--
Subventionen an die Flughafen-lmmobiliengesellschaft, wie-
rungsrat gescheiter geworden; denn wem Gott ein Amt
der einigermassen ins richtige Licht zu rücken.
gibt, dem gibt er bekanntlich auch Verstand - einem Regie-
rungsrat offenbar mehr als einem Nationalrat.
Vizepräsident: Es folgen nun die Einzelredner. Acht Redner
haben sich eingeschrieben. Ich beantrage Ihnen, hier die Es sind vor einer Woche und heute Ausdrücke gefallen wie
Rednerliste zu schliessen. - So beschlossen. «Missgunst, Sturheit, Diskriminierung, Unrecht, grave injus-
tice, non admissible, Bestrafung.» Man sprach von einem
Hubacher: Ich bitte Sie, dem Minderheitsantrag Röthlin, «rigorosen und simplifizierenden» Bundesrat, von «dra-
d. h. dem Antrag des Bundesrates, zuzustimmen . stisch, minimal, frappant», von «Kantonalisierung, eidgenös-
Es ist vielleicht aufgefallen, dass in dieser zum Teil aufwen- sischer Solidarität, dem équilibre confédéral», ja sogar von
digen Diskussion die Basler Vertreterinnen und Vertreter einer «Gefährdung des eidgenössischen Friedens».
vorerst mit relativer Zurückhaltung operiert haben, in der Nun kann man in einer Richtung übertreiben, aber offenbar
Meinung, dass wir hier nicht in Lokalchauvinismus machen auch in den anderen. Damit zu den Anträgen Aider und
sollen. Aber es ist dann doch etwas zu viel verlangt, wenn Mascarin. Die Basler, Herr Linder und Herr Wyss - Herr
die Folgen der unheiligen Allianz zwischen Herrn Aider, Hubacher hat das vorhin gerade gesagt -, haben sich sehr
Herrn Herczog, Frau Mascarin - neuerdings werden, aber zurückgehalten. Sie hätten, beispielsweise wie Herr Graf,
das ist dann das Problem der freisinnigen Partei, wie sie auch von den Spitzenleistungen der beiden Basel erzählen
das bewältigen will, auch die freisinnigen Rigi-Thesen von können, so dass die beiden Basel via ihre Rheinhäfen den
der POCH einbezogen - ausgerechnet auf dem Buckel von grössten Teil der schweizerischen Einfuhren in das Land
Basel-Stadt ausgetragen werden sollen. bringen, dass die Basler Chemie einen Fünftel der Exporté
Herr Aider hat ziemlich lautstark die offensichtlich eher aufbringt, dass Basel-Stadt pro Kopf der Bevölkerung am
nostalgische Darstellung geboten, dass Basel-Stadt über- meisten Wehrsteuer nach Bern liefert, dass durch Basel-
haupt keine finanziellen Probleme habe. Unserer Stadt geht Land am meisten Züge der SBB fahren und in Basel auf den
es glänzend, wenn ich Herrn Aider angehört habe, und auf Strassen am meisten Lastenzüge ankommen, dass Basel
ein paar Millionen mehr oder weniger scheint es nicht anzu- der wichtigste Messeplatz ist, dass Basel-Land am meisten
kommen. Das kann man offenbar nur deshalb sagen, weil Kirschen liefert, dass ein Basler Unternehmen der grösste
man in Basel-Land wohnt, ständig gute Steuerzahler aus Privataktionär der Swissair ist, dass Basel die teuersten Spi-
der Stadt erbt und die Probleme eines Stadtkantons, der täler hat (aber auch die teuersten Regierungsräte), dass wir
mit Zukunftssorgen aller Art belastet ist, dann auch sou- die schönste Fastnacht haben und den telegensten schwei-
verän übersieht. Ich möchte also hier die Grossrats- und zerischen Parteipräsidenten. (Heiterkeit)
Landratssitzung aus Basel-Stadt und Basel-Land nicht noch Die Basler haben das nicht getan. Nun kommen Herr Aider
erweitern. Aber ich bitte Sie, die Bescheidenheit der Basler und Frau Mascarin als Vertreter der beiden Basel - wobei
nicht damit zu bestrafen, dass wir am Schlüsse dann noch ich noch beifügen muss: Herr Hubacher, Herr Aider ver-
eine Strafaktion gegen den Flughafen und damit gegen den steuert sein Einkommen in Basel-Stadt, denn er hat dort
Kanton Basel-Stadt unterstützen. seine Praxis - und machen das Gegenteil der Genfer und
Es ist hier gesagt worden - und das scheint mir das Ent- Zürcher. Sie beantragen nicht nur keine Erhöhung, sondern
scheidende zu sein -, dass das Frachtgebäude, für das nun sogar eine Reduktion des Beitrags für den Basler Flugha-
der Antrag gestellt worden ist, die Bundesbeiträge zu strei- fen. Hier wird nun das kleine Basler Flughafenlicht allzusehr
chen, erstellt sei. Ich nehme an, Herr Bundesrat Schlumpf unter den Scheffel gestellt. Er spielt immerhin seine Rolle
wird Ihnen Auskunft geben, warum, obwohl es gebaut, das auch als Ausweichflughafen, wenn es in Zürich Nebel hat -
Subventionsgesuch erst jetzt behandelt wird. Aber damit, meteorologischen Nebel, bei anderem müssten noch mehr
dass einerseits die Schwierigkeiten des Flughafens Basel- Zürcher nach Basel fliegen . . .
Mülhausen sehr pessimistisch dargestellt werden und Hier eine Grundsatzdebatte über die Bedeutung und die
andererseits - von Herrn Aider - dann die Flughafenrech- Nützlichkeit des Basler Flughafens zu führen, halte ich für
nung sehr optimistisch gezeichnet wird, kann man ja nicht falsch. Es geht jetzt hier um diesen Bundesbeitrag. Die
begründen, dass nachträglich nun für eine notwendige andere Debatte hat früher schon stattgefunden. Nach Treu
Anlage diese Bundessubvention nicht gerechtfertigt sei. Ich und Glauben steht Basel ein Beitrag zu. Wenn auch die
möchte Sie bitten, jetzt nicht noch diesen Direktangriff auf Betriebsrechnung ausgeglichen aussieht; hier hat der Bas-
die vom Bundesrat beantragten Subventionen für einen ler Fiskus enorme Mittel investiert, und er hat Anspruch auf
Flughafen, der diese Hilfe nötig hat und der von Anfang an eine Rückerstattung. Ich bitte Sie, den Antrag des Bundes-
seine besonderen Schwierigkeiten aufwies, zu reiten und rates zu unterstützen. Sachlich möchte ich nichts mehr bei-
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. Agrandissement 734 N 14 juin 1982
fügen: Erstens ist meine Redezeit abgelaufen, und zweitens ventionen an das Frachtgebäude. Wenn Sie die Botschaft
ist das Sache des «Vorstandes». gelesen haben, dann wissen Sie, dass es sich nicht nur um
eine nachträgliche Subvention handelt, sondern um eine
Flubacher: Erlauben Sie mir, dass ich bei vorgerückter verspätete und im Grunde genommen geschuldete Subven-
Stunde auch noch etwas sage, nachdem wir die ganze Hit- tion. Lesen Sie in der deutschen Botschaft auf Seite 13 und
parade der Flughafenlobbys angehört haben. 14 nach, um was es sich handelt. Basel hat seinerzeit vor
Man spricht soviel von den Nachteilen, die ein Flughafen- Beginn des Baus bei der eidgenössischen Verwaltung
kanton habe. Den Lärm, die Lärmbelästigung können Sie angefragt, wie es mit der Subvention stehe. Und Basel hat -
mit Geld nicht gutmachen, wenn wir mehr Geld geben, die Botschaft gibt dies getreu wieder - eine Antwort am
bekommen das ohnehin nicht jene, die unter dem Lärm zu 6. März 1978 bekommen; die Verwaltung hat damals die
leiden haben. Aber geben wir es doch offen zu: Ein Flugha- Subventionsberechtigung verneint. Die Subvention wurde
fen wie Zürich oder Genf ist nun tatsächlich wirtschaftlich verweigert. Nachträglich hat man aber gesehen, dass diese
von sehr grosser Bedeutung. Ich glaube kaum, dass es Verweigerung erstens falsch war und zweitens auch im
noch Zürich in dieser Grosse, in dieser Stärke geben Widerspruch stand zu den übrigen, an die anderen Flughä-
würde, wenn der Flughafen nicht dort wäre. Man muss es fen erteilten Subventionen. Deshalb spricht der Bundesrat
auch in bezug auf Genf sagen und in einem kleineren in der Botschaft eindrücklich und eindeutig davon, dass die
Umfang in bezug auf Basel. Es sind also enorme wirtschaft- Eidgenossenschaft in diesem Fall aus Treu und Glauben
liche Vorteile damit verbunden. Gut, es trifft jetzt diese drei heraus verpflichtet sei, diesen Betrag von 4,01 Millionen
Kantone: Zürich, Basel und Genf, die zugleich noch Univer- noch nachträglich zu bewilligen. Ich habe einen grösseren
sitätskantone sind und sehr viel für die übrigen Kantone lei- Begriff von Treu und Glauben als Herr Aider, ich finde, dass
sten, auch finanziell. Ich habe mich bisher für alle Flugha- der für die Korrektur einer falschen Auskunft im Jahre 1978
fensubventionen eingesetzt. Ich habe den Zürchern vor gewählte Ausdruck hier angebracht ist. Man kann vernünf-
einem oder zwei Jahren geholfen, dass das Missgeschick, tigerweise dieses Argument nicht einfach unter den Tisch
das im Ständerat passiert ist, ausgebügelt wurde, indem sie wischen.
dann die Subventionen für die zentralisierten Werkstätten Zum zweiten Punkt. Wenn Sie durch die Halle des Flugha-
erhalten haben, auch im Sinne einer Gleichberechtigung, fens Basel-Mülhausen schreiten, dann stossen Sie auf eine
nicht weil ich überzeugt war, dass Zürich dann auf diese Bronzetafel, die zur Erinnerung an die Einweihung dieses
Werkstätten verzichten würde, wenn die Subventionen nicht Flugplatzes angebracht wurde. Der damalige Bundespräsi-
gewährt würden. dent Tschudi und Präsident Pompidou haben gemeinsam
Nun hat der Bundesrat vorgeschlagen, diese Subventionen diesen'Flughafen eingeweiht. Man hat damals gesagt, es sei
zu kürzen. Ich muss Ihnen sagen: Das sollte eigentlich jetzt ein internationales Ereignis, wenn zwei Staaten gemeinsam
die letzte Subventionsübung für Flughäfen sein. Man muss einen solchen Komplex, wie ihn ein moderner Flugplatz dar-
auch nicht so jammern, denn diese drei Kantone haben ja stellt, zu bauen beginnen. Das Land liegt auf französischem
Hunderte von Millionen Franken Steuerreduktionen machen Boden, und die Betriebsanlagen sind von der Schweiz
können. Was machen dann diese 10 oder 20 Millionen Fran- finanziert. Man hat dieses Vorhaben als Neuerung und bei-
ken noch aus? Wir müssen doch die Realitäten sehen. Wo spielhaft im internationalen Verkehr gepriesen. Und man hat
sollen wir denn noch sparen, wenn wir nicht bei diesen miteinander Verträge abgeschlossen, bei denen sich beide
reichsten Kantonen mit Sparen beginnen? Man spricht nun Staaten verpflichtet haben, zur Entwicklung dieses Flugplat-
von Verzerrungen in der Subventionspraxis. Aber die haben zes beizutragen.
andere auch. Die gibt es beim Gewässerschutz, die gibt es Man kann nun diese Situation nicht einfach negieren. Man
bei den Luftschutzsubventionen, die gibt es überall. Derje- kann nun nicht einfach die Übung von schweizerischer
nige, der nicht vor Jahren gebaut hat, muss jetzt damit Seite abbrechen. Wir müssen - und ich glaube, wir sollen
rechnen, dass er bei höheren Baupreisen niedrigere Sub- auch - im schweizerischen Interesse diesen Flugplatz
ventionen bekommt. Wenn wir 1 oder 2 Franken mehr für massvoll weiterentwickeln. Und wenn Sie die Botschaft
einen Flug bezahlen würden als Flughafengebühr beim gelesen haben, so ersehen Sie, dass die Flughafenverwal-
Abflug, dann wäre die ganze Subventionsangelegenheit tungsgesellschaft Basel-Mülhausen keineswegs übertreibt;
erledigt. Ich muss Ihnen ganz offen gestehen: Am liebsten was sie plant, ist ein sehr massvoller, massgeschneiderter
hätte ich nein zu allen diesen Subventionen gesagt, aber ich Ausbau, entsprechend dem Verkehrsvolumen an Passagie-
bitte Sie, dem Antrag des Bundesrates zuzustimmen. ren und Fracht. Dass das Frachtvolumen heute gesamt-
Noch etwas zu Frau Mascarin: Frau Mascarin, das ist nicht schweizerisch nicht drastisch zunimmt, hat verschiedene
ein einmaliges Vorkommnis, diese nachträgliche Frachtge- Gründe. Was Basel anbetrifft, so müssen Sie sich klar sein,
bäudesubvention. Das war gang und gäbe bisher. Ich war ja dass Sie kein Frachtvolumen auf einen Flugplatz bringen
immer dabei. Das ist also nicht eine Geste gegenüber können, wenn Sie keine Anlagen haben, die dieses Volu-
Basel. So hat man es gegenüber allen Flughäfen gehalten. men aufnehmen können. Die Flughäfen brauchen solche
Wir haben das auch kritisiert und haben gesagt, das dürfe Frachtgebäude. Um das geht es bei diesem einen Betrag.
nicht mehr vorkommen. Der Bundesrat bringt jetzt deswe- Ich glaube, dass man gerade bei dem bescheidenen Bei-
gen diese Gesamtvorlage, dass wir diese Diskussionen um trag, der nun dem Kanton Basel-Stadt zukommen soll und
Einzelobjekte hier im Rate nicht mehr haben. der im übrigen keineswegs in eine rosige Finanzlage hinein-
Noch etwas: Frau Mascarin, vergessen Sie eines nicht: fällt, einigermassen dem Rechnung trägt, was der Kanton in
Auch im Flughafen Basel liegt Brot. Brot für jene, die dort den letzten 20 Jahren für diesen Flughafen aufgewendet
arbeiten, was vielleicht auch wichtig ist in einer Stadt wie hat. Wenn man all diese Komponenten anschaut, dann
Basel, die arbeitslosenmässig an der Spitze steht. sollte man diesen bescheidenen Beitrag, den angemesse-
nen und nicht übertriebenen Beitrag für den Kanton Basel-
Linder: Ich hatte eigentlich nicht die Absicht, zugunsten Stadt und seinen Flughafen, nicht kürzen. Ich bitte deshalb,
von Basel im Zusammenhang mit dieser Flughafenvorlage die Anträge Aider und Mascarin zurückzuweisen.
ein Wort zu sagen, weil ich der Meinung bin - wie ich das
bereits vor einer Woche zum Ausdruck bringen durfte -, Künzi: Beim Eintreten - vor einer Woche - bezeichnete ich
dass-es sich hier um ein gesamtschweizerisches Problem die Vorlage des Bundesrates als ungerecht und mangelhaft
handelt, das vielleicht, kantonale oder lokale Aspekte auf- und vor allem den Kantonen Genf, Basel und Zürich gegen-
weist, aber das wir grundsätzlich aus gesamtschweizeri- über als diskriminierend. Weitere Votanten haben dies
schem Interesse heraus entscheiden müssen. Nachdem ebenfalls mit Deutlichkeit vermerkt. Von der Richtigkeit mei-
nun aber aus unserer Basler Region Heckenschüsse auf die ner Äusserungen konnten mich weder der Bundesrat noch
kleine Tranche des Flughafens Basel abgefeuert worden der Sprecher der Finanzdelegation abbringen.
sind, möchte ich doch zwei Bemerkungen anbringen: Ich halte nochmals fest: Luftfahrtpolitik ist heute in erster
Die eine Bemerkung betrifft die mehrfach erwähnten Sub- Linie und primär eine Bundessache. Der Bundesrat hat
14. Juni 1982 735 Flughäfen Basel, Genf und Zürich. Ausbau
diese Aufgabe drei Kantonen delegiert und zieht sich nun - Antrag Landolt zu unterstützen und den Antrag Herczog
ich kann das einfach nicht verstehen - aus seiner Verant- abzulehnen.
wortung weitgehend zurück, und zwar abrupt durch diese
Vorlage. 10 bis 14 Prozent Beitrag an den Kanton Zürich ist M. Butty: La tournure prise par ce débat ne manque pas
meines Erachtens kein Beitrag mehr, denn durch die Verzö- d'inquiéter plusieurs d'entre nous et c'est ce qui m'incite à
gerung, die wir durch die verspätete Vorlage in'Kauf neh- intervenir à cette tribune.
t men müssen - wir können zwei bis drei Jahre später als Ce n'est pas seulement comme Romand que j'interviens
ursprünglich geplant mit den Arbeiten beginnen -, verlieren mais en tant que parlementaire, soucieux de la justice, de
wir den Beitrag wieder durch die Teuerung. l'équilibre et de l'égalité de traitement entre les différentes
Herr Riesen, man sollte nicht nur mit nackten Franken rech- régions de ce pays. Il est tout de même curieux, et je pense
nen, sondern die Probleme ganzheitlich betrachten. Sie fin- que c'est ce qui crée le malaise que nous ressentons pro-
den vielleicht, man könne die Rechnung so gestalten: der fondément en ce moment - en tout cas pour certains
Bund befiehlt zu 90 Prozent - das ist unbestreitbar -, aber d'entre nous - que pour un même objet, un aéroport ait
er bezahlt nur 10 Prozent; das macht natürlich zusammen obtenu 32 pour cent de subventions alors que le Conseil
auch 100 Prozent. fédéral n'en propose que 18 pour un autre aéroport, c'est-
Herr Bundesrat Schlumpf, Sie haben letzte Woche im Stän- à-dire pour des réalisations similaires.
i derat im Zusammenhang mit der S-Bahn-Debatte den Kan- Je ne voudrais mettre personne en cause et certainement
• ton Zürich gerühmt, weil er sich schon heute GVK-konform pas vous, Monsieur le Conseiller fédéral, mais il y a tout de
verhalte. Bei den Flughäfen vertritt der Bundesrat eine même un manque de planification au niveau fédéral qui est
Linie, die quer zur GVK-Politik verläuft. Das finde ich nicht évident parce qu'il y a des années que l'on parle de ces réa-
richtig. lisations. Kloten les a faites peu après 1950. Or, on parlait
Von den eingereichten Vorschlägen wird meines Erachtens déjà à ce moment-là des mêmes réalisations pour Cointrin.
der Antrag Landolt der Situation weitgehend gerecht. Eine Comment se fait-il, alors que l'on connaissait les projets en
100prozentige Gerechtigkeit gibt es natürlich auch in dieser cours et que Genève avait consulté le département
Situation nicht. Aber er trägt der Verantwortung des Bun- concerné, que l'on n'ait pas immédiatement rendu attentifs
des für die Flughäfen besser Rechnung als die übrigen ceux qui allaient réaliser ces projets qu'il y aurait une diffé-
Anträge, vor allem als der Antrag des Bundesrates. Er rence si on ne les réalisait pas immédiatement et simultané-
berücksichtigt den immer wieder erwähnten Nachholbedarf ment avec ceux de Kloten? Comment se fait-il qu'il y a
von Genf und Basel, er ignoriert nicht Zürich, und er aner- encore quelques années - j'étais membre de la Délégation
kennt auch die Stellung der FIG. des finances - alors que nous savions que Genève soumet-
trait ce projet, que l'on n'ait pas laissé entendre que le taux
Der Antrag der Mehrheit entspricht weitgehend einem Trop-
de subventionnement serait différent de celui accordé à
fen auf einen heissen Stein.
Kloten?
Zum Antrag von Herrn Herczog möchte ich sagen, dass er Alors de deux choses l'une, ou bien cette réalisation est
für mich am unverständlichsten ist. Er trifft zweimal Zürich, nécessaire et elle est admise comme telle par la Confédéra-
denn wenn die FIG keine Beiträge mehr erhält, so heisst tion et elle doit bénéficier de la même aide fédérale; ou bien
das einfach, dass die FIG die Objekte, die sie im Auftrage ce qui serait beaucoup plus inquiétant, c'est que l'on n'ait
des Kantons erstellt, zu höheren Mietszinsen dem Kanton pas le courage de dire ici que l'on pratique une certaine dis-
gegenüber belastet. Und dann müssen wir dort mehr crimination aujourd'hui quant au rôle et à l'importance des
bezahlen. Ich muss auch erwähnen, dass - wie das Herr aéroports. Voudrait-on en réalité un grand aéroport interna-
Herczog richtig gesagt hat - die FIG eine gemischtwirt- tional à Kloten et ramener les autres aéroports petit à petit
schaftliche Aktiengesellschaft ist. Ich erwähne, dass bisher à un niveau secondaire, gravitant autour de l'important cen-
die FIG 700 Millionen Franken investiert hat, ich erwähne, tre international de Kloten? Le rôle international de l'aéro-
dass der Bund daran 190 Millionen an Beiträgen bezahlt port de Genève serait-il remis en cause?
hat; der Bund hat bis jetzt nie zwischen FIG und Kanton Je pense que ce n'est pas le cas puisqu'on n'en a jamais
i differenziert. Und ich erwähne nochmals, dass zurzeit bei parlé et si on ne l'a pas fait, cela signifie que l'on admet la
der FIG noch Obligationenanleihen in der Höhe von 280 Mil- nécessité qu'il y ait une égalité de traitement.
lionen Franken ausstehen, die zu einem Durchschnittszins- Cette dernière signifie donc la même aide parce qu'il y a
satz von über 7 Prozent verzinst werden müssen. Dass aus plusieurs années, la Confédération était dans la même
diesem Grunde die FIG eine Dividende auszahlen muss, situation qu'aujourd'hui.
damit sie überhaupt an den Kapitalmarkt gelangen kann, ist On a d'ailleurs cité certains exemples tout à l'heure. Je ne
eine Selbstverständlichkeit. Ich frage mich, wie wäre es veux pas prendre d'autres objets comme exemples, car
gewesen, wenn wir keine FIG hätten. Hätte dann der Kanton c'est pour cette réalisation qu'il y a une inégalité de traite-
Zürich für das Gesamtpaket 14 Prozent erhalten? Also ment et une injustice.
diese Differenzierung FIG und Kanton Zürich verstehe ich Elle sera ressentie comme telle, Monsieur le Conseil fédé-
nicht, und ich bitte Sie wirklich, den Antrag von Herrn ral, et je suis tout de même surpris de voir avec quelle faci-
Herczog abzulehnen. lité certains admettent que l'on traite différemment les
Mit der heutigen Vorlage schütteln die Flughafenkantone - mêmes objets.
wenigstens beim Flughafen Zürich ist es so - in ein Defizit Je me demande aussi si cela ne va pas inciter, dans
hinein. Eine überschlagsmässige Rechnung ergäbe für den d'autres réalisations - dans le secteur agricole, dans le sec-
Flughafen Zürich, wenn keine Beiträge entrichtet werden, teur social, pour les chemins de montagne, etc. - les gens à
und es werden fast keine entrichtet, jährliche Verluste von se précipiter le plus rapidement possible à la porte de la
mehr als einer halben Million Franken. Diese Summe caisse fédérale afin de ne pas être discriminés par la suite.
müsste man irgendwie überwälzen. Man muss sich das Tout cela est très dangereux, tout cela mène, en fait, à une
überlegen, aber im Moment hätten wir Defizite zu verzeich- politique d'incertitude et d'injustice. Alors, je mets en cause
nen. Ich betone nochmals, man muss die künftige Finanzie- la planification au niveau fédéral. On aurait dû dire cela
rung der Flughäfen gründlicher studieren, die jetzige ist avant ou alors on a trop donné à Kloten au moment où on
mehr als ungenügend und ungerecht! Neben der GVK- nous a fait voter des subsides pour cet aéroport.
Lösung gibt es - wie schon erwähnt - auch noch andere En ce qui me concerne, je dirai qu'en parlementaire sou-
Lösungen. cieux de la justice et de l'équilibre dans ce pays, je voterai
Ich komme zum Schluss. Das eidgenössische Luftfahrtsge- les propositions qui se rapprochent le plus de l'égalité de
setz verpflichtet Basel, Genf und Zürich den anfallenden traitement entre l'aéroport de Cointrin et celui de Kloten.
Verkehr aufzunehmen. Deshalb müssen wir unsere Flughä- Nous sommes aussi élus pour cela dans ce Parlement et
fen anpassen. Ich ersuche Sie, ausgehend von diesen nous avons le devoir de le dire à nos autorités et de le leur
Überlegungen, den mir am gerechtest erscheinenden faire comprendre parce que le gouvernement devrait aussi
Aéroports de Baie, Genève et Zurich. Agrandissement 736 N 14 juin 1982
s'en soucier. Je le prie encore de bien réfléchir avant le vote Herr Herczog, auch Ihr Hinweis auf die Angelegenheit der
définitif qui va intervenir et dont les conséquences seront Selbstbewirtschaftung und die GVK-Hinweise sind gut
peut-être plus lourdes qu'on l'imagine! gemeint, aber im Moment haben wir noch einen eindeutigen
anderen Rechtstatbestand. Wo kämen wir hin, wenn sich
Blocher: Es ergeben sich heute abend eigenartige Kon- das Parlament nicht mehr an Gesetz und Verordnungen hal-
stellationen und es ist wohl gut, dass die Partner, die in die- ten würde!
ser Vorlage gleich stimmen werden, 1983 nicht miteinander Kollege Duboule hat deutlich gesagt, dass er für gleiche
den Wahlkampf führen müssen, sonst wären politisch ganz Subventionsprozentsätze bei gleicher Arbeit oder bei glei-
• verschiedene Personen plötzlich beieinander. Herr cher Zweckbestimmung eintrete. Da sind wir völlig einig!
Herczog, Sie haben gesagt, ich - als Vizepräsident der Das steht ausser Frage! Aber es wurde auch in der Debatte
«Vereinigung pro Flughafen Zürich» - sei ich selbstver- mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass wir heute vor einer
ständlich auf der Seite, die mehr Subventionen vom Bund veränderten Lage mit Bezug auf die Bundesfinanzen stün-
will. Ich kann Ihnen sagen, dem ist leider nicht so, obwohl den. Wenn auch Herr Butty jetzt in einer flammenden
ich sehe, dass es für den Flughafen leichter wäre, wenn wir Ansprache diese Gleichheit dargelegt hat, möchte ich den-
mehr Subventionen bekämen. Ich bin der Auffassung, dass noch sagen, dass genau das Gegenteil auf allen anderen
wir hier nur dem Antrag des Bundesrates, d. h. dem Antrag Sachbereichen längstens eingetreten ist. Wir haben diverse
von Herrn Röthlin, zustimmen können, und ich setze mich Bereiche, bei denen wir nicht mehr die gleichen Bedingun-
für diesen Antrag ein. gen abdecken können, wie dies früher einmal möglich war.
Die Subventionen des Bundes an die Flughäfen betrachte Wir können doch nicht so tun, als ob alles noch beim alten
ich ohnehin als problematisch! Wir haben ausgerechnet, wäre, als wir mit legerer Hand die Bundesmittel in beliebiger
dass durch die Bundesaufsicht - und zwar nicht durch die Grössenordnung ausrichten konnten. Herr Duboule, der
Sicherheitsaufsicht, sondern durch die Bauaufsicht - wahr- Vergleich mit der Beschaffung von Rüstungsmaterial geht
scheinlich mehr Geld verloren geht, als der Bund an diese natürlich nicht ganz auf und sollte vielleicht hier nicht ange-
Flughafenausbauten zahlen muss. Darum trete ich dafür bracht werden.
ein, dass wir auf die Bundessubventionen verzichten, aber Der Minderheit III, Freund Röthlin, muss ich sagen, dass wir
gleichzeitig auch die entsprechende Aufsicht vom Bund her nicht sehr weit kommen, wenn wir hier interfraktionelle Vor-
reduzieren. Das ergäbe eine doppelte Ersparnis: vor allem würfe austauschen. Es ist nämlich interessanterweise so,
die Zeitverzögerungen, hier liegt der Hauptfinanzaufwand, dass bei den Minderheitsanträgen, die wesentlich aufstok-
würden wegfallen; aber auch der Aufwand in den Bundes- ken wollen, drei von vier Bundesratsparteien vertreten sind.
ämtern könnte reduziert werden. Darum werde ich eine ent- Da verteilt sich die Sache wieder. Wir sind glücklich, dass
sprechende Motion einreichen, die die gesetzlichen Grund- man uns vom Freisinn als so bedeutungsvoll ansieht, aber
lagen ändert, so dass in Zukunft keine Bundessubventionen diese Hinweise sind vielleicht etwas daneben gegangen.
mehr gewährleistet werden müssen. Selbstverständlich Ich möchte Ihnen die Situation der Kommissionsmehrheit
müssten dann die Flughafen-, Lande- und Benützungsge- noch einmal ganz kurz darlegen:
bühren so angesetzt werden, dass der Flughafenverkehr Wir haben unter Würdigung all dessen, was hier gesagt
selbsttragend würde, was übrigens auch in USA der Fall ist. wurde, keinen einzigen Punkt gefunden, den wir in der
. Diesmal trete ich jedoch noch nicht dafür ein, dass keine Kommission nicht mehr oder weniger gründlich angespro-
Subventionen bezahlt werden, sondern ich plädiere für die chen haben. Es war genau diese diametrale Gegenüberstel-
Lösung des Bundesrates. Hier müssen wir davon abwei- lung der Standpunkte, die uns zur Meinung geführt hat,
chen, weil die Kontrollmassnahmen bereits erfolgt sind, und dass wir leistungsfähige Flughäfen brauchen, wenn die eid-
die Verzögerungen, die viel Geld gekostet haben, durch genössische Luftfahrtpolitik noch einigermassen glaubwür-
diese Aufsicht bezahlt werden müssen. dig sein soll. Weil die Kantone mit ihren Flughafenvorlagen
Darum bitte ich Sie, heute für den Antrag Röthlin einzutre- Probleme haben, meinen wir, es sei sinnvoll, dass wir
ten. Ich bin jedoch der Auffassung, dass durch das Einrei- wenigstens eine bescheidene Geste im Sinne eines Zuge-
chen einer Motion die Sache für die Zukunft so gesichert ständnisses machen. Herrn Flubacher, der sagt, dass mit
werden sollte, dass wir keine Subventionen mehr brauchen dem Flughafenstandort enorme wirtschaftliche Vorteile ver-
und die Flughafenkantone, die Flughafengesellschaften und bunden seien, stimme ich vollumfänglich zu; aber diese
die Flughafen-lmmobiliengesellschaften dennoch nicht Vorteile hören nicht an der Kantonsgrenze der Flughafen-
mehr Aufwendungen aufbringen würden als bisher. kantone auf, sie gehen viel weiter! Wir alle würden uns
wahrscheinich ausserordentlich wundern, wenn die Flugha-
Friedrich: Herr Herczog hat in seiner Polemik in erster Linie fenkantone - wie das hier auch gesagt wurde - eines Tages
die Zürcher Freisinnigen aufs Korn genommen. Aber, Herr ihre Aufgabe als gesamtschweizerisch überbundene Auf-
Herczog, was Sie da verschossen haben, war blinde Muni- gabe nicht mehr abdecken könnten. Wenn Sie sich die
tion, das hat zwar geknallt, aber es trifft nicht! Denn Sie Totalität der jetzt vorliegenden Anträge noch einmal überle-
werden sehen, die Mehrheit der Zürcher Freisinnigen wird gen, ist es so, dass der Kommissionsmehrheitsantrag in
entweder der Kommissionsmehrheit oder dem Bundesrat diesen fünf Jahren rund 9,7 Millionen Franken Mehrausga-
zustimmen. Wir begreifen zwar die Auffassung unseres ben bedingt. Das sind rund 10 Prozent dessen, was der
Regierungsrates, aber wir teilen sie nicht. Wir sind der Auf- Bundesrat vorschlägt. Bei der Minderheit l sind es 28 Millio-
fassung, dass die Priorität bei den Bundesfinanzen liegt, nen mehr als der Bundesrat vorschlägt oder eine Aufstok-
und wir bleiben dieser Auffassung auch hier treu. Sie soll- kung von 26 Prozent. Bei der Minderheit II geht es um rund
ten also bei Ihrer Polemik etwas sorgfältiger vorgehen, 36 Millionen oder um eine Aufstockung um 34 Prozent. Ich
sonst setzen Sie sich noch mehr in die Nesseln, als Sie das glaube, dass wir mit dem, was wir in der Kommissionsmehr-
bisher schon getan haben! heit beschlossen haben, einen sinnvollen, unserer politi-
schen Verantwortung würdigen Kompromiss gefunden
Messmer, Berichterstatter: Ich möchte mich in Anbetracht" haben. Wir sind in der Kommission absolut der Meinung,
der fortgeschrittenen Zeit nur kurz äussern. dass wir den Sparauftrag nicht schmälern dürfen. Wir sind
Zuerst zur Minderheit I: Herrr Landoli, Sie haben gesagt, aber bereit, ihn in einem klar begrenzten Rahmen zu relati-
dass Sie sich im Raum Zürich im Zusammenhang mit der vieren.
S-Bahn GVK-konform verhalten haben. Aber diese vor- Darf ich Ihnen ganz zum Schluss sagen: ich glaube, dass
schüssige Verhaltensweise würde nun im Fall der Flughäfen unser Staat nicht von zementierten Extremstandpunkten
genau das Gegenteil bedingen. Dort ist nämlich auf Seite 4 lebt, sondern vom vertretbaren, sinnvollen Kompromiss. Ich
der Botschaft gesagt, dass die Benützungstarife der Flug- bitte Sie deshalb, nach dieser Debatte mit noch mehr Über-
häfen anzupassen seien und die Infrastrukturaufgaben als zeugung als vorher die Minderheitsanträge und die Einzel-
Teil des ganzen Verkehrssystems eigenwirtschaftlich zu anträge abzulehnen und der Kommissionsmehrheit zuzu-
erfüllen seien. Hier geht die Rechnung nicht ganz auf! stimmen.
14. Juni 1982 737 Flughäfen Basel, Genf und Zürich. Ausbau
M. Pedrazzini, rapporteur: Je tâcherai d'être très bref. La Nationalrat Künzi, Sie bleiben dabei, dass unsere Anträge
proposition de la majorité de la commission consiste en un ungerecht seien, nach Ihrem Verständnis dieser Bundesauf-
compromis entre deux tendances, à savoir celle visant à gabe müsste der Bund viel höhere Subventionen ausrich-
augmenter les subventions (Zurich et Genève) et la propo- ten. Ich kann Ihnen deswegen nicht böse sein; ich bitte Sie
sition du Conseil fédéral. Je souligne que la proposition de einfach auch um Verständnis dafür, dass ein Mitglied des
la minorité III est en harmonie avec le programme d'écono- Bundesrates die geltenden Gesetze noch um einiges höher
mies que le Parlement s'est imposé lui-même. Mais la majo- einstuft als die Meinung des zürcherischen Regierungsra-
rité de la commission, elle aussi, Mesdames et Messieurs, a tes. Sie machen geltend, dass bei diesen reduzierten
examiné l'ensemble du problème de l'aide aux aéroports! Ansätzen für die Bundesbeiträge der infolge Bauteuerung
Elle a analysé l'ensemble des répercussions sur le plan eintretende Mehraufwand gar nicht oder nur noch teilweise
financier. La commission a même décidé, par 15 voix contre kompensiert werden könne. Wir haben doch in .der Bot-
6, de tenir compte en partie des requêtes des cantons schaft dargelegt dass wir diese Sammelbotschaften brin-
aéroportuaires; elle propose d'augmenter le total des sub- gen, um eine solche Auswirkung der bisherigen Einzelsub-
ventions de la Confédération d'environ 10 millions de ventionierungverfahren künftig auszuschliessen, damit wir
francs, 750 000 francs pour Baie, 4,8 millions pour Genève immer zeitgerecht subventionieren können.
et 4,1 millions pour Zurich. L'augmentation de 10 millions de Nationalrat Butty, ich habe Ihre eloquenten Ausführungen
francs veut être l'expression de bonne volonté vis-à-vis des gehört. Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie je einmal bei
cantons de Baie, de Genève surtout, et de Zurich. Cette einer Vorlage für den Flughafen Zürich-Kloten denselben
augmentation reste supportable dans les limites des varia- Standpunkt vertreten haben. Erst jetzt, nachdem der Bun-
tions du plan financier qui n'est, certes, pas comparable à desrat erklärte: So kann es im Hinblick auf die verfügbaren
une équation mathématique. Mittel nicht weitergehen, vernehmen wir, dass das, was der
Je pose une question à la minorité III, représentée par Bundesrat beantragt, ungerecht sei, eine Diskriminierung
M. Rothlin: sommes-nous vraiment prisonniers du plan bedeute. Gute Ideen in dieser Richtung wären schon vor
financier comme elle le prétend? Ou bien le sommes-nous Jahren gefragt gewesen, wenn man sie nur je einmal in die
seulement pour cette affaire? Diskussion hineingetragen hätte.
Le compromis présenté par la majorité de la commission Gestatten Sie mir abschliessend einige Feststellungen: Der
devrait pourvoir rencontrer votre approbation. Bundesrat anerkennt - ich möchte es noch einmal heraus-
Je vous invite à rejeter les propositions des minorités I, II et streichen - die nationale Bedeutung der drei Landesflughä-
III, ainsi que les propositions individuelles. fen. Der Bundesrat anerkennt die legitimen Interessen aller
drei Regionen und Flughafenkantone. Der Bundesrat aner-
Bundesrat Schlumpf: Gestatten Sie mir, dass ich zu einzel- kennt auch - darüber brauchen wir gar keine Worte zu ver-
nen Voten noch Stellung nehme. lieren - die gesamthaft, staatspolitisch und wirtschaftlich,
Nationalrat Aider - Nationalrat Linder hat bereits darauf hin- bedeutende Stellung der drei Kantone Basel-Stadt, Genf
gewiesen -, bei dieser Frachthalle in Basel, die in der Tat und Zürich. Der Bundesrat will - das möchte ich noch ein-
bereits gebaut ist, geht es nicht darum, zu dem in Artikel 2 mal mit allem Nachdruck sagen - überhaupt niemanden dis-
des ZGB verankerten Prinzip von Treu und Glauben quasi kriminieren; das ist eine Interpretation, die jeder Grundlage
als Notlösung Zuflucht zu nehmen. Für mich war dieser Arti- entbehrt. Der Bundesrat will weder Genf und Basel diskrimi-
kel 2 - und wahrscheinlich für den Grossteil der mit juristi- nieren (im Gegenteil, er will ihnen ja eben eine zusätzliche
schen Problemen Betrauten, wie auch für den Schöpfer Ausgleichsleistung aus den genannten Gründen zukommen
Eugen Huber - immer eine übergeordnete Rechtsregel. lassen); er will aber beileibe auch Zürich nicht diskriminie-
Diesem Prinzip von Treu und Glauben entfliesst für die ren, quasi um den Kanton Zürich dafür zu bestrafen, dass er
öffentliche Hand das sogenannte Vertrauensprinzip. Der sehr progressiv mit dem Ausbau seines Flughafens voran-
Dritte - ob Bürger oder Körperschaft -, der sich an den gegangen ist. -
Staat wendet, darf sich auf die Richtigkeit der ihm erteilten Aber all das, was man von dem armen Bundesrat verlangt:
Auskünfte verlassen. Genau das hat Basel gemacht: Basel dass er den Finanzplan beachte, den finanziellen Ausgleich
erhielt damals von der Verwaltung den Bescheid, diese in den nächsten paar Jahren erreiche, hier noch mehr leiste
Frachthalle sei nicht subventionsberechtigt, und diese Aus- und noch mehr differenziert, umgekehrt aber Zürich nicht
kunft war ganz eindeutig falsch nach Artikel 2 Absatz 2 des hintanstelle gegenüber Genf und Basel - das ist das neue-
geltenden Bundesbeschlusses aus dem Jahre 1945. ste politische Beispiel für die Quadratur des Zirkels! Diese
Es ist doch einfach dem Gebot von Treu und Glauben - Aufgabe kann der beste Bundesrat nicht lösen.
dem Vertrauensprinzip - konform, dass man das in Ord- Aber der Bundesrat kann einiges tun, und das will er auch.
nung bringt, wenn man so etwas feststellt. Es ist übrigens Er will eine Luftfahrtpolitik betreiben, und die - Frau Masca-
auch nicht so, dass der Kanton Basel nichts geleistet hätte: rin - geht eben dahin, nicht einfach anfallende Aufgaben
er hat in den Flughafen Basel-Mülhausen etwa 117 Millionen bestmöglich zu befriedigen, sondern auch etwas Politik,
Franken investiert. Verteilpolitik und Lenkung, zu betreiben. Dafür muss die
Nationalrat Aider vermisst eine Bundesluftfahrtpolitik. Dazu Infrastruktur in Genf und Basel eben auch weiterentwickelt
immerhin der Hinweis: sie wurde zugrunde gelegt; man hat werden, damit wir in Zürich nicht eine noch grössere
aber offenbar davon noch nicht Kenntnis genommen. Im Schwerpunktbildung bekommen.
Luftfahrtbericht vom Jahre 1980 hat sich der Bundesrat Der Bundesrat will aber neben der Luftfahrtpolitik auch
sehr ausführlich darüber geäussert, wie er die Luftfahrtpoli- Finanzpolitik betreiben, und zwar jene, die ihm von den eid-
tik der nächsten Jahre und Jahrzehnte gestalten will; genössischen Räten - richtigerweise - aufgetragen wird.
gestützt auf diesen Bericht, Nationalrat Aider, haben wir Die Luftfahrtpolitik muss in diese Finanzpolitik eingeordnet
nun auch die Totalrevision des Luftfahrtgesetzes - der Ent- werden. Das heisst doch einfach: haushalten mit den in den
wurf liegt vor - ausgearbeitet. nächsten Jahren verfügbaren Mitteln.
Nationalrat Grobet, eine Klarstellung: Die durchschnittli- Der Bundesrat will ein Drittes: Er will auch Staatspolitik
chen Subventionen, die Genf im Laufe der Jahre erhielt, betreiben. Er will die Finanzpolitik - in der die Luftfahrtpoli-
betrugen 30 Prozent. Die Reduktion ist also nicht von 32,5 tik zu integrieren ist - in die übergeordneten staatspoliti-
Prozent, sondern von 30 zurück zu rechnen. schen Ziele einordnen, d. h.: Rücksichtnahme auf Unter-
Nationalrat Herczog, es ist nicht zu übersehen, dass die schiede, regionaler Ausgleich und Dezentralisation, Mittel-
FIG natürlich nur zustande kam und getragen werden kann, verwendung nach Prinzipien der Billigkeit - deshalb eine
weil ein grosses Engagement des Kantons vorliegt - Sie massvolle Differenzierung, wie sie der Bundesrat vor-
kennen ja die Zahlen. Am Engagement des Kantons Zürich schlägt.
ändert sich gar nichts. Die FIG ist ein reines Finanzierungs- Ich möchte Sie bitten, den Vorschlägen des Bundesrates
instrument. zuzustimmen.
PTT. Compte 1981 738 N 14 juin 1982
Präsidentin: Ich schlage Ihnen folgendes vereinfachtes #ST# 82.026
Abstimmungsprozedere vor: In einer ersten Abstimmung
werden wir die Anträge Minderheit II und Minderheit l PTT. Rechnung 1981
gegenüberstellen; in der zweiten Abstimmung das Resultat PTT. Compte 1981
dem Antrag der Mehrheit. In der dritten Abstimmung wer-
den wir das Resultat dem Antrag Minderheit III und Bundes- Botschaft und Rechnung vom 21. April 1982
rat gegenüberstellen. Beschlussentwurf Seite 29 der Rechnung
Wenn alle diese Anträge bereinigt sind, entscheiden wir
Message et compte du 21 avril 1982
noch einzeln über die Anträge Mascarin, Aider, Grobet und
Projet d'arrêté page 29 du compte
Herczog. - Sie sind damit einverstanden.
Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern
Erste Eventualabstimmung - Premier vote préliminaire S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT,
Viktoriastrasse 21, Berne
Für den Antrag der Minderheit II 60 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit l 81 Stimmen
Zweite Eventualabstimmung - Deuxième vote préliminaire
Für den Antrag der Mehrheit 93 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit l 63 Stimmen Bratschi, Berichterstatter: Gestatten Sie, dass ich zur PTT-
Rechnung im Namen der Finanzkommission einige Ausfüh-
Dritte Eventualabstimmung - Troisième vote préliminaire
rungen mache.
Für den Antrag der Mehrheit 65 Stimmen Zur PTT-Rechnung 1981 sei allgemein festgestellt, dass
Für den Antrag der Minderheit III 103 Stimmen unsere PTT gesund sind, dass das Jahr 1981 auch für die
PTT ein gutes Jahr war, sich aber wie in der Privatwirtschaft
Präsidentin: Wir entscheiden nun noch über die Einzel- eine Trendwende abzeichnet. Der ausgewiesene Gewinn
anträge. beträgt 333 Millionen Franken und übertrifft damit den Vor-
/ anschlag um 62 Millionen Franken. Der Verkehr hat gesamt-
haft um 4,1 Prozent zugenommen, bei der Post um 3,1 Pro-
Für den Antrag von Frau Mascarin 9 Stimmen zent und bei den Fernmeldediensten um 5 Prozent. Aus-
Dagegen 101 Stimmen nehmend hoch war der Zinsertrag mit 160 Millionen Franken
// infolge der hohen Zinse. Der Ertrag der PTT hat sich um 7,5
Prozent erhöht, der Aufwand ist aber um 9,4 Prozent
Für den Antrag Aider 16 Stimmen gestiegen. Leider ist zu erwarten, dass sich die Schere Auf-
Dagegen 82 Stimmen wand/Ertrag in den nächsten Jahren infolge der Teuerung
/// noch weiter öffnen wird. Eine Tariferhöhung im Jahre 1984
ist deshalb nicht mehr auszuschliessen. Die Abschreibun-
Für den Antrag Grobet 52 Stimmen
Dagegen 87 Stimmen gen haben sich im abgelaufenen Jahr um 10 Prozent auf
1 Milliarde 473 Millionen Franken erhöht, die Investitionen
IV um 18 Prozent auf 1 Milliarde 514 Millionen Franken. Die
Für den Antrag Herczog 6 Stimmen Erfolgsrechnung weist eine Kreditüberschreitung von 70,5
Dagegen 98 Stimmen Millionen Franken und die Investitionen eine solche von 22,1
Millionen Franken auf. Beide Beträge sind gemäss Artikel 9
Präsidentin: Damit haben wir über alle Anträge abge- Ziffer 2 des Finanzhaushaltgesetzes vom 18. Dezember
stimmt: Sie haben sich für die Fassung des Bundesrates 1968 zu genehmigen. Ebenso wird die Erhöhung der aus-
und der Minderheit III entschieden. serordentlichen Abschreibungen um 100 Millionen Franken
beantragt. Der effektive Gewinn der PTT wäre demnach
Abs. 2 Schlusssatz, Abs. 3, 4 noch um 100 Millionen Franken höher, also eigentlich 433
AI. 2 dernière phrase, al. 3, 4 Millionen Franken.
Angenommen - Adopté Bei dieser Gelegenheit sei auch wieder einmal daran erin-
nert, dass die PTT grosse Leistungen an die schweizerische
Art. 2-6 Wirtschaft erbringt. Im letzten Jahr waren es nicht weniger
Antrag der Kommission als 2 Milliarden 388 Millionen Franken. Ein hoher Cash-Flow
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates von 1 Milliarde 846 Millionen Franken erlaubte den PTT eine
volle Eigenfinanzierung. Leider waren die Kostendeckungs-
Art. 2 à 6 grade sinkend, d. h. bei den PTT insgesamt von 108 auf 105
Proposition de la commission Prozent, bei der Post von 92 auf 89 Prozent und bei den
Adhérer au projet du Conseil fédéral Fernmeldediensten von 122 auf 119 Prozent. Über 50 Pro-
zent der gesamten PTT-Erträge stammen vom Telefon. Das
Angenommen - Adopté Telefon ist also nach wie vor die tragende Säule der PTT.
Die akkumulierten Verluste von Radio und Fernsehen betru-
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble gen Ende 1981 87 Millionen Franken. Dies ist nicht sehr
Für Annahme des Beschlussentwurfes 114 Stimmen erfreulich; auch diese Sparte sollte in den kommenden Jah-
Dagegen 5 Stimmen ren kostendeckend werden, wenn nötig durch entspre-
chende Gebührenerhöhungen.
An den Ständerat -Au Conseil des Etats Die Finanzkommission stimmte dem Antrag des Bundesra-
tes zum Bundesbeschluss über die Finanzrechnung der
PTT-Betriebe für das Jahr 1981 mit 12 gegen 1 Stimme bei 2
Enthaltungen zu. Der Bundesbeschluss sieht eine Zuwei-
sung von 200 Millionen Franken an die Bundeskasse vor.
Die Zuweisung an die Ausgleichsreserve beträgt 50 Millio-
nen, und diejenige an die allgemeine Finanzierungsreserve
82530302 Franken. Der von Herrn Biel als Minderheit
gestellte Antrag auf Reduktion der Ablieferung an die Bun-
deskasse auf 150 Millionen Franken bei gleichzeitiger Erhö-
hung der beiden Zuweisungen an die beiden PTT-Reserven
um je 25 Millionen Franken wurde mit 10 gegen 4 Stimmen
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Flughäfen Basel, Genf und Zürich, Ausbau
Aéroports de Bâle, Genève et Zurich. Agrandissement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.003
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.06.1982 - 15:30
Date
Data
Seite 722-738
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Pagina
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