Restrictions on Foreigners' Political Activities Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court held that restrictions on the political activities of foreigners are compatible with public international law and Article 16 of the European Convention on Human Rights, which explicitly permits such restrictions. This interpretation prevails over Article 10 of the convention, which protects freedom of expression. The court reasoned that allowing foreigners to engage in political activities could jeopardize domestic affairs and foreign relations, thus necessitating the possibility of prohibiting such speeches when they pose a threat to national interests.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 10 EMRK, Art. 16 EMRK, Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention, Art. 16 der Europäischen Menschenrechtskonvention; Restrictions on Foreigners' Political Activities Upheld: This interpretation prevails over Article 10 of the convention, which protects freedom of expression. The court reasoned that allowing foreigners to engage in political activities could jeopardize domestic affairs and foreign relations, thus necessitating the possibility of prohibiting such speeches when they pose a threat to national interests.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited to determine if a federal resolution restricting the political speech of foreigners contradicts this article.
Cited to argue that Article 10 does not prevent states from restricting the political activity of foreigners.
Volltext
Interpellation Renschier 546 N 19 mars 1982
Wer immer im erwähnten Jahresbericht 1980 die Zahl der schweizerisch einheitliche Regelung der Methadonfrage
bestehenden und geplanten Einrichtungen von derzeit 258 behoben werden kann.
bzw. 288 Plätzen vergleicht mit der Situationsstatistik, wo 4. Wie die Prävention ist auch der therapeutische Bereich
für 1979 7045 «Täter» erwähnt sind, ist entsetzt. Wenn sich der Drogenhilfe Sache der Kantone. Der Bund muss sich
nur 10 Prozent der bedauernswerten Patienten freiwillig auf Dienstleistungen im Bereich der Information und Koor-
behandeln lassen wollen, haben zwei Drittel davon mit einer dination sowie auf Empfehlungen beschränken. Der Dro-
Wartezeit von 2 bis 3 Jahren zu rechnen, auf eine Möglich- genbericht des Bundesrates wird konzeptionelle Hinweise
keit, eine effiziente Entziehungskur antreten zu können, zu und Empfehlungen für eine breite, den verschiedenen
warten, d. h. weiter zu fixen oder als Ersatz Methadon zu Bedürfnissen und Stufen der Drogenrehabilitation ange-
schlucken. passte therapeutische Kette enthalten.
Die geheilten Patienten aber werden mit noch grösserer
Mühe einen Platz zur Rehabilitation finden und kaum einen Landolt: Von der Antwort zu Punkt 1 und 2 bin ich teilweise
geschützten Arbeitsplatz, wo sie gezielt vor Rückfällen befriedigt. Auf die Punkte 3 und 4 kann ich nicht eingehen,
bewahrt sein werden. Wenn es nicht gelingt, den geheilten solange kein gesamtschweizerisches Drogenkonzept vor-
Drogensüchtigen auch eine echte Wiedereingliederung zu liegt. Darum kann ich auch nicht sagen, ob ich befriedigt bin
garantieren, ist jede Prophylaxe und Prävention fragwürdig. oder nicht. Es wird sich sicher Gelegenheit bieten, darüber
Nachdem es den Kantonen nicht gelungen ist, dieses Pro- im Rat noch ausgiebig zu diskutieren. Ich stelle jedoch kei-
blem einigermassen befriedigend zu lösen, .bitte ich den nen Antrag auf Diskussion.
Bundesrat um Auskunft, welche Hilfe er zur Lösung dieses
vordringlichen Problems anbieten kann. Präsidentin: Wir nehmen von dieser Erklärung Kenntnis.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Der Bundesrat erachtet den zunehmenden Missbrauch ille-
galer Drogen neben dem Alkoholmissbrauch und anderen #ST# 81.591
Suchtgewohnheiten als gesundheits- und sozialpolitisch
vorrangiges Problem und unterstützt alle Massnahmen, die Interpellation Renschier
zur Eindämmung des Suchtmittelmissbrauchs führen. Dabei Menschenrechtskonvention
kommt dem Bund gemäss Artikel 15c des Bundesgesetzes Convention des droits de l'homme
über die Betäubungsmittel (BetmG) die Aufgabe zu, die
präventiven und therapeutischen Massnahmen in der Dro-
genhilfe zu fördern und zu koordinieren und die Kantone bei
der Bereitstellung der notwendigen Einrichtungen durch
Dienstleistungen zu unterstützen.
Eine Arbeitsgruppe der Eidgenössischen Betäubungsmit- Wortlaut der Interpellation vom 16. Dezember 1981
telkommission befasst sich zurzeit mit der Vorbereitung Am 21. November 1981 sprach in Zürich vor dem Nationalen
eines Drogenberichtes zuhanden des Bundesrates, in wel- Medienkongress der Schweizerischen Journalisten-Union
chem unter anderem ein Konzept für eine effiziente gesamt- (SJU), des Syndikats Schweizerischer Medienschaffender
schweizerische Drogenpolitik entwickelt werden soll. Die (SSM) und der Demokratischen Juristen der Schweiz (DJS)
Koordinations- und Informationsstelle für Drogenfragen des der irische Friedens-Nobelpreisträger Sean MacBride. In
Bundesamtes für Gesundheitswesen soll dazu beitragen, seinem Referat betonte er, wie wesentlich es im Bestreben
die Koordination auf dem Drogenhilfesektor zu verbessern. um die Sicherung des Friedens sei, die Meinungsäusse-
Der Bundesrat ist bereit, sich im Rahmen seiner beschränk- rungsfreiheit, wie sie in Artikel 10 der Europäischen
ten Möglichkeiten für eine wirkungsvolle Drogenpolitik ein- Menschenrechtskonvention garantiert sei, zu schützen und
zusetzen und die Kantone bei ihren diesbezüglichen Bemü- auszubauen, damit die Völker die ungestörte Möglichkeit
hungen zu unterstützen. Ähnlich gerichtete Vorschläge zur haben, auf die Politiker im Sinne einer Friedenspolitik einzu-
Verbesserung der Zusammenarbeit und Koordination im wirken.
Bereich der primären Prävention und Gesundheitserzie- Wenige Tage nach diesem Kongress machte die Fremden-
hung wurden im Bericht über die Vorarbeiten zur Schaffung polizei des Kantons Zürich die Veranstalter darauf aufmerk-
eines Bundesgesetzes über Krankheitsvorbeugung unter- sam, dass der Redner nicht im Besitze einer Redebewilli-
breitet. gung gewesen sei, wie sie ein Bundesratsbeschluss aus
Die aufgeworfenen Fragen können wie folgt beantwortet dem Jahre 1948 vorschreibe.
werden: Der Bundesrat wird um Auskunft über seine Auffassung
ersucht, ob dieser veraltete Bundesratsbeschluss nicht im
1. Die Arbeitsgruppe der Betäubungsmittelkommission
Widerspruch zu Artikel 10 der Europäischen Menschen-
wird - soweit es zur Erfüllung ihres Auftrages nötig ist - die rechtskonvention steht. Sollte der Bundesrat die Auffas-
ihr zugänglichen Schriften und die Fachliteratur studieren
sung vertreten, Artikel 10 EMRK stehe diesem Beschluss
und auswerten. Es ist hingegen nicht vorgesehen, ein Lehr- nicht entgegen, wird er ersucht, ausführlich darzulegen,
mittel (Lehrbuch) zu schaffen, um so mehr, als dies Sache
welches die Gründe sind, die seiner Auffassung nach eine
der für das Schul- und Erziehungswesen zuständigen kan-
Einschränkung der Meinungsäusserungsfreiheit ausländi-
tonalen Organe und Behörden ist. Das BAG und die Eidge-
nössische Betäubungsmittelkommission sind hingegen scher Redner im Sinne von Absatz 2 von Artikel 10 EMRK
als notwendig erscheinen lassen. Er wird darüber hinaus
bereit, sofern dies gewünscht wird, diese Stellen zu bera-
ersucht, darzulegen, in welchen anderen Ländern in Europa
ten.
(im Sinne des geographischen Begriffs) ähnliche Einschrän-
2. Die Herausgabe einer periodischen Publikation aus Bun- kungen vorhanden sind.
desmitteln für die an Drogenfragen interessierten Personen
und Fachleute ist angesichts der angespannten Finanzlage Texte de l'interpellation du. 16 décembre 1981
des Bundes und des Personalstopps zurzeit nicht möglich. Le 21 novembre 1981, l'Irlandais Sean MacBride, prix Nobel
3. Die Behandlung Drogenabhängiger mit Methadon ist in de la paix, a pris la parole à Zurich devant le Congrès natio-
Fachkreisen nach wie vor umstritten. Dementsprechend nal des mass média, qui regroupe l'Union suisse des jour-
bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Kantonen nalistes (USJ), le Syndicat suisse des mass media (SSMM)
in bezug auf Bewilligungspraxis und technische Durchfüh- et les Juristes progressistes suisses (JPS). Dans son
rung sogenannten Methadonprogramme. exposé, il a souligné que la recherche d'une solution de
Die Betäubungsmittelkommission prüft daher, ob und allen- paix était étroitement liée à la protection et au renforcement
falls wie dieser offensichtliche Nachteil durch eine gesamt- de la liberté d'expression, telle qu'elle est prévue à l'article
19. März 1982 N 547 Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH
10 de la Convention européenne des droits de l'homme. einem Ausländer auch weiterhin untersagt werden kann, an
Les peuples doivent en effet être entièrement libres d'exer- einer öffentlichen Veranstaltung über ein politisches Thema
cer une influence sur les hommes politiques pour les ame- zu reden (vgl. die Botschaft des Bundesrates vom 19. Juni
ner à trouver une solution de paix. 1978, Ziff. 204.7).
Quelques jours plus tard, en invoquant un arrêté du Conseil 3. Der Bundesrat sieht keine Veranlassung, Erhebungen
fédéral de 1948, la police des étrangers zurichoise a attiré über in Europa bestehende Einschränkungen der politi-
l'attention des organisateurs du congrès sur le fait que schen Tätigkeit von Ausländern tätigen zu lassen.
l'orateur n'avait pas été officiellement autorisé à s'exprimer.
Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que cet arrêté est Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort
dépassé et de surcroît contraire à l'article 10 de la Conven- nur teilweise befriedigt.
tion européenne des droits de l'homme? Dans la négative,
le Conseil fédéral est prié d'exposer de façon détaillée
quelles sont les raisons qui selon lui militent en faveur d'une
restriction de la liberté d'expression des orateurs étran-
gers, au sens de l'article 10, paragraphe 2, CEDH. Enfin, il
est prié de dire quels autres pays européens (au sens
géographique du terme) appliquent des restrictions analo- 81.547
#ST#
gues. Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH
Atomwaffen im grenznahen Ausland
Begründung Interpellation du groupe PdT/PSA/POCH
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und bittet
um schriftliche Beantwortung. Armes atomiques à proximité de la Suisse
Développement
L'interpellateur renonce à donner un exposé des motifs et
demande une réponse écrite. Wortlaut der Interpellation vom 30. November 1981
Presseberichten zufolge sollen sowohl in der Bundesrepu-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates blik Deutschland als auch in Frankreich relativ nahe an
unserer Grenze Atomwaffen gelagert sein. Auch muss
Rapport écrit du Conseil fédéral damit gerechnet werden, dass im Zuge der von der NATO
Der Bundesrat hat sich bei der Beantwortung der Interpella- beschlossenen weiteren Rüstung zusätzliche Trägerraketen
tion Villard vom 1. Dezember 1971 (Redeverbot für Auslän- und Atomwaffen rund um die Schweiz stationiert werden.
der) und der Stellungnahme zur Motion Ziegler vom Waffen dieser Art sind erfahrungsgemäss auf ihre Verwen-
17. Dezember 1971 (Redeverbot für Ausländer) ausführlich dung für den strategischen Angriff ausgerichtet, unabhän-
zum Bundesratsbeschluss vom 24. Februar 1948 über poli- gig davon, ob die jeweilige militärische Konzeption als
tische Reden von Ausländern (Rednerbeschluss) geäus- defensiv bezeichnet wird oder nicht. Arsenale von strategi-
sert. In Anlehnung an die nach wie vor gültigen, damaligen schen Angriffswaffen bilden im Falle einer kriegerischen
Ausführungen lassen sich die vom Interpellanten aufgewor- Auseinandersetzung ein erstrangiges Ziel für die Gegen-
fenen Fragen wie folgt beantworten. seite, wird doch jede Konfliktpartei versuchen, die Bewaff-
1. Einschränkungen der politischen Tätigkeit der Ausländer nung des Gegners möglichst rasch und effizient zu zerstö-
sind mit dem allgemeinen Völkerrecht vereinbar. Zudem ren.
gestattet Artikel 16 der Europäischen Menschenrechtskon- Im Falle eines militärischen Konfliktes in Mitteleuropa würde
vention (EMRK) ausdrücklich, die politische Tätigkeit von somit - ungeachtet der schweizerischen Neutralität - das
Ausländern Beschränkungen zu unterwerfen: Der vom Grenzgebiet der Schweiz in schwerste Mitleidenschaft
Interpellanten angerufene Artikel 10 EMRK darf nach dem gezogen. Diese Gefahr verschärft sich mit der Stationierung
Wortlaut von Artikel 16 EMRK nicht so ausgelegt werden, weiterer strategischer Angriffswaffen in unseren Nachbar-
dass er den Vertragsstaaten verbietet, die politische Tätig- ländern.
keit von Ausländern Beschränkungen zu unterwerfen. Dar- Die Fraktion PdA/PSA/POCH bittet deshalb den Bundesrat
auf hat der Bundesrat bereits in seinem Bericht an die Bun- um die Beantwortung folgender Fragen:
desversammlung über die Konvention zum Schütze der 1. In welcher Distanz zur Schweizer Grenze und in wel-
Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 9. Dezember chem Umfang befinden sich in den Nachbarstaaten Lager
1968 (BB11968 II 1076 f.) und zehn Jahre später in der Bot- von Atomwaffen und anderen strategischen Angriffswaf-
schaft zum Ausländergesetz vom 19. Juni 1978 (BB11978 II fen?
186) hingewiesen. 2. Welche Auswirkungen auf die Grenzgebiete der Schweiz
2.1 Äusserungen von Ausländern zu innenpolitischen Fra- sind zu befürchten, wenn eine oder mehrere dieser Anlagen
gen oder gar Beeinflussungsversuche können sich negativ aus kriegerischen Ereignissen oder anderen Gründen ganz
auf unsere innenpolitischen Verhältnissen auswirken und oder teilweise zerstört werden?
dadurch unter Umständen die innere Sicherheit gefährden. 3. Welche konkreten Schritte hat der. Bundesrat unternom-
Öffentliche Stellungnahmen von Ausländern zu Ereignissen men, um die Stationierung derartiger Waffen in Grenznähe
im Ausland ihrerseits können unsere aussenpolitischen zu verhindern?
Beziehungen belasten. Es muss deshalb eine Möglichkeit
bestehen, Reden von Ausländern, die in dieser Weise Texte de l'interpellation du 30 novembre 1981
geeignet sind, unsere Landesinteressen zu gefährden, A en croire les comptes rendus publiés dans la presse, des
nötigenfalls zu verbieten. armes atomiques seraient entreprosées à proximité de
2.2 Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat notre frontière, tant en Allemagne fédérale qu'en France. Il
im Hinblick auf die Revision des Bundesgesetzes über Auf- faut s'attendre aussi à ce que de nouvelles fusées por-
enthalt und Niederlassung der Ausländer Rechtsgrundlage, teuses et des armes atomiques soient stationnées tout
Inhalt und Form des Rednerbeschlusses überprüft. Das autour de la Suisse, en raison de l'armement supplémen-
Ergebnis dieser Arbeiten ist für das neue Ausländergesetz taire décidé par l'OTAN. Les armes de cette sorte-là sont,
berücksichtigt worden. Tritt es in Kraft, wird der in den letz- ainsi que l'expérience nous l'enseigne, conçues en prévi-
ten Jahren sehr liberal gehandhabte Rednerbeschluss auf- sion de leur utilisation pour l'attaque stratégique, sans
gehoben, wobei allerdings - soweit die Einschränkung oder égard pour le fait que la conception militaire en vigueur soit
das Verbot der politischen Tätigkeit es rechtfertigen - qualifiée de défensive ou d'offensive.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Renschler Menschenrechtskonvention
Interpellation Renschler Convention des droits de l'homme
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 81.591
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 546-547
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Pagina
Ref. No 20 010 368
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