Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 81-582 KI-generiert

Swiss Government on Golan Heights and Polish Martial Law

Geschäftsnummer VPB 81-582
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

In a parliamentary interpellation concerning the Golan Heights, the Swiss government reiterated its stance that Israel's annexation of the territory violates international law and is therefore invalid, mirroring a position previously taken by the UN Security Council. The government affirmed that Israel's actions have not altered the legal status of the Golan Heights, which remains occupied territory under international law, and that these measures create further obstacles to peace in the Middle East. Regarding the situation in Poland, the government condemned the imposition of martial law, called for the release of political prisoners, and emphasized the importance of a return to dialogue and the restoration of fundamental freedoms, while also outlining Switzerland's continued humanitarian aid efforts.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 93 LTF, Art. 66 al. 1 LTF; Swiss Government on Golan Heights and Polish Martial Law: The government affirmed that Israel's actions have not altered the legal status of the Golan Heights, which remains occupied territory under international law, and that these measures create further obstacles to peace in the Middle East. Regarding the situation in Poland, the government condemned the imposition of martial law, called for the release of political prisoners, and emphasized the importance of a return to dialogue and the restoration of fundamental freedoms, while also outlining Switzerland's continued humanitarian aid efforts.

Schlagwörter

KI-generiert
besetztes Gebiet Humanitäres Völkerrecht Mittlerer Osten politische Lage politischer Gefangener Parlamentsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 93 LTF

Utilisé pour déclarer le recours irrecevable car il portait sur une décision interlocutoire.

Art. 66 al. 1 LTF

Imposé pour les frais de procédure.

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Volltext

Pologne. Interventions personnelles 270 8 mars 1982

#81.906

ST#

und Gebräuche des Landkrieges (Anhang zum IV. Haager

Abkommen von 1907), denen zufolge es der Besatzungs-

Interpellation Herczog macht nicht gestattet ist, die Rechtsordnung des besetzten

Lage im Nahen Osten Gebietes zu ändern. Die Rechtsstellung Israels im Golan-

Situation au Proche-Orient Gebiet bleibt diejenige einer Besatzungsmacht mit den dar-

aus erwachsenden Verpflichtungen.

Aus den erwähnten Gründen entfalten die israelischen

Massnahmen keinerlei völkerrechtliche Wirksamkeit. Dies

stellte auch der Sicherheitsrat der UNO fest, der das israeli-

Wortlaut der Interpellation vom 17. Dezember 1981 sche Vorgehen einstimmig verurteilte.

Einmal mehr hat das israelische Regime sein wahres Auch der Bundesrat, der wiederholt den völkerrechtlichen

Gesicht gezeigt, indem es - durch Ausnützung des «poli- Grundsatz des Verbots gewaltsamer Gebietsaneigung

tisch günstigen Momentes», entstanden durch die Lage in bekräftigt hat, brachte in der Golan-Frage durch den Spre-

Polen - offen zugeben muss, dass es ohne Einsatz militäri- cher des EDA der Presse gegenüber am 15. Dezember

scher Machtmittel nicht politisieren kann. Die Ereignisse auf 1981 seine Auffassung in diesem Sinne deutlich zum Aus-

den Golan-Höhen können der Schweiz nicht gleichgültig druck. Im übrigen hat der Bundesrat schon zu mehreren

sein. Malen erklärt, dass eine Lösung des Nahostproblems mit-

Der Bundesrat wird deshalb gebeten, zu folgenden Fragen tels Verhandlungen zwischen den direkt interessierten Par-

Stellung zu beziehen: teien gefunden werden sollte.

1. Wie beurteilt die Landesregierung die jüngste Entwick- 2. Die israelischen Massnahmen auf den Golan-Höhen

lung im Nahen Osten nach der israelischen Annexion der haben die nahöstliche Situation nicht grundlegend verän-

Golan-Höhen? dert. Abgesehen von einem gewissen Solidarisierungsef-

fekt innerhalb des arabischen Lagers ist die hauptsächliche

2. Welche Folgerungen ergeben sich daraus für die bereits

Konsequenz des israelischen Vorgehens wohl darin zu

äusserst gespannte Lage im Nahen Osten?

sehen, dass ein weiteres Hindernis auf dem Weg zu einem

3. Ist der Bundesrat bereit, als Zeichen des Protestes umfassenden Nahostfrieden aufgestellt worden ist.

gegen die wiederholte Verletzung der Völkerrechte durch

3. Da der Bundesrat seiner Missbilligung des Golan-Geset-

Israel, den Schweizer Botschafter zu Konsultationen

zurückzurufen? zes klar Ausdruck gegeben hat, drängten sich weitere

Schritte, wie sie der Interpellant unter Ziffer 3 anregt, nicht

Texte de l'interpellation du 17 décembre 1981 auf.

En profitant d'agir alors que la Pologne occupait toute la Präsidentin: Herr Herczog erklärt sich teilweise befriedigt.

scène politique, le régime israélien s'est une fois de plus

montré sous son vrai jour et a révélé ouvertement à tous

que le recours à la force armée est bien le seul langage qu'il

connaisse. La Suisse ne peut rester indifférente aux événe-

ments qui se sont déroulés sur le plateau du Golan. 81.582

Par conséquent, je prie le Conseil fédéral de répondre aux

#ST#

questions suivantes: Interpellation

1. Que pense le gouvernement des récents événements der freisinnig-demokratischen Fraktion

qui se sont produits au Proche-Orient après l'annexion du Lage in Polen

Golan par Israël? Interpellation du groupe radical-démocratique

2. Quelles en sont les conséquences sur la situation déjà Situation en Pologne

extrêmement tendue au Proche-Orient?

3. Pour protester contre les violations répétées du droit 81.586

international par Israël, le Conseil fédéral est-il prêt à rappe-

ler l'ambassadeur de Suisse pour consultation? Interpellation

der christlich-demokratischen Fraktion

Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Crevoisier,

Magnin, Mascarin (4) Entwicklung in Polen

Interpellation du groupe démocrate-chrétien

Begründung Evénements de Pologne

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

eine schriftliche Antwort.

81.589

Développement Motion Dürr

L'interpellateur renonce au développement et demande une

réponse écrite. Polen. Soforthilfe

Aide d'urgence à la Pologne

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Rapport écrit du Conseil fédéral

1. Das am 14. Dezember 1981 von der Knesset verabschie-

dete Golan-Gesetz sieht die Ausdehnung der israelischen

Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung, d. h. der Wortlaut der Interpellation der freisinnig-demokratischen

israelischen Rechtsordnung, auf die Golan-Höhen vor. Die- Fraktion vom 14. Dezember 1981

ser Massnahme folgte die Verleihung der israelischen In Polen wurde ein hoffnungsvoller Prozess der Demokrati-

Staatsangehörigkeit an die Golan-Drusen. sierung durch militärische Gewalt abgewürgt. Einmal mehr

Dieser israelische Schritt ist mit dem allgemeinen Völker- hat damit ein kommunistisches Regime sein wahres

recht, das die einseitige Aneignung fremden Territoriums Gesicht gezeigt, indem es offen zugeben muss, dass es

auch im Kriegsfall verbietet, unvereinbar. Als syrisches Ter- sich ohne Einsatz militärischer Machtmittel nicht halten

ritorium könnten die Golan-Höhen also nur durch einen Ver- kann. Die Ereignisse in Polen können der Schweiz nicht

trag zwischen den beiden Staaten in israelische Souveräni- gleich sein, erfahren doch damit die Bemühungen zur Auf-

tät überführt werden. rechterhaltung eines Friedensdialoges einen schweren

Die israelischen Massnahmen verletzen darüber hinaus die Schlag. Der Bundesrat wird deshalb gebeten, zu folgenden

Bestimmungen des Réglementes betreffend die Gesetze Fragen Stellung zu beziehen:

8. März 1982 271 Polen. Persönliche Vorstösse

1. Wir beurteilt die Landesregierung die jüngste Entwick- d'autres personnes ou associations, pour l'établissement

lung in Polen? des libertés fondamentales.

2. Welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Auf- C'est pourquoi nous demandons au Conseil fédéral:

rechterhaltung der politischen Stabilität in Mittel- und West- 1. Jusqu'à quel point est-il disposé à étendre l'aide humani-

europa? taire au peuple polonais?

3. Welche Auswirkungen haben die Ereignisse in Polen auf 2. Comment, selon lui, notre pays peut-il appuyer le pro-

die Entspannungsbemühungen und die Anstrengungen für cessus de démocratisation amorcé en Pologne?

die Friedenssicherung? 3. Quelles conséquences tire-t-il des événements de

4. Wie gedenkt sich der Bundesrat in bezug auf die Finanz- Pologne pour notre conception de la sûreté nationale?

und Wirtschaftshilfe der Schweiz an Polen zu verhalten? 4. Compte-t-il rappeler aux détenteurs du pouvoir en

Texte de l'interpellation du groupe radical-démocratique du Pologne les devoirs qui découlent des accords internatio-

naux, notamment de l'acte final de la CSCE?

14 décembre 1981

5. Est-il prêt, dans le cas d'une violation prolongée ou

Un processus de démocratisation qui permettait tous les

aggravée des droits fondamentaux en Pologne, à entre-

espoirs a été étouffé par le pouvoir militaire en Pologne.

prendre, appuyer et appliquer des mesures politiques et

Une fois de plus un régime communiste a montré son vrai

économiques, éventuellement dans le cadre d'une action

visage et révélé qu'il ne peut se maintenir sans recours à la

internationale, si tant est qu'une action est compatible avec

force armée. La Suisse ne peut rester indifférente devant

notre neutralité?

les événements de Pologne, car ils portent un coup sévère

aux négociations en vue du maintien de paix. C'est pour- Sprecher - Porte-parole; Oehler

quoi nous demandons au Conseil fédéral:

1. Comment juge-t-il les récents événements de Pologne? Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

2. Quelles conséquences en tire-t-il pour le maintien de la Die von den FdP- und CVP-Fraktionen eingereichten und

stabilité politique en Europe centrale et occidentale? von den Herren Nationalräten de Capitani und Oehler

3. Quelles sont les répercussions des événements de begründeten Interpellationen bieten dem Bundesrat eine

Pologne sur les efforts de détente et de maintien de la willkommene Gelegenheit, seine Haltung zu den Ereignis-

paix? sen in Polen erneut zu bekräftigen.

4. Quelle attitude le Conseil fédéral entend-il adopter en ce Bereits am 14. Dezember 1981, am Tage nach der Verhän-

gung des Kriegsrechts, hat der Bundesrat durch den Bun-

qui concerne l'aide économique et financière de la Suisse à

despräsidenten einen Appell an die polnische Regierung

la Pologne?

gerichtet, den vor 15 Monaten begonnenen Demokratisie-

Sprecher - Porte-parole: de Capitani rungsprozess möglichst bald wieder fortzusetzen. General

Jaruzelski wurde aufgerufen, die willkürlich verhafteten Per-

Wortlaut der Interpellation der christlich-demokratischen sonen freizulassen. Der Bundesrat benutzt die heutige

Fraktion vom 14. Dezember 1981 Debatte dazu, seinen Aufruf zur völligen Wiederherstellung

Mit tiefer Sorge beobachten wir, wie in Polen die in interna- der grundlegenden Freiheitsrechte nochmals nachdrücklich

tionalen mehrseitigen Verträgen, in der KSZE-Schlussakte zu erneuern.

von Helsinki wie auch die in der eigenen Verfassung nieder- In seiner Erklärung legte der Bundesrat dar, dass «er das

gelegten Pflichten des Staates und Rechte der Einzelnen Geschehen in Polen mit grösster Aufmerksamkeit, Anteil-

verletzt und Menschen willkürlich verhaftet werden, obwohl nahme und Sorge verfolge». Auch heute noch betrachtet er

sie sich allein oder in Gemeinschaft mit anderen Personen die gewaltsame Ausschaltung der hauptsächlichsten Ver-

oder Vereinigungen lediglich für die Verwirklichung der treter des gewerkschaftlichen, kulturellen und wissen-

Menschenrechte einsetzen. schaftlichen Lebens durch die Armee als ein Hindernis, die

Aus diesem Grunde stellen wir dem Bundesrat folgende gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme Polens

Fragen : einer Lösung entgegenführen zu können. Der Bundesrat

1. In welchem Ausmass ist der Bundesrat gewillt, die gibt weiterhin seiner Überzeugung Ausdruck, dass dieses

humanitäre Hilfe für das polnische Volk auszuweiten? Land seine inneren Angelegenheiten ohne Anwendung von

2. In welchem Rahmen und mit welchen Mitteln kann unser Gewalt und ohne Intervention durch Drittstaaten lösen

Land nach Auffassung des Bundesrates den Demokratisie- kann.

Die am 13. Dezember erfolgte militärische Machtübernahme

rungsprozess in Polen unterstützen?

in Polen hat zweifelsohne die Ost-West-Entspannung

3. Welche Schlussfolgerungen zieht der Bundesrat aus den schwer getroffen. Insbesondere wurde jegliche Aussicht,

Ereignissen in Polen für die Ausgestaltung unserer Sicher- auf der Madrider Konferenz eine Übereinkunft unter den 35

heitspolitik? Teilnehmerstaaten bezüglich eines Schlussdokumentes zu

4. Ist der Bundesrat bereit, die polnischen Machthaber erzielen, stark verringert. Bereits vom 16. Dezember an

direkt auf die Pflichten aus internationalen Vereinbarungen, sprachen sich die westlichen und neutralen Delegationen

vor allem aus der KSZE-Schlussakte zu erinnern? gegen die zahlreichen Verletzungen der Schlussakte von

5. Ist der Bundesrat bereit, im Falle noch längerer und noch Helsinki durch das polnische Militärregime aus. Im Verlaufe

härterer Menschenrechtsverletzungen in Polen, politische der folgenden Wochen konnte keine bedeutsame Verbes-

und wirtschaftliche Massnahmen, eventuell im Rahmen serung der Verhältnisse in Polen festgestellt werden. Seit

einer internationalen Aktion, einzuleiten, zu unterstützen der Wiederaufnahme der Madrider Konferenz am 9. Februar

und durchzusetzen, soweit dies mit unserer Neutralität ver- 1982 fiel die Verurteilung der in Polen geschaffenen Lage

einbar ist? noch wesentlich stärker aus. Auch die Schweiz hat ihre

Stimme zusammen mit jenen erhoben, welche die Aufhe-

Texte de l'interpellation du groupe démocrate-chrétien du bung des Ausnahmezustandes, die Befreiung der politi-

14 décembre 1981 schen Gefangenen sowie die Wiederherstellung des 1980

Nous constatons avec une profonde inquiétude que les und 1981 angebahnten inneren Dialoges forderten. Es ist

obligations de l'Etat et les droits de l'individu, consignés keineswegs aussergewöhnlich, dass Äusserungen über

dans les traités internationaux, l'acte final de la Conférence Polen innerhalb der KSZE abgegeben werden, bildet doch

sur la sécurité et la coopération en Europe (CSCE) d'Hel- die KSZE das einzige multilaterale Ost-West-Forum, wel-

sinki, et dans la constitution polonaise elle-même, sont ches hierfür eine legitime Basis besitzt.

actuellement violés en Pologne.' Nous apprenons égale- Die politische Stabilität sowie in weitem Ausmasse auch die

ment que des personnes ont été arbitrairement arrêtées, Fortsetzung der Entspannung in Europa können letztlich

alors qu'elles ne faisaient que lutter, seules ou avec nur dann gewährleistet werden, wenn in jedem der Signa-

Pologne. Interventions personnelles 272 N 8 mars 1982

tarstaaten die KSZE-Schlussakte vollumfängliche Anwen- toute perspective de parvenir bientôt à un accord entre les

dung findet. 35 Etats participant à la CSCE sur un document de clôture

Meine Damen und Herren Nationalräte, wir müssen aus den de la réunion de Madrid. A partir du 16 décembre déjà, des

Ereignissen in Polen eine Lehre ziehen: Die internationalen délégations occidentales et neutres à la CSCE ont com-

Machtverhältnisse, welche die Lage in Europa beeinflussen, mencé à s'exprimer sur les violations nombreuses de l'Acte

insbesondere aber die Druckausübung der Sowjetunion final d'Helsinki commises par le régime militaire polonais.

erinnern uns einmal mehr an die Notwendigkeit, unsere Ver- Au cours des semaines qui ont suivi, aucune amélioration

teidigungsanstrengungen zur Erhaltung unserer Unabhän- significative n'a été constatée dans l'évolution de la situa-

gigkeit weiterzuführen. Ein echter Friede ist untrennbar mit tion en Pologne. Dès la reprise de la réunion de Madrid, le

Freiheit verbunden. 9 février 1982, ce mouvement de refus du fait accompli en

Ich komme nun zur Behandlung der Wirtschafts- und Pologne s'est fortement amplifié et la Suisse n'a pas man-

Finanzhilfe und zur Haltung, die es in dieser Angelegenheit qué de joindre sa voix à toutes celles qui ont réclamé la

einzunehmen gilt. Dazu sollte vorerst festgestellt werden, levée de l'état de siège, la libération des prisonniers politi-

dass die Schweiz Polen tatsächlich keine Wirtschafts- und ques, ainsi que le rétablissement du dialogue intérieur qui

Finanzhilfe gewährt. Diese Frage betrifft daher hauptsäch- s'était engagé en 1980 et 1981. Il est légitime que le forum

lich das Problem der Konsolidierung der äusseren Schulden de la CSCE ait été utilisé pour s'exprimer sur la Pologne,

Polens. car c'est la seule enceinte multilatérale Est-Ouest qui

Aber auch auf diesem Gebiet blieb die Ausrufung des puisse jouer ce rôle.

Kriegsrechts in Polen nicht ohne Folgen. Obgleich alle En définitive, c'est du respect intégral de l'Acte final d'Hel-

Gläubigerländer Polens beschlossen haben, die Abkommen sinki, par chacun des pays signataires, que dépend le main-

zur Konsolidierung der für 1981 fälligen garantierten Schul- tien de la stabilité politique en Europe et, dans une large

den nicht in Frage zu stellen, konnten sie bezüglich der Ver- mesure, la poursuite de la détente.

handlungen über eine Staffelung der Fälligkeiten für 1982

Mesdames et Messieurs les Conseillers nationaux, nous

keine gemeinsame Haltung finden.

devons tirer des événements de Pologne un enseignement:

Aufgrund des Ausmasses des Risikos, das mit der prekä-

le rapport des forces internationales influençant la situation

ren Finanzlage Polens zusammenhängt, sah sich die

en Europe, en particulier la pression de l'URSS, nous rap-

Exportrisikogarantie-Kommission gezwungen, die Behand-

pelle une fois de plus la nécessité de poursuivre notre effort

lung der Gesuche um weitere Garantien zugunsten von

de défense afin de sauvegarder notre indépendance. La

Ausfuhren nach Polen zu unterbrechen.

paix véritable est, en effet, inséparable de la liberté.

Ihrer gradlinigen Politik gehorchend, hat sich die Schweiz

den Wirtschaftssanktionen nicht angeschlossen, die aus J'en viens à la question posée à propos de l'aide économi-

politischen Gründen über Polen verhängt wurden. Wie que et financière et de l'attitude qu'il convient d'adopter en

bereits bei anderen Gelegenheiten wird es unser Land la matière. Il peut être utile de préciser d'emblée, à cet

jedoch nicht zulassen, dass unser Territorium zur Umge- égard, que la Suisse n'accorde pas, en fait, d'aide économi-

hung der von anderen Staaten beschlossenen Massnah- que et financière à la Pologne. Je pense que cette question

men dient. vise essentiellement le problème du rééchelonnement de la

Die noch folgende Stellungnahme zur Motion von Herrn dette extérieure de la Pologne.

Nationalrat Dürr wird es dem Bundesrat erlauben, die Mais sur ce plan également, l'instauration de la loi martiale

humanitäre Hilfe, insbesondere die Polen bisher gewährte en Pologne n'est pas restée sans conséquences. En effet,

Nahrungsmittelhilfe, darzulegen und sich über eine Weiter- si tous les pays créanciers de la Pologne ont décidé de ne

führung dieser Aktion zugunsten des polnischen Volkes zu pas remettre en cause les accords de consolidation relatifs

äussern, für welches das Schweizervolk seit jeher eine aux dettes garanties échues en 1981, ils n'ont, en revanche,

besondere Sympathie empfindet. pas pu dégager entre eux un consensus sur la reprise des

négociations en vue d'un rééchelonnement des échéances

Rapport écrit du Conseil fédéral pour l'année 1982.

Les interpellations déposées par les groupes radical-démo- En raison du degré de risque lié à la précarité de la situation

cratique et démocrate-chrétien et qui viennent d'être déve- financière de la Pologne, la Commission pour la garantie

loppées par MM. les Conseillers nationaux de Capitani et contre les risques à l'exportation s'est vue contrainte

Oehler donnent au Conseil fédéral une occasion bienvenue d'interrompre le traitement des demandes de nouvelles

de réaffirmer sa position au sujet des événements de garanties en faveur d'exportations vers la Pologne.

Pologne. En vertu d'une politique constante, la Suisse ne s'est pas

Dès le 14 décembre 1981, au lendemain de l'instauration de associée aux sanctions économiques décrétées pour des

la loi martiale, le Conseil fédéral, par la voix du Président de raisons politiques à l'égard de la Pologne. Toutefois,

la Confédération, a lancé un appel au gouvernement polo- comme par le passé, notre pays ne tolérera pas que son

nais afin que le processus de démocratisation commencé territoire serve au contournement des sanctions décidées

quinze mois auparavant soit repris le plus rapidement pos- par d'autres pays.

sible. Il a exhorté le Général Jaruzelski à libérer les per- L'examen de la motion de M. le Conseiller national Dürr

sonnes qui ont été arbitrairement arrêtées. Il saisit l'occa- donnera tout à l'heure au Conseil fédéral l'occasion de faire

sion du débat d'aujourd'hui pour renouveler solennellement le point sur l'aide humanitaire, particulièrement l'aide ali-

l'appel qu'il a lancé en faveur d'un complet rétablissement mentaire, qui a été accordée jusqu'ici à la Pologne et sur

des libertés fondamentales. les perspectives de poursuite de cette action au bénéfice

Dans sa déclaration, le Conseil fédéral a indiqué qu'il «sui- du peuple polonais pour lequel le peuple suisse a, de tout

vait les événements de Pologne avec la plus grande atten- temps, ressenti une sympathie particulière.

tion et avec une vive préoccupation». Aujourd'hui encore, il

considère la mise à l'écart par les forces armées des princi- Wortlaut der Motion Dürr vom 15. Dezember 1981

paux représentants de la vie syndicale, culturelle et scienti- Soweit verlässliche Informationen vorliegen, ist die Versor-

fique comme un obstacle à la solution des problèmes gungslage für weite Teile der polnischen Bevölkerung

sociaux et économiques que connaît la Pologne. Le Conseil bedrohlich, ja verheerend. Der Versorgungszustand mit

fédéral reste convaincu que ce pays est en mesure de Nahrungsmitteln und Konsumgütern des täglichen Ge-

résoudre ses problèmes intérieurs sans recours à la force brauchs gleicht dem Stand der Entwicklungsländer.

et sans intervention d'un pays tiers. Der Bundesrat wird daher ersucht, ein Sofortprogramm zur

Il est évident que la prise du pouvoir par les militaires en Hilfe an die notleidende polnische Bevölkerung durchzufüh-

Pologne, le 13 décembre 1981, a porté un coup dur à la ren, allenfalls auch unter Rückgriff auf die im Rahmen der

détente Est-Ouest et, plus particulièrement, hypothéqué Entwicklungshilfe verfügbaren Kredite.

8. März 1982 273 Polen. Persönliche Vorstösse

Texte de la motion Dürr du 15 décembre 1981 Allianz. Einmal mehr erlebt die Welt gebannt das tragische

A supposer que l'on puisse accorder quelque crédit aux Geschehen eines totalen Bankrottes eines kommunisti-

informations diffusées, une grande partie du peuple polo- schen Regimes, das sich - und hier liegt meines Erachtens

nais est, semble-t-il, confrontée à des difficultés de ravitail- das zeitgeschichtlich Bedeutende - gegen das eigene Volk

lement très graves, pour ne pas dire insolubles. L'approvi- und gegen die eigene Arbeiterschaft, die zu vertreten es

sionnement en denrées alimentaires et en biens de vorgibt, nur noch mit militärischer Gewalt und mit Terror zu

consommation courante y serait comparable à la situation behaupten weiss.

que connaissent les pays en développement. Die politische und die chaotische wirtschaftliche Lage in

Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un programme Polen wie auch gewisse sichtbar werdende Auflösungsten-

d'urgence destiné à venir en aide au peuple polonais qui se denzen im östlichen Satellitenreich werden wohl auf Jahre

trouve dans le dénuement, en recourant au besoin aux cré- hinaus für grosse Spannungen in Europa, vor allem in

dits encore disponibles qui ont été consacrés à l'aide au Mitteleuropa, sorgen und die Ost-West-Beziehungen ver-

développement. härten. Daraus ergeben sich auch für unser Land gewisse

Folgerungen und Probleme. Ich will nur deren zwei hier

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bürer-Walenstadt, Fei- erwähnen und etwas darstellen.

genwinter, Frei-Romanshorn, Geissbühler, Hari, Humbel,

Jung, Kaufmann, Kühne, Meier Josi, Müller-Scharnachtal, 1. Wir haben allen Grund, die Friedensschalmeien der

Schärli, Segmüller, Weber Leo, Ziegler-Solothurn (15) sowjetischen Machthaber, ihre Abrüstungsvorschläge, als

das zu entlarven, was sie in Tat und Wahrheit sind: Ma-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates növer, um den inneren Abwehrwillen der westlichen europä-

Rapport écrit du Conseil fédéral ischen Staaten zu lahmen. Wir Schweizer sollten deshalb

Der Bundesrat hat seit Dezember 1980 bereits 2,4 Millionen unsere militärische Abwehrbereitschaft nicht nur aufrecht-

Franken aus Krediten betreffend die internationale humani- erhalten, sondern sie verstärken und vorhandene Lücken,

täre Hilfe zugunsten Polens freigegeben. Damit wurden die erkannt worden sind, auch schliessen. Nur Stärke und

dem Schweizerischen Roten Kreuz, Caritas, dem Schweize- Entschlossenheit und gar nichts anderes beeindruckt die

rischen Arbeiterhilfswerk und dem Ökumenischen Rat der kommunistischen Machthaber.

Kirchen Nahrungsmittelhilfe und eine Medikamentenliefe- 2. Wir sollten ferner kritischer sein, wenn wir uns mit der

rung ermöglicht. Entspannungspolitik zwischen Ost und West befassen.

Der Bundesrat ist bereit, in einem gewissen Rahmen wei- Natürlich sind wir alle in diesem Saal, selbstverständlich

tere humanitäre Hilfe für Polen zu leisten, und zwar wie bis- auch unsere Fraktion, für Entspannung im echten Sinne, für

her über schweizerische Hilfswerke, die in Polen tätig sind Verminderung der Spannungen, für die Sicherung des Frie-

und dort mit verantwortlichen Partnerorganisationen dens. Was heisst nun aber Entspannung wirklich im Wort-

zusammenarbeiten, die dafür garantieren, dass die Hilfe ihr schatz der Diplomaten und der Staatsmänner? Hier muss

Ziel erreicht. Neue Zuteilungen im Wert von ungefähr ich vor allem Herrn Braunschweig sagen: Entspannung

400 000 Franken werden gegenwärtig geprüft. bedeutet eben nicht das gleiche für Ost und West. Das ist

etwas ganz Entscheidendes. Es bedeutet auch für beide

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Seiten nicht etwa das Ende der fundamentalen Gegensätze

Déclaration écrite du Conseil fédéral in der weltpolitischen Konstellation. Entspannung ist in den

Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- Augen der westlichen Staatsmänner lediglich ein Mittel zur

wandeln. Begrenzung der Formen und der Bereiche des West-Ost-

Konfliktes und nicht die Chance zur Beendigung desselben.

de Capitani: In wenigen Tagen werden es drei Monate her Sie ist die Politik, die bei Respektierung des Status quo

sein, seitdem die vor allem von der polnischen Arbeiter- Formen nichtmilitärischer Konfliktsregelung benutzt und

schaft getragenen demokratischen und freiheitlichen einen Ausgleich der gegensätzlichen Ziele und Interessen

Bestrebungen durch den Einsatz nackter militärischer anstrebt. Deshalb erleichtert natürlich Entspannung die

Macht brutal abgewürgt worden sind. Kriegsverhütung, weil sie die Häufung möglicher Konflikte

Der Bundesrat hat damals sofort mit erfreulicher Klarheit vermeidet, die immer wieder die Gefahr in sich bergen, aus-

und Festigkeit reagiert, die Vorgänge verurteilt und die Frei- zuarten und ausser Kontrolle zu geraten. An die Stelle einer

lassung der vielen willkürlich Verhafteten verlangt. Er hat Politik der begrenzten kalkulierten Konfrontation der fünfzi-

damit auch der Empörung des Schweizervolkes und unse- ger und anfangs sechziger Jahre (genannt kalter Krieg,

rem Mitgefühl für das tapfere polnische Volk zutreffend Stichwort: Raketenkrise in Kuba) trat die Entspannungspo-

Ausdruck gegeben. Wir danken ihm für diese klare Stellung- litik als eine Politik der begrenzten Kooperation.

nahme. Zur Entspannungspolitik in dieser Wortbedeutung gibt es

Der seitherige Ablauf der Geschehnisse ist Ihnen allen selbstverständlich keine Alternative, aber nur zu dieser Ent-

wohlbekannt und soll hier nicht dargestellt werden. Wer spannungspolitik. Auch wir, unsere Fraktion, treten dafür

allenfalls noch gehofft hatte, die kommunistische Militärre- ein. Sie setzt aber ein Gleichgewicht der Kräfte weltweit

gierung werde entsprechend ihrer unzählige Male wieder- und auch in Europa unabdingbar voraus. Fehlt es an diesem

holten Beteuerung das Kriegsrecht rasch wieder aufheben, Gleichgewicht, so muss es wieder hergestellt werden, was

muss diese Illusionen spätestens seit dem Besuch des pol- derzeit mit dem Nachrüstungsbeschluss der NATO-Allianz

nischen Partei- und Regierungschefs anfangs März in Mos- angestrebt wird. Auf sowjetischer Seite bedeutet Entspan-

kau definitiv begraben. Das nach dem sowjetisch-polni- nungspolitik - oder wie sie auch genannt wird die friedliche

schen Gipfelgespräch publizierte Communiqué zeichnet Koexistenz - etwas ganz anderes. Sie ist nämlich «eine spe-

sich durch eine harte und kompromisslose Sprache aus zifische Form des Klassenkampfes in der internationalen

und enthält das ausdrückliche Versprechen des polnischen Arena.» Bezeichnenderweise wird die friedliche Koexistenz

Partei- und Regierungschefs, jede oppositionelle Regung in im sowjetischen Wortgebrauch definiert, ohne dass das

Polen entschlossen niederzuhalten und jedem Versuch, die Wort Frieden in der Definition vorkommt.

Machtordnung zu ändern, ein rasches Ende zu bereiten. Kulminationspunkt der Entspannungspolitik war die heute

Polen sei und bleibe ein sozialistischer Staat unter Führung schon viel genannte KSZE-Schlussakte von 1975, unter-

der kommunistischen Partei. zeichnet von den bedeutendsten Staatschefs und Regie-

Niemand in diesem Saal kann wissen, wie die Entwicklung rungschefs der westlichen und der östlichen Welt. Diese

in Polen weitergeht. An der Entschlossenheit im Kreml, die KSZE-Deklaration ist nun von der Sowjetunion und von

unbotmässigen Polen mit allen Mitteln ihrer Macht unter Polen selber gröblich verletzt worden.

ihre Stiefel zu zwingen, zweifelt wohl niemand. Wer möchte Die Schlussakte von Helsinki hat sowohl - und das scheint

sie auch davor zurückhalten? Bestimmt nicht die in sich mir wichtig zu sein - einen vergangenheitsbezogenen wie

gespaltene, mit vielen Zungen redende westliche Welt und einen in die Zukunft weisenden Aspekt. Mit dem erstge-

Pologne. Interventions personnelles 274 8 mars 1982

nannten ist die Absegnung des territorialen Status quo Christian Morgenstern halten, wobei «nicht sein kann, was

gemeint, wie er aus dem Zweiten Weltkrieg resultiert hatte. nicht sein darf».

Es handelte sich hier um eine ausgesprochene Vorleistung Die Vorgänge in Polen sind keine innerstaatliche Angele-

der westlichen Staaten, dem Osten natürlich hochwillkom- genheit mehr! Wer von uns verlangt, die Polen-Krise und

men. Das zukunftsträchtige Element - und hier wende ich den Freiheitsraub am polnischen Volk zu übersehen, weil

mich auch an Herrn Aider - ist die Ingangsetzung des Pro- dies ein rein innerstaatliches Problem sei, betreibt unserer

zesses der Durchsetzung der elementarsten Menschen- Ansicht nach Kulissenschieberei, wie auch Geschichtsver-

rechte auch im Ostblock. Und daran ist nun vor allem die fälschung! Zum einen hat auch die polnische Regierung die

westliche Welt interessiert. Die Hoffnungen haben nicht völ- Schlussakte von Helsinki unterschrieben. Viel wichtiger ist

lig getrogen. Die Sowjetunion hat zwar durch die Schluss- in diesem Zusammenhang aber die Unterschrift der Sowjet-

akte den territorialen Status quo in Mitteleuropa abgedeckt, union! Die Sowjetunion wie Polen haben zusammen mit

dafür ist nun ihr innerer Status quo, in ihrem eigenen Satelli- allen anderen 33 Regierungen unterschrieben, dass sie sich

tenreich, durch die gleiche KSZE-Akte etwas in Bewegung beispielsweise der Androhung oder Anwendung von Gewalt

geraten. Auch die Ereignisse in Polen zeugen von dieser gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängig-

Interpretation. keit enthalten werden. Und ebenso erklärten alle Signatar-

Ich komme zum Schluss: Aus diesem Grunde haben auch staaten, dass sie das Recht der Völker respektieren, frei

wir Schweizer alles Interesse, dass dieser KSZE-Prozess über ihren politischen Status ohne Einmischung von aussen

weitergeführt werden kann, realistisch natürlich, und seine zu entscheiden. Die Sowjetunion - und das wissen wir - hat

Wirkungen, die langfristiger Natur sind, im Osten entfalten seit Beginn der Reformbewegung in Polen systematisch

kann. Steter Tropfen höhlt den Stein. Das dürfte auch hier versucht, dem polnischen Volk das Recht auf die Gestal-

gelten. Und wohl nur auf diesem Wege, von innen her, wird tung seiner eigenen Zukunft zu verwehren. Es macht dabei

ein echter Abbau der Spannungen auf lange Sicht bewirkt unserer Ansicht nach keinen Unterschied, ob nun ein polni-

werden können. Lassen wir uns von dieser langfristigen scher oder aber ein sowjetischer General diese Reformver-

Erwartung nicht abhalten durch die Irrungen und Turbulen- suche abgewürgt hat.

zen der Konferenz in Madrid. Wir danken Herrn Bundesrat Dass dieser Etikettenschwindel aber auch bei uns teilweise

Aubert, dass er durch seine Interventionen in Madrid ver- zu einem erfolgreichen Unterfangen werden kann, hat bei-

sucht hat, die Konferenz in bessere Zeiten hinüberzuretten. spielsweise Radiodirektor Andreas Blum am 13. Februar,

Wir hoffen, dass er auch weiterhin unseren Standpunkt und also zwei Monate nach dem kommunistischen Staatsstreich

unsere Interessen mit Festigkeit, gleichzeitig aber gepaart in Polen, mit seinem Artikel im «Bund» bewiesen. «Unser»

mit der einem Kleinstaat angemessenen Zurückhaltung, Radiodirektor Blum degradiert in diesem Zeitungsbeitrag

vertreten wird. beispielsweise den deutschen Bundeskanzler Schmidt und

den französischen Präsidenten Mitterand wegen ihrer Teil-

nahme an der bekannten Polen-Fernsehsendung nicht nur

Oehler: Die polnische Lektion, die uns in den vergangenen zu Prostituierten, sondern er schreibt von General, Partei-

Monaten, vor allem aber seit dem 13. Dezember des ver- sekretär und Ministerpräsident Jaruzelski, er sei ein Patriot,

gangenen Jahres, erteilt wurde, ist mit den Vorstellungen kein Verräter! Den Gipfel der Unverfrorenheit gegenüber all

der Gründerväter des Kommunismus, vor allem aber mit jenen, die heute im Gefängnis sitzen, erklimmt Radiodirek-

Lenin und Stalin, zu erklären. Dieser Leninismus-Stalinis- tor Blum, wenn er die Schuld am Kriegszustand in Polen der

mus hat sich ja selbst definiert als eine Herrschaft durch Radikalität der Gewerkschaft Solidarität in die Schuhe zu

nackte Gewalt und offenen Zwang, die nur dem Gesetz poli- schieben versucht. Noch haben wir nicht vergessen, dass

tischer Zweckdienlichkeit gehorcht, als unbegrenzte Kon- der gleiche Herr Blum einmal Präsident von Amnesty Inter-

zentration von wirtschaftlicher, politischer, polizeilicher und national in unserem Land war. Herr Blum weiss vielleicht

auch kultureller Macht in der Hand einer einzigen Partei. auch nicht, dass der Oberbefehlshaber der Warschauer

Aus diesem Grunde hat in einem kommunistischen Staat Pakttruppen der Sowjetgeneral Kulikow ist und in Polen

keine andere Bewegung als die offizielle Partei eine Überle- heute an die 50000 Soldaten der Sowjetunion stehen!

benschance, weil sich diese Partei aus ihrem Selbstver- Ernst zu nehmenden und glaubwürdigen Informationen zur

ständnis nicht reformieren, sondern nur selbst zerstören Folge sind heute zwischen 30000 und 50000 Polen und

kann. Spätestens am 13. Dezember 1981 musste das auch Polinnen im Gefängnis. Sie seien - so die offiziellen Anga-

die freie Gewerkschaft Solidarität in Polen erfahren. Zuvor ben aus Warschau - interniert. Mit dieser Verharmlosung

erfuhren alle katholisch-politischen Gruppierungen, soll die Tatsache aus der Welt diskutiert werden, dass diese

namentlich die beiden Parlamentsvertretungen PAX und Leute politische Gefangene ihres eigenen Staates sind. Ihr

ZNAK die brutale Härte der Staatsallmacht. Wenn im Unter- Vergehen besteht darin, dass sie für eine Entwicklung ihres

schied dazu die katholische Kirche in Polen eine Sonder- Staates und ihres Volkes in Freiheit eintraten, sich für die

rolle spielen konnte und sich vom laizistischen Staat nicht freie Entfaltung des Mitmenschen einsetzten und generell

verdrängen liess, dann ist das mit der Geschichte der Kir- für die Beachtung der grundlegenden Menschenrechte

che, dem Verhältnis des Bürgers zu dieser Kirche, vor allem votierten, dafür streikten und dafür auch mit Worten kämpf-

auch mit der Unerschrockenheit der polnischen Kirchenfüh- ten. Wie traurig scheint es uns, wie niederträchtig und auch

rer und dem christlichen Glauben des polnischen Volkes zu wie verabscheuungswürdig, dass eine sogenannte Regie-

begründen. rung deswegen ihre eigenen Mitbürger zu Tausenden ins

Auch heute lässt sich diese Kirche nicht unterkriegen, Gefängnis steckt! A propos Gefängnisse: Übers Wochen-

obwohl der kommunistische Staat mit allen Mitteln und mit ende konnten wir erfahren, dass im Durchschnitt pro

durchdachter Brutalität versucht, das Volk zu isolieren, Frei- Gefangener knapp mehr als 3 Quadratmeter Raum zur Ver-

heitsbewegungen abzuwürgen und täglich daran ist, die fügung stehen, die ärztliche Versorgung ungenügend und

grundlegenden Menschenrechte mit Füssen zu treten. Was die Verpflegung miserabel sei!

hat die Entspannung in den letzten Jahren gebracht? Zum Dem polnischen Arbeiterführer Lech Walesa hat sein muti-

Glück keinen universellen Krieg, könnte man antworten! ger Kampf für die Sache der Freiheit beim eigenen Volk wie

Dafür aber die sowjetische Aufrüstung, die Machtvergrös- auch im Ausland viel Ruhm und Anerkennung eingebracht,

serung und Expansion von Vietnam, Kambodscha, Laos, zu Hause aber eine Gefängnisstrafe auf unbestimmte Zeit.

über Angola, Mocambique und Afghanistan bis hin nach Unser Zorn gegen das unmenschliche und totale Regime in

Mittelamerika. Das auf der einen Seite, Nachgeben auf der Warschau wird noch grösser, wenn wir heute vernehmen,

anderen Seite. Die Frage ist berechtigt, ob es zu dieser Ent- dass der gleiche Walesa noch nicht einmal jenes Kind, das

spannungspolitik keine Alternative gibt. Entspannung seiner Familie vor zwei Monaten geboren wurde, gesehen

bezieht sich dabei nicht nur auf Europa, wie der deutsche hat, nur weil er sich für seinen Staat und für sein Volk ein-

Bundeskanzler Schmidt zu erklären pflegt. Und Herr Braun- setzt! Das kommunistische Regime und namentlich die

schweig wird sich hier in Sachen Entspannungspolitik an Sowjetunion haben sich nach diesem militärischen Überfall

8. März 1982 275 Polen. Persönliche Vorstösse

- oder nach der von Moskau verlangten Selbstbesetzung - Versorgung im medizinischen Bereich mit Medikamenten,

in Polen unseres Erachtens ein weiteres Mal demaskiert! Instrumenten, Verbandsmaterial und Hygieneartikel.

Innerhalb von weniger als zwei Jahren sind damit die Frei- Angesichts dieser ertreulichen Tatsache kann man sich fra-

heitsbestrebungen eines Volkes in Asien und eines Volkes gen, ob sich der Bund dennoch engagieren soll. Ich würde

in Europa mit Russen getreten worden! Die Sowjetunion hat ja sagen, vielleicht aber eher längerfristig. Folgende Gründe

damit ein weiteres Glied in ihrer politischen Gefängniskette sprechen dafür.

um 300 Millionen Menschen geschmiedet! 1. Bei einem umfangreichen und dokumentierten Spende-

Wir in der freien Welt können nicht oft und eindrücklich willen der Bevölkerung - die Totalsumme soll etwa 15 bis 20

genug auf die Methoden der sowjetischen Unrechtssy- Millionen betragen - darf der Bund nicht abseits stehen.

steme hinweisen. Es genügt dabei auch nicht, wenn wir die 2. Die Spendefreudigkeit des Schweizervolkes hat den

Sowjets sich hinter den Jalta-Verträgen verstecken lassen! Höhepunkt wahrscheinlich erreicht. Die verfügbaren Gelder

In jenem Vertragswerk steht nämlich geschrieben, dass in stehen noch während einiger Monate zur Verfügung. Was

Polen freie Wahlen abgehalten werden müssen, damit die geschieht nachher? Ich glaube, dann müsste sich der Bund

Polen selbst über ihre Zukunft entscheiden können. Wir zusätzlich engagieren, weil dann die Hilfe nicht einfach ein-

gehen wohl nicht fehl in der Annahme, dass jene Wahlen nie gestellt werden kann.

stattfinden werden!

3. Polen geht uns näher als andere Länder. Man darf Polen

Unsere Regierung hat dem Schweizervolk aus dem Herzen

in seiner besonderen Situation nicht mit den klassischen

gesprochen, als sie Mitte Dezember die Machtübernahme

Entwicklungsländern vergleichen, obwohl sachlich die glei-

in Polen und die Einsetzung einer Militärjunta scharf verur-

chen Anzeichen wie Hunger und Mangel an täglichen

teilte. Die spontanen Aktionen unseres Volkes zugunsten

Gebrauchsgütern und Medikamenten anzutreffen sind.

der bedrängten polnischen Bevölkerung haben den Kurs

des Bundesrates eindrücklich unterstützt. Deshalb würde 4. Die Lage hat, wenn auch wirtschaftlich bedingt, katastro-

es auch nicht verstanden werden, sollte jetzt ein Schritt- phale Dimensionen angenommen, und die Leidtragenden

wechsel oder sogar eine Kurskorrektur vorgenommen wer- sind namentlich die Familien mit Kindern und die alten

den! Im Fall Polen wie im Fall Afghanistan, bei den Ereignis- Leute.

sen in der CSSR und auch in Ungarn, ja mit Blick auf das 5. Wirtschaftliche Hilfe ist aus der Sicht des Westens vor-

ganze sowjetische Unrechtssystem dürfen wir uns nicht mit läufig nicht erwünscht. Damit wird aber die polnische Wirt-

einem Hinweis auf unsere Neutralität um eine Stellung- schaft umso länger haben, bis sie wieder in der Lage ist, für

nahme drücken. In diesem Sinn danken wir auch dem Herrn die Versorgung des Landes aufzukommen. Um so dringen-

Aussenminister für seine Stellungnahme in Madrid, und wir der ist, dass die humanitäre Hilfe zugunsten der Bevölke-

hoffen, dass die mutige Haltung unseres Bundesrates auch rung langfristig geplant, koordiniert und ausgestaltet wird.

in Zukunft die Haltung gegenüber Polen kennzeichnen wird. 6. Dem Westen muss es darum gehen, mit Polen ein Zei-

chen zu setzen. Alle politischen Deklarationen und Beteue-

Präsidentin: Das Wort hat Herr Dürr zur Begründung seiner rungen für die Einhaltung der Menschenrechte sind leeres

Motion. Geplapper, wenn wir den konkreten Fall nicht ernst neh-

men, und das ist die Unterstützung der polnischen Bevölke-

Dürr: Unter dem erschreckenden Eindruck der damaligen rung. Ein ausgehungertes Polen lässt sich leichter unter-

Meldungen und Berichte aus Presse, Radio und Fernsehen drücken und verfällt leichter in die Resignation als ein

reichte ich am 15. Dezember 1981 diese Motion ein. Dass Polen, das die Solidarität des Westens im Kampf gegen die

Polen Hilfe braucht, ist wohl heute noch unbestritten. Unge- Machthaber im Kreml spürt. Die tatkräftige Unterstützung

achtet der Ursache ist es unsere Pflicht, dort zu helfen, wo einer solchen humanitären Hilfe ist also auch ein politischer

Menschen in Not sind. Diesem Grundsatz haben die Akt, der mindestens soviel zählt wie Erklärungen zur Einhal-

Schweizer immer nachgelebt. Solche Hilfsmassnahmen tung der Menschenrechte und der auch Neutralen zusteht.

sind, unter anderem auch im Rahmen der staatlichen Hilfe, Im Rahmen ihrer besonderen Aktion für Polen soll die

gemäss Bundesgesetz über die Entwicklungszusammenar- Schweiz auch auf internationaler Ebene sich dafür einset-

beit und humanitäre Hilfe, möglich. Ich stelle mich mit mei- zen, dass die humanitäre Hilfe, eben gerade aus obgenann-

ner Motion grundsätzlich hinter die Interventionskriterien ter politischer Optik heraus, wirksam in günstigerem Aus-

und Prioritäten dieses Gesetzes, wie sie in der seinerzeiti- mass erfolgen kann.

gen Botschaft vom 27. Mai 1981 über die Weiterführung der Ich bitte den Rat, meine Motion erheblich zu erklären.

humanitären Hilfe dargestellt wurden. Ich habe daher auch

keine detaillierten Wünsche und stelle keine extravaganten Präsidentin: Zu den Interpellationen wird Diskussion ver-

Anträge. Es wird dem direkt betroffenen Polen auch gleich- langt.

gültig sein, wie er die Hilfe erhält. Hauptsache ist ihm, dass

er sie erhält. Ob unter dem Begriff «nicht operationelle Abstimmung - Vote

humanitäre Hilfe» Geldbeträge und Sachleistungen an Für Diskussion offensichtliche Mehrheit

humanitäre Programme von nationalen oder internationalen Dagegen Minderheit

Hilfsorganisationen geleistet werden oder ob der Bund

eigene Programme durchführen will, ist für mich ebenfalls Gerwig: Ich möchte im Rahmen der Diskussion über die

zweitrangig. Erstrangig und überaus wichtig ist, dass sich beiden Interpellationen der Freisinnigen und der CVP auch

der Bund auch in solchen Situationen engagiert und dass noch - so nebenbei - die Motion Dürr unterstützen. Hier im

der Empfänger solcher Hilfen nicht der polnische Staat, Rate, hat sich ein Komitee «Polen in Not» gebildet, das

sondern seine Bewohner sind. gezeigt hat, dass auch in diesem Rate parteipolitisch unab-

Das Schicksal Polens hat in der Schweiz zu einer ungeheu- hängig sich Ratsherren für Polen einsetzen. Ich denke an

ren, grossen Solidaritätswelle geführt. Neben den offiziellen das Komitee, das von Kollege Günter präsidiert wird. Herr

Hilfswerken wie Schweizerisches Rotes Kreuz, Caritas, de Capitani hat - ohne in Parteipolitik zu machen - seine

HEKS, Schweizerisches Arbeiterhilfswerk, haben sich Pri- Interpellation begründet. Ich bedauere, dass Herr Oehler

vate formiert und in gezielten Aktionen Geld, Hilfsgüter und hier wieder andere Wege gegangen ist. Es ist kein Zweifel,

Nahrungsmittel gesammelt und versandt. Unter anderem dass Herr Blum Jaruzelski nicht als einen Volkshelden dar-

die «Schweizer Illustrierte», die Denner AG, kleine Hilfs- gestellt hat. Im übrigen gibt es sicher eine grössere

werke usw. Auf dem offiziellen Spendekonto sollen rund 8 Sctiande, als einmal Präsident der Amnesty International

Millionen zusammengekommen sein. Die Caritas hat angeb- gewesen zu sein, in der sich sehr viele Demokraten der

lich 158 Tonnen gespendete Lebensmittel und Kleider ver- ganzen Welt zusammengetan haben, um gegen das

sandt. Seit Januar 1981 sind - laut Angaben durch die Cari- Unrecht in der Welt zu kämpfen. Dies zur Einleitung.

tas - 1026 Tonnen Hilfsgüter nach Polen geschickt worden. Ich beurteile die Lage in Polen ganz gleich wie fast alle hier

Das Schweizerische Rote Kreuz übernimmt vor allem die in diesem Saal. Wie schon in der Tschechoslowakei, ist

Pologne. Interventions personnelles 276 N 8 mars 1982

auch hier wohl die Hoffnung eines ganzen, schon so oft in d'Helsinki. C'est tellement vrai que le régime du général

der Geschichte geknechteten Volkes brutal geknickt wor- Jaruzelski a cru bon d'aviser les puissances signataires de

den, geknickt vor allem auch die Hoffnung aller Arbeiterin- cet acte qu'il renonçait à l'appliquer jusqu'à nouvel avis,

nen und Arbeiter der Gewerkschaft Solidarität, aber auch c'est-à-dire Dieu sait jusqu'à quand.

aller anderer Menschen dort, von Jungen und von Alten, die Que pouvons-nous faire, nous, Suisses, devant cette situa-

die Hoffnung hatten, zumindest einigermassen ihre tion? Certainement plusieurs choses, tant en paroles qu'en

Geschichte selbst bestimmen zu können. Eine freie Volks- actes. En paroles, les condamnations n'ont pas manqué, et

abstimmung in Polen würde wahrscheinlich etwa 98 Prozent nous tenons à féliciter encore le Conseil fédéral d'avoir été

Zustimmung zugunsten der Ziele der Solidarität ergeben, l'un des premiers, en décembre, à condamner ce qui se

dies zeigt auch das Hoffnungslose dieser Situation an. Und passait en Pologne. Sa déclaration ferme et d'une grande

nun ist dieses Land ja völlig am Boden! Die Freiheit ist weit énergie a été d'autant plus efficace que notre gouverne-

entfernt. Hunger, Not und Krise - Herr Dürr hat es gesagt - ment ne condamne que très rarement, et il a raison, un évé-

sind eingekehrt. Hunger!, und dies so nahe bei uns, bei nement international. La rareté de ses interventions sou-

Hunderttausenden von Menschen in diesem Lande! Ich ligne encore mieux la gravité de l'événement à propos

glaube, hier müssen wir unabhängig von Parteizugehörig- duquel il s'exprime. Ensuite, M. Aubert - et je tiens ici à féli-

keit alles tun, um diesen Menschen in diesem Lande zu hel- citer personellement le chef du Département des affaires

fen, mit Medikamenten, mit Nahrungsmitteln und - ich ziele étrangères de son intervention - a proposé de suspendre la

hier ab auf Punkt vier der freisinnigen Interpellation, über Conférence de Madrid. Il était en effet absurde de continuer

den Herr de Capitani nicht gesprochen hat - wohl auch mit à discuter de la mise en oeuvre d'un accord sur la coopéra-

Finanz- und Wirtschaftshilfe, wenn es irgendwie geht. tion et la sécurité en Europe, alors que certains de ses

Ich erinnere an Spanien und Portugal. Als Spanien und Por- signataires le violaient ouvertement.

tugal sich vom Faschismus befreiten, war es vor allem die On en a parlé tout à l'heure, Monsieur le Conseiller fédéral,

Bundesrepublik Deutschland, die mit unglaublicher Wirt- et l'on vous a même reproché, dans les rangs du Parti

schaftshilfe und Geld diese beiden Staaten möglicherweise socialiste - si mon souvenir est exact - d'avoir été trop

wieder vor einer undemokratischen Situation gerettet hat. rapide et spectaculaire dans votre intervention. Je crois que

Wäre damals alles anders gegangen, wären Spanien und c'est la première fois, depuis neuf ans que je siège dans ce

Portugal vielleicht wieder in einem anderen Lager. Parlement, que j'entends dire que le Conseil fédéral est

Das gleiche gilt nun meines Erachtens auch für Polen. Das trop rapide, en tous cas dans le domaine des affaires étran-

polnische Volk muss wissen, dass es noch Länder gibt, die ' gères. Je suis un peu étonné que l'on vous fasse ce

nicht auf das äussere Regime abstellen, sondern bereit sind reproche d'être spectaculaire, car ceux-là mêmes qui vous

zu helfen, wenn für die Menschen in diesem Lande Hilfe l'ont adressé, demandent une politique étrangère plus

nötig ist. Ich bin dafür, dass über die Frage von Wirtschafts- active. Je ne crois pas que vous ayez eu tort d'attendre

massnahmen zum Beispiel gegen Russland durchaus dis- l'opinion et le consensus des autres pays neutres et non

kutiert werden kann; ob sie etwas nützen, ist aber eine alignés. Vous nous l'avez dit très justement tout à l'heure, la

andere Frage. Als Gegner jeder antifreiheitlichen Macht neutralité suisse n'est pas exactement la même que la neu-

habe ich nie ganz begriffen, dass die Wirtschaft wohl poli- tralité autrichienne, suédoise ou finlandaise, et cela peut

tisch immer ganz antikommunistisch war, dass aber diese nous amener à avoir des points de vue et des actions diver-

Überlegungen rasch zurückgetreten sind, wenn es um wirt- gents. Je crois que même nos amis autrichiens le compren-

schaftliche Beziehungen ging. Noch nie war das Exportvo- nent.

lumen zum Beispiel der USA mit Russland so gross wie Que pouvons-nous faire en actes, après avoir parlé de ce

heute, und die die USA selbst schützenden Weizenlieferun- que nous avons fait en paroles? Je pense que l'on peut

gen werden weitergeführt. Wirtschafts- und Finanzhilfe für faire un certain nombre de choses: il y a beaucoup de

das polnische Volk - dazu möchte ich auch Herrn Aubert moyens pratiques d'aider le peuple polonais. La motion de

hören - ist aber etwas anderes. Es ist nötig, dass der M. Dürr va d'ailleurs dans ce sens. Toutefois, il y a un

Westen dem freiheitshungrigen polnischen Volk diese Hilfe moyen parmi les autres sur lequel je voudrais insister, c'est

neben allem anderen gibt. Hoffnung und Vertrauen sind tat- l'accueil des réfugiés. C'est ici autant à l'opinion publique

kräftige Hilfe. Wir dürfen uns später nicht sagen lassen, qu'à vous, Monsieur le Conseiller fédéral que je m'adresse.

dass wir dieses Volk in schwerster menschlicher Not im On commence en effet à entendre des avis, heureusement

Stich gelassen hätten, weil wir Falsche bestrafen wollten. encore très rares, selon lesquels nous accueillerions trop

Ich glaube, hier sollte sich der Bund doch vermehrt enga- de réfugiés en général, et de réfugiés polonais en particu-

gieren, und ich wäre dankbar, wenn Herr Aubert auch noch lier. Il y a des réflexes xénophobes, hélas, qui ont la vie

die Frage 4 der freisinnigen Interpellation beantworten dure. Nous ne pouvons, à la fois, condamner le gouverne-

würde. Der Kampf gegen die Machtpolitik Russlands kostet ment polonais, assurer le peuple polonais de notre sympa-

eben nicht nur Worte, sondern auch Geld und viel Ver- thie et refuser l'accueil de réfugiés. Ce serait trop facile. Je

trauen. sais que cet accueil peut poser des problèmes pratiques:

questions de logement, de places de travail. Mais ce n'est

M. Gautier: Le groupe libéral est heureux que ce Parlement pas la venue d'un ou deux milliers de travailleurs polonais

ait accepté la discussion des deux interpellations, car cela qui mettrait en danger les places de travail suisses qui sont,

lui donne l'occasion d'exprimer publiquement sa profonde comme vous le savez, au nombre de plus de trois millions.

sympathie au peuple polonais, une fois de plus sacrifié. Les Du reste, je crois que l'on peut faire confiance au Conseil

Suisses ne peuvent que compatir aux souffrances d'un fédéral pour ne pas aller trop loin dans ce domaine. Nous

peuple héroïque, victime depuis des siècles de ses puis- serions simplement heureux qu'il aille assez loin.

sants voisins, qu'ils se soient appelés Empire, IIIe Reich ou Sincèrement, je crois que nous devons au peuple polonais,

République, voisins qui l'ont asservi, qui l'ont partagé, qui non seulement des paroles, mais des actes. Quand il s'agit

l'ont persécuté, mais qui ne l'ont jamais soumis. de réfugiés, toute réaction égoïstement xénophobe serait

Les événements de décembre ne nous ont, hélas, qu'à moi- encore plus haïssable qu'à l'ordinaire.

tié étonnés. Il fallait en effet être terriblement optimiste pour Telle est l'opinion que le groupe libéral désirait exprimer au

penser qu'un régime communiste pourrait longtemps tolé- cours de ces débats.

rer un début de libéralisation. Aucun régime totalitaire, qu'il

soit de droite ou de gauche, du nord ou du sud, de l'ouest Hofmann: Ich möchte zu den vorliegenden Interpellationen

ou de l'est, ne supporte l'affaiblissement de sa mainmise und zu der zur Diskussion stehenden Motion einige Erklä-

totale sur les individus. Plus un Etat se veut fort, plus il rungen von selten der SVP abgeben.

intervient dans le domaine privé, moins on peut espérer le General Jaruzelskis Regime ist - wie Kollege de Capitani

voir respecter les droits de l'homme et les libertés indivi- erklärte - eine Gewaltherrschaft gegen das eigene Volk. Die

duelles, et cela même s'il a signé et paraphé l'Acte final Unterdrückung, die in Polen von Landsleuten gegen Lands-

8. März 1982 277 Polen. Persönliche Vorstösse

leute geübt wird, weist nicht minder brutale Züge auf als die genommen, wenn man weiss, dass mit Gewalt nichts zu

einer fremden Besetzungsmacht. Vergessen wir nicht, dass erreichen ist.

das Kriegsrecht nicht durch den legitimen Kampf um Refor- Wir halten andererseits dafür, dass, wo immer wir Hilfe lei-

men herbeigeführt wurde, sondern das Ergebnis eines sten können, wir das auch tun sollten. In diesem Sinne

bankrotten Wirtschafts- und Gesellschaftssystems darstellt, möchten wir das, was Herr Kollege Dürr mit seiner Motion

das - gestützt durch sowjetische Bevormundung - jede angeregt hat, im Rahmen des Möglichen unterstützen.

lebensnotwendige Erneuerung verhindert. Opfer dieser

Repression sind nicht nur einzelne Dissidente oder nur die M. Magnin: Depuis près de deux heures, nous assistons

Gewerkschaften, sondern das ganze polnische Volk. dans cette enceinte à un déferlement oratoire anti-soviéti-

Angesichts der brutalen Unterjochung des polnischen que hystérique (protestations!), hystérique dans son

Volks erschien es uns unverständlich, dass ein Mitglied die- contenu en tout cas! C'est pourquoi je voudrais tout de

ses Rates in einem Interview die Situation der polnischen même me permettre de faire quelques remarques à propos

Arbeiter mit derjenigen der Schweizer Arbeiter verglich und des interventions de MM. Aider, Friedrich et Oehler et, sur-

sagte: «In Sachen Ferien und Arbeitszeit hatte <Solidarität> tout, savoir ce qu'ils veulent. Ils sont venus dire à cette tri-

vor dem Militärputsch Dinge durchgesetzt, von denen wir bune qu'il fallait, pratiquement, arrêter de négocier, toute

hierzulande nur träumen.» Ebenso sonderbar mutete es uns négociation n'étant qu'illusion. L'un d'eux a même dit qu'il

an, als ein anderer namhafter Politiker in der Kolumne einer fallait, en fait, rompre les relations économiques ou, du

unserer Tageszeitungen erklärte, im Grunde genommen sei moins, les bloquer. Mais si dans le monde actuel, il faut

das polnische Volk an seiner Situation selbst schuld. «Soli- arrêter de négocier, et bien! dans quelle direction irons-

darität», so sagte er, «habe die Schraube so lange über- nous? Ne trouvez-vous pas que les tensions internationales

dreht, das Land so desorganisiert, die Machthaber im Kreml sont déjà suffisamment dangereuses pour ne pas en rajou-

so stark herausgefordert, dass eine gewaltsame Lösung ter? Ne pensez-vous pas que la seule solution, pour éviter

schliesslich unvermeidlich gewesen sei.» - Inzwischen hat la guerre, aujourd'hui, est la négociation?

diese gewaltsame Lösung viele Tote und Hunderte von Ver- Nous pouvons avoir des opinions différentes quant aux res-

letzten gefordert, zu Massenverhaftungen und Internie- ponsables de la tension internationale. Vous, qui êtes mon-

rungslagern geführt und den inneren Frieden dieses tés à cette tribune, vous voyez uniquement les responsabili-

schwergeprüften Landes wohl auf lange Zeit ausgelöscht. tés dans la politique de l'Union Soviétique; pour vous, la

Dass die Ermordeten die Schuld gewissermassen selbst seule puissance qui menace la paix c'est toujours l'Union

treffe, darauf arbeitet die sowjetische Propaganda seit Soviétique, comme si, dans l'histoire de l'humanité, il n'y

Monaten mit Geduld und Geschick hin; es sollte sich nie- avait pas eu de guerres avant que n'existe cet Etat. Je me

mand für diese Propaganda einspannen lassen. permettrai quand même de vous rappeler que, en septante

Auf die eigentlichen Urheber in Moskau, die sich eines ans, il y a eu trois grandes guerres mondiales: 1870, 1914,

Generals bedient haben, fällt denn auch nur ein eher diffu- 1939. Une de ces guerres a-t-elle été déclenchée par

ses Licht. So wurde die Sowjetunion im Text der zur Dis- l'URSS? (Brouhaha). En 1870 et en 1914 l'Union Soviétique

kussion stehenden Interpellationen nirgends namentlich n'existait pas et en 1939 la guerre n'a pas été déclenchée

erwähnt. Ich bin aber dankbar, dass nun die Begründer der par celle-ci. Ces trois grandes guerres ont été déclenchées

Interpellationen auf den diesbezüglichen wahren Stellen- par des puissances capitalistes, par des puissances impé-

wert der Sowjetunion hingewiesen haben. rialistes. Est-ce la réalité oui ou non?

Die Unterdrückung des polnischen Volks bringt eine gefähr- Je voudrais aussi vous rappeler une chose: à vous qui par-

liche Wahrheit ans Licht, nämlich dass die Entspannungs- lez tous de l'arme nucléaire; vous rappeler qu'il n'y a

politik leider wieder einmal eine kardinale Prüfung nicht aujourd'hui qu'une seule puissance qui ait utilisé cette

bestanden hat. Wer heute noch an der Tatsache vorbei- arme, et elle l'a utilisée sur des population civiles, inutile-

sieht, dass von Wladiwostok bis Magdeburg ein monströ- ment, faisant plus de 200 000 morts à Nagasaki et à Hirosh-

ses Riesenimperium einige hundert Millionen Menschen ima! Cette puissance se nomme les Etats-Unis! Vous ne

unter der Knute hält und 1953, 1956, 1968 und 1981 jegliche devriez tout de même pas perdre cela de vue. Est-ce que

Versuche, den Menschenrechten etwas mehr Raum zu pour vous Reagan représente la colombe de la paix? C'est

schaffen, brutal unterbunden hat, ist entweder ein hoff- l'homme qui affirme que toute sa politique n'a qu'un but:

nungsloser Naivling oder er betreibt das Spiel Moskaus. Die reprendre pour son pays l'hégémonie sur le monde, redeve-

unmissverständliche Sprache unseres Aussenministers, nir le gendarme de la terre, c'est là son objectif. Ne pen-

Bundesrat Auberts, im Rahmen der KSZE in Madrid zur sez-vous pas que cette politique menace tout autant la paix

Lage in Polen findet deshalb auch die volle Anerkennung que le «surarmement de l'Union soviétique», comme vous

und Unterstützung der Fraktion der Schweizerischen Volks- l'appelez? Oubliez-vous qu'aujourd'hui, la plupart des peu-

partei. ples de l'Amérique latine et de l'Amérique centrale se dres-

Leider werden in Europa nicht nur in Polen und im übrigen sent contre les juntes facistes qui ne sont encore au pou-

Ostblock Menschenrechte verletzt; Menschenrechtsverlet- voir que grâce à l'appui des Etats-Unis? Oubliez-vous qu'au

zungen in anderen Ländern, etwa in der Türkei, sind ebenso Salvador Pax Christi a envoyé une délégation d'évêques

zu verurteilen. Die Militärregierung der Türkei hat aber keine enquêter sur place et que cette délégation est revenue en

demokratischen Reformversuche zerschlagen, sondern affirmant qu'il y avait eu 10000 morts, 10000 personnes

versucht, mit dem links- und rechtsextremistischen Terro- assassinées l'année dernière, et que sur ce nombre 80 pour

rismus fertig zu werden, dem schliesslich jeden Tag 20 bis cent ont été les victimes de la junte ou des hommes à son

30 Menschen zum Opfer fielen und mit dem die parlamenta- service? Vous savez aussi que cette junte n'existe et ne se

rischen Regierungen leider nicht fertig wurden. maintient au pouvoir qu'avec l'appui des Etats-Unis, je le

Doch zurück zu Polen: Solange die Sowjets an der polni- répète. Je veux bien alors, Messieurs, que l'on dise que la

schen Grenze stehen (Gewehr bei FUSS, zum Dreinschla- menace vient d'un seul côté, mais cela ne correspond pas à

gen bereit, falls es Jaruzelski nicht gelingen sollte, die mos- la réalité!

kowitische Ordnung wieder herzustellen), solange zeigt die Je vous donnerai encore un autre exemple: prenez une

aussenpolitische Grosswetterlage kaum Tendenzen zur carte de l'Europe et voyez si l'Union Soviétique n'est pas

Aufhellung. Dem Gedankengut aus Kreisen der Friedensbe- entièrement cernée, de la Grande Bretagne à la Turquie, par

wegung, die - in teils naiver Fehlbeurteilung der menschli- des dizaines de bases militaires américaines. Y a-t-il, à

chen Natur, teils in gezielter Strategie zur Schwächung proximité des côtes américaines, des bases soviétiques?

unserer gesellschaftlichen Ordnung - einen Verzicht auf Une fois, les Soviétiques ont voulu installer des fusées à

unsere Armee verlangt, ist klar mit dem Hinweis entgegen- Cuba et Kennedy a exigé leur retrait, sinon c'était la guerre!

zutreten, dass Gewalt nötigenfalls leider nur durch Gegen- Mais, aujourd'hui, en Turquie, il y a plus d'une dizaine de

gewalt in Schach gehalten werden kann. Gesprächsbereit- bases, avec des fusées, nucléaires aux frontières de

schaft wird auf der Gegenseite leider nur dann ernst l'URSS. Vous oubliez aussi que l'Union Soviétique a perdu

36-N

Pologne. Interventions personnelles 278 N 8 mars 1982

20 millions de morts dans la dernière guerre et qu'elle peut que tout le monde dans cette salle la souhaite. Mais vous

aussi avoir des préoccupations. venez de nous faire la démonstration qu'il n'est pas possi-

Encore une fois, je crois que ces éléments doivent être pris ble de négocier avec les communistes. Les communistes

en considération lorsque l'on veut examiner quelle est la s'inspirent de l'adage suivant: «Ce qui est à nous est à

situation réelle dans le monde. Oui, il y a une grave tension nous, ce qui est à vous est négociable.» Nous ne pouvons

et certes les responsabilités ne sont pas à sens unique. naturellement pas souscrire à cette règle.

Notre pays devrait apporter sa contribution à la recherche Voyez-vous, l'art du communiste est de faire dévier le

de la détente internationale, et pour ce faire, il faut qu'il y ait débat, et vous avez admirablement réussi. Aujourd'hui,

des négociations. Ne pensez-vous pas que tous les efforts monsieur Magnin, nous parlons de la Pologne et du

doivent être faits, quelle que soit l'opinion que l'on puisse 13 décembre. Le 13 décembre polonais est l'affaire exclu-

avoir sur les responsabilités qui existent aujourd'hui dans sive de l'Union soviétique, la conséquence exclusive de son

cette tension internationale, tous les efforts doivent être intervention; il fallait le rappeler.

faits pour éviter la guerre en utilisant la voie du désarme-

ment, du nucléaire en priorité. Dans ce domaine, la Suisse Günter: Gestatten Sie mir, nach diesem ideologischen

doit, dans toutes les circonstances, apporter sa contribu- Höhenflug in die schweizerische Realität zurückzukehren,

tion et ne pas suivre les va-t-en guerre qui sont venus à zu dem, was wir tun könnten und selbst tun sollten (ausser

cette tribune. grossen Worten). Ich danke Herrn Gerwig, dass er unser

J'ajouterai que je comprendrais que M. Pierre Aubert ait Komitee erwähnt hat; Sie wissen: 20 Kollegen dieses Rates

frappé sur la table à Madrid, à propos des événements de haben sich zu einem Komitee «Polen in Not» zusammenge-

Pologne, et en ce qui concerne la continuation des discus- funden, und zwar «der Not gehorchend, nicht dem eignen

sions dans cette conférence, je comprendrais mieux son Triebe», weil wir sahen, dass die Schweiz nichts oder fast

indignation si elle n'était à sens unique. Parce que Monsieur nichts tat für Polen.

Aubert, vous n'aviez pas seulement en face de vous le Ich hatte mir erlaubt, im Dezember 1980 eine Motion einzu-

représentant de la Pologne, mais vous aviez aussi M. Haig, reichen, welche die offizielle Polen-Hilfe fördern wollte. Die-

qui est le représentant des Etats-Unis, qui a aussi signé ses Parlament hat es fertig gebracht, die Motion ein Jahr

l'Acte final d'Helsinki et qui, aujourd'hui, appuie militaire- lang zu verschieben und sie dann als Postulat zu überwei-

ment et économiquement, la junte salvadorienne. Cela vous sen. Es blieb mir keine andere Lösung, als zuzustimmen,

le savez, est-ce respecter les droits de l'homme? Est-ce weil sie sonst weiter verschoben worden wäre. Insofern

conforme à l'Acte final d'Helsinki? Vous aviez aussi en face haben wir Fortschritte gemacht, als die Motion Dürr jetzt

de vous le ministre des affaires étrangères de Turquie. Vous sehr speditiv behandelt wird. Aber die Hilfe, die die Schweiz

savez aussi ce qui se passe dans ce pays. Récemment, les geleistet hat, war zu wenig und kam zu spät. Wir diskutieren

instances dirgeantes de la Turquie ont déclaré elles-mêmes jetzt, nachdem das Pferd gestohlen worden ist, darüber,

qu'en ce moment, 46 000 citoyens turcs sont passibles des was mit der Stalltüre geschehen solle. Wir sind uns doch

tribunaux. Vous savez que les cinquante-deux principaux alle einig: Wir müssen Polen helfen; aber hätten wir hier vor

dirigeants de la centrale syndicale de Turquie sont arrêtés, einem Jahr geholfen, als Gelegenheit, Geld und die Mög-

emprisonnés, menacés de mort puisque les tribunaux ont lichkeit dazu vorhanden waren, dann hätte man mit viel

réclamé contre eux la peine de mort. Ces derniers jours, grösserem Enthusiasmus diese Hilfe unterstützen können.

leurs défenseurs et notamment le bâtonnier d'Ankara, on Ich betone noch einmal: Ich unterstütze die Motion Dürr

été arrêtés. Je comprendrais parfaitement votre attitude und bitte Sie, das auch zu tun. Wir müssen helfen. Aber wir

envers la Pologne si vous aviez témoigné la même indigna- haben eine grosse Gelegenheit vor einem Jahr verpasst, als

tion à l'égard des Etats-Unis, à l'égard de la Turquie aussi wir mehr hätten tun können und es uns allen wahrscheinlich

dont les représentants étaient également assis en face de viel besser gefallen hätte. Ich glaube, wenn wir hier Vor-

vous. Or, malheureusement, vous ne l'avez pas fait. Tout à würfe an die grossen Machtblöcke richten, sollten wir in

l'heure encore, lorsque vous avez répondu à des questions diesem Parlament auch einmal überlegen, was wir selbst

sur le Salvador, vous avez pratiquement renvoyé dos à dos hätten besser machen können. Bis zu einem gewissen Grad

les massacreurs et les massacrés. haben wir versagt; wir können den Fehler jetzt leider nur

Je crois que cela n'est pas conforme, à mon avis, à ce que noch zu einem kleinen Teil gutmachen. Ich bitte Sie daher,

devrait faire la Suisse. En ce qui concerne la Pologne je rap- die Motion zu unterstützen.

pelle ce que nous avons dit dès les premiers jours - dès

août 1980 - à savoir que nous soutenions la politique du Frau Meier Josi: Ich bin Herrn Bonnard sehr dankbar, dass

renouveau démocratique de la Pologne. (Rumeurs dans la er vorhin an dieser Tribüne daran erinnert hat, es finde eine

salle) Parfaitement, nous l'avons dit! Nous avons également Debatte über Polen und die Polen-Hilfe statt, nicht eine sol-

exprimé nos préoccupations le soir même du 13 décembre,, che über El Salvador.

nous avons dit que le rétablissement rapide des libertés Nun sind aber noch einige Behauptungen von Kollege Mag-

démocratiques, la reconnaissance du droit à des syndicats nin in die Welt gesetzt worden, die man hier nicht einfach

indépendants, la négociation entre toutes les forces hinnehmen kann. Wenn er sagte, die- Sowjetunion hätte

sociales du pays «eux seuls» pourraient permettre de rame- noch nie einen Krieg begonnen, möchte ich ihm in Erinne-

ner la paix en Pologne et de trouver une solution à la crise., rung rufen, dass es kaum das kleine Estland war, das Russ-

Je ne pense pas que se soit en préconisant des mesures land angriff, dass es kaum Lettland und Litauen waren, die

de rétorsion économique que l'on peut aider le peuple polo- sich als grosse Aggressoren aufführten, dass auch Finn-

nais, dans son ensemble, à sortir de cette crise. land kaum als Angreifer bezeichnet werden kann. Wir erin-

Nous considérons, quant à nous, que seule la négociation, nern uns auch sehr gut an die vierziger Jahre, als Sowjets

par toutes les voies possibles et imaginables, peut permet- und Deutsche das arme Polen unter sich aufteilten.

tre d'éviter la guerre. Je crois que c'est là également la Ich möchte noch einmal auf seine Gleichstellung von Polen

volonté et l'intérêt du peuple suisse. Le peuple suisse - und der Türkei zurückkommen. Ich kann das nicht akzeptie-

près de 40 000 personnes ont manifesté il y a peu à Berne - ren; er weiss ja auch, dass in der Türkei jetzt immerhin ein

a ainsi exprimé sa volonté de paix, de négociation, de dés- Regime an der Macht ist (das ich auch nicht unterstützen

armement; c'est dans cette direction que nous devons kann), das vor einigen Jahren für die Wiederherstellung der

aller. Dans l'intérêt même de notre pays, de notre peuple, et Demokratie gesorgt hat und öffentlich erklärt, das wie-

pour le respect de la neutralité, le Conseil fédéral est tenu, derum tun zu wollen. Wir warten die Dinge ab; jedenfalls

à notre avis, de faire tous les efforts possibles dans cette haben wir dort mehr Vertrauen als in Polen.

direction. Wenn Sie von Verhandlungsbereitschaft sprachen, möchte

ich Sie daran erinnern, dass wir auch schon einmal eine

M. Bonnard: Je voudrais m'adresser à M. Magnin. «Verhandlung» erlebt haben, nämlich jene von München

Vous souhaitez la négociation, monsieur Magnin, et je crois 1938. Sie zeigte uns: Verhandeln um jeden Preis ist etwas

8. März 1982 279 Polen. Persönliche Vorstösse

ausserordentlich Heikles; jedenfalls kann man nicht ver- recouru à des mesures répressives comme celles du

handeln aus einer blossen Position der Schwäche heraus. 17 février 1982 au cours desquelles plus de 100000 per-

Gerade deshalb sind wir nicht Verhandlungspartner für die sonnes ont été contrôlées et 3000 ont été arrêtées. Le

Grossmächte über solche Fragen, aber wir stellen unser 9 février 1982, à Madrid, devant cette situation et le refus du

Land für Verhandlungen dieser Grossmächte zur Verfü- fait accompli en Pologne, un courant s'est rapidement ren-

gung, und ich meine, das ist das Beste, was unsere Regie- forcé pour réclamer la levée de l'état de siège, la libération

rung anbieten kann. des prisonniers politiques ainsi que le rétablissement du

dialogue antérieur. Madrid était, Monsieur Magnin, la seule

M. Aubert, conseiller fédéral: Je sais que nous sommes ici enceinte multilatérale est-ouest qui puisse jouer ce rôle et

pour répondre à des interpellations concernant la Pologne. où la Suisse avait, comme membre signataire de l'Acte final

Je me permettrai de rester dans ce cadre. d'Helsinki, un droit de participation à part entière.

Cependant, j'aimerais vous dire, Monsieur Magnin, que, En définitive, c'est du respect intégral de l'Acte final d'Hel-

dans tout ce que vous avez dit, trois mots me paraissent sinki par chacun des pays signataire que dépend le main-

très importants: «Politique du dialogue». Je suis personnel- tien de la stabilité politique en Europe et, dans une large

lement et fermement partisan de la politique du dialogue. mesure, la poursuite de la détente.

Or, ce dialogue n'a pas été possible à Madrid. Il nous a été Nous devons tirer des événements de Pologne un ensei-

refusé. Si nous avons, comme vous l'avez lu dans un jour- gnement. Le rapport des forces internationales influençant

nal et comme vous l'avez répété, «tapé sur la table», c'est la situation en Europe, en particulier la pression de l'URSS,

parce que ceux qui nous ont refusé le dialogue étaient nous rappelle une fois de plus la nécessité de poursuivre

assis autour de cette même table. notre effort de défense afin de sauvegarder notre indépen-

Un journal illustré a titré, il y a quinze jours, que nous avions dance. La paix véritable est en effet inséparable de la

une «morale à sens unique». Je crois que ceux qui ont usé liberté.

de ce titre ont quelque peu oublié que, concernant la viola- J'en viens à la question posée à propos de l'aide économi-

tion des droits de l'homme dans le continent sud américain, que et financière et de l'attitude qu'il convient d'adopter en

on peut dénombrer 28 interventions des autorités suisses. la matière. Il peut être utile de préciser d'emblée, à cet

Sur ces 28 interventions, 11 ont été de caractère général, égard, que la Suisse n'accorde pas, en fait, d'aide écono-

10 ont été rendues publiques au Parlement fédéral, sous miqe et financière à la Pologne. Je pense que cette ques-

cette coupole, concernant le Chili, l'Argentine, la Bolivie, tion vise essentiellement le problème du rééchelonnement

quatre concernant le Salvador et enfin une déclaration qui, de la dette extérieure ce pays. Mais sur ce plan également,

en son temps, avait fait passablement de bruit concernant l'instauration de la loi martiale en Pologne n'est pas restée

le renversement du gouvernement démocratique chilien. sans conséquence. En effet, si tous les pays créanciers de

Au nom du Conseil fédéral, je refuse donc catégoriquement cet Etat ont décidé de ne pas remettre en cause les

la critique selon laquelle nous aurions une «morale à sens accords de consolidation relatifs aux dettes garanties,

unique». échues en 1981, ils n'ont en revanche pas pu dégager entre

Permettez-moi maintenant de vous communiquer la eux un consensus sur la reprise des négociations en vue

réponse du Conseil fédéral aux deux interpellations. Je d'un rééchelonnement des échéances pour l'année 1982.

vous remercie de nous avoir donné l'occasion de réaffirmer En raison du risque lié à la précarité de la situation finan-

notre position au sujet des événements de Pologne. cière de la Pologne, notre commission pour la garantie

Comme M. de Capitani l'a relevé ainsi que plusieurs d'entre contre les risques à l'exportation s'est vu contrainte d'inter-

vous, c'était le 14 décembre 1981, au lendemain de ces rompre le traitement des demandes de nouvelles garanties.

événements, que le Conseil fédéral, par la voix du Président Je vous ai dit, lorsque nous avons parlé de l'interpellation

de la Confédération, a lancé un appel au gouvernement du groupe socialiste,-que la Pologne, comme certains pays

polonais afin que le processus de démocratisation, qui avait en développement ou pays européens ayant des difficutlés

commencé en juillet-août 1980, soit repris le plus rapide- financières, a absolument besoin d'un financement exté-

ment possible. Le Conseil fédéral, dans cet appel, a exhorté rieur important que notre aide publique au développement

le général Jaruzelski de libérer les personnes arbitrairement ne peut pas apporter, compter, tenu des critères restrictifs

arrêtées. Le Conseil fédéral saisit l'occasion du débat de notre loi fédérale du 19 mars 1976. Je vous l'ai dit, c'est

d'aujourd'hui pour renouveler solennellement l'appel qu'il a avant tout au système bancaire international qu'incombé

lancé en faveur d'un complet rétablissement des libertés une telle tâche de financement. On a parlé de sanctions

fondamentales, en faveur de la libération des personnes économiques. En vertu d'une politique constante, la Suisse

internées, en faveur de la reprise du dialogue entre le syndi- ne s'est pas associée aux sanctions économiques décré-

cat, l'église, le gouvernement et toutes les personnes de tées, pour des raisons politiques, à l'égard de la Pologne.

bonne volonté qui veulent arriver à nouveau à une certaine Toutefois, comme par le passé, notre pays ne tolérera pas

libéralisation du régime en Pologne. Il est évident que la que son territoire serve au contournement des sanctions

prise du pouvoir par les militaires dans ce pays, le décidées par d'autres pays.

13 décembre 1981, a porté un coup extrêmement dur à la En ce qui concerne les réfugiés, je réponds à M. Gautier

détente est-ouest et plus particulièrement a - nous nous que ce problème continue à faire l'objet d'un examen de la

répétons en le disant - hypothéqué toute perspective de part du Département fédéral de justice et police, qui sou-

parvenir bientôt à un accord entre les 35 Etats participant à met au Conseil fédéral, au fur et au mesure des possibilités

la Conférence sur la sécurité et la coopération en Europe, et des disponibilités d'accueil, de nouveaux rapports.

sur un document de clôture à la réunion de Madrid. A partir Pour ce qui est de l'aide humanitaire, je réponds à M. Dürr

du 16 décembre déjà, des délégations occidentales et neu- que, depuis décembre 1980, le Conseil fédéral a prélevé en

tres de la Conférence ont commencé à s'exprimer sur les faveur de la Pologne 2,4 millions de francs sur les crédits

violations nombreuses de l'Acte final d'Helsinki commises destinés à l'aide humanitaire internationale. Ce montant a

par le régime militaire polonais. Au cours des semaines qui permis à la Croix-Rouge suisse, à Caritas, à l'Œuvre suisse

ont suivi, aucune amélioration significative n'a été constatée d'entraide ouvrière et au Conseil oecuménique des Eglises

dans l'évolution de la situation en Pologne. Nous pouvons de fournir à ce pays une aide surtout alimentaire et en médi-

dire que, actuellement, l'état d'urgence reste en vigueur caments.

comme il a été instauré le 13 décembre 1981. Plusieurs mil- Le Conseil fédéral est prêt à continuer dans une certaine

liers de personnes sont encore en détention, un grand mesure l'aide humanitaire en faveur de la Pologne, en utili-

malaise règne au sein de la population, l'état d'urgence sus- sant comme jusqu'à présent le canal d'œuvres d'entraide

cite des actes de résistance, des organisations clandes- suisses qui déploient des activités en Pologne et qui colla-

tines naissent, créant par là même le danger que vous ima- borent avec des partenaires responsables pouvant garantir

ginez d'un conflit civil, voire d'une intervention extérieure. - c'est ce qui est le plus important - que l'aide parvient bien

Les autorités militaires ont renforcé le contrôle policier, à ceux auxquels elle est destinée. Actuellement, nous étu-

Interpellation Riesen-Fribourg 280 N 8 mars 1982

dions de nouvelles attributions d'une valeur de 400 à - Stimmt es, dass der Nationalfonds inzwischen eine

500 000 francs pour poursuivre notre aide en faveur de la andere Universität beauftragt hat, die Ergebnisse des

Pologne. «Berichts Schweizer» zu verifizieren?

Dans ces conditions, nous sommes prêts à accepter la - Trifft es zu, dass die Schlussfolgerungen dieser zweiten

motion sous forme de postulat. Studie diejenigen der ersten sehr in Frage stellen?

- Warum ist die zweite Studie noch nicht veröffentlicht wor-

Präsidentin: Wir bereinigen diese Vorstösse. Zur Interpella- den?

tion der freisinnig-demokratischen Fraktion: Herr de Capi-

tani kann erklären, ob er von der Antwort des Bundesrates Texte de l'interpellation du 23 septembre 1981

befriedigt ist. Herr de Capitani erklärt sich befriedigt. En 1978/1979, le Fonds national finançait un projet de

Zur Interpellation der christlich-demokratischen Fraktion recherche sur la situation économique des rentiers, attribué

hat Herr Oehler das Wort. à l'Institut de sociologie de l'Université de Berne.

La publication des résultats de ce travail ne rencontra pas

Oehler: Ich danke und bin befriedigt. Wir haben unser une approbation unanime. Les contestations furent nom-

demokratisches Selbstbewusstsein hier bewiesen, indem breuses. Rarement un travail scientifique de ce genre attisa

wir Herrn Magnin seinen prosowjetischen Unsinn ungestraft à un tel point les affrontements politiques.

produzieren Hessen. - Est-il exact qu'entre-temps le Fonds national a chargé

une autre Université de la vérification des résultats de

Präsidentin: Ich bitte Herrn Oehler, künftig solche Bemer- «l'étude Schweizer»?

kungen zu unterlassen. Sie sind eines demokratischen Par- - Est-il vrai que les conclusions de cette seconde

lamentes unwürdig. recherche infirment largement celles de la première?

Motion Dürr - Pourquoi la publication de la deuxième étude n'est-elle

pas encore intervenue?

Präsidentin: Zur Motion Dürr: Der Bundesrat beantragt, die

Motion in ein Postulat umzuwandeln. Herr Dürr erklärt sich Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann-Saint-

damit einverstanden. Die Motion wird als Postulat überwie- Gall, Bäumlin, Borei, Braunschweig, Deneys, Duvoisin,

sen. Ganz, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lang, Leuenberger, Mauch,

Meier Werner, Merz, Morel, Morf, Müller-Berne, Nauer, Neu-

Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat komm, Ott, Reimann, Rënschler, Robbiani, Rothen, Schmid,

Stich, Vannay, Wagner, Zehnder (31 )

Begründung

Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und

81.457

#ST#

wünscht eine schriftliche Beantwortung.

Interpellation Herczog Développement

AHV-Bezüger. Teuerungsausgleich L'auteur de l'interpellation renonce à exposer ses motifs et

Rentiers AVS souhaite recevoir une réponse par écrit.

Compensation du renchérissement Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Rapport écrit du Conseil fédéral

Wortlaut der Interpellation siehe Jahrgang 1981, Seite 1772

La première étude sociologique à laquelle se réfère l'auteur

Texte de l'interpellation voir année 1981, page 1772

de l'interpellation est actuellement examinée minutieuse-

ment par un comité ad hoc de la commission fédérale

AVS/AI - comme le précisait d'ailleurs la réponse à l'inter-

pellation Muheim du 11 juin 1981 (81.406). Ne fût-ce que

pour des raisons de principe, le Conseil fédéral ne peut et

Diskussion - Discussion ne souhaite pas se prononcer d'une manière circonstanciée

Präsidentin: Herr Herczog verzichtet auf Diskussion, weil sur les travaux réalisés à la demande du Fonds national ni

dieser Problemkreis im Zusammenhang mit der parlamenta- sur les conclusions auxquelles ils aboutissent.

rischen Initiative von Frau Mascarin diskutiert wird. Er En réponse aux questions posées, il tient cependant à don-

erklärt sich allerdings von der Antwort des Bundesrates ner les précisions suivantes:

nicht befriedigt. 1. Le Fonds national n'a donné mandat à aucune université

suisse pour vérifier les conclusions de l'étude Schweizer.

La réalité est que les données recueillies par Schweizer

sont accessibles à tout un chacun, et que plusieurs

groupes de chercheurs travaillent actuellement sur ce dos-

#ST# 81.476 sier, en fonction d'interrogations différentes.

Interpellation Riesen-Freiburg 2. En ce qui concerne les projets pour lesquels les don-

Lage der Rentner. Nationalfonds-Studie nées réunies par Schweizer ont été utilisées, on ne connaît

à ce jour que les premières conclusions des travaux du pro-

Interpellation Riesen-Fribourg

fesseur P. Gilliand. Elles font apparaître la signification d'un

Situation des rentiers. système de sécurité sociale fondé sur le principe de la res-

Etude du Fonds national ponsabilité solidaire. Le projet financé par le Fonds national

depuis 1977 et placé sous la direction du professeur

H. Abele (Fribourg), intitulé «Einkommens- und Vermögens-

verteilung in der Schweiz 1876 bis 1976» (Répartition des

revenus et des fortunes en Suisse entre 1876 et 1976),

Wortlaut der Interpellation vom 23. September 1981 aborde quant à lui le sujet traité par l'étude de Schweizer

1978/79 hat der Nationalfonds ein Forschungsprojekt des sur des points marginaux. Un texte dactylographié, intitulé

Soziologischen Instituts der Universität Bern finanziert. «Zwischenbericht zur Datenqualität der Studie W. Schwei-

Die Ergebnisse dieser Arbeit sind nicht überall gut aufge- zer» (Rapport intermédiaire sur la qualité des données trai-

nommen, sondern zahlreich kritisiert worden. Selten hat tées dans l'étude de W.Schweizer), a été adressé à un

eine wissenschaftliche Arbeit dieser Art dermassen politi- nombre restreint de milieux intéressés, dont le Fonds natio-

sche Auseinandersetzungen verursacht. nal.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation der freisinnig-demokratischen Fraktion Lage in Polen

Interpellation du groupe radical-démocratique Situation en Pologne

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1982

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 81.582

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 08.03.1982 - 15:30

Date

Data

Seite 270-280

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Ref. No 20 010 316

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