Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 81-547 KI-generiert

Nuclear Weapons Storage and Swiss Security Interpellation

Geschäftsnummer VPB 81-547
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case involves an interpellation regarding the storage of nuclear weapons in neighboring countries and the potential impact on Switzerland. The interpellator asks about the proximity and quantity of these weapons, the consequences for Swiss border regions if they are destroyed, and the steps the government has taken to prevent their deployment near Switzerland. The government responded that it cannot confirm the exact locations of these weapons due to their mobility and the possibility of rapid changes. They stated that predicting the specific impact of their destruction is impossible and that countries have the sovereign right to decide on the location of military facilities. The government also noted that the general protection measures for the population and army already account for the risks associated with nuclear weapons.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 10 EMRK, Art. 16 EMRK; Nuclear Weapons Storage and Swiss Security Interpellation: The interpellator asks about the proximity and quantity of these weapons, the consequences for Swiss border regions if they are destroyed, and the steps the government has taken to prevent their deployment near Switzerland. The government responded that it cannot confirm the exact locations of these weapons due to their mobility and the possibility of rapid changes. They stated that predicting the specific impact of their destruction is impossible and that countries have the sovereign right to decide on the location of military facilities. The government also noted that the general protection measures for the population and army already account for the risks associated with nuclear weapons.

Schlagwörter

KI-generiert
Abrüstung sichernde Massnahmen Europäische Sicherheit C-Waffen Missbrauch von Material Waffengesetz

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 10 EMRK
Cited to argue that it should not be interpreted as prohibiting restrictions on the political activity of foreigners, in light of Article 16 EMRK.
Art. 16 EMRK
Cited as a legal basis allowing restrictions on the political activity of foreigners.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 16 EMRK

Cited as a legal basis allowing restrictions on the political activity of foreigners.

Art. 10 EMRK

Cited to argue that it should not be interpreted as prohibiting restrictions on the political activity of foreigners, in light of Article 16 EMRK.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

19. März 1982 N 547 Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH

10 de la Convention européenne des droits de l'homme. einem Ausländer auch weiterhin untersagt werden kann, an

Les peuples doivent en effet être entièrement libres d'exer- einer öffentlichen Veranstaltung über ein politisches Thema

cer une influence sur les hommes politiques pour les ame- zu reden (vgl. die Botschaft des Bundesrates vom 19. Juni

ner à trouver une solution de paix. 1978, Ziff. 204.7).

Quelques jours plus tard, en invoquant un arrêté du Conseil 3. Der Bundesrat sieht keine Veranlassung, Erhebungen

fédéral de 1948, la police des étrangers zurichoise a attiré über in Europa bestehende Einschränkungen der politi-

l'attention des organisateurs du congrès sur le fait que schen Tätigkeit von Ausländern tätigen zu lassen.

l'orateur n'avait pas été officiellement autorisé à s'exprimer.

Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que cet arrêté est Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort

dépassé et de surcroît contraire à l'article 10 de la Conven- nur teilweise befriedigt.

tion européenne des droits de l'homme? Dans la négative,

le Conseil fédéral est prié d'exposer de façon détaillée

quelles sont les raisons qui selon lui militent en faveur d'une

restriction de la liberté d'expression des orateurs étran-

gers, au sens de l'article 10, paragraphe 2, CEDH. Enfin, il

est prié de dire quels autres pays européens (au sens

géographique du terme) appliquent des restrictions analo- 81.547

#ST#

gues. Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH

Atomwaffen im grenznahen Ausland

Begründung Interpellation du groupe PdT/PSA/POCH

Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und bittet

um schriftliche Beantwortung. Armes atomiques à proximité de la Suisse

Développement

L'interpellateur renonce à donner un exposé des motifs et

demande une réponse écrite. Wortlaut der Interpellation vom 30. November 1981

Presseberichten zufolge sollen sowohl in der Bundesrepu-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates blik Deutschland als auch in Frankreich relativ nahe an

unserer Grenze Atomwaffen gelagert sein. Auch muss

Rapport écrit du Conseil fédéral damit gerechnet werden, dass im Zuge der von der NATO

Der Bundesrat hat sich bei der Beantwortung der Interpella- beschlossenen weiteren Rüstung zusätzliche Trägerraketen

tion Villard vom 1. Dezember 1971 (Redeverbot für Auslän- und Atomwaffen rund um die Schweiz stationiert werden.

der) und der Stellungnahme zur Motion Ziegler vom Waffen dieser Art sind erfahrungsgemäss auf ihre Verwen-

17. Dezember 1971 (Redeverbot für Ausländer) ausführlich dung für den strategischen Angriff ausgerichtet, unabhän-

zum Bundesratsbeschluss vom 24. Februar 1948 über poli- gig davon, ob die jeweilige militärische Konzeption als

tische Reden von Ausländern (Rednerbeschluss) geäus- defensiv bezeichnet wird oder nicht. Arsenale von strategi-

sert. In Anlehnung an die nach wie vor gültigen, damaligen schen Angriffswaffen bilden im Falle einer kriegerischen

Ausführungen lassen sich die vom Interpellanten aufgewor- Auseinandersetzung ein erstrangiges Ziel für die Gegen-

fenen Fragen wie folgt beantworten. seite, wird doch jede Konfliktpartei versuchen, die Bewaff-

1. Einschränkungen der politischen Tätigkeit der Ausländer nung des Gegners möglichst rasch und effizient zu zerstö-

sind mit dem allgemeinen Völkerrecht vereinbar. Zudem ren.

gestattet Artikel 16 der Europäischen Menschenrechtskon- Im Falle eines militärischen Konfliktes in Mitteleuropa würde

vention (EMRK) ausdrücklich, die politische Tätigkeit von somit - ungeachtet der schweizerischen Neutralität - das

Ausländern Beschränkungen zu unterwerfen: Der vom Grenzgebiet der Schweiz in schwerste Mitleidenschaft

Interpellanten angerufene Artikel 10 EMRK darf nach dem gezogen. Diese Gefahr verschärft sich mit der Stationierung

Wortlaut von Artikel 16 EMRK nicht so ausgelegt werden, weiterer strategischer Angriffswaffen in unseren Nachbar-

dass er den Vertragsstaaten verbietet, die politische Tätig- ländern.

keit von Ausländern Beschränkungen zu unterwerfen. Dar- Die Fraktion PdA/PSA/POCH bittet deshalb den Bundesrat

auf hat der Bundesrat bereits in seinem Bericht an die Bun- um die Beantwortung folgender Fragen:

desversammlung über die Konvention zum Schütze der 1. In welcher Distanz zur Schweizer Grenze und in wel-

Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 9. Dezember chem Umfang befinden sich in den Nachbarstaaten Lager

1968 (BB11968 II 1076 f.) und zehn Jahre später in der Bot- von Atomwaffen und anderen strategischen Angriffswaf-

schaft zum Ausländergesetz vom 19. Juni 1978 (BB11978 II fen?

186) hingewiesen. 2. Welche Auswirkungen auf die Grenzgebiete der Schweiz

2.1 Äusserungen von Ausländern zu innenpolitischen Fra- sind zu befürchten, wenn eine oder mehrere dieser Anlagen

gen oder gar Beeinflussungsversuche können sich negativ aus kriegerischen Ereignissen oder anderen Gründen ganz

auf unsere innenpolitischen Verhältnissen auswirken und oder teilweise zerstört werden?

dadurch unter Umständen die innere Sicherheit gefährden. 3. Welche konkreten Schritte hat der. Bundesrat unternom-

Öffentliche Stellungnahmen von Ausländern zu Ereignissen men, um die Stationierung derartiger Waffen in Grenznähe

im Ausland ihrerseits können unsere aussenpolitischen zu verhindern?

Beziehungen belasten. Es muss deshalb eine Möglichkeit

bestehen, Reden von Ausländern, die in dieser Weise Texte de l'interpellation du 30 novembre 1981

geeignet sind, unsere Landesinteressen zu gefährden, A en croire les comptes rendus publiés dans la presse, des

nötigenfalls zu verbieten. armes atomiques seraient entreprosées à proximité de

2.2 Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat notre frontière, tant en Allemagne fédérale qu'en France. Il

im Hinblick auf die Revision des Bundesgesetzes über Auf- faut s'attendre aussi à ce que de nouvelles fusées por-

enthalt und Niederlassung der Ausländer Rechtsgrundlage, teuses et des armes atomiques soient stationnées tout

Inhalt und Form des Rednerbeschlusses überprüft. Das autour de la Suisse, en raison de l'armement supplémen-

Ergebnis dieser Arbeiten ist für das neue Ausländergesetz taire décidé par l'OTAN. Les armes de cette sorte-là sont,

berücksichtigt worden. Tritt es in Kraft, wird der in den letz- ainsi que l'expérience nous l'enseigne, conçues en prévi-

ten Jahren sehr liberal gehandhabte Rednerbeschluss auf- sion de leur utilisation pour l'attaque stratégique, sans

gehoben, wobei allerdings - soweit die Einschränkung oder égard pour le fait que la conception militaire en vigueur soit

das Verbot der politischen Tätigkeit es rechtfertigen - qualifiée de défensive ou d'offensive.

Interpellation Robbiani 548 N 19 mars 1982

En cas d'hostilités ouvertes, les arsenaux d'armes offen- #ST# 81.573

sives constituent un objectif de choix pour l'adversaire, car

chaque partie au conflit s'efforcera de détruire l'armement Interpellation Robbiani

de son ennemi aussi rapidement et radicalement que possi- Tätigkeit von Banken. Kontrolle

ble. Activité des banques. Mesures de contrôle

En cas de conflit armé en Europe centrale, la région fron-

tière de notre pays serait très gravement exposée, sans Interpellanza Robbiani

qu'il soit tenu compte de la neutralité suisse. L'installation II controllo sull'attività bancaria

et le stationnement de nouvelles armes stratégiques offen-

sives dans les pays voisins du nôtre aggravent ce danger.

Dans ces conditions, le groupe PdT, PSA, POCH invite le

Conseil fédéral à répondre aux questions suivantes:

1. A quelle distance de la frontière suisse et en quelle

quantité trouve-t-on, dans les Etats voisins du nôtre, des Wortlaut der Interpellation vom 9. Dezember 1981

dépôts d'armes atomiques et d'autres armes stratégiques

offensives? 1. Ich ersuche um eine offizielle Stellungnahme zu den

Presseberichten über die grossen Verluste, die verschie-

2. Si l'un (ou plusieurs) de ces dépôts venait(ent) à être dene Schweizer Banken in letzter Zeit erlitten haben. Ich

détruit(s) complètement ou partiellement, à la suite d'actes nenne nur die neuesten Fälle: Die Genfer Filiale der Volks-

de guerre ou pour d'autres raisons, quelles répercussions y bank hat Verluste von 140 Millionen Franken gemeldet; die

aurait-il lieu de redouter pour les régions frontières de la Banque Scandinave in Genf ein «Loch» von 50 Millionen; die

Suisse? Luzerner Kantonalbank (LKB) hat im Fall Cobau und in

3. Quelles démarches concrètes le Conseil fédéral a-t-il einem zweiten, noch abzuklärenden Fall insgesamt 45 Mil-

entreprises aux fins d'empêcher que de telles armes sta- lionen verloren.

tionnent à proximité de nos frontières? 2. Ich frage den Bundesrat: Wann wurden diese Verluste

Sprecherin - Porte-parole: Mascarin entdeckt, und wann haben die betroffenen Banken ihre

Revisionsstellen und die Eidgenössische Bankenkommis-

Begründung - Développement sion (und die LKB die kantonale Aufsichtsbehörde) darüber

Keine - Aucun informiert?

3. Wann hat die Eidgenössische Bankenkommission in den

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates erwähnten Fällen die Untersuchung eingeleitet? Welche

Rapport écrit du Conseil fédéral Massnahmen wurden bisher getroffen, und hat die Banken-

1. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Grenz- kommission diese Fälle den kantonalen Justizbehörden

raum von Nachbarstaaten Atomwaffen stationiert sind. Die gemeldet?

Standorte dieser Waffen sind dem Bundesrat nicht bekannt. 4. Worauf sind diese schweren Verluste zurückzuführen:

Sie können im übrigen sehr rasch wechseln. auf die Struktur oder auf Fehler in der Geschäftsführung?

2. Aus den heutigen Standorten ausländischer Waffen las- 5. Warum konnten diese Verlustgeschäfte nicht rechtzeitig

sen sich keine Schlüsse auf mögliche Einsatzorte im Fall entdeckt werden: Wurden sie von den Verantwortlichen

eines kriegerischen Konflikts ziehen. Es erscheint sogar als verheimlicht, oder war die Überwachung durch die Revi-

eher unwahrscheinlich, dass diese Waffen im Ernstfall von sionsstellen und/oder das interne Inspektorat - trotz der

ihren Friedensstandorten aus eingesetzt werden, da diese Erfahrungen mit den Bankenskandalen von 1974 und 1977-

einem allfälligen Gegner möglicherweise bekannt sind. Der nicht wirksam genug?

Bundesrat ist deshalb nicht in der Lage, Aussagen dazu zu

6. Welche internen - strukturellen und personellen - Vor-

machen, welche spezifischen Auswirkungen auf die Grenz-

kehren haben die genannten Banken getroffen, um zu ver-

gebiete der Schweiz die vollständige oder teilweise Zerstö- meiden, dass sich solche Verluste wiederholen?

rung solcher Waffen haben würde.

7. Erscheint es nicht notwendig, besonders in Anbetracht

3. Unsere Nachbarstaaten können frei über die Standorte der Vorfälle bei der LKB, bei den Kantonen zu intervenieren,

ihrer militärischen Einrichtungen entscheiden. Das Völker-

damit sie ihre Kantonalbankgesetze oder wenigstens die

recht kennt keine Bestimmungen, die einem Staat verbieten

Organisation der Kantonalbanken oder die Aufsicht über

würden, sein gesamtes Gebiet für Verteidigungszwecke zu deren Geschäftstätigkeit überprüfen?

benutzen. Übrigens wäre die Schweiz mit ihrem sehr klei-

nen Territorium an einer solchen Beschränkung ebenfalls Texte de l'interpellation du 9 décembre 1981

nicht interessiert.

1. Je demande qu'on donne la version officielle des nou-

Die Standorte von ausländischen Atomwaffen sind im

velles publiées par la presse au sujet des pertes impor-

Kriegsfall kaum mehr gefährdet als andere Gebiete, die

tantes subies par des banques suisses. Je cite les cas les

lohnende Ziele für Angriffswaffen eines Gegners darstellen.

plus récents: la succursale de Genève de la Banque Popu-

Für unser Land ist es deshalb so oder so wichtig, dass dem

laire Suisse a signalé une perte de 140 millions et la Banque

Schutz der Bevölkerung und der Armee vor Auswirkungen

Scandinave de Genève un «trou» de 50 millions; la Banque

möglicher Atomwarfeneinsätze die erforderliche Beachtung

Cantonale de Lucerne a perdu 45 millions dans l'affaire

geschenkt wird. Die Massnahmen des Zivilschutzes und der

Cobau et dans une autre qu'il s'agit d'éclaircir.

AC-Schutzdienst der Armee tragen dieser möglichen

Gefährdung Rechnung. 2. J'aimerais savoir à quelle époque remonte la découverte

de ces faits et quand ils ont été notifiés par chaque banque

Päsidentin: Frau Mascarin erklärt sich von der Antwort à son propre bureau de revision et à la Commission fédé-

nicht befriedigt. rale des banques (à l'autorité cantonale de surveillance

dans le cas de la Banque Cantonale de Lucerne).

3. Je demande à partir de quelle date la Commission fédé-

rale des banques a ouvert une enquête dans les cas sus-

mentionnés, quelles ont été les mesures prises jusqu'à pré-

sent, et si la commission a annoncé ces cas aux autorités

pénales cantonales.

4. Je demande quelles sont les causes de ces pertes

importantes: Sont-elles dues à des défauts de structure ou

à des erreurs de gestion?

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH Atomwaffen im grenznahen Ausland

Interpellation du groupe PdT/PSA/POCH Armes atomiques à proximité de la Suisse

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1982

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 81.547

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.03.1982 - 08:00

Date

Data

Seite 547-548

Page

Pagina

Ref. No 20 010 369

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.

Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.