Nuclear Weapons Storage and Swiss Security Interpellation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case involves an interpellation regarding the storage of nuclear weapons in neighboring countries and the potential impact on Switzerland. The interpellator asks about the proximity and quantity of these weapons, the consequences for Swiss border regions if they are destroyed, and the steps the government has taken to prevent their deployment near Switzerland. The government responded that it cannot confirm the exact locations of these weapons due to their mobility and the possibility of rapid changes. They stated that predicting the specific impact of their destruction is impossible and that countries have the sovereign right to decide on the location of military facilities. The government also noted that the general protection measures for the population and army already account for the risks associated with nuclear weapons.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 10 EMRK, Art. 16 EMRK; Nuclear Weapons Storage and Swiss Security Interpellation: The interpellator asks about the proximity and quantity of these weapons, the consequences for Swiss border regions if they are destroyed, and the steps the government has taken to prevent their deployment near Switzerland. The government responded that it cannot confirm the exact locations of these weapons due to their mobility and the possibility of rapid changes. They stated that predicting the specific impact of their destruction is impossible and that countries have the sovereign right to decide on the location of military facilities. The government also noted that the general protection measures for the population and army already account for the risks associated with nuclear weapons.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a legal basis allowing restrictions on the political activity of foreigners.
Cited to argue that it should not be interpreted as prohibiting restrictions on the political activity of foreigners, in light of Article 16 EMRK.
Volltext
19. März 1982 N 547 Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH
10 de la Convention européenne des droits de l'homme. einem Ausländer auch weiterhin untersagt werden kann, an
Les peuples doivent en effet être entièrement libres d'exer- einer öffentlichen Veranstaltung über ein politisches Thema
cer une influence sur les hommes politiques pour les ame- zu reden (vgl. die Botschaft des Bundesrates vom 19. Juni
ner à trouver une solution de paix. 1978, Ziff. 204.7).
Quelques jours plus tard, en invoquant un arrêté du Conseil 3. Der Bundesrat sieht keine Veranlassung, Erhebungen
fédéral de 1948, la police des étrangers zurichoise a attiré über in Europa bestehende Einschränkungen der politi-
l'attention des organisateurs du congrès sur le fait que schen Tätigkeit von Ausländern tätigen zu lassen.
l'orateur n'avait pas été officiellement autorisé à s'exprimer.
Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que cet arrêté est Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort
dépassé et de surcroît contraire à l'article 10 de la Conven- nur teilweise befriedigt.
tion européenne des droits de l'homme? Dans la négative,
le Conseil fédéral est prié d'exposer de façon détaillée
quelles sont les raisons qui selon lui militent en faveur d'une
restriction de la liberté d'expression des orateurs étran-
gers, au sens de l'article 10, paragraphe 2, CEDH. Enfin, il
est prié de dire quels autres pays européens (au sens
géographique du terme) appliquent des restrictions analo- 81.547
#ST#
gues. Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH
Atomwaffen im grenznahen Ausland
Begründung Interpellation du groupe PdT/PSA/POCH
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und bittet
um schriftliche Beantwortung. Armes atomiques à proximité de la Suisse
Développement
L'interpellateur renonce à donner un exposé des motifs et
demande une réponse écrite. Wortlaut der Interpellation vom 30. November 1981
Presseberichten zufolge sollen sowohl in der Bundesrepu-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates blik Deutschland als auch in Frankreich relativ nahe an
unserer Grenze Atomwaffen gelagert sein. Auch muss
Rapport écrit du Conseil fédéral damit gerechnet werden, dass im Zuge der von der NATO
Der Bundesrat hat sich bei der Beantwortung der Interpella- beschlossenen weiteren Rüstung zusätzliche Trägerraketen
tion Villard vom 1. Dezember 1971 (Redeverbot für Auslän- und Atomwaffen rund um die Schweiz stationiert werden.
der) und der Stellungnahme zur Motion Ziegler vom Waffen dieser Art sind erfahrungsgemäss auf ihre Verwen-
17. Dezember 1971 (Redeverbot für Ausländer) ausführlich dung für den strategischen Angriff ausgerichtet, unabhän-
zum Bundesratsbeschluss vom 24. Februar 1948 über poli- gig davon, ob die jeweilige militärische Konzeption als
tische Reden von Ausländern (Rednerbeschluss) geäus- defensiv bezeichnet wird oder nicht. Arsenale von strategi-
sert. In Anlehnung an die nach wie vor gültigen, damaligen schen Angriffswaffen bilden im Falle einer kriegerischen
Ausführungen lassen sich die vom Interpellanten aufgewor- Auseinandersetzung ein erstrangiges Ziel für die Gegen-
fenen Fragen wie folgt beantworten. seite, wird doch jede Konfliktpartei versuchen, die Bewaff-
1. Einschränkungen der politischen Tätigkeit der Ausländer nung des Gegners möglichst rasch und effizient zu zerstö-
sind mit dem allgemeinen Völkerrecht vereinbar. Zudem ren.
gestattet Artikel 16 der Europäischen Menschenrechtskon- Im Falle eines militärischen Konfliktes in Mitteleuropa würde
vention (EMRK) ausdrücklich, die politische Tätigkeit von somit - ungeachtet der schweizerischen Neutralität - das
Ausländern Beschränkungen zu unterwerfen: Der vom Grenzgebiet der Schweiz in schwerste Mitleidenschaft
Interpellanten angerufene Artikel 10 EMRK darf nach dem gezogen. Diese Gefahr verschärft sich mit der Stationierung
Wortlaut von Artikel 16 EMRK nicht so ausgelegt werden, weiterer strategischer Angriffswaffen in unseren Nachbar-
dass er den Vertragsstaaten verbietet, die politische Tätig- ländern.
keit von Ausländern Beschränkungen zu unterwerfen. Dar- Die Fraktion PdA/PSA/POCH bittet deshalb den Bundesrat
auf hat der Bundesrat bereits in seinem Bericht an die Bun- um die Beantwortung folgender Fragen:
desversammlung über die Konvention zum Schütze der 1. In welcher Distanz zur Schweizer Grenze und in wel-
Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 9. Dezember chem Umfang befinden sich in den Nachbarstaaten Lager
1968 (BB11968 II 1076 f.) und zehn Jahre später in der Bot- von Atomwaffen und anderen strategischen Angriffswaf-
schaft zum Ausländergesetz vom 19. Juni 1978 (BB11978 II fen?
186) hingewiesen. 2. Welche Auswirkungen auf die Grenzgebiete der Schweiz
2.1 Äusserungen von Ausländern zu innenpolitischen Fra- sind zu befürchten, wenn eine oder mehrere dieser Anlagen
gen oder gar Beeinflussungsversuche können sich negativ aus kriegerischen Ereignissen oder anderen Gründen ganz
auf unsere innenpolitischen Verhältnissen auswirken und oder teilweise zerstört werden?
dadurch unter Umständen die innere Sicherheit gefährden. 3. Welche konkreten Schritte hat der. Bundesrat unternom-
Öffentliche Stellungnahmen von Ausländern zu Ereignissen men, um die Stationierung derartiger Waffen in Grenznähe
im Ausland ihrerseits können unsere aussenpolitischen zu verhindern?
Beziehungen belasten. Es muss deshalb eine Möglichkeit
bestehen, Reden von Ausländern, die in dieser Weise Texte de l'interpellation du 30 novembre 1981
geeignet sind, unsere Landesinteressen zu gefährden, A en croire les comptes rendus publiés dans la presse, des
nötigenfalls zu verbieten. armes atomiques seraient entreprosées à proximité de
2.2 Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat notre frontière, tant en Allemagne fédérale qu'en France. Il
im Hinblick auf die Revision des Bundesgesetzes über Auf- faut s'attendre aussi à ce que de nouvelles fusées por-
enthalt und Niederlassung der Ausländer Rechtsgrundlage, teuses et des armes atomiques soient stationnées tout
Inhalt und Form des Rednerbeschlusses überprüft. Das autour de la Suisse, en raison de l'armement supplémen-
Ergebnis dieser Arbeiten ist für das neue Ausländergesetz taire décidé par l'OTAN. Les armes de cette sorte-là sont,
berücksichtigt worden. Tritt es in Kraft, wird der in den letz- ainsi que l'expérience nous l'enseigne, conçues en prévi-
ten Jahren sehr liberal gehandhabte Rednerbeschluss auf- sion de leur utilisation pour l'attaque stratégique, sans
gehoben, wobei allerdings - soweit die Einschränkung oder égard pour le fait que la conception militaire en vigueur soit
das Verbot der politischen Tätigkeit es rechtfertigen - qualifiée de défensive ou d'offensive.
Interpellation Robbiani 548 N 19 mars 1982
En cas d'hostilités ouvertes, les arsenaux d'armes offen- #ST# 81.573
sives constituent un objectif de choix pour l'adversaire, car
chaque partie au conflit s'efforcera de détruire l'armement Interpellation Robbiani
de son ennemi aussi rapidement et radicalement que possi- Tätigkeit von Banken. Kontrolle
ble. Activité des banques. Mesures de contrôle
En cas de conflit armé en Europe centrale, la région fron-
tière de notre pays serait très gravement exposée, sans Interpellanza Robbiani
qu'il soit tenu compte de la neutralité suisse. L'installation II controllo sull'attività bancaria
et le stationnement de nouvelles armes stratégiques offen-
sives dans les pays voisins du nôtre aggravent ce danger.
Dans ces conditions, le groupe PdT, PSA, POCH invite le
Conseil fédéral à répondre aux questions suivantes:
1. A quelle distance de la frontière suisse et en quelle
quantité trouve-t-on, dans les Etats voisins du nôtre, des Wortlaut der Interpellation vom 9. Dezember 1981
dépôts d'armes atomiques et d'autres armes stratégiques
offensives? 1. Ich ersuche um eine offizielle Stellungnahme zu den
Presseberichten über die grossen Verluste, die verschie-
2. Si l'un (ou plusieurs) de ces dépôts venait(ent) à être dene Schweizer Banken in letzter Zeit erlitten haben. Ich
détruit(s) complètement ou partiellement, à la suite d'actes nenne nur die neuesten Fälle: Die Genfer Filiale der Volks-
de guerre ou pour d'autres raisons, quelles répercussions y bank hat Verluste von 140 Millionen Franken gemeldet; die
aurait-il lieu de redouter pour les régions frontières de la Banque Scandinave in Genf ein «Loch» von 50 Millionen; die
Suisse? Luzerner Kantonalbank (LKB) hat im Fall Cobau und in
3. Quelles démarches concrètes le Conseil fédéral a-t-il einem zweiten, noch abzuklärenden Fall insgesamt 45 Mil-
entreprises aux fins d'empêcher que de telles armes sta- lionen verloren.
tionnent à proximité de nos frontières? 2. Ich frage den Bundesrat: Wann wurden diese Verluste
Sprecherin - Porte-parole: Mascarin entdeckt, und wann haben die betroffenen Banken ihre
Revisionsstellen und die Eidgenössische Bankenkommis-
Begründung - Développement sion (und die LKB die kantonale Aufsichtsbehörde) darüber
Keine - Aucun informiert?
3. Wann hat die Eidgenössische Bankenkommission in den
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates erwähnten Fällen die Untersuchung eingeleitet? Welche
Rapport écrit du Conseil fédéral Massnahmen wurden bisher getroffen, und hat die Banken-
1. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Grenz- kommission diese Fälle den kantonalen Justizbehörden
raum von Nachbarstaaten Atomwaffen stationiert sind. Die gemeldet?
Standorte dieser Waffen sind dem Bundesrat nicht bekannt. 4. Worauf sind diese schweren Verluste zurückzuführen:
Sie können im übrigen sehr rasch wechseln. auf die Struktur oder auf Fehler in der Geschäftsführung?
2. Aus den heutigen Standorten ausländischer Waffen las- 5. Warum konnten diese Verlustgeschäfte nicht rechtzeitig
sen sich keine Schlüsse auf mögliche Einsatzorte im Fall entdeckt werden: Wurden sie von den Verantwortlichen
eines kriegerischen Konflikts ziehen. Es erscheint sogar als verheimlicht, oder war die Überwachung durch die Revi-
eher unwahrscheinlich, dass diese Waffen im Ernstfall von sionsstellen und/oder das interne Inspektorat - trotz der
ihren Friedensstandorten aus eingesetzt werden, da diese Erfahrungen mit den Bankenskandalen von 1974 und 1977-
einem allfälligen Gegner möglicherweise bekannt sind. Der nicht wirksam genug?
Bundesrat ist deshalb nicht in der Lage, Aussagen dazu zu
6. Welche internen - strukturellen und personellen - Vor-
machen, welche spezifischen Auswirkungen auf die Grenz-
kehren haben die genannten Banken getroffen, um zu ver-
gebiete der Schweiz die vollständige oder teilweise Zerstö- meiden, dass sich solche Verluste wiederholen?
rung solcher Waffen haben würde.
7. Erscheint es nicht notwendig, besonders in Anbetracht
3. Unsere Nachbarstaaten können frei über die Standorte der Vorfälle bei der LKB, bei den Kantonen zu intervenieren,
ihrer militärischen Einrichtungen entscheiden. Das Völker-
damit sie ihre Kantonalbankgesetze oder wenigstens die
recht kennt keine Bestimmungen, die einem Staat verbieten
Organisation der Kantonalbanken oder die Aufsicht über
würden, sein gesamtes Gebiet für Verteidigungszwecke zu deren Geschäftstätigkeit überprüfen?
benutzen. Übrigens wäre die Schweiz mit ihrem sehr klei-
nen Territorium an einer solchen Beschränkung ebenfalls Texte de l'interpellation du 9 décembre 1981
nicht interessiert.
1. Je demande qu'on donne la version officielle des nou-
Die Standorte von ausländischen Atomwaffen sind im
velles publiées par la presse au sujet des pertes impor-
Kriegsfall kaum mehr gefährdet als andere Gebiete, die
tantes subies par des banques suisses. Je cite les cas les
lohnende Ziele für Angriffswaffen eines Gegners darstellen.
plus récents: la succursale de Genève de la Banque Popu-
Für unser Land ist es deshalb so oder so wichtig, dass dem
laire Suisse a signalé une perte de 140 millions et la Banque
Schutz der Bevölkerung und der Armee vor Auswirkungen
Scandinave de Genève un «trou» de 50 millions; la Banque
möglicher Atomwarfeneinsätze die erforderliche Beachtung
Cantonale de Lucerne a perdu 45 millions dans l'affaire
geschenkt wird. Die Massnahmen des Zivilschutzes und der
Cobau et dans une autre qu'il s'agit d'éclaircir.
AC-Schutzdienst der Armee tragen dieser möglichen
Gefährdung Rechnung. 2. J'aimerais savoir à quelle époque remonte la découverte
de ces faits et quand ils ont été notifiés par chaque banque
Päsidentin: Frau Mascarin erklärt sich von der Antwort à son propre bureau de revision et à la Commission fédé-
nicht befriedigt. rale des banques (à l'autorité cantonale de surveillance
dans le cas de la Banque Cantonale de Lucerne).
3. Je demande à partir de quelle date la Commission fédé-
rale des banques a ouvert une enquête dans les cas sus-
mentionnés, quelles ont été les mesures prises jusqu'à pré-
sent, et si la commission a annoncé ces cas aux autorités
pénales cantonales.
4. Je demande quelles sont les causes de ces pertes
importantes: Sont-elles dues à des défauts de structure ou
à des erreurs de gestion?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der Fraktion PdA/PSA/POCH Atomwaffen im grenznahen Ausland
Interpellation du groupe PdT/PSA/POCH Armes atomiques à proximité de la Suisse
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 81.547
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1982 - 08:00
Date
Data
Seite 547-548
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Ref. No 20 010 369
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