Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 81-488 KI-generiert

Government Energy Policy: Nuclear Power and Research Funding

Geschäftsnummer VPB 81-488
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This interpellation questions the government's energy policy, specifically regarding the abandonment of nuclear power plant projects and the allocation of research funds. The government responded that while the Kaiseraugst project faced opposition, all requirements for its approval were met, and it is up to parliament to make the final decision. Regarding Graben, the need for another large nuclear power plant beyond the 1990s cannot yet be assessed. The government also maintained its stance on the necessity of nuclear energy for secure and diversified energy supply, and sees no reason to shift research funding away from nuclear energy, but rather to increase it in areas like solar energy and energy efficiency.

Legislator-Regeste

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Government Energy Policy: Nuclear Power and Research Funding: zwar in der Absicht, dem Bund ein wirksames Instrumentalung der Rahmenbewilligung für dieses Projekt erfüllt sind.

Schlagwörter

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Energiepolitik Forschungspolitik Projektfinanzierung Entscheidungsbefugnis Regierungspolitik Regierungsprogramm
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Volltext

Interpellation Bäumlin 552 19 mars 1982

1. Que le projet de centrale nucléaire de Kaiseraugst doit Regionen . Beanêtre définitivement abandonné, à cause notamment de spruchung in l'opposition manifestée par la population de la région inté- Nr. Name Mio. Fr.

ressée; à en croire les résultats d'un sondage d'opinion

214 Valli di Lugano —* effectué auprès de la population suisse, les habitants de

221 Pays d'Enhaut 0,8 cette région peuvent compter de plus en plus sur la com-

222 Nord Vaudois —* préhension et l'appui des citoyens de notre pays?

223 Vallée de Joux —* 2. Qu'à l'instar du projet de Kaiseraugst, le projet de la cen-

231 Goms 5,5 trale nucléaire de Graben doit lui aussi être définitivement

232 Brig/Ostlicti Raron 7,0 abandonné, ne serait-ce que parce qu'une décision positive

233 Visp/Westlich Raron 12,8 en faveur de Graben, en lieu et place de Kaiseraugst, ébran-

234 Leuk 7,6 lerait fortement la confiance que la population place dans le

235 Sierre 4,0 Conseil fédéral et nos institutions démocratiques, puisque

236 Sion 3,4 cette décision équivaudrait à choisir la solution la moins

237 Martigny 3,8 combattue?

238 Chablais valaisan et vaudois 2,9 3. Qu'il y a lieu de reconsidérer le problème du besoin,

241 Centre Jura 0,7 lequel ne doit pas être compris comme une question de

242 Val-de-Travers 0,1 contraintes soi-disant objectives mais bien plus comme une

261 Jura 7,5 question de choix conscient et responsable d'une politique énergétique et d'une forme de société?

Total 232,0 4. Que le message et les propositions du Conseil fédéral pour un nouvel article constitutionnel sur l'énergie devraient * Entwicklungskonzept noch nicht genehmigt. être complétés à brève échéance, afin de fournir à la Confé-

Präsidentin: Herr Biderbost erklärt im Namen der Bautendération un instrument efficace pour mener une politique

gruppe, diese sei teilweise befriedigt. énergétique sans nouvelles centrales nucléaires?

5. Qu'une grande partie des subventions fédérales en faveur de la recherche en matière d'énergie nucléaire 81.488 devrait être utilisée sans délai à promouvoir un approvisionnement en énergie sans nouvelles centrales nucléaires, #ST#

Interpellation Bäumlin aussi décentralisé et diversifié que possible? Energiepolitik. Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- Verzicht auf neue Kernkraftwerke St. Gallen, Bircher, Borei, Braunschweig, Bundi, Deneys, Politique énergétique. Duvoisin, Eggenberg-Thun, Gerwig, Günter, Hubacher, Renonciation à de nouvelles centrales nucléaires Jaggi, Lang, Leuenberger, Loetscher, Mauch, Meier Werner, Morel, Morf, Nauer, Neukomm, Ott, Reimann, Renschler, Robbiani, Schmid, Uchtenhagen, Vannay (29)

Wortlaut der Interpellation vom 30. September 1981 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Der Unterzeichnete fragt den Bundesrat an, ob er nicht der Rapport écrit du Conseil fédéral Auffassung ist, Der Bundesrat hat die Botschaft über die Genehmigung des Bundesratsbeschlusses zur Erteilung der Rahmenbe-

1. dass das Projekt eines Kernkraftwerkes in Kaiseraugst willigung für das Kernkraftwerk Kaiseraugst am 21. Dezemendgültig preiszugeben ist, u. a. auch wegen des Widerber 1981 verabschiedet. In dieser Botschaft werden die Frastandes in der Bevölkerung der betroffenen Region, der gen 1 bis 4 der Interpellation eingehend beantwortet. Auf gemäss einer Meinungsumfrage innerhalb der schweizeridie Frage 5 betreffend die Energieforschungspolitik des schen Bevölkerung mehr und mehr Verständnis und Unter- Bundes gibt die Botschaft über Grundsatzfragen der Enerstützung findet?

giepolitik (Energieartikel in der Bundesverfassung) vom

2. dass mit dem Kernkraftwerk Kaiseraugst zugleich das 25. März 1981 Antwort. Projekt eines Kernkraftwerks in Graben definitiv aufzuge- Aufgrund des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 ben ist, u. a. schon deswegen, weil ein Entscheid zugunzum Atomgesetz ist die Rahmenbewilligung für Projekte, sten von Graben anstelle von Kaiseraugst im Sinne des die über eine Standortbewilligung verfügen (dazu gehören Weges des vermuteten geringsten Widerstands die Glaubdie Projekte Kaiseraugst und Graben), zu erteilen, sofern an würdigkeit des Bundesrates und unserer demokratischen der Energie, die in der Anlage erzeugt werden soll, im Institutionen schwer belasten würde? Inland voraussichtlich ein hinreichender Bedarf bestehen

3. dass die Bedarfsfrage, die richtigerweise nicht als Frage wird. vorgegebener und angeblich «objektiver» Sachzwänge, 1. Verzicht auf das Projekt Kaiseraugst. Da das Gesuch um

sondern als Frage der verantwortlichen energieund gesell- Erteilung der Rahmenbewilligung für das am weitesten fort-

schaftspolitischen Wahl zu verstehen ist, in Wiedererwägeschrittene Projekt Kaiseraugst zuerst eingereicht wurde,

gung zu ziehen ist? hat sich der Bundesrat damit auch zuerst auseinanderge-

4. dass die vorliegende Botschaft und die Anträge des setzt. In seiner Botschaft «Kaiseraugst» vom 21. Dezember

Bundesrates für einen neuen Energieartikel der schweizeri- 1981 legt er dar, dass alle Voraussetzungen des Bundesbe-

schen Bundesverfassung kurzfristig zu ergänzen sind, und schlusses zum Atomgesetz vom 6. Oktober 1978 zur Ertei-

zwar in der Absicht, dem Bund ein wirksames Instrumentalung der Rahmenbewilligung für dieses Projekt erfüllt sind.

rium für eine Energiepolitik ohne neue Kernkraftwerke zur Deshalb beantragt er dem Parlament, seinen Entscheid vom Verfügung zu stellen? 28. Oktober 1981 über die Erteilung der Rahmenbewilligung

5. dass ein wesentlicher Teil der Bundesbeiträge für die an die Kernkraftwerk Kaiseraugst AG (KWK) für ein Kern- Kernenergieforschung so rasch wie möglich zur Förderung kraftwerk in Kaiseraugst zu genehmigen.

einer möglichst dezentralisierten und diversifizierten Ener- Der Bundesrat hat den Besorgnissen der Bevölkerung in

gieversorgung ohne neue Kernkraftwerke umzuleiten ist? der Standortregion, der Standesinitiative des Kantons Basel-Stadt und dem Postulat des Ständerates Rechnung Texte de l'interpellation du 30 septembre-1981 getragen. Alle Möglichkeiten eines Verzichtes der KWK auf Le soussigné demande au Conseil fédéral s'il n'est pas de ihr Bauvorhaben wurden abgeklärt. Eine solche Lösung l'avis kam nicht zustande. Der Bundesrat trifft aber, im Wissen

19. März 1982 N 553 Interpellation Biderbost um die Besorgnis in der Standortregion, alle-gebotenen #S81.544 T#

Vorkehren zur Gewährleistung der Sicherheit des projektierten Werkes und zum Schutz der Bevölkerung. Das gilt Interpellation Biderbost auch für die künftigen Bewilligungsverfahren. Die Bundes- Bedürftige. Fahrvergünstigung versammlung erhält die Gelegenheit, zum Entscheid des Indigents. Facilités ferroviaires Bundesrates abschliessend Stellung zu beziehen. Auch dieses Verfahren nach dem Bundesbeschluss zum Atomgesetz von 1978 entspricht einem breiten Demokratieverständnis.

2. Verzicht auf das Projekt Graben. Der Bundesrat bejahte am 28. Oktober 1981 den Bedarf für ein weiteres grosses Wortlaut der Interpellation vom 30. November 1981 Kernkraftwerk nach Leibstadt in den neunziger Jahren. Dar- Schon seit einem Jahrhundert, also seit dem Jahre 1881, über hinaus kann heute der Bedarf für weitere Kernkraftwurden gemäss einem vom Bundesrat genehmigten Reglewerke und damit insbesondere für das Projekt Graben nicht ment von den Bahnen Billette zum halben Fahrpreis für beurteilt werden. Bedürftige abgegeben. Bestimmte Ausgabestellen, wie zum

3. Bedarf. Die Botschaft «Kaiseraugst» setzt sich einge- Beispiel Jugendämter oder Pro Infirmis, wurden ermächtigt,

hend mit der Bedarfsfrage für weitere Kernkraftwerke ausfür gewisse Reisezwecke solche Ausweise für einzelne

einander. Die Grundlage dazu bildet der Bericht der Eidge- Fahrten auszustellen. Meistens handelt es sich um Arztbe-

nössischen Energiekommission (EEK) über den Bedarfssuche oder ähnliches. nachweis für Kernkraftwerke (Februar 1981). Dieser Bericht Durch Brief vom 28. September 1981 wurden nun die Auszeigt, dass der Bedarf für eine weitere grosse Stromerzeugabestellen durch den kommerziellen Dienst der Bundesgungsanlage bis zur Jahrhundertwende nur verneint werbahnen davon in Kenntnis gesetzt, dass diese Vergünstiden kann, wenn man wenig wahrscheinliche Annahmen gungen ab kommenden 1. März 1982 aufgehoben würden.

über die Einführung und die Wirksamkeit von energiepoliti- Begründet wird die Massnahme mit der schlechten Finanz-

schen Massnahmen unterstellt. Ein Entscheid, der von derlage der Bahnen.

artigen Annahmen ausgeht, würde zu bedeutenden Risiken Es ist dies eine merkwürdige Art, die Hundertjahrfeier die-

für die Versorgungssicherheit führen. Die Gegebenheiten ser sozialen Institution zu begehen, und ich möchte deszur Beurteilung der Bedarfsfrage haben sich seit Abschluss halb dem Bundesrat folgende Fragen stellen: der erwähnten Untersuchungen nicht verändert. Der Bun- 1. Welche Fahrvergünstigungen sozialen und anderen Chadesrat beabsichtigt deshalb nicht, die Bedarfsfrage in Wierakters werden von den Bahnen gewährt? dererwägung zu ziehen. 2. Kann man die «Verluste» der Bahnen durch Fahrvergün-

4. Botschaft des Bundesrates über Grundsatzfragen der stigungen beziffern, und welchen Anteil daran haben die Energiepolitik vom 25. März 1981. In der Botschaft über genannten Vergünstigungen für Bedürftige?

Grundsatzfragen der Energiepolitik legte der Bundesrat den 3. Sind dem Bundesrat Missbräuche der Fahrvergünstigun-

Stellenwert der Kernenergie in unserer Energiepolitik fest: gen für Bedürftige bekannt? «Zur Sicherung einer ausreichenden, wirtschaftlichen und umweltschonenden Energieversorgung ist eine rationellere 4. Glaubt der Bundesrat wirklich, dass die Vergünstigun- Energieverwendung und die vermehrte Nutzung der einheigen für Bedürftige zwecklos geworden sind, und hat er das

mischen, erneuerbaren Energieträger erforderlich. Daneben entsprechende Reglement als hinfällig erklärt? Ist der Bun-

ist eine massvolle Erhöhung der Anteile der Kernenergie, desrat nicht im Gegenteil der Auffassung, dass Fahrvergün-

der Kohle und des Erdgases im Sinne einer Diversifikation stigungen für Bedürftige auch in 100 Jahren nichts von ihrer

unserer Versorgung zu befürworten. Dies ist insbesondere Aktualität und sogar Dringlichkeit verloren haben? Ist er

auch notwendig, um das Risiko von Versorgungsengpässen gewillt, sich für die Aufrechterhaltung dieser sozialen Hilfe

zu vermindern, bis eine Reihe neuer Technologien einen einzusetzen? grösseren technischen und wirtschaftlichen Reifegrad Texte de l'interpellation du 30 novembre 1981 erreicht haben.»

Depuis 1881, c'est-à-dire depuis un siècle déjà, les chemins Der Bundesrat sieht keine Gründe für eine kurzfristige de fer accordent, en vertu d'un règlement qui a été Ergänzung der Botschaft über Grundsatzfragen der Enerapprouvé par le Conseil fédéral, des billets à demi-tarif aux giepolitik (Energieartikel in der Bundesverfassung) vom personnes indigentes. Certains organismes, tels les offices

25. März 1981, um dem Bund ein Instrumentarium für eine pour la jeunesse ou Pro Infirmis, se sont vu attribuer le droit Energiepolitik ohne neue Kernkraftwerke zu Verfügung zu de délivrer des attestations pour des déplacements précis, stellen.

qui ont souvent pour but des consultations médicales par

5. Umlagerung der Energieforschung. Gestützt auf eine exemple. Empfehlung des Schweizerischen Wissenschaftsrates hat Or, par lettre du 28 septembre 1981, le Service commercial

sich der Bundesrat bereits in der Botschaft über Grunddes Chemins de fer fédéraux a informé ces organismes que

satzfragen der Energiepolitik vom 25. März 1981 gegen les tarifs spéciaux en question seraient supprimés dès le einen Abbau vorhandener Forschungskapazitäten durch 1er mars 1932, en raison des difficultés financières que Umlagerung von Mitteln ausgesprochen. Er ist der Ansicht, connaissent les chemins de fer.

dass die Anstrengungen in den bisherigen Bereichen wei- Voilà une bien curieuse façon de célébrer le centenaire de

terzuführen sind; in den Bereichen der baulichen Energiecette institution sociale; c'est pourquoi je demande au sparmassnahmen sowie anderer Techniken der rationellen Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: Energieverwendung, der Sonnenenergie, der Energiespei-

1. Quelles réductions à caractère social ou autre les checherung, der Bioenergie und der Erdwärme sowie der Promins de fer accordent-ils? spektion einheimischer Energierohstoffe sind die Aufwendungen zu verstärken. 2. Peut-on chiffrer les pertes occasionnées par les tarifs réduits? Dans quelle mesure sont-elles imputables aux faci- Präsidentin: Herr Bäumlin erklärt sich als von der Antwort lités accordées aux indigents? nicht befriedigt. 3. Le Conseil fédéral a-t-il connaissance d'abus qui auraient été commis en matière de tarifs réduits accordés aux personnes indigentes?

4. Le Conseil fédéral pense-t-il vraiment que ces réductions n'ont plus de sens et a-t-il prononcé la caducité du règlement y relatif? N'estime-t-il pas au contraire que même en 100 ans, loin d'avoir perdu leur raison d'être, ces Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Bäumlin Energiepolitik. Verzicht auf neue Kernkraftwerke

Interpellation Bäumlin Politique énergétique. Renonciation à de nouvelles centrales nucléaires

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Jahr 1982 Année Anno

Band II Volume Volume

Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15 Séance Seduta

Geschäftsnummer 81.488 Numéro d'objet Numero dell'oggetto

Datum 19.03.1982 - 08:00 Date Data

Seite 552-553 Page Pagina

Ref. No 20 010 372

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