Swiss Dairy Aid and Disarmament Postulate
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains two unrelated summaries. The first concerns a petition regarding humanitarian aid, specifically the provision of Swiss dairy products to international aid organizations. The petition requested that funding for these aid shipments not be cut for 1981. The government stated that while the initial shortfall was due to budget reductions, increased milk prices, and higher packaging/transport costs, the subsequent approval of funding for humanitarian aid in late 1981 meant that sufficient dairy product allocations could resume in 1982, thus addressing the petition's concern. The second part of the document presents a postulate urging the Swiss government to study proposals for contributing to disarmament negotiations and to enhance its good offices policy for peace, including offering Swiss services for arms control verification.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 40 Abs. 1 Geschäftsreglement des Nationalrates; Swiss Dairy Aid and Disarmament Postulate: The first concerns a petition regarding humanitarian aid, specifically the provision of Swiss dairy products to international aid organizations. The petition requested that funding for these aid shipments not be cut for 1981. The government stated that while the initial shortfall was due to budget reductions, increased milk prices, and higher packaging/transport costs, the subsequent approval of funding for humanitarian aid in late 1981 meant that sufficient dairy product allocations could resume in 1982, thus addressing the petition's concern. The second part of the document presents a postulate urging the Swiss government to study proposals for contributing to disarmament negotiations and to enhance its good offices policy for peace, including offering Swiss services for arms control verification.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
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KI-generiertCited to explain which commission is responsible for preliminary examination of petitions concerning pending matters.
Volltext
Pétition Burger 158 17 mars 1982
monopol der NASA ist durch eine tragfähige europäische #ST# 81.266
Alternative ersetzt worden. Heute können wir feststellen,
dass es für die Schweiz mutig und klug war, damals bei Petition Burger Christine, Genf. Humanitäre Hilfe
dem Projekt mitzumachen. Pétition Burger Christine, Genève
Angesichts der Schwierigkeiten einiger ESA-Mitgliedstaa- Aide humanitaire
ten innerhalb der auf Forschung und Entwicklung ausge-
richteten ESA, eine nach industriellen und wirtschaftlichen
Kriterien ausgerichtete Serienproduktion von Trägerraketen
durchzuführen, schlug die französische Regierung 1979
vor, die Produktion und Vermarktung weiterer Arlane-Serien Herr Ulrich unterbreitet namens der Kommission für aus-
einer Aktiengesellschaft französischen Rechts zu übertra- wärtige Angelegenheiten den folgenden schriftlichen
gen. Zu deren Aktionären sollen die an der Ariane-Produk- Bericht:
tion beteiligten Industriefirmen aller ESA-Mitgliedstaaten Mit mehreren Schreiben an den Nationalratspräsidenten
gehören. Diese Firma wurde im März 1980 unter dem forderten Christine Burger und andere Personen im vergan-
Namen «Arianespace» gegründet und hat ihren Sitz in der genen Sommer die eidgenössischen Räte auf, die Bundes-
Nähe von Paris. Über 59 Prozent des Aktienkapitals von 120 beiträge in der Form schweizerischer Milchprodukte für das
Millionen französischen Franken befinden sich in französi- Jahr 1981 an «Terre des hommes» nicht zu kürzen.
schen Händen. Auf vier schweizerische Aktionäre entfallen Üblicherweise werden Petitionen von der Petitionskommis-
lediglich insgesamt 2,7 Prozent. sion vorberaten; ihre Vorprüfung obliegt jedoch, wenn sie
Die Übertragung der Arlane-Produktion an «Arianespace» sich auf ein hängiges Sachgeschäft beziehen, der mit seiner
wurde in die Rechtsform eines ESA-Fakultativprogramms Vorberatung betrauten Kommission (Art. 40' Abs. 1
gekleidet, das seinerseits durch eine Erklärung der interes- Geschäftsreglement des Nationalrates). Die Kommission
sierten Mitgliedstaaten begründet wird. Von den elf ESA- für auswärtige Angelegenheiten, die sich letztes Jahr mit
Mitgliedstaaten haben bisher lediglich Irland, die Nieder- der Vorlage über die Weiterführung der humanitären Hilfe
lande und die Schweiz der Erklärung noch nicht zuge- befasste, stellt folgendes fest: Der Bund teilt im Rahmen
stimmt. Die schweizerische Delegation stellte sich auf den der internationalen humanitären Hilfe jedes Jahr den inter-
Standpunkt, dass die Erklärung - weil sie Rechte und nationalen Hilfswerken wichtige Mengen schweizerischer
Pflichten der Arlane-Vereinbarung von 1973 abändert - ein Milchprodukte zu. Im Februar 1981 gab die DEH den inter-
völkerrechtlicher Vertrag ist und deshalb von der Bundes- nationalen Hilfswerken bekannt, dass die letztjährigen
versammlung genehmigt werden muss. Zuteilungen von schweizerischen Milchprodukten aus fol-
Der Bundesrat betrachtet die rechtliche Form der Delega- genden Gründen nicht in genügendem Ausmass erfolgen
tion der Arlane-Produktion an «Arianespace» allerdings konnten, um allen Bedürfnissen zu entsprechen:
nicht als ideal, da sie Elemente eines Fakultativprogramms
mit jener einer Betriebstätigkeit vermischt und der Text der 1. Die von den eidgenössischen Räten 1980 beschlossene
Erklärung nicht präzis genug formuliert worden ist. Nach allgemeine Reduktion der Bundessubventionen um 10 Pro-
Abwägen aller Faktoren kam man aber trotzdem zum zent wirkt sich ebenfalls auf die für die Lieferung schweize-
Schluss, dass für die Schweiz die Nachteile des Abseitsste- rischer Milchprodukte an die internationalen Hilfswerke zur
hens - mit allen Konsequenzen in bezug auf die weitere Verfügung stehenden Kredite aus.
Berücksichtigung der schweizerischen Industrie - im Ver- 2. Der Milchpreis erfuhr ab I.Januar 1981 eine Erhöhung
gleich mit den Nachteilen der Zustimmung überwiegen. um 3 Rappen, was eine Preiserhöhung von 24 Rappen pro
Die schweizerische Zustimmung zur Erklärung hat keine Kilo Vollmilch in Puderform zur Folge hatte.
direkten finanziellen Auswirkungen. Die Teilnehmer sind 3. Die Verpackungs- und Transportkosten sind ebenfalls
aber verpflichtet, an die Infrastrukturkosten des Startzen- gestiegen.
trums in Kourou (Französisch-Guyana) weiterhin Beiträge 4. Nahrungsmittelsoforthilfe wird wegen Katastrophen und
zu leisten. Die Höhe dieser Beiträge ist jedoch in der Erklä- akuten Nahrungsmittelversorgungskrisen immer wichtiger,
rung noch nicht bestimmt, und eine konkrete finanzielle wobei hier die Priorität auf die Linderung der schlimmsten
Verpflichtung entsteht erst, wenn ein neuer Beitragsschlüs- unmittelbaren Folgen gelegt wird. Die der Schweiz zur Ver-
sel ausgehandelt ist. Personelle Auswirkungen ergeben fügung stehenden Mittel sind aber zu gering, um auch Nah-
sich für die Schweiz keine. Auch die Bedingungen für die rungsmittelhilfe in jenen Fällen zu leisten, wo die unzurei-
Unterstellung des Bundesbeschlusses unter das fakultative chende Versorgung auf strukturelle Probleme zurückzufüh-
Staatsvertragsreferendum sind nicht erfüllt. ren ist. In solchen Fällen führt nicht die direkte Nahrungs-
Die einstimmige aussenpolitische Kommission beantragt mittelhilfe, sondern nur die Erhöhung der Entwicklungshilfe
Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und dem «Bundesbe- zu einer Lösung der Probleme.
schluss über die Zustimmung der Schweiz zur Erklärung
europäischer Regierungen über die Produktionsphase der Letztes Jahr konnte die Kürzung nicht aufgehoben werden.
Ariane-Träger» zuzustimmen. Damit ermöglichen wir, dass Inzwischen ist aber die Vorlage über die Weiterführung der
auch unser Land bei der anlaufenden und kommerziellen humanitären Hilfe während der Herbstsession 1981 im
Phase der europäischen Trägerrakete Ariane mitmachen Nationalrat und während der Wintersession 1981 im Stände-
kann, was für unser Land und für die schweizerische Indu- rat angenommen worden. Damit hat die Schweiz seit
strie von grosser Bedeutung ist. Beginn dieses Jahres wiederum die Möglichkeit, genü-
gende Zuteilungen von schweizerischen Milchprodukten
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen vorzunehmen.
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Dem Anliegen der Petitionäre wird somit entsprochen.
Antrag der Kommission
Gesamtberatung - Traitement global du projet
Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu
Titel und Ingress, Art. 1 und 2 nehmen, ihr aber keine weitere Folge zu leisten.
Titre et préambule, art. 1 et 2
Proposition de la commission
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble La commission propose de prendre acte de la pétition, mais
Für Annahme des Beschlussentwurfes 30 Stimmen de ne pas lui donner suite.
(Einstimmigkeit)
Präsident: Die Kommission für auswärtige Angelegenhei-
An den Nationalrat - Au Conseil national ten, die das Geschäft vorberaten hat, hat uns einen schriftli-
chen Bericht unterbreitet. Der Kommissionspräsident ver-
17. März 1982 159 Postulat Bauer
ziehtet auf mündliche Ergänzungen. Aus der Mitte des céder à la résignation, que notre pays s'engage avec plus
Rates wird das Wort nicht verlangt. - Sie haben gemäss de dynamisme, d'audace et de générosité en faveur de la
Kommissionsantrag beschlossen. paix.
En ce moment même des pourparlers sur le désarmement
ont lieu à Genève entre représentants des USA et de
l'URSS. Ils se poursuivront l'an prochain au niveau ministé-
riel.
#ST# 81.918 Le Conseil fédéral est prié d'étudier
Postulat Bauer 1. Les propositions du professeur Gasteyger et du colo-
nel-divisionnaire Däniker;
Abrüstungsverhandlungen. Beitrag der Schweiz
2. Les moyens d'intensifier sa politique des bons offices au
Pourparlers de Genève sur le désarmement. service de la paix; l'un de ces moyens, et probablement le
Contribution suisse plus urgent, étant de proposer les services de la Suisse
pour contrôler de part et d'autre la limitation de l'armement,
ainsi que le propose le divisionnaire Däniker.
Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1981 Mme Bauer: Les marches en faveur de la paix, qui dans
Mehrere Persönlichkeiten unseres Landes haben von toute l'Europe et dans notre pays même ont réuni des
neuem mit Nachdruck den selbstmörderischen Unsinn des dizaines, des centaines de milliers de manifestants, témoi-
Wettrüstens verurteilt und darauf hingewiesen, dass der gnent incontestablement de la peur, de l'insécurité pro-
Menschheit durch die überdimensionierten atomaren Waf- fonde qui étreignent le monde contemporain devant l'esca-
fenarsenale die totale Zerstörung droht. lade de l'armement, la prolifération de la bombe atomique et
Es wird namentlich auf die Artikelreihe verwiesen, die le développement des moyens de destruction de masses,
Prof. Gasteyger (Institut des Hautes études internationales, qui permettent désormais à l'humanité de se détruire entiè-
Genf; Internationales Institut für strategische Studien, Lon- rement.
don) vom 7. bis 10. Dezember im «Journal de Genève» ver- Les unes après les autres, les conférences en faveur du
öffentlicht hat, den letzten davon unter dem Titel «Denken désarmement se soldent par un échec et les Etats n'arri-
wir nach vor dem Holocaust», und auf die von Oberstdivisio- vent pas à se mettre d'accord pour interdire, pour proscrire
när Gustav Däniker im November in der «NZZ» veröffent- les moyens de destruction de masses tels que les armes
lichte Studie «Friedenssicherung erfordert glaubwürdige atomiques et chimiques qui frapperaient lourdement les
Leistung». populations civiles. Le message accompagnant la conven-
Däniker stellt fest, dass im Rahmen einer doppelten Überle- tion que nous avons votée tout à l'heure le souligne abon-
bensstrategie unsere rein militärische Landesverteidigung damment.
und unsere diplomatischen Friedensbemühungen sich En tant que Parlement, en tant que Gouvernement de ce
ergänzen müssen. pays, nous ne pouvons ignorer cette inquiétude. Je consi-
Diese Vorschläge stimmen mit den immer häufiger ausge- dère, pour ma part, qu'il est de notre devoir de répondre
drückten Wünschen überein, wonach unser Land, statt zu aux interrogations angoissées de nos concitoyens, de leur
resignieren, sich mit mehr Dynamik, Mut und Grosszügig- faire savoir que nous partageons leurs craintes et de les
keit für den Frieden einsetzen soll. assurer de notre soutien.
Gegenwärtig verhandeln die USA und die Sowjetunion in Plutôt que de se voiler la face, plutôt que de céder à la rési-
Genf über Abrüstung. Die Verhandlungen werden nächstes gnation ou de condamner indistinctement tous ceux qui
Jahr auf Ministerebene weitergeführt. manifestent, plusieurs personnalités de premier plan dans
notre pays, lucidement, courageusement, ont évoqué au
Der Bundesrat wird gebeten, cours des derniers mois les réponses possibles et l'attitude
1. die Vorschläge von Prof. Gasteyger und Oberstdivisionär à adopter. Permettez-moi de mentionner quelques-unes de
Däniker zu prüfen; ces interventions parmi les plus marquantes.
2. abzuklären, welche Möglichkeiten bestehen, zur Siche- A la fin de l'an dernier,, le professeur Kurt Gasteyger, direc-
rung des Friedens die Politik der guten Dienste zu verstär- teur du Séminaire d'études stratégiques de l'Institut univer-
ken. Ein Mittel, wahrscheinlich das dringlichste, bestünde sitaire des hautes études internationales, à Genève, et
darin, die Dienste der Schweiz zur Kontrolle der Rüstungs- membre de l'Institut international d'études stratégiques de
begrenzung auf beiden Seiten anzubieten, so wie Divisionär Londres, publiait dans le Journal de Genève une série de
Däniker es vorschlägt. quatre articles sur la course aux armements. Le dernier
s'intitule «Et si l'on réfléchissait avant l'holocauste?» Après
Texte du postulat du 17 décembre 1981 avoir rappelé les plans d'armement gigantesques et les
Plusieurs personnalités de notre pays ont à nouveau arsenaux surdimensionnés, il affirme que tout doit être
dénoncé avec force ces derniers jours la folie suicidaire entrepris pour mettre un terme à la course aux armements
que constituent la course aux armements et la menace de et pour s'interroger sur les limites de cet effort. Il en appelle
destruction totale que font courir à l'humanité des arsenaux à une réflexion collective et pose, pour conclure, la ques-
atomiques surdimensionnés. tion suivante; «La fuite en avant fut jusqu'ici la voie la plus
Nous nous référons notamment aux articles parus dans le confortable. Ne serait-ce pas faire preuve de plus de cou-
Journal de Genève du 7 au 10 décembre sous la plume du rage que de commencer à s'engager à désarmer?»
professeur Curt Gasteyger, de l'Institut des Hautes études A cette même époque, la Société suisse des officiers a
internationales (IHEI) et de l'institut International d'études publié ses douze thèses concernant la paix. Après avoir
stratégiques de Londres (IISS), dont le dernier s'intitule rappelé que, en tant qu'Etat neutre, la Suisse a le devoir, à
«Réfléchissons un peu avant l'holocauste», ainsi qu'à l'égard de la communauté internationale, de défendre son
l'étude publiée à mi-novembre dans la NZZ, intitulée «Frie- territoire de manière crédible, la Société suisse des officiers
denssicherung erfordert glaubwürdige Leistung», dont affirme: «La Suisse doit développer son action de bons
l'auteur est le colonel-divisionnaire Gustav Däniker. offices sur le plan politique en vue d'atteindre à un désar-
Ce dernier affirme que, dans le cadre d'une double straté- mement général, à un contrôle du désarmement et à.la mise
gie de survie, il est indispensable que se complètent et en place de moyens efficaces sur le plan international per-
notre défense purement militaire et les initiatives de notre mettant de résoudre les crises sans violence.
diplomatie en faveur de la paix. Favoriser, d'une part, la paix par l'aide au développement et
Ces propos concordent avec les vœux exprimés de plus en par la solidarité avec les nations les plus pauvres du globe,
plus fréquemment, selon lesquels il importe, plutôt que de et vouloir, d'autre part, assurer la paix ne sont pas deux
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Petition Burger Christine, Genf. Humanitäre Hilfe
Pétition Burger Christine, Genève Aide humanitaire
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1982
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 81.266
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.03.1982 - 08:50
Date
Data
Seite 158-159
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Ref. No 20 010 457
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