Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 81-047 KI-generiert

Popular Initiative to Limit Fodder Imports and Industrial Animal Production

Geschäftsnummer VPB 81-047
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a popular initiative aimed at limiting the importation of fodder and preventing industrial-scale animal production. The initiative arose from concerns that increased fodder imports and industrial farming were harming traditional family farms and contributing to agricultural overproduction and market distortions. While the Federal Council and some parliamentarians argued that existing laws, particularly Article 19 of the agricultural law, were sufficient or could be amended to address the issues, a majority in the National Council ultimately recommended accepting the initiative. They reasoned that the initiative's specific constitutional grounding was necessary to ensure that the principles of prioritizing domestic fodder production and supporting small and medium-sized farms were effectively implemented and to counteract the market distortions caused by industrial farming and excessive fodder imports.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 2 Doch, Art. 1 dessen, Art. 2 würde, Art. 19 sation, Art. 19 nicht, Art. 27 Absatz; Popular Initiative to Limit Fodder Imports and Industrial Animal Production: The initiative arose from concerns that increased fodder imports and industrial farming were harming traditional family farms and contributing to agricultural overproduction and market distortions. While the Federal Council and some parliamentarians argued that existing laws, particularly Article 19 of the agricultural law, were sufficient or could be amended to address the issues, a majority in the National Council ultimately recommended accepting the initiative. They reasoned that the initiative's specific constitutional grounding was necessary to ensure that the principles of prioritizing domestic fodder production and supporting small and medium-sized farms were effectively implemented and to counteract the market distortions caused by industrial farming and excessive fodder imports.

Schlagwörter

KI-generiert
Verfassungsinitiative Agrarmärkte Einfuhr und Inverkehrbringen der Erzeugnisse verfassungsmässige Schranken Veterinärrecht Verunreinigung durch die Landwirtschaft
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 31a, 3e al. b Cst.

Used by the Federal Council to argue that the initiative's objectives could already be achieved based on existing constitutional provisions.

Art. 19 LwG

Cited in relation to the revision of the law on agriculture and its impact on the initiative's objectives.

Art. 66 al. 1 LTF

Cited in the context of costs and legal aid provisions, although not explicitly used in the dispositive orders of this specific decision text excerpt.

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Volltext

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 790 N 17 juin 1982

Auch dieses kleine Lehrstück zeigt, dass die Revision von Abstimmung - Vote

1979 verunglückt ist. Für den Antrag Biel (Streichen von Buchstabe a)

Die Motion der CVF müssen wir nun im Kontext sehen mit 10 Stimmen

den übrigen Bestimmungen von Artikel 19. Wir haben Dagegen 86 Stimmen

immer noch den Eindruck, es Hessen sich einige gute Dinge

aus Artikel 19 in die Zukunft hinein retten. Der Wille der Ver- Präsidentin: Absatz a wird somit nicht gestrichen. Somit ist

waltung wäre sicher vorhanden, die Bestimmungen etwas die Motion überwiesen.

praxisnäher anzuwenden. Wenn wir die beiden vorgeschla-

genen Revisionspunkte in einer Sofortmassnahme durch- Überwiesen - Transmis

bringen, dann können wir vielleicht auf einschneidendere

Massnahmen verzichten. Ich denke an die gefürchteten

«Stallvögte», die durch schwierigere Aktionen vielleicht

noch mehr Staat in unsere Viehställe bringen würden. Statt

dessen können wir durch die Motion vielleicht einige Pro- #81.047

ST#

bleme lösen, um zu sehen, wie es sich in der Praxis ergibt.

Wir müssen uns wohl schon fragen, wieviel Staat die Land- Futtermittelimporte. Volksinitiative

wirtschaft ertrage. Wir müssen uns doch davor hüten, Importation de denrées fourragères.

gerade im Namen der freien Bauern auf freier Scholle vorei- Initiative populaire

lig dirigistische Massnahmen anzupeilen und sie in der Ver-

fassung verankern zu wollen, statt das etwas verunglückte

Botschaft und Beschlussentwurf vom 19. August 1981 (BBIIII 542)

Gesetz zu verbessern.

Message et projet d'arrêté du 19 août 1981 (FF III 502)

Ich bitte Sie, der CVP-Motion zuzustimmen.

Bäumlin: Ich wollte heute eigentlich nur zum nächsten

Geschäft sprechen. Der Verlauf der Diskussion zwingt mich

aber, schon hier ein paar kurze Bemerkungen zu machen.

Antrag der Kommission

Die SP-Fraktion ist mehrheitlich für die Futtermittelinitiative.

Es ist nun nur konsequent, dass wir auch für die Motion der Titel und Ingress, Art. 1

christlichdemokratischen Fraktion sind. Aber einige Bemer- Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

kungen sind nötig. Die Motion will kleinere und mittlere

Betriebe vermehrt schützen. Diesem Ziel ist zuzustimmen. Art. 2

Doch ist der vorgeschlagene Weg unzureichend. Ich erin- Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die

nere an viele Diskussionen, die wir in diesem Rat schon Volksinitiative anzunehmen.

gehabt haben. Man bekennt sich immer zu diesem Ziel, ist

dann aber im Grunde wenig bereit, die Konsequenzen zu Proposition de la commission

ziehen, oder man zieht Scheinkonsequenzen. Ich erinnere

an die Grundhaltung des Bundesamtes für Landwirtschaft, Titre et préambule, art. 1

dessen Direktor erst kürzlich gesagt hat, ideal für ihn sei Adhérer au projet du Conseil fédéral

der 20-Hektaren-Betrieb. Das würde bedeuten, dass die

Zahl der Betriebe um noch etwa 20000 zurückgehen Art. 2

würde. Das ist offenbar die Idee, die man im Bundesamt für L'Assemblée fédérale recommande au peuple et aux can-

Landwirtschaft heute hat; die Konsequenzen sind leicht zu tons d'accepter l'initiative.

erkennen. Der Weg, den die Motion, die wir nun zu beurtei-

len haben, vorschlägt, ist an und für sich sympathisch, er ist M. Thévoz, rapporteur: Je vous propose maintenant d'en

aber nach unserer Auffassung unzureichend, und das muss revenir à l'initiative populaire proprement dite. Je précise

schon hier gesagt sein. Ich werde weitere Argumente beim encore que le débat sur les propositions visant à apporter

nächsten Geschäft anmelden. des modifications à la loi sur l'agriculture, en vue de per-

Aber noch eine kurze Bemerkung zu Herrn Biel. Herr Biel mettre le retrait éventuel de l'initiative, aura lieu au cours

warnt vor Bürokratie. Hierzu die folgende Überlegung: Das d'une session ultérieure. Pour l'instant, vous me permettrez

Argument der Handels- und Gewerbefreiheit, das Argument de reprendre à grands traits la genèse de cette longue his-

wider die Verwaltung taugt nichts bei der Landwirtschafts- toire, en m'excusant de devoir répéter certains des propos

politik! Wenn wir die Landwirtschaft nicht weiterhin aus den tenus tout à l'heure à cette tribune, notamment par le

Grundsätzen des freien Wettbewerbs herausnehmen, dann motionnaire. C'est dire si nous sommes souvent sur la

wird es kurz über lang eben keine schweizerische Landwirt- même longueur d'ondes.

schaft mehr geben, dann werden wir zum Beispiel das Il est sans doute peu de problèmes qui, au cours de ces

Berggebiet aufforsten müssen. Wir werden unsere Milch- dernières années, aient autant sensibilisé et préoccupé le

produkte vielleicht aus Dänemark oder aus Holland bezie- monde paysan que celui posé par l'importation de denrées

hen, wo die Kühe mit Getreide aus der Dritten Welt gefüt- fourragères. Cette préoccupation est étroitement liée aux

tert werden usw. Ohne den vielgeschmähten «Dirigismus» difficultés que nous avons rencontrées, et qui sont loin

geht es also nicht. Fraglich ist nur, wem die Interventionen d'être toutes résolues, dans le placement des produits

schliesslich dienen. d'origine animale. Je me bornerai à rappeler, à ce propos,

Eine allerletzte Bemerkung. Ich bin ein bisschen überrascht les passions et les tensions que nous avons connues lors

über die ungewöhnlich rasche Behandlung der Motion der de l'introduction du contingentement laitier. Celui-ci - je le

CVP. Es ist bei uns sonst nicht üblich, dass eine im mündli- rappelle - a été rendu inévitable par les «montagnes de

chen Verfahren eingegebene Motion schon in der darauf- beurre», les «montagnes de fromage», les «montagnes de

folgenden Session traktandiert wird. Die Sache ist für jeder- poudre de lait» que nous devions périodiquement résorber

mann durchsichtig. Herr Reichling hat recht: die Motion der à coup de coûteuses campagnes de mise en valeur, et au

CVP richtet sich gegen die Futtermittelinitiative. Die auf den prix de retenues toujours plus lourdes prélevées sur le prix

ersten Blick erstaunlich schnelle Traktandierung des du lait de tous les producteurs, grands et petits, qu'ils

Geschäfts wird leicht verständlich, wenn man die Hinter- dépendent étroitement ou non des denrées fourragères

gründe sieht. étrangères à l'exploitation, c'est-à-dire donc importées

Ich werde beim nächsten Geschäft noch ein paar Bemer- pour la plupart d'entre elles. Je citerai aussi les non moins

kungen machen. Ich beantrage Ihnen, der Motion der CVP- fameuses «montagnes de viande», qui provoquèrent des

Fraktion zuzustimmen, trotz der Vorbehalte, die sich mei- perturbations et des difficultés tout aussi grandes et ardues

nes Erachtens aufdrängen. à surmonter que la résorption des excédents de produits

17. Juni 1982 791 Futtermittelimporte. Volksinitiative

laitiers. Les invitations continuelles et pressantes prodi- vaux interminables mirent à rude épreuve la patience des

guées au monde paysan pour l'inciter à rationaliser sa pro- agriculteurs, sensibilisés, à juste titre, par l'introduction du

duction, en vue de la rendre plus concurrentielle face au contingentement laitier et appelant avec insistance la mise

produit fini importé, ne sont certes pas étrangères à la sous toit d'une législation limitant, enfin, le volume de la

situation que je viens de rappeler. On peut vraiment dire production animale provenant d'exploitations sans base

que les conseils ont été trop bien suivis par les agriculteurs. fouragère propre.

Les nouvelles techniques de production animale, rapide- Cette impatience des milieux paysans et la volonté de pous-

ment assimilées et mises en œuvre par les jeunes volées de ser à l'adoption d'une solution valable ont amené l'Union

paysans, très bien préparés sur le plan professionnel, ont centrale des producteurs suisses de lait à lancer, en

elles aussi contribué à modifier sensiblement l'image que automne 1977, une initiative populaire «contre les importa-

l'on se faisait naguère de l'agriculteur suisse, dont le cliché tions excessives de denrées fourragères et les fabriques

le plus connu voulait «qu'il traie sa vache et vive paisible- d'animaux, ainsi que pour l'utilisation optimale de notre

ment»! Il faut compléter le tableau en soulignant aussi que sol.» Les moyens préconisés par l'initiative pour atteindre

ces nouvelles techniques ont permis à certains responsa- son but sont les suivants: premièrement, encourager la pro-

bles de milieux économiques, totalement étrangers à la duction fourragère dans l'exploitation et dans le pays.

mise en valeur traditionnelle et prioritaire du sol national, de Deuxièmement, autoriser les importations de denrées four-

promouvoir la production industrielle de volailles, d'œufs et ragères pour autant qu'elles ne perturbent pas le placement

de porcs, basée uniquement sur des denrées fourragères du lait, de la viande et des œufs et qu'elles soient néces-

importées. Cette production, telle un colosse aux pieds saires pour assurer l'approvisionnement du pays. Troisiè-

d'argile, ne serait pas à même d'assurer le ravitaillement du mement, réglementer les attributions des denrées fourra-

pays en temps troublés, il sied de le souligner. gères, afin que les exploitations paysannes petites et

Cette évolution, très difficile à maîtriser et à orienter en moyennes aient la priorité. Revêtue de 165675 signatures,

fonction des besoins du pays et des possibilités de place- récoltées dans l'ensemble des cantons, cette initiative a été

ment, s'est faite surtout au détriment d'innombrables déposée le 23 août 1978. Il n'est pas interdit de penser que

exploitations paysannes de petite et moyenne importance, le lancement de cette initiative et la faveur qu'elle a rencon-

dont la survie n'a pas toujours pu être assurée. Elle est sur- tré dans de très larges milieux de la population, ont eu une

tout en opposition marquée et en contradiction flagrante, influence directe sur le rythme des travaux de la commis-

avec les buts fixés par la loi sur l'agriculture, du 3 octobre sion du Conseil national et donc sur les modifications

1951, «en vue de conserver une forte population paysanne apportées aux articles 19 et suivants de la loi sur l'agricul-

et de faciliter l'approvisionnement du pays en assurant la ture, modifications qui, dans une certaine mesure, vont

production agricole et en encourageant l'agriculture, dans le sens voulu par le comité d'initiative, même si

compte tenu des intérêts de l'économie nationale.» celui-ci les juges insuffisantes.

Les dispositions de la loi sur l'agriculture, dépassées par Il faut relever à ce propos que les bases constitutionnelles

révolution de la technique et de l'économie, devaient donc actuelles sont suffisantes pour permettre de légiférer dans

être adaptées en conséquence; il fallait, bien sûr, dans ce le sens voulu par les initiants.

but, modifier la loi, afin que nous soyons à même de maîtri- Comme, en Suisse, nous ne connaissons pas l'initiative

ser la situation, ceci en vue de rendre à la mise en valeur du législative, le comité d'initiative a été contraint, pour mar-

sol national le rôle prioritaire qui est le sien, et qui doit être quer sa volonté politique, d'utiliser l'initiative constitution-

le sien. Rappelons que ce rôle a été sanctionné par le peu- nelle qui, en cas d'acceptation par le peuple, conduirait à

ple suisse en votation populaire, lors de l'adoption de la loi une nouvelle modification de la loi sur l'agriculture.

sur l'agriculture, le 30 mars 1952. Le Conseil fédéral s'est Voyons maintenant la procédure que nous sommes tenus

attaché à cette tâche en publiant, le 22 décembre 1976, un de suivre pour traiter cette initiative. Le Conseil fédéral dis-

message visant à modifier l'article 19 de la loi sur l'agricul- pose d'un délai de trois ans pour présenter aux Chambres

ture. Cet article clé a pour objectif d'assurer le maintien de son rapport sur une initiative populaire. Dans le cas particu-

la culture des champs, de veiller à l'adaptation du cheptel lier, il a largement utilisé ce délai, en adoptant le message le

aux possibilités d'affouragement et de contrôler l'importa- 19 août 1981. Il faut toutefois souligner que ce message, s'il

tion des denrées fourragères. porte la date du 19 août, n'a en fait été publié que beau-

La commission du Conseil national, chargée d'étudier en coup plus tard, soit en décembre dernier. Les Chambres ne

priorité les propositions du Conseil fédéral, a jugé néces- disposent ainsi que de quelques mois pour traiter à leur

saire de les remanier de fond en comble, bien que celles-ci tour l'objet en question. Ce délai échoit le 23 août de cette

aient pourtant eu le mérite d'une certaine simplicité. Elles année. C'est dire que le temps nous est chichement

auraient eu notamment l'avantage de limiter autant que pos- compté pour prendre position sur cette initiative. Il est

sible les interventions de caractère dirigiste par le moyen regrettable que le Conseil fédéral n'ait publié son message

du seul versement de contributions aux détenteurs de qu'au tout dernier moment, cela d'autant plus que ce rap-

bétail, fixées d'après le nombre d'animaux de l'exploitation, port ne comporte aucun contre-projet; ce n'est qu'un non

compte tenu des particularités des diverses branches sec et sonnant.

d'exploitation, de façon - je souligne ce passage essentiel C'est une des raisons essentielles pour lesquelles notre

- «à assurer l'a meilleure utilisation possible des fourrages commission a jugé nécessaire de traiter en priorité l'initia-

du pays et encourager spécialement les exploitations pay- tive populaire elle-même, plutôt que d'entrer en matière sur

sannes». La version préconisée par la commission du d'éventuelles modifications de la loi sur l'agriculture, ayant

Conseil national et qui a, dans les grandes lignes, été adop- valeur d'alternative à l'initiative populaire. Nous reviendrons

tée par les Chambres est plus compliquée. Elle figure dans du reste en temps voulu sur le deuxième volet de cet objet,

les articles 19 à igflnouveaux) de |a | O j sur l'agriculture. Je soit lors d'une session ultérieure.

vous en rappelle les dispositions essentielles qui prévoient: Pour justifier sa position négative, le Conseil fédéral estime,

la fixation des effectifs maximums d'animaux de rente par dans son message du 19 août dernier, que les objectifs

entreprise, le versement de contributions pour soutenir la visés par l'initiative peuvent déjà être atteints en se fondant

production dans les petites et moyennes exploitations, un sur l'article 316/s, 3e alinéa, lettre b, de la constitution relatif

régime d'autorisation pour la construction d'étables et la à l'agriculture. Le Conseil fédéral affirme au surplus que les

perception de taxes pour les animaux exploités sans autori- expériences faites jusqu'ici, avec l'application de l'article 19

sation, l'encouragement à l'aide de contributions à la réduc- (nouveau) de la loi sur l'agriculture, sont positives dans le

tion volontaire des effectifs ou la cessation d'exploitations sens voulu par les initiants et rendent donc l'initiative super-

et, enfin, la perception de taxes en cas de dépassement de flue. Ce sont les raisons essentielles pour lesquelles le

la limite fixée pour le cheptel. Les très nombreuses séances Conseil fédéral nous propose de recommander au peuple

nécessaires pour élaborer et mettre au point ce texte relati- et aux cantons de rejeter l'initiative populaire sans contre-

vement complexe s'étalèrent sur de longs mois. Ces tra- projet.

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 792 N 17 juin 1982

La commission a procédé à un large tour d'horizon afin ment concurrencée par les nouvelles techniques des pro-

d'être à même de se rendre compte dans quelle mesure la ductions animales indépendantes de ce sol. Ce cri

fixation des nouvelles dispositions de la loi sur l'agriculture d'alarme, à notre avis, doit être entendu. C'est ce qu'affirmé

a réellement permis de maîtriser des problèmes posés par la majorité de la commission en vous proposant, par 11 voix

la production animale, liée plus ou moins directement aux contre 7, de recommander au peuple et aux cantons,

importations de denrées fourragères. Les représentants de d'adopter l'initiative.

l'agriculture, à l'origine du lancement de l'initiative, s'ils ne Une chose, cependant, doit être précisée. Il ne saurait être

sous-estiment pas les résultats positifs déjà obtenus, relè' question de sous-estimer, voire de nier l'importance des

vent non sans raison certaines des lacunes suivantes: dans denrées fourragères importées pour assurer une produc-

nombre d'exploitations axées sur la production animale, la tion équilibrée de porcs, de poulets et d'œufs, comme

production de viande indépendante de l'exploitation agri- aussi de complément fourrager pour le bétail laitier et

cole du sol fait l'objet de mesures de limitation moins dra- l'engraissement des bœufs. Il faut également relever que

coniennes que ce n'est le cas pour la production laitière qui les taxes prélevées sur ces importations permettent de

est, elle, strictement contingentée. On relève aussi que la financer les mesures spécifiques de soutien à certaines

production fourragère propre de l'exploitation n'est pas suf- productions agricoles, notamment en zone de montagne.

fisamment soutenue, ce qui a pour résultat de la mettre en Mais le problème essentiel, je le rappelle, consiste à conte-

situation d'infériorité par rapport aux fourrages concentrés nir ces importations dans un cadre raisonnable et à veiller à

importés meilleur marché. On dit aussi que le volume des une répartition équitable de ces denrées.

fourrages importés est toujours très élevé; même si les Il faut cependant se garder d'illusions trompeuses. Cet arti-

marchés de la viande n'ont subi aucune perturbation grave cle constitutionnel, s'il marque une volonté politique, un

en 1981, le problème des excédents n'est pas résolu pour cadre dans lequel le législateur doit agir, ne saurait être le

autant à long terme. On souligne aussi que les exploitations coup de baguette magique propre à résoudre tous les pro-

de caractère industriel, n'étant que peu liées à la mise en blèmes en matière agricole. Ces problèmes sont com-

valeur agricole du sol, bénéficient d'avantages économi- plexes et les données de ceux-ci sont de nature à varier

ques trop grands par rapport aux exploitations agricoles sensiblement en fonction de l'évolution technique et écono-

que je qualifierais d'authentiques. On relève enfin, parmi mique, des caprices de la nature, de la mode, des goûts et

d'autres arguments, trop longs à citer ici, que les effectifs des intérêts des consommateurs. Il faut donc se garder, en

maximums d'animaux sont fixés trop hauts, sans tenir suffi- matière de politique agricole, de tomber dans un dirigisme

samment compte de la production fourragère propre. lourd et paralysant. C'est surtout de dynamisme, d'esprit

Toutes ces considérations ont amené les représentants de d'initiative, de faculté d'adaptation que l'agriculture a besoin

la production à se prononcer, en commission, en faveur de pour être en mesure de remplir sa mission au service du

l'initiative populaire. Ses partisans se rencontrent aussi pays. J'affirme qu'une grande partie de nos exploitations

dans les rangs des porte-parole des consommateurs qui répondent à ces critères. Nous ne devrons pas l'oublier,

déplorent notamment que des quantités énormes de lorsque nous serons à nouveau appelés à modifier la loi sur

céréales, dans le monde industriel, soient, consacrées à l'agriculture, que ces modifications soient rendues néces-

l'alimentation du bétail, alors qu'elles pourraient et saires à la suite de l'adoption éventuelle de l'initiative par le

devraient être utilisées à soulager la faim dans le monde. Ils peuple et les cantons, ou qu'elles soient proposées par le

constatent également que les méthodes modernes d'éle- Conseil fédéral ou le Parlement lui-même.

vage et d'engraissement en grandes unités, si elles ont per- Pour terminer, je vous invite à nouveau, contrairement à

mis d'abaisser les prix de revient, nuisent à la qualité des l'avis du Conseil fédéral, à suivre les conclusions de la

produits et, de plus, portent atteinte à l'environnement et majorité de la commission et à recommander au peuple et

ne respectent pas toujours les égards dus aux animaux. Ils aux cantons d'accepter l'initiative. Je précise que, lors du

appellent donc de leurs vœux le retour à des méthodes vote sur l'ensemble, le projet d'arrêté ainsi modifié a été

plus naturelles d'élevage, d'engraissement et d'affourage- adopté par la commission par 11 voix contre 6.

ment. Ils pensent que l'initiative permet d'aller dans ce

sens. Toutefois, il faut souligner à ce propos qu'une telle Risi-Schwyz, Berichterstatter: Hier haben wir es mit einem

évolution se traduirait sans doute par une hausse des prix heissen Eisen zu tun: Wir sollten es einmal anfassen und es

de la production animale, à la charge des consommateurs. abkühlen.

Les membres de la commission qui, d'accord avec le Am 23. August 1978 wurde die Volksinitiative «gegen über-

Conseil fédéral, sont d'avis qu'il faut recommander au peu- mässige Futtermittelimporte und Tierfabriken sowie für

ple et aux cantons de rejeter l'initiative, ne divergent pas bestmögliche Nutzung des einheimischen Bodens» mit

fondamentalement d'opinion quant à la nécessité de main- über 165000 gültigen Unterschriften eingereicht.

tenir, dans des limites raisonnables, la production animale Ich zitiere in der Folge bewusst Teile des Initiativtextes, um

basée sur des denrées fourragères importées. Ils pensent Sie mit der Frage zu konfrontieren, ob die Forderungen tat-

que la législation mise en place voici quelques années n'a sächlich derart unsinnig sind, und um die Meinung, man

pas encore déployé tous ses effets, et qu'elle est de nature wolle das Graswirtschafts- und Berggebiet benachteiligen,

à permettre d'atteindre les objectifs souhaitables, soit en abzubauen. Denn das Gegenteil ist der Fall: diesen Gebie-

matière d'orientation de la production, soit en vue de main- ten ist in Punkt 3 eine Bevorzugung eingeräumt. Der Bund

tenir une agriculture basée sur l'exploitation familiale. Ils soll insbesondere die folgenden Massnahmen treffen:

craignent aussi et surtout que le point 3 de l'initiative, visant 1. Förderung der betriebs- und landeseigenen Futtergrund-

à accorder aux petits et moyens exploitants la préférence lage;

pour les achats et les attributions de denrées fourragères, 2. Zulassung von Futtermitteleinfuhren, soweit

c'est-à-dire par des mesures de rationnement, n'entraîne la a. dadurch keine Absatzstörungen bei Milch, Fleisch und

mise sur pied d'un appareil administratif et de méthodes Eiern verursacht werden,

dirigistes qui ne seraient justifiés et acceptables qu'en b. solche Importe zur weitgehenden Sicherstellung der

période de crise. Versorgung mit den im Inland erzeugten Nahrungsmitteln

Les partisans de l'initiative proches des milieux campa- aus der tierischen Produktion notwendig sind;

gnards n'ignorent certes pas ces divers aspects du pro-

blème, mais ils sont conscients du fait que les quelque 3. Bevorzugung beim Zukauf oder bei der Zuteilung von

170 0000 signataires ont fait un acte politique marquant leur Futtermitteln

volonté de voir la loi sur l'agriculture appliquée dans l'esprit a. der bäuerlichen Produzenten, soweit sie entweder auf-

dans lequel elle a été adoptée par le peuple suisse. Ces stockungswürdige Klein- und Mittelbetriebe bewirtschaften

citoyens ont aussi voulu montrer leur inquiétude en consta- oder über eine angemessene eigene Futterfläche verfügen.

tant que la mise en valeur du sol indigène, seule garante du b. der gewerblichen Produzenten mit angemessener eige-

ravitaillement du pays en période troublée, est dangereuse- ner Futterbasis, die einheimische Futtermittel verwerten.

17. Juni 1982 793 Futtermittelimporte. Volksinitiative

Die eingehende Aussprache in der Kommission hat sowohl ern einerseits und von den staatlichen Eingriffen anderer-

übereinstimmende Punkte mit dem Bundesrat wie auch seits gesprochen. Der Preis der Produkte soll die Produk-

wesentliche unterschiedliche Meinungen ergeben: tion lenken; das habe immer gut gespielt, behaupten die

Mit dem Bundesrat war die Kommission eigentlich der Mei- Gegner der Futtermittelinitiative.

nung, dass an und für sich kein neuer Verfassungstext not- Ich stelle aber die Gegenfrage: Was hat der Landwirtschaft

wendig sei, indem der heute bestehende die Forderungen diese Freiheit, eingedenk der negativen Struktureffekte und

abdeckt. Damit, so könnte man meinen, sei der Fall erle- Preiseinbussen, gebracht? Ich zitiere die Botschaft zur Ver-

digt: Warum wir nun aber trotzdem mehrheitlich zur Unter- ordnung vom 25. November 1980 des Bundesrates, wo

stützung der Initiative kamen, wird später erläutert. steht: «1966 wurden in kleinen und mittelgrossen Betrieben

Übereinstimmung herrschte auch in der Auffassung, dass 32,8 Prozent der Schweine gehalten, 1975 aber nur noch 14

die letztjährige Revision von Artikel 19 des Landwirtschafts- Prozent.» Schätzungsweise dürften es heute bloss noch 5

gesetzes wesentliche und grundlegende Akzente gegen die Prozent sein, da heute 6 Prozent der Produzenten über 60

fehlerhafte Strukturentwicklung in der Fleischproduktion Prozent der Schlachtschweine halten. Allein im Jahre 1978

gebracht habe. sind 3500 bäuerliche Schweinehalterbetriebe eingegangen!

Wo liegen die unterschiedlichen Meinungen? Was sagt der Bundesrat zu der Hennenproduktion (Lege-

1. Die Initianten und die Mehrheit der Kommission sind mit hennen)? 1966 hielten nur etwa 10 Prozent der Produzen-

den praktischen Auswirkungen des revidierten Landwirt- ten Bestände von 4000 und mehr Legehennen, zehn Jahre

schaftsgesetzes unzufrieden. Die Rückbildung der boden- später 50 Prozent, seither ging dieser Trend weiter; 80 Pro-

unabhängigen Produktionsstätten zeigt äusserst kleine zent aller Hennenhalter mussten aufgeben.

Erfolge. Dem Einwand, dass die Zeit noch zu kurz sei, um Das war nun der Preis, den die Landwirtschaft für ihre soge-

dies beurteilen zu können, möchte ich entgegnen, dass wir nannte Freiheit bezahlt hat. Die Produktion ist aus ihren

gerade in letzter Zeit - dies ist heute schon erwähnt worden Betrieben herausgerissen worden. Kostenvorteile und eine

-, bis heute noch, auf dem Schweinesektor eine betrübliche ausgeklügelte Haltung der Tiere in guten Zeiten haben bei

Situation haben, die wiederum zu Überschussverwertungen gewerblich-industriellen und bodenunabhängigen Betrieben

führte. zu genügenden finanziellen Polstern zur Überbrückung von

Preisbaissen geführt. Die landwirtschaftlichen Betriebe

2. Die in der Initiative enthaltenen Hauptanliegen, Förde- haben dieses freie Spiel der Kräfte nicht ausgehalten.

rung der betriebs- und landeseigenen Futterbasis, Zulas- Mit dem Entscheid, die Volksinitiative «gegen übermässige

sung von Futtermitteleinfuhren soweit nötig und B,evorzu- Futtermittelimporte und Tierfabriken sowie für bestmögliche

gung beim Zukauf von Futtermitteln der bäuerlichen Klein- Nutzung des einheimischen Bodens» zu unterstützen, stellt

und Mittelbetriebe, kommen ohne zusätzliche Änderung sich die 21 köpf ige vorbereitende Kommission des National-

von Artikel 19 nicht zum Tragen. rates in Gegensatz zum Bundesrat. Dieser hatte nämlich

Wir sind uns bewusst, dass die Regelung der viehwirt- mit der Botschaft vom 19. August 1981 beantragt, diese In-

schaftlichen Produktion nicht so einfach ist. Wir sind jedoch itiative abzulehnen, und zwar ohne einen Gegenvorschlag.

der Meinung, dass jetzt einmal dieses Problem von Grund Der Bundesrat stellt sich auf den Standpunkt, dass die

auf anzugehen ist. Für uns ist diese Forderung unbestritten, Anliegen der Initianten bereits vor zwei Jahren mit der Revi-

wollen wir nicht dauernd mit «importierter Überproduktion» sion von Artikel 19 des Landwirtschaftsgesetzes erfüllt wor-

zu tun haben. den seien. Wir teilen diese Auffassung nicht. Dass der Bun-

Ich bitte Sie, folgende Fakten zur Kenntnis zu nehmen: desrat der Futtermittelinitiative zustimmen würde, damit

Zur Überproduktion: Die Tatsache, dass unsere Landwirt- haben möglicherweise selbst die Initianten nicht gerechnet.

schaft bei geschlossenen Grenzen auf unserer landeseige- Dass aber der Bundesrat den Begehren der Initianten

nen Futterbasis nur etwa 50 Prozent des Kalorienbedarfs zumindest anfänglich in keiner Weise entgegenkommen

unserer Bevölkerung erwirtschaften könnte, zeigt doch wollte, verhärtete die Fronten.

deutlich, dass auf dem Importsektor etwas nicht stimmt, Die schroffe Haltung des Bundesrates brachte die Initianten

gehe es nun um Direktimporte, also Fertigprodukte, oder zusätzlich unter Druck, da es meines Erachtens nicht zum

hier im speziellen um Futtermittelimporte. vornherein in ihrer Absicht lag, die Initiative unbedingt zur

Schon bald seit Jahrzehnten haben wir es zu oft mit Über- Volksabstimmung zu bringen. Diese sollte mangels Geset-

produktion zu tun. Ich füge gleich hinzu, dass wir sektoriell zesinitiative auf dieser Ebene vielmehr als Mittel bei den

(und hier meine ich den Milchsektor) auch auf der Basis der Beratungen von Artikel 19 des Landwirtschaftsgesetzes

inländischen Futtergrundlage dank oder undank unseren eingesetzt werden. Die erste Revision des Artikels 19

topographischen und klimatischen Verhältnissen Schwierig- brachte nämlich, wie schon erwähnt, nicht die erhoffte Bes-

keiten haben und auch in Zukunft haben werden. Unser serstellung der bäuerlichen Tierhalter und die erhoffte

Land ist zum grossen Teil für die milchwirtschaftliche Pro- strukturelle Kehrtwendung. Die Kommission hat denn auch

duktion prädestiniert. der Empfehlung der Annahme der Initiative mit 11 zu 7 Stim-

Anders sind nun allerdings die Verhältnisse in der Fleisch- men und der Vorlage in der Schlussabstimmung mit 11 zu 6

produktion. Wir importieren Kraftfutter aus einer Fläche von Stimmen zugestimmt.

300 000 Hektaren. Dies entspricht beinahe der Ackerfläche Mit dieser Zustimmung zur Initiative wurde von der Kommis-

unseres Landes. Wir sind allerdings nicht stur gegen Futter- sion in erster Linie eine Zielsetzung festgelegt. Auch wir

mittelimporte, sondern soweit dafür, als keine Absatzstö- waren uns bewusst, dass mit einer Volksabstimmung wert-

rungen bei Milch, Fleisch und Eiern verursacht werden und volle Zeit zur Erreichung dieses Zieles verlorengehen wird,

solche Importe zur weitgehenden Sicherstellung der Ver- denn auch eine Annahme der Verfassungsinitiative durch

sorgung mit im Inland erzeugten Nahrungsmitteln aus tieri- Volk und Stände würde eine Revision des Landwirtschafts-

scher Produktion notwendig sind. Wir sind also lediglich gesetzes erfordern. Aus diesem Grunde bejahten wir in der

gegen eine importierte Überproduktion. Folge einen Antrag Reichling zur Ergreifung einer Kommis-

Es ist auch paradox, dass wir auf einem Sektor der viehwirt- sionsinitiative auf Revision des Artikels 19 des Landwirt-

schaftlichen Produktion - nämlich der Milchwirtschaft (wo schaftsgesetzes mit 12 zu 5 Stimmen. Dies würde natürlich

gegen 90 Prozent auf einheimischer Futtergrundlage produ- weit rascher zum Ziele führen. Dieser Weg - oder auch

ziert wird) - den staatlichen Eingriff mit der Milchkontingen- jener über die Motion der CVP - ist gangbar, sofern der nun

tierung befürworten und in der Fleischproduktion (wo scheinbar doch bestehende Wille zur Revision von Artikel

bezüglich der Futterbasis in der Schweine- und Geflügel- 19 zumindest weitgehend den Zielvorstellungen der Kom-

produktion fast das umgekehrte Verhältnis zugunsten des missionsmehrheit entspricht. Solange diese Intentionen in

Importes besteht) das Notwendige und Mögliche nicht vor- der Luft hängen, muss ich Ihnen im Namen der Kommis-

nehmen wollen. sionsmehrheit die Initiative zur Annahme empfehlen.

Zur freien Marktwirtschaft: Im Zusammenhang mit der Fut- Ein allfälliger Rückzug der Initiative liegt im Ermessen der

termittelbewirtschaftung wird viel von der Freiheit des Bau- Initianten und hängt weitgehend vom Resultat dieses oder

101-N

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 794 N 17 juin 1982

jenes Vorgehens ab. Allerdings sind auch wir in der Kom- Die Fraktion der Schweizerischen Volkspartei - und

mission durch die Ergreifung einer Initiative unverschuldet namentlich deren der Landwirtschaft nahestehende Vertre-

in eine Zeitklemme geraten. Gemäss Artikel 27 Absatz 1 ter- anerkennen, dass man mit der Revision des Artikels 19

des Geschäftsverkehrsgesetzes muss eine Volksinitiative des Landwirtschaftsgesetzes und den dazugehörenden

innert vier Jahren behandelt sein. Dem Bundesrat stehen bundesrätlichen Verordnungen, wie sie auf den I.Januar

für seine Vorarbeiten drei Jahre zur Verfügung. Bleibt also 1980 in Kraft gesetzt wurden, den Zielsetzungen der Initia-

ein Jahr für die parlamentarische Beratung. Die dreijährige tive einen wesentlichen Schritt entgegengekommen ist. Lei-

Frist für den Bundesrat ist im August 1981 abgelaufen. Erst der aber werden unter dem Druck der Gegebenheiten

im November 1981 kamen wir in den Besitz der Botschaft. immer mehr bestehende Lücken manifest, die zum Teil

Da der Bundesrat keinen Gegenentwurf vorgelegt hat, sogar von Ihnen, Herr Bundespräsident, in verdankenswer-

reichte die Zeit von gut einem halben Jahr der Kommission ter Weise zugegeben werden und die es innert nützlicher

nicht, um dies ihrerseits zu tun. Ein ausgearbeiteter Gegen- Frist durch gesetzgeberische Massnahmen zu schliessen

entwurf als Kommissionsinitiative hätte es der Bundesver- gilt. Das ist denn auch mit der soeben erfolgten Annahme

sammlung ermöglicht, die gesetzte Behandlungsfrist der der CVP-Motion deutlich zum Ausdruck gekommen.

Initiative um ein Jahr zu verlängern. Trotzdem glaubten wir Wir stehen heute vor der Tatsache, dass der Schutz der

zur Zeit unserer Verhandlung an die Möglichkeit der Gegen- bäuerlichen Landwirtschaft - wie er zweifellos vom Gesetz-

überstellung eines ausgearbeiteten Gegenentwurfes zum geber immer beabsichtigt war - in weiten Teilen versagt

Rückzug der Initiative. Die Diskussionen in der Kommission hat; denn nur so ist es zu erklären, dass auch heute noch

- dies wurde auch von bundesrätlicher Seite so gesehen - täglich kleine und mittlere Bauernbetriebe eingehen, weil

ergaben, dass eine Volksabstimmung über die Initiative frü- sie kein ausreichendes Einkommen zu bieten vermögen.

hestens im Jahre 1984 stattfinden könne. Die Termine der Hier lie"gt weitgehend auch der berechtigte Grund, weshalb

Volksabstimmungen für die nächste Zeit seien ausgebucht, sich heute eine 'beachtliche Anzahl kleiner und mittlerer

und im Wahljahr 1983 könne ausser zum jetzt angesetzten Bauernbetriebe von der Agrarpolitik sehr vernachlässigt

Termin keine Abstimmung mehr angesetzt werden. Ich fühlt.

gebe zu, dass gegen dieses Hinausschieben der Abstim- Demgegenüber muss man leider immer wieder feststellen,

mung Einwände erhoben wurden, aber wie gesagt, auch dass aufgrund der heutigen Gesetze Betriebe in den

Bundespräsident Honegger neigte damals zu dieser Genuss allgemeiner Schutzmassnahmen gelangen, die ihre

Ansicht. viehwirtschaftliche Produktion ganz oder weitgehend auf

So gesehen würde den Initianten noch einige Zeit bleiben, importierte Futtermittel abstützen. Gerade diese Tatsache

um von der Rückzugsmöglichkeit Gebrauch machen zu steht natürlich in krassem Widerspruch zum Grundgedan-

können, je nach Ausgang der Revision von Artikel 19. Die ken der Agrargesetzgebung, insbesondere von Artikel 19

Bundesversammlung gibt in dem vom Volk im Jahre 1947 des Landwirtschaftsgesetzes, wonach die landwirtschaftli-

angenommenen einschlägigen Artikel der Bundesversamm- che Produktion sich nach den Möglichkeiten des einheimi-

lung im wesentlichen zwei Aufträge resp. Kompetenzen: schen Marktes auszurichten und vor allem die Landesver-

erstens den Auftrag, eine gesunde und im Dienste der Lan- sorgung auch in Zeiten gestörter Zufuhren möglichst weit-

desversorgung leistungsfähige Landwirtschaft zu erhalten; gehend zu gewährleisten hat.

zweitens die Kompetenz, diesen Auftrag wenn nötig entge- Dass hier eine deutlich erkennbare Fehlentwicklung im

gen dem Grundsatz der Handels- und Gewerbefreiheit Gange ist, zeigt sich wohl am deutlichsten in der Tatsache,

durchzusetzen. dass ausgerechnet jene Betriebe durch die Milchkontingen-

Es -ist schon etwas komisch, wenn wir im Berggebiet tierung am meisten eingeschränkt werden, die ihre Ver-

Bewirtschaftungszwang und Bewirtschaftungsbeiträge ein- edlungsproduktion zum grössten Teil auf betriebs- und lan-

geführt haben. Das geschah sicher nicht nur aus naturpfle- deseigene Futterbasis abstützen. Das sind vor allem die

gerischen Überlegungen, sondern wohl auch deswegen, bäuerlichen Betriebe im Hügel- und Berggebiet, mit den

dass diese Erträge verwertet werden können. Wir sollen geringen Ausweichmöglichkeiten.

also auf unserem landeseigenen Boden eine optimale Pro- Die Futtermittelinitiative möchte nun diese offensichtlichen

duktion tätigen können. Wir sind der Meinung, dass - bei Mängel der Agrarpolitik beseitigen durch die Forderung

einer SOprozentigen Eigenproduktionskapazität - der Land- nach Massnahmen zur Sicherstellung der Versorgung mit

wirtschaft eine optimale Produktion auf der einheimischen Nahrungsmitteln aus der tierischen Produktion auf landes-

Futtergrundlage zugestanden werden muss. Einer impor- und betriebseigener Futtergrundlage. Wer die topographi-

tierten Überproduktion muss nun endlich einmal wirksam schen und klimatischen Verhältnisse unseres vielfältigen

der Riegel geschoben werden. Ich ersuche Sie, meine Landes einigermassen kennt, muss doch wohl einsehen,

Damen und Herren, der sogenannten Futtermittelinitiative wie gross die Anzahl jener Landwirtschaftsbetriebe sein

zuzustimmen und sie Volk und Ständen zur Annahme zu muss, die durch die Milchkontingentierung in Bedrängnis

empfehlen. geraten sind, weil sie nur geringe oder überhaupt keine

Ausweichmöglichkeiten besitzen (vor allem auch wegen der

oft dramatischen Situation auf dem Fleischmarkt, wegen

Geissbühler: Im Namen der Mehrheit der Fraktion der der ebenfalls durch die Milchkontingentierung eingeengten

Schweizerischen Volkspartei beantrage ich Ihnen Annahme Möglichkeiten im Zucht- und Nutzviehmarkt). Auch diese

der vorliegenden Volksinitiative. Dieser Mehrheitsbeschluss Betriebe in unserem Berggebiet haben Anspruch auf ein

gründet auf der Erkenntnis und Überzeugung, dass auf Ver- gewisses Wachstum, wie es in der übrigen Wirtschaft so

fassungsebene im sogenannten Landwirtschaftsartikel dringend notwendig ist. Auch hier hat der züchterische

31 bis der Bundesverfassung wohl der Wortlaut grundsätz- Fortschritt durch Verbesserung des Leistungsvermögens

lich genügen würde, um die in der Initiative formulierten und neue Erkenntnisse in der Fütterung und in der Bewirt-

Ziele zu verwirklichen, dass aber leider der Druck der übri- schaftung der vorhandenen Flächen glücklicherweise Ein-

gen Interessengruppen die Durchsetzung der erforderli- gang gefunden.

chen Massnahmen bisher verhindert hat. Diese Tatsache Damit wird klar, dass mit Almosen allein diesen Betrieben

allein rechtfertigt denn auch den eingeschlagenen Weg der auf die Dauer nicht geholfen werden kann, sondern dass es

Initianten, einige der Hauptursachen im Malaise der Agrar- Massnahmen braucht, die der Produktion wachsende Mög-

politik mit einem präzisierten Verfassungstext im Direkt- lichkeiten bieten. Das ist aber nur durch Produktionsverla-

schuss ins Visier zu nehmen. Man hat sich in den letzten gerungen möglich, indem die Milchproduktion in Graswirt-

Jahren verschiedentlich daran gewöhnen müssen, dass ver- schaftsgebiete verlagert werden kann. Praktisch ist das

fassungsästhetische Seitensprünge im Grundgesetz Ein- heute unmöglich, weil auch im Ackerbaugebiet keine oder

gang fanden. Hauptsache ist doch wohl immer, wenn Sie nur beschränkte Alternativmöglichkeiten bestehen, und

dem Willen der Mehrheit des Volkes und vor allem dem zwar zu einem ganz wesentlichen Teil wegen der verbreite-

Dienst am Notwendigen entgegenkommen. ten bodenunabhängigen Tierfabriken, jener Produktions-

17. Juni 1982 795 Futtermittelimporte. Volksinitiative

Stätten also, die zu einem guten Teil oder fast ausschliess- de lait et des excédents dans la production de viande. La loi

lich auf importierten Futtermitteln basieren. sur l'agriculture ne permet plus de maîtriser la situation.

Das revidierte Landwirtschaftsgesetz, Artikel 19, mit den Comme la commission du Conseil national n'a pas retenu

zugehörigen bundesrätlichen Verordnungen bezüglich les propositions, relativement simples, visant à modifier

Höchstbeständeabbau, freiwilligen Bestandesabbau mit l'article 19 de cette même loi, comme le proposait le

Stillegungsbeiträgen, bezüglich Stallbauverbot und restrikti- Conseil fédéral, les choses sont loin de s'arranger.

ver Bewilligungspflicht sowie der Beiträge an kleine und La commission a prolongé ses travaux alors qu'une cer-

mittlere Betriebe, zielt wohl in die gleiche Richtung wie die taine impatience se manifestait dans les cantons qui atten-

Futtermittelinitiative, geht aber in verschiedener Hinsicht zu dent des mesures correctives permettant de restreindre

wenig weit, weist wesentliche Lücken auf und bevorzugt l'apport artificiel de fourrages étrangers dans la production

zum Teil die bodenunabhängigen Produktionsbetriebe animale. Bien sûr, il vaut mieux importer des fourrages pour

gegenüber den bäuerlichen Betrieben. So sind zum Beispiel produire nous-mêmes plutôt que d'acheter fromages , œufs

die geltenden Limiten für Höchstbestände unseres Erach- et viandes diverses à l'étranger. Mais il y a un juste milieu

tens zu hoch angesetzt. Was vor allem nicht befriedigen qu'on ne peut pas franchir. Et s'il est juste que les exploita-

kann, ist die Tatsache, dass diese Limiten losgelöst von der tions familiales complètent la nourriture du bétail par des

betriebseigenen Futtergrundlage festgesetzt sind. Noch concentrés étrangers fabriqués en Suisse, il est anormal

schlimmer aber ist: Diese Vorschriften werden zum Teil que les «usines à lait» de certaines régions provoquent le

umgangen, indem Grossbetriebe in mehrere Aktiengesell- marasme dans la production nationale et poussent les auto-

schaften aufgeteilt werden. Ein krasses Beispiel des Unge- rités à introduire le contingentement laitier par exemple qui,

nügens der bestehenden gesetzlichen Grundlagen sind die s'il peut se justifier en plaine, est absolument injuste en

soeben diskutierten Beiträge an kleine und mittlere montagne. Ne devrait-on pas, ou ne devrait-on désormais

Betriebe gemäss Artikel 19c des revidierten Landwirt- plus tolérer les grands élevages industriels, les «paysans de

schaftsgesetzes. gare» qui produisent beaucoup avec de petites surfaces et

Noch ein Wort zur Futtermittelbewirtschaftung, wie sie qui empêchent les vrais paysans producteurs de fourrages

unter Punkt 3 der Initiative verlangt wird. Die Globalkontin- du pays de gagner correctement leur vie, et surtout d'être

gentierung der importierten Futtermittel und die Festset- libres sur leur domaine, sans contraintes ni restrictions.

zung eines Schwellenpreises sind die heute praktizierten L'initiative populaire contre les importations excessives de

Mittel zur Steuerung der Importe und - zusammen mit den fourrages est en somme une manière de pression de

Anbauprämien - zur Förderung der landes- und betriebs- l'Union centrale des producteurs de lait qui veut faire accé-

eigenen Futterbasis. Diese Instrumente sind an sich unbe- lérer les travaux de la commission. Il faut dire que le Conseil

stritten, weisen aber wesentliche Mängel auf. Das zeigte fédéral a pris tout son temps - beaucoup trop de temps

sich beispielsweise in jüngster Zeit, als die betriebseigenen pour nous autres libéraux - et que le proverbe «Hâte-toi

Futtervorräte der Bauernbetriebe durch den späten Vege- lentement» est largement appliqué ces temps-ci à Berne.

tationsbeginn immer knapper wurden. Die Geprellten waren La majorité de la commission a donc décidé de proposer à

in dieser ausserordentlichen Situation - die sich ja immer l'Assemblée fédérale de recommander au peuple et aux

wiederholt - natürlich vorab Betriebe in abgelegenen cantons d'accepter cette initiative populaire. Il y a lieu de

Gebieten - meist kleine Betriebe -, wo selbst die etablier- préciser que cette majorité, un peu occasionnelle, est com-

ten landwirtschaftlichen Genossenschaften als Wiederver- posée de paysans, bien sûr, mais aussi de certains repré-

käufer grosse Schwierigkeiten hatten, die erforderlichen sentants des consommateurs.

Futtermittel zu beschaffen. Si l'initiative est acceptée par la Suisse, il faut être

Aus der Situation dieses Frühjahrs kann abgeleitet werden, conscient que les prix payés à la production augmenteront

dass der Futtermittelhandel auch ein Problem der Vertei- et que, par conséquent, les consommateurs s'ils achète-

lung sein kann und in solchen Mangelsituationen offenbar ront peut-être mieux payeront plus cher; il faut se mettre

immer die kleinen und kleinsten Bezüger als die uninteres- cela bien en tête: toute médaille a son revers. Il faudra donc

santesten Abnehmer das Nachsehen haben. Daraus ist favoriser la production de fourrages indigènes pour rempla-

abzuleiten, dass bei der Bewirtschaftung der Futtermittel so cer une partie des importations fourragères - l'équivalent

oder so nach besseren und vor allem flexibleren Lösungen de 300 000 hectares - que la Suisse obtenait, bon an mal

gesucht werden muss. Dabei ist es dringend notwendig, die an, en récoltes supplémentaires; cela n'est pas si simple

klimatisch und topographisch ohnehin benachteiligten qu'on le croit. On devrait donc modifier le célèbre et vieil

Gebiete - wo die Betriebe meistens mit eigener Futterbasis article 19 de la loi sur l'agriculture pour limiter ces importa-

wirtschaften - durch ein geeignetes Verteilsystem zu bevor- tions excessives de fourrages. L'initiative vise à obtenir ce

zugen oder mindestens zu berücksichtigen. Ob das premier point. Le groupe libéral est d'accord avec ce mode

schliesslich ein Couponsystem oder etwas anderes sein de faire. L'erreur commise en 1977 - on n'a pas voulu modi-

wird, bleibe der Detailgesetzgebung vorbehalten. fier l'article 19 - ne doit pas être répétée. Nous sommes

Dringend notwendig aber sind Massnahmen, die geeignet tous responsables de ce refus datant de bientôt cinq ans.

sind, durch sinnvolle Bewirtschaftung der importierten Fut- Le groupe libéral, en revanche, ne peut se rallier au dernier

termittel die bald einmal latent werdende Überschusssitua- point de l'initiative qui traite du système de distribution de

tion bei der viehwirtschaftlichen Produktion in den Griff zu ces fourrages importés. Ce nouveau contingentement des

bekommen und damit endlich den Schutz unserer bäuerli- fourrages, après celui du lait, ne nous convient pas. Le sys-

chen Betriebe auch im Sinne der bereits bestehenden tème des coupons est à abolir; notre groupe y est absolu-

Agrargesetzgebung zu gewährleisten. Wir sind uns •ment opposé car il est contraire à notre doctrine.

bewusst, dass der Weg über die Volksinitiative ein langer Le groupe libéral réserve donc sa liberté de vote.

sein wird, dass aber deren Annahme durch Parlament und

Volk ein sicherer Garant sein könnte, um uns aus der Zwygart: Die rasch zustande gekommene Volksinitiative

schwierigen Situation herauszuhelfen. gegen übermässige Futtermittelimporte mit 170000 Unter-

Deshalb bitte ich Sie namens der SVP-Fraktion, der vorlie- schriften widerspiegelt die Unruhe, die in bäuerlichen Krei-

genden Initiative zuzustimmen, und zwar ungeachtet der sen herrscht.

soeben verabschiedeten Motion der CVP. Die Umstrukturierung der Landwirtschaft nimmt ihren uner-

bittlichen Fortgang: Starke werden stärker; Schwache wer-

M. Massy: Le groupe libéral s'est longuement penché sur den schwächer. Täglich bleiben so und so viele Schwache

ce sujet qui l'intéresse au plus haut point. En effet, beau- auf der Strecke. Diese harte Tatsache beunruhigt nicht nur

coup de paysans, romands surtout, militent dans nos rangs landwirtschaftliche Kreise. Wir alle sind an der Erhaltung

et il fallait bien une fois que toute la lumière soit faite sur einer gesunden Landwirtschaft brennend interessiert, ja,

ces importations excessives de fourrages qui nous donnent ich finde, es gehöre geradezu zu unserer Existenzgrund-

beaucoup de souci, provoquant, on l'a déjà dit, des fleuves lage, dass möglichst viele gesunde, leistungsfähige und

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 796 N 17 juin 1982

dazu existenzsichernde Bauernbetriebe erhalten bleiben. beim Schlachtvieh eine gesetzliche Preis- und Absatzsiche-

Dieses Ziel will die im August 1976 eingereichte rung besteht, und zwar aufgrund von Artikel 31 bis der Bun-

Futtermittelinitiative erreichen. desverfassung.

Niemand wird bestreiten, dass dieses Ziel in jeder Hinsicht Die Frage, wer produzieren soll, hat der Verfassungsge-

erstrebenswert ist. Aber ob der Weg der richtige ist, das setzgeber im gleichen Artikel entschieden. Die erwähnten

muss ich bezweifeln. Käme die Initiative durch, so bedeu- Produktionszweige sind grundsätzlich den echten und

tete dies eine Bankrotterklärung; die Landwirtschaft würde eigentlichen Landwirtschaftsbetrieben, d. h. denjenigen mit

völlig verbürokratisiert. Es wäre unweigerlich eine Rationie- eigenen Futterflächen, vorzubehalten. Die von der Futter-

rung einzuführen, was «noch mehr Staat» bedeutete. Zwar mittelinitiative aufgeworfene Grundsatzfrage der vermehr-

werden zu viele Futtermittel verbraucht, aber das Problem ten Berücksichtigung der eigenen Futterfläche ist damit

ist nicht auf die angedeutete Weise zu lösen. Die Bundes- vom Verfassungsgesetzgeber bereits entschieden.

verfassung, unser Grundgesetz, ist doch nicht dazu da, Die FDP-Fraktion ist bei der letzten Revision des Landwirt-

über Futtermitteleinfuhren, Kontingentszuteilungen usw. schaftsgesetzes zu dieser Gewichtung gestanden und wird

Auskunft zu geben. Solche Detailfragen gehören unbedingt dies auch in Zukunft tun. Sie unterstützt die Bemühungen

ins Gesetz. zu einer besseren Ausführung dieses Grundsatzentschei-

In Artikel 2 der Bundesverfassung wird von «Schutz der des. Daraus folgt aber auch, dass wir keine neue, zusätzli-

Freiheit und der Rechte der Eidgenossen und Beförderung che und damit überflüssige Verfassungsnorm notwendig

ihrer gemeinsamen Wohlfahrt» gesprochen. Das genügt. haben. Es ist allerdings nicht zu verkennen, dass diese

Wir aber haben als Gesetzgeber den Auftrag, die gemein- Gewichtung der Verfassung in der Vergangenheit offen-

same Wohlfahrt zu fördern, und wo das noch nicht erfolgt sichtlich nicht genügend berücksichtigt wurde. Bemühun-

ist, müssen wir versuchen, auf Gesetzesstufe Ordnung zu gen des EVD und des Bundesamtes für Landwirtschaft sind

schaffen. Deshalb bin ich der Meinung, die Initiative sei teilweise sehr ungnädig aufgenommen worden. Ich erinnere

abzulehnen, aber die Abänderungsvorschläge von Kollege an den Entwurf des EVD vom I.Juli 1967 zu einem neuen

Reichling zu Artikel 19 des Landwirtschaftsgesetzes seien Bundesgesetz über zusätzliche Massnahmen zur Förde-

zu prüfen und soweit nötig den bisher gemachten Erfahrun- rung der viehwirtschaftlichen Produktion, und ich erinnere

gen und Erkenntnissen anzupassen. Das hat zudem den auch an die Botschaft des Bundesrates vom 22. Dezember

Vorteil, dass rasch gehandelt werden kann. Gehen wir aber 1976.

den Verfassungsweg, dauert es jahrelang, bis eine Wirkung Die FDP-Fraktion ist bereit, über zusätzliche Massnahmen

erzielt werden kann. Und in dieser Zeit werden so und so im Rahmen einer erneuten Revision des Landwirtschaftsge-

viele Betriebe die Durststrecke nicht überstehen und einge- setzes und im Rahmen der von Herrn Kollege Reichling in

hen.

der Kommission unterbreiteten Vorschläge zu diskutieren.

Es gibt die privilegierte «Genossenschaft für Getreide und Sie hat deshalb auch die Motion der CVP-Fraktion unter-

Futtermittel» (GFF), die sämtliche Futtermitteleinfuhren täti- stützt. Wir glauben aber, dass auf diesem Wege den

gen kann. Daneben gibt es in Brugg einen notleidenden

bedrängten bäuerlichen Mittel- und Kleinbetrieben schneller

Bauernverband, der an die Genossenschaft ein Gesuch um

Unterstützung einreichte. Diesem Gesuch wurde entspro- geholfen werden kann. Wir erachten es als gescheiter,

chen. Letztes Jahr flössen bereits 500 000 Franken nach heute mit der Revision des Landwirtschaftsgesetzes zu

Brugg. Ist das Schweigegeld, oder was ist das? beginnen, statt 1984 über eine überflüssige Verfassungs-

Auf jeden Fall entsteht da mit der Zeit eine Verfilzung, die grundlage abzustimmen, um dann etwa 1986 vielleicht

sich unheilvoll auswirken könnte. Ich frage deshalb den gleich weit zu sein - sofern die Futtermittelinitiative ange-

Bundesrat an, was er zu einem solchen Spiel sagt. Besteht nommen wird und das Parlament aufgrund dieser Sachlage

vom Bund aus eine Kontrolle über die Geschäftsführung das Landwirtschaftsgesetz revidiert, oder vielleicht sogar

der GFF, oder ist sie über die Privilegien, die ihr gewährt weniger weit, wenn die Futtermittelinitiative abgelehnt wird.

Die Initianten wären durchaus gut beraten, diese Sachlage

werden, niemandem Rechenschaft schuldig? Dieser Geld-

fluss nach Brugg löste nämlich auch in bäuerlichen Kreisen ebenfalls zu berücksichtigen.

Unruhe aus. Die Abstimmung über die Futtermittelinitiative könnte nach

Die unabhängige und evangelische Fraktion stimmt dem den Problemen mit der Milchkontingentierung zu einer wei-

Bundesrat zu und lehnt die Initiative ab. teren Zerreissprobe zwischen den verschiedenen landwirt-

schaftlichen Produzenten führen. Die Futtermittelinitiative

Steinegger: Die am 23. August 1978 eingereichte Futtermit- hat teilweise hohe Erwartungen ausgelöst und lässt sehr

telinitiative ist ohne Zweifel eine sehr erfolgreiche Initiative. verschiedene Interpretationen zu. Sie könnte auch weitere

Im Zeitpunkt der Behandlung im Erstrat sind die Anliegen Kontingentierungsbegehren auslösen. Nach der Milchkon-

bereits zu etwa 70 Prozent realisiert, und zwar durch die tingentierung und der allfälligen Futtermittel- bzw. Tierkon-

Änderung des Landwirtschaftsgesetzes vom 22. Juni 1979 tingentierung könnte das Berggebiet dann auch noch nach

und durch die Inkraftsetzung der flankierenden Ausfüh- einer Rindviehaufzuchtkontingentierung nach Regionen

rungserlasse auf 1. Januar 1980. Überdies hat sich die vor- rufen.

beratende Kommission mit grosser Mehrheit bereit erklärt, Die FDP-Fraktion hat erhebliche staatsrechtliche Bedenken,

die rechtlichen Vorstellungen der Initianten im Rahmen für etwas, wofür bereits eine Verfassungsgrundlage be-

einer parlamentarischen Initiative zur Revison des Landwirt- steht, eine zusätzliche Verfassungsgrundlage zu schaffen.

schaftsgesetzes zu berücksichtigen. Dies hat nichts mit der Verfassungsästhetik zu tun, sondern

Am letzten Montag hat der Bundesrat das EVD beauftragt, mit dem wichtigen Postulat, dass unsere Bundesverfassung

die Revision von Artikel 19 des Landwirtschaftsgesetzes ein Minimum an Grundsatzcharakter behalten sollte.

vorzubereiten, und heute morgen haben wir eine Motion der Sonderbar ist es sodann, wenn Kreise, die sich früher dem

CVP-Fraktion überwiesen. besseren Schutz der bäuerlichen Betriebe auf Verord-

Seit 10 bis 15 Jahren hat sich im Bereich der Schweine- und nungs- und Gesetzesstufe widersetzt haben, heute nach

Kälbermast und bei der Geflügelhaltung ein Strukturwandel einer neuen Verfassungsnorm rufen.

vollzogen. Es sind sehr grosse, teils bodenunabhängige Ein sorgfältiges Vorgehen ist geboten. Wir haben uns auch

Betriebe entstanden, Betriebe also, die den Futterbedarf bei der Schweine- und Kälbermast auf einen interventioni-

ganz oder teilweise zukaufen müssen. stischen Kurs begeben, um das agrarpolitische Ziel der

Seit der Einführung der Milchkontingentierung hat sich inneren Aufstockung ertragsschwacher Klein- und Mittelbe-

überdies die Neigung verstärkt, vermehrt auf Schweine, Käl- triebe noch besser verwirklichen zu können. Wir haben bei

ber und Geflügel auszuweichen. Es besteht somit ein Hang den zusätzlichen Massnahmen sorgfältig darauf zu achten,

zur Überproduktion, welcher sich auf die Preise auswirkt, dass nicht plötzlich die grossen Ackerbau- und Milchwirt-

und es stellt sich die Frage, wer produzieren soll. Bei der schaftsbetriebe die " Nutzniesser sind. Das Berggebiet

Beurteilung dieser Fragen ist davon auszugehen, dass auch braucht eine besondere Berücksichtigung. Gerade bei der

17. Juni 1982 797 Futtermittelimporte. Volksinitiative

Schweinemast sind dort der inneren Aufstockung wegen l'idée d'un retrait, évoquée dès le départ, n'était pas à

der Entsorgungsprobleme sehr enge Grenzen gesetzt. reprendre sérieusement. C'était en fait l'avis du Conseil

Es ist auch klar zu sagen, dass die Bevorzugung bäuerli- fédéral qui, renonçant à présenter un contre-projet, assure

cher Produzenten den Konsumenten etwas kosten wird. que l'initiative est devenue superflue; mais en même temps

Grosse Produzenten können eben rationeller und kosten- il faisait de cette initiative sur l'importation des denrées

günstiger produzieren, sonst müssten die kleinen nicht fourragères une initiative qui avait de sérieuses chances

geschützt werden. Diese Folgekosten können kaum auf d'aboutir en votation populaire puisqu'elle ne courait pas le

den Bund abgewälzt werden; Produktionsverteuerungen danger du double non, déjà fatal à plusieurs projets au

sind vom Endverbraucher zu zahlen. cours des dernières années, espoir de succès confirmé

Zusammenfassend: Die Futtermittelinitiative ist abzulehnen. d'ailleurs par la proposition de la majorité de votre commis-

Wir kommen mit der bestehenden Verfassungsgrundlage sion. Ce danger d'acceptation exigeait une réplique en

schneller zum Ziel. Die FDP-Fraktion ist bereit, die Anliegen somme justificative de la part du comité, qui jouait toujours

der Futtermittelinitiative - soweit sie noch nicht verwirklicht avec l'idée du retrait. D'où la proposition personnelle dont il

sind - im Rahmen einer erneuten Revision des Landwirt- a été déjà question à plusieurs reprises aujourd'hui pour

schaftsgesetzes rasch zu behandeln. une nouvelle modification de l'article 19 de la loi sur l'agri-

culture.

Mme Jaggi: Au nom du groupe socialiste, qui a décidé à Et le temps passe. Au cours de la session de mars de notre

une très large majorité, d'appuyer l'initiative sur les importa- conseil, à l'ordre du jour de laquelle était inscrit l'examen de

tions excessives de denrées fourragères et les fabriques cette initiative, cet objet n'a pas été traité. Le Conseil des

d'animaux, je vous invite à suivre la majorité de votre com- Etats attend notre propre détermination pour se prononcer

mission et à recommander au peuple et aux cantons à son tour; la procédure parlementaire va ainsi s'étaler

d'accepter cette initiative populaire. jusqu'au delà du délai de quatre ans fixé pour la détermina-

L'appui socialiste, que je motiverai tout à l'heure, a pu sur- tion de l'Assemblée fédérale. En fait, on en arrive à la situa-

prendre au premier abord. Il est pourtant parfaitement logi- tion actuelle d'une initiative discutée d'une certaine manière

que, et contraste avec les paradoxes et contradictions à contre-sens parce que, pris strictement, le calendrier ôte

innombrables qui émaillent l'histoire de cette initiative popu- tout son effet à la discussion d'aujourd'hui, puisque ce

laire. fameux délai de 4 ans échoit dans le courant du mois d'août

Voilà une initiative qui a été lancée à contre-courant, qui a à venir. Discutée à contre-temps aussi, depuis que lundi

été maintenue à contre-cœur, qui est discutée aujourd'hui dernier, par une coïncidence admirable - à moins que ce

plus ou moins à contre-sens. Les sportifs appelleraient soit l'effet de nouvelles suggestions aussi habiles qu'insis-

l'ensemble une contre-performance. tantes - le Conseil fédéral vient de décider de mettre en

Initiative lancée à contre-courant, par rapport à la politique marche des travaux en vue de la révision de ce fameux arti-

suivie à l'époque. 1973 était certes passée. C'était l'année cle 19 de la loi sur l'agriculture, dont la version actuelle est

record pour les importations de denrées fourragères, qui se entrée en vigueur il y a moins de trois ans et qui n'est pas

sont maintenues à un niveau très élevé jusqu'en 1976. du tout un ancien article, comme M. Massy nous le disait

Depuis lors, une certaine stabilité s'est instaurée, depuis tout à l'heure.

l'introduction du contingentement laitier. La production Discutée à contre-sens ou sans trop d'objet d'autant plus

s'est stabilisée à un niveau toutefois élevé, et qui signale de que la motion présentée par le groupe démocrate-chrétien

manière particulièrement nette notre dépendance vis-à-vis tout à l'heure vient d'être approuvée par votre conseil et

de l'étranger dans un secteur important pour l'économie qu'une motion ayant la même teneur est pendante devant le

suisse et pour la réalisation du revenu agricole de notre Conseil des Etats.

pays. En résumé donc, une initiative qui avait beaucoup, qui

A contre-courant aussi par rapport à certains dirigeants conserve, toujours beaucoup de chances de réussir, et

agricoles. Il est notoire que le lancement de cette initiative a dont l'éventuel succès gêne manifestement ceux-là même

été imposé à ceux qui l'ont patronée par une base plus qui l'ont lancée, parce qu'il serait le cas échéant assuré

combative que les leaders des organisations agricoles grâce à l'alliance des citoyens travailleurs de la ville et de la

représentées au sein du comité d'initiative. campagne. En effet, l'initiative, qui émane de milieux agri-

Initiative lancée à contre-courant enfin par rapport à la révi- coles proches de l'UDC ou d'autres partis bourgeois, selon

sion, alors en cours, de la loi sur l'agriculture. Il s'agissait les cantons, est assurée du soutien des socialistes et voilà

manifestement de peser - on l'a déjà rappelé - sur les tra- qui n'est pas une des moindres surprises, on peut le dire,

vaux parlementaires qui s'acheminaient vers l'introduction dans la vie pourtant assez agitée, comme je l'ai rappelé, de

du contingentement laitier sans la contre-partie, jugée cette initiative populaire.

essentielle par les producteurs de lait, à savoir d'une part Le Parti socialiste s'est fait traditionnellement plutôt le

un contrôle de l'importation des denrées fourragères et défenseur des salariés de la ville que des exploitants agri-

d'autre part des mesures d'orientation de la production ani- coles; et cela convenait effectivement parfaitement à une

male. époque où la paysannerie formait une classe relativement

Initiative maintenue à contre-cœur: inspirée, presque impo- homogène, groupée derrière ses leaders professionnels, se

sée par la base paysanne, cette initiative a connu le succès reconnaissant assez bien dans les organisations politiques

foudroyant que certains orateurs ont déjà rappelé. C'était la et économiques qui prenaient en charge la défense de ses

première à être soumise au nouveau régime de la loi fédé- intérêts. Cette situation, cette homogénéité de la classe

rale sur les droits politiques, et elle a aussi été la première à paysanne n'est, comme vous le savez, plus aussi évidente,

se jouer sans difficultés de la barre doublement rehaussée c'est le moins qu'on puisse dire; dès le moment où les

par cette nouvelle loi, barre des 100000 signatures dépas- exploitations différent par la taille et par le mode de produc-

sées largement avec plus de 160000 signatures, et des 18 tion comme elles le font aujourd'hui, il y a au moins deux

mois de délai pour la récolte des signatures, largement non catégories de producteurs agricoles: ceux qui vivent plus

utilisés puisque cette récolte a pu être interrompue déjà au ou moins confortablement d'une agriculture plus industriali-

bout de six mois. sée que paysanne et ceux qui vivent plus ou moins difficile-

En août 1978, la commission du Conseil national propose ment sous le poids des dettes. Ces derniers, qui ressem-

des mesures importantes pour l'évolution des structures de blent fort à une sorte de prolétariat de propriétaires, sont

la production animale, mesures qu'à son tour l'Assemblée aussi ceux qui résistent à la tentation de fabriquer de la pro-

fédérale adopte en juin 1979. En décembre 1979, peu après téïne animale, comme d'autres font de la tôle d'acier ou de

l'échéance du délai référendaire, un premier train d'ordon- la matière plastique.

nances met en vigueur la révision de l'article 19. On pouvait J'en viens maintenant aux motivations qui, au-delà de tout

se demander à ce moment-là si la mission de l'initiative, contexte politico-professionnel, ont incité la grande majo-

mission de pression, de contrepoids, était accomplie. Si rité du groupe socialiste à appuyer cette initiative. Tout

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 798 N 17 juin 1982

d'abord, toute une série de ces motivations tiennent au fait Jung: Die CVF hat sich mit der Landwirtschaftspolitik im

que les problèmes qui ont provoqué le lancement de l'initia- Zusammenhang mit der Frage der Volksinitiative zur

tive ne sont toujours pas résolus. Les problèmes, on les Beschränkung der Futtermittel eingehend auseinanderge-

connaît,-ils ont été déjà rappelés: C'est en tout premier lieu, setzt. Die Meinung der CVP ist klar: Der bäuerliche Fami-

bien sûr, les excédents de production, dans le secteur lai- lienbetrieb muss geschützt werden, ja, er muss gestärkt

tier, avec le cortège de mises en valeur coûteuses, de werden.

l'ordre de plusieurs centaines de millions par an; c'est aussi Die Entwicklung, wie sie heute läuft, insbesondere in Gebie-

et surtout les excédents de production dans le secteur de ten mit schlechten Produktionsvoraussetzungen, in klima-

la viande, particulièrement ces dernières années où il a fallu tisch benachteilten Gebieten, läuft nicht in die richtige Rich-

multiplier les actions de stockage et organiser les fameux tung. Wir haben zuviel Substanzverlust in der Landwirt-

«commerces d'échanges», qui comptent manifestement schaft; zu viele Existenzen müssen aufgegeben werden. Es

parmi les plus discutables des opérations destinées à facili- müssen im Interesse der Landesversorgung Massnahmen

ter l'écoulement de la production indigène. Il y a aussi, bien getroffen werden, so dass die Landwirtschaft gut struktu-

sûr, tout le problème de l'élevage industriel, avec ses riert erhalten bleibt und die Familienbetriebe existieren kön-

conséquences qui pèsent lourd dans la balance du point de nen. Mit der Milchkontingentierung ist die Einkommensent-

vue du consommateur, en tout premier lieu la dégradation wicklung frappant gestoppt worden. Die Produktivitätsent-

de la qualité de la viande, liée à la dégradation aussi des wicklung wurde unterbunden, und somit wurden allein die

conditions de production (animaux délicats, utilisation Preisverbesserungen als Einkommensverbesserungen

nécessaire d'antibiotiques et d'autres spécialités vétéri- gewertet bzw. können sie gewertet werden. Das reicht

naires), au développement des techniques d'élevage indus- nicht mehr aus, denn die Preisentscheide, Preisverbesse-

triel: les excédents de déchets, le surengraissage qui en rungen, insbesondere bei der Milch, decken nicht einmal

résulte et, à cela, la réponse fournie par la limitation des mehr die volle Teuerung, wenn wir heute die Kostenstruktur

effectifs à des niveaux, d'ailleurs, jugés très élevés. Pour generell betrachten.

1992 seulement, cette réponse est partielle et elle a déjà Zum Problem der Futtermittelinitiative: Ich glaube, es ist ein

trouvé une parade; l'on a constaté que certaines des politisches und ein materielles Problem. Ich meine - und die

exploitations formées à coup de subventions subsister, CVP-Fraktion ist grossenteils der Meinung -, dass es wich-

mais n'étaient que partagées et, en fait, resurgissaient sous tig war, dass eine Volksinitiative ergriffen wurde. Das Ergeb-

une autre forme. nis, das in so kurzer Zeit zustandegekommen ist, zeigt

Je passe sur les dangers croissants pour l'environnement auch, dass das Schweizervolk gewillt ist, die Landwirtschaft

et la santé, qui sont fort connus de ces conditions de pro- gesund zu erhalten, und dass es will, dass die Entwicklung

duction. Je rappelle les inégalités de revenus; les importa- nicht in jene Richtung geht, dass die industriellen Betriebe

tions comme les subventions sont en grande partie attri- zahlenmässig dominieren.

buées en fonction du volume et de la capacité de produc- Zur politischen Seite. Eine solche Futtermittelinitiative

tion, et ne font donc qu'exagérer des différences. Seule une zwingt den Gesetzgeber, Gesetze zu erlassen, die der Ziel-

importation de denrées fourragères qui ferait l'objet d'une setzung der Initiative entsprechen. Die Frage der CVP aber

attribution sélective pourrait corriger cette évolution, qui, ist, ob es in diesem Zeitpunkt der richtige Weg sei, mit einer

encore une fois, est accentuée par la mécanique des sub- Initiative das gesteckte Ziel zu erreichen.

ventions en général et, par exemple, des importations de Die Bundesverfassung reicht unserer Meinung nach aus,

denrées fourragères en particulier. dass dieses Ziel erreicht werden kann. Entscheidend ist,

A toutes ces raisons, à toutes ces motivations qui, à notre was der Gesetzgeber macht. Die CVP ist enttäuscht, dass

avis, imposent l'appui à l'initiative et la rendent nullement im Jahre 1979 die Revision von Artikel 19 nicht in der Art

superflue, j'ajouterai que les mesures proposées par l'initia- durchgeführt werden konnte, wie es von der Landwirt-

tive me paraissent adéquates. La limitation d'importations schaft, und insbesondere vom Schweizerischen Bauernver-

des denrées fourragères - tout le monde est d'accord là- band her, verlangt wurde. Wir haben also dort nur ein hal-

dessus - est une mesure nécessaire, sauf pour ceux qui se bes Werk getan. Es gilt nun, alles daranzusetzen, mit einer

contenteraient des mesures préconisées par la motion PDC Gesetzesrevision das Ziel zu erreichen, das diese Initiative

qui vient d'être votée par ce conseil, laquelle en fait se anvisiert, d. h. dass der bäuerliche Betrieb mit eigener Fut-

contente de corriger les effets des importations excessives tergrundlage geschützt wird. Es gilt aber auch, dass der

de denrées fourragères, sans s'attaquer à ces importations benachteiligte kleine Betrieb mit Zukaufen von importierten

elles-mêmes, c'est-à-dire à la cause. Futtermitteln seine Existenz verbessern kann. Es darf aber

nicht passieren, dass die Entwicklung, wie wir sie heute

On a beaucoup discuté l'organisation de cette limitation haben, noch gefördert wird, d. h. dass mit importierter Ware

des importations des denrées fourragères: Système de das Überschussproblem noch verschärft wird.

contingentement, système du couponnage, complications Zur materiellen Seite: Wir haben die Milchkontingentierung,

administratives, atteinte à l'autonomie de l'agriculture, sec- die uns klar aufzeigt, was staatliche Massnahmen bringen.

teur indépendant de notre économie. Je constate simple- Das unternehmerische Flair und die Betriebsführung des

ment que cette agriculture, au bénéfice actuellement d'un Landwirtes werden so stark eingeengt, dass dieser aus sei-

très fort subventionnement de la Confédération principale- ner ihn angeborenen Mentalität zur Freiheit nicht mehr viel

ment, des pouvoirs publics cantonaux également (plus de 2 machen kann. Trotzdem: Bei der Milch haben wir einen

milliards au total), est un secteur qui a déjà, du point de vue gesicherten Preis und haben auch die Menge im Griff. Das

de sa vie et de ses ressources, perdu une large part de son ist also eine Massnahme, die bei der Produktion sowie bei

indépendance et que l'expression d'économie de marché, der Vermarktung im Griff gehalten und dadurch doch etwas

dans ce secteur, est particulièrement inappropriée. flexibler gestaltet werden kann.

En définitive, cette initiative pose une série de problèmes Bei der Produktion von Fleisch ist es anders: Da haben wir

fondamentaux; elle ouvre un débat qui, à notre sens, doit weder die Produktion noch die Vermarktung im Griff. Müss-

être porté non seulement dans cette enceinte mais devant ten wir das, würde das zu einem administrativen Aufwand

le public, un débat que seule la préparation d'une votation führen, vor dem uns allen graut. Darum meinen wir, dass die

populaire permettra de conduire à l'échelle qui doit être la unternehmerische Freiheit des Bauern in der ganzen Pro-

sienne, et qu'il mérite de connaître. Ce débat, c'est celui de blematik stärker gewichtet werden muss.

savoir quelle agriculture, quelle alimentation nous voulons Herr Bundespräsident Honegger hat heute morgen in der

et quel sens voulons-nous donner au développement des Diskussion über die Motion der CVP erklärt, er sei gewillt,

techniques de production. die anstehenden Probleme zu lösen; er sei auch gewillt,

Au nom de la majorité, du groupe socialiste je vous prie de weiter zu gehen, als die Motion verlangt, und Anliegen der

donner votre appui à cette initiative et d'en recommander Initiative in eine nächste Gesetzesrevision einzubeziehen.

l'adoption par le peuple et les cantons. Wir hoffen sehr, dass das Parlament bei dieser Gesetzesre-

17. Juni 1982 799 Futtermittelimporte. Volksinitiative

vision speditiv vorangehe, damit wir möglichst bald Ergeb- trument constitutionnel déjà existant, à savoir l'article 31o/s,

nisse erhalten, die «in die richtige Richtung» zielen und den 3e alinéa, lettre b. Le Conseil fédéral, dans la conclusion de

bäuerlichen Betrieb schützen, die industriellen Betriebe son message, nous le rappelle. Toutefois, apportant mon

aber von der Agrarschutzgesetzgebung eher entlässt. Es adhésion à l'initiative, je ne cache que je ressens, s'agis-

ist einfach nicht richtig, dass der Grossbetrieb von der heu- sant de cet aspect précis, un certain malaise. En effet, le

tigen Gesetzgebung profitiert, der kleine aber darunter zu chef du Département de l'économie publique a les moyens

leiden hat. d'agir dans le sens indiqué par l'initiative. Si les proposi-

Die CVP-Fraktion hat die Initiative mit grosser Mehrheit tions contenues dans l'initiative débouchaient rapidement

abgelehnt, sie verlangt aber vom Bundesrat, dass er auf der sur des projets de loi élaborés par le gouvernement, il

Stufe der Gesetzgebung möglichst rasch und umfassend serait possible de les réaliser amplement dans des délais

die Ziele zu erreichen sucht, die in der Initiative gesteckt raisonnables. On éviterait très probablement ainsi le

sind. recours à la décision populaire.

Il ne s'agit pas de faire du chantage, mais bien plutôt de

M. Pini: L'équilibre de notre politique agricole et, plus préci- susciter, au sein de notre conseil, la volonté d'aider le

sément, la défense d'une agriculture à la mesure de l'entre- Conseil fédéral afin de passer ensemble le cap de l'indéci-

prise paysanne suisse sont fonction d'une réglementation sion et pour déboucher sur la solution patiemment attendue

et d'un contôle nouveau des importations'de denrées four- d'un des problèmes les plus importants de notre politique

ragères. agricole. Je l'ai traité en son temps, dans le cadre de mon

Les problèmes que ces importations posent au regard de initiative présentée en termes généraux en vue de la révi-

l'évolution de l'économie agricole du pays ne sont pas sim- sion de la loi sur l'agriculture. Je l'ai repris récemment dans

ples à résoudre, on le sait depuis longtemps. Le bien-fondé un postulat accepté par le Conseil fédéral.

de l'initiative est largement reconnu et, par conséquent, il En conséquence, je me prononce en faveur de l'initiative

serait impardonnable, à mon avis, de ne pas en tenir populaire.

compte. Une solution législative améliorant, selon les lignes

principales de l'initiative populaire, la limitation des importa- M. Brélaz: La question que l'on doit se poser aujourd'hui

tions de denrées fourragères et attribuant ces dernières est la suivante: Voulons-nous continuer à voir les petites et

prioritairement aux véritables exploitations paysannes du moyennes exploitations agricoles disparaître au profit

pays, aurait déjà pu être concrétisée. d'exploitations à caractère souvent industriel? Voulons-

Ce que nous sommes en train de faire, par le biais de la nous en fait que le secteur primaire de notre économie se

révision de l'arrêté fédéral concernant la Société coopéra- déverse dans le secteur secondaire?

tive suisse des céréales et matières fourragères, doit l'être Si, comme je l'espère, vous répondez négativement à cette

dans ce sens. Mais je crois pouvoir faire observer que le question, vous vous devez de prendre position en faveur de

Conseil fédéral doit aussi accélérer la réalisation d'autres l'initiative populaire.

travaux législatifs pour combler les lacunes dénoncées par En effet, la situation économique devient de plus en plus

l'initiative. Cela doit être fait dans un délai très court, afin insupportable pour les paysans qui se refusent à pratiquer

surtout de sauvegarder les petites et moyennes entreprises l'agriculture industrielle, cela, entre autres, à cause des

qui doivent être équitablement dédommagées des effets coûts d'exploitation plus bas obtenus par leurs concur-

concurrentiels provoqués par les grandes exploitations. Il rents. Or, les causes de cette distorsion économique sont

s'agit, en quelque sorte, de replacer l'examen du problème dues avant tout à deux facteurs: Premièrement, les

dans le cadre de la véritable exploitation territoriale de méthodes industrielles d'élevage, comme l'élevage en bat-

l'agriculture, pour éviter que les exploitations intensives et teries, qui, au mépris de la qualité de la vie des animaux et,

artificielles, dans le domaine de la production animale, le plus souvent, de la qualité de la nourriture pour les

continuent à provoquer l'actuel déséquilibre dans l'approvi- consommateurs, permettent un abaissement des coûts.

sionnement extérieur des fourrages. Deuxièmement, les méthodes d'importation des fourrages

Il est frappant de constater, à la lecture du message du - c'est là qu'intervient l'initiative - qui permettent justement

gouvernement, que parmi un choix de 127 entreprises, on l'existence de la plupart de ces exploitation en leur facili-

en trouve 87 qui n'exploitent aucune surface agricole utile. tant, en plus, l'achat des fourrages à meilleur compte. En

Cela veut dire qu'elles n'ont pas de réserve suffisante pour outre, cette agriculture industrielle tend à utiliser des quan-

une production au moins partiellement autonome de four- tités énormes de céréales, alors que la faim règne dans le

rage, ce qui les rend toujours plus dépendantes de l'appro- monde.

visionnement extérieur. De telles situations ont contribué, Je me dois, à ce stade, de signaler que la motion PDC que

elles aussi, à déséquilibrer le marché. nous avons adoptée tout à l'heure ne résout en aucun cas

D'autre part, les mesures de contingentement laitier à elles le problème posé. Si je l'ai votée, étant d'accord quant à

seules ne peuvent permettre de trouver la solution optimale ses buts; j'ai eu un peu l'impression, en le faisant, d'épurer

du problème. Elles ont créé d'autres déséquilibres dont une goutte d'eau dans l'océan du problème posé. Je vous

souffrent surtout les exploitations paysannes de certaines demande, ainsi qu'à nos concitoyens, de ne pas vous lais-

régions de montagne. Le Tessin, par exemple, avec une ser prendre au piège qui consisterait à refuser l'initiative en

production de lait insuffisante pour ses besoins - elle croyant cette motion suffisante,

dépasse à peine le 50 pour cent de ses besoins - subit les Je voudrais maintenant répondre à certaines exprimées ici

effets négatifs de ce contingentement; ces effets sont sur deux points. Cette initiative peut avoir pour consé-

encore aggravés par l'abolition des subventions fédérales quence une légère augmentation des prix, mais on aurait

en faveur du «lait de secours». tort de négliger la nette amélioration de la qualité des pro-

Il y a donc lieu, à mon avis, de soutenir les objectifs de l'ini- duits d'élevage qui en résulterait et justifierait amplement

tiative, mais aussi de chercher à éviter que les régions dont l'augmentation en question. De plus, les consommateurs

les exploitations agricoles sont moins favorisées - je fais pourraient à nouveau acheter leurs aliments en pleine

allusion encore une fois aux zones de montagne - soient confiance quant à leur qualité, ce qui n'est pas négligeable.

pénalisées s'agissant de leurs achats de fourrages pour Le système des coupons qui pourrait résulter de l'adoption

compléter ceux qu'elles tirent de leur propre production. de l'initiative ne doit pas être vu, dans ses complications

Ces régions ne peuvent pas continuer à subir les sacrifices administratives, comme un obstacle insurmontable. A

économiques qu'on leur impose, entre autres par le contin- l'heure de l'informatique, on ne serait pas obligé de gérer

gentement laitier, et tendant à rééquilibrer le marché per- un tel système de manière aussi surannée que cela s'est vu

turbé par la production spéculative des" exploitations agri- dans d'autres domaines, ces dernières années.

coles industrielles. Au niveau de la procédure maintenant, il faut se rendre

L'initiative, qui n'est pas contestée quant à ses objectifs, compte que l'initiative est plus efficace que toute éventuelle

peut être critiquée dans la mesure où elle propose un ins- modification de la loi. Elle ancre en effet, un principe, dans

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 800 N 17 juin 1982

la constitution, elle est donc beaucoup plus stable dans ses auf die Getreideimportstatistik nach Herkunftsländern zeigt

conséquences qu'un éventuel projet de loi qui peut être deutlich, dass fast ausschliesslich Futtergetreide aus Über-

modifié au gré des circonstances politiques. schussländern wie der EG, USA und Kanada importiert

Enfin, il faut dire à ceux qui combattent cette initiative au wird. Das sollte eigentlich diese Leute beruhigen.

nom des intérêts de quelques grandes entreprises de notre Der Konsument kann von der Initiative auch nicht begeistert

pays ou au nom de la liberté économique, que cette der- sein, weil ihm eine Annahme zwangsläufig höhere Lebens-

nière ne doit pas rimer avec incurie. Elle doit être limitée mittelpreise bringen wird. Zudem wird er sich bei restrikti-

lorsque des intérêts supérieurs de notre pays peuvent être ver Handhabung vorschreiben lassen müssen, wieviel

en jeu. Fleisch er konsumieren darf; es sei denn, man importierte

En conclusion, je vous recommande, comme le fait la com- wieder mehr Fleisch und Eier aus unkontrollierbaren Tierbe-

mission, d'accepter l'initiative qui, si elle n'est pas, à elle ständen im Ausland, wo man nicht den geringsten Einfluss

seule, la panacée universelle pour notre agriculture, aidera auf die Tierfütterung, Medikamentierung der Tiere und die

considérablement à éviter que, d'ici quelques décennies, Tierhaltung ausüben kann. Mit dieser Situation dürften

nous ne devions inscrire le paysan traditionnel, pilier de engagierte Tierschützer, die das Herz auf dem rechten

base de notre société et de l'entreprise familiale, au nombre Fleck haben, auch nicht zufrieden sein.

des espèces disparues de notre pays. Aber selbst wenn die Initiative angenommen werden sollte,

wird sie sich noch für längere Zeit als ein «Papiertiger-

Schwarz: Ich bin Präsident der privatwirtschaftlichen erweisen, weil allfällige neue Massnahmen später zur Aus-

Organisation VSF, einer Vereinigung schweizerischer Fut- wirkung gelangen, als die schon seit der Änderung des

termühlen. Daneben gibt es noch Futtermühlen, die den Landwirtschaftsgesetzes gültigen Bestimmungen unter den

Genossenschaftsverbänden gehören. Die letzteren sind Stichworten «Höchsttierbestände», «Stallbauverbot» und

gleichzeitig auch Importeure mit einem Importkontingentan- «Stillegungsfonds». Man kann deshalb Herrn Reichling

teil von 19 Prozent, während bei den privaten Futtermühlen zustimmen, dass man gelegentlich (und wenn die Auswir-

das Prinzip der Trennung der Handelsstufen eingehalten kungen der jetzt angelaufenen Interventionen überhaupt

werden muss; was natürlich vor allem in Zeiten extremer abschätzbar sind) die notwendigen Retouchen an den zur-

Importrestriktionen zu Wettbewerbsverzerrungen zulasten zeit gültigen Bestimmungen anbringt, ohne dass man uns

der privaten Müller führt. Diese Ungerechtigkeit wird bei der deswegen unter Druck zu setzen braucht.

Behandlung des GGF-Gesetzes noch zu reden geben. Wer sich emotionell für diese Initiative begeistern kann, soll

Dem VSF (Futtermühlen) kann es also an sich gleichgültig ihr zustimmen; der Landwirtschaft und den Konsumenten

sein, woher der Rohstoff kommt, ob aus dem Ausland oder schadet sie mehr, als sie nützt. Ich unterstütze die Empfeh-

aus dem Inland, wenn er nur in genügender Menge und lung des Bundesrates auf Ablehnung.

Qualität für einen Konkurrenzmarkt zur Verfügung steht. Die

notwendigen Mengen und Qualitäten des Futterbedarfs Mme Vannay: Vous permettrez qu'à titre personnel, je dise

richten sich nach den vorhandenen Tierbeständen. quelques mots en faveur de l'initiative sur les denrées four-

Hier liegt der erste und entscheidende Irrtum der Initianten, ragères en rappelant d'abord deux des buts visés par cette

wenn sie glauben, mit der Beschränkung der Futtermittelim- initiative: le premier étant d'encourager la production four-

porte könne man die Tierbestände und damit die Inlandpro- ragère dans l'exploitation et dans le pays, le deuxième

duktion steuern. Die Statistik beweist (gerade auf dem d'accorder pour les achats et les attributions de denrées

Milchsektor) das Gegenteil, indem trotz zunehmenden fourragères la préférence aux paysans qui exploitent un

Importrestriktionen von gegen 30 Prozent seit 1973 die petit ou moyen domaine.

Milchproduktion unaufhaltsam zugenommen hat, so dass En fait les quelque 166000 signataires de l'initiative ont

schliesslich zum direkten Eingriff an der Quelle - der Milch- voulu tirer une sonnette d'alarme et lutter contre un dés-

kontingentierung - geschritten werden musste. Damit sind équilibre croissant dans notre pays entre les productions

wir beim Stichwort Milch angelangt. de type artisanal ou familial et les productions de type

Initiant der ganzen Übung ist der Zentralverband schweize- industriel genre fabrique d'animaux où tout est artificiel.

rischer Milchproduzenten. Dessen Vertreter drangen sei- Pensez aux conditions de détention des animaux, à leur

nerzeit in der Kommission Keller zur Abänderung des Land- nourriture fabriquée, médicalisée avec des antibiotiques

wirtschaftsgesetzes nicht in allen Teilen durch und verwen- par-ci des hormones par-là et le recours systématique aux

den seither die Initiative als Druckmittel. Sie haben einen produits vétérinaires ou aux substances chimiques, avec en

Kampf «Milchproduktion gegen Fleisch- und Eierproduk- fin de compte ce que l'on a appelé des animaux malades de

tion» inszeniert, der meines Erachtens der Landwirtschaft l'homme et des surproductions sectorielles. Cela parce

mehr schadet als nützt. Seinerzeit wurde in Begleittexten qu'il suffit de s'approvisionner en denrées fourragères

zu den Initiativbogen den Landwirten suggeriert, dass man auprès des grands moulins et des importateurs au lieu de

bei einem Erfolg der Futtermittelinitiative auf die Milchkon- produire dans son exploitation des foins, du mais ou autres

tingentierung verzichten könnte. Wenn man indessen den céréales ou produits fourragers. Evidemment que le petit

Text der Initiative genau durchliest, stellt man fest, dass producteur qui vit sur son domaine est pénalisé, il n'est

zwar die Grossbauern mit viel eigenerrj Land begünstigt plus concurrentiel et a de plus en plus de mal à vivre quand

werden, neu in die Fleisch- und Eierproduktion einsteigen ce n'est pas à survivre.

zu können; aber man sieht nirgends eine Verpflichtung, Il convient donc absolument de renverser la vapeur, de don-

dass sie sich dafür in der Milchproduktion einschränken ner la priorité à ces agriculteurs, éleveurs et cultivateurs en

müssten, wenn einmal die Milchkontingentierung aufgeho- luttant contre les importations excessives de denrées four-

ben wäre. ragères et les fabriques d'animaux et en favorisant l'utilisa-

Unter diesen Aspekten ist es schleierhaft, wie sich Klein- tion optimale de notre sol. Nous devons éviter aussi les

und Bergbauern der Hoffnung hingeben können, je von die- mesures contradictoires et aberrantes; par exemple, per-

ser Futtermittelinitiative zu profitieren. Eine Annahme und mettre de nourrir de grands troupeaux avec des produits

wirksame Anwendung der Initiative hätte vielmehr mit der importés, donc permettre de produire beaucoup de lait,

Zeit eine kriegswirtschaftsähnliche Futtermittelbewirtschaf- trop de lait et en même temps intervenir à coup de millions,

tung und damit verbunden staatliche Eingriffe in die unter- de centaines de millions pour écouler les produits laitiers

nehmerische Freiheit jedes einzelnen Bauern sowie Ein- tout en pénalisant au passage les producteurs de mon-

kommensausfälle für die gesamte Landwirtschaft zur Folge. tagne qui, eux, ne peuvent pas faire autre chose que du lait

Noch viel schleierhafter ist die Haltung von Organisationen, ou de la viande. Cela est inadmissible. Permettre aussi la

die sich für die Dritte Welt einsetzen und gemäss einem surproduction de viande, parfois grâce à des subsides pour

Schreiben, welches ich kürzlich erhielt, die Futtermittelin- l'élimination du bétail, grâce à de nouveaux subsides pour

itiative deshalb unterstützen, damit nicht Getreide aus Ent- l'exportation des bas morceaux, c'est aussi inadmissible,

wicklungsländern in die Schweiz eingeführt werde. Ein Blick avec, pour couronner le tout et favoriser cette surproduc-

17. Juni 1982 801 Futtermittelimporte. Volksinitiative

tion, des rabais pratiqués en faveur des gros acheteurs de dont nous dépendons pour assurer l'approvisionnement de

denrées fourragères contribuant de toute évidence à aug- notre population au cas où une crise perturberait l'importa-

menter les inégalités de revenus entre les agriculteurs. tion des fourrages, qui assurent la conservation du milieu

Ainsi, malgré les discours qu'on tient sur l'aide et le soutien naturel, qui permettent de maintenir une population mini-

à apporter à l'agriculture, on fait ou on laisse faire tout ce male dans l'espace rural.

qu'il faut pour obliger les petites et moyennes entreprises à Alors que, dans le même temps, de grandes entreprises

fermer leurs portes et on accélère la tendance à l'élevage et industrielles dont l'activité est indépendante de l'exploita-

à la production industriels et en même temps on semble le tion agricole du sol, qui ne participent pas à l'économie

déplorer. communautaire et qui réalisent un revenu plusieurs fois

Alors voilà que l'initiative sur les denrées fourragères nous supérieur au revenu moyen obtenu dans l'exploitation agri-

rappelle à la raison et nous place devant nos responsabili- cole qui peuvent se permettre de recourir à un service juri-

tés car nous devons nous demander quelle agriculture dique pour trouver des subterfuges leur permettant de

nous voulons et aussi quel genre d'alimentation nous vou- scinder leur exploitation en plusieurs unités et ce faisant

lons promouvoir. Il ne faut pas oublier non plus que d'une tourner la loi sur la prescription des effectifs maximaux

façon générale, nous consommons trop et trop de viande l'ajoute leur organisation en société sous diverses formes

en particulier et que pendant qu'une minorité se gave et avec les avantages fiscaux considérables que cela com-

gaspille, les autres, la majorité, se serre la ceinture et souf- porte.

fre de malnutrition ou de sous-alimentation. Il ne faut pas En terminant, je voudrais souligner qu'il est faux de dire que

oublier non plus que la production de viande ainsi faite gas- l'initiative sur les denrées fourragères va contre les intérêts

pille les céréales car si une calorie de blé donne une calorie des petites exploitations. Au contraire, au chiffre 3, le texte

de pain, il faut environ sept calories végétales pour produire de l'initiative précise que «les exploitations agricoles doi-

une seule calorie animale et au lieu que ce soit les per- vent bénéficier d'une priorité en matière d'achat et d'attri-

sonnes elles-mêmes qui s'alimentent de céréales, le tiers bution des fourrages s'ils exploitent soit un petit domaine,

de la production céréalière mondiale est destinée à l'alimen- soit un domaine de fourrage de taille moyenne répondant à

tation du bétail dans les pays industrialisés. des critères à définir».

Voilà encore un paradoxe et une contradiction. Nos efforts Enfin, cette initiative répond à une volonté de la paysannerie

d'aide au développement et de lutte contre la faim dans les qui ne veut pas que le sol suisse soit délaissé et mal cultivé.

pays du tiers monde ne servent pas à grand-chose si d'un La perte de 100000 agriculteurs en vingt ans est inquié-

autre côté et en même temps les céréales produites dans tante. La loi sur l'agriculture est claire, elle postule une agri-

ces pays servent à l'alimentation de nos animaux au lieu culture saine et forte et il s'agit de faire le nécessaire avant

d'être consommées sur place d'abord par les indigènes qu'il soit trop tard. Aussi, je vous prie de suivre la majorité

des pays producteurs. de la commission et d'accepter cette initiative populaire.

Il est donc grand temps de se raviser, de mettre un frein à

de telles pratiques et c'est pourquoi je vous demande aussi Nebiker: Zuerst zu meiner persönlichen Interessenlage: Ich

de soutenir cette initiative qui va dans ce sens-là. bin aus zwei Gründen an dieser Initiative interessiert, einer-

seits als Mitinhaber einer Firma, die die «bösen» Importfut-

M. Teuscher: L'importation des denrées fourragères est termittel verarbeitet und verkauft und andererseits als prak-

l'une des causes principales si ce n'est la cause unique, tischer Landwirt und Produzent.

des difficultés et du malaise de l'agriculture. Als Futtermittelfabrikant sollte ich eigentlich für die Initiative

Au cours des quatre dernières années, la Suisse a utilisé sein, denn nichts wäre schöner, als etwas zu verarbeiten

20 millions de quintaux de fourrage en moyenne dont 12 und zu verkaufen, das vom Staat bewirtschaftet wird. Dann

millions étaient des fourrages importés. La quantité de four- würden die Margen stimmen, und ich müsste mich auch

rage disponible s'établissant à un tel niveau, il serait nicht mehr mit der Konkurrenz herumschlagen. Aber als

absurde de produire des excédents et cela pour plusieurs praktischer Landwirt bin ich dagegen. Es besteht nun genü-

raisons. gend Administration in der Landwirtschaft. Wir haben da

En 1980, par exemple, la formation d'excédents en produc- genügend Leute in der Landwirtschaft, die uns sagen wol-

tion indigène a engendré des pertes de revenus de plus de len, wie man bauern soll. Es sollte eigentlich in der Land-

300 millions de francs à l'agriculture et pendant des années wirtschaft nur Leute geben, die tatsächlich bauern, und

la Confédération a dépensé des centaines de millions pour nicht solche, die nur sagen, wie man es machen sollte.

ces excédents. A noter qu'en raison d'un blocage, aucune Mir genügt die Motion der CVP-Fraktion und die Absicht

autorisation de construction d'étable n'est délivrée actuelle- des Bundesrates, das Landwirtschaftsgesetz nochmals zu

ment, notamment en Suisse romande, aux exploitants qui revidieren. Ich spreche zu dieser Futtermittelinitiative also

souhaitent opérer une mise en valeur judicieuse du petit lait nicht nur aus der Interessenlage heraus; sondern gerade

par exemple résultant de l'activité de fabrication des froma- diese Interessen geben mir zweifellos auch eine gewisse

geries locales, soit affourager ce petit lait à l'état humide. Berechtigung und eine gewisse Sachkenntnis.

La menace de la surproduction de viande, créée par des Die Ziele der Initiative, die Erhaltung der bäuerlichen

productions industrielles servant de produits fourragers Betriebe und die Produktion auf landeseigener, betriebsei-

étrangers en est la cause. Pourtant, ce serait déjà une gener Futterbasis, sind zweifellos richtig und populär.

énorme économie pour le compte laitier. De plus, comment Dagegen kann man nicht sein. Aber mit den Massnahmen

comprendre que dans maintes régions la production laitière die die Initiative vorsieht, geht das nicht. Die Initiative ist

soit tenue, en raison du contingentement, de rester en deçà nicht zielkonform, sie weckt falsche Hoffnungen bei den

des 4000 kilos par hectare alors que l'exploitant qui assure Bauern und Produzenten. Da hat man ihnen etwas vorge-

une gestion rationnelle de son domaine et dispose d'un macht in bezug auf die industrielle Produktion, aber die Mit-

rendement moyen peut produire aisément plus de 5000 tel dagegen, die gibt man dann in der Initiative überhaupt

kilos de lait en utilisant la seule production fourragère dont nicht. Nur deshalb, weil man ihnen etwas vorspielte, war es

il dispose en propre. Hélas, dans sa finalité, elle est neutrali- überhaupt möglich, die notwendigen Unterschriften zusam-

sée par l'importation. Limiter la production de fourrage menzubringen. In der Landwirtschaft selbst ist diese Initia-

dans l'exploitation suisse plus sévèrement que l'importation tive äusserst umstritten. Gerade Landwirte, die' auch

de fourrage, alors que le degré d'autosuffisance atteint en Schweine oder Geflügel erzeugen, wollen von den Mass-

chiffre net un peu plus de 50 pour cent, est insensé et va à nahmen im Rahmen dieser Initiative nichts wissen.

rencontre du principe postulant la nécessité d'accorder la Namentlich werden falsche Hoffnungen geweckt, man

priorité à la production de fourrage sur l'exploitation du könne mit der Initiative die Überschussproduktion lenken.

pays. Das ist nicht möglich. Der Beweis wurde erbracht. Seit 1973

Nous ne pouvons rester indifférents au fait que trois ou sind die Futtermittelimporte von 1,4 Millionen Tonnen auf

quatre exploitations disparaissent par jour, exploitations weniger als 1 Million Tonnen heruntergegangen. In der glei-

102-N

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 802 N 17 juin 1982

chen Zeit hat die tierische Produktion in allen Bereichen bin übrigens wirklich der Meinung, der Bauer habe einen

zugenommen. Die Zunahme beruht also nicht auf den Rechtsanspruch auf eine angemessene Entschädigung,

importierten Futtermitteln, sondern auf den im Inland dies wenigstens so lange, als die übrige Bevölkerung für

erzeugten Futtermitteln, auf den Erfolgen der Tierzucht, auf sich eine solche Entschädigung, d. h. den Teuerungsaus-

der Leistungsfähigkeit und dem Leistungswillen der Bauern gleich, als selbstverständlich fordert und auch erhält. Wenn

usw. Nicht diese importierten Futtermittel sind Ursache der der Bundesrat im weiteren behauptet, die Abwanderung

Produktionszunahme. hätte nichts mit Ausblutung zu tun, so verkennt er meines

Ich bin namentlich aus drei Gründen gegen die Initiative. Erachtens die Situation in der Landwirtschaft. Ich frage

Der erste Grund ist hauptsächlich politisch. Der Bauer mich, ob er sich seine Informationen lediglich aus über-

sollte noch einigermassen ein selbständiger Unternehmer durchschnittlich grossen, arrondierten Betrieben in den

sein. Man sollte ihn nicht überall bevormunden. Es genügt, besseren Landwirtschaftsgebieten der Westschweiz und

wenn man ihm sagt, von einem Produkt könne man nur eine des Mittellandes holt. Die sogenannten Fortschritte, die der

bestimmte Menge erzeugen. Aber man muss ihm nicht Bundesrat ins Feld führt, finden ihr Pendant in zahlreichen

gleichzeitig noch sagen, wie er dieses Produkt zu erzeugen Negativpositionen, wie zum Beispiel der steigenden Ver-

hat. Dann würde man ihn ja zweifach kontrollieren. Wo schuldung, der unerwünschten Ausdehnung der einseitigen

bleibt dann noch die unternehmerische Freiheit und der Betriebsformen mit entsprechender Intensivierung der

Unternehmungswille der Bauern, wenn man ihn sowohl bei Anwendung chemischer Hilfsmittel, in brutalen Tierhal-

den Produktionsmitteln als auch beim Endprodukt kontrol- tungsformen, in unwürdiger Überlastung der landwirtschaft-

lieren will? Die gesetzlichen und verfassungsmässigen lichen Bevölkerung. Das trotzdem steigende Interesse am

Grundlagen genügen heute absolut, um die landwirtschaft- Bauernberuf hat nichts, aber auch gar nichts mit den Ver-

liche Produktion im Griff zu behalten. Und ich bin dafür, dienstmöglichkeiten zu tun, sehr viel aber mit der für allzu

dass man im Sinne der Motion der CVP eine gewisse Revi- viele Menschen unbefriedigenden Arbeit in der industriali-

sion vornimmt. sierten Gesellschaft.

Auch betriebswirtschaftliche Gründe sprechen dagegen: Herr Kollega Geissbühler sprach vom Anspruch der

Die Produktionslenkung ist an sich unbestritten. Preisga- Betriebe auf Wachstum. Diese Aussage zeigt einen gravie-

rantien führen automatisch zu Überschussproduktion. Die renden Irrtum bei der Situationsanalyse und logischerweise

Lenkung muss aber, wenn schon, möglichst einfach erfol- bei der vorgeschlagenen Behandlungsmethode auf. Wieso

gen, an einer Stelle, am besten beim Endprodukt, wie bei- ist Wachstum zur Erhaltung der Betriebe nötig? Doch ein-

spielsweise bei der Milch, beim Raps oder bei den Zucker- fach deshalb, weil die Kaufkraft der Produkte andauernd

rüben. Keinem Mensch kommt es in den Sinn, neben einem sinkt und weil deshalb ein andauernder Rationalisierungs-

flächenbezogenen Zuckerrübenkontingent noch eine Kon- zwang besteht. Die unter dem Durchschnitt liegenden

tingentierung der Düngemittel einzuführen, damit allenfalls Betriebe können tatsächlich nur überleben, wenn ihnen ein

die Zuckerrübenproduktion im Griff gehalten werden kann. Dauerwachstum ermöglicht wird. Deshalb die starke Nach-

Aber genau das wollen sie mit der Initiative. frage nach Pachtland, deshalb der Zukauf von Futtermitteln.

Die Initiative hat so viele Fehler, dass natürlich fünf Minuten Dass dies zu Fehlentwicklungen führen muss, liegt doch auf

Redezeit nicht ausreichen, diese aufzuzeigen. Ich bean- der Hand.

trage Ihnen zusammenfassend, die Initiative abzulehnen. Ein Wort noch zur Volksinitiative. Jene, die mit Hilfe der

Denn der Teufel liegt nämlich im Detail. Die Initiative ist Importfuttermittel ihre Existenz sicherten oder gar einen

nicht realisierbar, so wie das hier verlangt wird. Man könnte lukrativen Betrieb, also der industrialisierten Tierhaltung,

auch sagen: Nehmt doch die Initiative an, es passiert aufbauten, sind'meines Erachtens nicht zu verurteilen. Sie

nichts, man kann nämlich gesetzlich gar nicht durchführen, haben lediglich systemgerecht gehandelt. Es ist aber fest-

was verlangt wird. Aber ich bin für eine saubere Politik, also zustellen, dass damit zu vielen kleineren Betrieben die Exi-

zum Nein zur Initiative und zum Ja zu den Vorschlägen des stenzgrundlage entzogen wird und die Ziele der Landwirt-

Bundesrates. schaftspolitik überhaupt unerfüllbar werden. Meines Erach-

tens ist die Initiative trotz aller Mängel, die man immer fin-

Gehen: Im Gegensatz zu meinem Vorredner spreche ich det, einfach notwendig. Wir müssen uns aber bewusst sein,

nicht als Bauer, sondern als Politiker, der, weil er Bauer ist, dass die Grundprobleme, die ich hier nur schlaglichtartig

etwas von der Materie versteht. skizzieren konnte, nicht gelöst werden. Bei einer unverän-

Es kann kein Zweifel bestehen: eine grosse Mehrheit des derten Fortführung der bisherigen bundesrätlichen Politik

Schweizervolkes ist sich der Bedeutung der Landwirtschaft ist kein Ende der Gesund- oder Totschrumpfung in der

als Garant für die Versorgung des Landes mit Lebensmit- Landwirtschaft abzusehen. Immer grössere Betriebe rut-

teln in Notzeiten und für die Pflege der Umwelt völlig schen in die roten Zahlen, immer weniger Menschen kön-

bewusst und willens, die entsprechenden Leistungen für nen in der Landwirtschaft ein Auskommen finden, dies,

die Landwirtschaft zu erbringen. Die grosse Mehrheit ist während auch für unser Land die Phase der Überbeschäfti-

sich auch bewusst, dass die Möglichkeiten des Weltmark- gung in eine der Massenarbeitslosigkeit überzugehen

tes nicht einfach brutal ausgenützt werden dürfen, soll der droht. Bessere Preise und der regelmässige volle Ausgleich

landwirtschaftlichen Bevölkerung im Industriestaat ein wirt- der Teuerung würden einen Abbau des Rationalisierungs-

schaftliches Überleben in Friedenszeiten ermöglicht und drucks, d. h. das Ende des Wachstumszwangs, bedeuten.

gesichert werden. Trotzdem findet in der Landwirtschaft Dass damit auch die Verwertungsprobleme einzelner Pro-

seit Jahren ein Totschrumpfungsprozess statt, der zum vor- dukte kleiner würden, liegt auf der Hand.

neherein die Erfüllung ihrer beiden Hauptaufgaben in Frage Trotz der einschränkenden Bemerkungen empfehle ich

stellt. Wenn sich nicht eine ausreichende Zahl Menschen Ihnen dringend, der Initiative im Sinne unserer Kommission

mit der Pflege des Bodens beschäftigt, ist vor allem in Not- zuzustimmen.

zeiten eine ausreichende Bearbeitung einfach unmöglich.

In meiner Interpellation vom 28. Januar unter dem Titel Hofmann: Kollege Zwygart und Kollege Jung haben sich für

«Ausblutung der Landwirtschaft» habe ich die Probleme eine Revision des Landwirtschaftsgesetzes, aber gegen die

unter dem Blickwinkel der andauernd sinkenden Kaufkraft Initiative ausgesprochen. Es ist hier zu unterstreichen, dass

der landwirtschaftlichen Produkte zur Diskussion gestellt. kein anderer Weg möglich war, als der Weg über die Verfas-

Wenn der Bundesrat dort, zweifellos auf Empfehlung der sungsinitiative, um zu einer Gesetzesrevision zu kommen.

Abteilung für Landwirtschaft, unter anderem antwortet: Ob diese Revision genügend weit gehen wird, wissen wir

«Der Artikel 29 des Landwirtschaftsgesetzes bildet keine zurzeit noch nicht; deshalb müssen wir an der Initiative fest-

Garantie für kostendeckende Preise, er setzt vielmehr, ver- halten.

bunden mit bestimmten Voraussetzungen, ein Ziel», so Von selten der Freisinnigen hat man sich auch für eine

zeigt er, dass er ein weiteres Schrumpfen der landwirt- rasche Revision des Landwirtschaftsgesetzes ausgespro-

schaftlichen Bevölkerung in Kauf zu nehmen gewillt ist. Ich chen. Wir sind dankbar, wenn diese Revision im Sinne der

17. Juni 1982 803 Futtermittelimporte. Volksinitiative

Initiative erfolgt. Wir haben aber auf der anderen Seite Wenn die Futtermittelzufuhren gestört wären, müssten wir

bereits die Widerstände festgestellt. Auf der einen Seite ist schon morgen Milch und Fleisch rationieren; wir könnten

es anerkennenswert, dass Herr Bundesrat Honegger sich das Volk ungenügend ernähren. Deshalb müssen die bäuer-

für eine Revision des Landwirtschaftsgesetzes im Sinne der lichen Betriebe, die den eigenen Grund und Boden bewirt-

Initiative bemüht. Wir haben aber erstens Widerstände schaften, im Vordergrund stehen. Was an Zusatzproduktion

innerhalb der Bundesverwaltung, zum Beispiel beim Bun- mit Importfutter möglich ist, wollen wir tätigen, aber in

desamt für Landwirtschaft, wo ein Vizedirektor laufend Arti- erster Linie in bäuerlichen Betrieben. Die Landwirtschaft hat

kel für die industrielle Tierproduktion publiziert und sich es satt, immer wieder mit Überschüssen den Steuerzahler

damit gegen die bäuerliche Tierhaltung ausspricht. Sodann zu belasten; diese Belastungen werden ihr ja dann wieder

haben wir die Widerstände zu spüren bekommen von seilen angekreidet.

des Futtermittelhandels, so von Kollege Schwarz. Auch Kol-

lege Nebiker verdient voraussichtlich mehr als Futtermittel- Eisenring: Ein Vorredner hat auf das Problem der zeitlichen

händler, als er wahrscheinlich in der Landwirtschaft ver- Situation der Initiative hingewiesen. Ihre vorberatende Kom-

dient. mission, die in bezug auf ihre Zusammensetzung über eine

Lange hat man gesagt, man solle einmal bei der Milch für weite Strecke einem erweitertem Vorstand des Bauernver-

Ordnung schauen, beim Fleisch werde man dann schon bandes gleichzusetzen wäre, hat der Initiative mehrheitlich

Ordnung schaffen. Wir müssen aber heute feststellen, dass zugestimmt. Deren Frist wird nun aber am 19. August 1982

wir erstens im Fleischsektor nach wie vor eine Überschuss- ablaufen. Ob der Bundesrat die Botschaft etwas später

produktion haben. Wir haben zweitens nach wie vor Preis- oder früher zugeschickt hat, kann an dieser Stelle dahinge-

zusammenbrüche. Wir haben drittens nach wie vor den stellt bleiben. Es herrscht nun aber bei gewissen Anhän-

Konzentrationsprozess, indem bäuerliche Familienbetriebe gern der Initiative die Meinung, dass diese, ob und wie sie

verschwinden, währenddem bodenunabhängige Betriebe, auch aus den parlamentarischen Beratungen hervorgehen

die in Zeiten der Not keinen Beitrag zur Ernährung des wird, als Damoklesschwert für die in Gang gesetzte Revi-

Schweizervolkes leisten können, florieren. Ich glaube, es ist sion des Landwirtschaftsgesetzes zu dienen hat. Das kann

an der Zeit, zum Ausdruck zu bringen, dass in dieser Ange- nun ganz einfach nicht in Frage kommen. Ich bitte den Bun-

legenheit nun einmal Ordnung geschaffen werden muss. desrat dringend, die für das Initiativrecht massgeblichen

Auch der Ständerat muss ja die Vorlage noch beraten. Verfassungsbestimmungen strikte einzuhalten und damit zu

Wenn der Nationalrat der Initiative mehrheitlich zustimmt, demonstrieren, dass die Initiativen ihren Zweck im Rahmen

bringen wir auch gegenüber dem Ständerat unseren Willen des zeitlichen Ablaufes zu erfüllen haben und nachher nicht

zur Behebung der Missstände zum Ausdruck. Wenn dann noch als politische Druckmittel eingesetzt werden können.

die Gesetzesrevision so verläuft, dass man sagen kann, der Es ist völlig gleichgültig, ob die beiden Kammern zustim-

Initiativtext sei abgedeckt, können wir immer noch die In- men oder nicht, oder ob die Initiative überhaupt ohne Emp-

itiative zurückziehen. fehlung an das Volk geht, es sei denn, die Urheber der In-

Nun hat Herr Massy erklärt, er sei gegen Absatz 3 der Initia- itiative bequemen sich zum Rückzug. Hierzu scheint minde-

tive, weil sie eine Zuteilung der Futtermittel fordere. Dazu stens vorerst die Bereitschaft nicht vorhanden zu sein. Ich

muss ich doch ganz klar sagen, dass die Initiative die Alter- orientiere mich hier insbesondere auch an einem hier nicht

native offenlässt, ob man den Weg über die Gewährung von weiter zu zitierenden Artikel vom 8. März, den Herr Reich-

Beiträgen gehen will oder den Weg über die Zuteilung der ling als einer der Hauptsprecher der Initiative im Presse-

Futtermittel. Wir haben stets erklärt, eine Zuteilung der Fut- dienst der Landwirtschaft veröffentlicht hat.

termittel solle das letzte Instrument sein, wenn alle anderen Die CVP-Motion hat lediglich das aufgenommen, was dem

versagen. Ich kann deshalb nicht verstehen, dass man eine Bundesrat eigentlich vorschwebte. Nun ist wegen der

solche Angst vor diesem allfälligen Instrument hat; wenn Behandlung der Initiative Zeit verlorengegangen und nicht

die anderen Instrumente genügen, braucht man diese etwa wegen der Nichtbereitschaft des Bundesrates oder

Zuteilung ja gar nie vorzunehmen. Im übrigen wird in der der Verwaltung. Sie werden das Problem, das hier unter

Botschaft gesagt, eine allfällige Zuteilung von Futtermitteln diesen und jenen Aspekten aufgeworfen wird, nie lösen

würde eine Tierkontingentierung voraussetzen. Das ist können. Sie erklären: Wir machen etwas für die Klein- und

falsch. Man möchte ja die Produktion' auf der inländischen Mittelbetriebe. Da bin ich hundertprozentig dafür. Wenn Sie

Futterbasis nicht hemmen, sondern die Überschüsse müs- das aber tun wollen, dann können Sie den grösseren und

sen beseitigt werden, indem wir nicht zu viele Futtermittel Grossbetrieben in Zukunft einfach nicht mehr die gleichen

einführen. Im übrigen sagt die Initiative, man solle Futtermit- Preise bezahlen bzw. die gleichen Richtpreise.

tel einführen und so weit als möglich veredeln, aber nicht Die Erhaltung des Mittel- und Kleinbetriebes hat über den

Überschüsse einführen. Preis zu erfolgen. Und hier müssen wir zu einem ganz

Es wurde von Kollege Schwarz ausgeführt, man wolle die neuen Preissystem kommen. Mit den bisherigen Pauschal-

Grosslandwirtschaft fördern. Die Initiative sagt doch ganz lösungen, etwas modifiziert mit Beiträgen dieser oder jener

klar, man wolle beim Zukauf, also durch die Beiträge oder Art, selbst Hügelbeiträge, wo es topfeben flach ist, treiben

durch die Zuleitung, die bäuerlichen Produzenten und vor Sie keine Produktions-, sondern nur Preispolitik. Wir wer-

allem die aufstockungswürdigen Klein- und Mittelbetriebe den uns in Zukunft bei veränderter Wirtschaftslage auch

begünstigen. Dass wir auch grösseren Betrieben im Gras- einmal damit befassen müssen, woher die grossen preis;

wirtschaftsgebiet Kraftfuttermittel zukommen lassen müs- liehen Gefalle für Agrarprodukte gegenüber den doch mit

sen, die nicht selbst Ackerbau betreiben können, ist selbst- gleichem Wetter arbeitenden Nachbarstaaten kommen.

verständlich. Auch diese Dinge sind unbedingt endlich einer näheren

Im Vordergrund der Beratungen stehen die Beiträge an die Analyse zu unterziehen.

Tierhalter, und diese wünschen wir dringend. Gerade in der Ich bitte Sie, die Initiative gemäss Antrag des Bundesrates

Botschaft wurde aber gesagt, dass diese Beiträge nicht ein- zu verwerfen. Meine weitere Bitte geht aber dahin, dass der

geführt worden sind, weil man dadurch eine weitere Über- Bundesrat möglichst rasch den Abstimmungstermin fest-

schusssituation befürchtet. Das steht klar auf Seite 28 der setzt, es sei denn, die Initianten heben die Initiative auf.

Botschaft. Ich hoffe, dass man künftig diese Beiträge ein-

führen und nicht sagen wird, es gebe dann noch mehr M. Baechtold: Nous avons eu, dans ce paisible canton de

Überschüsse. Seinerzeit wurde erklärt, es genüge, wenn Vaud, une manifestation de l'Uriion des producteurs

man durch die Beiträge nur die Kostenunterschiede aus- suisses de la région contre un gros importateur de céréales

gleiche. Herr Kollege Nebiker hat das auch gesagt und sich fourragères. Il n'y a pas eu d'effusion de sang; il n'y a eu

dabei geirrt. Heute stellen wir fest, dass es nicht genügt, qu'une effusion de purin, mais cette manifestation a trouvé

nur diese Kostenunterschiede auszugleichen, wenn wir ver- son épilogue devant le Tribunal de simple police de Payerne

hüten wollen, dass die Klein- und Mittelbetriebe weiterhin et a montré assez bien, je crois, la colère des agriculteurs

zurückgehen. classiques et le danger que représentent pour eux les for-

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 804 N 17 juin 1982

midables importateurs de céréales fourragères qui n'ont abschieden worden sind. Es stimmt auch keineswegs, dass

pas d'exploitation agricole mais fabriquent des porcs et des wir mit Verzögerungen zu rechnen haben, wenn die Initia-

poulets. Il s'agissait en l'occurrence de Migros-Optigal, de tive weiter behandelt wird. Mit der Gesetzgebungsarbeit

Chesalles. Grâce à quelques partenaires, quelques agricul- kann und soll man trotzdem sofort anfangen bzw. weiterfah-

teurs inféodés et complaisants qui prennent en charge tous ren.

les investissements et travaillent avec la marge de bénéfice Die Initiative ist nötig zur Beschränkung der Importe, auch

décidée par Migros-Optigal, cette dernière dispose d'une wegen der Überschüsse (darüber ist genug gesagt wor-

masse de manœuvre considérable. Si, par exemple, le prix den). Wir Sozialdemokraten machen auch entwicklungspoli-

du porc monte ou baisse sur le marché international, Opti- tische Gründe geltend. Herr Schwarz, es stimmt zwar, dass

gal peut diminuer sa production indigène pour obtenir un die Importe nur zu einem kleinen Teil - soviel ich weiss zu 6

prix moyen plus bas et peut forcer au besoin à la baisse Prozent - direkt aus Entwicklungsländern kommen, indirekt

pour éliminer la concurrence. Un excellent paravent est le kommt mehreres doch auch von daher. Und ich betone vor

succès technique de ses installations: le contrôle strict de allem folgendes: Die Tatsache, dass 43 Prozent der Weltge-

la qualité, la surveillance des éleveurs; l'envers, c'est la treideernte als Viehfutter in Industrieländern verwendet

concentration de milliers de porcs, par exemple à Che- wird, weist auf einen höchst fragwürdigen Verteilungsme-

salles, dans une construction pratiquement sans terrain chanismus in der Weltwirtschaftsordnung hin. Daran sind

autour, ce qui pose des problèmes d'évacuation de fumier wir auch mitbeteiligt. Wir sollten uns mehr auf das konzen-

et d'hygiène des bêtes. L'envers, c'est naturellement aussi trieren, was wir selber produzieren, auch im Sinne eines

l'élimination progressive des concurrents. kleinen Beitrages zur Bekämpfung des Hungers in der Drit-

Dans mon souvenir de cette audience, un autre facteur de ten Welt.

la tension et de la colère de certains paysans est la puis- Nun, wichtig ist für mich auch die Stossrichtung der Initia-

sance de certaines de ces organisations sur le plan de tive, die dahin geht, vor allem die echten Bauern, die kleinen

l'information. Elles disposent de journaux et de moyens que und mittleren bäuerlichen Betriebe, mehr zu berücksichti-

le paysan n'a pas et on connaît le point de vue de certaines gen. Diese Stossrichtung verdient Unterstützung. Zu die-

de ces organisations: 50000 exploitations paysannes sem Punkt führe ich weiteres nicht aus; ich habe mich bei

devraient suffire en Suisse, donc 40 000 devraient disparaî- anderen Gelegenheiten schon mehrmals geäussert und

tre. L'exploitation familiale a fait son temps au profit de meinen Standpunkt klargemacht.

l'exploitation agricole dite rationnelle; recherche des Jetzt aber zu einem wichtigen Argument bzw. Gegenargu-

grandes unités de production (5000 poulets tous les 45 ment. Es wird gesagt, wenn man die Rückführung der tieri-

jours; à Chesalles-Optigal, 6000 à 7000 porcs produits par schen Produktion in echt bäuerliche Betriebe fördere und

année). De grandes unités doivent remplacer les petites. dabei besonders die kleinen und mittleren Bauern begün-

C'était autrefois la position dans l'Europe verte, vous vous stige, so werde sich das in höheren Preisen äussern, für die

en souvenez, de l'illustre Mansholt, qui, entre-temps, a vu letztlich die Konsumenten aufzukommen hätten. Lassen wir

où menaient cette conception, cette industrialisation de uns von diesem Argument nicht abschrecken! Auch in Kon-

l'agriculture, cette incapacité d'absorber le chômage agri- sumentenkreisen sieht man ein, dass der möglichst tiefe

cole, ce mythe de l'augmentation permanente de la produc- Preis nicht das einzige Kriterium sein kann. Es kommt auf

tion. Mansholt est revenu, lui, à une conception plus douce die Qualität an, die wir bei der Massenproduktion in Tierfa-

de l'agriculture, plus écologique, plus familiale aussi, et en briken vermissen, besonders weil dort Antibiotika und

même temps, il est assez intéressant de constater que ces andere Pharmaka in grossen Mengen eingesetzt werden.

mêmes milieux qui trouvent qu'il y a trop d'exploitations Wir erwarten, dass die Ausführungsgesetzgebung sich

agricoles prétendent et affirment que le revenu net du pay- auch mit der Qualität befassen wird.

san suisse de plaine atteint une moyenne de 60 000 francs Etwas weiteres: Heute ist ein grosser Teil unserer Mitbür-

par an, en prenant notamment en considération dans leur ger bereit, viel Geld auszugeben für allerhand sinnlosen

appréciation ce qu'ils appellent la plus-value des terres, Konsum, den wir uns durch die Reklame aufschwatzen las-

alors que la terre est, pour le paysan, un instrument de tra- sen, Konsum, für den wir viel Geld ausgeben. Andererseits

vail. Mais ce que j'ai le mieux compris à travers le procès de ist der Anteil im Haushaltungsbudget für Grundnahrungs-

Payerne est le fait qu'il y avait plus qu'une notion de concur- mittel mehr und mehr zurückgegangen. Man soll dem Bau-

rence, qu'il y avait entre l'agriculteur - notamment le petit ern den Preis bezahlen, auf den er Anspruch hat. Ist man

agriculteur - et les grands importateurs de céréales et fabri- dazu - bei gleichzeitigen Ausgaben für sinnlosen Konsum!

cants de porcs à la chaîne une différence fondamentale de - nicht bereit, dann stimmt in unseren Lebensgewohnheiten

conception. Il y a en fait deux conceptions totalement diffé- etwas einfach nicht mehr. Voraussetzung für unsere Zah-

rentes, deux modes de vie, deux idéaux qui s'affrontent. lungsbereitschaft sind freilich die gute Qualität der Pro-

Tous nos villages, toute la notion de l'unité agricole fami- dukte wie auch vertretbare Produktionsbedingungen - ver-

liale, toute la notion de géographie politique de nos cantons tretbar im Hinblick auf die Ökologie wie auch in einem

paysans sont mises en cause. Toute la philosophie rurale, gesellschaftspolitischen Sinne.

je dirai celle que les autorités ont appuyée, encouragée, Das Freiheitsargument, das gewisse Bauern verwenden, ist

vantée, pendant des années, est remise en question. On a ein seltsames Argument. Seien Sie froh, dass man Sie

parfois l'impression, en parlant avec ces gros importateurs, dabei nicht behaftet und die Landwirtschaft nicht einfach

que pour eux ce monde paysan-là doit disparaître et cela dem rauhen Wind der Handels- und Gewerbefreiheit aus-

me paraît dangereux. Voilà pourquoi je me prononcerai en setzt. Die Konsequenzen, die sich daraus ergäben, sind uns

faveur de cette initiative populaire. allen klar.

Ich bin im übrigen der Meinung, dass wir mit der Initiative

Bäumlin: Mit der grossen Mehrheit meiner Fraktion bin ich nicht einer übermässigen Bürokratie verfallen müssen.

für Zustimmung zur Initiative. Wenn der Handel selber das seinige tut, und eine gerechte,

Ein paar Bemerkungen zu Argumenten und Gegenargu- vernünftige Zuteilung betreibt, erübrigt sich die Bürokratie.

menten, die heute gefallen sind. Die Herren Zwygart und Im Zeitalter des Computers lassen sich im übrigen diese

Steinegger haben vor allem verfassungsrechtliche Argu- Probleme mit einfachen Methoden lösen. Das sind Gründe,

mente geltend gemacht, die aber nicht durchschlagend die uns bewegen, der Initiative zuzustimmen, wenn auch

sind. Es stimmt, dass vom Verfassungsrecht aus betrachtet gegen den Protest gewisser Leute.

die Initiative nicht nötig ist. Sie ist aber durchaus zulässig,

und wenn sie zustande gekommen ist, dann einfach des- Roth: Zuerst eine Vorbemerkung. Ich gehörte seinerzeit der

halb, weil wir keine Gesetzesinitiative haben. Sie ist voll Kommission an, die das Landwirtschaftsgesetz revidiert

zulässig, und in unserer Verfassung gibt es etliche Detail- hat. Ich stelle heute fest, dass ungefähr die gleichen Leute,

vorschriften, die übrigens - ich erinnere etwa an die Steuer- die damals den Vorschlag des Bundesrates nicht akzeptie-

tarife - auch aus Vorlagen stammen, die von den Räten ver- ren wollten, heute wieder auch diese Initiative ablehnen. Wir

17. Juni 1982 805 Futtermittelimporte. Volksinitiative

haben uns damals durchgerungen und kamen zu einer Mini- a pris sa résolution et aujourd'hui, il s'est passé quelque

malrevision des Landwirtschaftsgesetzes. Diese Minimalre- chose. En effet, ce matin, nous avons adopté massivement

vision hat auch wieder minimale Fortschritte gebracht. Der une motion, et je n'ai pas à jouer «Madame Soleil» pour pré-

Direktor der Abteilung für Landwirtschaft hat mir beispiels- dire que cette motion connaîtra un sort également favora-

weise selber gesagt, dass im ersten Jahr der Inkraftsetzung ble au Conseil des Etats. De surcroît, je constate que le

der Abänderung des Artikels 19 290000 Mastschweine Conseil fédéral a reçu favorablement cette motion, et qu'il

mehr produziert wurden als im Vorjahr. Sie haben heute n'a pas cédé à un réflexe consistant à en demander la relé-

morgen von zwei Sprechern gehört, wie viele bäuerliche gàtion en tant que postulat. Certains orateurs ont lénifié

Schweinehaltungen in. dieser' Zeit aber eingegangen sind. tout à l'heure; du haut de cette tribune, en imaginant que

Das zeigt doch ganz deutlich, dass diese 290 000 Schweine cette motion était insuffisante, légère, mal adaptée. Je crois

im ersten Jahr von den bisherigen Grossbetrieben noch qu'ils ont tort et que l'existence même de cet élément nou-

aufgestockt wurden. Das ist doch die Situation. Etwas veau signifie que nous avons maintenant, non seulement

anderes kann man bei den tatsächlichen Verhältnissen nicht l'espoir, mais la certitude que les choses vont évoluer, à

feststellen. bref délai, dans le sens que nous voulons. Dès lors, je ne

Herr Kollega Nussbauer hat in seinem Votum zur CVP- lâche pas la proie pour l'ombre si je dis que la proposition

Motion gesagt, dass die im Jahre 1979 vorgenommene de l'additif constitutionnel se révèle, 'dans cette situation

Revision verunglückt sei. Ich möchte Herrn Bundespräsi- nouvelle, superflue.

dent Honegger fragen, ob er auch der Meinung sei, diese Il faut souhaiter que la vélocité que le gouvernement mettra

Revision sei verunglückt und allenfalls wo: in der Debatte à trouver résolument la solution dans le cadre constitution-

oder beim Vollzug? Das möchte ich gerne wissen. nel actuel soit de nature à décider les initiants à retirer une

Herr Nebiker und Herr Schwarz haben vom Teufel gespro- initiative; celle-ci a eu, je le répète, le mérite de faire avan-

chen, der bei der Initiative in der Durchführung liege. Herr cer des affaires trop longtemps immobiles mais on doit lui

Nebiker: für uns Bauern liegt der Teufel bei Ihrem Interesse préférer une formule moins monolithique, moins absolue et

als Futtermittelhändler. Warum haben so viele Bauern sei- mieux adaptée à la diversité des conditions de l'agriculture

nerzeit diese Initiative unterzeichnet? Unser Kollege Hans- suisse.

peter Fischer hat das seinerzeit deutlich gesagt: die Bauern Par conséquent, je voterai les conclusions de la minorité de

hätten jetzt rechnen gelernt. Jetzt können sie's, und sie la commission et du Conseil fédéral. C'est à mes yeux le

haben auch hier Überlegungen angestellt und erkannt, véritable moyen, sinon le seul, de défendre d'une manière

wohin die Situation mit den heutigen gesetzlichen Grundla- réaliste et adaptée, les intérêts profonds de l'agriculture et,

gen führt. Das muss doch gesagt werden. So dumm sind en particulier, ceux de la petite et de la moyenne exploita-

die Leute nicht gewesen, die diese Initiative unterzeichnet, tion.

geschweige dann jene, die sie vorgelegt haben.

Noch ein Wort zu den Importen. Es wurde auch gesagt, die Raz: 1960 importierten wir 6 Millionen Zentner Kraftfutter.

Importe seien zurückgegangen; die Importfuttermittel seien Heute ist es gut das Doppelte. Wir produzieren damit 2,5

nicht schuld an unserer Überproduktion, sondern die Mehr- Millionen Schweine und etwa 5 Millionen Zentner Kraftfut-

produktion in unserem Land. Das muss doch ein Irrtum termilch. Schon 1968 hatten wir Kontingentierungsmass-

sein. Immer sind es die Importfuttermittel, die die Überpro- nahmen vollzogen, die dank der Disziplin der Bauern kurz-

duktion herbringen, und hier muss nun endlich etwas fristig aufgehoben werden konnten. Zum Dank dafür wur-

geschehen. Ich stelle mich vollständig hinter die Ausführun- den anschliessend masslose Importe von Magermilchpulver

gen von Herrn Kollega Hofmann. Wenn wir die Gewissheit getätigt. Die Situation hat sich damals blitzartig verschlim-

erhalten, dass über ein anderes Vorgehen das erreicht wer- mert. Sie führte dazu, dass viele in der bezüglich Dringlich-

den kann, was wir unbedingt haben müssen, dann können keit der Massnahmen der Kraftfutterbewirtschaftung Priori-

wir wahrscheinlich die Initiative zurückziehen. Aber dieses tät einräumten und die Milchkontingentierung als allerletzte

Problem steht seit 40, 50 Jahren an, und heute stehen wir Massnahme einstuften. Was geschah? Das Gegenteil.

vor der Stunde der Wahrheit: jetzt muss in diesem Sektor Schon 1977 hatten wir die Kontingentierung, und die Futter-

etwas geschehen. Die totale Freiheit bei der Verteilung der mittelbewirtschaftung liess auf sich warten. Die Abwande-

Futtermittel innerhalb des Landes geht wahrscheinlich in rung aus unseren Betrieben der Landwirtschaft ging unwei-

Zukunft nicht mehr. Deshalb bitte ich Sie, der' Initiative gerlich fort. 50 Prozent der Betriebe verschwanden in die-

zuzustimmen. ser Zeit, über 60 Prozent der Arbeitskräfte gaben in der

gleichen Zeit ihre Tätigkeit in der Landwirtschaft auf. Die

M. Delamuraz: L'initiative populaire dont nous discutons les Verschuldung hat sich in dieser Zeit verdoppelt. Das Ein-

termes a en tout cas le grand mérite d'exister. Il est incon- kommen in der bäuerlichen Produktion ging zu einem gros-

testable qu'elle pose un problème important, je dirais même sen Teil in die industrielle Produktion. Dem Auftrag nach

essentiel, pour notre agriculture et pour l'économie suisse Verfassung und Gesetz entfernten wir uns immer mehr,

en général. Ce problème - on s'accordera à le dire ici - est d. h. der Vorsorge in Krisen- und Kriegszeiten. Das bestä-

loin d'être réglé, et cette absence de solution crée des diffi- tigt uns der Ernährungsplan, der in den Kriegswirtschafts-

cultés substantielles à l'agriculture suisse, dans le secteur schubladen liegt. Innerhalb kürzester Frist müssten wir 75

de la petite et de la moyenne exploitation en particulier. Prozent unserer Masttierbestände abschlachten, die pflanz-

Premièrement, je vous demande si la solution suggérée par liche Produktion - ich erwähne nur die Kartoffeln - müsste

l'initiative populaire est adéquate. von heute 23000 Hektaren auf 78000 erhöht werden. Eine

Oui et non. vernünftige Bewirtschaftung der Kraftfutterimporte ist der

Oui, en ce sens que cette solution'serait incontestablement einzige Schlüssel zur Bewältigung der dauernden Über-

préférable à l'absence de solution qui caractérise la situa- schusssituationen, der Strukturpolitik und der Siedlungs-

tion actuelle. politik, der Erhaltung von Arbeitsplätzen in den Randregio-

Non, en ce sens que l'on peut et que l'on doit trouver une nen und damit der Sicherstellung der Jungbrunnen für die

solution plus équilibrée, plus nuancée, plus efficace parce Städte, Agglomerationen und anderen Berufe. Eine solche

que moins abrupte, moins limitative, moins lourdement Bewirtschaftung ist auch der Schlüssel, um unsere Eigen-

administrative que la formule suggérée par l'initiative. versorgungsbasis von heute nur 50 Prozent angemessen

Il nous faut bien trancher entre ce oui et ce non. und vernünftig anzuheben. Wir dürfen nicht weiter initiative

La majorité de la commission parlementaire opte pour le Bauern, die auf produktionseigener Basis produzieren, kon-

oui. Elle l'a dit avec éloquence par la voix de ses rappor- tingentieren, nur weil sie dauernd durch Kraftfutterimporte

teurs. Je comprends votre commission, Monsieur le Prési- und bodenunabhängige Produktion konkurrenziert und ver-

dent: elle souhaite - et nous souhaitons tous aussi - que drängt werden. Heute gilt es nun einmal Farbe zu beken-

l'on sorte d'une situation insatisfaisante et cela avant la fin nen, welche Landwirtschaft wir für die Zukunft unserem

du siècle! Toutefois, entre le moment où votre commission Volke sichern wollen!

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 806 N 17 juin 1982

Ich danke allen Kreisen, die diese gefährliche Entwicklung article 19, clef de voûte de notre politique agricole, autorise

erkannt haben. Ich bitte Sie dringlich, dieser Initiative zuzu- et permet dans sa formulation les mesures proposées par

stimmen; damit können die echten Probleme gelöst und les initiants. Il faut pour cela une volonté marquée de le

dem Schweizervolk kann diese Landwirtschaft garantiert faire. Le succès de l'initiative a démontré que dans son

und gesichert werden, die es zu jeder Zeit ernährt, wie dies esprit elle plaît. Son acceptation par le peuple poserait une

von Verfassung und Gesetz verlangt wird. série de problèmes pratiques difficiles à résoudre, d'une

part, et, d'autre part, inscrirait dans la constitution une obli-

Kühne: Nachdem nun schon einiges gesagt worden ist, will gation contraignante pour notre économie de marché. En

ich mich auf einen einzigen Punkt beschränken, nämlich auf effet, le côté interventionniste de l'Etat en serait renforcé,

den der unternehmerischen Freiheit. Es ist unser aller Ziel, avec le cortège de mesures qui en découlent.

die Bauern ohne allzu viele Vorschriften wirtschaften zu las- Je vous propose tout de même d'accepter l'initiative

sen. Leider haben wir in diesem Punkt nicht mehr den Ideal- momentanément. En effet, cette position d'attente, qui est

zustand. Nun stel.lt sich die Frage: Was bringt mehr Admini- celle aussi du comité référendaire, donne au Conseil fédéral

stration, die Ursachen- oder Symptombekämpfung? Symp- la possibilité de démontrer d'une manière bien précise s'il

tombekämpfung betreiben wir zum Beispiel bei der Milch- veut oui ou non modifier la loi sur l'agriculture dans le sens

kontingentierung. Die landeseigene Produktion untersteht désiré. Sans vouloir reprendre la série de clichés, qui nous

den grössten Restriktionen und dem grössten Papierkrieg. ont été servis à cette tribune ce matin, cette décision cor-

Ich möchte Ihnen zwei Beispiele aus einer Milchgenossen- respond aux intérêts et aux aspirations profondes de notre

schaft im reinen Graswirtschaftsgebiet, aus der Abrech- agriculture.

nung eines Jahres, zitieren. Beispiel A: 10,7 Hektaren Land, La décision du Conseil des Etats, d'une part, et la clause de

Milchkontingent 40 800 Kilogramm, abgeliefert 41 900 Kilo- retrait de l'initiative, d'autre part, sont les deux moyens de

gramm, Überlieferung rund 1100 Kilogramm, entsprechen- contrôler cette volonté, d'ici le printemps 1984, date prévue

der Abzug. Beispiel B: 17 Hektaren, Milchkontingent 58 600 pour la votation populaire.

Kilogramm, Überlieferung 3841 Kilogramm, Ablieferung

62 500 Kilogramm. Das sind doch Betriebe, bei diesen nied- Biel: Ich möchte mich nicht mehr zu den verschiedenen

rigen Ablieferungen je Flächeneinheit, die fast ausschliess- Teufeln äussern, die hier zitiert worden sind. Ich glaube,

lich auf der einheimischen Futterbasis produzieren, und das, was wesentlich zu sagen ist, was dahinter steckt, hat

trotzdem sind sie in ihrer Produktion eingeschränkt! Es sind vor allem Herr Nebiker sehr deutlich gesagt. Aber es sind

Betriebe in Gegenden ohne Alternativen; im Gegenteil, die einige Behauptungen gefallen, die ich nicht so stehen las-

Möglichkeit der Tieraufzucht ist eingeschränkt, da durch sen kann.

Zusatzkontingente andere Regionen bevorzugt werden! Einmal zu unserem Kollegen Baechtold. Als Advokat sollte

Einzige Produktionsalternative ist die Kälbermast mit Voll- er ja wissen, bevor man etwas aufbaut, muss man zumin-

milch, ohne Kuhbeiträge; dass ein entsprechendes Defizit dest zuerst einmal die Akten studieren. Er hat von einem

entsteht, ist sicher! genialen Unternehmen in Chesalles gesprochen, das mit

Ich bin auch überzeugt, dass Futtermittelimporte und Milch- den Weltmarktpreisen spiele und glänzend die Marktlage

erzeugung mehr Zusammenhänge haben, als dies hier dar- ausnütze. Ich habe weit entfernte Beziehungen zu jenem

getan wurde. Entsprechende Zahlen über die Futtermittel- Unternehmen und bin eigentlich stolz darauf, dass er uns

verwendung in den Milchwirtschaftsbetrieben sind erhält- so viel zumutet. Nur muss ich ihn enttäuschen! Dieses

lich. Ich möchte namentlich Herrn Nebiker ersuchen, sich Unternehmen in Chesalles hat mit Schweinemast direkt

diese Zahlen einmal genauer anzusehen. überhaupt nichts zu tun. Es ist nämlich ein Basiszuchtbe-

Den Vorwurf, die Bauern riefen selbst nach mehr Einschrän- trieb, der überhaupt keine Schweine für den Markt produ-

kungen und Dirigismus, weise ich in aller Form zurück. Ich ziert, sondern die Zuchttiere weitergibt an Bauern, die sie

bin vom Gegenteil überzeugt. Wenn das importierte Über- dann als Zuchttiere halten. Und jene Bauern geben dann die

schussproblem einmal im Griff ist, können wir verschiedene Tiere wieder weiter zur Mast. Es ist also nichts mit dem,

Vorschriften lockern. Die Gesetze des Marktes würden was Sie erzählt haben - nur damit hier keine Märchen ent-

dann wieder bedeutend besser spielen. stehen!

Nun zu unserem Professor aus dem Simmental, der sich

M. Martin: Je suis tout d'abord très heureux que notre sehr eingehend mit der Agrarpolitik befasst. Ich wundere

conseil ait accepté, à une large majorité, la motion du mich über Sie, Herr Bäumlin, was Sie hier erzählt haben! Sie

groupe PDG et surtout que le Conseil fédéral nous ait pro- haben gesagt: der Konsument sei bereit, höhere Preise zu

posé cette acceptation. Il démontre par là sa volonté de zahlen. Ich möchte Ihnen einmal empfehlen: Verkaufen Sie

trouver des solutions à ce serpent de mer qu'est l'importa- das teure Fleisch und schauen Sie dann, wie Sie es los wer-

tion de denrées fourragères. den. Dann das zweite, was Sie gesagt haben: Die Qualität

Mais, comme j'ai pu le rappeler tout à l'heure, cette motion müsse besser werden, um das gehe es! Ich bitte Sie: Sie

ne touche pas, dans sa formulation, l'aspect particulier de haben hier in Bern eine Reihe bester Geschäfte, gehen Sie

la limitation de l'importation de fourrages. Or, il faut bien dorthin und stellen Sie fest, von was für einem Tier das

l'admettre, le succès impressionnant de l'initiative populaire Fleisch stammt. Sie haben nur beste Qualität. Sie wollen

est dû essentiellement à ce point précis plutôt qu'aux sicher nicht kommen und behaupten, Sie könnten hier

autres mesures proposées. Il est bon de rappeler aussi que keine Qualität kaufen. Dann erklären Sie mir, als gewiefter

depuis le lancement de l'initiative, c'est surtout au vu du Professor, warum jetzt dieses Stück Fleisch qualitativ

succès obtenu par celle-ci que les mesures prises au plan schlechter sei, Sie sähen es ihm ja an, weil es aus einem

gouvernemental ont eu d'heureux effets. Nous pensons Grossbetrieb komme, und das andere, aus einem Betrieb,

essentiellement à la réduction volontaire des effectifs wie Sie ihn erträumen, sei qualitativ hochstehend. Wenn Sie

encouragée par le versement de contributions, mesures qui das zustande bringen, dann könnte ich Ihnen bei uns eine

pourraient être accélérées par prélèvement de fonds sup- Anstellung verschaffen, dann könnten wir nämlich sehr viel

plémentaires, de même qu'à l'autorisation pour la construc- Laborarbeiten und anderes ersparen und wären immer im

tion d'étables. Ces mesures judicieuses et allant dans la Konkurrenzvorteil, was die Qualität anbelangt! Es ist über-

ligne choisie par les initiants sont lentes dans leur applica- haupt keine Rede von einem Zusammenhang. Ob Sie einen

tion et lentes surtout dans leurs effets pratiques. Cette len- kleinen bäuerlichen Mastbetrieb haben - wenn er modern

teur, presque obligatoire, cause une impatience bien com- ist wie zum Beispiel jener unseres Kollegen Roth - oder ob

préhensible aux milieux concernés. Sie doppelt; so viele Tiere halten: Sie halten sie genau

C'est aussi, comme l'a rappelé le président de la commis- gleich. Sie werden doch nicht behaupten wollen, Hans Roth

sion, d'une manière très exhaustive, certains buts ou habe eine schlechte Qualität. Die Kommission, die die Revi-

aspects de l'initiative qui n'ont pas toujours été abordés par sion des Landwirtschaftsgesetzes vorbereitete, hatte näm-

les modifications de l'article 19 de la loi sur l'agriculture. Cet lich Gelegenheit, den Speck bei Hans Roth zu testen, und

17. Juni 1982 N 807 Futtermittelimporte. Volksinitiative

der war ausgezeichnet. Das dürfen wir hier auch einmal unternehmen werden, um die weiteren Beratungen nicht zu

sagen. Also kommen Sie bitte nicht mit solchen Dingen. verzögern. Ich hoffe, dass unser Rat eine beförderliche

Bei Annahme der Initiative wird die Qualität des Fleisches in Revision des-Landwirtschaftsgesetzes unterstützen werde.

der Schweiz bestimmt nicht besser, sein Preis aber wird Ich erkläre-hier deutlich: Ich bin bereit, den Initianten den

zweifellos höher. Rückzug der Futtermittelinitiative zu beantragen, sobald mir

«

die vorgenommenen Änderungen am Landwirtschaftsge-

Reichling: In diesen fünf Minuten kann ich die Grundsatz- setz ausreichend erscheinen, um unsere Ziele (zusammen

fragen nur kurz zusammenfassen. Zunächst möchte ich den mit einem wohlgesinnten Bundesrat) verwirklichen zu kön-

beiden Herren Referenten danken für die klare Darlegung nen. Ich erkläre aber ebenso bestimmt: Mit blossen Ver-

des Problems. sprechungen geben wir uns nicht mehr zufrieden. Wir

Eine erste Frage: Genügt die Verfassungsgrundlage? Wir haben nun 20 Jahre gekämpft.

sind der Auffassung, aufgrund der heutigen Verfassung Ich bitte Sie, befürworten Sie die Annahme dieser Volksini-

könnte das Landwirtschaftsgesetz so revidiert werden, tiative vor Volk und Ständen; damit helfen Sie uns, fristge-

dass unsere Ziele erreicht werden. Hingegen stellen wir recht und rasch die notwendigen Revisionsarbeiteh in Gang

fest, dass trotz jahrzehntelangem Widerstand des Schwei- zu bringen, im Dienste unserer Landesversorgung und

zerischen Bauernverbandes die heutige Situation auf dieser unseres Bauernstandes.

Verfassungsgrundlage entstanden ist: nämlich eine starke

Entwicklung der industriellen Tierproduktion aufgrund M. Thévoz, rapporteur: Sans vouloir abuser de vôtre

importierter Futtermittel. Diese haben der Landwirtschaft patience, je voudrais relever cependant que les orateurs qui

gewaltige Einkommensverluste verursacht. Das ist die Rea- se sont succédés à cette tribune ont," dans l'ensemble,

lität der heutigen Vefassungsgrundlage. Warum konnte das confirmé les avis qui ont été émis en séance de commis-

nicht verhindert werden, wenn die Grundlage doch ausrei- sion et auxquels nous avons déjà fait allusion dans notre

chen soll? Hier möchte ich Herrn Bundespräsident Honeg- rapport introductif. Je n'y reviendrai donc pas. Je confirme

ger die konkrete Frage stellen: Wo findet sich in den Wirt- notre avis initial, à savoir que nous recommandons de dire

schaftsartikeln oder im Landwirtschaftsgesetz der Passus, oui à l'initiative populaire contre les importations abusives

der den Schutz einer bodenunabhängigen Veredlungspro- de fourrages. Réservant le sort final que le peuple fera à

duktion auf der Grundlage importierter Futtermittel rechtfer- cette initiative s'il est appelé à voter, et ceci en toute indé-

tigt? Aufgrund welchen Passus' rechtfertigt sich der heute pendance, nous voulons ainsi affirmer notre volonté politi-

getätigte Schutz dieser Produktion? que de voir appliquer pleinement la loi sur l'agriculture dans

Leider konnten wir wegen der Einheit der Materie im Verfas- son esprit. C'est affirmer notamment notre volonté de voir

sungstext nicht unsere ganze Philosophie darstellen. Die remise à sa juste place - la première - la mise en valeur

von uns im Zusammenhang mit der Volksinitiative publizier- prioritaire du sol national par des exploitations à caractère

ten Zielsetzungen müssen deshalb mitberücksichtigt wer- agricole authentique de type familial. Tel est, à notre avis, le

den. Wir kämpfen nach wie vor überzeugt für diese Ziele. sens du oui que nous vous demandons en faveur de l'initia-

Wir wollen die Ausrichtung der Agrarpolitik auf die tive. Cette initiative, on l'a relevé, a le mérite essentiel

ursprünglichen Ziele der Wirtschaftsartikel und des Land- d'exister, et d'exercer une pression dans le sens que nous

wirtschaftsgesetzes wiederherstellen. Die kürzliche Revi- souhaitons en vue d'améliorer la loi sur l'agriculture.

sion war ein richtiger Schritt, aber ungenügend. Sie hat uns Si, par hypothèse, notre commission avait, dans sa majo-

deshalb auch neue Probleme gebracht. Unser Ziel ist die rité, émis un préavis différent, cette pression, sans aucun

Förderung der tierischen Produktion auf landeseigener Fut- doute, aurait été bien moins forte qu'elle ne l'est

tergrundlage zulasten der Produktion auf der Basis impor- aujourd'hui. Je vous demande de dire «oui» à votre tour et

tierter Futtermittel. Das sagen wir ganz klar. Zudem wollen de renforcer ainsi cette volonté de voir modifier la loi sur

wir die Produktion von Überschüssen aufgrund der impor- l'agriculture conformément à l'intérêt de l'agriculture et du

tierten Futtermittel vermeiden. Wir wollen in den eigentli- pays.

chen Graswirtschaftsgebieten die Verwertung der betriebs-

eigenen Futtermittel im Interesse des Landesversorgung Bundespräsident Honegger: Ich danke Ihnen für diese aus-

mit Milch und Fleisch soweit als möglich fördern. Das giebige Landwirtschaftsdebatte. Ich glaube, es ist nicht

ackerfähige Land soll demgegenüber soweit als möglich für mehr notwendig, dass ich Ihnen nochmals darlege, was in

die Produktion von Schweine- und Geflügelfutter herange- der Botschaft schon festgehalten ist. Ich nehme auch an,

zogen werden. Die Veredlungsproduktion auf betriebseige- dass Ihre Meinungen weitgehend gemacht sind und dass

ner Futtergrundlage - die sogenannte innere Aufstockung - Sie ein Anrecht darauf haben, ein geruhsames Wochenende

soll möglichst wenig behindert werden; die äussere Auf- anzutreten.

stockung mit zugekauften Futtermitteln soll den aufstok- Aber Sie haben mir Fragen gestellt, die ich in der Redezeit,

kungswürdigen kleinen und mittleren Betrieben weitgehend die auch Ihnen zugestanden worden ist, beantworten

vorbehalten bleiben. Das sind unsere Zielsetzungen. möchte.

Es geht uns nicht um eine zusätzliche Knebelung des Verschiedene Herren haben darauf aufmerksam gemacht,

Bauernstandes, wie es hier gesagt wurde. Ich bin auch der dass das Landwirtschaftsgesetz, insbesondere der Artikel

Auffassung: Wenn wir die äusseren Einflüsse ausschalten 19, unbefriedigend sei. Darf ich Sie daran erinnern, dass die

können, dann befreien wir die Landwirtschaft in der Produk- heutige Fassung des Artikels 19 Ihr Werk ist! Der Bundes-

tion auf ihrem eigenen Boden. Es wäre etwa vergleichbar rat hatte Ihnen mit der Botschaft vom 22. Dezember 1976

damit, wenn man unseren einheimischen Arbeitskräften etwas ganz anderes vorgeschlagen. Das Parlament hat in

Teilzeitarbeit aufzwingen wollte, damit möglichst viele billige zweieinhalbjähriger Tätigkeit den heutigen Artikel 19 so

ausländische Arbeitskräfte ins Land genommen werden umformuliert, wie er jetzt vor Ihnen liegt und der - das gebe

können. Eine solche Politik würden weder Sie noch wir ich gerne zu - nicht alle Probleme zu lösen vermag.

befürworten. Halten Sie Gegenrecht bei der Futtermittelbe- Ich lese Ihnen vor, was der Bundesrat in der Botschaft vom

wirtschaftung. Jahre 1976 zu diesen Problem in einem Artikel 19a (neu)

Herr Bundespräsident Honegger, Sie haben uns die Absich- vorgeschlagen hat: «Zur Lenkung der viehwirtschaftlichen

ten des Bundesrates umrissen. Wir danken Ihnen für die Produktion ist der Bundesrat befugt, Beiträge an Tierhalter

Bereitschaft zur Revision des Landwirtschaftsgesetzes. Wir anszurichten. Die Beiträge sind nach der Zahl der je Betrieb

werden nicht verfehlen, diese Vorschläge zu gegebener Zeit gehaltenen Tiere und unter Beachtung der Besonderheiten

gründlich zu prüfen. Sie sind aber auch im Besitz meiner der einzelnen Betriebszweige so festzusetzen, dass mög-

Anträge aus der vorberatenden Kommission, die klar aufzei- lichst viel inländisches Futter eingesetzt wird und die bäuer-

gen, was für Voraussetzungen wir für erfüllt halten müssen, lichen Betriebe besonders gefördert werden.» Wenn Sie

damit die Volksinitiative zurückgezogen werden kann. Ich diesem Artikel damals zugestimmt hätten, so hätten Sie

versichere Ihnen, dass wir alles in unserer Macht Stehende damit auch die heutige Debatte verhindern können - und

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire 808 N 17 juin 1982

sehr wahrscheinlich auch diese Futtermittelinitiative. Hier ist der Verfassung verpflichtet sind, bei Änderungen des Land-

nicht der Bundesrat schuld, sondern Ihr Rat bzw. beide wirtschaftsgesetzes die zuständigen Organisationen und

Räte, die den Artikel 19 dann so gestaltet haben, dass insbesondere auch die Kantone zu einem Vernehmlas-

unser Vorschlag nicht mehr aufgenommen wurde. sungsverfahren einzuladen. Das braucht Zeit. Dafür müssen

Wir sind mit dem Ziel der Initiative durchaus einverstanden. Sie drei bis vier Monate rechnen.

Das geht auch aus unserer Stellungnahme hervor. Die Mit- Der Termin für die allfällige Abstimmung (eine Frage, die

tel sind aber zum Teil umstritten. Wir sind indessen bereit, Herr Eisenring gestellt hat): Der Bundesrat ist verpflichtet,

Teile der Initiative, die sogar über das hinausgehen, was in wenn die Debatten in den beiden Räten abgeschlossen

der Motion der CVP-Fraktion enthalten ist, in unsere eige- sind, sich zu überlegen, wann er die Volksinitiative Volk und

nen Vorschläge für eine Revision des Artikels 19 zu über- Ständen unterbreiten will. Dieses Jahr wird das nicht mehr

nehmen. Es gibt aber auch Dinge, die wir leider nicht über- möglich sein. Ob es das nächste Jahr möglich sein wird,

nehmen können, und die für den Bundesrat der Grund hängt noch von anderen Vorlagen ab, die vielleicht sogar

waren, Ihnen die Ablehnung der Initiative vorzuschlagen: Es dringender dem Volk unterbreitet werden müssen als diese

geht vor allem um die Frage der Futtermittelbewirtschaf- Initiative. Herr Eisenring hat recht, wir werden hier auf jeden

tung. Es ist eine Illusion, zu glauben, dass Sie mit der Fut- Fall nicht Rücksicht nehmen können auf die laufenden

termittelbewirtschaftung die Tierproduktion regeln und len- Debatten, parlamentarischen Initiativen usw. Bis heute hat

ken können. Wenn Sie das wollen, dann braucht es eine der Bundesrat keinen Termin bestimmt.

Tierkontingentierung - genau gleich, wie wir die Milch kon- Herr Reichling stellte die Frage, woher wir die Rechtferti-

tingentiert haben. Und ich sage Ihnen hier, dass ich nicht gung zum Schütze der Tierproduktion ohne eigene Futter-

bereit bin, solange ich noch etwas dazu zu sagen habe, die grundlage nehmen. Es gibt, glaube ich, keinen Artikel im

Tierkontingentierung einzuführen. Die Milchkontingentie- Landwirtschaftsgesetz, der den ausdrücklichen Schutz ver-

rung hat uns dermassen grosse Schwierigkeiten gebracht langt. Es gibt aber auch keinen Artikel, der diese «indu-

und eine so grosse Unruhe in der Landwirtschaft hervorge- strielle Tierproduktion» verbieten würde. Die Firmen, die

rufen, dass ich alles daran setzen werde, dass wir nicht ein das bis jetzt getan haben, stützen sich auf die Handels- und

zweites Mal eine solche Kontingentierung bis zum letzten Gewerbefreiheit und verlangen keinen besonderen

Bauern durchführen müssen. Leider ist eine Bewirtschaf- Schutz. Aber wir haben ja in dieser Richtung das eine oder

tung der Futtermittel nicht anders möglich, als dass Sie das andere gemacht. So haben wir Höchstbestände festge-

irgendein Verteilsystem akzeptieren. Ein Verteilsystem kann legt. Ob diese nochmals reduziert werden können - da

sich nur auf die Produktion der Tiere abstützen. Wenn Sie mache ich ein Fragezeichen, weil sich damit die Frage der

das wollen, dann braucht es eine Erhebung der Tierbe- Enteignung und der Entschädigung stellt. Der Bundesrat

stände, und es braucht eine laufende Kontrolle der Tierbe- war bisher der Meinung, dass wir die Höchstbestände nur

stände bei den Bauern. Stellen Sie sich einmal vor, was das soweit reduzieren können, als keine Entschädigungsfolgen

bedeutet. für den Bund entstehen. Diese Frage wird aber jetzt, im

Verschiedentlich wurde gesagt, wir führten immer noch zu Zusammenhang mit der Überprüfung des Artikels 19, sicher

viele Futtermittel ein. Wir haben in den ersten drei Monaten auch wieder aufgeworfen.

auf Drängen der Bauern, der kleinen, der mittleren und Ich bitte Sie, die Initiative abzulehnen.

grossen, der Bergbauern und der Talbauern, ein Zusatzkon-

tingent von 40 000 Tonnen Futtermittel zugestehen müssen. Eintreten ist obligatorisch

Ich will damit nur zeigen, wie die Verhältnisse sind und wie L'entrée en matière est acquise de plein droit

schwierig es ist, das Gesamtvolumen, das zur Regulierung

der Fleischproduktion notwendig ist, von einem Jahr zum Detailberatung - Discussion par articles

anderen festzulegen. Nicht der Bundesrat war der Meinung,

Anträge siehe Seite 790 hiervor

wir müssten hier Zusatzkontingente eröffnen: es waren die Propositions voir page 790 ci-devant

Besonderheiten der ersten drei Monate dieses Jahres, die^

dazu geführt haben, dass wir auf Wunsch der Bauern die-' Titel und Ingress, Art. 1

ses Sonderkontingent eröffnen müssten. Sie können dar- Titre et préambule, art. 1

aus erkennen, wie schwierig es ist, in diesem Futtermittel-

bereich die Verhältnisse laufend richtig zu überblicken. Angenommen - Adopté

Herr Zwygart, Sie haben die Frage gestellt, wie die GGF

dazu komme, 6 Rappen zugunsten des Schweizerischen Art. 2

Bauernverbandes abzuschöpfen. Das ist keine öffentlich- Präsidentin: Die Kommission beantragt, die Initiative sei

rechtliche Abmachung, sondern die Importeure, die unter- Volk und Ständen zur Annahme zu empfehlen. Der Bundes-

schrieben haben, erklärten sich zugunsten des Schweizeri- rat beantragt Verwerfung.

schen Bauernverbandes dazu bereit. Die Milchbauern kön-

nen dies auch tun; beim Saatgut wird es auch gemacht. Bei Abstimmung - Vote

der Fleischproduktion hat man nun den Umweg gefunden, Für den Antrag der Kommission 68 Stimmen

dass man beim Import von den Futtermitteln zugunsten des Für den Antrag des Bundesrates 71 Stimmen

Schweizerischen Bauernverbandes diese 6 Rappen pro

Zentner abschöpft. Das ist also eine reine Dienstleistung Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

der GGF. Sie wird nicht bezahlt; sondern es sind eben ein- Für Annahme des Beschlussentwurfes 79 Stimmen

fach die Importeure, die sich bereit erklärt haben, diesen Dagegen 49 Stimmen

Abzug in Kauf zu nehmen. Dieses Geld wird dann dem

Schweizerischen Bauernverband überwiesen. Ich werde An den Ständerat - Au Conseil des Etats

Gelegenheit haben, im Zusammenhang mit der Reorganisa-

tion der GGF auf dieses Problem zurückzukommen.

Sie haben die Frage nach dem Fahrplan für die Revision Schluss der Sitzung um 12.25 Uhr

des Artikels 19 gestellt. Der Bundesrat hat mir den Auftrag

erteilt, diesen Artikel 19 zu überprüfen und den neuen Ver- La séance est levée à 12 h 25

hältnissen, zum Teil Ihren Wünschen und zum Teil den Wün-

schen der Initianten entsprechend, anzupassen. Wir gehen

sofort an die Arbeit. Ich hoffe, dass der Bundesrat die Bot-

schaft in den ersten Monaten des Jahres 1983 verabschie-

den kann, so dass Sie die entsprechenden Kommissionen

in der Märzsession festlegen könnten.

Ich muss darauf aufmerksam machen, dass wir aufgrund

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Futtermittelimporte. Volksinitiative

Importation de denrées fourragères. Initiative populaire

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1982

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 08

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 81.047

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 17.06.1982 - 08:00

Date

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Seite 790-808

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Ref. No 20 010 519

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