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98.99.13 • REB UR 98.99.13 KI-generiert

Binding Nature of Written vs. Oral Appeal Requests

Geschäftsnummer 98.99.13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Uri (CH-UR)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The appellate court addressed the binding nature of the requests stated in the notice of appeal under Article 221(2) of the Code of Criminal Procedure, where the appellant initially requested affirmation of certain parts of the lower court's judgment and the granting of a suspended sentence with a four-year probation period. Because the subsequent oral appeal motion requested a maximum one-month custodial sentence, which contradicted the written request, the court ruled that, as the law requires a formulated motion, the appellant is generally bound by the requests made in the written appeal declaration after the deadline, precluding consideration of the subsequently modified request for a lesser custodial sentence.

Legislator-Regeste

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Art. 221 Abs. 2 StPO; Binding Nature of Written vs. Oral Appeal Requests: Because the subsequent oral appeal motion requested a maximum one-month custodial sentence, which contradicted the written request, the court ruled that, as the law requires a formulated motion, the appellant is generally bound by the requests made in the written appeal declaration after the deadline, precluding consideration of the subsequently modified request for a lesser custodial sentence.

Schlagwörter

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Strafprozessordnung Kündigungsfrist Freiheitsstrafe Antrag auf Zulassung der Zwangsvollstreckung – Entscheidung Beschwerdelegitimation Klagegründe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

98/99 13 Strafprozessordnung. Art. 221 Abs. 2 StPO. Bindung an die Anträge der Berufungserklärung. Obergericht, 7. Mai 1998, OG S 98 4

Aus den Erwägungen:

1. ... Gemäss Art. 221 Abs. 2 StPO muss die Berufungserklärung die Rechtsbegehren nennen. Gemäss Antrag 1 der Berufungserklärung soll das Urteil des Landgerichtes Uri vom 11. November 1997 in Ziff. 1 und 2 bestätigt werden, hingegen sei dem Verurteilten die Rechtswohltat des bedingten Strafvollzuges mit einer Probezeit von vier Jahren zu gewähren. Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte der Berufungskläger den Antrag, er sei höchstens zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat zu verurteilen. Dieser Antrag widerspricht dem in der schriftlichen Berufungserklärung vom 6.

März 1998 gestellten Rechtsbegehren 1. Wo das Gesetz einen formulierten Antrag fordert, kann dieser nach Ablauf der Berufungsfrist nicht mehr auf andere Teile ausgedehnt werden (Hauser/Schweri, Schweizerisches Strafprozessrecht, 3. Aufl., Basel 1997, S. 415). Der Berufungskläger, der sich auf einzelne Punkte beschränkt, ist an seine in der Berufungserklärung gemachten Anträge grundsätzlich gebunden (Bänziger/Stolz/Kobler, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Appenzell A.Rh., Herisau 1992, N 5 zu Art. 214). Vorbehalten bleibt bspw. eine Einschränkung der Anträge.

Auf den anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung gestellten Antrag auf Herabsetzung der Dauer der Gefängnisstrafe wird nicht eingetreten. ...