Withdrawal of Criminal Appeal with Dismissal and Waiver of Costs
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe accused appealed a lower court judgment concerning theft, property damage, trespassing, and illegal entry, but subsequently withdrew the appeal within the statutory period for submitting the appeal statement, causing the appeal to be dismissed as withdrawn by the presiding judge of the appellate criminal division via an order. The court reasoned that a withdrawal is final and results in the lower court's judgment becoming legally effective, further noting that no court costs would be levied due to the minimal effort involved and the principle of ensuring parties can assess litigation risks without cost considerations.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 386 Abs. 3 StPO, Art. 37g i.V.m, Art. 25a Abs. 3 lit. b Gesetz, Art. 80 Abs. 1 StPO, Art. 399 Abs. 3 StPO, Art. 437 Abs. 1 lit. b StPO; Withdrawal of Criminal Appeal with Dismissal and Waiver of Costs: The court reasoned that a withdrawal is final and results in the lower court's judgment becoming legally effective, further noting that no court costs would be levied due to the minimal effort involved and the principle of ensuring parties can assess litigation risks without cost considerations.
Schlagwörter
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KI-generiertThis provision established the legal consequence (the original judgment becoming final and binding) of the withdrawal of the appeal.
This provision dictates that the decision on the discontinuation of the procedure shall be made in the form of a ruling (Verfügung).
The reasoning mentions this article as the basis for the right to withdraw the appeal.
This provision establishes the competence of the President of the criminal division to issue procedural decisions without a substantive judgment.
This provision is cited in the reasoning regarding the absence of compensation claims for the appellant, although it is not explicitly cited in order 3 (which states that no compensation is awarded).
Cited in the legal remedies section, indicating the possibility of filing an appeal to the Federal Supreme Court against this decision.
Volltext
OBERGERICHT Strafrechtliche Abteilung __________________________
OG S 25 5 V e r f ü g u n g v om 1 4 . Ma i 2 0 2 5
__________________________
Besetzung Vizepräsidentin Lenka Ziegler Gerichtsschreiberin Serena Simmen
__________________________
Verfahrensbeteiligte A.____, amtlich verteidigt durch RA lic. iur. Hermann Näf, Rechtsanwalt und Notar, Spittelstrasse 5, Postfach, 6472 Erstfeld
Beschuldigter/Berufungskläger
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Uri, Bahnhofstrasse 1, Postfach, 6460 Altdorf
Berufungsbeklagte
und
B.____,
Privatkläger __________________________
Gegenstand Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie rechtswidrige Einreise
(Berufung gegen Urteil Landgerichtspräsidium I Uri [PSA 24 29] vom 14.01.2025)
Erwägungen:
1. Wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, kann dieses bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen beziehungsweise bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweisoder Aktenergänzungen zurückziehen (Art. 386 Abs. 2 Schweizerische Strafprozessordnung [StPO, SR 312.0]). Der Rückzug ist endgültig, es sei denn, die Partei sei durch Täuschung oder eine unrichtige behördliche Auskunft zu ihrer Erklärung veranlasst worden (Art. 386 Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 37g i.V.m. Art. 25a Abs. 3 lit. b Gesetz über die Organisation der richterlichen Behörden (GOG, RB 2.3221) ist der Vorsitzende der strafrechtlichen Abteilung zuständig, Prozessentscheide ohne Sachurteil zu fällen. Dies betrifft namentlich die Erledigung des Prozesses durch Rückzug. Der Entscheid über die Abschreibung ergeht in Form einer Verfügung (Art. 80 Abs. 1 StPO).
2. Am 17. Januar 2025 meldete A.____ gegen das Urteil des Landgerichtspräsidiums I Uri vom 14. Januar 2025 Berufung an (act. 01.16 LG). Am 11. April 2025 wurde die Berufung innert der Frist zur Einreichung der Berufungserklärung (Art. 399 Abs. 3 StPO) zurückgezogen (act. 2.1). Damit ist das Urteil des Landgerichtspräsidiums I Uri vom 14. Januar 2025 (PSA 24 29) in Rechtskraft erwachsen (Art. 437 Abs. 1 lit. b StPO) und das Verfahren wird als erledigt abgeschrieben.
3. Während der Frist zur Einreichung der Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO führt das Obergericht in der Regel, abgesehen vom Versand der Eingangsbestätigung, keine Verfahrenshandlungen aus. Bei einem Rückzug innerhalb der Berufungserklärungsfrist entsteht beim Obergericht zusätzlich ein geringer Aufwand für die Abschreibungsverfügung. Aus rechtsstaatlichen Gründen sollen die Parteien die Abschätzung der Weiterzugsrisiken unbeeinträchtigt von Kostenüberlegungen vornehmen können. Daher ist auf die Erhebung von Kosten zu verzichten. Bei diesem Verfahrensausgang entstehen keine Entschädigungsoder Genugtuungsansprüche des Berufungsklägers (Art. 429 StPO).
Das Obergericht verfügt:
1. Die Berufung wird als durch Rückzug erledigt am Geschäftsprotokoll abgeschrieben.
Das Urteil Landgerichtspräsidiums I Uri vom 14. Januar 2025 (PSA 24 29) wird rechtskräftig.
2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3. Eine Entschädigung oder Genugtuung wird nicht entrichtet.
4. Eröffnung
- Beschuldigter/Berufungskläger, vertr. durch RA lic. iur. Hermann Näf
- Berufungsbeklagte
- Privatkläger
Mitteilung
- Vorinstanz
Altdorf, 14. Mai 2025
OBERGERICHT DES KANTONS URI Strafrechtliche Abteilung
Die Vorsitzende Die Gerichtsschreiberin
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, in der in Art. 42 BGG vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die zulässigen Beschwerdegründe richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
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