Prosecution's Withdrawal of Appeal in Assault and Property Damage Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe prosecution lodged an appeal against a trial court's judgment concerning multiple counts of attempted aggravated assault, simple assault, and property damage, but subsequently withdrew this appeal within the prescribed period for submitting the statement of appeal. The court, authorized to make procedural decisions without a merits ruling, declared the appeal concluded due to withdrawal, thereby rendering the original trial court judgment legally binding and dismissing the proceedings without imposing court costs or awarding compensation or satisfaction to any party.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 386 Abs. 3 StPO, Art. 37g i.V.m, Art. 25a Abs. 3 lit. b Gesetz, Art. 80 Abs. 1 StPO, Art. 399 Abs. 3 StPO, Art. 437 Abs. 1 lit. b StPO; Prosecution's Withdrawal of Appeal in Assault and Property Damage Case: The court, authorized to make procedural decisions without a merits ruling, declared the appeal concluded due to withdrawal, thereby rendering the original trial court judgment legally binding and dismissing the proceedings without imposing court costs or awarding compensation or satisfaction to any party.
Schlagwörter
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KI-generiertThe court notes the applicable procedure for withdrawing an appeal.
Cited to confirm that the judgment became final due to the withdrawal of the appeal.
Cited in the reasoning, but not explicitly applied in the dispositive orders regarding costs or compensation.
Mentioned regarding the form of the decision, but not explicitly cited in the final orders.
Cited in the reasoning regarding the deadline for the appeal declaration, but not explicitly applied in the dispositive orders.
Cited in the reasoning regarding the authority issuing the decision, but not explicitly applied in the dispositive orders.
Volltext
OBERGERICHT Strafrechtliche Abteilung __________________________ OG S 23 18 V e r f ü g un g v o m 1 8 . D e z e mb e r 2 0 2 3
__________________________
Besetzung Vizepräsidentin Lenka Ziegler Gerichtsschreiberin Michelle Zemp
__________________________
Verfahrensbeteiligte Staatsanwaltschaft des Kantons Uri, Bahnhofstrasse 1, Postfach, 6460 Altdorf
Berufungsklägerin
und
A.__,
vertreten durch RA MLaw Stephanie Bieri, Rudolf & Bieri AG, Brunnenmöslistrasse 1, 6280 Hochdorf
vertreten durch RA MLaw Martina Frischkopf, Rudolf & Bieri AG, Ober-Emmenweid 46, Postfach, 6021 Emmenbrücke
Privatkläger 1
und
B.__,
vertreten durch RA MLaw Hannes Munz, Anwaltsgemeinschaft Luzern, Denkmalstrasse 2, Postfach, 6000 Luzern
Privatkläger 2
gegen
C.__,
amtlich verteidigt durch RA MLaw Matthias Kessler, Kessler Landolt Giacomini & Partner, Oberer Steisteg 18, Postfach 148, 6431 Schwyz
Beschuldigter/Berufungsbeklagter
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Gegenstand Mehrfache versuchte schwere Körperverletzung, mehrfache einfache Körperverletzung u. mehrfache Sachbeschädigung
(Berufung gegen Urteil Landgericht Uri [LGS 22 13] vom 29.06.2023)
Erwägungen:
1. Wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, kann dieses bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen beziehungsweise bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweisoder Aktenergänzungen zurückziehen (Art. 386 Abs. 2 Schweizerische Strafprozessordnung [StPO, SR 312.0]). Der Rückzug ist endgültig, es sei denn, die Partei sei durch Täuschung oder eine unrichtige behördliche Auskunft zu ihrer Erklärung veranlasst worden (Art. 386 Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 37g i.V.m. Art. 25a Abs. 3 lit. b Gesetz über die Organisation der richterlichen Behörden (GOG, RB 2.3221) ist der Vorsitzende der strafrechtlichen Abteilung zuständig, Prozessentscheide ohne Sachurteil zu fällen. Dies betrifft namentlich die Erledigung des Prozesses durch Rückzug. Der Entscheid über die Abschreibung ergeht in Form einer Verfügung (Art. 80 Abs. 1 StPO).
2. Am 12. Juli 2023 meldete die Staatsanwaltschaft des Kantons Uri gegen das Urteil Landgericht Uri [LGS
22 13] vom 29. Juni 2023 Berufung an. Am 31. Oktober 2023 wurde die Berufung innert der Frist zur Einreichung der Berufungserklärung (Art. 399 Abs. 3 StPO) zurückgezogen. Damit ist das Urteil des Landgerichts Uri in Rechtskraft erwachsen (Art. 437 Abs. 1 lit. b StPO) und das Verfahren wird als erledigt abgeschrieben.
3. Während der Frist zur Einreichung der Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO führt das Obergericht in der Regel, abgesehen vom Versand der Eingangsbestätigung, keine Verfahrenshandlungen aus. Bei einem Rückzug innerhalb der Berufungserklärungsfrist entsteht beim Obergericht zusätzlich ein geringer Aufwand für die Abschreibungsverfügung. Aus rechtsstaatlichen Gründen sollen die Parteien die Abschätzung der Weiterzugsrisiken unbeeinträchtigt von Kostenüberlegungen vornehmen können. Daher ist auf die Erhebung von Kosten zu verzichten. Bei diesem Verfahrensausgang entstehen keine Entschädigungsoder Genugtuungsansprüche des Berufungsklägers (Art. 429 StPO).
Das Obergericht verfügt:
1. Die Berufung wird als durch Rückzug erledigt am Geschäftsprotokoll abgeschrieben.
Das Urteil des Landgerichts Uri [LGS 22 13] vom 29. Juni 2023 wird rechtskräftig.
2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3. Eine Entschädigung oder Genugtuung wird nicht entrichtet.
4. Zustellung
Altdorf, 18. Dezember 2023
OBERGERICHT DES KANTONS URI Strafrechtliche Abteilung
Die Vorsitzende Die Gerichtsschreiberin
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, in der in Art. 42 BGG vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die zulässigen Beschwerdegründe richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
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