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2020.OG.V.19.50 • OG UR 2020.OG.V.19.50 KI-generiert

Occupational Disability Pension Causal Link Requirement for Evolving Somatic-to-Psychological Impairment

Geschäftsnummer 2020.OG.V.19.50
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Uri (CH-UR)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed the entitlement to a disability pension under occupational benefits insurance, specifically the requirement of a close causal link between a work disability occurring during coverage and a subsequent disability leading to a pension, which is negated if a second, different condition supersedes the first and is the decisive cause of the invalidity. While a link can exist between an initial somatic inability to work and a subsequent psychological disability, the court held that a necessary condition is the manifestation of the psychological suffering during the insurance coverage, requiring contemporaneous evidence strongly indicating its influence on the overall health trajectory. In this specific case, although the claimant's condition evolved from somatic to predominantly psychological, the absence of contemporaneous proof that the psychological impairment was present and significantly influenced the health event *before* the coverage ended precluded the necessary causal link, thus excluding the insurer's obligation to pay and leading to the dismissal of the administrative action.

Legislator-Regeste

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Art. 23 lit. a BVG; Occupational Disability Pension Causal Link Requirement for Evolving Somatic-to-Psychological Impairment: While a link can exist between an initial somatic inability to work and a subsequent psychological disability, the court held that a necessary condition is the manifestation of the psychological suffering during the insurance coverage, requiring contemporaneous evidence strongly indicating its influence on the overall health trajectory. In this specific case, although the claimant's condition evolved from somatic to predominantly psychological, the absence of contemporaneous proof that the psychological impairment was present and significantly influenced the health event *before* the coverage ended precluded the necessary causal link, thus excluding the insurer's obligation to pay and leading to the dismissal of the administrative action.

Schlagwörter

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Invalidenrente der beruflichen Vorsorge Anspruchsvoraussetzung für Versicherungsleistungen psychische Beeinträchtigungen Kausalzusammenhang Krankenversicherung Invalidenversicherung Berufliche Vorsorge. Art. 23 lit.a BVG.

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Berufliche Vorsorge. Art. 23 lit. a BVG. Anspruch auf eine Invalidenrente der

Berufsvorsorgeversicherung. Enger sachlicher Zusammenhang zwischen relevanter

Arbeitsunfähigkeit und nachfolgender Invalidität. Dieser ist zu verneinen, wenn das

erste Leiden durch ein zweites, anderes überlagert oder abgelöst wird, wobei das

letzte für die Invalidisierung den Ausschlag gibt. Der sachliche Zusammenhang kann

auch gegeben sein, wenn die bei noch bestehender Versicherungsdeckung

eingetretene Arbeitsunfähigkeit somatisch, die Anspruch auf eine Rente der

Invalidenversicherung begründende, allenfalls auch berufsvorsorgerechtliche

Leistungen auslösende Invalidität jedoch psychisch bedingt ist. Notwendige, aber

nicht hinreichende Bedingung hierfür ist, dass das psychische Leiden sich schon

während des Vorsorgeverhältnisses manifestierte und das Krankheitsgeschehen

erkennbar mitprägte. An den entsprechenden Nachweis dürfen keine zu geringen

Anforderungen gestellt werden. Verlangt sind grundsätzlich echtzeitliche Belege, aus

denen sich allenfalls im Verbund mit späteren fachärztlichen Berichten gewichtige

Anhaltspunkte ergeben, wonach bei noch bestehender Versicherungsdeckung

psychische Beeinträchtigungen mit Auswirkungen auf das Krankheitsgeschehen

bestanden. Im konkreten Fall war das gesundheitliche Geschehen der Klägerin

geprägt von einem anfänglich somatischen Beschwerdebild, welches in der Folge

psychisch überlagert beziehungsweise durch ein psychisches Leiden abgelöst

wurde, wobei das psychische Leiden für die Invalidisierung den Ausschlag gab. In

den Akten fanden sich keine echtzeitlichen Belege für ein sich während des

Vorsorgeverhältnisses manifestierendes und das Krankheitsgeschehen erkennbar

mitprägendes psychisches Leiden. Dieses trat erst nach dem Ende des

Vorsorgeverhältnisses zutage, was den engen sachlichen Zusammenhang und damit

eine Leistungsflicht der beklagten Vorsorgeeinrichtung ausschloss. Abweisung der

verwaltungsrechtlichen Klage.

Obergericht, 29. Mai 2020, OG V 19 50