Withdrawal of Appeal, Finality of Judgment, and Appointed Defense Costs Allocation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellate court addressed the withdrawal of an appeal before the deadline, which rendered the appeal resolved and caused the original judgment to become final retroactively; concurrently, the court determined that the state treasury, rather than the respondent, must bear the costs for the appointed defense in the appeal proceedings, clarifying that the fee amount for the appointed defense counsel in the appellate phase must be decided in a separate resolution according to the fee tariff of the canton where the criminal proceedings took place, with no court fees being levied.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 437 StPO, Art. 399 Abs. 3 StPO, Art. 80 Abs. 1 Satz, Art. 426 Abs. 1 Satz, Art. 135 Abs. 4 StPO, Art. 437 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO; Withdrawal of Appeal, Finality of Judgment, and Appointed Defense Costs Allocation: Wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, kann dieses bei mündlichen Verfahren bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen und bei schriftlichen Verfahren bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweisoder Aktenergänzungen zurückziehen (Art. 386 Abs. 2 lit. a und b StPO). Die Berufungsklägerin zog die Berufungsanmeldung noch innerhalb der Berufungserklärungsfrist (Art. 399 Abs. 3 StPO) und somit rechtzeitig zurück.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertApplied to establish the retroactive finality of the lower court's judgment after the appeal withdrawal.
The reference to Art. 135 Abs. 2 StPO is necessary as the text mentions it, although the reasoning primarily cites Art. 437 StPO for finality. However, based strictly on the rule, I must check if any part of Art. 135 is explicitly used in the final orders/dispositive. Since the dispositive is missing, I rely on the provided text which seems to be a mix of reasoning and potential dispositive elements. Based on the provided snippet, which only details the reasoning and a cost assignment, and given the exclusion rule focusing strictly on numbered orders, I must be cautious. Let's re-evaluate based on the conclusion structure implied by the text.
Used in connection with the determination of costs/fees for the official defense.
Volltext
Strafprozessordnung. Art. 135 Abs. 1, Art. 135 Abs. 2, Art. 135 Abs. 3 lit. b, Art.
437 StPO. Art. 26 Gerichtsgebührenverordnung. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers wird im Rechtsmittelverfahren von der Rechtsmittelinstanz festgelegt. Die Höhe der Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird in einem separaten Beschluss beurteilt, weil eine allfällige Anfechtung einem anderen Rechtsmittelweg folgt als die Anfechtung der Hauptsache. Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach dem Anwaltstarif desjenigen Kantons, in dem das Strafverfahren geführt wurde. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Bei einer amtlichen Verteidigung ist vom Honorar des Rechtsanwalts oder der Rechtsanwältin den Armenrechtsviertel abzuziehen.
Obergericht, 19. August 2015, OG S 15 9
Aus den Erwägungen:
1. Wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, kann dieses bei mündlichen Verfahren bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen und bei schriftlichen Verfahren bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweisoder Aktenergänzungen zurückziehen (Art. 386 Abs. 2 lit. a und b StPO). Die Berufungsklägerin zog die Berufungsanmeldung noch innerhalb der Berufungserklärungsfrist (Art. 399 Abs. 3 StPO) und somit rechtzeitig zurück.
2. Das Berufungsverfahren ist als durch Rückzug erledigt am Geschäftsprotokoll des Obergerichtes abzuschreiben (Niklaus Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl., Zürich 2013, Art. 386 N. 4). Demzufolge tritt die Rechtskraft des Urteils des Landgerichtes Uri LGS 14 4 vom 2. und 21. April 2015, rückwirkend auf den Tag, an dem der Entscheid gefällt worden ist, per 21. April 2015, ein (Art. 437 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO). Entscheide, in denen über Strafund Zivilfragen materiell befunden wird, ergehen in Form eines Urteils. Die anderen Entscheide – wie der vorliegende – ergehen, wenn sie von einer Kollektivbehörde gefällt werden, in Form eines Beschlusses (Art. 80 Abs.
1 Satz 1 und Satz 2 erster Satzteil StPO).
4. In analoger Anwendung von Art. 426 Abs. 1 Satz 2 StPO hat der Berufungsbeklagte die Kosten für die amtliche Verteidigung im Rechtsmittelverfahren nicht zu tragen, vorbehalten bleibt Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Kosten für die amtliche Verteidigung werden der Staatskasse Uri auferlegt.
Die Regelung der Höhe der Entschädigung für den amtlichen Verteidiger des Berufungsbeklagten für das Rechtsmittelverfahren erfolgt in einem separaten Beschluss. Gemäss diesem separaten Beschluss gleichen Datums wird die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für das Rechtsmittelverfahren auf Fr. 358.60 festgelegt.