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ZZ.1999.11 • OG SO ZZ.1999.11 KI-generiert

Conditional Free Legal Aid for Illiquid, Wealthy Divorce Applicant

Geschäftsnummer ZZ.1999.11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Solothurn (CH-SO)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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In a divorce proceeding where the applicant was deemed wealthy but illiquid, the court held that granting free legal aid under $\S 106$ of the Code of Civil Procedure is permissible, provided it is conditioned upon securing the state's right of reimbursement. Specifically, the court justified conditioning the grant of free legal aid on the applicant furnishing an unencumbered promissory note, secured by a mortgage, as collateral for any potential state recovery claim under $\S 114$ Abs. 1 of the Code of Civil Procedure, setting a deadline for the submission of this security.

Legislator-Regeste

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§ 106 ZPO, § 114 Abs. 1 ZPO; Conditional Free Legal Aid for Illiquid, Wealthy Divorce Applicant: Specifically, the court justified conditioning the grant of free legal aid on the applicant furnishing an unencumbered promissory note, secured by a mortgage, as collateral for any potential state recovery claim under $\S 114$ Abs. 1 of the Code of Civil Procedure, setting a deadline for the submission of this security.

Schlagwörter

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unentgeltliche Rechtspflege Zivilprozessordnung Eigenwechsel Scheidungsverfahren Staatliche Beihilfen Beistandspflicht Unentgeltlichen Rechtspflege, Bedingungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 106 ZPO

Regulates the conditions under which legal aid may be granted, specifically by requiring the depositing of a lien.

§ 114 Abs. 1 ZPO

Referred to in connection with the state's right of recourse for which the lien is required.

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Volltext

SOG 1999 Nr. 11

§ 106 ZPO*. *Es ist zulässig, die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege von Bedingungen abhängig zu machen, so beispielsweise von der Herausgabe eines unbelehnten Schuldbriefes als Faustpfand für den staatlichen Rückforderungsanspruch.*

In einem Scheidungsverfahren stellt das Obergericht fest, dass die Gesuchstellerin zwar vermögend aber illiquid ist.

Es ist daher gerechtfertigt, die unentgeltliche Rechtspflege von der Herausgabe des unbelehnten Schuldbriefs (lastend auf GB A. Nr. 342, mit einer Pfandsumme von Fr. 100'000.-, Gläubigerin laut Grundbuch: X.- Bank) als Faustpfand für das staatliche Rückforderungsrecht nach § 114 Abs. 1 ZPO abhängig zu machen, wie dies die Rekurrentin in ihrer Rekursbegründung selbst anbietet. Zur Einreichung dieses Titels an die Gerichtskasse ist ihr Frist anzusetzen, ansonst die unentgeltliche Rechtspflege nicht bewilligt wird.

*Obergericht Zivilkammer,

Urteil vom 6. August 1999*