Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
ZZ.1998.8 • OG SO ZZ.1998.8 KI-generiert

Divorce Accounting Records Sufficiency and Duty to Cooperate

Geschäftsnummer ZZ.1998.8
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Solothurn (CH-SO)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

In a divorce proceeding where one party presented accounting records for only two years, the court upheld the finding of facts based solely on those documents, reasoning that even though the investigatory principle governs divorce cases, parties are obligated under $\S 228$ of the Civil Procedure Code to actively cooperate in gathering evidence, specifically by submitting documents in their possession or requesting the opposing party produce documents known to be held by them, and the failure to object to the presented documents or request earlier balances absolved the court of any claim of arbitrary fact-finding.

Legislator-Regeste

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Divorce Accounting Records Sufficiency and Duty to Cooperate: In a divorce proceeding where one party presented accounting records for only two years, the court upheld the finding of facts based solely on those documents, reasoning that even though the investigatory principle governs divorce cases, parties are obligated under $\S 228$ of the Civil Procedure Code to actively cooperate in gathering evidence, specifically by submitting documents in their possession or requesting the opposing party produce documents known to be held by them, and the failure to object to the presented documents or request earlier balances absolved the court of any claim of arbitrary fact-finding.

Schlagwörter

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Editionspflicht Zivilprozessordnung Scheidungsverfahren Beweiswürdigung und Beweiskraft Kooperationsverfahren Mitarbeit im Beruf oder Gewerbe Untersuchungsverfahren, Mitwirkung der Parteien
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Volltext

SOG 1998 Nr. 8

§ 228 ZPO. *Auch im Untersuchungsverfahren haben die Parteien bei der Sammlung des Prozessstoffes aktiv mitzuwirken.*

Zwischen den Parteien ist ein Scheidungsprozess hängig. Die Beschwerdeführerin wurde schon zur Aussöhnungsverhandlung von ihrem Anwalt begleitet. Der Beklagte legte die Buchhaltungsabschlüsse 1996 und 1997 vor. Mit keinem Wort beanstandete die Ehefrau die Unterlagen als ungenügend. Sie stellte keinen Antrag auf Beizug früherer Bilanzen. Unter diesen Umständen kann von einer willkürlichen Feststellung des Sachverhaltes deshalb, weil lediglich zwei Abschlüsse herangezogen wurden, keine Rede sein. Denn wenn auch das Ehescheidungsverfahren von der Untersuchungsmaxime beherrscht wird, sind die Parteien doch verpflichtet, den Richter bei der Sammlung des Prozessstoffes zu unterstützen. Namentlich haben sie in ihrem Besitz sich befindliche Unterlagen zu einzureichen. Haben sie diese nicht zur Hand, wissen aber, dass sie sich bei der Gegenpartei befinden, haben sie beim Richter die Edition zu beantragen. Das gilt besonders für von Anwälten vertretene Litiganten.

*Obergericht Zivilkammer,

Urteil vom 6. August 1999*