Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
ZZ.1997.6 • OG SO ZZ.1997.6 KI-generiert

Alimony Calculation: Prorating 13th-Month Salary to Meet Minimum Subsistence

Geschäftsnummer ZZ.1997.6
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Solothurn (CH-SO)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed whether it is permissible to prorate a spouse's 13th-month salary across the entire year when calculating alimony obligations, particularly when the basic monthly income is insufficient to cover essential living expenses. The court reasoned that while distributing the 13th-month salary is a common calculation method, it becomes inappropriate when the resulting adjusted monthly income falls below the minimum necessary for subsistence, as essential monthly expenses like food and housing arise continuously. Therefore, to respect the fundamental need to cover the debtor's minimum existence, prorating the 13th-month salary to artificially inflate the standard monthly income is impermissible in such circumstances, though a separate order for supplementary payment upon receipt of the bonus remains an option.

Legislator-Regeste

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Art. 177 ZGB, Art. 163 ZGB; Alimony Calculation: Prorating 13th-Month Salary to Meet Minimum Subsistence: The court reasoned that while distributing the 13th-month salary is a common calculation method, it becomes inappropriate when the resulting adjusted monthly income falls below the minimum necessary for subsistence, as essential monthly expenses like food and housing arise continuously. Therefore, to respect the fundamental need to cover the debtor's minimum existence, prorating the 13th-month salary to artificially inflate the standard monthly income is impermissible in such circumstances, though a separate order for supplementary payment upon receipt of the bonus remains an option.

Schlagwörter

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Einkommensberechnung betreibungsrechtliches Existenzminimum Gehaltsprämie Lebenshaltungskosten Grundgehalt Ehegatte Anweisung an den Schuldner, Existenzminimum, 13. Monatslohn

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

SOG 1997 Nr. 6

Art. 177 ZGB. *Anweisung an den Schuldner für Unterhaltspflichten. Wird das Existenzminimum nicht erreicht, ist es unzulässig, den 13. Monatslohn eines Ehegatten anteilsmässig auf das ganze Jahr zu verteilen, mithin das Monatseinkommen rechnerisch zu erhöhen.*

6. Damit ist die Frage nicht beantwortet, ob der

13. Monatslohn anteilsmässig auf das ganze Jahr verteilt werden darf. Bei der Kalkulation der Unterhaltsbeiträge ist dieses Vorgehen üblich (Bräm/Hasenböhler: Zürcher Kommentar, Das Familienrecht, Zürich 1993, N 71 zu Art. 163 ZGB). Gerade diese Autorin weist aber darauf hin, diese Aufrechnung könne unangemessen sein, wenn der monatlich ausgerichtete Lohn zur Deckung des Notbedarfes nicht ausreiche. Genau dies trifft hier zu. Nimmt man die ratio der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ernst, verbietet sich ein mehr als marginaler Eingriff in das schuldnerische Existenzminimum, denn die absolut notwendigen Auslagen für Essen, Wohnen etc. fallen monatlich und nicht erst im Dezember an. Entschärft wird die Situation allerdings dadurch, dass nichts hindert, die Verpflichtung zur Nachzahlung anzuordnen, sofern und soweit ein

13. Monatslohn (oder eine Gratifikation) tatsächlich ausbezahlt wird (Bräm, a.a.O.).

*Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 30. Oktober 1997*