Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
ZZ.1994.12 • OG SO ZZ.1994.12 KI-generiert

Standardization of Court Cost Handling in Cases Involving Pro Bono Legal Aid

Geschäftsnummer ZZ.1994.12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Solothurn (CH-SO)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This directive to the cantonal courts outlines the standardized procedural handling of costs when *pro bono* legal aid is granted, based on a specific statute, emphasizing the need to inform the responsible department about the arrangement. The court mandates specific phrasing in judgments to assign court costs to the indigent party, noting that the State covers them, while reserving the State's right to future reimbursement, and details varying phrasing for party costs depending on whether the opposing party was represented by counsel, always concluding by reserving the State's right to reclaim costs from the recipient of aid if their financial situation subsequently improves.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 114 Abs. 3 ZPO, § 114 Abs. 1 ZPO, § 112 Abs. 1 ZPO, § 112 Abs. 2 ZPO, § 112 Abs. 3 ZPO; Standardization of Court Cost Handling in Cases Involving Pro Bono Legal Aid: The court mandates specific phrasing in judgments to assign court costs to the indigent party, noting that the State covers them, while reserving the State's right to future reimbursement, and details varying phrasing for party costs depending on whether the opposing party was represented by counsel, always concluding by reserving the State's right to reclaim costs from the recipient of aid if their financial situation subsequently improves.

Schlagwörter

KI-generiert
Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege Kostenersatz Recht auf einen Verteidiger prozessleitende Verfügungen Parteientschädigung Staatliche Beihilfen Kreisschreiben unentgeltliche Rechtspflege, Rückforderungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 114 Abs. 3 ZPO

Cited as the basis for ordering the party granted legal aid to pay costs and fees.

§ 114 Abs. 1 ZPO

Cited as the reservation concerning the state bearing the costs despite the initial order against the party.

§ 112 Abs. 1 ZPO

Cited as providing the context for different formulas regarding the allocation of party costs.

§ 112 Abs. 2 ZPO

Cited as providing the context for different formulas regarding the allocation of party costs.

§ 112 Abs. 3 ZPO

Cited as providing the context for different formulas regarding the allocation of party costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

SOG 1994 Nr. 12

*Kreisschreiben an die Richterämter des Kantons zur Handhabung der unentgeltlichen Rechtspflege (Vorbehalt des Rückforderungsrechts).*

Gemäss § 114 Abs. 3 ZPO ist die Partei mit unentgeltlicher Rechtspflege unter der Voraussetzung von Absatz 1 zur Bezahlung der Kosten und Gebühren zu verurteilen und das zuständige Departement zu orientieren. Wir empfehlen Ihnen, bei der Anwendung dieser Bestimmung in bezug auf die Gerichtskosten folgende Formulierung zu verwenden

Die Gerichtskosten mit einer Gerichtsgebühr von Fr. . ., total Fr. . ., erliegen auf dem Kläger/Beklagten. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege trägt sie der Staat Solothurn; vorbehalten bleibt § 114 Abs. 1 ZPO.

Hinsichtlich der Parteikosten gilt grundsätzlich dasselbe. Die Formulierung hängt hier davon ab, ob ein Fall von § 112 Abs. 1 (nachstehend a), Abs. 2 (b) oder Abs. 3 ZPO (c) vorliegt. Es empfehlen sich folgende Formeln:

a) Der Kläger/Beklagte hat dem Anwalt des Beklagten/Klägers, Fürsprech X., eine Parteientschädigung von Fr. ... zu bezahlen. Für diesen Anspruch und für die Betreibungskosten haftet der Staat zwei Jahre lang als Garant; vorbehalten bleibt § 114 Abs. 1 ZPO.

b) Der Kläger/Beklagte hat dem Beklagten/Kläger eine Parteientschädigung von Fr. ... zu bezahlen.

Die Kostenforderung des Anwaltes des Klägers/Beklagten, Fürsprech X., wird auf Fr. ... festgesetzt und ist zufolge unentgeltlicher Rechtspflege vom Staat zu zahlen; vorbehalten bleibt § 114 Abs. 1 ZPO.

c) Die Parteikosten gehen zu Lasten des Klägers/Beklagten. Die Kostenforderungen von Fürsprech X. und Fürsprecherin Y. werden auf Fr. ... festgesetzt und sind zufolge unentgeltlicher Rechtspflege vom Staat zu zahlen; vorbehalten bleibt § 114 Abs. 1 ZPO.

Zu beachten ist insbesondere, dass auch im Falle von § 112 Abs. 1 Satz 2 auf den Rückforderungsanspruch hingewiesen wird. Dieser besteht gegenüber der Partei mit unentgeltlichem Rechtsbeistand. Auch eine Partei ohne unentgeltlichen Rechtsbeistand muss bei Obsiegen ihren Anwalt honorieren, unabhängig davon, ob die Parteientschädigung eingetrieben werden kann.

Die Kostenentscheide sind neu in jedem Fall dem Finanz-Departement zuzustellen.

*Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 20. September 1994*