Spousal Support Calculation: Inclusion of Integrity Damage Pension
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn divorce proceedings, a husband appealed a decision ordering him to pay spousal and child support, primarily arguing that an integrity damage pension received under federal military insurance law should be excluded from the calculation of his income because it is neither taxable nor subject to seizure. The appellate court dismissed the appeal, reasoning that for the calculation of spousal support, the income of both spouses must be considered comprehensively, encompassing actual income from any activity, including benefits from social insurance in the broadest sense, and that the tax-exempt status of such income does not preclude its inclusion in the determination of support obligations, following established legal doctrine and practice.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 176 ZGB, Art. 48 MVG, Art. 12 Abs. 4 MVG, Art. 163 ZGB; Spousal Support Calculation: Inclusion of Integrity Damage Pension: The appellate court dismissed the appeal, reasoning that for the calculation of spousal support, the income of both spouses must be considered comprehensively, encompassing actual income from any activity, including benefits from social insurance in the broadest sense, and that the tax-exempt status of such income does not preclude its inclusion in the determination of support obligations, following established legal doctrine and practice.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis article forms the legal basis for the calculation of spousal support, which the court confirmed by rejecting the appeal.
This article defines the nature of the disability pension whose inclusion in income for support calculation was disputed and confirmed.
Volltext
SOG 2008 Nr. 3
Art. 176 ZGB, Art. 48 MVG. *Eine Integritätsschadenrente ist bei der Berechnung der Unterhaltsbeiträge einzubeziehen.*
*Sachverhalt:*
In einem Scheidungsverfahren verfügte der Amtsgerichtspräsident, der Ehemann habe für die Ehefrau monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'000.00 und für die Tochter von Fr. 1'050.00 (plus Kinderzulage) zu bezahlen. Dagegen erhob der Ehemann Nichtigkeitsbeschwerde und beantragte, die Unterhaltsbeiträge "für Frau und Kind zuzüglich IV-Rentenanteil und Kinderzulage seien neu zu berechnen". In der Begründung errechnete er ein monatliches Frauenaliment von Fr. 1'494.25 und einen Kinderbeitrag von Fr. 487.00 inklusive Kinderzulage. Die Zivilkammer weist die Nichtigkeitsbeschwerde ab.
*Aus den Erwägungen:*
7. Bei der Berechnung der Unterhaltsbeiträge beanstandet der Ehemann hauptsächlich, die Integritätsschadenrente gemäss Art. 48 MVG (Bundesgesetz über die Militärversicherung, SR 833.1), die er im Sinne einer Genugtuung erhalte, dürfe bei der Berechnung seines Einkommens nicht einbezogen werden. Diese Rente müsse er nämlich nicht versteuern (Art. 12 Abs. 4 MVG) und sie sei auch nicht pfändbar.
Der Beschwerdeführer übersieht, dass nach einhelliger Lehre und Praxis beim Einkommen "die Einkünfte von Ehemann und Ehefrau vollumfänglich zu berücksichtigen" sind (Verena Bräm in: Zürcher Kommentar, Teilband II 1c, Zürich 1993, N 110 zu Art. 163 ZGB). Namentlich gehört dazu das tatsächliche Einkommen, das ein Ehegatte "aus irgendeiner Art von Tätigkeit" bezieht (Bräm, a.a.O., N 69). In der Literatur werden neben dem Lohn im engeren Sinne namentlich erwähnt (Bräm, a.a.O., N 72 ff.; Heinz Hausheer/Annette Spycher [Hrsg.]: Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997, Rz. 01.31): Erfolgsbeteiligung, Spesen (soweit sie nicht reale Auslagen ersetzen), Naturalleistungen, Zulagen, Nebenerwerb, Überstundenentschädigung, "Leistungen aus Sozialversicherungen im weitesten Sinn" (Bräm, a.a.O., N 89 zu Art. 163 ZGB), Sozialhilfe. Zum Einkommen gehören selbstverständlich auch Vermögenserträge aller Art (Bräm, a.a.O., N 96).
Daraus erhellt, dass die steuerrechtliche Regelung unerheblich ist. So sind beispielsweise auch Stipendien steuerfrei (§ 32 lit. d des Gesetzes über die Staatsund Gemeindesteuern, BGS 614.11), bei der Alimentenberechnung aber einzubeziehen (Beispiel: Erwerbstätige Ehefrau mit Kind trennt sich von ihrem studierenden Ehemann, der Stipendien erhält). Die Berechnungsart des Amtsgerichtspräsidenten ist daher nicht zu beanstanden.
*Obergericht Zivilkammer,
Urteil vom 3. Juni 2008 (ZKNIB.2008.19)*