Child's Right to Be Heard in Early School Enrollment Termination
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe situation concerns the termination of a child's early school enrollment, raising questions about the right of the child to be heard under Article 12 of the UN Convention on the Rights of the Child, despite the general assumption that a six-year-old may lack the requisite judgment. The court reasoned that while the child's right to expression might not usually apply in such cases, an interview becomes necessary if it is required to clarify the factual situation, particularly when conflicting accounts exist regarding the child's attitude, as the child's well-being could be a decisive factor. Furthermore, the court noted that the teacher, who was an applicant in the proceedings and had stated her opinion, was not in a neutral position to receive the child's statement, meaning any resulting information should be documented for the parents to respond to.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 12 KRK; Child's Right to Be Heard in Early School Enrollment Termination: The court reasoned that while the child's right to expression might not usually apply in such cases, an interview becomes necessary if it is required to clarify the factual situation, particularly when conflicting accounts exist regarding the child's attitude, as the child's well-being could be a decisive factor. Furthermore, the court noted that the teacher, who was an applicant in the proceedings and had stated her opinion, was not in a neutral position to receive the child's statement, meaning any resulting information should be documented for the parents to respond to.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the relevant provision concerning the child's right to be heard in the context of early school entry cessation, although its application was discussed rather than strictly mandated in the final orders provided.
Volltext
2002
Art. 12 KRK. Anhörung des Kindes bei Beendigung der vorzeitigen Einschulung (Entscheid des Obergerichts Nr. 60/2001/43 vom 1. Februar 2002 i.S. B.).
Bedeutung und Inhalt des Anhörungsanspruchs nach Art. 12 der UNO- Kinderrechtekonvention im Verfahren über die Beendigung des vorzeitigen Schuleintritts.
Aus den Erwägungen:
5.– [Ausführungen über den elterlichen Anhörungsanspruch.] Sodann wird sich die Frage stellen, ob zusätzlich das betroffene Kind angehört werden müsse. Zwar wird ein gut sechsjähriges Kind in bezug auf Fragen des vorzeitigen Schuleintritts und des Aufschubs der Einschulung in der Regel nicht als urteilsfähig gelten können, weshalb der konventionsrechtliche Äusserungsanspruch kaum zum Zug kommen dürfte (Art. 12 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 [UNO- Kinderrechtekonvention, KRK, SR 0.107]). Doch könnte sich eine Anhörung dann aufdrängen, wenn dies zur Abklärung des Sachverhalts nötig wäre. Jedenfalls im angefochtenen Entscheid nimmt die von der Lehrerin wiedergegebene Haltung von X. nicht nur untergeordneten Raum ein. Diese Wahrnehmung steht aber im Gegensatz zu den Feststellungen der Eltern. Der
Sachverhalt scheint daher in dieser Frage unklar zu sein. Eine Anhörung des Kindes wäre daher jedenfalls dann geboten, wenn dem Gesichtspunkt seines Befindens eine entscheidwesentliche Bedeutung beigemessen würde. In diesem Fall wäre das Ergebnis der Anhörung mindestens in Form einer Aktennotiz festzuhalten, damit sich die Beschwerdeführer zur Wahrung ihres Gehörsanspruchs dazu äussern könnten. Im übrigen ist in diesem Zusammenhang festzustellen, dass die Lehrerin als Antragstellerin am Verfahren beteiligt ist und ihre Auffassung in der Sache selbst dargelegt hat. Sie hat daher keine verfahrensneutrale Stellung und wäre daher kaum für die Entgegennahme der Äusserung des Kindes einsetzbar.