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40/2020/7/A • OG SH 40/2020/7/A KI-generiert

Appealability of Summary Decisions in Debt Enforcement and Bankruptcy Proceedings

Geschäftsnummer 40/2020/7/A
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Schaffhausen (CH-SH)

Legislator-Zusammenfassung

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The court determined that the statutory exclusion of appeal under Article 265a Paragraph 1 of the Debt Enforcement and Bankruptcy Law (SchKG) applies only to substantive decisions regarding the approval or denial of an objection based on a lack of new assets. Against summary decisions that do not involve an examination of the claim itself (such as decisions of non-entry or striking off), the cantonal remedy pathway remains open, whereas the ordinary lawsuit under Article 265a Paragraph 4 SchKG serves as the remedial mechanism for substantive rulings on new assets, precluding separate appeals against those summary decisions unless procedural deficiencies, such as a violation of the right to be heard, are involved, in which case higher court appeals may be possible for certain issues like cost decisions.

Legislator-Regeste

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Art. 265a Abs. 1 SchKG, Art. 265a Abs. 4 SchKG, Art. 110 ZPO, Art. 265a ad, Art. 309 ZPO; Appealability of Summary Decisions in Debt Enforcement and Bankruptcy Proceedings: Against summary decisions that do not involve an examination of the claim itself (such as decisions of non-entry or striking off), the cantonal remedy pathway remains open, whereas the ordinary lawsuit under Article 265a Paragraph 4 SchKG serves as the remedial mechanism for substantive rulings on new assets, precluding separate appeals against those summary decisions unless procedural deficiencies, such as a violation of the right to be heard, are involved, in which case higher court appeals may be possible for certain issues like cost decisions.

Schlagwörter

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Rechtsvorschlag summarisches Konkursverfahren Verletzung von Verfahrensrechten Anspruch auf rechtliches Gehör gesetzlicher Anspruch Urteilsvollstreckung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 265a Abs. 1 SchKG

This article defines the exclusion of appeal against substantive decisions regarding the authorization or denial of opposition based on lack of new assets, which the court uses to limit the scope of review.

Art. 265a Abs. 4 SchKG

This article allows for a formal lawsuit which serves as an appeal mechanism against decisions regarding the existence of new assets, which is discussed in relation to the inadmissibility of appealing summary decisions.

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Volltext

2020

Rechtsvorschlag mangels neuen Vermögens; Rechtsmittelweg gegen Summarentscheide ohne Anspruchsprüfung – Art. 265a Abs. 1 und 4 SchKG.

Der Rechtsmittelausschluss nach Art. 265a Abs. 1 SchKG bezieht sich nur auf materielle Entscheide über die Bewilligung oder Nichtbewilligung des mit fehlendem neuen Vermögen begründeten Rechtsvorschlags. Gegen Summarentscheide ohne Anspruchsprüfung steht der kantonale Rechtsmittelweg offen (E. 1).

OGE 40/2020/7/A vom 18. August 2020 Keine Veröffentlichung im Amtsbericht

Aus den Erwägungen

1. Erhebt der Schuldner Rechtsvorschlag mit der Begründung, er sei nicht zu neuem Vermögen gekommen, so legt das Betreibungsamt den Rechtsvorschlag dem Gericht des Betreibungsorts vor. Dieses hört die Parteien an und entscheidet. Gegen den Entscheid ist kein Rechtsmittel zulässig (Art. 265a Abs. 1 SchKG). Der Schuldner und der Gläubiger können innert 20 Tagen nach der Eröffnung des Entscheids über den Rechtsvorschlag beim Gericht des Betreibungsorts Klage auf Bestreitung oder Feststellung des neuen Vermögens einreichen (Art. 265a Abs. 4 SchKG). Die ordentliche Klage erfüllt im Verhältnis zum vorausgegangenen Summarentscheid über die Bewilligung bzw. Nichtbewilligung des Rechtsvorschlags die Funktion eines Rechtsmittels. Soweit in diesem Sinne eine bestimmte Rüge durch den Entscheid im ordentlichen Verfahren nach Art. 265a Abs. 4 SchKG behandelt und ein allfälliger Mangel behoben werden kann, ist die gesonderte Anfechtung des Summarentscheids nicht möglich (vgl. BGE 138 III 130 = Pra 2012 Nr. 92

E. 2.2; BGE 134 III 524 E. 1.3 S. 527 f. mit Hinweisen). Rechtsmittel wegen Verfahrensmängeln sind dagegen vom Rechtsmittelausschluss nicht umfasst. Hinsichtlich der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist gegen den erstinstanzlichen Entscheid – je nach Streitwert – direkt die Beschwerde in Zivilsachen bzw. die subsidiäre Verfassungsbeschwerde ans Bundesgericht zulässig (BGE 134 III 524

E. 1.3 S. 527 f.; 126 III 110 E. 1b S. 112). Der Kostenentscheid ist mit Beschwerde im Sinne von Art. 319 ff. i.V.m. Art. 110 ZPO beim oberen kantonalen Gericht anfechtbar (BGE 138 III 130 = Pra 2012 Nr. 92 E. 2.2; OGer ZH PS190124 vom

23. August 2019 E. 2.2). Der Rechtsmittelausschluss nach Art. 265a Abs. 1 SchKG bezieht sich somit nur auf materielle Entscheide über die Bewilligung oder Nichtbewilligung des mit fehlendem neuen Vermögen begründeten Rechtsvorschlags.

Gegen Summarentscheide ohne Anspruchsprüfung (Nichteintreten, Abschreibungsentscheide wegen Gegenstandslosigkeit, Anerkennung oder Rückzug) steht der kantonale Rechtsmittelweg offen (Thomas Bauer, in: Bauer/Staehelin [Hrsg.],

2020

Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Ergänzungsband zur 2. A., Basel 2017, Art. 265a ad N. 31, S. 260; OGer TG vom 31. August 2011, in: BlSchK 2013 161 ff. mit weiteren Hinweisen; siehe auch BGE 138 III

130 E. 2.2).

Offen bleiben kann vorliegend, ob – angesichts des Streitwerts von über Fr. 90'000.– und der grundsätzlich abschliessenden Aufzählung in Art. 309 ZPO – gegen den Nichteintretensentscheid in einer betreibungsrechtlichen Angelegenheit nach Art. 265a Abs. 1 SchKG die Beschwerde oder die Berufung zur Verfügung steht.