Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
40/2004/20 • OG SH 40/2004/20 KI-generiert

Appealability of Order to Third-Party Debtor for Maintenance Payments

Geschäftsnummer 40/2004/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Schaffhausen (CH-SH)
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The appellate court held that an appeal (Rekurs) is permissible against a first-instance decision concerning an order to a third-party debtor (Anweisung an den Drittschuldner) under Article 132(1) of the Civil Code, as this order constitutes an independent enforcement assistance measure issued in summary proceedings, rather than an excluded provisional measure or a spousal protection measure following divorce. The court reasoned that since the order to the third-party debtor presupposes an existing enforceable claim for maintenance payments and is not subject to subsequent confirmation in a civil suit, the appeal cannot be excluded based on the statutory exceptions for provisional measures or spousal protection orders, despite potential ambiguity in the procedural law text.

Legislator-Regeste

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Art. 132 Abs. 1 ZGB, Art. 354 Ziff. 5 ZPO, Art. 291 Abs. 2 ZPO, Art. 177 ZGB, Art. 132 Abs. 2 ZGB; Appealability of Order to Third-Party Debtor for Maintenance Payments: The court reasoned that since the order to the third-party debtor presupposes an existing enforceable claim for maintenance payments and is not subject to subsequent confirmation in a civil suit, the appeal cannot be excluded based on the statutory exceptions for provisional measures or spousal protection orders, despite potential ambiguity in the procedural law text.

Schlagwörter

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Unterhaltsbeiträge vorsorgliche Unterhaltsbeiträge Drittwiderspruch Zulassung der Zwangsvollstreckung Zahlungsauftrag verfahrensrechtliche Fragen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BGE 127 III 477
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 132 Abs. 1 ZGB

This provision defines the order regarding assignment to the third debtor, which is the subject matter of the appeal.

Art. 354 Ziff. 5 ZPO

This provision is cited to define the general admissibility of recourse against decisions in summary proceedings, which is the procedural context for the final decision.

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Volltext

2004

Art. 132 Abs. 1 ZGB; Art. 354 Ziff. 5 ZPO. Rechtsmittel bei Anweisung an den Drittschuldner (Entscheid des Obergerichts Nr. 40/2004/20 vom 12. November 2004 i.S. W.)

Veröffentlichung im Amtsbericht vorgesehen.

Gegen erstinstanzliche Entscheide betreffend Anweisung an den Drittschuldner als eigenständigem Institut der Vollstreckungshilfe ist der Rekurs zulässig.

Aus den Erwägungen:

1.– Gegen Verfügungen im summarischen Verfahren ist der Rekurs zulässig, ausgenommen unter anderem gegen Verfügungen, mit denen über vorsorgliche Massnahmen vor Anhängigmachung eines Rechtsstreits entschieden wurde, und gegen Verfügungen über Eheschutzmassnahmen (Art. 354 Ziff. 5 Ingress sowie lit. c und d der Zivilprozessordnung für den Kanton Schaffhausen vom 3. September 1951 [ZPO, SHR 273.100]).

Die angefochtene Verfügung betreffend Anweisung an den Drittschuldner (Art. 132 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210], Fassung vom 26. Juni 1998) erging im summarischen Verfahren (Art. 291 Abs. 2 ZPO). Sie enthielt keine Rechtsmittelbelehrung. Es ist jedoch nicht ersichtlich, inwieweit es sich um einen Ausnahmefall handle, bei welchem der Rekurs ausgeschlossen wäre. Es geht jedenfalls nicht um eine vorsorgliche Massnahme, deren zugrundeliegender Anspruch noch der Bestätigung in einem Zivilprozess bedürfte. Vielmehr setzt die Anweisung – als eigenständiges Institut der Vollstreckungshilfe – den Bestand einer vollstreckbaren Unterhaltsbeitragsforderung bereits voraus. Nach der rechtskräftigen Scheidung der Parteien steht sodann nicht mehr eine – im Regelfall nur als provisorisch zu betrachtende – Eheschutzmassnahme in Frage (vgl. BGE 127 III 477 E. 2b/aa mit Hinweisen; vgl. auch die Spezialvorschrift zur eheschutzrichterlichen Anweisung an die Schuldner, Art. 177 ZGB). In dieser Situation kann nicht – entgegen dem Wortlaut des Gesetzes – gegen Anweisungen im Sinn von Art. 132 Abs. 1 ZGB der Rekurs ausgeschlossen werden; dieser ist vielmehr zuzulassen (vgl. schon die Rechtsprechung zur Sicherstellung gemäss Art. 132 Abs. 2 ZGB, OGE Nr. 40/2002/6 vom 10. Januar 2003 i.S. B., E. 1, Amtsbericht 2003, S. 87 f.).

2004

Die "Einsprache" ... ist demnach als Rekurs zu behandeln. ...